{"id":16,"date":"2005-11-14T16:32:15","date_gmt":"2005-11-14T15:32:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=16"},"modified":"2008-04-13T22:29:41","modified_gmt":"2008-04-13T20:29:41","slug":"makenas-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/makenas-rettung\/","title":{"rendered":"Makenas Rettung"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Im Nordwesten von Laikipia, oberhalb des Lake Baringo,  \tliegt die Ranch Ol Ari Nyiro. An der Nordwestgrenze lebt der Stamm der  \tPokot, eine ungew\u00f6hnliche Mischung aus Hirten, Bauern und J\u00e4gern\/Sammlern.  \tNahe dieser Grenze h\u00f6rte die Kukwa-Patrouille auf dem Gel\u00e4nde der Ol Ari  \tNyiro-Ranch am Morgen des 20. September die Schreie eines Elefantenbabys.<!--more--> Kurz darauf entdeckten sie ein winziges Kalb, das orientierungslos und  \tverlassen war. Andere Elefanten waren in der Gegend nicht zu entdecken. Das  \tBaby, das ganz verzweifelt Anschluss suchte, folgte ihnen ins Camp, von wo  \tdie Ranger Sean Outram benachrichtigten, der auf der Ranch arbeitet. Sean  \tholte das Baby mit seinem Fahrzeug ab und benachrichtigte die Waisenstation in  \tNairobi. Er brachte das kleine Elefantenm\u00e4dchen zur n\u00e4chstgelegenen  \tFlugzeugpiste und wartete auf das Rettungsflugzeug. W\u00e4hrenddessen suchten  \tandere Ranch-Mitarbeiter in der Umgebung nach einer Spur der Elefantenmutter  \t&#8211; leider vergeblich. Die Elefantenherden in dieser Gegend ziehen oft nach  \tNorden bis zum Samburu Nationalpark und in die angrenzenden Gebiete, obwohl  \tdieser Korridor durch menschliche Ansiedlungen immer enger wird.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Es l\u00e4sst sich schwer sagen, ob die Kleine ein Opfer des  \tKonflikts zwischen Menschen und Wildtieren wurde oder ob die Mutter von  \tWilderern aus dem Stamm der Pokot get\u00f6tet wurde. Die Pokot sind mutige,  \tbrutale und hart gesottene Leute, die im Gegensatz zu anderen St\u00e4mmen noch  \tElefanten jagen. Dabei nutzen sie die Taktik des \u00dcberraschungsangriffs,  \tindem sie sich im hohen Gras verbergen und dann aufspringen und den  \tElefanten mit dem Speer angreifen. Sie versuchen, lebenswichtige Organe zu  \ttreffen. Die \u00dcberraschungstaktik bringt den verwundeten Elefanten dazu, die  \tFlucht zu ergreifen. Die Angreifer verfolgen ihn dann und zielen dabei mit  \tdem Speer auf seine F\u00fc\u00dfe und Hinterbeine, um ihn fluchtunf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Die kleine Elefantenwaise wurde getr\u00e4nkt und dann  \tvorsichtig mit gefesselten Vorder- und Hinterbeinen in ein kleines Flugzeug  \tgeladen und nach Nairobi geflogen. Als sie nach der Landung aus dem Flugzeug  \tstieg, legte sie sich sofort hin und w\u00e4lzte sich auf dem Kiesbelag des  \tVorfeldes, womit sie die umstehenden Zuschauer in Entz\u00fccken versetzte. Den  \thektischen Flugplatzbetrieb schien sie gar nicht zu bemerken. Sp\u00e4ter folgte  \tsie Benson zwischen parkenden Flugzeugen, Tankwagen und staunenden  \tZuschauern hindurch bis zum Landrover, der sie zur Nursery bringen sollte.  \tDieses kleine flauschige \u00fcberm\u00fctige Wesen eroberte bald das Nursery-Gehege.  \tNach einem kr\u00e4ftigen Schluck Wasser w\u00e4lzte sie sich sofort in einer Pf\u00fctze.  \tDie Keeper kamen einer nach dem anderen, um diesen kleinen pausb\u00e4ckigen  \tNeuank\u00f6mmling zu sehen, der gl\u00fccklich hinter jedem herlief.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Offenbar war sie es gewohnt, weite Strecken zu  \tmarschieren, denn sie war schon am Nachmittag zwei Stunden unterwegs und am  \tAbend, als es kalt wurde, mussten wir sie mit sanfter Gewalt in den warmen  \tStall bugsieren, der gleich neben dem von Narripi lag. Sie rebellierte die  \tganze Nacht gegen das Eingesperrtsein. Es war offensichtlich, dass die  \tErinnerung an ihre Mutter noch sehr frisch war und dass der best\u00e4ndige Drang  \tzu laufen mit der verzweifelten Suche nach ihrer Mutter zusammenhing. Durch  \tMakenas unruhige Nacht kam auch Narripi nicht zur Ruhe, und am n\u00e4chsten  \tMorgen sahen die Keeper und auch Narripi ziemlich mitgenommen aus.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Am Morgen wurden Naserian und die \u00e4lteren Waisen zu  \tMakena gebracht, um sie zu beruhigen und zu tr\u00f6sten, und Lualeni und  \tNaserian waren begeistert von dem kleinen Neuank\u00f6mmling und wollten sie  \tgleich mit sich locken. Aber sie suchte weiterhin nach ihrer Mutter. Trotz  \tder Gesellschaft von Narripi rannte sie nur rastlos umher und wirkte sehr  \tgestressed. Wir hoffen, dass sich ihr ruheloses Verhalten in den kommenden  \tTagen legt und dass sie dann besser fressen und sich beruhigen wird, wenn  \tdie Erinnerung an ihre traumatischen Erfahrungen langsam verblasst. Wir sind  \tauch hier mit den \u00fcblichen Herausforderungen konfrontiert bei einem so  \tkleinen Elefanten, aber f\u00fcr den kleinen Narripi k\u00f6nnte sie ein wundervoller  \tKumpel sein, und wir hoffen, dass die beiden eines Tages eine besondere,  \tlebenslange Freundschaft verbinden wird.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"file:\/\/\/G:\/WEB\/reaev\/waisen\/Patenschaftsantrag_makena.htm\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><img decoding=\"async\" id=\"image17\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/04\/makena.JPG\" alt=\"makena.JPG\" \/><br \/>\n<\/span><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/makenas-rettung\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Nordwesten von Laikipia, oberhalb des Lake Baringo, liegt die Ranch Ol Ari Nyiro. 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