{"id":1500,"date":"2010-05-17T07:40:32","date_gmt":"2010-05-17T06:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1500"},"modified":"2010-05-24T12:56:37","modified_gmt":"2010-05-24T11:56:37","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-april-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-april-2\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im April"},"content":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe:<\/p>\n<p>Der pl\u00f6tzliche und unerwartete Tod des gro\u00dfen Nursery-Lieblings <strong>Nchan<\/strong> am fr\u00fchen Morgen des 15. April traf uns alle furchtbar hart. Ein ganzes Jahr lang hatten wir <strong>Nchan<\/strong> inzwischen aufgep\u00e4ppelt, und sie war immer ein gl\u00fccklicher und verspielter kleiner Elefant gewesen, der obendrein kerngesund schien. Es gab keinerlei Anzeichen ein drohendes Ungl\u00fcck. Sowohl die Keeper als auch die anderen Nursery-Babys liebten sie inst\u00e4ndig, denn sie war ein sehr aufmerksamer und freundlicher kleiner Zeitgenosse, die das Talent f\u00fcr eine wundervolle Leitkuh besa\u00df. Sie genoss das Leben bis zum letzten Moment, als sie pl\u00f6tzlich krank wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/ripnchan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/ripnchan_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"RIP Nchan\" width=\"244\" height=\"170\" \/><\/a><br \/>\n<em>RIP Nchan<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am Nachmittag zuvor verweigerte sie pl\u00f6tzlich ihre Milch, aber wir vermuteten, dass sie einfach etwas Falsches gefressen hatte und ihr Magen verstimmt war. Ihre Bauchschmerzen wurden bald immer heftiger, so dass der Tierarzt eilig herbeigerufen wurde. Er verabreichte ihr das krampfl\u00f6sende Medikament Buscopan und eine Injektion mit einem Entz\u00fcndungshemmer. Zu jedermanns Erleichterung ging es ihr am Abend wieder besser und sie trank ihre Milch um 18 Uhr, um 21 Uhr und um Mitternacht. Wenig sp\u00e4ter w\u00e4lzte sie sich pl\u00f6tzlich schmerzverzerrt auf dem Boden und ihr Magen gaste auf wie ein Ballon. Die Keepers weckten sofort Daphne und Angela und gemeinsam versuchten sie, <strong>Nchans<\/strong> Schmerzen durch Massagen zu lindern. Nach einer weiteren Injektion mit Buscopan wurde ihr auf die F\u00fc\u00dfe geholfen, damit sie herumlaufen und sich so die Bl\u00e4hungen l\u00f6sen konnte. Aber sie war kaum in der Lage zu stehen und ihre Atmung wurde immer schw\u00e4cher. Sie starb nur wenig sp\u00e4ter, inmitten ihrer am Boden zerst\u00f6rten Menschenfamilie.<\/p>\n<p>Eine Obduktion am n\u00e4chsten Morgen ergab eine Bauchfellentz\u00fcndung, die von einem durchgebrochenen Geschw\u00fcr am Zw\u00f6lffingerdarm herr\u00fchrte. Auch mit diesem Wissen h\u00e4tten wir innerhalb dieser kurzen Zeit nichts mehr f\u00fcr sie tun k\u00f6nnen. Wir begannen jedoch dar\u00fcber zu nachzugr\u00fcbeln, warum in aller Welt <strong>Nchan<\/strong> ein Darmgeschw\u00fcr bekommen konnte. Seit sie bei uns war verlief ihr Leben ruhig und sie war mit Sicherheit nicht gestresst. Der Tierarzt erkl\u00e4rte, dass dies durchaus das Resultat eines fr\u00fcheren Traumas sein konnte und <strong>Nchans<\/strong> Rettung im vergangenen April war definitiv sehr traumatisch. Sie war in einen Brunnen im Milgis Flussbett gefallen und wurde schlie\u00dflich von ihrer Elefantenfamilie zur\u00fcckgelassen, die zuvor alles versucht hatten, sie zu befreien. Scouts des Milgis Trusts gelang es in letzter Minute sie aus dem Loch zu befreien, bevor eine Sturzflut das Flussbett wieder mit Wasser f\u00fcllte. W\u00e4hrend der Nacht wurde sie allein gelassen, weil man hoffte, dass ihre Schreie ihre Elefantenfamilie wieder zur\u00fccklocken k\u00f6nnte. Die Scouts hielten jedoch Nachtwache, um die hungrigen Hy\u00e4nen fern zu halten. In dieser dunklen Nacht, so ganz allein, muss sie Todes\u00e4ngste durchlebt haben. Ihre Familie hatte sie aufgegeben und war l\u00e4ngst in weiter Ferne, wo Regen wieder Futter gebracht hatte. <strong>Nchan<\/strong> musste von ihren menschlichen Rettern erneut \u00fcberw\u00e4ltigt und am n\u00e4chsten Morgen schlie\u00dflich in die Nursery geflogen werden.<\/p>\n<p>Von dieser Trag\u00f6die abgesehen, war der Monat bestimmt von intensiven t\u00e4glichen Rangk\u00e4mpfen zwischen den \u00e4lteren Nursery-K\u00fchen <strong>Olare<\/strong>, <strong>Suguta<\/strong>, <strong>Ndii<\/strong> und <strong>Dida<\/strong>. Sie alle bem\u00fchten sich enorm um den j\u00fcngsten Neuzugang in der Gruppe, die kleine <strong>Sities<\/strong>. Sie wurde so genannt, weil sie just an dem Tag in der Nursery ankam, an dem die Delegationen der CITES Artenschutzkonferenz in Doha, Katar, im M\u00e4rz zugunsten der Afrikanischen Elefanten abstimmten\u00e2\u20ac\u00a6 Jeden Morgen sausen die K\u00fche zu <strong>Sities<\/strong> Nachtstall, um sofort zur Stelle zu sein, wenn sie aufwachte und ihr Lager verlie\u00df. Dann bekam sie sofort eine Reihe Ohren zum Nuckeln angeboten. <strong>Olare<\/strong>, die \u00e4lteste und st\u00e4rkste Jungkuh gewinnt diese Runde meistens, doch <strong>Suguta<\/strong>, die Hauptleitkuh der Baby-Gruppe (mit <strong>Tano<\/strong>, <strong>Mutura<\/strong>, <strong>Shukuru<\/strong>, <strong>Chemi<\/strong> <strong>Chemi<\/strong>, <strong>Turkwel<\/strong>, <strong>Kalama<\/strong> und <strong>Kimana<\/strong>) gibt nicht so leicht auf. Ihr Vorteil: die Baby-Gruppe bleibt tags\u00fcber in der N\u00e4he der Stallungen, w\u00e4hrend die \u00e4lteren Waisen zum Fressen in den Busch gebracht werden. <strong>Sities<\/strong> selbst hat sich <strong>Suguta<\/strong> als Lieblingsersatzmutter ausgew\u00e4hlt, und wenn sie nicht gerade von einer der anderen K\u00fche \u201eentf\u00fchrt\u201c wird, genie\u00dft sie es, sich unter <strong>Sities<\/strong> Kinn zu kuscheln und an ihren Ohren zu saugen. Am 21. April \u201cerwischte\u201c <strong>Suguta<\/strong> <strong>Sities<\/strong> bei <strong>Olare<\/strong> und war schwer eifers\u00fcchtig. Sie t\u00e4uschte vor, weg zu laufen, drehte sich pl\u00f6tzlich herum und st\u00fcrzte sich auf <strong>Olare<\/strong>, die v\u00f6llig \u00fcberrascht zu Boden ging. Wohlwissend, dass sie einen Fehler begangen hatte, rannte sie hinter die St\u00e4lle, um sich zu verstecken. Der arme <strong>Sabachi<\/strong>, zuf\u00e4llig Zeuge des Geschehens, bekam <strong>Olares<\/strong> Groll in vollem Ausma\u00df zu sp\u00fcren und wurde verhauen, obwohl ihn gar keine Schuld traf. Sein Aufschrei alarmierte die Keeper, die sofort herbei eilten. Als die \u00e4lteren Elefanten wieder zum Fressen im Busch verschwunden waren, tauchte auch <strong>Suguta<\/strong> wieder auf und nahm <strong>Sities<\/strong> und die anderen Babys zur\u00fcck in ihre Obhut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Chemi-Chemi-hugs-Kudup.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Chemi-Chemi-hugs-Kudup_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Chemi Chemi hugs Kudup\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><br \/>\n<em>Chemi Chemi ber\u00fcsselt Kudup<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>Klein <strong>Sities<\/strong> bekam in diesem Monat ihre ersten Backenz\u00e4hne und war daher ein wenig blass. Das ist nichts Ungew\u00f6hnliches, wenn die Babys zahnen, aber trotzdem sind wir immer ein wenig besorgt. Am Monatsende waren die ersten Z\u00e4hne durchgebrochen und es ging ihr wieder besser, wenngleich sie auch ein bisschen Babyspeck verloren hatte. Doch auch das ist nicht ungew\u00f6hnlich, schlie\u00dflich m\u00fcssen sich unsere Neuzug\u00e4nge immer erst an die neue Umgebung, eine andere Ern\u00e4hrung und vieles mehr einstellen.<\/p>\n<p>Die enge Freundschaft von <strong>Kilaguni<\/strong> und <strong>Kibo<\/strong> ist nach wie vor durch nichts zu ersch\u00fcttern. Die beiden sind unzertrennlich und jeden Morgen gehen sie gemeinsam ihrer Lieblingsbesch\u00e4ftigung nach &#8211; dem R\u00fcsseldr\u00fccken, eine Art Armdr\u00fccken f\u00fcr Elefanten, um ihre Kr\u00e4fte zu messen. <strong>Kilaguni<\/strong> dominiert in der Regel, aber weil er ein sehr sanftm\u00fctiger kleiner Elefant ist, nimmt er seinen Sieg gelassen und tr\u00f6stet seinen Gegner sogar. <strong>Kibo<\/strong> gelang es jedoch an diesem einen Regentag, <strong>Kilaguni<\/strong> zu besiegen, als dieser das Gleichgewicht verlor und im Schlamm ausrutschte. <strong>Sabachi<\/strong> zehrt danach, an den <strong>Jungsspielen<\/strong> teilzunehmen, aber f\u00fcr <strong>Kibo<\/strong> und <strong>Kilaguni<\/strong> ist und bleibt er (noch) unsichtbar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Kibo-with-Turkwel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Kibo-with-Turkwel_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kibo with Turkwel\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><br \/>\n<em>Kibo und Turkwel<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Chemi Chemi<\/strong> erwies sich in diesem Monat als \u00e4u\u00dferst anstrengend f\u00fcr seine gleichaltrigen Artgenossen. Er nutzte schlichtweg jede Gelegenheit, sie zu terrorisieren, so dass ihm die Keeper den Spitznamen \u201eAl Quaida\u201c verpassten. Diese Form der Verhaltensst\u00f6rung ist oftmals eine Sp\u00e4tfolge nach dem Verlust der Elefantenfamilie und gibt sich meist mit der Zeit. <strong>Turkwel<\/strong> zum Beispiel hatte sich nach ihrer Ankunft \u00e4hnlich, wenn auch nicht ganz so aufdringlich, verhalten und ist mittlerweile ein wundervolles Kinderm\u00e4dchen in <strong>Sugutas<\/strong> Gruppe. Sie darf sogar auf <strong>Sities<\/strong> aufpassen, wenn <strong>Suguta<\/strong> mit ihren Freunden auf Warzenschweinverfolgungsjagd ist, die sich oft in der N\u00e4he der Stallungen aufhalten, weil sie sich dort sicher f\u00fchlen. Apropos, einem der L\u00f6wen ist es gelungen, eine \u00e4ltere Bache zu erfassen, die wir \u201ePembe\u201c nennen, weil sie einen abgebrochenen Sto\u00dfzahn hat. Den Keepern gelang es zum Gl\u00fcck, sie zu befreien. Nach diesem Schreck legte sie sich mit all ihren Bi\u00df- und Kratzwunden einfach in den Schlamm. Sie war so ersch\u00f6pft, dass sie sich nicht einmal mehr von den Waisen aufjagen lie\u00df und es Angela sogar gestattete, ihr eine Penicillin-Spritze zu geben. Auf die Warzenschweine kann man sich immer verlassen, wenn die Waisen ein bisschen Ablenkung brauchen, die es einfach lieben, sie zu erschrecken und umher zu jagen. Die Warzenschweinm\u00fctter entgegnen den Elefanten immer rigoros mit einer Kampfansage, so dass die Waisen dann ebenso davon rennen und f\u00fcr mehrere Stunden v\u00f6llig aufgel\u00f6st sind!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Tumaren-with-Sities.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Tumaren-with-Sities_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Tumaren with Sities\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><br \/>\n<em>Tumaren with Sities<\/em><\/p>\n<p><strong>Chemi Chemis<\/strong> Aggression richtete sich aber seit seiner Ankunft immer nur gegen seine Artgenossen, niemals gegen die Keeper, denen er sehr freundlich gesonnen ist. Vielleicht gab es in seiner einstigen wilden Herde einen kleinen Bullen in seinem Alter, mit dem er sich nicht verstand oder er ist schlichtweg traurig \u00fcber den Verlust seiner Familie und wei\u00df keinen anderen Weg, seiner Traurigkeit Ausdruck zu verleihen. Wir werden es nie erfahren, aber was wir mit Bestimmtheit sagen k\u00f6nnen ist, dass dieses Verhalten nur \u00fcbergangsweise sein wird. <strong>Turkwel<\/strong> hegt \u00fcbrigens immer noch gro\u00dfe Antipathie gegen\u00fcber <strong>Kalama<\/strong> und wir verstehen nicht, warum. Auch <strong>Kimana<\/strong> und <strong>Chaima<\/strong> haben offenbar immer noch eine Rechnung offen. Ihre Ringk\u00e4mpfe enden oftmals in einer ernsthaften Pr\u00fcgelei, die entweder von den \u00e4lteren Elefanten oder den Keepern geschlichtet werden muss. <strong>Olare<\/strong> hat sich inzwischen als Hauptleitkuh herauskristallisiert und wird tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt von <strong>Ndii<\/strong>, w\u00e4hrend <strong>Dida<\/strong>, die eigentlich die \u00c4ltere ist, ganz froh dar\u00fcber zu sein scheint, im Hintergrund bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Sabachi-left-Olare.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Sabachi-left-Olare_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Sabachi (left) &amp; Olare\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><br \/>\n<em>Sabachi-\u00a0 &amp; Olare<\/em><\/p>\n<p>Am 21. April ereignete sich etwas besonders Interessantes: <strong>Suguta<\/strong> demonstrierte, wie man einen Eindringling abwehrt, ein Schauspiel, das von <strong>Tano<\/strong>, <strong>Shukuru<\/strong>, <strong>Mutara<\/strong>, <strong>Turkwel<\/strong> und <strong>Chemi<\/strong> <strong>Chemi<\/strong> aufmerksam verfolgt wurde. Mit aufgestellten Ohren drohte sie dem unsichtbaren Feind und stampfte immer wieder kleine B\u00fcsche nieder. Sie rannte sogar aufgescheuchten V\u00f6geln hinterher und trompetete die ganze Zeit. <strong>Mutara<\/strong>, <strong>Shukuru<\/strong>, <strong>Tano<\/strong> und <strong>Turkwel<\/strong> folgten ihr auf den Fersen und auch <strong>Chaimu<\/strong>, der ein wenig abw\u00e4rts gefressen hatte, kam neugierig hinzu. Sie rollte ihren R\u00fcssel unters Kinn und hielt ihren Kopf weit nach oben gestreckt und drohte allen B\u00fcschen in der Umgebung in forschem Laufschritt! Die Kleinsten waren sichtlich beeindruckt von dieser Demonstration!<\/p>\n<p><strong>Shukuru<\/strong> ist v\u00f6llig vernarrt in einen der Keeper &#8211; den Liebling aller Elefantenwaisen, der bereits seit 1987 bei uns arbeitet &#8211; Mischak Nzimbi. Er ist derjenige, der auch <strong>Emilys<\/strong> v\u00f6llig geschw\u00e4chtem Kalb zur\u00fcck zu den Voi-Stallungen half. Sobald Mischak in der N\u00e4he ist, klebt <strong>Shukuru<\/strong> an ihm und verh\u00e4lt sich extrem besitzergreifend. Sie will ihn eben ganz f\u00fcr sich allein und macht sich schon am fr\u00fchen Morgen eines jeden Tages immer auf die Suche nach ihm.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige leichte Schauer haben den Monat April f\u00fcr die Waisen sehr angenehm gemacht. Sie konnten in den Suhlen spielen, \u00fcberall floss Wasser in den kleinen B\u00e4chen und es gab Schlamm, wohin man nur sah. H\u00e4tte es nicht den tragischen Tod von <strong>Nchan<\/strong> gegeben, es w\u00e4re ein durchweg gl\u00fccklicher Monat f\u00fcr die Waisen geworden. Viele von ihnen sind bereit f\u00fcr den Umzug nach Tsavo &#8211; ihnen wachsen kleine Sto\u00dfz\u00e4hne und sie haben ihr zweites Lebensjahr beendet. In K\u00fcrze wird es wieder Umz\u00fcge geben, aber die Entscheidung dar\u00fcber, wer wann mit wem wohin gebracht wird, ist noch nicht getroffen. <strong>Suguta<\/strong>, zum Beispiel, w\u00e4re an der Reihe, aber ihr Weggang w\u00fcrde <strong>Sities<\/strong> sehr traurig machen und vielleicht sogar ihre Gesundheit gef\u00e4hrden. <strong>Kilaguni<\/strong> und <strong>Kibo<\/strong> kommen wahrscheinlich nach Ithumba, wo sie wieder mit <strong>Meibai<\/strong> zusammentreffen werden. <strong>Dida<\/strong> und <strong>Ndii<\/strong> werden mit Sicherheit nach Voi umziehen, wo viele ihrer geliebten Nursery-Freunde schon auf sie warten d\u00fcrften.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: <\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber den Monat verteilt fielen sporadisch heftige Niederschl\u00e4ge, die den Ithumba-Elefanten jede Menge Unterhaltung bescherten. Acht von ihnen sind nach wie vor in der Obhut der Keeper, werden tags\u00fcber in den Busch eskortiert und schlafen nachts in den St\u00e4llen. Bei diesen acht Elefanten handelt es sich um <strong>Loijuk<\/strong> (inzwischen Leitkuh der Gruppe), <strong>Makena<\/strong>, <strong>Chyulu<\/strong>, <strong>Zurura<\/strong>, <strong>Loijuk<\/strong>, <strong>Kenze<\/strong>, <strong>Sian<\/strong>, <strong>Lenana<\/strong> und Klein <strong>Meibai<\/strong>. <strong>Kenze<\/strong> und <strong>Lenana<\/strong> wurden am Monatsende nach dem Schlammbad des \u00c3\u2013fteren von <strong>Yatta<\/strong> abgeholt, um ein bisschen Wildnis zu schnuppern. Abends wurden sie dann immer wohlbeh\u00fctet von <strong>Yatta<\/strong> am Stall abgeliefert. <strong>Lualeni<\/strong> hatte in der Zwischenzeit offenbar von <strong>Yatta<\/strong> den Auftrag, die J\u00fcngsten zu begleiten, denn <strong>Wendi<\/strong> fiel in diesem Monat nur durch Abwesenheit auf. Sie tauchte nur einmal auf, um <strong>Lualeni<\/strong> abends von den Stallungen abzuholen und mit ihr zu <strong>Yattas<\/strong> Gruppe zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/yatta-group-orphans-returning-to-the-stockade.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/yatta-group-orphans-returning-to-the-stockade_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"yatta group &amp; orphans returning to the stockade\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><br \/>\n<em>Yatta-\u00b4s Gruppe<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Yatta<\/strong> ist und bleibt die Hauptleitkuh derjenigen 23 ehemaligen Waisen, die inzwischen wieder v\u00f6llig ausgewildert sind und ihre Keeper nicht mehr zum Leben brauchen. Sie f\u00fchren das Dasein eines ganz normalen wilden Elefanten und verbr\u00fcdern sich \u00fcberall mit ihren wilden Artgenossen. Hilfsleitk\u00fche innerhalb der Herde sind vor allem <strong>Wendi<\/strong> und <strong>Naserian<\/strong>, vormals Leitk\u00fche in den jeweiligen Junior-Gruppen. Sie setzen sich immer einmal von der Herde ab (vermutlich mit <strong>Yattas<\/strong> Erlaubnis), um eigene Routen zu erkunden. Sie nehmen jeden mit, der sich ihnen anschlie\u00dfen will, und halten dennoch regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt zu den J\u00fcngsten. Bisher hat haupts\u00e4chlich <strong>Wendi<\/strong> diese Aufgabe erf\u00fcllt, aber in diesem Monat wurde sie nur einmal gesehen. Offenbar hatte ihr <strong>Yatta<\/strong> ein bisschen Freizeit gew\u00e4hrt und \u00fcbernahm stattdessen selbst diese Aufgabe, denn sie war im letzten Monat bis auf die Tage, an denen heftige St\u00fcrme w\u00fcteten, fast t\u00e4glich mit den Kleinsten zusammen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/wild-bull-with-yatta-group-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/wild-bull-with-yatta-group-6_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><br \/>\n<em>Wilder Bulle in der Yatta-Gruppe<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong>Meibai<\/strong>, j\u00fcngster und kleinster Ithumba-Waise, badet in besonders viel Aufmerksamkeit und \u00fcberschw\u00e4nglicher Liebe aller Waisen. <strong>Loijuk<\/strong> verg\u00f6ttert ihn und weicht nicht von seiner Seite, aber so geht es auch allen anderen, wenn sie ihn treffen. Es scheint, als ob sie alle genau um das Gl\u00fcck wissen, dass er immer noch unter ihnen ist, denn seine beiden gleichaltrigen Freunde <strong>Enasoit<\/strong> und <strong>Naimina<\/strong>, D\u00fcrreopfer, die gemeinsam mit ihm aus der Nursery nach Ithumba umgezogen waren und pl\u00f6tzlich an einer Wurmerkrankung der Rinder starben. Sie verendeten beide innerhalb weniger Stunden und offensichtlich ist es der mysteri\u00f6sen Elefantenkommunikation geschuldet, dass alle ehemaligen Waisen damals an den St\u00e4llen auftauchten, als <strong>Enasoit<\/strong> im Sterben lag &#8211; als ob sie von der Trag\u00f6die um ihn geh\u00f6rt hatten. Danach verbrachten sie viel Zeit mit den Kleinsten, die in dieser Zeit bitterlich trauerten.<\/p>\n<p>In diesem Monat gab es viele Treffen zwischen Noch-Waisen und Ex-Waisen. So kam <strong>Naserian<\/strong> am 5. April mit <strong>Napasha<\/strong>, <strong>Lualeni<\/strong> und <strong>Kora<\/strong> zum Schlammbad. <strong>Napasha<\/strong> blieb auch danach noch den ganzen Nachmittag bei den Junioren und brachte sie auch abends zur\u00fcck zu den St\u00e4llen. Schon am n\u00e4chsten Tag, nach einer ganzen Woche Abwesenheit, stattete <strong>Yatta<\/strong> den Waisen einen kurzen Besuch ab, dieses Mal in Begleitung von <strong>Mulika<\/strong>, <strong>Kinna<\/strong>, <strong>Selengai<\/strong>, <strong>Taita<\/strong>, <strong>Rapsu<\/strong>, <strong>Orok<\/strong>, <strong>Tomboi<\/strong>, <strong>Challa<\/strong> und <strong>Buchuma<\/strong>. Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung der Keeper begannen sie das Bad im Schlamm &#8211; leider hatten sie die Kleinsten um ein paar Minuten verpasst. Aber noch am selben Nachmittag trafen sich alle und es folgte eine ausgiebige Begr\u00fc\u00dfungsorgie mit jeder Menge Trompeten, Kollern, Urinieren und R\u00fcsselumarmungen. <strong>Meibai<\/strong> stand wie immer im Zentrum der Aufmerksamkeit und als die erste Aufregung verklungen war, widmeten sich alle ihrem Nesth\u00e4kchen. <strong>Loijuk<\/strong> war v\u00f6llig entnervt und hatte wahrscheinlich gro\u00dfe Angst, dass er ihr weggenommen w\u00fcrde! Nachdem die Gro\u00dfen die Kleinen zur\u00fcck zum Stall gebracht hatten (<strong>Meibai<\/strong> unter hohem Sicherheitsaufwand in der Mitte), machten sie allerdings keinerlei Anstalten, ihn wieder mitzunehmen und \u00fcbergaben ihn f\u00fcr die Nacht zur\u00fcck an <strong>Loijuk<\/strong>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/orphans-playing-with-mud-after-it-has-rained-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/orphans-playing-with-mud-after-it-has-rained-2_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"orphans playing with mud after it has rained (2)\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am folgenden Tag um drei Uhr nachmittags, traf <strong>Yattas<\/strong> Gruppe im Busch auf die J\u00fcngeren und als sie weiter zog, lie\u00df sie <strong>Napasha<\/strong> und <strong>Lualeni<\/strong> zur\u00fcck, um den Nachwuchs zu den St\u00e4llen zur\u00fcckzubringen. Beim ersten Sonnenstrahl am n\u00e4chsten Morgen wartete <strong>Lualeni<\/strong> bereits an den Stallt\u00fcren auf die Waisen. Offenbar hatte sie die ganze Nacht in der N\u00e4he verbracht. Sie verlebte den ganzen Tag bei ihnen und zog erst weiter, als die Kleinen wieder sicher im Stall angekommen waren. \u00dcberraschenderweise wurde <strong>Lualeni<\/strong> von <strong>Wendi<\/strong> abgeholt, die sie zur\u00fcck zu <strong>Yatta<\/strong> brachte. Am n\u00e4chsten Morgen stand sie ebenfalls parat und erwartete die Waisen. Wieder blieb sie den ganzen Tag bei ihnen und ging sogar abends mit ihnen in den Stall, ganz wie in alten Zeiten &#8211; ein sehr seltenes Privileg f\u00fcr die J\u00fcngsten! Bis zum 11. blieb <strong>Lualeni<\/strong> so ein Teil von <strong>Loijuks<\/strong> Gruppe. Dann kam auch <strong>Yatta<\/strong> wieder mit ihren Anh\u00e4ngern vorbei inklusive ihrem wilden Rekruten, dem Jungbullen \u201eMgeni\u201c und zwei weiteren wilden Freunden. Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung zogen die \u00c4lteren weiter westlich, w\u00e4hrend sich die J\u00fcngeren, angef\u00fchrt von <strong>Lualeni<\/strong>, gen Osten bewegten. Abends tauchte <strong>Yatta<\/strong> wieder auf und holte <strong>Lualeni<\/strong> ab!<\/p>\n<p>Schon am n\u00e4chsten Tag war <strong>Yatta<\/strong> mit ihren wilden Freunden zur\u00fcck und alle fra\u00dfen sie zusammen im Busch. Nach 2 Stunden Schlemmerei blieb <strong>Lualeni<\/strong> wieder zum Aufpassen bei den J\u00fcngeren, w\u00e4hrend der Rest ihrer Gruppe weiter zog. Gleiches wiederholte sich am n\u00e4chsten Tag, aber die \u00c4lteren blieben dann noch bis zum Schlammbad. Tags darauf tauchte <strong>Yattas<\/strong> Gruppe erst auf dem Stallgel\u00e4nde auf, als die Kleinen schon im Busch unterwegs waren.<\/p>\n<p>An diesem Tag hatte ein kr\u00e4ftiger Regensturm den Elefanten viel Spa\u00df gebracht: es dauerte nicht lange und sie waren \u00fcber und \u00fcber mit rotem Schlamm bedeckt. Den Erz\u00e4hlungen der Keeper zufolge erinnerten sie inmitten des gr\u00fcnen Blattwerkes an rote Termitenh\u00fcgel. Die Ex-Waisen hatten sich offenbar auch dazu entschlossen, die Extraportion Regen auszunutzen, und so wurden sie bis zum 16. nicht mehr gesehen. An jenem Tag tauchten <strong>Mulika<\/strong>, <strong>Selengai<\/strong>, <strong>Taita<\/strong> und <strong>Kinna<\/strong> beim Schlammbad auf und suhlten und spielten zusammen mit den J\u00fcngsten. Als die Waisen weiter zogen, waren ihre inzwischen wilden Artgenossen noch vertieft ins Planschen in der Suhle, die mittlerweile einem kleinen See glich.<\/p>\n<p>Am 17. April entschied <strong>Yatta<\/strong>, dass <strong>Lenana<\/strong> und <strong>Kenze<\/strong> jetzt in einige der Geheimnisse des Lebens in der Wildnis eingeweiht werden sollten. Nach dem Fressen zog sie mit den beiden los, brachte sie mittags zum Schlammbad und nahm sie anschlie\u00dfend wieder mit, um sie abends wohlbeh\u00fctet am Stall abzuliefern.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter, am 25. April gesellte sich <strong>Lualeni<\/strong> wieder zu den J\u00fcngsten. Sie kam in Begleitung von <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Kora<\/strong> und einem sehr nerv\u00f6sen wilden Bullen, der sich hinter Kora versteckte. Man sah nur seine aufgestellten Ohren &#8211; ein Zeichen, dass er sich in Gegenwart der Keeper ziemlich unwohl zu f\u00fchlen schien! Trotzdem nahm er seinen ganzen Mut zusammen und ging abends sogar mit dem Rest der Herde zur\u00fcck ans Stallgel\u00e4nde. Als <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Lualeni<\/strong> und <strong>Kora<\/strong> sich dann endlich verabschiedeten, muss er sehr erleichtert gewesen sein.<\/p>\n<p><strong>Yattas<\/strong> Gruppe, einschlie\u00dflich <strong>Naserian<\/strong> und zwei wilden Elefantenfreunden, wurden am 28. gesehen, als sie um 7:30 Uhr am Morgen am Stallgel\u00e4nde vorbeizog. Am 29. sah man <strong>Yatta<\/strong> am Gel\u00e4nde vorbei rennen, dicht gefolgt von einem br\u00fcnstigen Bullenfreund. Sie beide verschwanden im Dickicht &#8211; was nun geschah sollte offensichtlich ein Geheimnis bleiben! <strong>Yatta<\/strong> f\u00fchlte sich aber nicht besonders wohl mit diesem einen bestimmten Bullen. Selbst, wenn er sie gegen ihren Willen bestiegen hatte, hat der dadurch bedingte Stress eine Empf\u00e4ngnis mit Sicherheit verhindert. Der Monat April war in jedem Fall sehr abwechslungsreich f\u00fcr die Ithumba-Waisen. Es gab viel Kontakt zwischen den beiden Gruppen und bereitete den Weg f\u00fcr den \u00dcbergang weiterer Waisen in die Wildnis.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit leben zehn junge Elefanten in Voi und durchlaufen den Prozess der Auswilderung. Erst k\u00fcrzlich hatte <strong>Shira<\/strong> diesen Schritt unternommen und sich einer wilden Herde angeschlossen. Obwohl die Keeper alle Augen und Ohren auf ihren motorisierten Patrouillen nach ihr offen gehalten haben, wurde sie bisher nicht gesichtet. Wir hoffen, dass wir sie mit Einbruch der Trockenperiode wieder sehen, denn dann wird <strong>Shira<\/strong> auf eine Portion Zusatzfutter bestimmt in die Stallungen kommen. Sie hatte von jeher auf Ersatzmilch verzichtet und hatte schon mehrfach versucht, mit <strong>Icholta<\/strong> aus Emilys Gruppe mitzugehen.<\/p>\n<p><strong>Emily<\/strong> und ihr Gefolge wurde im April nur einmal, n\u00e4mlich am 13., gesehen. Baby <strong>Eve<\/strong>, <strong>Emilys<\/strong> in der Wildnis geborenes K\u00e4lbchen, hielt die Keeper ordentlich in Schach, immer unter dem wachsamen Blick der aufmerksamen Mutter. Einige der jungen Bullen aus <strong>Emilys<\/strong> Gruppe waren allein unterwegs, aber das ist in diesem Alter ganz normal. <strong>Solango<\/strong> besuchte am 19. April diejenigen Waisen, die noch von den Keepern betreut werden. Allerdings machte er sich ziemlich unbeliebt, weil er alles und jeden besteigen wollte, was schlie\u00dflich sogar die Keeper zum Einschreiten veranlasste. <strong>Kenia<\/strong> brachte ihren Missmut lauthals und sehr lange zum Ausdruck&#8230; Sie wurden ihn erst los, als die Keeper ihn abends nicht mit in die St\u00e4lle lie\u00dfen &#8211; ein langer Tag!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Emily-lft-Seraa-Sally.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Emily-lft-Seraa-Sally_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><br \/>\n<em>Emily, Seraa &amp; Sweet Sally<\/em><\/p>\n<p>Am 1. April trafen die Voi-Waisen w\u00e4hrend ihres Schlammbades zwei wilde Bullen, mit denen sie aber nur einen kurzen Gru\u00df austauschten. Eine wilde Kuh, die am 10. April auf halber Strecke am Hang von Mazinga Hill graste, verlie\u00df ihre Gruppe, um den Waisen zu folgen, aber die waren so sehr mit dem Gedanken an ihre Milchflasche besch\u00e4ftigt, dass sie sie gar nicht beachteten. Zwei riesige Bullen, die am 12. und 23. April im gleichen Schlamm suhlten, wurden ebenfalls ignoriert. In diesem Fall wohl aber eher aus Angst, ihnen zu nahe zu kommen.<\/p>\n<p>Die t\u00e4gliche Routine der Voi-Gruppe folgt im Allgemeinen immer demselben Muster: Morgens, nachdem sie aus ihren St\u00e4llen gelassen wurden bekommen sie zu allererst ihre Milch; danach spielen sie auf dem Stallgel\u00e4nde umher, bis die Keeper mit ihrem Fr\u00fchst\u00fcck fertig sind und gehen anschlie\u00dfend in dem Busch zum Fressen. Mittags machen sie sich von ihrem Fressplatz auf den Weg zum Schlammbad, wo schon die n\u00e4chste Milchmahlzeit auf sie wartet. Danach wird sich ausgiebig gesuhlt (wenn die Temperaturen es erlauben) und im Dreck gew\u00e4lzt. Danach wird weiter gegrast und die Waisen fressen sich ihren Weg zur\u00fcck in die Stallungen, wo sie bei Eintritt der Dunkelheit ankommen und ihre abendliche Milch bekommen. Am Ende des Tages machen sie es sich in ihren St\u00e4llen gem\u00fctlich, wo immer genug Zweige des Grewia-Busches (dt. Sternbusch, ein Malvengew\u00e4chs) zum Knabbern bereitliegen.<\/p>\n<p>Die favorisierten Fresspl\u00e4tze sind ganz in der N\u00e4he, am Mazinga Hill oder alternativ bergabw\u00e4rts im Hauptteil des Parks. Wenn die Waisen am Mazinga Hill fressen, suhlen und fressen sie im Stallgel\u00e4nde. Sind sie aber zum Grasen im Park, baden sie in einem der nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher. Abgetrocknet wird sich mit Dreck und danach entspannt im Schatten eines Baumes, bis die Mittagshitze vor\u00fcber ist und weiter gefressen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Mzima<\/strong> und <strong>Siria<\/strong> sind die besten Freunde und Trainingspartner, w\u00e4hrend <strong>Shimba<\/strong> eher ein Einzelg\u00e4nger bleibt. <strong>Lempaute<\/strong>, der Schelm der Truppe, hat sich in diesem Monat einen neuen Trick \u00fcberlegt, um <strong>Tavetas<\/strong> Aufmerksamkeit zu erregen: mit ihrem R\u00fcssel zupfte sie Grass und legte es auf ihren R\u00fccken, damit er sich davon bedienen konnte! <strong>Taveta<\/strong> bedankte sich damit, dass er den ganzen Tag mit ihr verbrachte!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Lempaute-lft-Mzima.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Lempaute-lft-Mzima_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><br \/>\n<em>Lempaute &amp; Mzima<\/em><\/p>\n<p><strong>Wassessas<\/strong> auserkorener Liebling ist <strong>Tassia<\/strong> und wenn er einmal aus ihrem Blickfeld verschwunden ist, reagiert sie sehr verst\u00f6rt. Die beiden sie nie weit voneinander entfernt. Auch <strong>Lesanju<\/strong>, <strong>Lempaute<\/strong> und <strong>Sinya<\/strong> sind enge Freunde, und f\u00fcr alle ist es immer eine besondere Freude, wenn sie ihre Gruppe anf\u00fchren d\u00fcrfen. Dieses Privileg teilten sich in diesem Monat <strong>Lesanju<\/strong>, <strong>Sinya<\/strong>, <strong>Kenia<\/strong>, <strong>Mzima <\/strong>und <strong>Taveta<\/strong>. Alle Voi-Waisen lieben ihre neuen Unterk\u00fcnfte und sind ordentlich gewachsen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Orphans-heading-to-the-water-hole.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/05\/Orphans-heading-to-the-water-hole_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-april-2\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Der pl\u00f6tzliche und unerwartete Tod des gro\u00dfen Nursery-Lieblings Nchan am fr\u00fchen Morgen des 15. April traf uns alle furchtbar hart. Ein ganzes Jahr lang hatten wir Nchan inzwischen aufgep\u00e4ppelt, und sie war immer ein gl\u00fccklicher und verspielter kleiner Elefant gewesen, der obendrein kerngesund schien. 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