{"id":157,"date":"2007-05-13T12:54:17","date_gmt":"2007-05-13T10:54:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=157"},"modified":"2008-04-13T21:51:47","modified_gmt":"2008-04-13T19:51:47","slug":"maerz-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/maerz-2007\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia\/die Eli-Waisen im M\u00e4rz 2007"},"content":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"10\" cellpadding=\"0\" width=\"99%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"100%\">F\u00fcr die Nairobi Nursery war es ein sehr tragischer Monat. Am 8. M\u00e4rz, nur kurz nach dem Verlust des kleinen <strong>Galdessa<\/strong>, erkrankte unser kleinstes Elefantenbaby <strong>Kilgoris<\/strong> an chronischem Durchfall und Magenschmerzen. Am Vortag gab es, abgesehen von leichter Appetitlosigkeit, keinerlei Anzeichen, dass es ihm schlechter ging.<!--more--> Zu Beginn des Durchfalls konnten wir eine Lungenentz\u00fcndung nicht ausschlie\u00dfen. Daher wurde ihm Norodine (Breitbandantibiotikum) injiziert, bevor er mit Sulfadimin behandelt wurde. Dieses Mal gelang es nicht, den Durchfall mit-\u00a0 Sulfadimin, Kaolin und gekochtem Reis unter Kontrolle zu bringen. Er wurde zunehmend schw\u00e4cher, weigerte sich Milch zu trinken, war aber gierig nach Wasser. Es stellte sich heraus, dass <strong>Kilgoris<\/strong> an einer heftigen Coli-Infektion litt. Obwohl er kaum eine Chance hatte, k\u00e4mpfte er tapfer f\u00fcr 12 lange Tage und noch l\u00e4ngere Nachte, in denen wir versuchten, ihn bei uns zu halten und die Anwesenheit der Todesengel nicht wahrhaben wollten. Es gab Tage voller Optimismus, an denen wir dachten, es g\u00e4be eine Chance, doch letztendlich mussten wir dann akzeptieren, dass wir den Kampf verloren hatten und nichts mehr f\u00fcr ihn tun konnten. Er entschlief um 4 Uhr morgens am 21. M\u00e4rz, in den Armen seiner zwei Lieblings-Keeper, die ihm die ganze Zeit \u00fcber zur Seite standen, und lie\u00df uns in tiefer Best\u00fcrzung zur\u00fcck.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/lempaute-lesanju-and-shimba.jpg\" alt=\"Lempaute \/ Lesanju \/ Shimba\" \/>Vom armen <strong>Kilgoris <\/strong>einmal abgesehen, geht es allen anderen Nairobi-Waisen bestens. <strong>Lesanju<\/strong> ist die K\u00f6nigin der Baby-Gruppe, und obwohl sie erst wenige Monate alt ist, zeigt sie alle Anzeichen daf\u00fcr, sp\u00e4ter einmal eine verantwortungsbewusste Leitkuh zu werden. Sie bestraft <strong>Shimba<\/strong>, wenn dieser aus der Reihe f\u00e4llt und die kleine <strong>Lempaute<\/strong> besteigen will. <strong>Lempaute<\/strong> ist ein echter Charakterkopf und sehr extrovertiert, sie liebt die Vorstellung vor Publikum. Vor allem liebt sie es, w\u00e4hrend der Stunde des Schlammbades die afrikanischen Schulkinder zu erschrecken. Und das, obwohl sie noch so ein Winzling ist! <strong>Shimba<\/strong> ist inzwischen ein gl\u00fcckliches und verspieltes Baby, und alle drei werden von den \u00e4lteren K\u00fchen verg\u00f6ttert. Diese verbringen die Nachmittage mit ihnen, und jede w\u00fcrde am liebsten ein Baby zum Schmusen f\u00fcr sich alleine haben. Nur <strong>Lesanju <\/strong>weigert sich, von den \u00e4lteren K\u00fchen verh\u00e4tschelt zu werden und sucht den Schutz ihrer Keeper, sobald ihr die Zuneigung zu \u00fcberschw\u00e4nglich wird. <strong>Makena <\/strong>und <strong>Sian <\/strong>sind unzertrennlich. <strong>Makena<\/strong> hat ihre Gewohnheit, an Ohren zu saugen, noch nicht abgelegt, und manchmal nervt das <strong>Sian<\/strong>, die dann versucht sich loszurei\u00dfen. Schlie\u00dflich gibt sie jedoch immer wieder nach und arrangiert sich damit! <strong>Kenze <\/strong>ist inzwischen stark genug, um <strong>Kamboyo <\/strong>in die Schranken zu weisen und duldet keinen Unsinn mehr. Er und <strong>Lelana<\/strong> stehen sich sehr nah und sind die besten Freunde. Alle beide sind immer noch wachsam, was die Gegenwart von fremden Menschen betrifft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/chyulu-basking-in-lots-of-attention.jpg\" alt=\"Chyulu\" \/><\/p>\n<p><strong>Zurura<\/strong> gab in diesem Monat Anlass zur Sorge. F\u00fcr einige Tage war er nicht ganz auf dem Posten, und nach allem was <strong>Kilgoris<\/strong> widerfahren war, waren wir nat\u00fcrlich sehr besorgt. Eine Behandlung mit einem Breitbandantibiotikum half, und es geht ihm inzwischen wieder gut. Er ist ein sehr sanftm\u00fctiger und kontaktfreudiger Elefant, der w\u00e4hrend des Schlammbades absichtlich ganz nah an der Absperrlinie entlang l\u00e4uft, damit alle Besucher ihn vorsichtig anfassen k\u00f6nnen, und dann legt er seinen R\u00fcssel liebevoll auf den Kopf der kleinsten Zuschauer.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100%\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a title=\"S2\" name=\"S2\"><\/a><strong>Die Ithumba Waisen <\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"10\" cellpadding=\"0\" width=\"99%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"100%\">In der durch den Mond taghell erleuchteten Nacht des 27. besuchte eine wilde Kuh mit ihren zwei K\u00e4lbern die Waisen. Zuerst trank sie am Trog der Stallungen, dann positionierte sich in nur 10 Metern Entfernung. <strong>Nasalot <\/strong>kollerte und versuchte, den Kontakt herzustellen. Sie bettelte die Keeper an, die T\u00fcren zu \u00f6ffnen, damit sie und die anderen hinausgehen konnten, und versuchte sich sogar unter dem Drahtzaun hindurch zu graben. Weil die L\u00f6wen zur Zeit allerdings auch regelm\u00e4\u00dfig nachts die Tr\u00e4nke aufsuchten, trauten sich die Keeper nicht &#8211; aus Angst, die wilde Kuh w\u00fcrde die Waisen mitnehmen und somit den L\u00f6wen ausliefern. Jedoch zeigt die Tatsache, dass die wilde Kuh zu den Stallungen kam und mit den Waisen kommunizierte, dass der Kontakt zu wilden Elefanten bald m\u00f6glich sein wird.Die Suche nach Identit\u00e4t und einer Stellung in der Gruppe kommt immer wieder auf. Die jungen Bullen messen ihre Kr\u00e4fte in Rangeleien, die manchmal in ernste K\u00e4mpfe ausufern. Dann liegt es bei den jungen K\u00fchen einzuschreiten um die Ordnung und gutes Benehmen wieder herzustellen, indem sie die Streitenden trennen. <strong>Napasha<\/strong>, der \u00e4lteste Bulle, versuchte die Oberhand \u00fcber <strong>Kinna<\/strong> (eine der \u00e4lteren K\u00fche) zu erlangen, bisher allerdings ohne Erfolg. Entweder gewann <strong>Kinna<\/strong> das Kr\u00e4ftemessen oder die anderen gro\u00dfen K\u00fche eilten ihr zu Hilfe, wann immer sie zu verlieren drohte.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/challa-followed-by-sunyei.jpg\" alt=\"Challa &amp; Sunyei\" \/><\/p>\n<p>Die jungen Bullen und die jungen K\u00fche wetteifern alle um das Privileg die Gruppe anzuf\u00fchren, wenn es zu den Weidefl\u00e4chen aufgeht oder auf dem Hin- bzw. R\u00fcckweg zum Schlammbad. Offenbar ist das eine ganz besondere Auszeichnung. Die Ithumba-Gruppe (mit derzeit 22 Elefanten) teilt sich zum Grasen auch des \u00c3\u2013fteren in zwei Gruppen auf. Dann f\u00fchren entweder <strong>Wendi <\/strong>oder <strong>Sunyei<\/strong> als Sub-Leitk\u00fche die j\u00fcngere Truppe an andere Weidestellen als die \u00c4lteren. Die Gruppen finden sich an einem bestimmten Punkt immer wieder zusammen um gemeinsam zum Schlammbad zu gehen oder abends zur\u00fcck zu den Stallungen. Einmal, als <strong>Naserian<\/strong> f\u00fcr die Gruppe mit den J\u00fcngeren verantwortlich war, kam sie nicht p\u00fcnktlich an den Treffpunkt zur\u00fcck, von welchem aus der Heimweg in die Stallungen angetreten wird. <strong>Yatta, Mulika <\/strong>und<strong> Nasalot<\/strong> warteten auf sie und schickten die anderen bereits vor. Als <strong>Naserian<\/strong> dann endlich auftauchte, wurde sie ermahnt &#8211; mit \u201edrohenden Sto\u00dfz\u00e4hnen&#8216; und einem kr\u00e4ftigen Schubs! Als die Haupt-Leitkuh der Gruppe f\u00e4llt es <strong>Yatta<\/strong> immer auf, wenn eines ihrer Gruppenmitglieder fehlt, noch bevor es die Keeper bemerken. Sie wartet dann entweder auf den Nachz\u00fcgler oder macht sich auf die Suche nach dem\/der Vermissten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/lualeni-locks-trunk-with-olmallo.jpg\" alt=\"Lualeni &amp; Ol Malo\" \/><\/p>\n<p>In diesem Monat passierte es einmal, dass <strong>Yatta <\/strong>selbst schon mit ihrer Gruppe zum Schlammbad vorausging. Die Keeper bemerkten es nicht sofort, da der Busch in Ithumba sehr dicht ist und sie nicht immer alle in Sichtweite haben k\u00f6nnen. Sie riefen wiederholt nach <strong>Yatta<\/strong> &#8211; ohne Erfolg, und <strong>Sunyei<\/strong> verstand sofort und eilte zu Hilfe. Sie folgte dem Weg, den <strong>Yatta <\/strong>gegangen war, und f\u00fchrte die Keeper zu ihr und der Gruppe mit den \u00c4lteren, die sie kurz vor dem Schlammbad trafen. Es war nicht das erste Mal, dass <strong>Sunyei<\/strong> den Keepern aus der Patsche half, wenn sie ihre Sch\u00fctzlinge aus den Augen verloren!! <strong>Sunyei<\/strong> ist ein sehr cleverer Elefant, der es aufgrund ihrer Gerissenheit sogar gelingt, <strong>Rapsu<\/strong> (der l\u00e4ngere Sto\u00dfz\u00e4hne hat) im Ringkampf zu \u00fcberw\u00e4ltigen! <strong>Kora <\/strong>ist das einzige Mitglied der Gruppe, das keine Wasserratte ist. Er verl\u00e4sst immer als erster das Schlammbad und w\u00e4lzt sich auch nicht gerne im Wasser umher. Das ist sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass er aus einem besonders hei\u00dfen und trockenen Gebiet dieser Erde kommt &#8211; dem Kora Nationalreservat im weit entfernten Norden Kenias. Er und sein Freund aus den Tagen in der Aufzuchtgruppe, <strong>Buchuma<\/strong>, sind gute Freunde und verbringen viel Zeit miteinander. <strong>Kora<\/strong> beginnt jetzt seine Kr\u00e4fte mit den gr\u00f6\u00dferen Bullen wie Tomboi und Rapsu zu messen. Das ist ein gutes Zeichen daf\u00fcr, dass ihm sein Kiefer nicht mehr allzu sehr zu schaffen macht!<br \/>\nDie Ithumba-Waisen mussten sich in diesem Monat gegen\u00fcber den L\u00f6wen behaupten, die aus den Tr\u00f6gen bei den Stallungen tranken und br\u00fcllten, was die Gruppe sichtlich verunsicherte. Die Keeper finden regelm\u00e4\u00dfig Spuren von L\u00f6wen in der N\u00e4he der Stallungen, und am 18. begegneten die Elefanten zuf\u00e4llig zweien, als sie auf dem Weg zum neuen Wasserloch waren. Au\u00dfer sich vor Angst, rasten die die j\u00fcngeren Waisen zu ihren Keepern zur\u00fcck, die herbeieilten, um der Sache auf den Grund zu gehen. Sie sahen die zwei L\u00f6wen nur noch im dichten Busch verschwinden. Als die \u00e4lteren Waisen dann sicher waren, dass sich die L\u00f6wen zur\u00fcckgezogen hatten, begannen sie w\u00fctend zu schnauben, drohen, trompeten und die B\u00fcsche zu zertrampeln. Die Keeper entschieden sich sofort f\u00fcr eine andere Futterstelle! Ein anderes Mal sahen die Keeper eine L\u00f6win, die nachts die Stra\u00dfe \u00fcberquerte, als sie auf dem Weg ins Hauptquartier waren, um sich die Nachrichten anzuschauen.<\/p>\n<p>Es gab au\u00dferdem zwei Begegnungen mit den vier sehr unbeliebten, aber hier beheimateten Wildhunden. W\u00e4hrend sich die Hunde offenbar an die Elefanten und ihre Keeper gew\u00f6hnen und nicht sehr beunruhigt reagieren, so f\u00fchlen sich die Elefanten von jedem Hund bedroht! Die \u00e4lteren Elefanten <strong>Yatta, Nasalot, Mulika, Kinna <\/strong>und<strong> Napasha<\/strong>, verst\u00e4rkt durch die Sub-Leitk\u00fche und die j\u00fcngeren Bullen, bilden jedoch eine vereinte Front gegen\u00fcber den Wildhunden und lassen ihrer Abscheu freien Lauf &#8211; durch trompeten, dem Brechen von Ge\u00e4st und wilden Drohgeb\u00e4rden.<\/p>\n<p>In der Ithumba-Gruppe herrscht viel Zusammenhalt. Die Waisen sind eine Familie, in der man sich um den Anderen k\u00fcmmert, ihm hilft, ihn besch\u00fctzt und sehr liebt. Es gibt keine \u201eAu\u00dfenseiter&#8216; hier, <strong>Challa, Sidai, Rapsu <\/strong>und<strong> Galana<\/strong>, die erst sp\u00e4ter als Fremde hinzukamen, sind inzwischen vollkommen integriert in die gl\u00fcckliche Familie. Futter gibt es in Ithumba immer noch reichlich und hier und da gibt es immer noch Pf\u00fctzen voll Regenwasser &#8211; ein wunderbarer Bonus im Jahr 2007!<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a title=\"S1\" name=\"S1\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Die Voi-Waisen <\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"10\" cellpadding=\"0\" width=\"99%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"100%\">Die 21-j\u00e4hrige <strong>Lissa<\/strong>, die bereits seit langer Zeit als \u201ewilder&#8216; Elefant lebt, hat Anfang des Jahres ihr drittes Kalb geboren. Jetzt gesellt sich ein kleiner Bulle zu den beiden M\u00e4dchen Lara und Lali. Er wurde \u201eLugard&#8216; genannt und ist etwa 2 Monate alt. Sie und ihr Kinderm\u00e4dchen <strong>Mpenzi<\/strong>, kamen am 14. erstmals in Begleitung zweier wilder K\u00fche und einem vierj\u00e4hrigen Kalb, das zu einer der beiden geh\u00f6rte, mitsamt dem Baby an die Stallungen. <strong>Lissa <\/strong>kam einst als Wilderer-Opfer zu uns, als sie gerade einmal sechs Monate alt war und verk\u00f6rpert den Erfolg des Waisen-Projektes. Der Anlass ist auch f\u00fcr <strong>Mpenzi <\/strong>sehr erfreulich; hatte sie doch ihr erstes Kalb an die L\u00f6wen verloren. Sie wird viel Freunde daran haben, sich um ein anderes Neugeborenes zu k\u00fcmmern, bis sie wieder eigenen Nachwuchs bekommt.Eine bedeutende Ver\u00e4nderung innerhalb der Voi-Gruppe ist, dass die \u00e4lteren Elefanten nachts nicht mehr in die Stallungen eingesperrt werden, sondern kommen und gehen k\u00f6nnen, wann immer sie wollen, denn die Stallt\u00fcren werden nachts offen gelassen. Manchmal werden sie von <strong>Emily <\/strong>und ihrer wilden Gruppe begleitet; ein anderes Mal vom 21-j\u00e4hrigen <strong>Dika<\/strong> und dem 10-j\u00e4hrigen <strong>Uaso<\/strong> (beide von Menschen gro\u00dfgezogen), die oftmals vollkommen wilde, m\u00e4nnliche Freunde im Schlepptau haben. Die nun frei lebende Waisengruppe (bekannt als \u201c<strong>Natumis<\/strong> Gruppe&#8216;) besteht aus <strong>Natumi <\/strong>selbst<strong>, Loisaba, Edie, Salama, Icholta, Laikipia, Lolokwe, Nyiro, Ndara, Irima, Mvita, Mukwaju <\/strong>und<strong> Sosian<\/strong>.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/mweya-lolokwe-nyiro-admire-seraas-games-4.jpg\" alt=\"Mweya \/ Nyiro &amp; Seraa\" \/><\/p>\n<p>Die j\u00fcngeren Elefanten verbringen die N\u00e4chste nach wie vor in den sch\u00fctzenden Stallungen und wurden \u201e<strong>Thomas <\/strong>Gruppe&#8216; genannt. Diese besteht aus <strong>Thoma, Burra, Solango, Seraa, Mpala, Mweya, Morani <\/strong>und<strong> <\/strong>der 8-j\u00e4hrigen<strong> Mweiga<\/strong>, die ohne die Keeper noch nicht allein zurecht kommt. <strong>Mweiga<\/strong> hat Schwierigkeiten mit den anderen &#8211; selbst den j\u00fcngeren &#8211; mitzuhalten und kann nach dem Schlafen immer noch nicht ohne Hilfe aufstehen. Ihr Zustand hat sich definitiv verschlechtert, seit sie vom Milchaustauscher abgesetzt wurde, trotz Futterzus\u00e4tzen mit Kleie, Futterw\u00fcrfeln, Gerste und Kokosnuss. Weil sie ein Sonderfall ist, wird sie wieder Milchaustauscher bekommen, vor allem in der Trockenzeit. Au\u00dferdem werden ihre arthritischen Gelenke medikament\u00f6s behandelt. Generell sind alle Mitglieder der Voi-Gruppe jetzt komplett von der Milch abgesetzt.<\/p>\n<p>Am Anfang des Monats wurden die Waisen jeden Morgen durch ein Mitglied der Gruppe, die nachts au\u00dferhalb der Stallungen bleiben durfte, zu den Fresspl\u00e4tzen eskortiert. Entweder es war <strong>Natumi<\/strong> selbst oder <strong>Icholta<\/strong> oder die ganze Gruppe oder <strong>Emily <\/strong>mit ihren Freunden <strong>Aitong, Sally, Tsavo <\/strong>und <strong>manchmal Ilingwezi<\/strong>. Sp\u00e4ter allerdings schien es, dass <strong>Natumi<\/strong>, <strong>Emily<\/strong> und die \u00e4lteren Elefanten <strong>Thoma<\/strong> mit dieser Aufgabe betraut hatten, die die j\u00fcngeren Waisen morgens mit hinaus nahm und sich dann irgendwo im Busch mit <strong>Natumis<\/strong> Gruppe traf. <strong>Thoma <\/strong>wei\u00df genau, wo sie sie findet, und es verging nicht ein einziger Tag, den die Waisen nicht zusammen verbrachten. Abends bringen die \u00e4lteren Waisen die j\u00fcngeren f\u00fcr gew\u00f6hnlich zur\u00fcck zu den St\u00e4llen. <strong>Emily<\/strong> und ihre Gruppe sind morgens oft mit <strong>Natumis<\/strong> Waisengruppe im Busch, ein anderes Mal ist es der 20-j\u00e4hrige <strong>Dika. Uaso<\/strong> ist meistens bei <strong>Emily <\/strong>oder <strong>Dika<\/strong>, wenn dieser in der Gegend ist. <strong>Dika <\/strong>und<strong> Uaso <\/strong>haben dann meistens wilde Bullenfreunde dabei, die mit beiden Waisengruppen gleicherma\u00dfen gut auskommen.<br \/>\n<strong>Dika <\/strong>wurde seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, und da einer seiner Sto\u00dfz\u00e4hne abgebrochen war, erkannten ihn die Keeper nicht sofort als er beim Schlammbad der Waisen auftauchte. Seitdem wurden er und seine wilden Freunde zu regelm\u00e4\u00dfigen Besuchern. Nur ein wilder Bulle, dem er bei den Stallungen begegnete und der an offensichtlich Interesse an <strong>Aitong<\/strong> hatte, musste sich zur\u00fcckziehen, als <strong>Dika<\/strong> auftauchte. <strong>Dika <\/strong>wurde beobachtet, wie er sich mit <strong>Aitong<\/strong> paarte (<strong>Uaso<\/strong> auch), und er war auch ganz angetan von <strong>Edie<\/strong>, was die Keeper beunruhigte, da er f\u00fcr sie viel zu schwer sein k\u00f6nnte! Sie war ein bis zwei Tage mit <strong>Dika<\/strong> verschwunden, aber dann brachte er sie zur\u00fcck zu den anderen. Sie hatte offenbar keinen Schaden davon getragen und war gl\u00fccklich bei ihm zu sein. <strong>Aitong<\/strong> \u00fcbt augenscheinlich eine gro\u00dfe sexuelle Anziehungskraft auf beide Ex-Waisen aus, und auch auf deren wilde Freunde. Sie wurde in den vergangenen Monaten \u00f6fter beim Paaren mit einigen wilden Bullen gesehen, was ihr den Titel \u201cFlittchen von Mazinga Hill&#8216; einbrachte!<\/p>\n<p>Beim Lesen der t\u00e4glichen Aufzeichnungen wird deutlich, dass alle von Hand aufgezogenen Waisen, inklusive derer, die inzwischen wild und frei leben, immer noch engen Kontakt haben zu denjenigen, mit denen sie aufwuchsen. Sie passen immer aufeinander auf und k\u00fcmmern sich um den Anderen. Wann immer sie sich treffen gibt es freudige Begr\u00fc\u00dfungsrituale, und wenn einer der wilden Bullen versucht eines der Gruppenmitglieder zu besteigen, protestieren die anderen Jungbullen und \u00e4lteren K\u00fche und versuchen ihn davon abzuhalten, wenn er von der Gruppe noch nicht akzeptiert wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/05\/natumi-playing-on-soil-2.jpg\" alt=\"Natumi\" \/><\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlicherweise gibt es unter den heranwachsenden Leitk\u00fchen immer wieder unvermeidbare Rangeleien um die Anf\u00fchrung und die Stellung in der Gruppe. <strong>Icholta<\/strong> vertritt <strong>Natumi<\/strong>, wenn diese nicht da ist, denn beide sind in etwa gleich alt. F\u00fcr einige Tage holte <strong>Icholta<\/strong> jeden Morgen die Babies ab, bis <strong>Natumi<\/strong> ihre alte Position als Anf\u00fchrerin wieder erlangte, die ihr zugesprochen wird, so lange <strong>Emily<\/strong> nicht in der N\u00e4he ist. Dann n\u00e4mlich muss auch <strong>Natumi<\/strong> automatisch nachgeben, denn <strong>Emily <\/strong>ist viel alter und war vor ihrer Auswilderung die Leitkuh der Gruppe. In der letzten Zeit haben sich auch <strong>Loisaba <\/strong>und <strong>Mvita Emilys<\/strong> Gruppe angeschlossen, w\u00e4hrend <strong>Tsavo <\/strong>und<strong> Ilingwezi<\/strong> &#8211; zumindest vor\u00fcbergehend &#8211; in <strong>Natumis <\/strong>Gruppe zur\u00fcckkehrten. <strong>Laikipia <\/strong>ergreift bei jeder Gelegenheit die Rolle der Anf\u00fchrerin bei den Kleinsten. Sie begleitet sie hinaus und bringt sie abends wieder zur\u00fcck. In Zukunft werden wir bestimmt noch mehr Hin- und Her aus <strong>Emilys <\/strong>Gruppe beobachten k\u00f6nnen, mit <strong>Natumi <\/strong>und <strong>Icholta<\/strong> als Sub-Leitk\u00fche und <strong>Thoma<\/strong> als kompetente Anf\u00fchrerin der Baby-Gruppe, die letztlich wahrscheinlich Teil von <strong>Natumis<\/strong> Gruppe werden wird. Die Aufzeichnungen dieses Monats veranschaulichen die komplizierte Kommunikation zwischen Elefanten. Die Jungen wissen genau, wo sie am morgen ihre \u00e4lteren Artgenossen im Busch finden, selbst wenn keiner sie an den Stallungen abholt um sie hinaus zu begleiten. Die Waisen verbr\u00fcdern sich jetzt mit den wilden Herden, ein Ritual, dass immer einer \u201eVorstellung&#8216; oder Zusammenf\u00fchrung durch <strong>Emily<\/strong> folgt, wenn sie auf eine Gruppe mit einer alten Leitkuh sto\u00dfen. Wenn die angemessene Vorstellung erfolgt ist, dann d\u00fcrfen sich die Waisen der wilden Herde anschlie\u00dfen und mit ihnen fressen. <strong>Emily<\/strong> ist jedoch immer auf der Hut und ersinnt Wege und Mittel, damit sich die Waisen immer in ihrer Sichtweite aufhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/maerz-2007\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen F\u00fcr die Nairobi Nursery war es ein sehr tragischer Monat. Am 8. M\u00e4rz, nur kurz nach dem Verlust des kleinen Galdessa, erkrankte unser kleinstes Elefantenbaby Kilgoris an chronischem Durchfall und Magenschmerzen. 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