{"id":1223,"date":"2009-11-24T17:06:11","date_gmt":"2009-11-24T16:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1223"},"modified":"2009-11-24T17:06:11","modified_gmt":"2009-11-24T16:06:11","slug":"auf-in-die-wildnis-kenia-und-shira-ziehen-nach-voi-enesoit-meibai-und-naimina-nach-ithumba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/auf-in-die-wildnis-kenia-und-shira-ziehen-nach-voi-enesoit-meibai-und-naimina-nach-ithumba\/","title":{"rendered":"Auf in die Wildnis: Kenia und Shira ziehen nach Voi; Enesoit, Meibai und Naimina nach Ithumba"},"content":{"rendered":"<p>Seit Wochen schon parkten drei gro\u00dfe Safari-Trucks an der Laderampe der Nursery in Nairobi. Sobald die ersten Regentropfen in Tsavo fielen, sollten sie die f\u00fcnf \u00e4ltesten Waisen aus der Nursery in die Auswilderungsstationen nach Tsavo-Ost bringen. Dort beginnt ihre Reise zur\u00fcck in die Wildnis, in einem gro\u00dfen Schutzgebiet, in dem es alles gibt, was ein Elefantenherz (und -magen) begehrt. Dieser Lebensabschnitt, in dem sie sich von ihren Keepern abnabeln, wird noch einmal f\u00fcnf bis acht Jahre dauern, denn die die Entwicklungsphasen eines Elefantenlebens entsprechen weitestgehend dem von uns Menschen. Von unseren Nursery-Waisen waren f\u00fcnf alt genug, um umgesiedelt zu werden, und au\u00dferdem wurde es in Anbetracht des gro\u00dfen Zulaufs an Elefantenwaisen (bedingt durch eine der schwersten D\u00fcrren in der Geschichte Kenias) n\u00f6tig, wieder Platz in der Nursery zu schaffen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009652-pic2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"1192009652-pic2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009652-pic2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Sobald uns die Nachricht erreichte, dass es in Tsavo regnete, wurde die Abfahrt f\u00fcr Mittwoch den 4. November angesetzt. <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> sollten nach Voi gebracht werden, wo bereits <b>Lesanjus<\/b> Gruppe wartete, die sie alle schon aus der Nursery kennen. <b>Enesoit<\/b>, <b>Meibai<\/b> und <b>Naimina<\/b>, die <b>Lesanju<\/b> und Co. ohnehin nicht kennen, sollten nach Ithumba umgesiedelt werden. Da die Stra\u00dfen in Nairobi tags\u00fcber fast durchgehend verstopft sind, war die Abfahrt der Trucks noch vor der Morgend\u00e4mmerung angesetzt. <\/p>\n<p>Um 3.30 Uhr am Morgen des 4. November wurden die Waisen geweckt und mit ihrer Milchflasche an die Trucks gelockt. Nachdem sie schon einige Wochen \u00dcbung hinter sich hatten, verlief die Verladung der f\u00fcnf Waisen so reibungslos wie keine vorher. Alle sind ohne zu Z\u00f6gern \u00fcber die Rampe gelaufen.<b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> al auch <b>Enesoit<\/b> und <b>Naimina<\/b> wurden jeweils gemeinsam in einem Lkw transportiert. <b>Meibai<\/b>, der gr\u00f6\u00dfte Kandidat, wurde allein auf einen kleineren Anh\u00e4nger verladen. Alle hatten nat\u00fcrlich einen Keeper bei sich, der ihnen auf der langen Reise Gesellschaft leistete und mit Milchflaschen und Gr\u00fcnfutter ausger\u00fcstet war.  <\/p>\n<p>Trotz eines winzigen Zwischenfalls (der Truck, der mit <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> beladen war, brauchte Starthilfe, weil die Batterie tot war) konnte die Reise p\u00fcnktlich um 4.30 Uhr starten. Als die Trucks vom Gel\u00e4nde rollten, winkten ihnen alle Mitarbeiter der Nursery zum Abschied. Nat\u00fcrlich werden die F\u00fcnf von uns allen, aber besonders von ihren kleinen Elefantenfreunden, schmerzlich vermisst werden. Die Verantwortung f\u00fcr die Nursery-Waisen liegt nun auf <b>Dida<\/b>, die vor allem <b>Kenia<\/b> sehr nahe stand.  <\/p>\n<p>Um 7 Uhr hatte der Konvoi (angef\u00fchrt von Robert Carr-Hartley und seinem Vater Roy im Landrover) bereits Salama auf der Hauptstra\u00dfe zwischen Nairobi und Mombasa passiert und rollte in Richtung Kibwezi, wo Lionel Nutter, unser Projektleiter in Tsavo, die Lkws bereits erwartete, um <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> zu den Voi-Stallungen zu bringen. In Kibwezi w\u00fcrden sich Robert und die Trucks mit <b>Meibai<\/b>, <b>Enesoit<\/b> und <b>Naimina<\/b> absetzen, auf der geteerten Hauptstra\u00dfe nach Mombasa und weiter \u00fcber die Piste nach Ithumba fahren. Ihre Route war weitaus anstrengender, hei\u00dfer und l\u00e4nger als die von <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> Die kamen schon um 11 Uhr an den Voi-Stallungen an und wurden von <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> begr\u00fc\u00dft, die sie sofort wiedererkannten. <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Wasessa<\/b> und <b>Sinya<\/b> brauchten eine Weile, bis sie <b>Kenia<\/b> wiedererkannt hatten, denn die war nicht mehr das winzig kleine Baby aus der Gruppe der J\u00fcngsten in der Nursery. Trotzdem waren sie sehr interessiert an den Neuank\u00f6mmlingen, die sich im Nu einrichteten, ihre erste Milchmahlzeit verschlangen und sich eine kalte Dusche g\u00f6nnten. Dem Tag wurde durch ein ausgiebiges Schlammbad noch die Krone aufgesetzt, der sie zu guter Letzt in einen echten roten Tsavo-Elefanten verwandelte.<\/p>\n<p>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/119200965925-pic1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"119200965925-pic1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/119200965925-pic1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a><\/p>\n<p>Das saftige Gr\u00fcn musste den Waisen aus Nairobi wie ein Schlaraffenland vorkommen, denn in der Nursery hatte es seit mehr als einem Jahr keinen ernstzunehmenden Niederschlag gegeben. Von den erfahrenen Elefanten begleitet, mischten sich <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b> einfach in die Gruppe und wirkten wie zwei Winzlinge. Ein Fakt, der ihnen die uneingeschr\u00e4nkte Aufmerksamkeit der \u00e4lteren K\u00fche einbrachte, die sie sofort bemutterten. Die drei kleinen Bullen <b>Taveta<\/b>, <b>Tassia<\/b> und der entspannte <b>Shimba<\/b> zeigten sich v\u00f6llig unbeeindruckt vom Trubel um den Familienzuwachs. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1182009915-pic4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"1182009915-pic4\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1182009915-pic4_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Als <b>Meibai<\/b>, <b>Enesoit<\/b> und <b>Naimina<\/b> in Ithumba ankamen und die Lkws an die Laderampen fuhren, war <b>Loijuk<\/b> bereits vor Ort, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. <b>Loijuk<\/b> wurde die neue Leitkuh der Ithumba-Waisen, die noch von den Keepern begleitet werden, nachdem <b>Naserian<\/b> in Yattas Gruppe der Ex-Waisen gewechselt war. Auch <b>Sidai<\/b>, <b>Lualeni<\/b>, <b>Kora<\/b> und <b>Sian<\/b> waren zur Stelle und die Begr\u00fc\u00dfung wurde nach verspieltem Beschnuppern immer \u00fcberschw\u00e4nglicher. Die drei Neuank\u00f6mmlinge waren bei ihrer Ankunft in der Nursery schon alt genug gewesen, um sich an ihre Zeit als wilde Elefanten zu erinnern, so dass sie sich hier inmitten der \u00e4lteren Waisen und im Wald mit endlos viel Gr\u00fcnfutter (nach ein paar heftigen St\u00fcrmen und Regenf\u00e4llen) sofort pudelwohl f\u00fchlten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009659-pic6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"1192009659-pic6\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009659-pic6_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Nachdem sie ihre Milch getrunken und ein k\u00fchlendes Schlammbad genommen hatten, wurden sie von <b>Loijuk<\/b> in den Busch hinter den Stallungen gef\u00fchrt, wo sie vom Rest der Gruppe st\u00fcrmisch begr\u00fc\u00dft wurden. <b>Yatta<\/b>, <b>Wendi<\/b> und die \u00e4lteren Ex-Waisen tauchten auf einmal wie durch Zauberhand auf und hatten offenbar eine Vorahnung gehabt, dass etwas Aufregendes passieren w\u00fcrde. <b>Enesoit<\/b>, <b>Meibai<\/b> und <b>Naimina<\/b> fanden sich alsbald inmitten einer riesigen Herde \u00e4lterer Elefanten wieder, die sie ausgiebig mit ihren R\u00fcsseln ber\u00fchrten und mit Trompeten, Bellen und Urinieren begr\u00fc\u00dften. F\u00fcr die drei J\u00fcngsten muss es der Himmel auf Erden gewesen sein, jetzt da sie \u00fcber das Gr\u00f6bste hinaus waren (man bedenke, dass <b>Meibai<\/b> bewusstlos in der Nursery angekommen war!). <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/118200985911-pic1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"118200985911-pic1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/118200985911-pic1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter fra\u00dfen alle Dickh\u00e4uter gl\u00fccklich und zufrieden zusammen in einer gro\u00dfen Herde. Selbst Mgeni, Yattas wilder Begleiter und ein paar seiner Freunde aus der Wildnis waren dabei. <b>Meibai<\/b> und <b>Enesoit<\/b> konnten vom saftigen Gr\u00fcnfutter in Ithumba nicht genug bekommen und schlugen sich den Bauch voll, bis sie fast zu platzen drohten. Als es Zeit war, zur\u00fcck zu den Stallungen zu gehen, glichen ihre B\u00e4uche kleinen F\u00e4ssern, aber die drei waren satt und zufrieden. <b>Loijuk<\/b> schubste sie ins Innere des Stalls, w\u00e4hrend sich die (inzwischen wilden) Ex-Waisen, inklusive <b>Naserian<\/b>, drau\u00dfen aufreihten und das Geschehen neugierig verfolgten. <b>Loijuk<\/b> zeigte den Neuzug\u00e4ngen auch, was es mit dem Elektrozaun um den Stall auf sich hatte, n\u00e4mlich was passierte, wenn man dem Draht zu nahe kam, und sie schienen alle zu verstehen. Die meisten Ex-Waisen verabschiedeten sich, bis auf <b>Nasalot<\/b>, die sich die ganze Nacht nicht aus dem Stallgel\u00e4nde wegbewegte und ihre Augen nicht von drei neuen \u201eBabies\u201c abwandte. Am fr\u00fchen Morgen stand sie bereit um alle in den Busch hinaus zu f\u00fchren. <b>Meibai<\/b>, <b>Enesoit<\/b> und <b>Naimina<\/b> wirkten in <b>Ithumba<\/b> in der Tat wie kleine \u201eBabies\u201c und sie waren wie gemacht daf\u00fcr, von den \u00c4lteren verh\u00e4tschelt und geliebt zu werden. Der 4. November stellte sich also als ein sehr gl\u00fccklicher Tag f\u00fcr f\u00fcnf unserer Waisen aus der Nursery heraus. F\u00fcr ihre vielen kleinen Freunde, die zur\u00fcckblieben, war es ein besonders trauriger Tag und wir w\u00fcnschten, wir k\u00f6nnten ihnen erkl\u00e4ren, dass die Trennung nur vor\u00fcbergehend ist und sie sich eines Tages alle wiedersehen und zusammen als gro\u00dfe Elefantenherde in der Wildnis leben werden. Und dass die Keeper auch dann noch immer f\u00fcr sie da sein werden, wenn sie Hilfe brauchten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/11820091333-pic5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"11820091333-pic5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/11820091333-pic5_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/11820091333-pic2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"11820091333-pic2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/11820091333-pic2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/119200973434-pic1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"119200973434-pic1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/119200973434-pic1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009659-pic5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"1192009659-pic5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/11\/1192009659-pic5_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\"\/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/auf-in-die-wildnis-kenia-und-shira-ziehen-nach-voi-enesoit-meibai-und-naimina-nach-ithumba\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Wochen schon parkten drei gro\u00dfe Safari-Trucks an der Laderampe der Nursery in Nairobi. 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