{"id":139,"date":"2007-04-06T17:36:46","date_gmt":"2007-04-06T15:36:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=139"},"modified":"2008-04-13T21:55:42","modified_gmt":"2008-04-13T19:55:42","slug":"februar-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/februar-2007\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Februar 2007"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Nursery-Waisen <\/strong><br \/>\nNach dem unerwarteten Tod von Baby <strong>Galdessa<\/strong> flossen viele Tr\u00e4nen. Der Tod des kleinen Bullen war ein tragischer Verlust f\u00fcr alle, die so lang und hart um dieses wertvolle Elefantenleben gek\u00e4mpft hatten. Dieses kleine K\u00e4lbchen hat sich in den vier Monaten bei uns nie richtig erholt, wurde regelm\u00e4\u00dfig von Durchfallattacken geplagt und litt wahrscheinlich an inneren Verletzungen und Blutungen.<!--more--> Klein <strong>Galdessa<\/strong>, der beste Freund von <strong>Shimba<\/strong>, wird allen Nursery-Waisen schmerzlich fehlten.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Drama war die Entdeckung eines einj\u00e4hrigen, blinden Nashornbabys im Parkwald. Das Kleine rannte ziellos umher, und es gab keinerlei Spur seiner Mutter. Die Nashorn-Unit des Kenya Wildlife Service wurde hinzugezogen, und zusammen mit unseren Keepern beobachteten sie das kleine Nashorn bis zur D\u00e4mmerung. Als die Mutter bis dahin immer noch nicht aufgetaucht war, musste etwas unternommen werden, um es vor Raubtierangriffen in der Nacht zu besch\u00fctzen. Sie lockten es mit dem Nashorn-\u201eKomm her&#8220;-Ger\u00e4usch (einem sanften Ausatmen), das Kleine folgte den Elefanten-Keepern und KWS-Wildh\u00fctern f\u00fcr ca. zwei Kilometer bis ganz in die N\u00e4he des Sheldrick-Hauses. Dort erschrak es sich f\u00fcrchterlich \u00fcber all die merkw\u00fcrdigen Ger\u00e4usche und griff blindlings alles und jeden an. Daphne, die fast von ihm zu Fall gebracht wurde, blieb nichts anderes \u00fcbrig, als sich mit einem Satz ins Geb\u00fcsch in Sicherheit zu bringen! Inzwischen war es offensichtlich, dass das Nashorn-Baby auf beiden Augen vollkommen erblindet war. Seine Augen waren milchig tr\u00fcb, und so musste er \u00fcberw\u00e4ltigt werden &#8211; das verlangte die gesamte Kraft von zehn M\u00e4nnern. Wir nannten das kleine Nashorn &#8222;Max&#8220; &#8211; dieser Name passte irgendwie zu ihm. F\u00fcr drei Tage konnte kein Mensch seinen Stall betreten, weil er so wild und ungest\u00fcm war. Bald verstand er jedoch, dass es an der Stallt\u00fcr Wasser und Milch f\u00fcr ihn gab. Um Problemen durch Trauma und Schock vorzubeugen, war es n\u00f6tig, dass er einer Behandlung mit Antibiotika unterzogen wurde. Nur Robert Carr-Hartley war mutig genug hineinzugehen, und als er die kantige Stirnseite des Nashorns b\u00e4ndigen konnte, war es mit etwas Verst\u00e4rkung dann m\u00f6glich, dass Robert das Antibiotikum spritzte! Inzwischen hat sich das kleine Nashorn so weit beruhigt, dass es einen Keeper in seinem Stall zul\u00e4sst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/04\/032007nairobi.jpg\" alt=\"032007nairobi.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eine Untersuchung der Gr\u00fcnde f\u00fcr Max&#8216; Blindheit ergab, dass er an beidseitigem Grauen Star leidet. Ein operativer Eingriff wurde f\u00fcr Mittwoch, den 14. M\u00e4rz, festgesetzt, wenn unser Tierarzt Dieter Rottcher aus Deutschland zur\u00fcckkehrt. Dieter, der sehr versiert auf dem Gebiet der An\u00e4sthesie ist, wird die Narkose \u00fcberwachen, w\u00e4hrend die Augenoperation von einem Augenspezialist aus Kenia, Dr. Schwendemann, vorgenommen werden wird. Wir dr\u00fccken die Daumen, dass es m\u00f6glich ist, Max zumindest ein wenig Sehkraft zur\u00fcck zu geben. Dank der gro\u00dfz\u00fcgigen Unterst\u00fctzung von Alcon Pharma aus Freiburg standen uns auch diesmal wieder sehr wirksame Medikamente zur Verf\u00fcgung, die wir bereits zur Behandlung von Augenleiden der Elefanten-Waisen einsetzen konnten.<\/p>\n<p>Alle Elefantenwaisen der Nairobi Nursery gedeihen. Nur <strong>Zurura<\/strong> hat uns in Schrecken versetzt, als er sich f\u00fcr einige Tage unwohl f\u00fchlte. Er hatte geschwollene Dr\u00fcsen und lockeren Stuhl, was durch eine Behandlung mit Sulfadimidin und einem injizierbarem Antibiotikum jedoch beseitigt werden konnte. <strong>Shimba<\/strong> geht es inzwischen sehr gut, und <strong>Lesanju<\/strong> hat den Durchtritt ihrer ersten Backenz\u00e4hne \u00fcberstanden. <strong>Lempaute<\/strong> steht dies jetzt kurz bevor.<br \/>\n<strong>Die Ithumba-Waisen <\/strong><\/p>\n<p>Die Ithumba-Elefanten kamen in diesem Monat zum ersten Mal in direkten Kontakt mit wilden Elefanten. Es passierte am 21., kurz vor 11 Uhr am Vormittag. Die Keeper sa\u00dfen im Schatten des dicken Busches und dachten es handelte sich um den gew\u00f6hnlichen Dikdik-Alarm, bis sie die gro\u00dfe wilde Kuh und ihr Kalb inmitten unserer Elefantengruppe entdeckten. <strong>Kora, Lualeni, Naserian <\/strong>und<strong> Buchuma<\/strong> verloren die Nerven und flohen in die Richtung der Keeper, dicht gefolgt von der wilden Kuh und all den anderen Elefanten. Die Keeper machten, dass sie davon kamen, und als sie eine Lichtung erreichten und zur\u00fcckblickten, sahen sie, wie sich die wilde Kuh mit <strong>Kinna, Mulika, Selengai, Yatta, Nasalot, Orok <\/strong>und<strong> Buchuma<\/strong> absetzte! Die Keeper gingen mit den j\u00fcngeren wie gew\u00f6hnlich zum Schlammbad, und eine Stunde sp\u00e4ter tauchte auch <strong>Yatta<\/strong> wieder auf, zusammen mit dem Rest der Gruppe! Dieser Tag musste rot im Kalender angestrichen werden, denn wie lang haben die \u00e4lteren Elefanten versucht, den Kontakt zu wilden, gleichaltrigen Artgenossen aufzunehmen, die sich nach den schlimmen Zeiten der Wilderei in diesem Gebiet immer noch sehr unwohl f\u00fchlen in Gegenwart von allem, was mit den gef\u00fcrchteten Menschen in Verbindung steht. <strong>Yatta, Olmalo, Buchuma, Mulika <\/strong>und<strong> Selengai<\/strong> folgten den Fu\u00dfspuren am n\u00e4chsten Tag noch einmal, waren jedoch nicht in der Lage sie einzuholen. Am 25. startete <strong>Yatta<\/strong>, begierig nach neuen Freundschaften, erneut einen Versuch, doch die wilden Elefanten verschwanden erneut, und am 13. waren es <strong>Nasalot und Orok, <\/strong>die den Spuren einer wilden Herde folgten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/04\/032007ithumba.jpg\" alt=\"032007ithumba.jpg\" \/><\/p>\n<p>Februar und M\u00e4rz sind die hei\u00dfesten Monate in Tsavo, so dass die Waisen oft schon fr\u00fch am Tag den Schatten aufsuchen mussten. Die Landschaft ist nach gelegentlichen Regenschauern allerdings immer noch saftig gr\u00fcn. Danach gibt es immer viel Spa\u00df und Freude beim Spielen in Pf\u00fctzen oder beim Umherrollen auf der feuchten Erde. In diesem Monat fr\u00f6nten die Waisen der Jagd nach Wolken von Schmetterlingen, die um sie herumschwirrten, als sie sich durch das Dickicht bewegten und die sie offenbar recht nervig fanden. Die Rivalit\u00e4t zwischen <strong>Rapsu<\/strong> und dem erfahrenen \u201eStemmer&#8220; aus der Aufzuchtgruppe, <strong>Buchuma<\/strong>, f\u00fchrte dazu, dass <strong>Rapsu<\/strong> gegen\u00fcber <strong>Buchuma<\/strong> im Vorteil ist, weil er geringf\u00fcgig gr\u00f6\u00dfere Sto\u00dfz\u00e4hne hat. <strong>Buchuma<\/strong> testete schon immer gern seine Kraft an den anderen Bullen, <strong>Ndomot<\/strong> war in der Nairobi Nursery immer sein Lieblingsangriffsziel.<\/p>\n<p>Es entspricht dem Grundsatz des David-Sheldrick-Wildlife-Trusts, die Elefanten-Keeper regelm\u00e4\u00dfig zwischen den Gruppen (Nursery-, Voi- und Ithumba-Gruppe) auszutauschen. Es war interessant zu beobachten, dass <strong>Wendi<\/strong> sofort ein neues Gesicht unter den Ithumba-Keepern wahrnahm, und nachdem sie den jungen Mann gr\u00fcndlich inspiziert hatte, drehte sie sich herum und schlug ihn mit ihrem Schwanz als Zeichen der Missbilligung. Dies wiederum erregte die Aufmerksamkeit von <strong>Yatta, Selengai <\/strong>und<strong> Tomboi<\/strong>, die dem neuen Keeper mit Vertreibung drohten. Jedoch wurden sie beruhigt durch die anderen Keeper, die den Neuen abschirmten. Bereits am n\u00e4chsten Tag hatten sie ihn als \u201eAnh\u00e4ngsel&#8220; der Menschenfamilie akzeptiert, jedoch zeigte dieser Zwischenfall deutlich, dass die Waisen Einzelpersonen sehr wohl unterscheiden k\u00f6nnen und nicht alle Menschen sofort als vertrauensw\u00fcrdige Freunde einstufen. Ohne die Einmischung der geliebten Keeper w\u00e4re der Neuling von den Elefanten vermutlich \u201eh\u00f6flich verwiesen&#8220; worden (nach Elefanten-Standard). Es ist au\u00dferdem interessant zu beobachten, dass die vier gro\u00dfen M\u00e4dchen, namentlich <strong>Yatta, Nasalot, Mulika <\/strong>und<strong> Kinna<\/strong> offenbar entschieden haben, dass der sechsj\u00e4hrige <strong>Napasha<\/strong> ab und zu reichlich eingebildet ist, und sich gegen ihn verb\u00fcndeten. <strong>Napasha<\/strong> jedoch, sehr gro\u00df und stark f\u00fcr sein Alter , lie\u00df sich nicht verscheuchen und stand seinen Mann.<\/p>\n<p>Die Ithumba-Waisen haben sich \u00f6fter in einzelne Gr\u00fcppchen aufgeteilt. <strong>Wendi <\/strong>oder<strong> Sunyei<\/strong> f\u00fchrten f\u00fcr gew\u00f6hnlich die J\u00fcngeren zu Weidefl\u00e4chen, die von denen der \u00c4lteren ein wenig entfernt lagen. Die \u00c4lteren werden meist angef\u00fchrt von <strong>Yatta <\/strong>oder<strong> Nasalot,<\/strong> die nat\u00fcrlich immer von Klein <strong>Orok<\/strong> begleitet wird, der nach wie vor ihr Lieblingsbaby ist. Es scheint allerdings, dass auch <strong>Kinna<\/strong> inzwischen sehr an ihm h\u00e4ngt und versucht ein bisschen abzubekommen, von der Aufmerksamkeit mit der er <strong>Nasalot<\/strong> \u00fcbersch\u00fcttet. <strong>Ol Malo<\/strong> bleibt weiterhin der Liebling von Leitkuh <strong>Yatta<\/strong>, die sie niemals unbeobachtet lassen w\u00fcrde, und <strong>Selengai<\/strong> hat das Privileg, <strong>Mulikas<\/strong> auserw\u00e4hlter Liebling zu sein. Nachdem die Gruppe sich aufgeteilt hat und im Dickicht von Ithumba r\u00e4umlich vollst\u00e4ndig getrennt ist, finden sich die Waisen ohne Zutun der Keeper regelm\u00e4\u00dfig wieder. Das zeigt, dass sie miteinander in Kontakt stehen, sogar wenn sie getrennt sind.<\/p>\n<p><strong>Kora<\/strong> war nie wirklich eine Wasserratte und hat einen Trick ausgeheckt, mit dem er die Badezeit am Schlammloch verk\u00fcrzen kann. Er rennt aus dem Wasser in den Busch, als ob er von etwas oder jemandem erschreckt wurde. Die anderen folgen ihm sofort, um der Sache auf den Grund zu gehen! Sie werden seine Taktik jedoch bald durchschaut haben &#8211; genauso wie den falschen Alarm von <strong>Sunyei<\/strong> !<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/04\/032007ithumbawild.jpg\" alt=\"032007ithumbawild.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wieder einmal wurde die Unterst\u00fctzung, die sich die Elefanten gegenseitig in einer sehr menschlichen Art und Weise geben, deutlich, als <strong>Madiba<\/strong> im Schlamm stecken blieb und sein Freund <strong>Ndomot<\/strong> ihm sofort zu Hilfe eilte. Tage sp\u00e4ter steckte er erneut fest, und dieses Mal war es <strong>Wendi<\/strong>, die versuchte, ihm zu helfen, es aber allein nicht schaffte. <strong>Sunyei<\/strong> sprang ein, und dank ihres Verstandes und ihrer Beine gelang es <strong>Wendi<\/strong> schlie\u00dflich, <strong>Madiba<\/strong> aus dem Schlamm zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>Koras<\/strong> Kieferwunde hat sich erneut einige Male ge\u00f6ffnet und etwas Eiter abgesondert, sich aber in kurzer Zeit wieder zu schlie\u00dfen. <strong>Koras<\/strong> Befinden oder seine Essgewohnheiten scheinen davon allerdings nicht beeintr\u00e4chtigt zu sein. Dies ist wahrscheinlich ein Zustand, mit dem er schlicht und einfach zu leben lernen muss.<\/p>\n<p><strong>Die Voi-Waisen<\/strong><\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig war wieder das Mitgef\u00fchl und die F\u00fcrsorge f\u00fcr die schw\u00e4chelnde <strong>Mweiga<\/strong>, die w\u00e4hrend der letzten Regenzeit einen Arthritis-R\u00fcckfall erlitt, und deren Gebrechlichkeit erneut deutlich wurde. Alle Voi-Waisen sind inzwischen vollst\u00e4ndig von der Milch abgesetzt, nur <strong>Mweiga<\/strong>, die stetig an Gewicht verlor, wird noch zugef\u00fcttert &#8211; mit gekochter Gerste und Wasser in ihrer Mittagsmahlzeit und Zusatzmahlzeiten mit Haferbrei, Kleie und F\u00fctterw\u00fcrfeln am Morgen und am Abend. Es ist beeindruckend zu sehen, dass die anderen Elefanten die Situation v\u00f6llig zu verstehen scheinen. Sie stehen ihr beim Fressen dieser K\u00f6stlichkeiten ruhig zur Seite und haben bisher nicht einmal versucht, ihr etwas wegzunehmen.<br \/>\nIn diesem Monat hatten die Waisen fast ausschlie\u00dflich Kontakt zu wilden Bullen. Zwei wilde Bullen waren am Schlammbad. <strong>Laikipia<\/strong> hat sich nur z\u00f6gerlich zu ihnen gesellt, doch der offenherzige <strong>Salama<\/strong> ging einfach auf sie zu, um sich vorzustellen. Daraufhin wurden alle Waisen willkommen gehei\u00dfen und man blieb gemeinsam bis zum Mittag im Bad, und alle hatten viel Spa\u00df zusammen. Die wilden Bullen streckten von Zeit zu Zeit ihre R\u00fcssel aus, um die Youngsters zu beruhigen, und als sie sich zum Weiterziehen entschlossen, waren <strong>Salama <\/strong>und<strong> Laikipia<\/strong> sehr versucht, mit ihnen zu gehen. Sp\u00e4ter kehrten sie jedoch zu ihrer Gruppe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Eines Tages machte sich Keeper Joseph Sauni, der f\u00fcr die Voi-Gruppe verantwortlich ist, auf den Weg, um auszukundschaften, wo sich <strong>Emilys<\/strong> Gruppe aufhielt. Er fand sie auf der S\u00fcdseite des Mazinga-H\u00fcgels, der von \u00fcppig gr\u00fcner Vegetation bewachsen war und wo man jede Menge vom Regen gef\u00fcllter Wasserl\u00f6cher finden konnte. In einem lagen gerade zwei B\u00fcffel. <strong>Emilys<\/strong> Gruppe wurde von einem gro\u00dfen Bullen begleitet, der besonders an <strong>Aitong<\/strong> interessiert zu sein schien. Er blieb sehr nah bei <strong>Aitong <\/strong>und ihrer Lieblingswaise <strong>Sweet Sally<\/strong>, so dass Joseph sicher war, dass sie sich entweder gerade gepaart hatten oder kurz davor standen. Wer jedenfalls einen diskreten Sicherheitsabstand zum gro\u00dfen &#8222;Liebhaber&#8220; hielt, war <strong>Uaso<\/strong>. Da es inzwischen schon sp\u00e4t am Abend war, musste Sauni die Gruppe zur\u00fccklassen. Jedoch ist er sich sicher, dass der Bulle <strong>Aitong<\/strong> umwirbt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/04\/032007group.jpg\" alt=\"032007group.jpg\" \/><\/p>\n<p>Der 17. Februar war ein Meilenstein im Leben der Voi-Waisen. Daphne Sheldrick wies die Keeper an, das Tor zu den Stallungen der \u00e4lteren Waisen offen zu lassen, so dass sie kommen und gehen konnten, wann sie wollten. Somit war es auch nicht mehr n\u00f6tig, so viel Gr\u00fcnfutter f\u00fcr die Nacht per Lkw herbeizuschaffen. Seither verlassen die 13 \u00e4lteren Waisen ihre Nachtbehausungen als Gruppe, um nachts auf dem Mazinga-H\u00fcgel oder hinter den Stallungen zu fressen. Am Morgen kehren sie dann zur\u00fcck um zu trinken, und die J\u00fcngeren (<strong>Morani, Burra, Seraa, Mpala, Mweya, Thoma <\/strong>und<strong> Solango<\/strong>) abzuholen, die nachts weiterhin eingesperrt bleiben. Genauso wie <strong>Mweiga<\/strong>, die noch nicht stark genug ist, um mit den anderen nachts hinauszugehen. Es ist sehr interessant zu beobachten, dass die Voi-Gruppe als &#8222;Familie&#8220; bestehen bleibt. Die \u00e4lteren Elefanten sind immer noch sehr besorgt um die j\u00fcngeren und vergessen nie, sie am Morgen abzuholen. Einmal jedoch eskortierte <strong>Uaso<\/strong> die \u00c4lteren auf die Nachtweide und nahm sie in den fr\u00fchen Morgenstunden mit hinunter in den Hauptpark. <strong>Emily<\/strong> und ihre Gruppe tauchten am Morgen bei den Stallungen ab und f\u00fchrten die j\u00fcngeren zum Weiden, wo sie erneut mit <strong>Uaso<\/strong> und den 13 \u00e4lteren aus der Gruppe zusammentrafen. Dies endete in viel Freude, Trompeten, Urinieren und allgemeiner Fr\u00f6hlichkeit, die man bei jedem Wiedersehen beobachten kann. Wir finden dieses Ritual sehr ber\u00fchrend. <strong>Emily<\/strong> und ihre Gruppe kamen auch am n\u00e4chsten Tag, verbrachten ihn weitestgehend mit den Waisen und nahmen <strong>Ilingwezi<\/strong> mit, als sie weiterzogen. (<strong>Ilingwezi<\/strong> war f\u00fcr fast einen Monat bei der Gruppe geblieben und hatte sich wie ein Veteran wieder eingef\u00fcgt, nachdem sie vorher f\u00fcr einige Monate mit <strong>Emilys<\/strong> wilder Gruppe lebte.)<br \/>\nAm 18. hatten die Waisen Kontakt zu zwei gro\u00dfen wilden Elefantenk\u00fchen mit einem halbw\u00fcchsigen und einem Baby-Kalb. <strong>Lolokwe <\/strong>und<strong> Solango<\/strong> versuchten ihr Bestes, das kleine Kalb von seiner Mutter wegzulocken, doch die Mutter war davon nicht sehr angetan. <strong>Natumi<\/strong> lockte die Waisen dann zum Wasserloch, wo sieben L\u00f6wen lauerten und auf kleinere Beutetiere warteten. Gl\u00fccklicherweise machten sie sich auf und davon, als sich die Waisen mit ihren Keepern n\u00e4herten.<\/p>\n<p><strong>Salama<\/strong>, der mutig und offenherzig zugleich ist, vertrieb zwei aufs\u00e4ssige alte B\u00fcffelbullen aus dem Schlammbad der Waisen. Anschlie\u00dfend hatten die Waisen die Suhle ganz f\u00fcr sich allein. Noch einmal vergn\u00fcgten sie sich in Gesellschaft eines gro\u00dfen wilden Bullen an der Nordseite des Mazinga-H\u00fcgels und waren sehr stolz, dass der \u201egro\u00dfe Wilde&#8220; ihnen erlaubte, ihn mit den R\u00fcsseln zu ber\u00fchren. Sie verbrachten den ganzen Morgen mit ihm, bevor sie sich um 11 Uhr zum Schlammbad aufmachten. Als sie danach zur\u00fcckkehrten, war er bereits aufgebrochen. Am 24. trafen sie einen anderen wilden Bullen, der ebenfalls den Morgen mit ihnen verbrachte und sie anschlie\u00dfend zum Schlammbad begleitete. Dort legte er sich nieder, und die Babys konnten \u00fcberall an ihm hochklettern. Er verlie\u00df die Gruppe nach einem Staubbad und <strong>Salama<\/strong> und <strong>Laikipia<\/strong> waren erneut sehr versucht, mit ihm mitzugehen. Auch dieses Mal kehrten sie zur\u00fcck.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/februar-2007\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Nach dem unerwarteten Tod von Baby Galdessa flossen viele Tr\u00e4nen. Der Tod des kleinen Bullen war ein tragischer Verlust f\u00fcr alle, die so lang und hart um dieses wertvolle Elefantenleben gek\u00e4mpft hatten. 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