{"id":10971,"date":"2017-09-24T16:36:29","date_gmt":"2017-09-24T15:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=10971"},"modified":"2017-09-24T16:36:29","modified_gmt":"2017-09-24T15:36:29","slug":"die-abenteuer-von-dupotto-karisa-und-kelelari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-abenteuer-von-dupotto-karisa-und-kelelari\/","title":{"rendered":"Die Abenteuer von Dupotto, Karisa und Kelelari"},"content":{"rendered":"<p>Dupotto, Karisa und Kelelari verschwanden im Mai aus Ithumba, nachdem irgendetwas sie erschreckt hatte &#8211; nur wenige Tage nachdem sie vom Waisenhaus in Nairobi zur Auswilderungsstation umgezogen waren. Da sie nur so kurz da gewesen waren, kannten sie sich in der Gegend noch gar nicht aus, und die Keeper waren zuversichtlich, dass sie bald wiedergefunden werden w\u00fcrden. Doch trotz mehrt\u00e4giger Suche mit Flugzeug und Helikopter blieben sie verschwunden. Da die Regenzeit gerade begonnen hatte, war es in Ithumba sehr gr\u00fcn und dicht bewachsen, und viele wilde Elefantenherden hielten sich in der Gegend auf. Das beruhigte alle etwas, denn dies bedeutete, dass sie immerhin genug Futter und Wasser in der Wildnis haben w\u00fcrden. Trotzdem ging die Suche nat\u00fcrlich weiter, zu Fu\u00df wie aus der Luft &#8211; aber erfolglos.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Kelelari, Kauro und Dupotto in Ithumba\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/912201753946-pic1.jpg\" alt=\"Kelelari, Kauro und Dupotto in Ithumba\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Kelelari, Dupotto und Karisa nach ihrer Ankunft in Ithumba\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017539-pic2.jpg\" alt=\"Kelelari, Dupotto und Karisa nach ihrer Ankunft in Ithumba\" border=\"0\" \/><\/center><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Kamok, Karisa und Kelelari auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017539-pic3.jpg\" alt=\"Kamok, Karisa und Kelelari auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Kelelari spielt mit Sirimon\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017539-pic4.jpg\" alt=\"Kelelari spielt mit Sirimon\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Kelelari und Karisa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017655-pic2.jpg\" alt=\"Kelelari und Karisa\" border=\"0\" \/><\/center>Schlie\u00dflich wurden sie, zur Erleichterung aller, am 4. August vom Anti-Wilderei-Team in Yatta, das auf einer Patrouille am Fluss Athi unterwegs war, gesichtet. Sie waren zusammen mit wilden Elefanten unterwegs, in einer Gegend, die Gazi hei\u00dft und weit ab von jeglicher Zivilisation liegt, sodass es extrem schwierig geworden w\u00e4re, sie wieder einzusammeln. Zun\u00e4chst besserten sich die Bedingungen nicht, und die Teams warteten, bis sich eine g\u00fcnstige Gelegenheit ergeben w\u00fcrde. Am 6. August wurden Kelelari und Dupotto am fr\u00fchen Morgen aus der Luft oben auf dem Yatta-Plateau gesehen, nur wenige 100 Meter von einem alten, unbenutzten Fahrweg entfernt. Ein paar gro\u00dfe wilde Bullen begleiteten sie. Sofort wurde alles f\u00fcr eine Rettungsaktion vorbereitet, was sich als echte logistische Herausforderung erwies. W\u00e4hrenddessen waren die Piloten damit besch\u00e4ftigt, in zwei Flugzeugen \u00fcber der Gegend zu kreisen, um die Elefanten nicht aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war alles bereit. Mit Hilfe des Helikopters wurde Dupotto von Kelelari getrennt und vom Tierarzt Dr. Ephantus aus der Luft bet\u00e4ubt. Es dauerte nicht lange, bis sie umfiel und fest schlummerte, und die Keeper konnten sich den Weg durch den dichten Busch bahnen, geleitet vom Hubschrauber. Auch ein Fahrzeug m\u00fchte sich den Weg dorthin, wo Dupotto lag. Sobald sie dann in die richtige Lage gebracht worden war, konnte sie auf die Matraze gerollt und auf den Pickup geladen werden. Das erwies sich allerdings als gro\u00dfes Problem, denn selbst alle Anwesenden zusammen schafften es nicht, ihr Gewicht auf die Ladefl\u00e4che zu hieven. Der Tierarzt \u00fcberlegte schon, sie wieder zu wecken und die ganze Aktion abzubrechen. Allerdings sah Dupotto nach den Monaten in der Wildnis schon ziemlich mitgenommen aus, und die Sorge um sie lie\u00df die Helfer noch einmal all ihre Kr\u00e4fte zusammennehmen &#8211; und tats\u00e4chlich schafften sie es, sie auf das Fahrzeug zu laden! Robert Carr-Hartley brachte sie dann auf einer zweist\u00fcndigen Fahrt nach Ithumba zur\u00fcck, und Dr. Ephantus k\u00fcmmerte sich unterwegs auf der Ladefl\u00e4che um Dupotto und stellte sicher, dass sie in leicht bet\u00e4ubtem Zustand blieb.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Auto mit Dupotto\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/912201762859-pic1.jpg\" alt=\"Das Auto mit Dupotto\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Dupotto wird abgeladen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017629-pic4.jpg\" alt=\"Dupotto wird abgeladen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Dupotto ist gut wieder in Ithumba angekommen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017629-pic2.jpg\" alt=\"Dupotto ist gut wieder in Ithumba angekommen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Dupotto in einem Stall in der Auswilderungsstation\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017629-pic3.jpg\" alt=\"Dupotto in einem Stall in der Auswilderungsstation\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Dupotto ist wieder bei ihrer Freundin Kamok in Ithumba\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017629-pic6.jpg\" alt=\"Dupotto ist wieder bei ihrer Freundin Kamok in Ithumba\" border=\"0\" \/><\/center>Es war unm\u00f6glich, gleichzeitig auch noch Kelelari mitzunehmen, denn er war sofort in die andere Richtung davongerannt und bei seinen wilden Freunden verschwunden. Noch dazu ist er deutlich gr\u00f6\u00dfer und schwerer als Dupotto und h\u00e4tte erst recht nicht auf die Ladefl\u00e4che geladen werden k\u00f6nnen, selbst wenn das Fahrzeug es bis dorthin geschafft h\u00e4tte, wo er nun war, abseits aller Wege. Er ist aber schon ein gro\u00dfer Elefant und kennt das Leben in der Wildnis aus den Jahren vor seiner Rettung, als er in der Maasai Mara dreimal von L\u00f6wen angefallen worden war. Da er in guter Gesellschaft der wilden Elefanten ist, wurde er erst einmal bei ihnen gelassen und wird vom Flugzeug aus weiter beobachtet. Dupotto dagegen hatte das Abenteuer sichtlich zugesetzt. Als sie aus der Luft beobachtet worden war, sah sie sehr unsicher und verletzlich aus und wich nicht von Kelelaris Seite. Da sie als kleines Baby ins Waisenhaus gekommen war, muss die ungewohnte Umgebung und die Erfahrung f\u00fcr sie sehr furchteinfl\u00f6\u00dfend gewesen sein.<\/p>\n<p>Als das Yatta Anti-Wilderei-Team die verlorenen Waisen gesichtet hatte, berichteten sie von allen dreien, aber die Flugpatrouillen konnten Karisa nirgends finden. Und dann, zwei Wochen sp\u00e4ter, geschah wieder so ein Wunder, wie es die Elefanten immer wieder fertigbringen! Karisa tauchte pl\u00f6tzlich, eskortiert von den Ex-Waisen, beim Mittagsschlammbad in Ithumba auf! Die Ex-Waisen gaben ihn bei den Keepern ab, und er fing sofort an, an ihren Fingern zu nuckeln und leerte drei Flaschen Milch &#8211; als w\u00e4re er nie weg gewesen! Die Keeper staunten nicht schlecht, zumal er das letzte Mal vom Anti-Wilderei-Team 30km entfernt in einer Gegend fernab von Stra\u00dfen und Wegen gesehen wurde, bevor er Kelelari und Dupotto verlor. Er sah erstaunlich gut aus, war wohlgen\u00e4hrt und hatte offenbar die beiden Monate, die das Trio in der Wildnis verbracht hatte, gut \u00fcberstanden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Karisa taucht mit den Ex-Waisen zusammen beim Schlammbad auf\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017637-pic3.jpg\" alt=\"Karisa taucht mit den Ex-Waisen zusammen beim Schlammbad auf\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Karisa ist wieder da\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017637-pic2.jpg\" alt=\"Karisa ist wieder da\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Karisa bekommt gleich Milch\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017637-pic4.jpg\" alt=\"Karisa bekommt gleich Milch\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Karisa will noch mehr Milch!\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017637-pic5.jpg\" alt=\"Karisa will noch mehr Milch!\" border=\"0\" \/><\/center>Bei seiner Ankunft \u00fcberraschten ihn seine besten Freunde Galla, Wanjala und Ukame, die in der Woche, in der er verschwunden war, nach Ithumba umgezogen waren. Er war sehr erfreut und hat sich gleich wieder eingew\u00f6hnt, genauso wie Dupotto, die ihrer besten Freundin Kamok nicht mehr von der Seite weicht. Nach Karisas R\u00fcckkehr waren alle sehr erleichtert, denn er ist der kleinste der drei Ausrei\u00dfer, und jetzt, wo im Norden Tsavos wieder alles austrocknet, stehen die Bedingungen nicht mehr so gut wie vor ein paar Monaten. Wie es aussieht, haben sie sich auch mit einigen der wilden Bullen, die regelm\u00e4\u00dfig zu Besuch kommen, angefreundet. Ein bestimmter Bulle kam nach Karisas R\u00fcckkehr zwei Tage lang mit erhobenem R\u00fcssel zu den Stallungen, und die beiden kollerten und plauderten miteinander. Wenn seine wilden Freunde da sind, h\u00e4lt er sich gerne bei ihnen auf, aber sie verstehen, dass er w\u00e4hrend der Trockenzeit bei der Waisenherde bleiben muss, wo er seine geliebte Milch bekommen kann.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen beschn\u00fcffeln Karisa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/9122017637-pic6.jpg\" alt=\"Die Waisen beschn\u00fcffeln Karisa\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Karisa und Laragai bei wilden Bullen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/91220176378-pic1.jpg\" alt=\"Karisa und Laragai bei wilden Bullen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Kamok, Dupotto und Roi\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/912201765821-pic1.jpg\" alt=\"Kamok, Dupotto und Roi\" border=\"0\" \/><\/center>Kelelari, der die ganze Ausrei\u00dfer-Aktion angefangen hatte und nun von seinen Waisenfreunden getrennt ist, scheint sich im Moment bei seinen wilden Artgenossen wohlzuf\u00fchlen. Es w\u00fcrde sich allerdings niemand wundern, wenn er auch pl\u00f6tzlich wieder von allein auftauchen w\u00fcrde. Jetzt, wo Karisa und Dupotto wieder zusammen in Ithumba sind, ist klar, dass sie den Weg kennen, und falls er sich entscheiden sollte wiederzukommen, wird er mit offenen Armen empfangen werden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Kelelari\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/912201765546-pic1.jpg\" alt=\"Kelelari\" border=\"0\" \/><\/center><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/updates\/updates.asp?ID=1029\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-abenteuer-von-dupotto-karisa-und-kelelari\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dupotto, Karisa und Kelelari verschwanden im Mai aus Ithumba, nachdem irgendetwas sie erschreckt hatte &#8211; nur wenige Tage nachdem sie vom Waisenhaus in Nairobi zur Auswilderungsstation umgezogen waren. 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