{"id":1186,"date":"2009-10-16T21:28:56","date_gmt":"2009-10-16T20:28:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1186"},"modified":"2009-10-16T21:28:56","modified_gmt":"2009-10-16T20:28:56","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september-3\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im September"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: September 2009<\/b> <\/p>\n<p>Dieser Monat war hektisch, um es milde auszudr\u00fccken. V\u00f6llig verr\u00fcckt trifft es wohl eher. <\/p>\n<p>Am 3. September wurde die winzige <b>Shukuru<\/b> aus einem Loch an der Mombasa Pipeline gerettet; der 5. September erwischte uns dann eiskalt &#8211; unser kleiner <b>Isiolo<\/b> ist gestorben. Noch am gleichen Tag wurde au\u00dferdem der kleine <b>Meibai<\/b> aus Wamba in Laikipia gerettet. Am 6. September traf der kleine <b>Wamba<\/b>, ebenfalls aus Laikipia, bei uns ein. Nach einer kurzen Verschnaufpause erhielten wir am 16. September erneut Zuwachs mit der neugeborenen <b>Kigelia<\/b> aus dem Satao Camp im Tsavo East Nationalpark, die erst zwei N\u00e4chte zuvor geboren und von ihrer Mutter zur\u00fcckgelassen worden war. Am Tag nach ihrer Geburt wurde sie zuerst nach Voi und danach in die Nairobi-Nursery gebracht. Der 17. September sollte wieder ein trauriger Tag werden, denn wir verloren den kleinen <b>Wamba<\/b> und nur zwei Tage sp\u00e4ter, am 19. September, auch noch <b>Kigelia<\/b>, die ja soeben erst das Licht der Welt erblickt hatte. Bereits zwei Tage sp\u00e4ter, am 21., wurde die auf 2-3 Wochen gesch\u00e4tzte <b>Shaba<\/b> im gleichnamigen Schutzgebiet in Laikipia gerettet. Schon am n\u00e4chsten Tag kam der gleichaltrige <b>Kavu<\/b> aus dem Tsavo East Nationalpark hinzu, denn auch dort w\u00fcten D\u00fcrre und Wilderei! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0199.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Shukuru\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0199_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Sechs Neuank\u00f6mmlinge in den ersten drei Wochen des Monats bedeuteten wieder einmal hastiges Umsortieren der Schlafpl\u00e4tze. Der Schock \u00fcber den Tod des f\u00fcnf Monate alten <b>Isiolo<\/b> sa\u00df uns noch in allen Gliedern, hatten wir doch gedacht, er sei nun langsam auf dem Weg der Besserung. Die Autopsie ergab eine schwere Lebererkrankung, deren Ursache jedoch r\u00e4tselhaft bleibt. Der Tod von <b>Wamba<\/b> und <b>Kigelia<\/b> kam hingegen nicht ganz so unerwartet. <b>Wamba<\/b> war bereits bei seiner Ankunft sehr schwach. Er litt an schwerem Durchfall und magerte dadurch immer mehr ab. <b>Kigelia<\/b> erhielt eine Infusion mit Elefantenblutplasma, da wir annehmen mussten, dass sie nach ihrer Geburt keine Milch von ihrer offenbar sehr jungen und unerfahrenen Mutter bekommen hatte. <b>Kigelias<\/b> Immunsystem hatte in den ersten beiden Lebenstagen bis zu ihrer Ankunft in der Nursery bereits schwer gelitten, und die Tatsache, dass sie ein so gro\u00dfes Kalb ohne Nabelschnur war (diese h\u00e4ngt bei Neugeborenen normalerweise noch am Bauch), lie\u00df uns in dem Irrglauben, sie sei schon \u00e4lter als zwei Tage. Erst als wir den Internetblog des Satao Camps (ihrem Fundort) gelesen hatten, f\u00fcgte sich alles wie ein Puzzle zusammen. <\/p>\n<p>Klein <b>Pesi<\/b>, der bei seiner Ankunft im August erst wenige Tage alt war, hat seine ersten Backenz\u00e4hne und damit auch Fieber und Durchfall bekommen. Es ging im einige Tage gar nicht gut, so dass wir ihm ein Antibiotikum verabreichten, erst recht nachdem wir Blut im Stuhl entdeckten. Gl\u00fccklicherweise haben die Symptome nachgelassen und am Monatsende war er fast schon wieder hergestellt. <b>Meibai<\/b> und <b>Enasoit<\/b>, die beiden 1- bis 2-j\u00e4hrigen Laikipia-Waisen, waren ebenfalls unterern\u00e4hrt bei uns eingetroffen, wahrscheinlich haben auch sie nicht gen\u00fcgend Muttermilch bekommen. <b>Meibai<\/b> war bewusstlos und musste noch w\u00e4hrend des Fluges aus Wamba in die Nursery an den Tropf gehangen werden. Wir zweifelten stark, dass er \u00fcberhaupt jemals aufstehen w\u00fcrde. Wie durch ein Wunder ist er durchgekommen und kommt t\u00e4glich mehr zu Kr\u00e4ften. Beide Neuank\u00f6mmlinge waren stark von Magenparasiten befallen, die man nur bei Elefanten findet, die Kontakt zu Nutztieren in menschlicher Haltung hatten. Beide wurden entwurmt und sind inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0022.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Pesi\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0022_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Unsere 28 Nursery-Waisen, darunter sechs Neugeborene, mussten zur besseren Organisation (besonders bei der F\u00fctterung) in drei Gruppen aufgeteilt werden. Die Baby-Gruppe wird von der kleinen <b>Tano<\/b> angef\u00fchrt, die n\u00e4chst\u00e4ltere Gruppe von <b>Suguta<\/b> und die \u201eSeniors\u201c haben <b>Kenia<\/b> zur Leitkuh. Trotzdem verbrachten alle drei Gruppen viel Zeit miteinander, besonders nach der Milchmahlzeit am Mittag und beim anschlie\u00dfenden \u00f6ffentlichen Schlammbad. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend des ersten Lebensabschnittes unserer Waisen in der Nursery entwickeln sich immer tiefe Freundschaften, die ein ganzes Leben andauern werden, weil die Waisen als eine Familie aufwachsen. In der \u201eKrabbelgruppe\u201c sind es <b>Tano<\/b> und <b>Mutura<\/b>, w\u00e4hrend sich <b>Shaba<\/b>, <b>Shukuru<\/b> und <b>Kavu<\/b> lieber noch an ihre Keeper halten. <b>Shaba<\/b> ist ein rastloses Baby und leidet an Schlafst\u00f6rungen. Sandy Griffiths hat den Keepern jedoch bei ihrem letzten Besuch die Anwendung von Bachbl\u00fctenessenzen zur Behandlung von Traumata und Unruhe erkl\u00e4rt. <\/p>\n<p><b>Kenia<\/b> himmelt <b>Bhaawa<\/b> an und die beiden teilen sich inzwischen einen der neuen St\u00e4lle. <b>Kenias<\/b> Interesse f\u00fcr <b>Bhaawa<\/b> hat <b>Dida<\/b> ein wenig ins Abseits katapultiert, aber <b>Dida<\/b> h\u00e4lt sich nach wie vor in <b>Kenias<\/b> N\u00e4he auf und schl\u00e4ft gleich nebenan. <b>Mawenzi<\/b> und <b>Melia<\/b> sind ebenfalls unzertrennlich. Wenn <b>Mawenzi<\/b> Trost sucht, saugt sie an <b>Melias<\/b> Ohren, was <b>Melia<\/b> nicht zu st\u00f6ren scheint. <b>Sabachi<\/b>, ein robuster und unverw\u00fcstlicher kleiner Charakter, ist derjenige, der sich sein Nachtlager mit <b>Naimina<\/b> teilen muss, die immer noch sehr durcheinander ist und sich ab und zu wild umher wirft. Das ist nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen Elefanten, der an posttraumatischem Stress leidet, aber nicht normal f\u00fcr eingew\u00f6hnte Elefantenk\u00fche. Offensichtlich hat sie den Verlust ihrer leiblichen Familie noch immer nicht verwunden, vielleicht zerm\u00fcrbt sie sogar der Gedanke, eine Teilschuld an deren Schicksal zu tragen. Nur die Zeit vermag solche Wunden zu heilen. <b>Sabachi<\/b> kann zum Gl\u00fcck gut damit umgehen und hat noch so viel Energie \u00fcbrig, dass er sogar <b>Kilaguni<\/b>, der eigentlich viel gr\u00f6\u00dfer als er selbst ist, zum Kr\u00e4ftemessen herausfordert. Auch <b>Meibai<\/b> und <b>Enasoit<\/b> z\u00e4hlen zu den \u00e4lteren Babys, die immer noch sehr traumatisiert sind. Sie seilen sich \u00f6fter von der Gruppe ab, ein Anzeichen daf\u00fcr, dass sie trauern, und sie sind nach wie vor misstrauisch gegen\u00fcber den Keepern. Sie haben in ihren kurzen Leben offenbar schon viele schlechte Erfahrungen mit Menschen gesammelt. Ihr Verhalten zeigt nur zu deutlich, wie gef\u00e4hrlich das Leben f\u00fcr die Elefanten in Nordkenia ist sobald sie ihre R\u00fcckzugsorte auf privaten Ranches oder Wildtierschutzgebieten verlassen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_00141.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Sabachi\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0014_thumb1.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Suguta<\/b> und <b>Tumaren<\/b> sind enge Freunde, ebenso wie <b>Kimana<\/b> und <b>Ndii<\/b>. <b>Ndii<\/b> verbringt auch viel Zeit mit <b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b>, die beiden unzertrennlichen Nursery-Buddies. <b>Nchan<\/b>, <b>Kalama<\/b> und <b>Kudup<\/b> sind ebenfalls dicke Freunde und sehr erpicht darauf, <b>Turkwel<\/b> in ihre Runde aufzunehmen, die nach wie vor lieber allein ist. Sie musste unter Waffenschutz gerettet werden und war in ihrem kurzen Leben wahrscheinlich schon h\u00e4ufig Zeuge f\u00fcrchterlicher Trag\u00f6dien. Ihr Geburtsort Turkana-S\u00fcd ist ein Gebiet, in dem sich dort einheimische St\u00e4mme seit Menschengedenken bekriegen. <b>Kilaguni<\/b> und <b>Chaimu<\/b> h\u00e4ngen sehr aneinander, obwohl <b>Kilaguni<\/b>, der keinen eigenen Schwanz mehr hat, gerne an dem von <b>Chaimu<\/b> herum kaut. Das f\u00fchrte dazu, dass die beiden, die nachts immer in einem Stall geschlafen haben, getrennt werden mussten, sodass nicht auch noch <b>Chaimu<\/b> seinen Schwanz einb\u00fc\u00dft! Die Keeper sind \u00fcberzeugt davon, dass <b>Kilaguni<\/b> neidisch ist, weil er seinen Schwanz an eine Hy\u00e4ne verlor, die auch seine tote Mutter anfra\u00df. Narbengewebe hat seinen Darmausgang so sehr eingeengt, dass er Probleme beim Kotabsatz hat. Seit er Gr\u00fcnfutter frisst m\u00fcssen die Keeper ihm manchmal helfen und von Hand dicke Ballen Kot aus seinem Rektum entfernen, die sich dort ansammeln und den Ausgang verstopfen. Molasse in der Milch hilft den Stuhl weich zu halten und ein Team von Osteopathen aus England unter der Leitung von Tony Nevin hat damit begonnen, die Muskeln seines Enddarms zu massieren. Wir hoffen, dass die heilenden Kr\u00e4fte der Natur, unterst\u00fctzt durch Hom\u00f6opathie und Osteopathie, einen chirurgischen Eingriff vermeiden k\u00f6nnen, der ohne Frage ziemlich schmerzvoll werden d\u00fcrfte. <\/p>\n<p><b>Nchan<\/b> ist ein unglaublich vorwitziger kleiner Elefant und <b>Lempaute<\/b> ziemlich \u00e4hnlich. Nach dem Schlammbad, wenn sie vollst\u00e4ndig mit rotem Matsch \u00fcberzogen ist, schlendert sie mit Vorliebe an der Abgrenzung zu den Besuchern entlang und beschmiert die Kleidung der Zuschauer mit dem Dreck. Diese finden ihre Streiche allerdings sehr lustig und es scheint fast, als sei sie daf\u00fcr trainiert worden! Die Besucher m\u00f6gen das, und so hat sie sich viele neue Pateneltern erobert. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0013.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Nchan\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0013_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b><\/b> <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: September 2009 <\/b> <\/p>\n<p>Eine der schwersten D\u00fcrren aller Zeiten w\u00fctet in Kenia, so dass die Wassertr\u00e4nke im Stallgel\u00e4nde der Ithumba-Waisen bei den wilden Elefanten unglaublich beliebt geworden ist. Den ganzen Tag \u00fcber tummeln sich wilde Artgenossen unserer Waisen an der Wasserquelle, und fast jeden Tag haben unsere Sch\u00fctzlinge Kontakt zu ihnen. Nach wie vor halten sich unsere Elefantenwaisen innerhalb ihrer drei Gruppen auf, <b>Yatta<\/b> leitet die Senior-Gruppe, w\u00e4hrend sich <b>Wendi<\/b> hin und wieder abseilt und alle mitnimmt, die Lust auf eine Wanderung mit ihr haben. Im September haben <b>Yattas<\/b> Gruppe und <b>Wendis<\/b> Splittergruppe fast jeden Tag mit den J\u00fcngsten verbracht, die noch auf ihre Keeper und die Milch angewiesen sind. Man traf sich entweder im Stallgel\u00e4nde an der Tr\u00e4nke, sp\u00e4ter an einem anscheinend verabredeten Treffpunkt im Busch oder beim mitt\u00e4glichen Schlammbad. Die Ex-Waisen haben f\u00fcr gew\u00f6hnlich wilde Freunde im Schlepptau, Mgeni gar nicht eingerechnet. Dieser wilde Rekrut z\u00e4hlt inzwischen gar nicht mehr als Besucher sondern Teil von <b>Yattas<\/b> Gruppe. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_00142.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Yatta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0014_thumb2.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Bis vor kurzem noch handelte es sich bei den Elefanten, die an die Stalltr\u00e4nke zum Saufen kamen, weitestgehend um Bullen. Die Kuhherden mit ihren K\u00e4lbern hielten sich eher im Hintergrund. Nicht so in diesem Monat! Eine Kuh mitsamt ihren K\u00e4lbchen hat den Bann gebrochen und wurde regelm\u00e4\u00dfig an der Tr\u00e4nke gesehen. Meist aller zwei Tage, aber dann auch bei Tageslicht! Besonders <b>Lualeni<\/b> war von den wilden Babys sehr angetan und wollte nur zu gerne den Kontakt aufnehmen. Das ging der Mutter allerdings ein bisschen zu schnell und sie warnte <b>Lualeni<\/b> am 12. September in aller Deutlichkeit. <b>Lualeni<\/b> ist jetzt ein bisschen vorsichtiger. Elefantenm\u00fctter sind gegen\u00fcber anderen K\u00fchen sehr misstrauisch, wenn diese zu interessiert an ihrem Nachwuchs sind. Es kommt durchaus vor, dass K\u00e4lbchen von ihrer leiblichen Mutter \u201eentf\u00fchrt\u201c werden. Alle K\u00fche lieben Babys und besonders, wenn sie selbst als Waisen ohne ihre leibliche Familie gro\u00df werden mussten und nur zu gern eine eigene Familie gr\u00fcnden wollen. Alle Waisen, inklusive der J\u00fcngsten, verbringen gern Zeit mit den wilden Herden, die sie jetzt in der Trockenzeit fast t\u00e4glich treffen, sogar, wenn sie mit den Keepern unterwegs sind! Diese halten sich dann einfach im Hintergrund.  <\/p>\n<p>Auch die Waisen, die mittlerweile ausgewildert sind, trifft man selten ohne wilde Begleitung an. Am 1. September verbrachten sie und zwei wilde Freunde den ganzen Tag mit den J\u00fcngsten. Tags darauf kamen zwei wilde Elefanten zum Schlammbad, am 4. September brachte <b>Yattas<\/b> Gruppe erneut zwei wilde Dickh\u00e4uter mit und am 5. hatte sie wieder einen wilden Fremden im Schlepptau zur Stalltr\u00e4nke. Noch am gleichen Nachmittag erhielten die Ex-Waisen Besuch von ihrem alten Freund Rafiki, dem ersten wilden Elefant, der zusammen mit den Waisen und den Keepern unterwegs war und seinen wilden Bullenfreunde offenbar von einer gewissen Stalltr\u00e4nke und freundlichen Menschen berichtete. Nach sechs Jahren n\u00e4chtlicher Beobachtung durch die wilden Bullen sind wir davon \u00fcberzeugt, dass es sich so zugetragen haben muss. Wann immer er in der N\u00e4he ist, stattet er den Waisen einen Besuch ab, auch den J\u00fcngsten, wenn sie im Busch grasen. Rafiki ist so etwas wie der Lieblingsonkel aller Waisen geworden. <\/p>\n<p>Am 12. waren die Ex-Waisen in Begleitung von zwei wilden Artgenossen und am 14. kamen sie zusammen mit drei Wilden zum Schlammbad. Als <b>Wendi<\/b> und ihre Splittergruppe am 20. September mit den J\u00fcngsten im Schlamm suhlten, gesellte sich ein wilder Bulle hinzu, und nur wenige Tage sp\u00e4ter waren es drei wilde Elefanten, die sich mit den J\u00fcngsten im Schlamm w\u00e4lzten. Am 24. brachten die Ex-Waisen einen riesigen Bullen mit zum Schlammbad, und w\u00e4hrend es bis vor Kurzem noch ein gro\u00dfes Ereignis war, dass unsere Waisen Zeit mit wilden Elefanten verbracht haben, w\u00e4re es jetzt eher ungew\u00f6hnlich, wenn es einen Tag nicht so w\u00e4re. <\/p>\n<p>Etwas merkw\u00fcrdig ist das Verhalten von <b>Ol Malo<\/b>: sie wurde im Januar 2003 geboren und kam im Alter von vier Monaten in die Nursery. Schon immer war sie <b>Yattas<\/b> Liebling und bis vor Kurzem waren die beiden unzertrennlich. In der Zwischenzeit ist <b>Ol Malo<\/b> extrem unabh\u00e4ngig und selbst\u00e4ndig geworden. Sie kommt allein an die Stallungen, wenn ihr danach ist, oder in Begleitung von <b>Challa<\/b> und <b>Rapsu<\/b> wie am 3. September. <b>Challa<\/b> besuchte die Waisen im Nachtlager in der D\u00e4mmerung des 5. Septembers zusammen mit drei wilden Elefantenfreunden und lie\u00df sie mit <b>Naserians<\/b> Gruppe weiter ziehen als die J\u00fcngsten das Stallgel\u00e4nde verlie\u00dfen. Am selben Tag um 9 Uhr morgens kam <b>Ol Malo<\/b> wieder einmal allein und zog weiter nachdem sie an der Tr\u00e4nke ihren Durst getilgt hatte. <b>Challa<\/b> verbrachte indes den ganzen Tag mit den J\u00fcngsten, und als sie abends zur\u00fcck zum Stall kamen, wartete er noch bis <b>Wendi<\/b> und ihre Gruppe auftauchten, um ihn zur\u00fcck zu <b>Yatta<\/b> zu bringen. Auch am 8. hatte <b>Ol Malo<\/b> ebenfalls <b>Challa<\/b> bei sich, au\u00dferdem noch <b>Rapsu<\/b> und zehn wilde Elefantenfreunde. Am 19. kam <b>Nasalot<\/b> in der Morgend\u00e4mmerung mit <b>Rapsu<\/b>, <b>Orok<\/b>, <b>Challa<\/b> und <b>Taita<\/b> im Anhang, traf auf die J\u00fcngsten und brachte sie zum Grasen in die Region Kalovoto. Sobald sie verschwunden waren, tauchte <b>Ol Malo<\/b> auf (allein), trank Wasser und verschwand wieder. Sie kam auch am Abend noch einmal (wieder allein) und wartete im Stallgel\u00e4nde auf die R\u00fcckkehr von <b>Nasalot<\/b>, mit der sie dann weiterzog. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0006.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Ol Malo\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0006_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Keeper glauben, dass <b>Ol Malo<\/b> einfach ein gem\u00fctlicheres Schritttempo vorzieht. Manchmal wird sie von den jungen Bullen aus <b>Yattas<\/b> Gruppe begleitet, die sich gerade aus der Gruppe der J\u00fcngsten selbst bef\u00f6rdert haben und tags\u00fcber in der Hitze noch nicht so weit laufen m\u00f6chten. Was immer auch der Grund f\u00fcr ihr Verhalten ist, sie ist definitiv anders als die anderen und scheint sich wohl zu f\u00fchlen, wenn sie allein oder in Begleitung von <b>Challa<\/b>, <b>Rapsu<\/b> und anderen wilden Freunden unterwegs ist. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass sie mit ihrer Waisenfamilie nach wie vor in Verbindung steht, sei es <b>Naserians<\/b> Junior-Gruppe, die Splittergruppe von <b>Wendi<\/b> oder <b>Yattas<\/b> Gruppe der Seniors. <\/p>\n<p><b>Kamboyo<\/b> hat in diesem Monat versucht, in die Gruppe der \u00c4ltesten aufzusteigen und hat sich von den J\u00fcngsten abgeseilt, um bei seinem Freund <b>Kenze<\/b> zu sein. Er blieb bis sp\u00e4t abends bei <b>Yattas<\/b> Gruppe. Offenbar hat er es sich dann anders \u00fcberlegt, denn als er nach Einbruch der Dunkelheit an den Stallungen auftauchte, wollte er unbedingt zu den J\u00fcngsten hereingelassen werden. Am n\u00e4chsten Tag, dem 25. September, blieb er \u00fcber Nacht bei <b>Yattas<\/b> Gruppe. Fr\u00fch am Morgen kam er mit allen anderen Ex-Waisen (au\u00dfer <b>Ol Malo<\/b>) ins Stallgel\u00e4nde &#8211; seine erste Nacht bei den Gro\u00dfen! <\/p>\n<p>Der 28. September war ein sehr ungew\u00f6hnlicher Tag. Alle drei Waisen-Gruppen haben sich zum Grasen getroffen, aber die drei Leitk\u00fche blieben unter sich oder lie\u00dfen nur einige ausgew\u00e4hlte Mitglieder aus ihren Gruppen in ihre N\u00e4he. Nachdem sie eine Weile gefressen hatten, tricksten <b>Wendi<\/b>, <b>Lualeni<\/b>, <b>Naserian<\/b>, <b>Sunyei<\/b> und <b>Rapsu<\/b> die Keeper aus und liefen zur\u00fcck zu den Stallungen. Einige Mitglieder der \u00e4lteren Gruppe (immer noch ohne <b>Ol Malo<\/b>) steuerten in Richtung Osten, allerdings ohne <b>Yatta<\/b>, die mit einigen aus ihrer Gruppe zur\u00fcck blieb. <b>Yatta<\/b>, <b>Madiba<\/b>, <b>Galana<\/b> und <b>Ndomot<\/b> entschieden sich, bei den J\u00fcngsten zu bleiben und gingen mit ihnen zum Schlammbad. Erst sp\u00e4ter seilten sie sich ab. Gegen Mittag kamen <b>Kinna<\/b>, <b>Mulika<\/b>, <b>Buchuma<\/b>, <b>Orok<\/b>, <b>Nasalot<\/b> und <b>Selengai<\/b> zu <b>Wendi<\/b>, <b>Sunyei<\/b>, <b>Naserian<\/b> und <b>Lualeni<\/b> ins Stallgel\u00e4nde. Nach dem Saufen verlie\u00dfen sie alle zusammen das Gel\u00e4nde &#8211; mit unbekanntem Ziel.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0034.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kinna\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0034_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die kleinsten, noch von den Keepern abh\u00e4ngigen Waisen grasten an den H\u00e4ngen von Ithumba Hill und gegen 16.30 Uhr traten sie den Heimweg an. Unterwegs stie\u00dfen <b>Lualeni<\/b> und <b>Sunyei<\/b> auf die Truppe, und bis 19 Uhr kamen weder <b>Naserian<\/b>, noch die Gruppe, mit der sie am Mittag im Stallgel\u00e4nde waren, zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen sah man <b>Ol Malo<\/b> mit einem wilden Freund an der Tr\u00e4nke, den sie stehen lie\u00df und mit den J\u00fcngsten ihren Tagesmarsch antrat, dieses Mal ohne Leitkuh <b>Naserian<\/b>. Einmal im Busch, setzte sich <b>Ol Malo<\/b> wieder ab und ging ihrer eigenen Wege. Nach dem obligatorischen Suhlen im Dreck und der Sanddusche fra\u00dfen die Juniors f\u00fcr den Rest des Tages am Fu\u00dfe von Ithumba Hill. Gegen 18 Uhr tauchte auf einmal <b>Naserian<\/b> auf, nachdem sie ganze 24 Stunden weg von ihrer Gruppe war. Die Tore zum Stallgel\u00e4nde wurden ge\u00f6ffnet und sie wurde zu <b>Sidai<\/b>, ihrer Mitbewohnerin, gelassen. <b>Ol Malo<\/b> kam kurz vor Einbruch der Dunkelheit (allein), trank und ging wieder. <\/p>\n<p>Am 30. September, der Himmel war wolkenlos und versprach einen weiteren hei\u00dfen Tag, tranken die Waisen bevor sie sich auf den Weg in den Busch machten. <b>Chyulu<\/b>, <b>Makena<\/b> und <b>Lenana<\/b> kratzten sich noch ausgiebig an der Laderampe bis <b>Sian<\/b> schlie\u00dflich entschied, dass es nun Zeit war, sich auf den Weg zu machen. Es wurde tags\u00fcber tats\u00e4chlich sehr hei\u00df, so dass <b>Wendi<\/b> mit ihrer Gruppe schon um 10 Uhr zum Saufen an die Stalltr\u00e4nke zur\u00fcckkam. Sp\u00e4ter besuchte sie die J\u00fcngsten beim Schlammbad, wo sich alle reichlich im k\u00fchlen Nass suhlten. Anschlie\u00dfend suchten sie sich ein schattiges Pl\u00e4tzchen, wo sie warteten bis die Temperaturen am sp\u00e4ten Nachmittag ein wenig sanken und sich dann fressend auf den Heimweg ins Stallgel\u00e4nde machten. <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: September 2009<\/b> <\/p>\n<p><b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b>, die beiden Elefanten, die am 13. August aus der Nursery nach Voi gebracht wurden, haben sich sehr gut eingelebt und f\u00fchlen sich offenbar sehr wohl in ihrem neuen Zuhause. Besonders, da sie die ungeteilte Aufmerksamkeit von <b>Lesanju<\/b> (der Leitkuh) und <b>Wasessa<\/b> (der stellvertretenden Leitkuh) genossen. Die beiden scheinen sehr zufrieden damit, sich die Verantwortung der Matriarchenposition zu teilen. <b>Tassia<\/b> ist der auserw\u00e4hlte Favorit von <b>Wasessa<\/b>. Er weicht nur selten von ihrer Seite und umgekehrt, und er genie\u00dft das Privileg, unaufh\u00f6rlich an ihren Ohren saugen zu d\u00fcrfen. Sie scheint es nicht nur zu dulden, es scheint ihr sogar zu gefallen, denn dann r\u00fchrt sie sich nicht von der Stelle und schlie\u00dft gen\u00fcsslich ihre Augen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0060.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Wasessa\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0060_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Voi-Waisen haben sich am 11. September mit einem gro\u00dfen wilden Bullen verbr\u00fcdert, den sie morgens auf dem Weg zum Fressplatz getroffen haben. In der wilden Herde war auch Ex-Waise <b>Uaso<\/b>, der sich besonders f\u00fcr die beiden J\u00fcngsten <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> interessierte. Sp\u00e4ter brachte er all seine wilden Freunde ins Stallgel\u00e4nde und es war beeindruckend, dass <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> noch vor allen anderen, sogar vor <b>Wasessa<\/b>, die wilden Elefanten begr\u00fc\u00dften! Als dank <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> das Eis gebrochen war, mischten sich die Waisen alle unter ihre wilden Artgenossen, <b>Lempaute<\/b> und <b>Mzima<\/b> waren von einem der jungen wilden Bullen v\u00f6llig fasziniert. Die Waisen begleiteten <b>Uaso<\/b> und seine wilden Freunde noch zur\u00fcck zur Stalltr\u00e4nke, wo alle zusammen ausgiebig tranken. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie sich wieder auf den Weg zum Fressen nach Mazinga Hill machten. <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> bemerkten pl\u00f6tzlich, dass ihre Keeper fehlten und kletterten den Berg hinunter, um sie zu suchen. <b>Shimba<\/b> war mit den wilden Elefanten besch\u00e4ftigt und blieb lange bei ihnen, bevor ihm auffiel, dass sich seine Waisen-Familie bereits auf den Weg gemacht hatte. Hastig folgte er ihrer Spur und fand sie auf dem Weg zum mitt\u00e4glichen Schlammbad wieder. <b>Uaso<\/b> und seine wilde Herde steuerten inzwischen in Richtung Norden. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0035.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Taveta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/10\/IMG_0035_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 6. September kamen zwei wilde K\u00fche mit ihren Familien zum Saufen ins Stallgel\u00e4nde. Leider waren die Waisen bereits in ihren Nachtquartieren. Trotzdem tauschte man mit den wilden Besuchern Gr\u00fc\u00dfe aus und die wilden G\u00e4ste bleiben noch lange und fra\u00dfen von den Akazienb\u00e4umen. Am 13. September kam eine gro\u00dfe wilde Kuh mit zwei K\u00e4lbchen zum Saufen, und wieder verpassten die Waisen die Besucher, denn sie hatten sich gerade auf dem Weg nach Mazinga Hill gemacht. <\/p>\n<p>Am 8. September kam es zu einem traurigen Zwischenfall, als zwei wilde K\u00fche und ihre drei K\u00e4lbchen beim Zusammensto\u00df mit einem Zug ums Leben kamen. Nur kurze Zeit sp\u00e4ter str\u00f6mten die Dorfbewohner herbei und hackten gro\u00dfe St\u00fccke aus den K\u00f6rpern der toten Elefanten, um sie zum Essen mit nach Hause zu nehmen. Die Community um Tsavo stammt \u00fcberwiegend von Bantu-V\u00f6lkern ab, ist eher landwirtschaftlich orientiert und nicht besonders elefantenfreundlich. Viele von ihnen t\u00f6ten f\u00fcr Wildfleisch und freuen sich \u00fcber alles und jeden auf vier Beinen &#8211; nicht gerade ruhmhaft f\u00fcr die Einheimischen einer Region, die haupts\u00e4chlich vom Tourismus und Arbeitspl\u00e4tzen im Reservat lebt. <\/p>\n<p>Der 19. September war ein aufregender Tag, den die Keeper trafen <b>Emily<\/b> und ihre Gruppe am Rande des Parks auf der Ngutuni Ranch. Dort hatte man ein Leck in der Mzima-Mombasa-Rohrleitung gefunden, die frisches Wasser f\u00fchrt. Auf der Ranch gibt es inzwischen mehr Gr\u00fcnfutter als im Park selbst, der mittlerweile zum Staubfangglas geworden ist, nachdem die Hirten mit ihren hungrigen Rindern eingefallen sind. Manche Viehherden kommen sogar aus Isiolo im weit entfernten Norden! Der illegale Viehtrieb in Schutzgebieten hat viele Wildtiere das Leben gekostet. Nicht zu vergessen, die Jagd nach Elfenbein und Wildfleisch. Rinder k\u00f6nnen ersetzt werden, doch wenn die Wildtiere einmal verschwunden sind, dann f\u00fcr immer und das Land wird seinen Tourismussektor verlieren, die Hauptst\u00fctze von Kenias Wirtschaft. Umso verwunderlicher, dass die Politiker dieses Problem nach wie vor verharmlosen! <\/p>\n<p><b>Emilys<\/b> Gruppe von Ex-Waisen wurde auf der Ranch inmitten einer riesigen Herde wilder Elefanten gesehen. Sowohl <b>Emilys<\/b> als auch <b>Edies<\/b> K\u00e4lbchen sahen gut aus, wenngleich auch ein bisschen mager. Aber das ist kein Wunder, denn in diesen trockenen Monaten geben die M\u00fctter alle weniger Milch. Am 21. gingen die Keeper nochmals auf Erkundungstour und entdeckten <b>Irima<\/b> mit einem Pfeil im Ges\u00e4\u00df. Er wurde von unserer Tier\u00e4rzte-Einheit unter der Leitung von Dr. Ndeereh entfernt und gl\u00fccklicherweise war er nicht vergiftet, so dass keine Lebensgefahr f\u00fcr <b>Irima<\/b> bestand. Angekommen auf der Ngutuni Ranch, h\u00f6rten die Keeper, dass <b>Natumis<\/b> Gruppe auf der benachbarten Ranch sei. Die Keeper baten darum, beim n\u00e4chsten Mal benachrichtigt zu werden, so dass sie sich vergewissern konnten, dass es der Gruppe gut geht. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der D\u00fcrre im Jahr 1970 und den vergangenen Trockenperioden in Tsavo haben die Elefanten ihren Artgenossen niemals verraten, wenn sie irgendwo gutes Futter oder Wasser entdeckt hatten. Das Schicksal ihrer eigenen Familie war ihnen das Allerwichtigste. Sobald der Regen begann und sich die Wasserl\u00f6cher wieder f\u00fcllten, str\u00f6mten sie alle aus ihren Verstecken herbei. Die Nachricht \u00fcber den Treffpunkt verbreitete sich wie ein Buschfeuer und die Elefanten versammelten sich wieder zu Hunderten, wo es am meisten Futter und Wasser gab. <\/p>\n<p>Am 17. jagten die Waisen ausgelassen den Trupp Paviane, der sich immer in der N\u00e4he des Stallgel\u00e4ndes aufh\u00e4lt in der Hoffnung, ein bisschen Kopra abzubekommen. Die Paviane sind das Lieblingsangriffsziel, weil sie losrennen sobald einer der Elefanten trompetet. Das sorgt jedes Mal f\u00fcr gro\u00dfe Aufregung und Spa\u00df, und dass obwohl die Waisen normalerweise sogar bei Anwesenheit eines Dikdiks nerv\u00f6s werden! <\/p>\n<p>Ein verwaister Elefant (etwa f\u00fcnf bis sechs Jahre alt) mit zertr\u00fcmmertem Hinterlauf wurde auf einer der Ranches beobachtet, die an Tsavo grenzen. Dieser Halbw\u00fcchsige musste auf Farmland eingeschl\u00e4fert werden, das es keine Hoffnung mehr f\u00fcr ihn gab, besonders nicht unter den derzeitigen schweren Bedingungen. So konnte man wenigstens seinem Leiden ein schnelles Ende setzten. Es macht uns sehr traurig, in diesem Jahr so viele Trag\u00f6dien mitzuerleben, doch wenigstens geht es unseren Waisen gut und sie sind in Gesellschaft wilder Artgenossen, die sie zu frischem Futter und Wasser f\u00fchren.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september-3\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: September 2009 Dieser Monat war hektisch, um es milde auszudr\u00fccken. V\u00f6llig verr\u00fcckt trifft es wohl eher. Am 3. September wurde die winzige Shukuru aus einem Loch an der Mombasa Pipeline gerettet; der 5. September erwischte uns dann eiskalt &#8211; unser kleiner Isiolo ist gestorben. Noch am gleichen Tag wurde au\u00dferdem der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im September\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1186"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}