{"id":1881,"date":"2010-10-25T17:30:22","date_gmt":"2010-10-25T16:30:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1881"},"modified":"2010-10-25T17:30:39","modified_gmt":"2010-10-25T16:30:39","slug":"newsletter-aus-keniadie-waisen-im-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-september\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia\/Die Waisen im September"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: September 2010<\/b> <\/p>\n<p>Auch in diesem Monat gab es wieder vier Rettungsaktionen. Der erste war ein kleines Nashorn. Der zweite Rettungsruf ereilte uns am 25. September durch den Chef-Keeper Benjamin aus Ithumba. Die Keeper hatten ein kleines weibliches Elefantenk\u00e4lbchen am Ithumba-Damm geborgen, das dort im Lehmschlamm feststeckte und sich nicht mehr befreien konnte. Da das Kalb schon \u00e4lter als ein Jahr war, brachte man es direkt nach Ithumba, wo es noch so lange bleiben sollte, wie es Milch brauchte. Das erschien sinnvoller als es erst nach Nairobi zu fliegen. In Ithumba w\u00e4re es inmitten der f\u00fcrsorglichen \u00e4lteren Waisen gut aufgehoben, und ein kleines bisschen Hoffnung bestand auch darin, dass es eines Tages seine verlorene Familie wieder treffen w\u00fcrde. Am Monatsende trug das kleine Kalb den Namen <b>Ithumbah<\/b>, war sehr ausgeglichen, trank ihre Milch und schon bald soll sie mit den anderen auf die t\u00e4gliche Futtersuche in den Busch gehen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Ithumbah.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Ithumbah\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Ithumbah_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Rettungsalarm Nr. 3 wurde am gleichen Tag, dem 25. September, ausgel\u00f6st. Ein weiteres Ziwani-Kalb wurde allein umherirrend in s\u00fcdlichen Teil des Nationalparks Tsavo-West entdeckt. Wie die arme <b>Murka<\/b> und viele andere, entkam sie nur knapp den zornigen Massai aus dieser Gegend. Dieser Findling war ein junger Bulle, etwa so alt wie <b>Ithumbah<\/b>, so dass wir auch ihn nach Ithumba fliegen wollten &#8211; zur Gesellschaft f\u00fcr die kleine Elefantenkuh. Der junge Bulle wurde <b>Salaita<\/b> genannt, und auch ihm ging es am Monatsende ausgesprochen gut. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Salaita.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Salaita\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Salaita_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Nur 4 Tage sp\u00e4ter traf der das dritte Elefantenwaise dieses Monats ein: eine ca. 15 Monate junge Kuh aus dem Amboseli Nationalpark. Dort wurde sie einige Zeit ohne Begleitung beobachtet und dann eingefangen. Die Elefantenforscher im Amboseli Nationalpark nannten sie <b>Kitirua<\/b>. Man geht davon aus, dass ihre Mutter von Wilderern get\u00f6tet wurde, was allerdings noch nicht best\u00e4tigt werden konnte. Der kleine Findling war ziemlich mager und hatte offenbar schon l\u00e4nger keine Milch mehr aufgenommen. Kraft hatte sie trotzdem und lieferte sich bei ihrer Ankunft in der Nursery einen z\u00e4hen Kampf. Doch schon drei Tage sp\u00e4ter trank sie die Milch aus der Flasche, saugte an den Fingern der Keeper\u00e2\u20ac\u00a6 und hatte sich eingelebt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Kitirua-getting-lots-of-love-from-the-orphans-IMG_0124-18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kitirua getting lots of love from the orphans IMG_0124 (18)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Kitirua-getting-lots-of-love-from-the-orphans-IMG_0124-18_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\"\/><\/a><\/p>\n<p>Der Streit zwischen <b>Suguta<\/b> und <b>Olare<\/b> um Klein <b>Sities<\/b>, der nun schon Monate andauerte, scheint endlich behoben &#8211; und zwar unmittelbar durch <b>Sities<\/b>, die sich <b>Suguta<\/b> direkt als \u201eLieblingsersatzmutter\u201c auserw\u00e4hlt hat. <b>Suguta<\/b> teilt <b>Sities<\/b> nun freiwillig und sehr gro\u00dfherzig mit <b>Olare<\/b>, so dass man die Kleine oft eingequetscht zwischen den beiden sieht. Sobald <b>Sities<\/b> morgens aus ihrem Stall kommt, rennt sie hin\u00fcber zu <b>Sugutas<\/b> Nachtlager und saugt an einem ihrer Ohren. Wenn <b>Suguta<\/b> nachts die L\u00f6wen br\u00fcllen h\u00f6rt, ist sie es, die morgens sofort an <b>Sities\u2019<\/b> Stallt\u00fcre steht, um sich zu vergewissern, dass dem ihr so teuren kleinen Baby nichts passiert ist. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Sities_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Sities_05\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Sities_05_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Sities<\/b> ist ein aktiver und verspielter kleiner Zeitgenosse. Es macht ihr viel Spa\u00df, sich vor den Besuchern im Schlamm zu w\u00e4lzen und am Absperrseil entlang zu rennen, um die afrikanischen Schulkinder zu erschrecken, von denen die meisten noch nie zuvor einen Elefanten gesehen hatten! <b>Suguta<\/b> gegen\u00fcber ist sie sehr besitzergreifend und eifers\u00fcchtig, sobald eines der anderen Babies bei ihr Schutz oder Trost sucht. Besonders <b>Shukuru<\/b>, der ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis nach Streicheleinheiten hat, wird von <b>Sities<\/b> oft weggeschubst, sobald er sich <b>Suguta<\/b> auch nur ann\u00e4hert. <\/p>\n<p>Am 16. September rief <b>Suguta<\/b> <b>Turkwel<\/b> und <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> zur Raison, weil sie wieder einmal miteinander k\u00e4mpften. <b>Turkwel<\/b> mag <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> nicht besonders, weil dieser schon immer sehr aufdringlich war. Nicht umsonst wird er von den Keepern Al Quaida genannt! <b>Suguta<\/b> ging zwischen die beiden Kontrahenten, baute sich auf, ihre Ohren waren weit aufgestellt und ihr R\u00fcssel unter ihrem Kinn eingeklemmt &#8211; Angriffsmodus! <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> trollte sich schnell zu seinem Freund <b>Kibo<\/b> und <b>Turkwel<\/b> versteckte sich hinter dem Stall des Nashorns Maxwell! <\/p>\n<p>Die hier ans\u00e4ssigen Warzenschweine sieht man oft dem auf Stallgel\u00e4nde, auf der Suche nach Speiseabf\u00e4llen aus der Kantine. Dennoch halten sie sich immer in der N\u00e4he der Elefanten und ihrer Keeper auf, denn dort f\u00fchlen sie sich sicher. Auch sie suhlen sich gern im Schlammbad, wenn die Elefanten mittags dort sind. Wenn sie es zu wild <b>treiben<\/b>, f\u00fchrt das automatisch zum Platzverweis durch <b>Suguta<\/b> und <b>Olare<\/b>. <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> und <b>Mutara<\/b> sind immer begeistert bei der Sache, wenn die Warzenschweine gejagt werden sollen. Bei Begegnungen mit anderen Wildtieren sind die Elefanten allerdings weniger selbstbewusst und versuchen mit Schl\u00e4gen auf die B\u00fcsche oder dem Niedertrampeln kleiner Str\u00e4ucher St\u00e4rke zu beweisen. Das geht nicht ohne aufgestellte Ohren, Trompeten und einer aufgesetzten b\u00f6sen Mine, in der Hoffnung, dass der Eindringling dann die Flucht ergreift. Erst, wenn der Fremde auf dem R\u00fcckzug ist, machen sie ernsthafte Anstalten tats\u00e4chlich anzugreifen. Als die Herde neulich auf einige B\u00fcffel traf, verlie\u00dfen sie sich lieber auf ihre Keeper. Ihre Unbehaglichkeit zeigte sich danach, indem sie den Rest des Tages in unmittelbarerer N\u00e4he ihrer menschlichen Familie fra\u00dfen. An einem anderen Tag wurden sie morgens auf ihrem Weg in den Busch von einer Herde Impala \u00fcberrascht und versuchten auch sie mit verlegenen Schl\u00e4gen auf die B\u00fcsche zu verjagen! <\/p>\n<p>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Kalama-3rd-from-the-front-with-Chemi-Chemi-net-ot-her-IMG_9641.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kalama 3. von vorne mit Chemi Chemi \" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Kalama-3rd-from-the-front-with-Chemi-Chemi-net-ot-her-IMG_9641_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Warzenschweine sind ein begehrtes Ziel der wenigen L\u00f6wen, die noch im Park verblieben sind. Einer von ihnen beobachte neulich aus sicherer Entfernung die Warzenschweine beim Suhlen mit den Waisen. In der Nacht vom 26. September schlichen vier L\u00f6wen um die Stallungen und br\u00fcllten so laut, dass die ganze Belegschaft inklusive der Keeper, die gerade Milch mischten, bis ins Mark ersch\u00fcttert wurde. Die Keeper lie\u00dfen sich anschlie\u00dfend sogar von den bewaffneten Nachtw\u00e4chtern beim Gang \u00fcber das Gel\u00e4nde begleiten. <b>Suguta<\/b> setzte dem Tumult noch die Krone auf, und machte die ganze Nacht \u00fcber solch einen Krach, dass niemand auch nur ein Auge zu bekam. Das L\u00f6wenrudel hatte sich unterdessen schon l\u00e4ngst aus dem Staub gemacht! Am n\u00e4chsten Morgen f\u00fchrten <b>Suguta<\/b> und <b>Olare<\/b> &#8211; dazwischen gequetscht nat\u00fcrlich <b>Sities<\/b> &#8211; die anderen Waisen in den Busch, nicht ohne ihre R\u00fcssel st\u00e4ndig wachsam in den Wind zu halten! <\/p>\n<p><b>Mutara<\/b> war in diesem Monat Anf\u00fchrer der j\u00fcngsten Gruppe, und dass obwohl sie j\u00fcnger ist als <b>Kalama<\/b>, <b>Kudup<\/b> und <b>Turkwel<\/b>. Ihre Mitstreiter waren davon nicht sehr begeistert. Von <b>Turkwel<\/b> bekam sie am 20. einen R\u00fcffel aus dem Hinterhalt, und als <b>Mutara<\/b> sich r\u00e4chen wollte, gab sie aus Versehen der v\u00f6llig unschuldigen <b>Kalama<\/b> eine Kopfnuss, was <b>Kalama<\/b> wiederum erboste, so dass <b>Kudup<\/b> eingreifen musste. <\/p>\n<p>Am sch\u00f6nsten war die Entwicklung von <b>Murka<\/b>: die nach ihren Erfahrungen mit Menschen so aggressive Einj\u00e4hrige hat sich in eine liebevolle, freundliche kleine Elefantenkuh verwandelt. Sie hat sich mit den Keepern angefreundet und saugt sogar an ihren Fingern. Die tiefe Wunde, die ihr mit einer Axt zugef\u00fcgt wurde, war auf wundersame Weise wieder verheilt &#8211; nur eine winzige Narbe war zur\u00fcckgeblieben. Auch das Loch in ihrem Kopf ist verschlossen, so dass sie nun endlich wieder Wasser in ihren R\u00fcssel aufnehmen und sich beim Schlammbad sogar bespritzen kann. Sie benutzt zum Trinken zwar immer noch nicht ihren R\u00fcssel, doch wir sind optimistisch, dass sich das bald \u00e4ndern wird. <b>Murka<\/b> war eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des Trusts und stellte sich nun auch als eines unserer gr\u00f6\u00dften (positiven) \u00dcberraschungen heraus! <\/p>\n<p><a name=\"S2\"><\/a><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: September 2010<\/b> <\/p>\n<p>Das aufregendste Ereignis f\u00fcr die Keeper, Waisen und Ex-Waisen in Ithumba war die Ankunft zweier neuer Waisen, die schon alt genug waren, direkt nach Ithumba gebracht anstatt erst nach Nairobi geflogen zu werden. Die kleine <b>Ithumbah<\/b> wurde gefunden, als sie am 24. September im Schlamm am Ithumba-Damm feststeckte. Schon am n\u00e4chsten Tag wurde in Ziwani im Nationalpark Tsavo-West ein weiteres Kalb in Ithumbas Alter gefunden, das ebenfalls hier aufgep\u00e4ppelt und Spielgef\u00e4hrte von Ithumba werden sollte. Der kleine Bulle aus Ziwani ist zwei Jahre alt und wurde <b>Salaita<\/b> genannt &#8211; nach einem Berg in der Region, wo er gefunden wurde. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Kriegsschauplatz, wo sich die Deutschen und Briten im Ersten Weltkrieg bek\u00e4mpften. Am Monatsende ging es den beiden Waisen dank Keeper Benjamin und seinem Team schon wieder bestens. Die Keeper rufen uns ca. dreimal t\u00e4glich in Nairobi an, um uns \u00fcber die Fortschritte ihrer Sch\u00fctzlinge auf dem Laufenden zu halten. <b>Kilaguni<\/b> war anfangs wohl nicht besonders gl\u00fccklich, ihr Nachtlager mit jemandem Fremden teilen zu m\u00fcssen, und war ein bisschen unh\u00f6flich gegen\u00fcber den Neuzug\u00e4ngen.  <\/p>\n<p>Es war insgesamt ein spannender Monat f\u00fcr diejenigen Ithumba-Waisen, die noch unter der Obhut der Keeper stehen. Auch gab es jede Menge Interaktion mit <b>Yattas<\/b> Gruppe Ex-Waisen. Am 6. September kam <b>Nasalot<\/b> alleine an die Stallungen, lief schnurstracks auf ihr Lieblingskalb <b>Kilaguni<\/b> zu und brachte die J\u00fcngsten anschlie\u00dfend zum Grasen in den Busch. Und dort trafen sie auf <b>Yattas<\/b> Gruppe, mit der sie ein wenig Zeit verbrachten bis <b>Yatta<\/b> mit <b>Chyulu<\/b>, <b>Makena<\/b> und <b>Lenana<\/b> davon zog. <b>Nasalot<\/b> blieb den ganzen Tag bei den Kleinsten, und <b>Chyulu<\/b>, <b>Makena<\/b> und <b>Lenana<\/b> kamen abends von selbst wieder ins Stallgel\u00e4nde. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Yatta_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Yatta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Yatta_01_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 9. September trafen die Junioren <b>Yattas<\/b> Gruppe auf dem Weg zur Suhle. Auch <b>Yattas<\/b> wilder Freund <b>Mgeni<\/b> war immer noch dabei. Alle zusammen grasten sie den Nachmittag \u00fcber gemeinsam und entschlossen sich vor der Heimkehr noch zu einem spontanen Schlammbad, bevor die J\u00fcngeren von den Gro\u00dfen wieder zur\u00fcck zu den St\u00e4llen eskortiert wurden. Am 12. waren <b>Nasalot<\/b> und <b>Kenze<\/b> den ganzen Tag bei den J\u00fcngeren, und am 18. waren es <b>Kinna<\/b>, <b>Nasalot<\/b> und <b>Wendi<\/b>. <b>Nasalot<\/b> hatte nat\u00fcrlich wie immer nur Augen f\u00fcr <b>Kilaguni<\/b>, w\u00e4hrend sich <b>Meibei<\/b> an <b>Kinna<\/b> heftete. Der Rest von <b>Yattas<\/b> Gruppe stie\u00df sp\u00e4ter beim Schlammbad noch zur Gruppe. Mit dabei waren auch zwei wilde Bullen. Am 30. trafen die Junioren <b>Ndomot<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Challa<\/b> und <b>Naserian<\/b> im Busch, und <b>Naserian<\/b> \u00fcbernahm f\u00fcr kurze Zeit die F\u00fchrung von <b>Loijuk<\/b>. <\/p>\n<p>Die Ex-Waisen hatten auch in diesem Monat einige Male Kontakt zu wilden Artgenossen: am 16. kamen wilde Elefanten zur Tr\u00e4nke. Diese allerdings war leer, und die Herde hatte keine Geduld bis zum Morgen zu warten, wenn die Keeper den Wasserhahn wieder aufdrehen w\u00fcrden. Die Ex-Waisen unter <b>Yatta<\/b> brachten am 13. September drei wilde Elefanten mit zum Schlammbad, und am 19. war das ganze Stallgel\u00e4nde mit wilden Besuchern zuz\u00fcglich allen Ex-Waisen gef\u00fcllt. Sie verbrachten den ganzen Morgen bei den J\u00fcngsten und begleiteten sie auch zum Schlammbad. Danach machte sich <b>Yatta<\/b> mit ihrer Gruppe auf in den Busch und \u00fcberlie\u00df <b>Nasalot<\/b> die Aufgabe, die Kleinsten abends sicher nach Hause zu bringen.  <\/p>\n<p>Die Ex-Waisen brachten auch am 23. September noch einmal wilde Elefanten mit zur Stalltr\u00e4nke und blieben den ganzen Tag mit den Kleinsten zusammen, am 28. tauchten noch einmal <b>Kinna<\/b>, <b>Nasalot<\/b> und <b>Yatta<\/b> auf und begr\u00fc\u00dften bei der Gelegenheit auch gleich die beiden Neuank\u00f6mmlinge, die damals noch nicht aus ihrem Stall gelassen werden konnten. <\/p>\n<p>Am 19. September dann das \u201eDrama\u201c, als Big Boy <b>Napasha<\/b> (aus <b>Yattas<\/b> Gruppe), sich beim Schlammbad einer Flasche Milch erm\u00e4chtigte. Die Keeper nahmen die Verfolgung auf, umzingelten ihn und eroberten die Flasche zur\u00fcck! Es hei\u00dft, Elefanten vergessen nie &#8211; und <b>Napasha<\/b> erinnert sich offensichtlich besonders gut an die Zeit, in der er immer s\u00fc\u00dfe Milch aus Flaschen trank! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Napasha_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Napasha_02\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Napasha_02_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 26. September brachte <b>Loijuk<\/b> abends ihre Gruppe zur\u00fcck zum Nachtlager, schaute kurz nach den beiden Neuzug\u00e4ngen, \u00f6ffnete das Tor und verschwand in Richtung <b>Yattas<\/b> Gruppe, um mit ihnen ihre erste Nacht in der Wildnis zu verbringen. Als sie am n\u00e4chsten Morgen zur\u00fcck kam, waren ihre Sch\u00fctzlinge gerade mit den Keepern aufgebrochen. Sie traf sie beim Grasen und wurde besonders von <b>Sabachi<\/b>, der sie abg\u00f6ttisch liebt, freudig begr\u00fc\u00dft. Auch in der folgenden Nacht war sie mit den Gro\u00dfen unterwegs, doch dieses Mal war sie am Morgen p\u00fcnktlich zur\u00fcck um ihrer Aufgabe als Leitkuh nachzugehen. Offensichtlich wird der Ruf der Wildnis nach <b>Loijuk<\/b> jetzt lauter, aber im Moment noch scheint sie hin- und hergerissen zwischen ihrer Rolle als Leitkuh und dem Leben im Busch. Wenn sie irgendwann so weit ist, wird ihre Position mit Sicherheit von <b>Lenana<\/b>, <b>Makena<\/b> oder <b>Chyulu<\/b> neu besetzt. <\/p>\n<p><a name=\"S1\"><\/a><b>Monatsbericht: Voi-Gruppe September 2010<\/b> <\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Trockenzeit (oder D\u00fcrreperiode) steht ins Haus und die Voi-Waisen konzentrieren sich darauf, m\u00f6glichst viele Reserven anzufressen.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die Keeper war es besonders aufregend, den Ex-Waisen <b>Lolokwe<\/b> und <b>Nyiro<\/b> wieder zu begegnen. Beide Bullen geh\u00f6ren zu <b>Emilys<\/b> Gruppe, aber scheinen jetzt ihre eigenen Wege zu gehen, so wie es auch wilde Elefantenbullen in diesem Alter machen. Sie kamen am 12. September ganz unvermittelt auf das Stallgel\u00e4nde und holten sich eine Portion Kokosnuss-Kuchen ab. Die Leckerei lockte sie schon tags darauf wieder ins Stallgel\u00e4nde, und noch ein drittes Mal am 19. September.  <\/p>\n<p><b>Siria<\/b> hat seine Kr\u00e4fte noch nicht richtig unter Kontrolle, was vor allem sein Freund <b>Mzima<\/b> zu sp\u00fcren bekam, als <b>Siria<\/b> beim Schlammbad seinen Kopf unter Wasser dr\u00fcckte. Die Keeper mussten sogar einschreiten, um ihn zu retten! <b>Shimba<\/b> ist mit <b>Mzima<\/b> ebenfalls dick befreundet, so dass <b>Siria<\/b> manchmal ein bisschen eifers\u00fcchtig ist. <b>Lempaute<\/b> war in diesem Monat Objekt der Begierde bei den jungen Bullen in diesem Monat und wurde st\u00e4ndig bestiegen. <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> ringen immer noch \u00fcberall und st\u00e4ndig, aber nicht aus Rivalit\u00e4t. Die beiden liefern sich lediglich die \u00fcblichen Kr\u00e4ftemessen junger Elefantenbullen. <b>Shimba<\/b> dagegen ist ein eher entspannter Jungbulle, der ein ruhiges Leben ohne Kabbeleien zu bevorzugen scheint. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Taveta-drinking-water.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Taveta drinking water\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Taveta-drinking-water_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Suhle ist immer der H\u00f6hepunkt des Tages f\u00fcr alle Elefanten. <b>Lempaute<\/b> hat ihren Freunden offenbar gezeigt, wie sie mit ihrem Kopf unter Wasser tauchen konnten und den R\u00fcssel als \u201eSchnorchel\u201c benutzen konnten!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Lesanju-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Lesanju (5)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/10\/Lesanju-5_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Lesanju<\/b>, Leitkuh der Voi-Waisen, ist sehr besitzergreifend ihrer kleinen Herde gegen\u00fcber. Sobald die Ex-Waisen oder wilde Elefanten auftauchen, f\u00fchrt sie ihre Sch\u00fctzlinge in die entgegengesetzte Richtung. In ihrer Rolle als Leitkuh wird sie vorbildlich unterst\u00fctzt von <b>Wasessa<\/b> und <b>Sinya<\/b>. Auch <b>Ndii<\/b> hilft gerne mit, aber keine der jungen K\u00fche wei\u00df den aufm\u00fcpfigen <b>Siria<\/b> zu b\u00e4ndigen! Offenbar haben sie ordentlichen Respekt vor ihm! Trotz des Formtiefs von <b>Kimana<\/b> war es ein sch\u00f6ner Monat f\u00fcr die Voi-Waisen, besonders f\u00fcr die Keeper, die endlich <b>Emily<\/b> wiedertrafen. Denn die tauchte am 29. September unvermittelt mit einigen ihrer Herdenmitglieder <b>auf<\/b> dem Stallgel\u00e4nde auf, namentlich <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b>, <b>Ndara<\/b>, <b>Mvita<\/b>, <b>Loisaba<\/b>, <b>Morani<\/b>, <b>Laikipia<\/b>, <b>Icholta<\/b> und ein wilder Elefant, der schon l\u00e4nger bei und mit der Gruppe lebt. <b>Lolokwe<\/b> und <b>Nyiro<\/b> waren nicht dabei, auch <b>Edie<\/b>, ihr Baby <b>Eve<\/b>, <b>Seraa<\/b>, <b>Burra<\/b>, <b>Thoma<\/b>, <b>Mweya<\/b>, <b>Mpala<\/b>, <b>Solango<\/b> und <b>Irima<\/b> waren nicht unter den Besuchern. <b>Edie<\/b> ist oft mit einer Splittergruppe von <b>Emilys<\/b> Herde unterwegs, so dass wir davon ausgehen, dass es ihnen allen gut geht. <b>Emilys<\/b> K\u00e4lbchen <b>Eve<\/b> war mit dem K\u00e4lbchen der freundlichen wilden Kuh aus der Herde in Spielereien verwickelt. <b>Ndara<\/b> wich den beiden nicht von der Seite, gegeben dem Fall, jemand wollte <b>Emilys<\/b> Baby \u201eentf\u00fchren\u201c.  <\/p>\n<p>Die noch von den Keepern betreuten Voi-Waisen hatten auch in diesem Monat einige Male Kontakt zu wilden Artgenossen. Am 7. September trafen sie eine wilde Herde beim Schlammbad, so auch am 18. September. Da waren es 10 wilde Elefanten und drei junge K\u00e4lber, die gleich von <b>Siria<\/b> begr\u00fc\u00dft wurden. Nur <b>Siria<\/b> und <b>Wasessa<\/b> sind so kontaktfreudig gegen\u00fcber wilden Elefanten, die anderen sind eher zur\u00fcckhaltend. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden schon \u00e4lter waren, als sie verwaisten? Die anderen waren noch sehr jung und sind wahrscheinlich deshalb ein bisschen sch\u00fcchterner gegen\u00fcber Fremden. Eine wilde Mutter und ihre drei K\u00e4lbchen, die zum Saufen immer an die Tr\u00e4nke auf dem Stallgel\u00e4nde kommen, waren auch in diesem Monat wieder da und trafen am 29. September sogar auf <b>Emilys<\/b> Gruppe. <\/p>\n<p>Andere \u201cwilde Begegnungen\u201c waren in diesem Monat laute, br\u00fcnstige Wasserb\u00f6cke, die den Waisen mit ihrem Paarungsgeschrei einen ordentlichen Schreck einjagten, ein Warzenschwein, das ihre Suhle benutzen wollte und sofort verjagt wurde; und zu guter Letzt eine riesige Herde B\u00fcffel &#8211; die Keeper sch\u00e4tzen um die tausend Tiere! Diese hatten all das Wasser ausgesoffen, das die Keeper f\u00fcr die Waisen in die Suhle gelassen hatten! <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-september\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: September 2010 Auch in diesem Monat gab es wieder vier Rettungsaktionen. Der erste war ein kleines Nashorn. Der zweite Rettungsruf ereilte uns am 25. September durch den Chef-Keeper Benjamin aus Ithumba. Die Keeper hatten ein kleines weibliches Elefantenk\u00e4lbchen am Ithumba-Damm geborgen, das dort im Lehmschlamm feststeckte und sich nicht mehr befreien &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-september\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia\/Die Waisen im September\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1],"tags":[],"class_list":["post-1881","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1881"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1881\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1882,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1881\/revisions\/1882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}