{"id":1040,"date":"2009-08-15T15:41:31","date_gmt":"2009-08-15T14:41:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1040"},"modified":"2009-08-15T15:41:31","modified_gmt":"2009-08-15T14:41:31","slug":"melias-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/melias-rettung\/","title":{"rendered":"Melias Rettung"},"content":{"rendered":"<p>Am sp\u00e4ten Abend des 27. Juni fand unser Schlingfallen-Team ein einj\u00e4hriges Kalb, das allein in der N\u00e4he der Mombasa-Pipeline gegen\u00fcber der Ndara-Ebene im Nationalpark Tsavo Ost umher wandelte. Es war keine wilde Elefantenherde in Sichtweite, und da es in dieser Gegend au\u00dferdem eine Menge L\u00f6wen gab, wurden unsere Keeper in Voi sofort dar\u00fcber informiert, dass das Kalb so schnell wie m\u00f6glich gerettet werden m\u00fcsse, da es eine weitere Nacht auf sich allein gestellt wahrscheinlich nicht \u00fcberleben w\u00fcrde. Elefantenbabies, die beim Verwaisen noch j\u00fcnger als drei Jahre alt sind, k\u00f6nnen ohne Zuf\u00fctterung von Milch nicht \u00fcberleben. Nur wenige schaffen es \u00fcberhaupt, wenn sie im Alter von drei bis f\u00fcnf Jahren von der Milch abgesetzt werden, weil die Mutter stirbt. In einer wilden Herde wird das Kalb dann normalerweise von einer anderen laktierenden Kuh mit durchgef\u00fcttert. Sobald das Baby dann jedoch schw\u00e4cher wird, weil es nicht genug Milch bekommt und in diesem Zustand das \u00dcberleben der Herde gef\u00e4hrdet, muss die Leitkuh das Baby zugunsten dem Wohlergehen aller anderen Herdenmitglieder versto\u00dfen. Es gibt nur sehr wenige (eher gar keine) Elefantenmutter, die mit ihrer Milch ihr eigenes Kalb und zus\u00e4tzlich ein verwaistes Baby satt bekommen k\u00f6nnte, besonders in der harten Trockenzeit. Au\u00dferdem sind die eigenen K\u00e4lber der K\u00fche sehr besitzergreifend, was die Milch ihrer M\u00fctter betrifft, so dass sie nur selten zum Teilen bereit sind &#8211; und sie k\u00f6nnen sehr harsch sein, wenn es gilt, dieses Vorrecht zu verteidigen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"melia1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Mit der Hilfe der KWS Ranger konnten unsere Voi-Keeper das versto\u00dfene Kalb \u00fcberw\u00e4ltigen. Den Kopf mit einer Decke behangen und die Beine zusammengebunden, wurde es in die Voi-Stallungen gebracht, wo es Wasser und ein wenig Milch aus einem Eimer trank. Am n\u00e4chsten Morgen wurde es in die Nursery nach Nairobi geflogen. Nachdem sie anf\u00e4nglich Sombe genannt wurde (nach dem KWS Sicherheitskommandeur), taufte man sie sp\u00e4ter um auf <b>Melia<\/b>, nach dem Afrikanischen Mahagonibaum <i>Melia volkensi<\/i>. Die B\u00e4ume sind in Ostafrika weit verbreitet und ein besonderes Merkmal der Region, in der sie gefunden wurde. Sie wurden seinerzeit von David Sheldrick um das Hauptquartier und die f\u00fcnf Einfahrtstore zum Nationalpark Tsavo Ost gepflanzt. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"melia2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die kleine <b>Melia<\/b> war bei ihrer Ankunft in der Nursery recht kratzb\u00fcrstig (ein gutes Zeichen) und hielt ihre Keeper w\u00e4hrend ihrer ersten Nacht im Stall neben <b>Tassia<\/b> ganz sch\u00f6n auf Trab. Sie trank Wasser und \u00fcber Nacht auch ein wenig Milch aus der Flasche, allerdings nicht ohne Gezeter. Nachdem sie schlie\u00dflich 24 Stunden im Stall zugebracht und das Verhalten der anderen Nursery-Waisen in Gegenwart ihrer Keeper ausgiebig beobachtet hatte, beruhigte sie sich, saugte schlie\u00dflich auch am Finger der Keeper und trank die ihr angebotene Milch aus der Flasche. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"melia\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/08\/melia_thumb.jpg\" width=\"192\" height=\"244\"\/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/melias-rettung\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am sp\u00e4ten Abend des 27. 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