{"id":1447,"date":"2010-04-19T07:46:01","date_gmt":"2010-04-19T06:46:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1447"},"modified":"2010-04-19T11:22:22","modified_gmt":"2010-04-19T10:22:22","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Chaimu-feeding-closely-with-all-her-friends.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Chaimu-feeding-closely-with-all-her-friends_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Chaimu feeding closely with all her friends\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>H\u00f6hepunkt des Monats war zweifellos der 22. M\u00e4rz, der Tag, an dem auf der Artenschutzkonferenz einmal mehr zugunsten der Afrikanischen Elefanten abgestimmt wurde. Die Antr\u00e4ge von Tansania und Sambia, die ihre riesigen Elfenbeinbest\u00e4nde verkaufen wollten, wurden abgelehnt, ebenso wie das Gesuch, ihre Elefantenpopulationen von Anhang I (uneingeschr\u00e4nkter Schutz) auf Anhang II (erlaubte Jagd und Culling etc.) abzustufen. Just am gleichen Nachmittag wurde unser letzter Neuzugang gerettet. Sie wurde auf dem Gel\u00e4nde der Mitarbeiterunterk\u00fcnfte auf der Mgeno Ranch, direkt an der Grenze zu Tsavo, entdeckt. Man brachte sie nach Voi und von dort aus auf dem Luftweg nach Nairobi, wo sie um 15 Uhr ankam. Sie befand sich in ausgezeichnetem Zustand, und obwohl sie erst ca. anderthalb Monate alt war, schien sie furchtlos und vertrauensvoll. Diesem gl\u00fccklichen Anlass entsprechend nannten wir sie \u201e<strong>Sities<\/strong>\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Noch am selben Nachmittag wurde sie den anderen kleinen Nursery-Elefanten <strong>Tano<\/strong>, <strong>Mutara<\/strong> und <strong>Shukuru<\/strong> vorgestellt. <strong>Mutara<\/strong> war sofort von ihr angetan, w\u00e4hrend sich <strong>Shukuru<\/strong> sich vorerst an seinen Lieblingskeeper Mischak hielt. Tano schien ein bisschen verstimmt dar\u00fcber, einmal nicht im Mittelpunkt zu stehen! Trotzdem spielten sie sp\u00e4ter alle zusammen in einem Haufen roter Erde, der eigens f\u00fcr sie angekarrt worden war. W\u00e4hrend ihrer ersten Nacht im Stall war <strong>Sities<\/strong> unruhig und wollte sich gar nicht zum Schlafen hinlegen. Offenbar hatte sie Angst, dass ihr \u201eMutterersatz\u201c verschwinden w\u00fcrde, w\u00e4hrend sie schlief und sie beim Aufwachen wieder allein sein k\u00f6nnte. Am n\u00e4chsten Morgen lernte sie dann auch die \u00e4lteren Waisen kennen und alle jungen K\u00fche st\u00fcrzten sich sofort auf sie. Sie war ganz \u00fcberw\u00e4ltigt von all der Aufmerksamkeit! <strong>Suguta<\/strong> und <strong>Tumaren<\/strong> beaufsichtigten anschlie\u00dfend die Baby-Gruppe, in der auch <strong>Sities<\/strong> von nun an fester Bestandteil sein sollte. Schon w\u00e4hrend ihres ersten Schlammbades spielte sie ausgelassen, und ganz offenbar war sie nun wirklich angekommen, denn von diesem Tag an hatte sie gro\u00dfen Appetit und schlief die ganze Nacht hindurch tief und fest. So weit so gut!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Mutara-showing-her-loving-side-by-giving-Sities-a-very-warm-welcome.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Mutara-showing-her-loving-side-by-giving-Sities-a-very-warm-welcome_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mutara showing her loving side by giving Sities a very warm welcome\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 29. M\u00e4rz erreichte uns ein Waisenbaby aus einem Randbezirk von Meru-Stadt. Sie war in eine 10 Meter tiefe Abwassergrube gefallen und von den Rangern des Kenya Wildlife Service geborgen worden. Unterst\u00fctzung erhielten sie von Dr. Pogon, dem neuen Tierarzt der Mobilen Tier\u00e4rztlichen Einheit in Tsavo. Das K\u00e4lbchen war in \u00e4u\u00dferst kritischem Zustand, nachdem sie einige Zeit im Kl\u00e4rwasser gelegen hatte. W\u00e4hrend des Fluges wurde sie erst einmal infundiert, um ihren Kreislauf zu stabilisieren. Noch in derselben Nacht stand sie mehrfach kurz vor dem Zusammenbruch, doch schon am n\u00e4chsten Tag regten sich ihre Lebensgeister wieder und sie stand sogar kurz auf. Leider verstarb sie noch am 30. M\u00e4rz um 5 Uhr morgens an den Folgen ihrer Odyssee.<\/p>\n<p><strong>Chemi Chemi<\/strong>, unser Neuzugang vom Februar, ist immer noch sehr nerv\u00f6s und aggressiv gegen\u00fcber den j\u00fcngeren Waisen. Nachdem er von Mini-Leitkuh <strong>Olare<\/strong>, die ihn sehr gern hat, unter die Fittiche genommen wurde, entschied er am Monatsende, dass er nicht \u201ebemuttert\u201c werden m\u00f6chte. Eines Morgens, als die Warzenschweinrotte wieder einmal auf dem Stallgel\u00e4nde zu Besuch war, war er so ver\u00e4ngstigt, dass er sich nicht einmal aus seinem Stall heraus traute. Er schrie um Hilfe und <strong>Olare<\/strong> war sofort an Ort und Stelle, verjagte die Warzenschweine und f\u00fchrte <strong>Chemi Chemi<\/strong> nach drau\u00dfen. <strong>Nchan<\/strong> hat ebenfalls das Zeug zur Leitkuh, zudem ist sie noch \u00e4u\u00dferst humorvoll. Ihr Lieblingstrick des Monats war, aus dem Schlammbad aufzutauchen und dann vor den Besuchern die Ohren flatternd auf und ab zu rennen. Die begeisterten G\u00e4ste waren anschlie\u00dfend ordentlich mit Matsch gesprenkelt und glaubten gar, wir h\u00e4tten sie darauf trainiert! <strong>Nchan<\/strong> und <strong>Kudup<\/strong> haben sich in diesem Monat beim Bemuttern von <strong>Tano<\/strong> versucht, die ein bisschen Hilfe beim Aufstehen braucht. Das machten sie wie die Gro\u00dfen mit einem ihrer Vorderbeine. <strong>Sabachi<\/strong>, stets umtriebig und immer auf der Suche nach einem Opfer f\u00fcr seine Streiche, versuchte leichtsinnigerweise, <strong>Ndii<\/strong> um seine Milchration zu bringen. Daf\u00fcr wurde er auf der Stelle so heftig von <strong>Ndii<\/strong> zurechtgestutzt, dass sogar die Keeper eingreifen mussten, um ihn vor Schlimmerem zu bewahren, denn <strong>Ndii<\/strong> war sehr b\u00f6se!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Kudup-on-the-left-with-Mutara.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Kudup-on-the-left-with-Mutara_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kudup on the left with Mutara\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die enge Freundschaft von <strong>Kilaguni<\/strong> und <strong>Kibo<\/strong> ist durch nichts zu ersch\u00fcttern. Sie trainieren nach wie vor in friedlichen Ringk\u00e4mpfen miteinander ihre Muskeln und auch beim Grasen im Busch trifft man sie in der Regel immer zusammen an. <strong>Kilaguni<\/strong> ist ein sehr entspannter Elefant, immer sanftm\u00fctig und freundlich gegen\u00fcber allen, egal ob Mensch oder Elefant. Es macht ihm nicht einmal etwas aus, wenn er jede Nacht in einem anderen Stall schlafen muss. Wir haben immer geglaubt, Elefanten leiden an Platzangst, wenn sie in einem zu kleinen Stall untergebracht werden, aber <strong>Kilagunis<\/strong> Freund <strong>Kibo<\/strong> ist die Ausnahme zur Regel. Obwohl er kaum noch in sein \u201eBaby\u201c-Bett passt, wehrte er sich vehement, in einen gr\u00f6\u00dferen, f\u00fcr ihn komfortableren Stall umzuziehen. Nachdem er den Rest der Gruppe die ganze Nacht durch sein Geschreie wach gehalten hatte, bekam er sein kleines, aber f\u00fcr ihn offenbar gem\u00fctlicheres Nest zur\u00fcck und der Frieden war wieder hergestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Tumaren-loving-Zoomzoom.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Tumaren-loving-Zoomzoom_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Tumaren loving Zoomzoom\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als sich <strong>Olares<\/strong> Aufmerksamkeit von <strong>Chemi Chemi<\/strong> zum Neuzugang <strong>Sities<\/strong> verlagerte, regten sich zum ersten Mal bei <strong>Dida<\/strong> Muttergef\u00fchle. Bisher war <strong>Dida<\/strong> zufrieden damit, dass sich eine der \u00e4lteren K\u00fche um die Babys k\u00fcmmerte. Das scheint sich jetzt zu \u00e4ndern, doch trotzdem ist sie keineswegs auf Konfrontation mit den anderen K\u00fchen aus und gibt hier und da immer noch gern ein paar Aufgaben ab.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe:-\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>In Ithumba gab es im M\u00e4rz viele Niederschl\u00e4ge, so dass sich die nat\u00fcrlichen Senken wieder mit Wasser f\u00fcllten. Die Waisen hatten eine wunderbare Zeit beim ausgelassenen Hin- und Herrutschen auf dem vom Regen getr\u00e4nkten, glitschigen Waldboden und lie\u00dfen f\u00fcr eines der nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher am Wegesrand auch mal ihr regul\u00e4res Schlammbad ausfallen. Die Landschaft in Tsavo hat sich wieder in ein saftig gr\u00fcnes Paradies verwandelt und die Waisen wurden mit jeder Menge frischem Gr\u00fcnfutter verw\u00f6hnt. Die \u00fcppige Vegetation und allerorts frisches Wasser bedeutet auch f\u00fcr die wilden Elefanten eine Ruhepause. Sie finden \u00fcberall Futter und sind nicht mehr von der Stalltr\u00e4nke abh\u00e4ngig, um ihren Durst zu stillen. In der D\u00fcrrezeit war es nichts Ungew\u00f6hnliches, mitten am Tage gro\u00dfe Gruppen wilder Elefanten auf dem Gel\u00e4nde zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/orphans-ex-orphans-at-the-field.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/orphans-ex-orphans-at-the-field_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Kora<\/strong> und <strong>Lualeni<\/strong> sind nach wie vor mit <strong>Wendis<\/strong> Gruppe unterwegs. Am 6. M\u00e4rz fasste sich auch <strong>Naserian<\/strong> ein Herz und verbrachte ihre erste Nacht mit <strong>Wendis<\/strong> Gruppe im Busch &#8211; weit weg von ihrem beh\u00fcteten Stall! Somit blieb eine Gruppe mit drei Bullen und f\u00fcnf K\u00fchen zur\u00fcck, die immer noch ihre Milch brauchen, und von denen eine irgendwann einmal <strong>Naserians<\/strong> Pflichten als Leitkuh \u00fcbernehmen wird.<\/p>\n<p><strong>Mgeni<\/strong> hat sich nach einigen Monaten Abwesenheit wieder <strong>Yattas<\/strong> Gruppe angeschlossen. Offenbar hat er gleich noch einen wilden Freund mitgebracht, denn wir haben die Gruppe jetzt schon einige Male in Gesellschaft eines fremden wilden Bullen gesehen.<\/p>\n<p>Am 27. M\u00e4rz sorgten <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Kinna<\/strong> und <strong>Nasalot<\/strong> f\u00fcr Unruhe in der j\u00fcngsten Gruppe, denn sie versuchten <strong>Loijuks<\/strong> Liebling <strong>Meibai<\/strong> zu entf\u00fchren! Die beiden sind unzertrennlich und grasen meist sogar Seite an Seite. <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Kinna<\/strong> und <strong>Nasalot<\/strong> umkreisten ihn und schnitten ihm den Weg zu <strong>Loijuk<\/strong> ab. Die bemerkte sofort, was sich abzuspielen drohte und versuchte die drei Kidnapper von ihrem Vorhaben abzuhalten, wurde aber beiseite geschubst. Als sie begriff, dass die Gegner in der \u00dcberzahl waren, kollerte sie so laut, dass die Keeper ihre zu Hilfe kamen und \u201eihr Baby\u201c retteten und zu ihr zur\u00fcck brachten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/yatta.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/yatta_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Sian<\/strong> ist weiterhin ein bisschen schw\u00e4chlicher als der Rest der Gruppe und vermeidet jegliche Art von wilden Spielen beim Schlammbad oder au\u00dferhalb. Sie ist meistens die Erste im Schlamm, betrachtet das Treiben dann aber lieber vom Rand der Suhle aus. Trotz allem frisst sie gut und f\u00fchrt die Waisen auf ihren Streifz\u00fcgen oft an.<\/p>\n<p><strong>Kenze<\/strong> und <strong>Zurura<\/strong>, die \u00e4lteren Bullen der Junior-Gruppe, p\u00f6beln und k\u00e4mpfen immer noch gerne. <strong>Meibai<\/strong>, der j\u00fcngste aus der Gruppe, die noch Milch gef\u00fcttert bekommt, ist viel kleiner als <strong>Kenze<\/strong> und <strong>Zurura<\/strong> und h\u00e4lt sich daher wohlwissend an die jungen K\u00fche, die ihn bemuttern. Am 28. M\u00e4rz ging <strong>Kenze<\/strong> ein paar Stunden mit <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Lualeni<\/strong> und <strong>Kora<\/strong> mit, bevor er zu seiner Gruppe zur\u00fcck kehrte. Am n\u00e4chsten Tag versuchte <strong>Naserian<\/strong>, auch <strong>Zurura<\/strong> zum Mitkommen zu \u00fcberreden, doch der hielt nichts von dieser Idee. Offensichtlich ist er einfach noch nicht bereit f\u00fcr diesen gro\u00dfen Schritt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/meibai-feeding-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/meibai-feeding-5_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"meibai feeding (5)\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Makena<\/strong> f\u00fchrte die Herde an zahlreichen Gelegenheiten abends zur\u00fcck in die St\u00e4lle und scheint diese Aufgabe sichtlich zu genie\u00dfen, so dass die \u00c4lteren ihr zuliebe gerne einmal verzichten.<\/p>\n<p><a name=\"S2\"><\/a><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: M\u00e4rz 2010<\/strong><\/p>\n<p>So wie den Rest des Landes, erreichte der Regen endlich auch Voi. Die Niederschl\u00e4ge waren so heftig, dass der Boden v\u00f6llig \u00fcbers\u00e4ttigt war. Es gibt frische Pflanzen in H\u00fclle und F\u00fclle, und auch die Tiere sehen wieder deutlich ges\u00fcnder aus. Die Elefantenwaisen haben w\u00e4hrend der D\u00fcrre nat\u00fcrlich nicht so sehr gelitten wie die Wildtiere, so dass sie im Verh\u00e4ltnis jetzt noch runder und zufriedener aussehen.<\/p>\n<p>Der Lieblings-Fressplatz der Waisen sind die H\u00e4nge von Msinga Hill. Dort halten sie sich meistens auf, manchmal sogar den ganzen Tag. Nur f\u00fcr ihre Flasche Milch unterbrechen sie mittags die Schlemmerei am saftigen Gr\u00fcn. Die H\u00e4nge sind \u00fcberall mit Rankenpflanzen bewachsen, die die Waisen r\u00fcsselweise in ihre M\u00e4uler schaufeln &#8211; kein Wunder, dass sie so dicke B\u00e4uche haben.<\/p>\n<p><strong>Emilys<\/strong> und <strong>Edies<\/strong> Gruppen kamen von Zeit zu Zeit vorbei, immer in Begleitung von <strong>Burra<\/strong>, der im Februar zur Gruppe zur\u00fcck gekehrt war. <strong>Lissas<\/strong> Gruppe kam in diesem Monat auch zwei Mal zu Besuch. <strong>Mpenzi<\/strong>, <strong>Lissas<\/strong> K\u00e4lbchen, und <strong>Uaso<\/strong> wurden am 22. M\u00e4rz gesichtet, als sie wahrscheinlich gerade auf dem Weg zu <strong>Lissa<\/strong> waren, die mit ihrer Gruppe in der N\u00e4he von Msinga Hill graste.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/EmilyIdie-grp-at-stkd-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/EmilyIdie-grp-at-stkd-2_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Emily&amp;Idie grp at stkd (2)\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Siria<\/strong> und <strong>Mzima<\/strong> sind die besten Freunde, spielen schon fr\u00fch morgens zusammen und lieben es, beim Baden bis zur R\u00fcsselspitze ins Wasser einzutauchen. Einmal, w\u00e4hrend des Schlammbades am 20. M\u00e4rz, als <strong>Siria<\/strong> gl\u00fcckselig noch ein bisschen l\u00e4nger als die anderen planschte, kam ein wilder Bulle von hinten an ihn heran und begr\u00fc\u00dfte ihn mit einer sanften Ber\u00fchrung auf den R\u00fccken. <strong>Siria<\/strong>, der v\u00f6llig in sein Spiel versunken war, fuhr erschrocken zusammen, sprang wie ein ge\u00f6lter Blitz aus dem Wasser und rannte los, um nicht den Anschluss an seine Waisen-Gruppe zu verlieren!<\/p>\n<p><strong>Shimba<\/strong> zeigt erste Anzeichen, ein Einzelg\u00e4nger zu werden. Manchmal trifft er erst anderthalb Stunden nach dem Rest der Gruppe in den Stallungen ein. <strong>Wasessa<\/strong> ist nach wie vor ganz vernarrt in <strong>Tassia<\/strong>, was v\u00f6llig auf Gegenseitigkeit beruht. Er s\u00e4uft nicht einmal seine Milch aus, wenn sich nicht in Sichtweise bleibt, bis er fertig ist. Einmal sorgte <strong>Wasessa<\/strong> f\u00fcr schlechte Stimmung innerhalb der Gruppe, als sie n\u00e4mlich versuchte, <strong>Lesanju<\/strong> und die anderen davon abzuhalten versuchte, den Koprakuchen zu fressen, den sie f\u00fcr ihr \u201eBaby\u201c reserviert hatte. Ung\u00fcnstig nur, dass ausgerechnet Kopra <strong>Lesanjus<\/strong> Lieblingsnascherei ist!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Lempaute-digging-soil-with-her-little-tusks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Lempaute-digging-soil-with-her-little-tusks_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Lempaute<\/strong> ist verspielt wie eh und je. Sie hatte einen beachtlichen Wachstumsschub und ist mittlerweile sogar gr\u00f6\u00dfer als einige der \u00e4lteren Waisen in der Gruppe. Ihre Sto\u00dfz\u00e4hne wachsen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck und sie ist eifrig dabei, sie auszuprobieren &#8211; vor allem beim Schlammbad, wo sie stundenlang im Dreck buddelt. Sie ist immer noch sehr verbunden mit <strong>Lesanju<\/strong>, mit der sie schon seit der Nursery in Nairobi eng befreundet ist. <strong>Taveta<\/strong> w\u00e4chst und gedeiht in Voi und ist schon sehr selbst\u00e4ndig f\u00fcr sein Alter. Manchmal darf er die Gruppe abends sogar nach Hause f\u00fchren. Am 8. M\u00e4rz begegneten sie einer gro\u00dfen Herde Impalas, die auf der Stammroute der Waisen graste. <strong>Taveta<\/strong>, <strong>Lempaute<\/strong> und <strong>Kenia<\/strong> schmiedeten einen \u201eriskanten Plan\u201c, um die Herde zu vertreiben. Sie marschierten selbstbewusst, mit aufgerichteten Ohren, auf die Antilopenherde zu und waren sehr stolz als diese (wie geplant) die Flucht aufnahmen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Lesanju-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/04\/Lesanju-1_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Waisen trafen des \u00c3\u2013fteren auf wilde Herden und haben sich immer sehr \u00fcber die neuen Bekanntschaften gefreut. Oft rennen sie mit solch einem Enthusiasmus auf die Unbekannten zu, dass sich diese vor Schreck auf und davon machen. <strong>Shira<\/strong> war immer die Erste und die Letzte, wenn die Gruppe auf wilde Elefanten traf &#8211; ein sicheres Anzeichen! Am 25. M\u00e4rz, als die Waisen gerade auf dem Weg zum Schlammbad waren, kreuzte eine Gruppe wilder Elefantenk\u00fche mit ihren K\u00e4lbern ihren Weg. <strong>Shira<\/strong> rannte auf sie zu, wurde freudig aufgenommen und verschwand mit ihnen im Busch. Die umgehend eingeleitete Suche zu Fu\u00df und im Auto war erfolglos, und bis heute ist sie noch nicht wieder aufgetaucht. Wir hoffen sie in Sicherheit und inmitten einer liebevollen Gruppe neuer Freunde, die sie ja sofort aufgenommen haben wie ein Familienmitglied. Wir vertrauen einfach darauf, dass sie sie zur\u00fcckbringen an den Platz, an den sie geh\u00f6rt &#8211; in die Wildnis.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe H\u00f6hepunkt des Monats war zweifellos der 22. M\u00e4rz, der Tag, an dem auf der Artenschutzkonferenz einmal mehr zugunsten der Afrikanischen Elefanten abgestimmt wurde. Die Antr\u00e4ge von Tansania und Sambia, die ihre riesigen Elfenbeinbest\u00e4nde verkaufen wollten, wurden abgelehnt, ebenso wie das Gesuch, ihre Elefantenpopulationen von Anhang I (uneingeschr\u00e4nkter Schutz) auf Anhang II &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im M\u00e4rz\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1447"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1447\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1451,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1447\/revisions\/1451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}