{"id":12713,"date":"2017-12-27T15:43:23","date_gmt":"2017-12-27T14:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=12713"},"modified":"2017-12-31T15:45:54","modified_gmt":"2017-12-31T14:45:54","slug":"ex-waise-emily-fuehrt-ihre-herde-erfolgreich-durch-die-duerre-des-jahres-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ex-waise-emily-fuehrt-ihre-herde-erfolgreich-durch-die-duerre-des-jahres-2017\/","title":{"rendered":"Ex-Waise Emily f\u00fchrt ihre Herde erfolgreich durch die D\u00fcrre des Jahres 2017"},"content":{"rendered":"<p>Die Ex-Waisen in Voi sind nun seit vielen Jahren unabh\u00e4ngig von den Keepern der Auswilderungsstation. Jedes Jahr migrieren sie w\u00e4hrend der langen Trockenzeit zwischen August und November hin zu Gebieten, in denen es mehr zu fressen gibt. Dieses Jahr war das schwierigste seit Jahrzehnten, denn eine lange und schlimme D\u00fcrre hatte den s\u00fcdlichen Teil des Tsavo East Nationalparks fest im Griff, und nat\u00fcrlich machten sich alle Sorgen um die Ex-Waisen. \u00dcber 200 wilde Elefanten fielen den Bedingungen und der Futterknappheit in der Gegend zum Opfer. Die Herde der Ex-Waisen mussten sich auf die Weisheit ihrer Leitkuh Emily verlassen und darauf hoffen, dass sie im Laufe der Jahre von den wilden Herden in Voi gelernt hat, so eine lange D\u00fcrre zu \u00fcberstehen. Gl\u00fccklicherweise bekamen wir die Nachricht, dass die Ex-Waisen sich etwa 100 Kilometer entfernt in Tsavo West und den angrenzenden Taita-Ranches aufhielten, die in dieser Zeit einen wichtigen Zufluchtsort f\u00fcr die Elefanten von Tsavo darstellen. Als dieses Jahr der erste Regen in Tsavo fiel und die Wasserl\u00f6cher sich wieder f\u00fcllten, konnten die Ex-Waisen nach Voi zur\u00fcckkehren. Am 4. November, zur Mittagszeit, waren Ndara mit ihrem Baby Neptune und Tassia die ersten, die an der Auswilderungsstation auftauchten, um ihren ehemaligen Keepern, ihrer menschlichen Familie, und den j\u00fcngeren Waisen in Voi Hallo zu sagen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ndara l\u00e4uft hinter dem kleinen Neptune her\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201732514-pic1.jpg\" alt=\"Ndara l\u00e4uft hinter dem kleinen Neptune her\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ndara und ihr Baby Neptune\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017325-pic2.jpg\" alt=\"Ndara und ihr Baby Neptune\" border=\"0\" \/><\/center><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Neptune und Tassia\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017325-pic3.jpg\" alt=\"Neptune und Tassia\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Tassia\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017325-pic4.jpg\" alt=\"Tassia\" border=\"0\" \/><\/center>Sie hatten eine ordentliche Wanderung von \u00fcber 100 Kilometern hinter sich und waren wohl &#8211; mit einem so kleinen Baby wie Neptune &#8211; weit \u00fcber einer Woche unterwegs gewesen. Das war nur m\u00f6glich geworden, da der einsetzende Regen rund um Tsavo die nat\u00fcrlichen Wasserlocher wieder gef\u00fcllt hatte und die Vegetation frisch ergr\u00fcnt war. Andernfalls h\u00e4tten sie das mit dem Kleinen im Schlepptau nicht fertig gebracht.<\/p>\n<p>Kurz nach der Ankunft von Ndaras Gruppe erreichte die Keeper eine Nachricht vom Kenya Wildlife Service, dass zwei Elefanten offenbar den Durchgang unter der neu gebauten Eisenbahntrasse hindurch verpasst hatten und so am Voi-Fluss auf der falschen Seite des Zauns zum Nationalpark herausgekommen waren. Die Keeper vermuteten, dass es sich um Ex-Waisen handeln k\u00f6nnte, und als sie vor Ort ankamen, waren es tats\u00e4chlich Lesanju und Sinya! Die beiden folgten erfreut den Keepern, die sie zu einer L\u00fccke im Zaun f\u00fchrten, und konnten sich schlie\u00dflich an den Stallungen zum Rest ihrer Herde gesellen. Sie bekamen eine ordentliche Portion Luzernenheu und Kopra, das sie begeistert futterten, bevor sie nach etwa einer Stunde wieder in den Park zur\u00fcckgingen. Am n\u00e4chsten Tag kam dann Ndaras Herde zusammen mit den Ex-Waisen Lempaute, Kivuko, Dabassa und Layoni, die w\u00e4hrend der letzten Monate in der Umgebung von Voi geblieben waren, zu den Stallungen. Man konnte Lempaute die Begeisterung ansehen, wieder mit Lesanju vereint zu sein, ihrer besten Freundin seit fr\u00fchesten Kindertagen, als die beiden im Alter von nur wenigen Wochen ins Waisenhaus in Nairobi gekommen waren.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Lesanju s\u00e4uft an den Stallungen frisches Wasser\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201733257-pic1.jpg\" alt=\"Lesanju s\u00e4uft an den Stallungen frisches Wasser\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Lesanju bei den keeperabh\u00e4ngigen Waisen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017332-pic2.jpg\" alt=\"Lesanju bei den keeperabh\u00e4ngigen Waisen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Sinya und Lesanju futtern Luzernenheupellets\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017332-pic3.jpg\" alt=\"Sinya und Lesanju futtern Luzernenheupellets\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Sinya l\u00e4sst sich das Luzernenheu schmecken\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017332-pic4.jpg\" alt=\"Sinya l\u00e4sst sich das Luzernenheu schmecken\" border=\"0\" \/><\/center>Genau eine Woche darauf, am 11. November wurde der Rest der Ex-Waisen gesichtet: Emily, ihre K\u00e4lber Eve und Emma, Edie mit ihrem Baby Eden, Sweet Sally mit dem kleinen Safi, Lolokwe, Siria, Taveta, Mewya und zwei wilde Bullen. Sie hatten offenbar ebenfalls den Durchgang unter der Eisenbahn verpasst und waren am Zaun des Parks entlang bis zum Eingang gelaufen. Dort standen sie nun und hofften, dass sie herein gelassen w\u00fcrden! Es wurde ein Durchgang im Zaun f\u00fcr sie ge\u00f6ffnet, und sie machten sich schnurstracks zu den Stallungen auf, wo ihre menschliche Familie schon wartete. Als sie angekommen waren, machten sich die Erwachsenen hungrig \u00fcber das frische Luzernenheu her, w\u00e4hrend die Keeper Emma, Eden und Safi zusahen, die sich gegenseitig \u00fcber das Gel\u00e4nde jagten; sie waren alle bei bester Gesundheit.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Emily kommt an\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017347-pic3.jpg\" alt=\"Emily kommt an\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Eden (rechts) und ein junger wilder Bulle\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201734746-pic1.jpg\" alt=\"Eden (rechts) und ein junger wilder Bulle\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Eden, Emma und Safi an den Stallungen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017347-pic2.jpg\" alt=\"Eden, Emma und Safi an den Stallungen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Emily (links) und Edie\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017347-pic4.jpg\" alt=\"Emily (links) und Edie\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Edie mit Baby Eden\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017347-pic5.jpg\" alt=\"Edie mit Baby Eden\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Safi, Emma und Eden spielen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201740-pic2.jpg\" alt=\"Safi, Emma und Eden spielen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Sweet Sally mit Kalb Safi\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/121320174010-pic1.jpg\" alt=\"Sweet Sally mit Kalb Safi\" border=\"0\" \/><\/center>Es ist wunderbar, die Ex-Waisen wieder zu sehen, nachdem sie so lange weg waren, und r\u00fchrend, wie selbstverst\u00e4ndlich sie ihre menschlichen Freunde und die Waisen an den Stallungen begr\u00fc\u00dfen kommen. Vor allem aber waren alle dankbar und begeistert, dass diese ehemaligen Waisenelefanten, die von Menschen aufgezogen wurden, nun das Leben in der Wildnis meistern, sich ihrem nat\u00fcrlichen Instinkt entsprechend verhalten und die langen Wanderungen, die f\u00fcr ihr \u00dcberleben wichtig sind, geschafft haben. Zwei Tage sp\u00e4ter schlie\u00dflich tauchten fr\u00fch am Morgen die restlichen Mitglieder der Ex-Waisen-Herde am Eingangstor in Voi auf: Icholta mit Baby Inca, Thoma und ihr Kalb Thor, Seraa, Wasessa, Rombo und Mzima waren der gleichen Route wie Emily gefolgt und haben den Korridor unter der Eisenbahn links liegen gelassen. Als sie zur\u00fcck im Nationalpark waren, gingen auch sie erst einmal zu den Stallungen, holten sich etwas Luzernenheu ab und soffen frisches Wasser, bevor sie in den Park weitergingen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Icholta, gefolgt von Inca\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201740-pic3.jpg\" alt=\"Icholta, gefolgt von Inca\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Wasessa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201740-pic6.jpg\" alt=\"Wasessa\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mzima (links), Inca und Icholta\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201740-pic4.jpg\" alt=\"Mzima (links), Inca und Icholta\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Der kleine Thor mit Inca\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1213201740-pic5.jpg\" alt=\"Der kleine Thor mit Inca\" border=\"0\" \/><\/center>Ein von Menschen geschaffenes Objekt, die neue Eisenbahnlinie, die gro\u00dfenteils auf einem hohen, un\u00fcberwindlichen Bahndamm verl\u00e4uft, hat ihre Wanderung ein wenig durcheinandergebracht, doch im Gro\u00dfen und Ganzen kannten sie ihren Weg. Und vor allem waren sie alle bei bester Gesundheit und sind erfolgreich durch dieses schreckliche D\u00fcrrejahr gekommen, dem so viele ihrer wilden Artgenossen zum Opfer gefallen sind. Diese hatten es nicht geschafft, sich rechtzeitig in besser geeignete Gebiete zur\u00fcckzuziehen; Elefanten brauchen gen\u00fcgend Wasser in den Wasserl\u00f6chern, und wenn diese einmal ausgetrocknet sind, ist es zu sp\u00e4t, sich auf den Weg zu machen. Leider haben es viele der wilden Elefanten dieses Jahr nicht geschafft, nachdem die Regenf\u00e4lle im April und Mai praktisch ausgefallen sind und es bald darauf kaum noch Futter im s\u00fcdlichen Teil Tsavos gab.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ein wilder Bulle s\u00e4uft zusammen mit Emilys Herde\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/12132017410-pic2.jpg\" alt=\"Ein wilder Bulle s\u00e4uft zusammen mit Emilys Herde\" border=\"0\" \/><\/center><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/updates\/updates.asp?ID=1046\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ex-waise-emily-fuehrt-ihre-herde-erfolgreich-durch-die-duerre-des-jahres-2017\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ex-Waisen in Voi sind nun seit vielen Jahren unabh\u00e4ngig von den Keepern der Auswilderungsstation. 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