{"id":18211,"date":"2018-11-09T23:54:12","date_gmt":"2018-11-09T22:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=18211"},"modified":"2019-04-24T04:27:49","modified_gmt":"2019-04-24T03:27:49","slug":"ate-news-august-bis-september-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-august-bis-september-2018\/","title":{"rendered":"ATE News: August bis September 2018"},"content":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate August und September 2018:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im August und September geht in Amboseli normalerweise die &#8222;Gro\u00dfe Trockenzeit&#8220; zu Ende &#8211; und gleichzeitig ist dies ihre h\u00e4rteste Phase. Die Weidefl\u00e4chen sind vertrocknet und der Wind treibt den ber\u00fcchtigten, sodahaltigen und mehlfeinen Staub \u00fcber die Ebenen.<\/p>\n<p>Doch dieses Jahr war anders! Dank der au\u00dfergew\u00f6hnlich reichhaltigen Niederschl\u00e4ge der letzten Regenzeit, welche ungef\u00e4hr die doppelte Menge eines durchschnittlichen Jahres erreichten, gab es wesentlich bessere Bedingungen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die S\u00fcmpfe im Zentrum des Parks werden ohnehin das gesamte Jahr mit Schmelzwasser vom Kilimanjaro versorgt und liefern zuverl\u00e4ssig Trinkwasser f\u00fcr alle Tiere. Daneben bieten sie mit der Sumpfvegetation auch eine wichtige Nahrungsressource. Diese ist allerdings f\u00fcr viele Tiere, wie Zebras, kaum zu erreichen. Anderen, wie den Elefanten, bietet sie nur eine relativ n\u00e4hrstoffarme Kost! Das schw\u00e4cht die Tiere auf die Dauer sehr und sie wirken dann oft m\u00fcde und lethargisch.<\/p>\n<p>Dieses Jahr jedoch hatten die reichen Regenf\u00e4lle ein so starkes Pflanzenwachstum ausgel\u00f6st, dass das Nahrungsangebot selbst zum H\u00f6hepunkt der Trockenzeit noch bestens war. Was sich auf die k\u00f6rperliche wie mentale Verfassung der Elefanten und anderen Tiere sehr positiv auswirkte!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele Herden kehrten in den Park zur\u00fcck, denn au\u00dferhalb trockneten die Savannen schneller aus. Sie genossen das au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Nahrungsangebot und ihre K\u00e4lber zeigten sich verspielt und ausgelassen. Zu diesen R\u00fcckkehrern z\u00e4hlte auch die ZB-Familie, die sich zwei Jahre lang in Tansania aufgehalten hatte!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_18217\" aria-describedby=\"caption-attachment-18217\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18217\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Die-ZB-Familie-300x215.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Die-ZB-Familie-300x215.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Die-ZB-Familie-768x549.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Die-ZB-Familie-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Die-ZB-Familie-200x143.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18217\" class=\"wp-caption-text\">Die ZB-Familie ist nach zwei Jahren wieder zur\u00fcck aus Tansania!<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mehrere der Elefantenfamilien machten es sich zur Gewohnheit regelm\u00e4\u00dfig den Palmwald zu besuchen, innerhalb dessen das Camp des ATE-Teams liegt. Die AA&#8217;s, EB&#8217;s, GB&#8217;s und PC&#8217;s geh\u00f6rten zu jenen, die h\u00e4ufig gesehen wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die AA&#8217;s waren weiterhin sehr h\u00e4ufig alle zusammen in einer Gruppe anzutreffen. F\u00fcr diese Familie ist das ein eher ungew\u00f6hnliches Verhalten, welches sie zeigt, seit Astrid vor ein paar Monaten die Rolle der Matriarchin \u00fcbernommen hatte. Noch ist nicht ganz klar ob es dauerhaft etabliert wird und ob es durch einen neuen F\u00fchrungsstil Astrids oder doch von anderen Einfl\u00fcssen ausgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch den K\u00e4lbern der AA&#8217;s geht es gut. Besonders im Fall von Astrid&#8217;s erst wenige Monate alten kleinen Sohn ist dies sehr erfreulich, da bisher sowohl von ihren Kindern wie Enkeln nur ihre Tochter Annan \u00fcberlebt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eines Tages besuchten die AA-K\u00fche Alexandra und Andrea das ATE-Camp. Dabei wurden sie von einer gro\u00dfen Schar Kuhreiher begleitet. Die wei\u00dfen V\u00f6gel umschw\u00e4rmten die Elefanten und versuchten die Insekten zu fangen, welche von den Grauen Riesen aufgescheucht wurden. Dies ist ein typisches Verhalten und die Elefanten in Amboseli sind so sehr an die Begleitung durch die Kuhreiher gew\u00f6hnt, dass sie oft kaum Notiz von ihnen zu nehmen scheinen. H\u00e4ufig kann man sogar sehen, wie sie den V\u00f6gel erlauben auf ihren R\u00fccken zu &#8222;reiten&#8220;!<\/p>\n<p>Die AA&#8217;s boten zusammen mit den Reihern ein wundersch\u00f6nes Bild mit dem Kilimanjaro im Hintergrund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_18218\" aria-describedby=\"caption-attachment-18218\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18218\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Ein-Teil-der-PA-Familie-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Ein-Teil-der-PA-Familie-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Ein-Teil-der-PA-Familie-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Ein-Teil-der-PA-Familie-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Ein-Teil-der-PA-Familie-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18218\" class=\"wp-caption-text\">Ein Teil der PA-Familie vor der Kulisse des Kilimanjaro!<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Garamba und Georgia von den GB&#8217;s verbrachten ebenfalls einmal einen ganzen Nachmittag direkt beim Camp. Und auch Golda wurde mehrmals gesehen. An einem Tag geh\u00f6rte sie zu einer gro\u00dfen Herde, die aus Angeh\u00f6rigen verschiedener Familien bestand &#8211; darunter beispielsweise auch den PC&#8217;s.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von den EB&#8217;s hingegen hielt sich weiterhin nur Enid&#8217;s Gruppe im Park auf. Diese z\u00e4hlte ebenfalls zu den h\u00e4ufigen Besuchern des ATE-Camps. Ella&#8217;s Gruppe-\u00a0befand sich-\u00a0stattdessen nachwievor-\u00a0in einem benachbarten Gebiet im Norden. Es war den ATE-Mitarbeitern noch nicht gelungen sie dort selbst zu Gesicht zu bekommen. Aber sie erhielten eine Reihe aktueller Fotos von Safari-Guides, Rangern oder Mitarbeitern anderen NGO&#8217;s, welche eindeutig Ella und ihre Gruppe zeigten &#8211; und belegten, dass auch sie sich in bester Verfassung befanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inzwischen geh\u00f6ren 1.800 Elefanten zum Projekt des Amboseli Trust und die Team-Mitglieder k\u00f6nnen jeden einzelnen identifizieren. Allerdings ist es nat\u00fcrlich sehr schwer bis unm\u00f6glich alle st\u00e4ndig im Auge zu behalten. Vor allem wenn sie den Park verlassen. Daher ist es \u00e4u\u00dferst hilfreich \u00fcber einige zus\u00e4tzliche &#8222;Augen&#8220; zu verf\u00fcgen, die das Team mit Informationen und Bildern versorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_18216\" aria-describedby=\"caption-attachment-18216\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18216\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Mitglieder-der-SB-Familie-300x219.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Mitglieder-der-SB-Familie-300x219.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Mitglieder-der-SB-Familie-768x562.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Mitglieder-der-SB-Familie-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2018\/11\/Mitglieder-der-SB-Familie-200x146.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18216\" class=\"wp-caption-text\">Einige Mitglieder der SB-Familie.<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die junge Kuh Echeri, deren 2015 geborenes Kalb im Juli aus einer Grube befreit werden musste, war im September leider bereits erneut auf Hilfe angewiesen. Dieses Mal entdeckte Norah Njiriani, dass sich Echeris 2012 geborener Sohn Embere in Schwierigkeiten befand. Mitarbeiter der Ol Tukai Lodge hatten sie informiert, weil er seinen R\u00fcssel in einem Drahtzaun, der das Gel\u00e4nde der Lodge umgibt, verfangen hatte. Norah konnte-\u00a0zwar beobachten, dass es ihm gelang, sich selbst zu befreien und zu seiner Familie zur\u00fcckzukehren. Doch stellte sie-\u00a0fest, dass sich ein weiteres St\u00fcck Draht um eines seiner Vorderbeine gewickelt hatte. Zwar hatte sich dieses noch nicht zusammengezogen und verursachte ihm deshalb keine Schmerzen, doch konnte er nat\u00fcrlich jederzeit damit irgendwo h\u00e4ngen bleiben und dann ein echtes Problem bekommen. Daher wurde die mobile Tierarzteinheit des KWS\/DSWT um Hilfe gebeten, die auch bereits nach kurzer Zeit vor Ort eintraf. Inzwischen aber war Embere mit seiner Familie in den nahegelegenen Sumpf gewandert. Dort konnte man ihn unm\u00f6glich bet\u00e4uben. Es blieb nichts anderes \u00fcbrig als die Aktion auf eine bessere Gelegenheit zu verschieben.<\/p>\n<p>Norah war w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Tage unentwegt damit besch\u00e4ftigt nach Embere Ausschau zu halten. Doch entweder war er wie vom Erdboden verschluckt oder er befand sich bereits wieder im Sumpf! Erst nach mehreren Tagen entdeckte sie ihn endlich in einem geeigneten Gel\u00e4nde. Sofort wurde der Tierarzt erneut gerufen, der in k\u00fcrzester Zeit vor Ort war. In einer Gemeinschaftsaktion vom KWS\/DSWT-Tierarzt-Team, Rangern des KWS und dem ATE-Team konnte Embere in einer nur 15 Minuten dauernden Aktion von dem gef\u00e4hrlichen Draht befreit werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter des ATE beteiligen sich grunds\u00e4tzlich nur in absoluten Notf\u00e4llen an derartigen Eins\u00e4tzen. Denn jedes Mal wenn so etwas notwendig war, stellten sie fest, dass die Elefanten hinterher eine Weile ihren Autos mit einer gewissen Unsicherheit begegneten.<\/p>\n<p>In diesem Fall aber war es anders: Echeri, Embere und ihre Familie zeigten nicht die geringste Verunsicherung sondern verhielten sich gegen\u00fcber den ATE-Fahrzeugen und ihren Insassen als wenn nichts vorgefallen w\u00e4re. Sie m\u00fcssen verstanden haben, dass Embere geholfen wurde und ihr Vertrauen in das ATE-Team war ungebrochen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-august-bis-september-2018\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate August und September 2018: &nbsp; &nbsp; Im August und September geht in Amboseli normalerweise die &#8222;Gro\u00dfe Trockenzeit&#8220; zu Ende &#8211; und gleichzeitig ist dies ihre h\u00e4rteste Phase. Die Weidefl\u00e4chen sind vertrocknet und der Wind treibt den ber\u00fcchtigten, sodahaltigen und mehlfeinen Staub \u00fcber die Ebenen. 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