{"id":112,"date":"2006-11-20T21:07:48","date_gmt":"2006-11-20T20:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=112"},"modified":"2008-04-13T22:11:07","modified_gmt":"2008-04-13T20:11:07","slug":"august-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/august-2006\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im August 2006"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoSubtitle\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Nursery-Waisen<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung &#8211; und eine gro\u00dfe Sorge &#8211; ist weiterhin die Wunde in <strong>Koras<\/strong> Kiefer. Alle hatten gehofft, sie w\u00fcrde nach der langen Behandlung mit Penicillin-Injektionen endlich abheilen. Die Wunde hatte sich bereits geschlossen und machte f\u00fcr zwei Wochen den Anschein zu verheilen, als erneut gro\u00dfe Mengen w\u00e4ssrigen Eiters austraten. Da die Tier\u00e4rzte felsenfest davon \u00fcberzeugt sind, dass eine Operation ein zu gro\u00dfes Risiko birgt, sind wir derzeit recht ratlos, weil wir nicht wissen, was wir noch versuchen k\u00f6nnten. Die Tiermediziner raten dazu, ihn so schnell wie m\u00f6glich nach Tsavo zu bringen, wo er bessere Weidem\u00f6glichkeiten hat, mit mineralstoff- und vitaminreichem Futter. Dort k\u00f6nne man die hom\u00f6opathische Behandlung weiterf\u00fchren und weiter abwarten.<!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Neuank\u00f6mmling in der Nursery war ein kleines Eli-M\u00e4dchen namens <strong>Chyulu, <\/strong>das vom Chyulu Hills De-Snaring Team des Trusts gerettet und \u00fcber Nacht in den Voi-Stallungen untergebracht wurde, bevor man es per Hubschrauber nach Nairobi brachte. Sie ist etwa sechs Monate alt und war bei ihrer Ankunft bereits sehr freundlich. Sie hat sich umgehend eingef\u00fcgt, wurde mit viel Get\u00f6se begr\u00fc\u00dft von <strong>Loijuk, Lualeni<\/strong> und (eher \u00fcberraschend) <strong>Makena<\/strong>, von der wir eigentlich erwartet hatten, dass sie etwas eifers\u00fcchtig reagiert, sobald sie <strong>Lualenis<\/strong> Aufmerksamkeit teilen muss. Doch ganz im Gegenteil &#8211; auch <strong>Makena<\/strong> m\u00f6chte f\u00fcr das Baby eine \u201eMami\u201c sein. <strong>Chyulu<\/strong> hatte bald die ungeteilte Aufmerksamkeit der drei jungen M\u00e4dchen, doch ganz besonders die von <strong>Loijuk<\/strong>, die sie als \u201eihr\u201c ganz besonderes Baby behandelte. Merkw\u00fcrdigerweise schien <strong>Sian <\/strong>eher uninteressiert, obwohl die Keeper geglaubt hatten, sie w\u00fcrde die Position der Mini-Matriarchin \u00fcbernehmen,. Stattdessen lie\u00df sie es zu, dass sich die anderen jungen Eli-M\u00e4dchen der neuen Kleinen annehmen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Wie immer hatten die Nursery-Waisen viel Spa\u00df beim Fu\u00dfballspielen mit den Keepern und gaben vor den staunenden Touristen und Schulklassen auch ganz kr\u00e4ftig damit an. <strong>Makena<\/strong> ist der \u201eBeckham\u201c des Baby-Fu\u00dfballs, w\u00e4hrend <strong>Zurura<\/strong>, der ein Spitzenspieler sein k\u00f6nnte, sich zu leicht vom Gel\u00e4chter der Zuschauer ablenken l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Lualenis<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"> Zuneigung f\u00fcr <strong>Makena<\/strong> ist nach wie vor unersch\u00fctterlich, genauso wie die Rivalit\u00e4t zwischen <strong>Zurura<\/strong> und <strong>Makena<\/strong>. <strong>Kora<\/strong>, der gern entfernt von der Waisenkindergruppe frisst, wird immer mehr zum Vorbild von <strong>Zurura<\/strong>, wenn der nicht gerade <strong>Makena<\/strong> \u00e4rgert oder <strong>Kamboyo<\/strong> provoziert, der sich immer gern mit den gleichaltrigen Bullen seiner Gruppe rauft. <strong>Kora<\/strong> ist sehr liebevoll mit <strong>Zurura <\/strong>und<strong> Kamboya<\/strong>, und wenn die beiden mit ihm rangeln m\u00f6chten, l\u00e4sst er sie gewinnen. Das gef\u00e4llt den beiden nat\u00fcrlich unwahrscheinlich und st\u00e4rkt ihr Selbstbewusstsein. <\/span><\/p>\n<h1><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Ithumba-Waisen<\/span><\/h1>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Fortschritte von <strong>Sidai, Orok <\/strong>und<strong> Challa<\/strong> zeigen, dass sie sich inzwischen wunderbar eingelebt haben und ein fester Bestandteil der Gruppe sind. <strong>Orok<\/strong> genie\u00dft nach wie vor die Privilegien eines Lieblingsbabys von <strong>Nasalot<\/strong>, von denen auch <strong>Sidai<\/strong>, seine Freundin aus der Nurery, profitiert. <strong>Wendi<\/strong> ist und bleibt das extrovertierte Mitglied der Gruppe und freut sich \u00fcber alle menschlichen Besucher, denen sie dann prompt ihre Kunstst\u00fccke vorf\u00fchrt, um die geb\u00fchrende Aufmerksamkeit zu erlangen. <strong>Wendi<\/strong> und <strong>Galana<\/strong> haben sich zur gleichen Zeit entschieden, mittags und abends auf ihre Milch-Mahlzeiten zu verzichten. Da <strong>Wendi<\/strong> am 11. September ihren 4. Geburtstag feiert und auch <strong>Galana<\/strong> bereits ihr 4. Lebensjahr erreicht hat, ist es tats\u00e4chlich an der Zeit, die Milchnahrung vollst\u00e4ndig abzusetzen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><a class=\"imagelink\" title=\"Challa\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Challa%20feeding.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image109\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Challa%20feedingVorschaubild.jpg\" alt=\"Challa\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Sunyei<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"> treibt weiterhin ihre Spielchen und rauscht mit ohrenbet\u00e4ubendem Trompeten aus dem Geb\u00fcsch, um die anderen zu erschrecken. Einmal bezog sie <strong>Challa<\/strong> in ihren Streich<strong> <\/strong>mit ein &#8211; sehr erfolgreich, denn alle anderen flohen in den Schutz der Keeper. Aber die vier \u00e4lteren M\u00e4dchen blieben noch viele Minuten alarmiert an Ort und Stelle, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob es sich um \u201efalschen Alarm\u201chandelte oder nicht! <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Challa <\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">und<strong> Madiba<\/strong> sind dicke Freunde, genauso wie <strong>Buchuma <\/strong>und<strong> Rapsu<\/strong>, die sich ebenfalls gern rangeln und ihre Kr\u00e4fte testen. <strong>Rapsu<\/strong>, der die l\u00e4ngeren Sto\u00dfz\u00e4hne hat, ist im Vorteil gegen <strong>Buchuma<\/strong>, der ebenfalls <strong>Tomboi<\/strong> verg\u00f6ttert. Dies ist sehr offensichtlich, weil die beiden sich mit ihren R\u00fcsseln umschlingen &#8211; ein Akt der Freundschaft. <strong>Sunyei <\/strong>und<strong> Naserian<\/strong> haben ihre Freundschaft aus Zeiten in der Nursery wieder aufleben lassen und sehen sich, wie auch <strong>Wendi<\/strong>, als k\u00fcnftige Matriarchinnen der Waisen-Herde. Dennoch, die unbestrittenen Anf\u00fchrerinnen der Ithumba-Gruppe sind nach wie vor <strong>Yatta<\/strong> mit <strong>Mulika<\/strong> (die zwar gr\u00f6\u00dfer, allerdings ein bisschen j\u00fcnger als <strong>Yatta<\/strong> ist) als Stellvertreterin. <strong>Nasolot <\/strong>und<strong> Mulika<\/strong> liegen in der Rangfolge ebenfalls sehr dicht beieinander, und <strong>Kinna<\/strong> bleibt die Ordnungsh\u00fcterin der Gruppe, die von allen Jungs respektiert wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"><a class=\"imagelink\" title=\"Nasalot, Selengai &amp; Kinna relaxing.\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Nasalot_selengai_kinna.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image110\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Nasalot_selengai_kinnaVorschaubild.jpg\" alt=\"Nasalot, Selengai &amp; Kinna relaxing.\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Neugierig auf den Kontakt mit wilden Elefanten, deren Fu\u00dfspuren und Kot sie entlang der Wege nahe den Stallungen fand, verfolgte <strong>Yatta<\/strong> eine Spur in Richtung Westen &#8211; ohne die Keeper, die erst sp\u00e4ter nachkamen. Sie fanden heraus, dass <strong>Yatta<\/strong> und die anderen der Spur und dem Geruch eines einzelnen wilden Bullen folgten. Die vier \u00e4lteren M\u00e4dchen waren sichtlich aufgeregt, ihn zu treffen, wurden allerdings vom verf\u00fchrerischen Anblick des <strong>Imenti<\/strong> Wasserlochs abgelenkt. Alle sprangen hinein, tauchten v\u00f6llig unter und rollten sich umher \u201ewie Fische\u201c, so die Keeper, die bei ihnen waren. Auch viele wilde Elefanten suchen h\u00e4ufig das <strong>Imenti<\/strong> Wasserloch auf, trinken f\u00fcr gew\u00f6hnlich aber nur bei Nacht. Traurigerweise wird wahrscheinlich auch diese nat\u00fcrliche und mit Wasser gef\u00fcllte Senke vollkommen austrocknen, so dass die wilden Herden gezwungen sein werden, bis nach Tiva zur\u00fcck zu gehen. Oder wir haben Gl\u00fcck, und sie kommen zu den Stockades, dem Nachtlager der Waisen, wo sie jederzeit frisches Wasser finden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Napasha<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"> hat in einer naiven Anwandlung versucht, seine Kr\u00e4fte bei <strong>Kinna <\/strong>und<strong> Mulika<\/strong> zu testen &#8211; beide Male wurde er Zweiter! <strong>Sidai <\/strong>und<strong> Challa<\/strong> hatten eine besonders aufregende Begegnung mit einem Dikdik, das sie mutig davonjagten! Abgesehen davon war es eine sehr friedliche Zeit f\u00fcr die Ithumba-Waisen, die in der gl\u00fccklichen Lage sind, zur\u00fcckgezogen und in Frieden im Tsavo-Elefantenparadies aufzuwachsen, wo sie jede Menge mineralstoffreiches Futter finden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Voi-Waisen <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Das gr\u00f6\u00dfte Erlebnis in diesem Monat war die Trag\u00f6die um Ex-Waise <strong>Mpenzi<\/strong>, die ihr erstgeborenes Kalb an ein Rudel L\u00f6wen verlor. Dies passierte ganz in der N\u00e4he der Voi Safari Lodge und wurde durch die Angestellten der Lodge bemerkt, die sogleich die Keeper alarmierten. Diese eilten der jungen Mutter sofort zu Hilfe, die ihr Kalb unm\u00f6glich allein gegen eine Gruppe von 12 zw\u00f6lf L\u00f6wen verteidigen konnte. Jedes Mal, wenn sie es schaffte einen L\u00f6wen davon zu jagen, griffen die anderen an. Die Keeper konnten nicht mehr rechtzeitig zur Hilfe kommen.  Das Baby war bereit tot. Sie waren ganz verzweifelt, als sie herausfanden, dass es sich bei der jungen Mutter um <strong>Mpenzi<\/strong> handelte, die 1992 geboren und als knapp zweij\u00e4hrige Waise in der N\u00e4he des Park-Hauptquartiers gefunden wurde. Sp\u00e4ter wurde sie das Kinderm\u00e4dchen der beiden Babys der Ex-Waise <strong>Lissa<\/strong>. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Als jetzt die Keeper<strong> <\/strong>auftauchten, versuchte <strong>Mpenzi<\/strong> gerade verzweifelt, die L\u00f6wen davon abzuhalten, den K\u00f6rper ihres toten Babys davonzuschleppen. Ihre Schl\u00e4fendr\u00fcsen waren auff\u00e4llig nass aufgrund ihrer gro\u00dfen Angst und Verzweiflung, als sie von den L\u00f6wen umringt wurde, die mehrmals versuchten, unter Furcht einfl\u00f6ssendem Br\u00fcllen und Knurren, das Baby zu fassen. Sofort wusste sie, dass die Keeper Freunde waren, die ihr helfen wollten. Sie alle versuchten ihr Bestes, doch sogar zwei Fahrzeuge konnten die L\u00f6wen nicht aufhalten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Als es dunkel wurde, wusste <strong>Mpenzi<\/strong>, dass es jetzt auch um ihr Leben ging, und sie entkam &#8211; zum Gl\u00fcck &#8211; unversehrt. Diese Trag\u00f6die wird jedoch zweifellos tiefe Narben auf ihrer Seele hinterlassen, denn Elefantenm\u00fctter &#8211; besonders, diejenigen, die als Waisen ohne ihre leibliche Familie aufwachsen mussten &#8211; lieben ihre Babys abg\u00f6ttisch. Genau dieser Umstand war mit Sicherheit auch der Grund daf\u00fcr, dass <strong>Mpenzi<\/strong> mit ihrem Erstgeborenen allein unterwegs war. Sie wollte ihr Baby nicht mit anderen teilen, denn Elefanten neigen dazu die Babys anderer zu entf\u00fchren, wenn sie selbst ihrer Familien beraubt wurden. Normalerweise war <strong>Mpenzi<\/strong> zusammen mit <strong>Lissa<\/strong> und deren Familie unterwegs, manchmal sogar mit <strong>Emily<\/strong> und ihrer Gruppe; doch sie war selbst noch zu unerfahren, um zu wissen, dass es sehr gef\u00e4hrlich war, allein mit einem winzigen Kalb unterwegs zu sein &#8211; besonders in der Gegend der Voi Safari Lodge, denn dort leben L\u00f6wen in beachtlichen Rudeln und lauern \u00f6fters Tieren auf, die aus dem Wasserloch der Lodge trinken wollen. Wir leiden mit <strong>Mpenzi<\/strong> und k\u00f6nnen ihren Verlust nur allzu gut nachempfinden; dennoch sind wir sehr dankbar, dass sie selbst ohne Verletzung entkam. Beim n\u00e4chsten Mal (und das wird es bestimmt geben!) wird sie aus diesem Fehler gelernt haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Keeper konnten <strong>Mpenzi<\/strong> am n\u00e4chsten Tag aufsp\u00fcren, und sie war noch immer sehr verzweifelt, doch eine wilde Gruppe war ganz in ihrer N\u00e4he. Da sie noch immer Milch gab, wird sie wahrscheinlich <strong>Lissas<\/strong> j\u00fcngstem Kalb erlauben, sie zu s\u00e4ugen, sobald sie die Gruppe wieder trifft. Somit kommt die Milch, die eigentlich f\u00fcr ihre kleine Tochter bestimmt war, zumindest <strong>Lissas<\/strong> Baby zugute.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Geretttet wurde ein etwa sechs Monate altes weibliches Eli-Baby, das im Schlammloch nahe des Chyulu Hills Schutzgebietes feststeckte.  Das Chyulu De-Snaring Team des Trusts fuhr das Kalb zu den Voi-Stockades, weil es zu sp\u00e4t war, um einen Flug zur Nairobi-Nursery per Hubschrauber zu organisieren. Das K\u00e4lbchen blieb f\u00fcr eine Nacht und wurde mit Elektrolyten und Milch gef\u00fcttert, weil es dehydriert war. In nur wenigen Stunden hatte es sich bereits eingew\u00f6hnt und saugte an den Fingern der W\u00e4rter. Nachdem es \u201e<strong>Chyulu<\/strong>\u201c getauft wurde, brachte man es mit dem Hubschrauber am n\u00e4chsten Morgen nach Nairobi.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Voi-Waisen waren diesen Monat wieder haupts\u00e4chlich mit der Futtersuche besch\u00e4ftigt, denn die D\u00fcrre, von der besonders Somalia und die nord\u00f6stliche Provinz Kenias betroffen waren, sp\u00fcrt man auch im Park. Sie wird auch noch weiter anhalten, denn Regen wird erst im Oktober bzw. November erwartet. Trotz allem sind die Waisen in guter Verfassung und sogar <strong>Mweigas<\/strong> fragiler Zustand scheint sich zu bessern. Inzwischen hat sie zum ersten Mal \u00fcberhaupt besonders viel Spa\u00df beim Schlammbad. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Emilys<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"> Gruppe besuchte die Stockades in diesem Monat nur einmal, doch am Ende des Monats konnte sie mit einer wilden Gruppe von sieben Elefanten in der der N\u00e4he der Voi Safari Lodge beobachtet werden. In dieser Gruppe befand sich ein etwa einj\u00e4hriges Kalb, dem sie besonders viel Aufmerksamkeit schenkte. Die wilde Mutter f\u00fchlte sich dadurch aber keineswegs gest\u00f6rt, was vermuten l\u00e4sst, dass die Gruppe <strong>Emily<\/strong>, <strong>Aitong, Sally, Tsavo <\/strong>und<strong> Illingwezi<\/strong> bereits sehr gut kennt. Am selben Tag sahen die Keeper auch <strong>Dika<\/strong>, der mit vielen anderen Elefanten am Wasserloch der Lodge trank und besonders interessiert an den wilden K\u00fchen in der Gruppe war. Er beschn\u00fcffelte sie und legte seinen R\u00fcssel liebevoll auf ihre R\u00fccken. Am Ende des Monats traf die Voi-Gruppe noch auf einen anderen wilden Bullen im Teenager-Alter, mit dem sich <strong>Laikipia<\/strong> in einen freundschaftlichen kurzen Ringkampf lieferte. Der wilde Bulle hielt sich allerdings nicht sehr lange auf und hatte offensichtlich noch andere Pl\u00e4ne.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\"><a class=\"imagelink\" title=\"Burra\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Bura%20riding%20on%20an%20ant%20hill.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image108\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Bura%20riding%20on%20an%20ant%20hillVorschaubild.jpg\" alt=\"Burra\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die Voi-Waisen sind eine verspielte und sehr gl\u00fcckliche Herde, obwohl es derzeit augenscheinlich etwas Konkurrenzgerangel um den Titel der Matriarchin zwischen <strong>Natumi, Icholta <\/strong>und <strong>Edie <\/strong>gibt. Alle drei M\u00e4dchen sind etwa im gleichen Alter. <strong>Natumi<\/strong> f\u00fchrt allerdings nach wie vor, und wenn sich die jungen K\u00fche nicht einig werden k\u00f6nnen, \u00fcbernimmt <strong>Laikipia<\/strong> das Zepter. Er und <strong>Burra<\/strong> sind definitiv die Spitzenreiter und herausragende Pers\u00f6nlichkeiten in der Jungs-Riege, dicht gefolgt von <strong>Lolokwe, Nyiro, Mukwaju, Irima <\/strong>und<strong> Solango. Morani<\/strong> ist sehr angetan von <strong>Loisaba<\/strong>, was kritisch beobachtet wird von <strong>Ndara<\/strong>, die <strong>Loisaba<\/strong> ebenfalls sehr nahe steht. <strong>Solango<\/strong> ist immer noch eng befreundet mit <strong>Seraa<\/strong>, die beide aus dem Shaba Reservat stammen und sich vielleicht sogar schon kannten, bevor sie ihre M\u00fctter verloren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><a class=\"imagelink\" title=\"Morani\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/Morani.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image111\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/11\/MoraniVorschaubild.jpg\" alt=\"Morani\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 150%\">Die gesamte Gruppe k\u00fcmmert sich nach wie vor liebevoll um <strong>Mweiga<\/strong>, deren beste Freunde nach wie vor <strong>Sosian <\/strong>und<strong> Mweya<\/strong> sind. In diesem Monat begleitete sie den Rest der Gruppe zum Schlammbad, was ungew\u00f6hnlich war, denn bisher wartete sie immer, bis alle fertig waren, damit sie niemand versehentlich umwerfen konnte. Allerdings legt sie sich nach wie vor nur hin, wenn unbedingt n\u00f6tig, aus Angst, dass sich jemand auf sie setzen k\u00f6nnte! <\/span><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/august-2006\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung &#8211; und eine gro\u00dfe Sorge &#8211; ist weiterhin die Wunde in Koras Kiefer. Alle hatten gehofft, sie w\u00fcrde nach der langen Behandlung mit Penicillin-Injektionen endlich abheilen. Die Wunde hatte sich bereits geschlossen und machte f\u00fcr zwei Wochen den Anschein zu verheilen, als erneut gro\u00dfe Mengen w\u00e4ssrigen Eiters austraten. 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