{"id":1367,"date":"2010-02-12T18:44:27","date_gmt":"2010-02-12T17:44:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1367"},"modified":"2010-02-12T18:44:27","modified_gmt":"2010-02-12T17:44:27","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar-2\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Januar"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p>Fassungslos erfuhren wir vom Tod unseres Babys <b>Chaffa<\/b>, die sich nach einer Lungenentz\u00fcndung von vor einigen Monaten wieder v\u00f6llig erholt zu haben schien. Sie hatte an Gewicht zugelegt, fra\u00df gut und spielte noch bis kurz vor ihrem pl\u00f6tzlichen Tod mit ihren Elefantenfreunden. Doch auch sie zeigte das mysteri\u00f6se Fu\u00dfsyndrom, das bei einigen unserer D\u00fcrreopfer im vergangenen Jahr regelm\u00e4\u00dfig kurz vor dem Tod auftrat. Jetzt hat es uns wieder erwischt, und die Experten tappen \u00fcber die Ursachen nach wie vor im Dunkeln. Trotz ausf\u00fchrlicher Obduktionen in drei verschiedenen Labors in Kenia, der Untersuchung von Organen in Japan und Blutproben in S\u00fcdafrika wurde immer noch keine Ursache gefunden. In Japan wurden aus <b>Bhaawas<\/b> Darm zwei Magen-Darm-Parasiten isoliert, die man in Kenia nicht diagnostizieren konnte. Die W\u00fcrmer sind h\u00e4ufig in domestizierten Nutztieren zu finden, doch geben sie nicht ausreichend Begr\u00fcndung f\u00fcr das \u201eDrehfu\u00df\u201c-Syndrom. Wir k\u00f6nnen es uns nach wie vor nur mit Mangelerscheinungen infolge der D\u00fcrre erkl\u00e4ren, oder aber durch die Auszehrung nach dem Befall mit Parasiten. Die Elefanten steckten sich damit wahrscheinlich auf Weidefl\u00e4chen oder an Wasserstellen an, die sich Wild- und Nutztiere (sogar in Schutzgebieten) teilen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kibo-having-a-soil-bath.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kibo having a soil bath\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kibo-having-a-soil-bath_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Die guten Nachrichten sind, dass <b>Mawenzi<\/b> und <b>Melia<\/b>, die sich ebenfalls \u201eausdruckslos\u201c benahmen, nach einer Behandlung gegen die in Japan entdeckten Magen-Darm-Parasiten, wieder auf dem Weg der Besserung sind. Jetzt sind wir zumindest hoffnungsvoll, dass sie von jenem tragischen Schicksal verschont bleiben, das so viele unserer Waisen in der D\u00fcrreperiode 2009 ereilte. Am Monatsende waren alle verbleibenden 19 Nursery-Waisen wohlauf, sahen gut aus und wuchsen ganz nach Plan, so dass wir und die Keeper nach dem zehrenden letzten Jahr im Januar einige erholsame Wochen verbrachten. <\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise haben ein paar schwere Regenst\u00fcrme am Jahresende die Trockenheit beendet, und wir hoffen inst\u00e4ndig darauf, dass dies im Jahr 2010 noch ein wenig anh\u00e4lt! Die Landschaft hat sich einmal mehr in ein gr\u00fcnes Paradies verwandelt, die Wasserl\u00f6cher sind wieder aufgef\u00fcllt, und alle wilden Elefanten, die die letzten beiden trockenen Jahre \u00fcberstanden haben, k\u00f6nnen sich jetzt endlich von ihren Strapazen erholen. Somit beginnen wir das Jahr 2010 recht optimistisch, auch wenn die Regenf\u00e4lle bisher k\u00fcrzer als erwartet ausfielen, besonders in der Region um Nairobi.&nbsp; <\/p>\n<p>Nach dem Tod von <b>Chaffa<\/b> bleiben uns noch <b>Dida<\/b>, <b>Kimana<\/b>, <b>Suguta<\/b>, <b>Ndii<\/b>, <b>Mawenzi<\/b>, <b>Sabachi<\/b>, <b>Kibo<\/b>, <b>Nchan<\/b>, <b>Kudup<\/b>, <b>Kalama<\/b>, <b>Kilaguni<\/b>, <b>Chaimu<\/b>, <b>Turkwel<\/b>, <b>Olare<\/b>, <b>Melia<\/b>, <b>Tumaren<\/b>, <b>Tano<\/b>, <b>Mutara<\/b> und <b>Shukuru<\/b> in der Nursery. Aufgrund der hohen Anzahl Waisenelefanten spielte sich die F\u00fctterung in zwei Schichten ab: die Babys unter Leitung von <b>Suguta<\/b> waren zuerst an der Reihe, die \u00e4lteren Waisen mit <b>Ndii<\/b>, <b>Dida<\/b> und <b>Olare<\/b> an der Spitze kamen in der zweiten Runde zu ihrer Milchmahlzeit. Obwohl <b>Dida<\/b> die \u00c4lteste unter den Gro\u00dfen ist, spielen <b>Ndii<\/b> und <b>Olare<\/b> mittlerweile eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als Leitk\u00fche. <b>Olare<\/b> k\u00fcmmert sich r\u00fchrend um die drei Zwerge <b>Tano<\/b>, <b>Mutara<\/b> und <b>Shukuru<\/b>. Die kleinen Babys mischen sich gern unter die \u00c4lteren, wenn sie am Morgen aus ihrem Stall gelassen werden. Dann begr\u00fc\u00dfen sich alle \u00fcberschw\u00e4nglich, und <b>Olare<\/b> legt sich auf den Boden, damit die Kleinsten ungehemmt nach Lust und Laune auf und \u00fcber sie klettern k\u00f6nnen. Die gewitzte <b>Sabachi<\/b>, die sich mit <b>Olare<\/b> einen Stall teilt und sie dementsprechend gut kennt, nutzt jede Gelegenheit auf eine der liegenden kleinen K\u00fche zu steigen. <b>Olare<\/b> jedoch kennt diese Tricks und h\u00e4lt <b>Sabachi<\/b> immer im Auge. Als er am 24. wieder einmal sein Gl\u00fcck versuchte, schubste <b>Olare<\/b> die Kleinen sanft von sich, stand auf und flatterte mit ihren Ohren, um ihn zurechtzuweisen. Er drehte auf der Stelle um und drohte irgendetwas (oder irgendjemandem) am Wegesrande, um sich am Ende hinter <b>Dida<\/b> und <b>Ndii<\/b> zu verstecken. Er wollte sich um Himmels willen nicht die Bl\u00f6\u00dfe geben, dass er von <b>Olare<\/b> eingesch\u00fcchtert war! Wenn es um die Babys geht, ist <b>Olare<\/b> ganz besonders pflichtbewusst. Sie h\u00fctet sie wie ihre Aug\u00e4pfel, vor allem, wenn die kleinen Bullen, besonders beim Fu\u00dfballspielen, etwas zu st\u00fcrmisch werden. In der Zeit, in der es <b>Mawenzi<\/b> nicht so gut ging (mit den Worten der Keeper \u201estumpfsinnig\u201c), war <b>Olare<\/b> immer zur Stelle, um sie zu tr\u00f6sten und ihr eine Extra-Portion Aufmerksamkeit zu geben. Zum Gl\u00fcck geht es mit ihr seit der Parasitenbehandlung wieder aufw\u00e4rts. <b>Melia<\/b> wurde ebenfalls behandelt, nachdem ihre Mitbewohnerin <b>Dida<\/b> ebenfalls ein paar \u201eausdruckslose\u201c Tage hatte. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kalama-and-Kilaguni-running-through-the-water.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kalama and Kilaguni running through the water\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kalama-and-Kilaguni-running-through-the-water_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Das Schlammbad ist immer gut besucht und bietet jede Menge Spa\u00df, vor allem, wenn <b>Nchan<\/b> im Wasser Fu\u00dfball spielt und danach entlang der Absperrung rennt und alle Besucher mit ihrem dreckigen R\u00fcssel beschmiert. Sie ist bereits so versiert darin, dass die Zuschauer schon fragen, ob wir sie darauf \u201edressiert\u201c h\u00e4tten! Die Waisen haben immer viel Besuch und lieben es einfach, Fu\u00dfball zu spielen, egal ob im Wasser oder an Land, und alle schauen ihnen gern dabei zu. Es ist offensichtlich, dass sie es m\u00f6gen, im Zentrum des Interesses zu stehen, und so stellen sie sich vor den Besuchern besonders gerne zur Schau! An sehr hei\u00dfen Tagen hoffen auch die Warzenschweine mit ihren Jungen auf ein Pl\u00e4tzchen im k\u00fchlenden Schlammbad, und tauchen sie auf, wenn die Elefanten noch da sind, endet das Ganze meist in einer turbulenten Warzenschweinjagd. Eine der kleinen K\u00fche macht meistens den Anfang, doch wenn die Warzenschweine erst einmal rennen, sind auch die Jungbullen mit von der Partie! Dreht sich dann eines der ausgewachsenen Schweine pl\u00f6tzlich herum, herrscht rege Verwirrung bei den Verfolgern! <\/p>\n<p><b>Turkwel<\/b> und <b>Kalama<\/b>, die eigentlich gute Freunde sind, stritten in diesem Monat um ihre mitt\u00e4gliche Milchflasche. Als ihre Auseinandersetzung in einen richtigen Kampf auszuufern drohte, mussten die Keeper eingreifen und die beiden Streith\u00e4hne trennen. Seitdem hielten sie Abstand, tranken ihre Milch weit weg vom Anderen und vermieden engeren Kontakt. In der Zwischenzeit hat sich <b>Turkwel<\/b> eng mit <b>Kudup<\/b> angefreundet. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kudup-playing-with-Mutara.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kudup playing with Mutara\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Kudup-playing-with-Mutara_thumb.jpg\" width=\"178\" height=\"244\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der schwanzlose <b>Kilaguni<\/b> ist inzwischen der gr\u00f6\u00dfte und st\u00e4rkste Bulle in der Nursery und hat eine sehr gutm\u00fctige Natur. Nichtsdestotrotz liebt er nichts mehr als Kr\u00e4ftemessen. Einmal \u201ebezwang\u201c er zwei kleine K\u00fche, die nicht den Hauch einer Chance hatten. Trotzdem f\u00fchlte er sich nach seinem \u201eSieg\u201c sehr m\u00e4nnlich. Seine Lieblings-Kampfpartner sind aber nach wie vor <b>Kibo<\/b> und <b>Sabachi<\/b>. <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p>Nach einigen heftigen Regenst\u00fcrmen im Dezember und Anfang Januar, schwelgen die Ithumba-Waisen in einer Periode des \u00dcberflusses. Im Busch gibt es \u00fcberall nat\u00fcrliche Wasserl\u00f6cher und saftige Pflanzen an jeder Ecke, so dass sie den ganzen Tag schmausen. Zu Beginn des Neuen Jahres gab es im Ithumba Auswilderungszentrum drei feste Gruppen: <b>Enasoit<\/b>, <b>Meibai<\/b>, <b>Naimina<\/b> (die drei j\u00fcngsten Zug\u00e4nge aus der Nursery), die noch in den St\u00e4llen \u00fcbernachten und von den Keepern betreut werden, genauso wie <b>Lualeni<\/b>, <b>Loijuk<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Ol Malo<\/b>, <b>Kenze<\/b>, <b>Makena<\/b>, <b>Lenana<\/b>, <b>Sian<\/b>, <b>Chyulu<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Naserian<\/b>. Diese Gruppe hat drei Oberh\u00e4upter, n\u00e4mlich die drei \u00e4ltesten K\u00fche: <b>Naserian<\/b>, <b>Loijuk<\/b>, die gerne (und gut!) von <b>Sian<\/b>, <b>Makena<\/b> und <b>Chyulu<\/b> unterst\u00fctzt werden.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/loijuk-opens-the-gate-and-moves-out.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"loijuk opens the gate and moves out\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/loijuk-opens-the-gate-and-moves-out_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Vollkommen unabh\u00e4ngig von den Keepern leben inzwischen <b>Yatta<\/b> (die Hauptleitkuh) mit ihren Helfern <b>Mulika<\/b>, <b>Nasalot<\/b> und <b>Kinna<\/b>. <b>Wendi<\/b> f\u00fchrt eine Untergruppe der Herde, die sich oft von <b>Yatta<\/b> abseilt. <b>Wendi<\/b> nimmt jeden aus der Herde auf, der sich ihr f\u00fcr einen Tag oder l\u00e4nger anschlie\u00dfen will. Die Waisen, die von <b>Yatta<\/b> und von <b>Wendi<\/b> angef\u00fchrt werden, stehen in st\u00e4ndiger Verbindung, und wenn eines der j\u00fcngeren Waisen aus der Obhut der Keeper sich den Gr\u00f6\u00dferen anschlie\u00dfen m\u00f6chte, werden sie am Ende des Tages immer wieder zur\u00fcck in die St\u00e4lle gebracht, meistens von einem der jungen Bullen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/yatta-in-playful-mood-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"yatta in playful mood (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/yatta-in-playful-mood-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die nunmehr \u201cwilden\u201c Waisen sind <b>Yatta<\/b>, <b>Mulika<\/b>, <b>Nasalot<\/b>, <b>Kinna<\/b>, <b>Wendi<\/b>, <b>Napasha<\/b>, <b>Taita<\/b>, <b>Ndomot<\/b>, <b>Sunyei<\/b>, <b>Madiba<\/b>, <b>Galana<\/b>, <b>Rapsu<\/b>, <b>Challa<\/b>, <b>Sunyei<\/b>, <b>Buchuma<\/b>, <b>Sidai<\/b> und <b>Orok<\/b>. Sie alle brauchen die Keeper nicht mehr zum \u00dcberleben und verbr\u00fcdern sich eifrig mit den wilden Elefanten in Ithumba. Entweder warten sie morgens alle gemeinsam (oder wenigstens ein Teil der Gruppe) auf die J\u00fcngsten, wenn diese aus ihren Nachtlagern kommen. Sp\u00e4testens im Busch oder beim Schlammbad treffen alle zusammen, und die \u00e4lteren bringen die Kleinen meistens auch zur\u00fcck zu den St\u00e4llen, um sicher zu gehen, dass sie wohlbeh\u00fctet die Nacht verbringen. F\u00fcnf bis sechs Waisen aus der j\u00fcngeren Gruppe sind nach wie vor auf ihre Milch angewiesen, die sie morgens gleich nach dem Aufstehen sowie mittags und abends bekommen.  <\/p>\n<p>Es steht jedem einzelnen Elefanten frei, die N\u00e4chte mit den \u00c4lteren zu verbringen, wann immer er oder sie sich dazu bereit f\u00fchlen. Das geschieht nicht \u00fcber Nacht, denn Elefanten sind \u00e4ngstliche Tiere, die nachts au\u00dferdem nur eine eingeschr\u00e4nkte Sehf\u00e4higkeit haben, \u00e4hnlich wie wir Menschen. Stellt der Neuling fest, dass er \u00fcber Nacht lieber doch noch einmal in den St\u00e4llen bleiben m\u00f6chte, dann wird er von einem (oder allen) Gro\u00dfen zur\u00fcck zu den Keepern gebracht. In Ithumba sind die Keeper lediglich \u201eauf Bereitschaft\u201c, also zur Stelle, wenn sie gebraucht werden, und sonst folgen sie den Waisengruppen unauff\u00e4llig wie ein Schatten, wenn sie tags\u00fcber von ihrer Leitkuh aus den St\u00e4llen in den Busch gef\u00fchrt werden. Es ist jedenfalls klar, dass die Elefanten alle miteinander kommunizieren, ganz egal, wo sie sich gerade aufhalten. <\/p>\n<p><b>Enasoit<\/b>, der Kleinste und J\u00fcngste in der Gruppe, die noch regelm\u00e4\u00dfig ihre Milch bekommt, ist der Liebling aller K\u00fche. Die wetteifern die ganze Zeit darum, <b>Enasoit<\/b> zu verw\u00f6hnen und zu \u201ebemuttern\u201c. Er bekommt im Moment so viel Elefantenliebe &#8211; welch Gegensatz zu dem furchtbaren Erlebnis, als er im weit entfernten Laikipia seine Mutter verlor und dann vom Rest der Gruppe zur\u00fcckgelassen wurde, weil er zu schwach war und nicht mithalten konnte. Alle drei Neuank\u00f6mmlinge k\u00f6nnen sich in Ithumba der Liebe und Aufmerksamkeit einer wahrhaftigen \u201eHerde\u201c gewiss sein, denn alle haben \u00c4hnliches durchgemacht. <b>Meibei<\/b> und <b>Naimina<\/b> werden ebenso \u00fcbersch\u00fcttet und man kann ihnen ansehen, wie gl\u00fccklich sie sind. <b>Naimina<\/b> f\u00fchrt die Herde inzwischen schon oft zum Weideplatz und teilt sich diese Aufgabe mit den anderen kleinen Leitk\u00fchen oder mit einem der \u00e4lteren Bullen, wie <b>Kora<\/b>. Der hatte in der letzten Zeit zum Gl\u00fcck keine Probleme mehr mit seinem Kiefer, der ihm als Baby durch Sch\u00fcsse zertr\u00fcmmert wurde, nachdem seine Mutter in Kora in Nord-Kenia ermordet wurde. <\/p>\n<p><b>Yattas<\/b> wilder Freund, der junge Bulle \u201eMgeni\u201c (Besucher), war lange fester Bestandteil der Gruppe Ex-Waisen. Am 9. Januar wurde er von einem anderen wilden Bullen ersetzt, der <b>Yatta<\/b> den ganzen Januar hindurch begleitete. Die Keeper mutma\u00dfen, dass dieser Bulle Mgeni vielleicht vertrieben hat, aber ebenso wahrscheinlich ist, dass Mgeni einfach Zeit mit Freunden einer anderen Herde verbringt. Es gibt keinen Zweifel, dass er fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wieder auftaucht, denn er hatte sich in der Gruppe der Ex-Waisen sichtlich wohlgef\u00fchlt und sich sogar auf die Keeper und ihre Sprache eingestellt &#8211; denn alle unsere Waisen verstehen Englisch! <\/p>\n<p>Die Aufzeichnungen des Monats Januar veranschaulichen den \u00dcbergangsprozess, den <b>Loijuk<\/b>, <b>Naserian<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Kora<\/b> gerade durchlaufen. Sie werden langsam aber sicher Teil der \u00e4lteren Herde. <b>Loijuk<\/b> ist clever und kann sogar den Riegel vom Stall \u00f6ffnen, den sie sich mit einigen anderen \u00c4lteren teilt, u.a. mit <b>Naserian<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Zurura<\/b>, <b>Kenze<\/b> und <b>Lualeni<\/b>. Am 12. Januar, nach Einbruch der Dunkelheit \u00f6ffnete sie wieder einmal die Stallt\u00fcr, und sie und ihre Freunde machten sich auf den Weg in den Busch, wo <b>Wendi<\/b> und <b>Nasalot<\/b> schon auf sie warteten. <b>Lualeni<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Kora<\/b> \u00fcberdachten den Plan sp\u00e4ter noch einmal, entschieden sich gegen eine Nacht in der gro\u00dfen, schwarzen Wildnis und kehrten einige Stunden sp\u00e4ter in den sicheren Stall zur\u00fcck. <b>Loijuk<\/b> und <b>Kenze<\/b> waren da schon mutiger und blieben die ganze Nacht bei <b>Wendi<\/b>. Offenbar schlossen sie sich in der Nacht <b>Yattas<\/b> Gruppe an, denn am n\u00e4chsten Morgen kamen sie alle gemeinsam zu den Stallungen, als die Kleinen auf dem Weg zum Weideplatz waren. Die ganze Herde blieb am Vormittag zusammen, suhlte sich an diesem Tag auch gemeinsam im Schlamm. Danach seilten sich die Ex-Waisen wieder von der Meute ab, und nahmen dieses Mal <b>Naserian<\/b>, <b>Kora<\/b> und <b>Zurura<\/b> mit. <b>Loijuk<\/b> blieb hingegen bei den Kleineren. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/oroko-followed-by-buchuma-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/oroko-followed-by-buchuma-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Sp\u00e4ter abends \u00f6ffnete sie allerdings wieder die T\u00fcre und verbrachte eine weitere Nacht mit den anderen im Busch, auch <b>Lualeni<\/b> und <b>Kenze<\/b> nahm sie mit. <b>Kora<\/b> und <b>Zurura<\/b> waren dieses Mal mutiger und kamen erst zur Morgend\u00e4mmerung zur\u00fcck, als die J\u00fcngsten aus den Nachtlagern gelassen wurden. <b>Loijuk<\/b>, <b>Lualeni<\/b> und <b>Kenze<\/b> waren immer noch bei den Ex-Waisen, doch sp\u00e4ter wurden sie von <b>Wendis<\/b> Gruppe zur\u00fcckgebracht. Die folgende Nacht verbrachten sie dann wieder im Stall. <\/p>\n<p><b>Nasalot<\/b> gesellte sich am 14. Januar beim Schlammbad zu den J\u00fcngsten, die mit <b>Wendi<\/b> unterwegs waren. Sie verbrachten den Nachmittag zusammen und gingen abends gemeinsam zur\u00fcck zu den St\u00e4llen, wo <b>Yatta<\/b> und der Rest der Ex-Waisen mit dem wilden Jungbullen im Schlepptau schon warteten. <\/p>\n<p>Am 17. Januar wartete <b>Wendis<\/b> Gruppe, unter ihnen <b>Nasalot<\/b>, am Morgen auf die Junioren. Sie weideten vormittags und suhlten mittags zusammen, sp\u00e4ter nahm <b>Wendi<\/b> dann <b>Kora<\/b>, <b>Zurua<\/b>, <b>Lualeni<\/b> und <b>Naserian<\/b> wieder mit. <b>Nasalot<\/b> blieb zur\u00fcck, um ein Auge auf die J\u00fcngeren, noch von den Keepern abh\u00e4ngigen Elefanten, zu halten. <b>Naserian<\/b> und <b>Kora<\/b> kamen sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck und hatten sich anscheinend gegen eine Nacht im Busch entschieden. <b>Loijuk<\/b> \u00f6ffnete sp\u00e4ter wieder die Stallt\u00fcr, denn drau\u00dfen warteten <b>Yatta<\/b> und ihr wilder Freund. Dieses Mal nahm sie nur <b>Kenze<\/b> mit auf ihre Nachtwanderung, <b>Kora<\/b> blieb im Stall. <\/p>\n<p>Die Ex-Waisen verbrachten den ganzen 18. Januar mit den Kleinsten, warteten schon morgens auf dem Stallgel\u00e4nde, dieses Mal ohne <b>Yatta<\/b> und ihren Freund. Die beiden gesellten sich sp\u00e4ter beim Schlammbad zum Rest der Gruppe und verbrachten den Nachmittag mit ihnen. Jedes Wiedersehen ist eine hochemotionale Angelegenheit und begleitet von ausgiebigem Kollern, Trompeten und aufgeregtem Urinieren, und \u00fcberall verschlingen sich R\u00fcssel zu innige \u201eElefantenk\u00fcssen\u201c. Diese Rituale sind einfach wundervoll mit anzusehen! <\/p>\n<p>Am 27. Januar wurde <b>Yatta<\/b> von zwei wilden Bullen zu den Stallungen begleitet, offenbar ist sie bei den wilden Elefantenm\u00e4nnern sehr beliebt. Als <b>Wendis<\/b> Gruppe am n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Tag zu den St\u00e4llen kam, bemerkten die Keeper, dass <b>Sidai<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Lualeni<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Ol Malo<\/b> in der Gruppe fehlten. <b>Ol Malo<\/b> und <b>Sida<\/b> kamen gegen 18 Uhr zur\u00fcck und wollten in den Stall gelassen werden; <b>Lualeni<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Kora<\/b> werden offenbar immer selbstsicherer und blieben \u00fcber Nacht bei den \u00c4lteren. Am 28. kamen sie von allein zur\u00fcck, ebenso am 29. zum Saufen an der Stalltr\u00e4nke. Danach machten sie sich aber schnell wieder auf und davon. <b>Naserian<\/b> entschied sich ebenfalls f\u00fcr eine weitere Nacht bei den Ex-Waisen und seilte sich nach dem Schlammbad am Mittag von den J\u00fcngsten ab. Einige Tage sp\u00e4ter wurden <b>Zurura<\/b>, <b>Kora<\/b> und <b>Lualeni<\/b> von zwei der Jungbullen aus <b>Yattas<\/b> Herde, n\u00e4mlich <b>Challa<\/b> und <b>Rapsu<\/b>, zu den St\u00e4llen zur\u00fcckgebracht. <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p>Das st\u00e4ndige Kommen und Gehen veranschaulicht, wie sich die Elefantenwaisen langsam von ihren Keepern als Hauptbezugspersonen abseilen und in ihr wildes Leben eintreten. Der Prozess l\u00e4uft ganz langsam ab, aber es ist offensichtlich, dass auch <b>Loijuk<\/b>, <b>Lualeni<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Naserian<\/b> bald zur Gruppe der \u201ewilden\u201c und unabh\u00e4ngigen Ithumba-Waisen geh\u00f6ren werden. <\/p>\n<p><b>Yatta<\/b>, <b>Napasha<\/b> und <b>Taita<\/b> gesellten sich am 30. noch einmal zu den J\u00fcngsten, als diese sich gerade wieder im Schlamm suhlten. <b>Yattas<\/b> wilder Freund hielt dieses Mal Distanz, offenbar war er der Meinung, er solle lieber woanders hingehen und seine Zeit nicht mit Babies im Schlamm verbringen. <b>Yatta<\/b> sp\u00fcrte seine Unbehaglichkeit und lie\u00df die schlammw\u00e4lzende Gruppe zur\u00fcck, um mit ihm weiterzuziehen. Offenbar genie\u00dft sie seine Gesellschaft und wir glauben, sie ist ernsthaft verliebt! Die Keeper glauben, dass <b>Mulika<\/b> bereits tr\u00e4chtig ist und ohne Zweifel auch <b>Yatta<\/b>. Wir freuen uns schon auf die Frohe Kunde aus Ithumba! <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p>Das Jahr begann mit den folgenden Waisen in Voi: <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Sinya<\/b>, <b>Wasessa<\/b>, <b>Shimba<\/b>, <b>Mzima<\/b>, <b>Siria<\/b>, <b>Taveta<\/b>, <b>Tassia<\/b>, <b>Kenia<\/b> und <b>Shira<\/b>. Auch <b>Emily<\/b> und ihr K\u00e4lbchen <b>Eve<\/b> sowie <b>Edie<\/b> mit K\u00e4lbchen <b>Ella<\/b> blieben gemeinsam mit einigen Ex-Waisen den Januar \u00fcber in der N\u00e4he. (<b>Emily<\/b> und <b>Edie<\/b>, inzwischen \u201ewilde\u201c Leitk\u00fche, brachten zum H\u00f6hepunkt der D\u00fcrre 2009 ihre Babies zur\u00fcck zu ihrer Menschenfamilie. Selbst zu ausgehungert, konnten sie nicht gen\u00fcgend (gute) Milch an ihren Nachwuchs geben. Es wurde Kraftfutter aus Nairobi geschickt, um die Milchproduktion wieder anzukurbeln. Diese Kur fiel mit dem ersten Regen zusammen, so dass sich beide K\u00e4lbchen schnell erholten und mittlerweile wieder v\u00f6llig gesund sind.) <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Lempaute-in-the-small-water-hole-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Lempaute-in-the-small-water-hole-5_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Emily<\/b>, <b>Edie<\/b>, ihre Babies und einige der inzwischen wilden Ex-Waisen blieben im Januar in der Gegend und trafen daher oft auf die Voi-Waisen und ihre Keeper, so dass alle viel Zeit miteinander verbrachten. <b>Siria<\/b> und <b>Shira<\/b> f\u00fchlen sich besonders wohl bei den \u00e4lteren Ex-Waisen und <b>Icholta<\/b> fiel durch ihr besonders freundliches Verhalten gegen\u00fcber den j\u00fcngeren Elefanten auf. <\/p>\n<p><b>Emilys<\/b> Gruppe kam am 2. Januar in Begleitung eines \u201efreundlichen\u201c wilden Jungbullen an die Stallungen. <b>Icholta<\/b> f\u00fchrte an diesem Tag die Waisen, inklusive der Neuank\u00f6mmlinge, zum Fressen zu Mazinga Hill. Die Voi-Elefanten verbrachten den ganzen Morgen in Gesellschaft der Ex-Waisen, und erst, als sie f\u00fcr das Schlammbad (inklusive Milchmahlzeit) abgeholt wurden, trennten sie sich. <\/p>\n<p>Am 13. Januar verpassten sich <b>Emily<\/b> und die neuen Voi-Waisen um Haaresbreite am Schlammbad. <b>Icholta<\/b> nahm die F\u00e4hrte auf und so fanden sie sich nachmittags wieder, und fra\u00dfen zusammen bis <b>Emily<\/b> ihren Weg in Richtung Flugzeuglandebahn fortsetzte. <b>Icholta<\/b> lie\u00df die Babys zur\u00fcck und ging mit <b>Emily<\/b>. Am 31. stie\u00dfen die Voi-Waisen auf ihrem R\u00fcckweg in die St\u00e4lle auf <b>Emily<\/b>, <b>Edie<\/b> und ihr Gefolge. <b>Shira<\/b> blieb bei ihnen, w\u00e4hrend die anderen Voi-Waisen weiter (in Richtung Milchflasche) eilten. <b>Shira<\/b> entschied sich schlie\u00dflich um und wollte den anderen Waisen folgen, wurde aber erfolgreich von <b>Mweya<\/b> und <b>Icholta<\/b> zur\u00fcckgehalten. Die Ex-Waisen haben sie gerne bei sich, aber abends (die anderen Waisen waren bereits im Stall) brachten sie sie zur\u00fcck nach Hause. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Icholta-takes-Kenia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Icholta-takes-Kenia_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Edies<\/b> Gruppe wurde am 18. Januar am Roten Wasserloch gesehen, hat die Waisen, die kurz vor ihr da waren, allerdings knapp verpasst. Am 19. Januar, als die Waisen sich auf den Weg zum Fressplatz machten, hoben <b>Shira<\/b> und <b>Siria<\/b> ihre R\u00fcssel, kollerten und eilten pl\u00f6tzlich davon, denn <b>Emily<\/b> und <b>Edie<\/b> fra\u00dfen gleich um die Ecke. Die Gruppe blieb den ganzen Vormittag zusammen, sogar mittags, als die Waisen ihre Milch bekamen und sich sp\u00e4ter im Schlamm suhlten. Sie badeten gemeinsam im Roten Wasserloch; <b>Lolokwe<\/b>, <b>Salama<\/b> und <b>Nyiro<\/b> spielten begeistert mit <b>Siria<\/b>, w\u00e4hrend <b>Icholta<\/b> damit besch\u00e4ftigt war, sich einen Stock zu angeln und ausgiebig ihren Bauch zu kratzen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Lempaute-with-grass-on-her-back-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Lempaute-with-grass-on-her-back-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der Alltag der Voi-Waisen spielt sich jeden Tag mehr oder gleich ab. Sobald sie morgens aus ihren St\u00e4llen gelassen werden, bekommen sie ihre erste Milchmahlzeit. Danach spielen sie auf dem Stallgel\u00e4nde, bis auch ihre Keeper gefr\u00fchst\u00fcckt haben und sich alle gemeinsam auf den Weg zum Fressen im Busch, meist in der Gegend um Mazinga Hill, machen. <b>Shimba<\/b> und <b>Siria<\/b> haben sich als besonders gute Kletterer herauskristallisiert, aber im Prinzip schaffen alle den Aufstieg auf den Gipfel, wo es besonders viele schmackhafte Gr\u00e4ser gibt. Um ca. 11:30 Uhr machen sie sich auf den Weg zum Schlammbad, wo sie ihre zweite Milchmahlzeit einnehmen, und danach fressen sie sich langsam wieder zur\u00fcck ins Stallgel\u00e4nde. In der letzten Zeit haben sie die Mittagszeit oft am Roten Wasserloch, einer nat\u00fcrlichen Suhle unterhalb des Hauptquartiers vom Kenia Wildlife Service, verbracht und auch dort ihre Milch bekommen. Wenn das Wasserloch vollst\u00e4ndig gef\u00fcllt ist, ist es tief genug f\u00fcr einen Elefanten, komplett unterzutauchen. Die R\u00fcssel lugen \u00fcber wie Schnorchel \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che, und an besonders hei\u00dfen Tagen in Tsavo, scheint das Schwimmen und Suhlen nie ein Ende nehmen zu wollen, vor allem, wenn auch die Ex-Waisen mit von der Partie sind. <\/p>\n<p>Die Hauptleitkuh der Waisengruppe ist <b>Lesanju<\/b>, immer unterst\u00fctzt von <b>Sinya<\/b> und <b>Wasessa<\/b>. <b>Wasessa<\/b> hat sich <b>Tassia<\/b> als Lieblingsbaby auserkoren und ist niemals weit weg von ihm. Er darf sogar an ihren Ohren saugen! <b>Wasessa<\/b> besch\u00fctzt ihn zu jeder Gelegenheit, und am 8. Januar strafte sie sogar <b>Siria<\/b> ab, der sich anma\u00dfte, eine seiner Ohr-Saug-Orgien zu unterbrechen und ihn zu besteigen. <b>Sirias<\/b> Lektion waren einige kleine Wunden von <b>Wasessas<\/b> kleinen, aber sehr scharfen Sto\u00dfz\u00e4hnen am Ges\u00e4\u00df! Eine andere Auseinandersetzung gab es zwischen den eigentlich gut befreundeten Elefantenwaisen <b>Mzima<\/b> und <b>Siria<\/b>, als <b>Mzima<\/b> einen schmackhaften Zweig direkt aus <b>Sirias<\/b> Mund klaute. <b>Siria<\/b> setzte w\u00fctend die Verfolgung auf, doch dieses Mal gelang <b>Mzima<\/b> die Flucht (inklusive Beute!). Bis zum Baden im Roten Wasserloch war jedoch alles schon wieder vergeben und vergessen! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Mzima-left-Siria-in-a-tough-encounter-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/02\/Mzima-left-Siria-in-a-tough-encounter-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Von den Voi-Waisen scheinen besonders <b>Siria<\/b> und <b>Shira<\/b> die Gesellschaft der \u00e4lteren Ex-Waisen zu genie\u00dfen. Aufregende Begegnungen mit anderen Wildtieren gab es auch, zum Beispiel mit den Pavianen, wenn die sich morgens auf Beutezug in Richtung Mitarbeiterunterk\u00fcnfte begeben. Wenn die Paviane einmal losrennen, setzt sich die Verfolgungsjagd in Gang, angef\u00fchrt von <b>Siria<\/b> und <b>Shimba<\/b>, gefolgt von den \u00e4lteren Bullen. Die Waisen treffen (und jagen) auch des \u00c3\u2013fteren auf die Gr\u00fcnmeerkatzen oder sto\u00dfen auf eine der hiesigen Impalaherden, mit denen sie sich aber gut verstehen. Manchmal grasen sie sogar zusammen, doch wenn der Bock einmal Alarm schl\u00e4gt, weil ein Eindringling seine Herde st\u00f6rt, drehen die Waisen durch. Am 16. Januar stie\u00dfen die Elefanten auf die \u00dcberreste eines geschlagenen Impala und waren ziemlich verst\u00f6rt. Sie rannten zur\u00fcck zu ihren Keepern und hatten gro\u00dfe Angst. Ein Leopard aus der Gegend um Mazinga Hill, t\u00f6tet auch hin und wieder mal einen Pavian.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar-2\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Fassungslos erfuhren wir vom Tod unseres Babys Chaffa, die sich nach einer Lungenentz\u00fcndung von vor einigen Monaten wieder v\u00f6llig erholt zu haben schien. Sie hatte an Gewicht zugelegt, fra\u00df gut und spielte noch bis kurz vor ihrem pl\u00f6tzlichen Tod mit ihren Elefantenfreunden. Doch auch sie zeigte das mysteri\u00f6se Fu\u00dfsyndrom, das bei &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Januar\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1],"tags":[],"class_list":["post-1367","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1367\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}