{"id":18187,"date":"2018-11-11T14:27:15","date_gmt":"2018-11-11T13:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=18187"},"modified":"2019-11-10T17:47:41","modified_gmt":"2019-11-10T16:47:41","slug":"die-rettung-von-mukkoka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-mukkoka\/","title":{"rendered":"Die Rettung von Mukkoka"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. September 2018 war der Chef des Schlingenentfernungsteams der Region Tiva, Nterto Kapina, auf einem Routineflug zusammen mit DSWT-Pilot Neville Sheldrick, als er die Spuren eines offenbar allein umherirrenden Elefantenkalbs am Fluss Tiva ersp\u00e4hte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/27VrZR5GKPQ\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\u00ef\u00bb\u00bf<\/span><\/iframe><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p>Die einzigen Wasserstellen entlang des ausgetrockneten Flussbetts sind zurzeit flache, kurzlebige Wasserl\u00f6cher. Daher ist der Sand gezeichnet von Hunderten von Spuren wilder Elefanten. Trotzdem konnte Nterto Kapina die eine, etwas frischere Spur erkennen, die von einem einzelnen kleinen Elefanten, der ohne seine Herde unterwegs gewesen war, stammen musste. Aus der Luft verfolgten sie die Spuren gut 20 Kilometer, bevor sie schlie\u00dflich verschwanden. Da trotz l\u00e4ngerer Suche entlang des Flusses aus der Luft kein Kalb zu sehen war, kam ein Team am n\u00e4chsten Tag, um an der Stelle, an der die Spuren aufh\u00f6rten, weiter zu suchen. Aber auch sie konnten es nicht finden.<br \/>\n<!-- more--><br \/>\n<!--more-->Gl\u00fccklicherweise war das mobile Tierarztteam des DSWT auch gerade in der Gegend unterwegs, und tats\u00e4chlich fand es das Kalb zwei Tage sp\u00e4ter im Flussbett; es war immer noch allein. Nach kurzer Absprache mit dem B\u00fcro von KWS-Tierarzt Dr. Jeremiah Poghon rettete das Team den verzweifelten kleinen Bullen, der es auf wundersame Weise irgendwie geschafft hatte, den Raubtieren zu entkommen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Rettungsteam am Flugzeug\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/1112018757-pic3.jpg\" alt=\"Das Rettungsteam am Flugzeug\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb im Rettungsfahrzeug\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/1112018757-pic4.jpg\" alt=\"Das Kalb im Rettungsfahrzeug\" border=\"0\" \/><\/center>Er ist etwa 12 Monate alt und hatte gl\u00fccklicherweise gen\u00fcgend Wasser aus den Wasserstellen, die noch im Flussbett des Tiva zu finden sind, trinken k\u00f6nnen. Trotzdem war er nat\u00fcrlich sehr abgemagert und dehydriert, nachdem er mehrere Tage allein umher geirrt war. Er wurde von den Rettern eingefangen, im Rettungsfahrzeug platziert und die ca. 25 Kilometer bis zur Auswilderungsstation des DSWT in Ithumba gefahren. Dort kam er in ein Eingew\u00f6hnungsgehege, das genau f\u00fcr solche F\u00e4lle gedacht ist. Die Keeper konnten hier beruhigend auf ihn einwirken, ihn mit Milch und Rehydrierungsfl\u00fcssigkeit versorgen, w\u00e4hrend sein Flug zum Waisenhaus in Nairobi vorbereitet wurde. Er ist immer noch ein kleines Baby und wird noch eine ganze Weile Milch und intensive Pflege ben\u00f6tigen, die er in Nairobi am besten bekommen kann. Inzwischen wurde er mit Wasser gek\u00fchlt und bekam auch etwas geschnittenes Gr\u00fcnfutter.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb im Flugzeug\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/1112018757-pic5.jpg\" alt=\"Das Kalb im Flugzeug\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Auf dem Weg nach Nairobi\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/1112018757-pic6.jpg\" alt=\"Auf dem Weg nach Nairobi\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb hei\u00dft Mukkoka\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201882-pic4.jpg\" alt=\"Das Kalb hei\u00dft Mukkoka\" border=\"0\" \/><\/center>Gegen 16:30 Uhr kam schlie\u00dflich eine Cessna Caravan mit einigen Keepern aus dem Waisenhaus auf dem Flugfeld in Ithumba an. Der kleine Bulle wurde das kurze St\u00fcck zum Flugfeld gebracht und dort gleich in das Flugzeug geladen. Eine Infusion durfte auch nicht fehlen, sodass er w\u00e4hrend des Fluges weiterhin mit Fl\u00fcssigkeit versorgt war, und ohne weitere Verz\u00f6gerung ging es wieder los in Richtung Nairobi.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka am Morgen nach seiner Rettung\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201881-pic2.jpg\" alt=\"Mukkoka am Morgen nach seiner Rettung\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201881-pic3.jpg\" alt=\"Mukkoka\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka in seinem Stall\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/1112018816-pic1.jpg\" alt=\"Mukkoka in seinem Stall\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka genie\u00dft etwas Gr\u00fcn\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201882-pic5.jpg\" alt=\"Mukkoka genie\u00dft etwas Gr\u00fcn\" border=\"0\" \/><\/center>Um 18:30 Uhr kam das Baby schlie\u00dflich im Waisenhaus des DSWT im Nairobi-Nationalpark an und wurde sofort in einen vorbereiteten Stall neben dem noch neuen Waisen Dololo gebracht. Nachdem er medizinisch versorgt worden war, halfen die Keeper ihm auf die F\u00fc\u00dfe und ermutigten ihn, eine Flasche warme Milch zu trinken. Er nuckelte eifrig am Verschluss der Flasche und konnte offenbar gar nicht genug bekommen! Frisch geschnittenes Gr\u00fcn wurde in seinem Stall verteilt, und ein Keeper blieb w\u00e4hrend der Nacht bei ihm.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka, Maisha und die anderen auf dem Weg in den Wald\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201882-pic6.jpg\" alt=\"Mukkoka, Maisha und die anderen auf dem Weg in den Wald\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Musiara, Mukkoka, Sana Sana und Kuishi\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201885-pic3.jpg\" alt=\"Musiara, Mukkoka, Sana Sana und Kuishi\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Tamiyoi, Emoli, Mukkoka und Malkia\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201886-pic5.jpg\" alt=\"Tamiyoi, Emoli, Mukkoka und Malkia\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Tamiyoi, Mukkoka und Ambo\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201886-pic6.jpg\" alt=\"Tamiyoi, Mukkoka und Ambo\" border=\"0\" \/><\/center>Der h\u00fcbsche und sehr freundliche kleine Junge wurde Mukkoka genannt, nach einer Stelle am Fluss Tiva, wo er unter Doumpalmen mehrere Tage lang verzweifelt umher gewandert war. Er hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass Nterto Kapina zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und mit seinem einzigartigen K\u00f6nnen die Spuren eines einzelnen Babyelefanten vom R\u00fccksitz einer Super Cub aus erkennen konnte. Nur dadurch konnte eine gr\u00fcndliche Suche gestartet werden, bei der er nach drei Tagen endlich gefunden und gerettet werden konnte. Auch nach seiner Mutter oder einem m\u00f6glichen Elefantenkadaver wurde in der Gegend lange gesucht, aber bisher wurde nichts gefunden. So bleibt es im Dunkeln, wie er seine Familie verloren hat.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=370&amp;elliname=Mukkoka\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u00dcbernehmen Sie hier die Patenschaft f\u00fcr Mukkoka<\/strong><\/span><\/a><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=370&amp;elliname=Mukkoka\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18395 size-full\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/mukkoka_web_kl.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/mukkoka_web_kl.jpg 600w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/mukkoka_web_kl-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/mukkoka_web_kl-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka bekommt seine Milch\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/111201885-pic2.jpg\" alt=\"Mukkoka bekommt seine Milch\" border=\"0\" \/><\/center><center><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/11120188108-pic1.jpg\" alt=\"Mukkoka\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mukkoka im Wald\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/11120188558-pic1.jpg\" alt=\"Mukkoka im Wald\" border=\"0\" \/><\/center><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/orphan_profile.asp?N=386\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-mukkoka\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. 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