{"id":17689,"date":"2018-10-12T20:38:49","date_gmt":"2018-10-12T19:38:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=17689"},"modified":"2019-04-24T06:33:02","modified_gmt":"2019-04-24T05:33:02","slug":"ate-news-juni-bis-juli-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-juni-bis-juli-2018\/","title":{"rendered":"ATE News: Juni bis Juli 2018"},"content":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Juni und Juli 2018:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Juni und Juli dieses Jahres bot Amboseli ein Bild von \u00fcberw\u00e4ltigender Sch\u00f6nheit! \u00dcppiges, hohes Gras bedeckte die weiten Ebenen, welche w\u00e4hrend der letzten D\u00fcrre vertrocknet und leblos wirkten. W\u00e4hrend es im Juni in frischem Gr\u00fcn leuchtete ver\u00e4nderte sich seine Farbe im Juli allm\u00e4hlich in ein tiefes Gold! Diese Entwicklung ist typisch f\u00fcr Amboseli. Dabei bleibt das Gras aber weiterhin sehr n\u00e4hrstoffreich und bietet den Tieren beste Bedingungen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in den meisten anderen Gebieten die Wasserstellen allm\u00e4hlich austrockneten blieben sie in Amboseli auch weiterhin bestehen. Unterirdische Zufl\u00fcsse versorgen die S\u00fcmpfe im Park das ganze Jahr \u00fcber zuverl\u00e4ssig mit Schmelzwasser vom Kilimanjaro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der wandernden Herden &#8211; vor allem Gnus, Zebras und Elefanten &#8211; kehrte daher jetzt wieder nach Amboseli zur\u00fcck. Unter ihnen befand sich auch die RA-Familie mit der sechsj\u00e4hrigen Rea (die nach unserem Verein benannt ist), ihrer Mutter Risa und ihrem zweij\u00e4hrigen Bruder. Erfreulicherweise befanden sie sich alle in bester Verfassung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_16771\" aria-describedby=\"caption-attachment-16771\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16771\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/08\/Rea-2016-brother-and-Risa-Jul18-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/08\/Rea-2016-brother-and-Risa-Jul18-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/08\/Rea-2016-brother-and-Risa-Jul18-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/08\/Rea-2016-brother-and-Risa-Jul18-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/08\/Rea-2016-brother-and-Risa-Jul18-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16771\" class=\"wp-caption-text\">Rea mit ihrem Bruder und ihrer Mutter Risa<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele Elefanten versammelten sich in gro\u00dfen Gruppen, die wesentlich l\u00e4nger-\u00a0zusammen blieben als in anderen Jahren. Und nat\u00fcrlich befand sich auch eine gro\u00dfe Zahl von m\u00e4nnlichen Elefanten darunter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige der gr\u00f6\u00dften Bullen kamen jetzt in die Musth, darunter Craig, Tolstoy, Pizarro und Ganesh, der mit 55 Jahren zur Zeit \u00e4lteste Bulle Amboselis. Musth-Bullen zeigen nur an zwei Dingen Interesse: Paarungen mit K\u00fchen im \u00c3\u2013strus und Dominanz gegen\u00fcber m\u00e4nnlichen Konkurrenten. Jeder andere Bulle wird ihnen stets aus dem Weg gehen &#8211; selbst wenn er eigentlich einen viel h\u00f6heren Rang hat. Begegnen sich hingegen Musth-Bullen von unterschiedlichem Rang, wird der rangniedrigere die Dominanz des anderen anerkennen. Nur wenn ann\u00e4hernd gleichrangige Musth-Bullen aufeinander treffen, kann es zu ernsthaften K\u00e4mpfen kommen. Diese stehen in starkem und dramatischem Kontrast zu den sonst unter m\u00e4nnlichen Elefanten \u00fcblichen freundschaftlichen und fairen Schiebeduellen, mit denen sie ihre Rangfolge kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00fcngere Bullen hielten sich vorsichtig im Hintergrund auf und beobachteten die Ereignisse. Dabei lernten sie eine Menge \u00fcber das Paarungsverhalten und die Musth-Bullen!<\/p>\n<p>Gelegentlich versuchten auch die Jungbullen, sich mit einer Kuh zu paaren. Doch das gelang ihnen nur selten. Meistens mussten sie sich mit der Beobachterrolle begn\u00fcgen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allerdings entscheidet nicht nur die Rangfolge der Bullen \u00fcber deren Paarungserfolge. Wenn auch die Ranghohen gew\u00f6hnlich ihre Konkurrenten vertreiben k\u00f6nnen, so treffen schlie\u00dflich doch die K\u00fche die letzte Entscheidung! Nur mit ihrer freiwilligen Beteiligung ist eine erfolgreiche Paarung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_15963\" aria-describedby=\"caption-attachment-15963\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15963\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-11-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-11-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-11-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-11-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-11-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-15963\" class=\"wp-caption-text\">Verspielte Elefantenk\u00e4lber mit ihrem Kinderm\u00e4dchen<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Innerhalb der verschiedenen Familiengruppen gab es ebenfalls sehr interessante Entwicklungen.<\/p>\n<p>Beispielsweise bei den AA&#8217;s: Seit Astrid die neue Matriarchin wurde kamen viel h\u00e4ufiger alle Familienmitglieder in einer Gruppe zusammen, wie fr\u00fcher, als Allison und Amelie noch lebten und die Familie anf\u00fchrten. Der Grund daf\u00fcr war noch nicht ganz klar: Lag es schlicht daran, dass die aktuelle gute Nahrungsversorgung gro\u00dfe Versammlungen leichter m\u00f6glich machte? Hatten die AA&#8217;s nach den erst k\u00fcrzlich so schnell hintereinander erfolgten Verlusten ihrer bisherigen Matriarchinnen ein besonders starkes Bed\u00fcrfnis zusammen zu sein? Oder pflegte Astrid doch einen anderen F\u00fchrungsstil, der die gro\u00dfen Zusammenk\u00fcnfte mehr f\u00f6rderte? Das ATE-Team wird die Entwicklung im Auge behalten und hofft die Zusammenh\u00e4nge eines Tages zu verstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde auch die Entwicklung von Astrids neuem Kalb verfolgt. Nachdem von ihren Nachkommen bis jetzt nur ihre Tochter Annan \u00fcberlebt hatte kam ihrem neuen kleinen Sohn nun besonders viel Aufmerksamkeit zu. Und das nicht nur von seiner Mutter sondern auch von seiner \u00e4lteren Schwester. Diese hatte zwar selbst bereits mehrere K\u00e4lber geboren &#8211; doch leider auch alle wieder verloren. Ihr j\u00fcngstes war ein Opfer der letzten D\u00fcrre geworden. Nun k\u00fcmmerte sie sich hingebungsvoll um ihren kleinen Bruder. Diesem ging es erfreulicherweise bestens &#8211; h\u00f6chstens befand er sich in der Gefahr zu sehr verw\u00f6hnt zu werden!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den AA&#8217;s waren die EB&#8217;s nach wie vor in mehrere, kleinere Einheiten aufgeteilt. Enids und Eudoras Gruppen hielten sich meistens im Park auf &#8211; oft in der Umgebung des ATE-Camps. Ella blieb hingegen mit ihrem Teil der Familie in der Selengai-Conservancy. Mitte Juni verlies auch die sonst recht ortstreue Edwina den Amboseli-Park und zog ebenfalls nach Selengai. Vermutlich war sie auf der Suche nach Ella. Das ATE-Team begab sich selbst f\u00fcr zwei Tage dorthin, konnte aber weder Ellas noch Edwinas Gruppen entdecken. Allerdings wurden von mehreren Safari-Guides, die in diesem Gebiet unterwegs waren, aktuelle Fotos zur Verf\u00fcgung gestellt, welche eindeutig diese beiden EB-K\u00fche zeigten. Es besteht somit kein Grund zur Besorgnis, denn die Selengai-Conservancy ist ein sicherer Ort und bietet den Elefanten gute Lebensbedingungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_15964\" aria-describedby=\"caption-attachment-15964\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15964\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-17-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-17-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-17-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-17-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/06\/Amboseli-2018-04-17-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-15964\" class=\"wp-caption-text\">Zwei wohlgen\u00e4hrte Elefantenbabys<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich allerdings am Abend des 30. Juli in der N\u00e4he des ATE-Camps! Hier gab es vor Jahrzehnten einen \u00f6ffentlichen Camping-Platz. Nach dessen Aufl\u00f6sung mussten alle Spuren der menschlichen Aktivit\u00e4ten beseitigt werden &#8211; hierzu geh\u00f6rte insbesondere auch das Auff\u00fcllen der Abfallgruben. Eine davon wurde jedoch offenbar \u00fcbersehen &#8211; und 30 Jahre lang passierte nichts! Bis zum Abend des 30. Juli! Da st\u00fcrzte der 15 Jahre alte Sohn von Echeri in diese Grube! Das ATE-Team h\u00f6rte ein verd\u00e4chtiges Ger\u00e4usch und begann mit Anbruch des n\u00e4chsten Tages nach der Ursache zu suchen. Als Cynthia Moss das Kalb entdeckte wurde nat\u00fcrlich sofort dessen Rettung organisiert. Da Echeri nicht von seiner Seite wich und der Tierarzt des Amboseli-Nationalparks gerade nicht vor Ort war wurde der DSWT um Hilfe gebeten. Der Trust reagierte unverz\u00fcglich und schickte den erfahrenen Dr. Poghon. Mit seiner Hilfe konnten Echeri bet\u00e4ubt und ihr Sohn befreit werden. Danach erhielt Echeri gleich ein Gegenmittel um wieder aufzuwachen &#8211; und man ging unmittelbar daran die so lange Zeit vergessene Grube aufzuf\u00fcllen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch die GB-Familie hatte sich von der nun ein halbes Jahr zur\u00fcckliegenden D\u00fcrre bestens erholt! Goldas Gruppe wurde mehrfach innerhalb des Parks beobachtet und dabei stellte sich heraus, dass Gigabyte ein neues, weibliches Kalb hatte! Von Gails Gruppe hingegen gab es seit M\u00e4rz keine Sichtung. Sie hielt sich offenbar in einem anderen Teil des \u00c3\u2013ko-Systems auf. Die Elefanten Amboselis k\u00f6nnen noch ihren nat\u00fcrlichen Verhaltensweisen folgen und somit jeden Tag selbst entscheiden wohin sie ziehen und mit wem sie ihre Zeit verbringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein besonders sch\u00f6nes Erlebnis gab es bei einer der Begegnungen mit Goldas Gruppe. W\u00e4hrend die K\u00e4lber gerade schliefen und die M\u00fctter geduldig in der N\u00e4he grasten, n\u00e4herte sich eine Gruppe Strau\u00dfe den Elefanten. Sobald die K\u00e4lber wieder aufgewacht waren entdeckten sie die gro\u00dfen V\u00f6gel und begannen ein begeistertes Jagen-und Fangen-Spiel mit ihnen! Nichts k\u00f6nnte besser demonstrieren in welch hervorragender Verfassung sie sich befanden!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Jahr waren die Bedingungen in Amboseli w\u00e4hrend der Monate Juni und Juli wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich gut und die Elefanten hatten eine wundervolle Zeit! Das ATE-Team blickt daher ziemlich zuversichtlich in die n\u00e4here Zukunft und wird die Grauen Riesen nat\u00fcrlich weiterhin begleiten um ihre Entwicklung zu beobachten und zu dokumentieren.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-juni-bis-juli-2018\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Juni und Juli 2018: &nbsp; &nbsp; Im Juni und Juli dieses Jahres bot Amboseli ein Bild von \u00fcberw\u00e4ltigender Sch\u00f6nheit! \u00dcppiges, hohes Gras bedeckte die weiten Ebenen, welche w\u00e4hrend der letzten D\u00fcrre vertrocknet und leblos wirkten. 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