{"id":1118,"date":"2009-10-01T19:21:07","date_gmt":"2009-10-01T18:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1118"},"modified":"2009-10-01T19:21:07","modified_gmt":"2009-10-01T18:21:07","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august-3\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im August"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: August 2009<\/b> <\/p>\n<p>F\u00fcr Kenias Wildtiere ist das Jahr 2009 eine endlose Strapaze: die extreme D\u00fcrre h\u00e4lt an und der Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren spitzt sich immer weiter zu, da mehr und mehr Rinderherden in die Schutzgebiete getrieben werden, um zumindest ein bisschen Wasser und Futter zu finden. Dabei werden jedoch auch Krankheiten eingeschleppt, die den Druck auf die Wildtierpopulationen weiter erh\u00f6hen. Au\u00dferdem forcieren die Nachfrage nach Elfenbein im Fernen Osten und die chinesischen Abnehmer daf\u00fcr in Kenia selbst den illegalen Handel mit dem wei\u00dfen Gold. Die Ereignisse der letzten Monate in der Nursery wiederspiegeln nur zu gut, wie ernst es um die wilden Elefanten Kenias steht.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Im vergangenen Monat wurden sage und schreibe neun Rettungsaktionen gestartet. F\u00fcnf der geretteten Waisen haben das Monatsende \u00fcberlebt, zwei starben kurz nach ihrer Ankunft in der Nursery und zwei weitere Babys starben noch bevor das Rettungsflugzeug \u00fcberhaupt landen konnte. Verwaiste Elefantenk\u00e4lbchen unter f\u00fcnf Jahren k\u00f6nnen ohne Milch nicht \u00fcberleben, vor allem nicht in Zeiten gro\u00dfer D\u00fcrre. <\/p>\n<p>Am Monatsanfang waren 20 Elefantenwaisen in unserer Nairobi-Nursery zu Hause, nur vier Wochen sp\u00e4ter waren es 25. Und dass, obwohl am 13. August zwei der Waisen nach Voi gebracht wurden und einige der Neuank\u00f6mmlinge nicht \u00fcberlebt haben. <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b>, zwei der eher anstrengenden kleinen Bullen in der Nursery, sind zu <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Shimba<\/b>, <b>Sinya<\/b>, <b>Wasessa<\/b> und <b>Siria<\/b> umgezogen, um in der Nursery mehr Platz zu schaffen. Der wird definitiv gebraucht, wenn in zwei Monaten (hoffentlich) der n\u00e4chste Regen f\u00e4llt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die beiden unb\u00e4ndigen Jungbullen dann unter den Fittichen der \u00e4lteren K\u00fche stehen und lernen, wie sie sich in die Elefantengruppe integrieren m\u00fcssen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0021.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Tassia\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0021_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0108.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Taveta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0108_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 4. August wurde die f\u00fcnf Monate alte <b>Turkwel<\/b> aus dem Turkana-S\u00fcd Nationalpark gerettet. Der Park liegt im entlegenen Norden an der Landesgrenze im Bezirk Turkana, wo sich seit Menschengedenken die St\u00e4mme der Pokot und der Turkana bekriegen. <\/p>\n<p>Schon am n\u00e4chsten Tag kam das einj\u00e4hrige Elefantenbaby <b>Olare<\/b> bei uns an, gefunden in der Masai Mara, in einem Gebiet, das Olare genannt wird. Seine Mutter musste eingeschl\u00e4fert werden, denn sie war nach einem komplizierten Tr\u00fcmmerbruch ihres Hinterbeines nicht mehr in der Lage aufzustehen. Diese Bergung war besonders dramatisch, denn das Baby war noch ordentlich bei Kr\u00e4ften und die arme Mutter versuchte verzweifelt, es vor den Rettern zu sch\u00fctzen, indem sie ihren R\u00fcssel wie wild zur Abwehr einsetzte. Als es endlich gelungen war, das um seine Mutter herum rennende K\u00e4lbchen einzufangen, wurde es auf den Pickup verladen und zum Flugplatz gebracht. Die Mutter musste von unserer mobilen tier\u00e4rztlichen Einheit eingeschl\u00e4fert werden, weil f\u00fcr sie keine Hoffnung auf Besserung mehr bestand.  <\/p>\n<p>Am 8. August wurde auf der Morondo Ranch an der Grenze des Tsavo East Nationalparks ein kleiner Bulle gesehen, der allein umherirrte. Nach f\u00fcnf Tagen konnte er schlie\u00dflich eingefangen werden, aber er war schon zu ersch\u00f6pft und starb am Tag nach seiner Ankunft in der Nursery.  <\/p>\n<p>Am 11. August traf der anderthalbj\u00e4hrige <b>Enasoit<\/b> ein, der auf der Enasoit Ranch in Laikipia gefunden wurde. Der kleine Bulle hat uns gleich einen ordentlichen Schreck eingejagt, denn als er nach f\u00fcnf Tagen Eingew\u00f6hnung im Stall zu den anderen gelassen wurde, fl\u00fcchtete er in den Nairobi-Park. Bei seiner Ankunft ist er in gutem Zustand, aber extrem aggressiv gewesen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0041.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Enasoit \" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0041_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Das neue Flugzeug des Trust wurde sofort gestartet und die Suche nach <b>Enasoit<\/b> aufgenommen. Der kleine Bulle hatte zuerst versucht, sich einer Herde wilder B\u00fcffel anzuschlie\u00dfen, die ihn (und die Keeper, die ihm zu Fu\u00df auf den Fersen waren) allerdings verjagten. Als er jedoch schlie\u00dflich von der Luft aus geortet werden konnte, gelang es den Keepern am Boden, ihn einzufangen, seine Beine zusammenzubinden und ihn zur\u00fcck in den sicheren Stall zu bringen. Dort musste er dann auch zwei Wochen bleiben, um ein bisschen geb\u00e4ndigt zu werden.  <\/p>\n<p>Am 18. August traf schon der n\u00e4chste Neuling ein: ein winziges Neugeborenes namens <b>Pesi<\/b>. Er hatte im Pesi-Sumpfgebiet nahe Rumuruti festgesteckt. Es war sehr fraglich, ob dieses winzige Baby \u00fcberhaupt jemals Milch von seiner Mutter bekommen hatte. Man konnte sogar annehmen, dass es im Sumpf geboren wurde, und so gab man ihm sofort eine Plasmainfusion in seine Ohrvene, damit sein Immunsystem angeregt wurde. Am Monatsende ging es ihm gut, aber weil er als Neugeborenes noch sehr zerbrechlich ist und wir nicht wissen, ob er \u00fcber den Berg ist, haben wir ihn noch nicht in unser Patenprogramm aufgenommen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0014.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Pesi\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0014_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Schon am 27. wurde erneut ein Rettungsteam mobilisiert. Ein Elefantenbaby war in der N\u00e4he des Kirisia-Waldes von elefantenfreundlichen Viehhirten gesichtet worden. Es war neben seiner Mutter zusammengebrochen, die verzweifelt versuchte, es wieder aufzurichten. Die Strecke, die sie und die Herde auf der Suche nach Wasser zur\u00fcckgelegt hatten, war offenbar zu viel f\u00fcr das Einj\u00e4hrige, das nun v\u00f6llig ersch\u00f6pft und ausgezehrt am Boden lag und nicht weiter gehen konnte. Am Ende hatte die Elefantenmutter keine Wahl, als es zur\u00fcckzulassen und mit der Herde weiterzuziehen. Das kleine Weibchen wurde <b>Kisima<\/b> genannt. Sobald das Flugzeug gelandet war, erhielt sie eine Infusion. Bei ihrer Ankunft in der Nursery war sie noch bewusstlos, kam danach kurz zu sich und verstarb nur wenig sp\u00e4ter. <\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Keeper war es ein grauenvoller Monat. Dem ganzen Team geb\u00fchrt unser gr\u00f6\u00dfter Respekt daf\u00fcr, dass sie so viele Elefantenbabys erfolgreich bergen und in die Nursery bringen konnten. Besonders, da Daphne und ihre Familie im August verreist waren und die Telefonverbindung mehrmals t\u00e4glich zusammenbrach, und zwar immer dann, wenn man sie gerade dringen ben\u00f6tigte. Die Elefanten sind nicht die einzigen, die unter den diesj\u00e4hrigen harschen Bedingungen leiden. Auch unz\u00e4hlige andere Wildtiere starben an den Folgen der D\u00fcrre, an Krankheiten, die von Nutztieren eingeschleppt wurden und durch Wilderei f\u00fcr den Fleischhandel. <\/p>\n<p>Der Zustand des kleinen <b>Isiolo<\/b> hat uns seit mehreren Monaten Sorgen bereitet. Obwohl er gut frisst und sein Kot in Ordnung zu sein scheint, bleibt er schwach, nimmt nicht zu und w\u00e4chst viel zu langsam. Alle Tier\u00e4rzte und unsere Mitarbeiter haben dies best\u00e4tigt. Er und einige andere ganz junge Babys, namentlich <b>Mutara<\/b>, <b>Tano<\/b> und Klein <b>Pesi<\/b>, bleiben tags\u00fcber in der N\u00e4he der St\u00e4lle, w\u00e4hrend die anderen Nursery-Babys in zwei Gruppen aufgeteilt wurden und mit ihren Keepern in den Busch gehen. Die Gruppe mit den \u00e4lteren Babys wird von <b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b> angef\u00fchrt, diejenige mit den j\u00fcngeren von <b>Suguta<\/b>. <\/p>\n<p>Auch <b>Kilaguni<\/b>, dessen Schwanz und Analbereich von einer Hy\u00e4ne \u00fcbel zugerichtet worden war, hat uns Sorgen bereitet. Das Narbengewebe engt seinen Darmausgang soweit ein, dass er Schwierigkeiten beim Kotabsatz hat, besonders, wenn er Gr\u00fcnfutter zu sich nimmt. Wahrscheinlich wird er noch einmal operiert werden m\u00fcssen, doch in der Zwischenzeit versuchen wir unser Bestm\u00f6gliches mit pflanzlichen Mitteln und Molasse, um seinen Stuhl weicher zu machen und ihm einen weiteren schmerzhaften Eingriff zu ersparen. Von diesem Problem einmal abgesehen ist er ansonsten ein fr\u00f6hlicher und verspielter kleiner Elefant. <\/p>\n<p><b>Chaimu<\/b>, die praktisch blind und mit Tr\u00fcbungen auf beiden Augen bei uns ankam, geht es dank Dr. Peter Schwendermann, einem Augenspezialisten f\u00fcr Menschen, mittlerweile viel besser. Allen anderen Nursery-Waisen geht es gut.  <\/p>\n<p>Jetzt, da wir so viele sehr junge Baby-Elefanten in der Nursery zu versorgen haben, sind die Keeper rund um die Uhr im Einsatz. So manches Baby ben\u00f6tigt ohnehin eine Extraportion Aufmerksamkeit, so wie <b>Naimina<\/b> und <b>Melia<\/b>, die immer noch an posttraumatischem Stress leiden und daher ziemlich launisch sind. Oder <b>Sabachi<\/b>, die st\u00e4ndig Flausen im Kopf hat und allen Streiche spielt! <b>Suguta<\/b> ist eine unglaublich gro\u00dfe Hilfe in ihrer Rolle als kleine Leitkuh. Sie wird unterst\u00fctzt von <b>Nchan<\/b> und <b>Kudup<\/b>. <b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b> versuchen ihr Bestes, um <b>Naimina<\/b> und <b>Melia<\/b>, die ein bisschen \u00e4lter sind, in Schach zu halten. <b>Kudup<\/b> verg\u00f6ttert <b>Bhaawa<\/b>, der der Liebling aller Elefantenweibchen in der Nursery ist &#8211; ebenso wie <b>Kibo<\/b>, der nach einem wackligen Start auf dem Weg der Besserung ist. <\/p>\n<p>Momentan leben 25 Waisen in der Nursery: <b>Kenia, Dida, Kimana, Suguta, Ndii, Mawenzi, Sabachi, Kibo, Shira, Bhaawa, Isiolo, Nchan, Kudup, Kalama, Kilaguni, Chaimu, Naimina, Melia, Tumaren, Tano, Mutara, Turkwel, Olare, Enasoit <\/b>und Baby<b> Pesi<\/b>. <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: August 2009 <\/b> <\/p>\n<p>Die Ithumba-Waisen sind nach wie vor in drei Gruppen organisiert. <b>Yatta<\/b> f\u00fchrt immer noch die Gruppe mit den \u00c4lteren an, die zwar so gut wie ausgewildert sind, aber wie erwartete immer noch regelm\u00e4\u00dfig in Kontakt mit den anderen Waisen stehen, die sie als ihre \u201cFamilie\u201c ansehen. Und die Familie ist bekanntlich das Allerwichtigste f\u00fcr einen Elefanten, der ein weitaus besseres Ged\u00e4chtnis hat als wir Menschen, mit einem Gehirn, das vier Mal so gro\u00df ist! <b>Yattas<\/b> Gruppe wird inzwischen immer vom wilden Elefanten \u201eMgeni\u201c (bedeutet Besucher) begleitet. Ihre kleine Herde ist fast immer mit wilden Artgenossen zusammen, die nach Belieben kommen und gehen. Ihre Gruppe ist nun also wirklich in die Wildnis zur\u00fcckgekehrt. <b>Yatta<\/b> war schon immer die Hauptleitkuh in Ithumba. Sie ist inzwischen 10 Jahre alt, wurde 1999 in Tsavo geboren und kam mit einem Monat in die Nairobi-Nursery. <\/p>\n<p>Die n\u00e4chstj\u00fcngere Gruppe, auch bekannt als \u201e<b>Wendis<\/b> Gruppe\u201c, durchl\u00e4uft gerade die \u00dcbergangsphase auf dem Weg zur\u00fcck in die Wildnis und nabelt sich mehr und mehr von den Keepern ab. <b>Wendi<\/b> stammt aus dem Imenti-Wald und wurde noch am Tag ihrer Geburt in die Nursery gebracht. Sie ist eines von drei Neugeborenen, die ihr Leben einer Infusion von Elefantenblutplasma f\u00fcr ein starkes Immunsystem verdanken. <b>Wendi<\/b> ist heute neun Jahre alt und obwohl sie zu <b>Yattas<\/b> Senior-Gruppe z\u00e4hlt, wandert sie oft auch allein mit ihrer eigenen kleinen Gruppe umher und \u00fcbernimmt die F\u00fchrung derer, die sich ihr anschlie\u00dfen. <b>Wendis<\/b> Gruppe h\u00e4lt noch deutlich engeren Kontakt zur j\u00fcngsten Gruppe in Ithumba, die nach wie vor die Betreuung der Keeper braucht. Es ist gut m\u00f6glich, dass <b>Wendis<\/b> Gruppe sogar von <b>Yatta<\/b> dazu aufgefordert wurde. Elefanten kommunizieren ja bekanntlich in einer f\u00fcr uns mysteri\u00f6sen Art und Weise, die wir Menschen einfach nicht erschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Es gab diesen Monat nur wenige Tage, an denen <b>Wendi<\/b> nicht mit den J\u00fcngsten zusammen war. Entweder wartete sie morgens schon an den Stallungen oder traf sie sp\u00e4ter im Busch, an einem scheinbar vorher verabredeten Ort, wo dann alle miteinander spielen. Manchmal verbringt sie auch den ganzen Tag mit ihnen, f\u00fchrt sie zum Schlammbad oder zu <b>Yattas<\/b> Gruppe, die etwas weiter entfernt und oft in Begleitung wilder Elefanten beim Grasen anzutreffen ist. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0106.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"IMG_0106\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0106_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die dritte Waisen-Gruppe besteht wie bereits erw\u00e4hnt aus den j\u00fcngsten Elefanten, die erst k\u00fcrzlich aus der Nairobi-Nursery nach Ithumba gebracht wurden und noch im Stall \u00fcbernachten. Wir nennen die Gruppe Juniors. Etwa sechs von ihnen sind zwischen drei und f\u00fcnf Jahren alt und brauchen nach wie vor Milch. Trotzdem sind auch diese Waisen schon so gut wie unabh\u00e4ngig von ihren Keepern. Die Richtung, die sie jeden Morgen zum Weideplatz einschlagen, wird nicht mehr von ihren menschlichen Betreuern festgelegt, sondern von den Junior-Leitk\u00fchen der Gruppe wie <b>Sian, Loijuk<\/b> und <b>Naserian<\/b> oder ihren Vorg\u00e4ngerinnen <b>Galana<\/b> und <b>Sunyei<\/b>, die inzwischen in <b>Yattas<\/b> Gruppe \u201eaufgestiegen\u201c sind. Wie die Waisen aus der \u00e4lteren Gruppe f\u00fchlen sich auch die J\u00fcngeren in Gegenwart wilder Artgenossen sehr wohl und werden abends sogar oft von solchen zur\u00fcck zu den St\u00e4llen gebracht.  <\/p>\n<p>Friedlich vermischen sich Waisen und wilde Elefanten an der Stalltr\u00e4nke, und die \u00e4lteren Mitglieder der Junior-Gruppe verbringen ab und zu eine Nacht im Busch mit den \u00c4lteren (so wie <b>Kamboyo<\/b> am 24. August). In diesem Monat waren erstmals alle Juniors eine ganze Nacht mit den Gro\u00dfen unterwegs und haben nicht im Stall \u00fcbernachtet. Daf\u00fcr haben sie sogar auf ihre Milchmahlzeit am Abend und am Morgen verzichtet. Sie trafen sich nach ihrem mitt\u00e4glichen Schlammbad mit den \u00e4lteren Ex-Waisen und einigen wilden Anh\u00e4ngseln am Imenti-Wasserloch und verbrachten den Nachmittag zusammen. Sp\u00e4ter folgten sie <b>Yatta<\/b> weiter landeinw\u00e4rts. V\u00f6llig ungew\u00f6hnlich war, dass sie ihre Keeper g\u00e4nzlich ignorierten als es Zeit zur Heimkehr war. Als die Dunkelheit anbrach blieb den Keepern keine Wahl als ohne ihre Sch\u00fctzlinge zur\u00fcckzukehren. Im Stallgel\u00e4nde warteten sie die ganze Nacht auf die R\u00fcckkehr ihrer Elefantenwaisen. Normalerweise kommen diese wenig sp\u00e4ter ebenfalls nach Hause, wie zum Beispiel am 21. August, als <b>Ol Malo<\/b> und <b>Challa<\/b> nach einem Ausflug mit den Seniors erst gegen Mitternacht eintrafen. In dieser Nacht des 24. August jedoch blieben alle die ganze Nacht weg und die Keeper fanden sie erst am n\u00e4chsten Tag gegen 13.30 Uhr wieder. Im letzten Monat, als Ol Malo und Challa schon einmal bis Mitternacht fortblieben, folgten ihnen die \u00c4lteren bis nach Hause um sicherzugehen, dass sie gut ankamen. <b>Ol Malo<\/b> war offensichtlich dieses Mal mit dieser Aufgabe betraut worden. Diese Art Zwischenfall illustriert nur zu gut den mitf\u00fchlenden und verantwortungsbewussten Charakter der Elefanten sowie ihre F\u00e4higkeit sich mittels Erinnerungsverm\u00f6gen und Geruchssinn in der Nacht zu fortzubewegen (denn ihre visuellen F\u00e4higkeiten bei Nacht sind \u00e4hnlich schlecht wie bei uns Menschen). Hinzu kommt die ausgepr\u00e4gte Sorge und Liebe f\u00fcr ihre Familie und Freunde, was die Tatsache best\u00e4tigt, dass Elefanten sehr \u201emenschliche\u201c Charakterz\u00fcge haben &#8211; alle guten Eigenschaften von uns Menschen und nur wenige schlechte. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0032.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Ol Malo mit wildem Freund\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0032_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Ol Malo<\/b> f\u00e4llt besonders darin auf, dass sie viel selbst\u00e4ndiger und unabh\u00e4ngiger ist als alle anderen. Sie war immer <b>Yattas<\/b> Liebling und f\u00fcr viele Jahre buchst\u00e4blich ihr Schatten. In der Zwischenzeit ist sie oft allein unterwegs, trifft wilde Freunde und kommt dann manchmal zu den Stallungen, einmal mit und dann wieder ohne wilde Elefanten, meist Bullen, im Schlepptau. Trotzdem scheint sie immer mit <b>Yatta<\/b> und den anderen Waisen in enger Verbindung zu stehen. Man kann das zum Beispiel beobachten, wenn sie zum Saufen alleine an der Stalltr\u00e4nke ist. Dann trompetet sie und im Nu tauchen wie aus dem Nichts die anderen Waisen auf und nehmen sie wieder mit. Ganz offensichtlich hat sie enge Freunde unter den wilden Elefanten und viel Freude an deren Gesellschaft. Sie ist gerade einmal sechs Jahre alt und stammt aus Ol Malo im Bezirk Laikipia. Mit vier Monaten kam sie in die Nursery in Nairobi. <\/p>\n<p>Die Auswilderung ist ein kontinuierlicher Prozess. Mancher Elefantenwaise verbringt schon als Junior ein bisschen Zeit mit den \u00e4lteren Waisen, kehrt dann aber in seine Gruppe zu den Altersgenossen zur\u00fcck. <b>Kamboyo<\/b> war in diesem Monat an der Reihe und wurde nach ein bis zwei Tagen von <b>Yatta<\/b> zur\u00fcckgebracht. Umgekehrt machen es auch die \u00e4lteren Waisen, wenn sie sich ein bisschen nach Erholung sehnen oder Zeit mit den J\u00fcngeren und ihrer Menschenfamilie verbringen wollen, so wie <b>Ol Malo<\/b> und <b>Challa<\/b> in diesem Monat. Was bei allem Hin und Her deutlich wird ist, dass sich die Waisen, die zusammen aufgezogen wurden, umeinander k\u00fcmmern und sich als eine Familie betrachten, auch wenn sie aus unterschiedlichen Elefantenpopulationen stammen. <\/p>\n<p>Auch in den Aufzeichnungen im August wird die wunderhafte Elefantenkommunikation wieder deutlich: Am 10. wartete <b>Yatta<\/b> mit ihrer Gruppe am Schlammbad. Nur wenig sp\u00e4ter kamen <b>Wendis<\/b> Gruppe und die J\u00fcngsten dazu, um schlie\u00dflich gemeinsam weiterzuwandern. <b>Wendi<\/b> trifft sich des \u00c3\u2013fteren mit den Kleinsten an einem scheinbar verabredeten Ort, wenn sie sie nicht schon von den Stallungen abgeholt hat, um sie danach zu <b>Yatta<\/b> zu bringen.  <\/p>\n<p>Der beste wilde Freund der Waisen ist ein ausgewachsener Bulle, den wir \u201eRafiki\u201c genannt haben.&nbsp; Am 8. August besuchte er die Kleinen zusammen mit zwei wilden Freunden zum Saufen im Stallgel\u00e4nde. Sp\u00e4ter verbrachte er mit den Waisen einige Zeit im Busch. Nur wenige Tage sp\u00e4ter, am 10. August, tauchte er beim Schlammbad auf und graste eine Zeitlang mit ihnen, bevor er wieder seiner eigenen Wege ging. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/Raffiki.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Raffiki\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/Raffiki_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Da es im Busch \u00fcberall an Wasserquellen mangelt, wird unsere Stalltr\u00e4nke nunmehr t\u00e4glich von wilden Elefanten benutzt, manchmal sind es 20 bis 30 Tiere auf ein Mal. Sie kommen meist mehrmals, und das nicht nur nachts sondern auch tags\u00fcber. Bisher waren es nur die Bullen, doch inzwischen trauen sich auch die Kuhherden an die Stallungen. Jeden Tag, wenn die kleinen Waisen aus ihrem Nachtlager kommen, warten die wilden Elefanten schon, dass endlich jemand den Wasserhahn aufdreht! Am 8. August versuchte die schelmische Loijuk ihren Freunden zu imponieren, indem sie sich vor den wilden Elefanten aufb\u00e4umte, und sich dar\u00fcber beschwerte, dass die Waisen so lange anstehen mussten. Die wilden Artgenossen zeigten sich wenig beeindruckt und straften sie mit Gleichg\u00fcltigkeit! Die Stalltr\u00e4nke ist unter den wilden Elefanten so beliebt, dass das Bohrloch, welches das Wasser einspeist, ziemlich belastet wird. Der Trust erwirkte inzwischen die Erlaubnis, in der N\u00e4he des Imenti-Wasserloches ein weiteres Bohrloch zu errichten, um sowohl den Waisen als auch den Wildtieren in der langen Trockenzeit eine zweite Wasserquelle zu bieten und sich nicht von nur einem Standpunkt abh\u00e4ngig zu machen. <\/p>\n<p>Am 1. August bemerkten die \u00fcberraschten Keeper ein Rudel von zehn statt der \u00fcblichen vier Wildhunde an der Tr\u00e4nke. Unerw\u00e4hnt bleiben darf auch nicht unsere spektakul\u00e4re Elefanten-Staub-Orgie vom 15. August: nachdem unsere Elefanten ein ausgiebiges Schlammbad genommen hatten, nahmen alle 31 Waisen Staub mit ihren R\u00fcsseln auf und spr\u00fchten ihn gleichzeitig zur\u00fcck in die Luft als sie weiter wanderten. An sich gibt es nur 30 Waisen in Ithumba, aber Mgeni (der wilde Zuwachs in <b>Yattas<\/b> Gruppe) z\u00e4hlt inzwischen offiziell zum Inventar. <\/p>\n<p>Die Tagesberichte in Ithumba sind immer wieder sehr aufschlussreich und erm\u00f6glichen uns tiefe Einblicke in das Verhalten der Dickh\u00e4uter. Der Trust ist sehr stolz darauf, diese wertvollen Informationen \u00fcber das Sozialverhalten der Elefanten (vor allem im Vergleich zu den Menschen) erstellt und gesammelt zu haben. <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: August 2009<\/b> <\/p>\n<p><b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Sinya<\/b>, <b>Wasessa<\/b>, <b>Mzima<\/b>, <b>Siria<\/b> und <b>Shimba<\/b> haben sich inzwischen sehr gut eingelebt und nun auch <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> bei sich aufgenommen. Die kleinen Bullen wurden am 13. August aus der Nursery in Nairobi nach Voi gebracht. <b>Lesanju<\/b> hat sich sofort um <b>Tassia<\/b> gek\u00fcmmert und tut dies nach wie vor, was dazu f\u00fchrte, dass sie ihre bisher beste Freundin <b>Lempaute<\/b> vernachl\u00e4ssigt. <b>Lesanju<\/b> ist eine sehr dominante und kompetente Leitkuh, allerdings auch extrem besitzergreifend, was sowohl ihren Status als Matriarchin als auch <b>Tassia<\/b> betrifft. <b>Lempaute<\/b> scheint das zum Gl\u00fcck nicht zu st\u00f6ren. <b>Lesanju<\/b> mag es allerdings \u00fcberhaupt nicht, wenn <b>Sinya<\/b> und <b>Wasessa<\/b> zu viel mit <b>Tassia<\/b> zu tun haben, sie sollen ihre m\u00fctterlichen Gef\u00fchle lieber an <b>Taveta<\/b> ausleben! Die beiden Neuank\u00f6mmlinge haben sich sofort eingelebt und genie\u00dfen ihre neue Popularit\u00e4t. Herzlicher h\u00e4tte die Begr\u00fc\u00dfung kaum ausfallen k\u00f6nnen. Aber schlie\u00dflich erinnern sich die \u00e4lteren Elefanten an die beiden aus der Nursery, auch, wenn die beiden Bullen damals nicht unbedingt zu ihren Lieblingen z\u00e4hlten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0036.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"IMG_0036\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0036_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Mzima<\/b> und <b>Siria<\/b> sind immer noch beste Freunde und niemals weit voneinander entfernt. Sie spielen im Prinzip die ganze Zeit miteinander. <b>Shimba<\/b> scheint damit einverstanden und genie\u00dft ein bisschen mehr Zeit allein, was ja ohnehin seinem Charakter entspricht. Der August ist immer ein k\u00fchler Monat in Tsavo, und so kam es, dass an manchen Tagen niemand im Schlamm baden wollte. Die Waisen haben sich dann lieber im Staub gew\u00e4lzt, hastig ihre Milch und etwas Wasser getrunken und sind dann wieder zum Grasen verschwunden. Je l\u00e4nger die D\u00fcrre andauert, desto knapper wird das Futter, und somit hat Fressen oberste Priorit\u00e4t. <\/p>\n<p>Das neue Elefantenbaby, das auf der Morondo Ranch an Tsavos Grenze gefunden wurde, hat auf seinem Weg in die Nursery einen kurzen Zwischenstopp im Voi-Stallgel\u00e4nde eingelegt. Hier wartete man auf das Rettungsflugzeug aus und zur\u00fcck nach Nairobi. Der kleine Elefantenbulle war sehr ausgezehrt und schwach, und seine Chancen waren nur gering. Nur zwei Tage sp\u00e4ter ist er in der Nursery gestorben.  <\/p>\n<p>Die Voi-Waisen folgen im Prinzip jeden Tag dem gleichen Trott: nach ihrer Morgenmilch spielen sie ein bisschen im Gel\u00e4nde, w\u00e4hrend sich die Keeper f\u00fcr die Arbeit fertig machen. Danach geht es in den Busch zur Futterstelle des Tages. Meist grasen die Waisen an den H\u00e4ngen von Mazinga Hill, abwechselnd auf der S\u00fcd-, Ost-, West- und Nordseite. Manchmal steigen sie auch auf den Berg hinauf, an anderen Tagen wandern sie zu den Ebenen in den Hauptpark. Bis zum Mittag bewegen sie sich fressend in Richtung Schlammbad, wo sie schlie\u00dflich ihre zweite Milchmahlzeit bekommen. Je nach Wetter wird im Schlamm oder im Staub gesuhlt und gespielt, bevor am Nachmittag wieder fressend in Richtung Stallgel\u00e4nde gewandert wird. Dort gibt es zum Abendbrot eine letzte Milchmahlzeit, und f\u00fcr die Nacht wird zus\u00e4tzlich Kopra (getrocknetes Kokosnussfleisch) und Gr\u00fcnfutter im Stall ausgelegt. Die Zweige des Sternbusches werden tags\u00fcber auf dem Land der Dorfgemeinden besorgt und sind bei den Waisen nicht nur sehr beliebt sondern auch sehr reichhaltig an allen Mineralstoffen, die ein Elefant braucht, um stark und gesund zu bleiben. <\/p>\n<p>2009 war das bisher trockenste Jahr, an das man sich erinnern kann, und die Besucher in Tsavo waren ersch\u00fcttert \u00fcber die vielen toten Wildtiere und nicht minder \u00fcber die vielen Nutztierherden, die illegal im Park grasen. Selbst wenn man die Viehherden aus dem Park jagt, so werden sie aus einer anderen Ecke zur\u00fcckkommen. Dieser Kampf scheint aussichtslos und die Regierung unf\u00e4hig oder unwillig, sich diesem Problem zu stellen, vor allem jetzt, da die \u00dcberweidung in Tsavo vielerorts sichtbar wird. <\/p>\n<p>Da sich <b>Lesanju<\/b> nun auf <b>Tassia<\/b> konzentriert, haben <b>Shimba<\/b> und <b>Wasessa<\/b> das Privileg, die Gruppe zum Fressplatz und wieder zur\u00fcck zum Stallgel\u00e4nde zu f\u00fchren. Normalerweise besteht <b>Lesanju<\/b> auf dieser Aufgabe, weil sie <b>Wasessa<\/b> und <b>Sinya<\/b> als Rivalen ansieht. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0094.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"IMG_0094\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0094_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Etwas Aufregendes hat sich am 22. August zugetragen: die Waisen und ihre Keeper sahen ein Rudel L\u00f6wen, das gerade einen frisch geschlagenen Waterbuck verspeiste. Bevor die L\u00f6wen Wind bekamen, wurde hastig eine andere Richtung eingeschlagen! <\/p>\n<p> Am 13. August kam eine wilde Kuh mit ihren drei K\u00e4lbchen zum Saufen an die Stockades, als die Waisen unterwegs waren. Dieselbe Kuh mit ihrer Familie tauchte auch am 27. August noch einmal auf, und alle zusammen machten sie einen k\u00fcmmerlichen Eindruck. Genauso wie eine andere Kuh, die am 25. August mit ihrem extrem abgemagerten, etwa f\u00fcnf Monate altem Kalb in der N\u00e4he der St\u00e4lle gesehen wurde. Sie war offenbar nicht in der Lage, ihr Baby mit ausreichend Milch zu versorgen. Dieses traurige Bild geh\u00f6rt inzwischen zum Alltag in dieser furchtbaren Trockenperiode. Der Regen setzt fr\u00fchestens Ende Oktober ein. Bis dahin wird sich die Lage wohl eher noch versch\u00e4rfen als bessern.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august-3\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: August 2009 F\u00fcr Kenias Wildtiere ist das Jahr 2009 eine endlose Strapaze: die extreme D\u00fcrre h\u00e4lt an und der Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren spitzt sich immer weiter zu, da mehr und mehr Rinderherden in die Schutzgebiete getrieben werden, um zumindest ein bisschen Wasser und Futter zu finden. Dabei werden jedoch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im August\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1118\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}