{"id":1934,"date":"2010-11-15T19:30:06","date_gmt":"2010-11-15T18:30:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1934"},"modified":"2010-11-15T19:30:06","modified_gmt":"2010-11-15T18:30:06","slug":"newsletter-aus-keniadie-waisen-im-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-oktober\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia\/Die Waisen im Oktober"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p>Der 13. Oktober, der Tag, an dem die chilenischen Bergleute gerettet wurden, brachte uns die wundersch\u00f6ne kleine \u201e<b>Naisula<\/b>\u201c. Sie wurde aus Archer\u2019s Post eingeflogen, das an das Samburu-Reservat angrenzt. Dort sind chinesische Arbeiter zum Bau der Stra\u00dfen stationiert und zeitgleich stieg auch die Zahl der Elfenbeinwilderei in dieser Region dort deutlich an. F\u00fcr uns war sie ein kleines \u201eWunder\u201c, denn schon bei ihrer Ankunft war sie unheimlich freundlich gegen\u00fcber allen Menschen. Das ist f\u00fcr eine 2-j\u00e4hrige aus solch einer krisengesch\u00fcttelten Region sehr ungew\u00f6hnlich. Die meisten Waisen in diesem Alter sind nach ihrer Odyssee eher aggressiv oder wollen Vergeltung. <b>Naisula<\/b> war die Ausnahme. Sie und <b>Kitirua<\/b>, ein September-Neuzugang aus dem Amboseli-Nationalpark, haben sich gesucht und gefunden und sind seit Anfang an unzertrennlich. <b>Murka<\/b> und <b>Melia<\/b> mussten nach <b>Naisulas<\/b> Ankunft ihre Schlafquartiere abgeben und waren daher ein bisschen wehleidig. Die beiden, besonders aber <b>Melia<\/b>, sind nicht sehr freundlich gegen\u00fcber <b>Kitirua<\/b> und <b>Naisula<\/b>. Das ist merkw\u00fcrdig, aber <b>Mutara<\/b>, <b>Tano<\/b>, <b>Suguta<\/b> und <b>Olare<\/b> machen diese Missgunst mit ihrer Zuneigung wieder wett. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Kitirua-with-the-others-IMG_0136-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kitirua with the others IMG_0136 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Kitirua-with-the-others-IMG_0136-1_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\"\/><\/a><\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Die Obduktion von <b>Kimanas<\/b> K\u00f6rper ergab eine stark vergr\u00f6\u00dferte Herzkammer und geschwollene Lymphknoten. Alle anderen Organe inklusive Magen-Darm-Trakt, waren scheinbar gesund. Die Lymphknoten werden jetzt weiter untersucht.<\/p>\n<p>Am Todestag von Maalim und <b>Kimana<\/b>, am Sonntag, den 17. Oktober, bekamen wir auch ein neugeborenes Elefantenbaby in die Nursery. Das K\u00e4lbchen, genannt <b>Wasin<\/b>, war nur ein bis zwei Wochen alt, und wurde von Samburu-Stammes\u00e4ltesten aus einem kleinen Brunnen im Namunyak Schutzgebiet in Laikipia gerettet. Das Schicksal ihrer Mutter ist ungewiss, aber es ist durchaus m\u00f6glich, dass auch sie der Wilderei zum Opfer fiel, die in dieser Region, wo viele Chinesen Stra\u00dfen bauen, deutlich angestiegen ist. Am Tag nach ihrer Ankunft, wachte die kleine <b>Wasin<\/b> mit einem Geschw\u00fcr auf ihrer Hornhaut auf. Um Schlimmeres wie Blindheit zu verhindern wurde sie sofort mit einer antibiotischen Augensalbe und -tropfen behandelt, die auch schnell anschlugen und wir hoffen, dass ihre Sicht nicht nachhaltig eingeschr\u00e4nkt bleibt. Bislang geht es ihr sehr gut, sie wird von <b>Mutara<\/b>, die nachts nebenan untergebracht ist, verg\u00f6ttert und bemuttert. <b>Mutara<\/b> hat die Begabung f\u00fcr eine sehr liebevolle Mini-Leitkuh und scheint auch Ambitionen zu hegen, <b>Sugutas<\/b> und <b>Olares<\/b> Rolle zu \u00fcbernehmen, wenn die Zeit reif ist. <b>Wasin<\/b> verbringt die meiste Zeit mit den Keepern auf dem Stallgel\u00e4nde und war bis jetzt noch nicht mit den gr\u00f6\u00dferen Junioren im Busch. Sie ist ein reizendes kleines Elefantenbaby und liebt ihre Menschenfamilie, wahrscheinlich weil sie einfach zu jung verwaiste um sich an ihre richtige Familie noch erinnern zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Chemi-Chemi-and-Mutara-IMG_0253-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Chemi Chemi and Mutara IMG_0253 (3)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Chemi-Chemi-and-Mutara-IMG_0253-3_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Naisula<\/b> ist verst\u00e4ndlicherweise, obwohl sie sehr freundlich ist, auch ein ziemlich nerv\u00f6ser Charakter. Sie flippt jedes Mal aus, wenn ihr ein Tier im Wald begegnet und auch den Keepern traut sie noch nicht so recht. Antilopen, Paviane und B\u00fcffel sorgten auch in diesem Monat f\u00fcr Panik unter den Elefantenwaisen, so dass die Keeper ausschw\u00e4rmen mussten um nach fehlenden Herdenmitgliedern zu suchen und alle wieder zusammen zu treiben. <b>Sities<\/b> ist nach wie vor jedermanns Liebling &#8211; ein cleverer kleiner Elefant, der auch die Besucher beim Schlammbad mit seinen Streichen unterh\u00e4lt. <\/p>\n<p>Auch L\u00f6wen hatten wir in diesem Monat mehrfach auf dem Gel\u00e4nde des Trusts. Sie br\u00fcllten laut und machten die Keeper und Elefanten am Monatsende auf einer Tour im Busch sehr nerv\u00f6s. In Wirklichkeit sind die L\u00f6wen mehr an den Warzenschweinen interessiert als an den Elefanten, die ohnehin die ganze Zeit von ihren Keepern begleitet werden. Trotzdem reagieren die Elefanten instinktiv auf die m\u00f6gliche Gefahr. (In Tsavo t\u00f6ten L\u00f6wen manchmal junge Elefanten, aber die L\u00f6wen in Nairobi haben Angst vor Menschen.) <\/p>\n<p><b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> ist und bleibt eine Nervens\u00e4ge, und in diesem Monat wurde er von <b>Suguta<\/b> ordentlich zurechtgewiesen, daf\u00fcr, dass er auf die kleine <b>Sities<\/b> aufgesprungen war. <b>Suguta<\/b> griff ihn am Schwanz und h\u00e4tte ihn wohl abgebissen, wenn ihm Flucht nicht gelungen w\u00e4re! Danach verordnete sie ihm eine Auszeit und schickte ihn wieder weg, sobald er wieder zur Gruppe zur\u00fcckkommen wollte. So ganz allein f\u00fchlte er sich unsicher und in Gefahr und schrie und kollerte, bis die Keeper sich seiner schlie\u00dflich erbarmten und ihn zur\u00fcck brachten! Eine Auszeit ist eine typische und sehr wirksame Strafma\u00dfnahme innerhalb der Elefantenherden, denn schlie\u00dflich sind Elefanten von Natur aus \u00e4ngstlich und abh\u00e4ngig vom Schutz der Herde.  <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p><b>Loijuk<\/b>, die lange Zeit die Leitkuh der von der Milch abgesetzten Waisen war, hat sich inzwischen selbst in die n\u00e4chsth\u00f6here Altersgruppe \u201cbef\u00f6rdert\u201c. Diese wird von <b>Yatta<\/b> angef\u00fchrt und besteht aus mehreren kleinen Gr\u00fcppchen, die sich abwechselnd um die Babies k\u00fcmmern, die noch von den Keepern betreut werden. Diese Splittergruppen werden normalerweise angef\u00fchrt von ehemaligen Waisen, die seinerzeit selbst schon einmal Leitkuhaufgaben \u00fcbernommen hatten. Offenbar trennen sie sich nur in Absprache mit <b>Yatta<\/b> von der Hauptherde. Jetzt, da <b>Loijuk<\/b> offenbar mit den Gro\u00dfen zusammen lebt, haben <b>Lenana<\/b>, <b>Chyulu<\/b> und <b>Makena<\/b> ihre Aufgaben bei den Kleinen \u00fcbernommen. Ihre Gruppe hat in diesem Monat sogar noch zwei Neuzug\u00e4nge bekommen: \u201c<b>Ithumbah<\/b>\u201c und \u201c<b>Salaita<\/b>\u201c. Die beiden wurden direkt nach Ithumba anstatt in die Nairobi Nursery geflogen, weil die K\u00e4lbchen schon zwei Jahre alt waren, und vervollst\u00e4ndigen jetzt die Gruppe von <b>Kilaguni<\/b>, <b>Chaimu<\/b>, <b>Meibai<\/b> und <b>Sabachi<\/b>. \u201c<b>Ithumbah<\/b>\u201c wurde aus dem Schlamm eines vertrockneten Dammes in Ithumba geborgen und \u201c<b>Salaita<\/b>\u201c, deren Familie offenbar im Nationalpark Tsavo-West Wilderern zum Opfer gefallen war, fand man allein umher streunend. <b>Loijuks<\/b> Abwesenheit machte sich schnell bemerkbar, denn <b>Lenana<\/b>, <b>Chyulu<\/b> und <b>Makena<\/b> waren offensichtlich unentschlossen dar\u00fcber, wer denn nun die Gruppe anf\u00fchren sollte. <b>Wendy<\/b> rettete die Lage, als sie am 15. Oktober mit ihrer eigenen Splittergruppe auftauchte und <b>Lenana<\/b> und <b>Chyulu<\/b> mit zu den \u00c4lteren nahm. <b>Makena<\/b> wurde zur\u00fcck gelassen, und damit bekam sie die Rolle der Leitkuh \u00fcbertragen. Sie wird kr\u00e4ftig von den \u00e4lteren Waisen unterst\u00fctzt, die fast t\u00e4glich vorbei schauen und die Gruppe zum Fressen oder zum Schlammbad begleiten. Manchmal treffen sie sich auch erst auf dem Heimweg oder die Gro\u00dfen erwarten die Kleinen abends an den Stallungen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/yatta-sunyei-chyulu-checks-on-ithumbah-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"yatta, sunyei &amp; chyulu checks on ithumbah (3)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/yatta-sunyei-chyulu-checks-on-ithumbah-3_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die beiden Neuzug\u00e4nge \u201e<b>Ithumbah<\/b>\u201c und \u201e<b>Salaita<\/b>\u201c durften am 6. Oktober erstmals aus ihrem Stall heraus, als die Keeper sicher sein konnten, dass sie gesundheitlich stabil und einigerma\u00dfen zahm sind. Am Anfang waren sie ein bisschen verwirrt \u00fcber die t\u00e4gliche Routine, aber bis Mitte des Monats hatten sie sich dem Rhythmus angepasst und f\u00fchrten die Gruppe sogar \u00f6fters zum Fressen oder Suhlen. <b>Meibei<\/b>, <b>Kilaguni<\/b>, <b>Sabachi<\/b> und <b>Chaimu<\/b> waren den beiden anfangs etwas misstrauisch gegen\u00fcber, aber am Monatsende sah man <b>Salaita<\/b> schon mit <b>Sabachi<\/b> im Schlamm spielen. Wann immer <b>Yatta<\/b> bei der Gruppe ist, bemuttert sie <b>Ithumbah<\/b>, w\u00e4hrend <b>Kinna<\/b> sich ausgiebig <b>Salaita<\/b> widmet. <b>Loijuks<\/b> Liebling ist immer noch <b>Sabachi<\/b> und <b>Nasalot<\/b> ist fixiert auf Kilaguni &#8211; und umgekehrt. <\/p>\n<p><b>Loijuk<\/b> hatte die Gruppe der \u00c4lteren Anfang des Monats verlassen. Am Morgen darauf kehrte sie wieder ins Stallgel\u00e4nde zur\u00fcck, brachte \u201eihre\u201c Sch\u00fctzlinge zum Fressen in den Busch, verbrachte den Tag mit ihnen und lieferte sie abends im Stallgel\u00e4nde ab. Dort wartete dann schon <b>Yattas<\/b> Gruppe, und sobald die Kleinen sicher in ihren Nachtlagern angekommen waren, verschwand <b>Loijuk<\/b> mit den Gro\u00dfen wieder im Busch. <\/p>\n<p>Tags darauf kamen <b>Mulika<\/b> und <b>Galana<\/b> und \u00fcbernahmen die Tagesbetreuung, mit besonderem Augenmerk auf <b>Kilaguni<\/b>. Schon am n\u00e4chsten Tag war <b>Naserian<\/b> mit der Aufsicht an der Reihe und brachte ein paar ihrer Gef\u00e4hrten mit. Dieser au\u00dfergew\u00f6hnliche Begleitservice hat au\u00dferdem den Vorteil, dass die Babies somit oft mit den Ex-Waisen und deren wilden Freunden zusammen kommen. Es gab kaum einen Tag, den die Waisen im Oktober ohne die Gro\u00dfen verbrachten. Am 4. Oktober kam <b>Yatta<\/b> mit ihrer Gruppe, um die J\u00fcngsten zum Fressen abzuholen. Im Schlepptau hatte sie so viele wilde Elefanten, dass die Keeper weit hinter dem Tross liefen, als es in den Busch ging. Die Elefanten verbrachten den ganzen Vormittag miteinander und trennten sich erst nach dem mitt\u00e4glichen Schlammbad. Am 7. gab es schon den n\u00e4chsten Kontakt zu wilden Artgenossen, als 10 Bullen an der Stalltr\u00e4nke Rast machten. Mit einem von ihnen nahmen die Waisen sogar Kontakt auf. <b>Yattas<\/b> Gruppe kam an diesem Tag auch noch einmal zum Saufen an die Tr\u00e4nke und hatte wieder wilde Elefanten dabei. Am 10. Oktober kam erneut ein einzelner Bulle zum Saufen ins Stallgel\u00e4nde und weitere vier wilde Elefanten trafen sie an ihrer neuen Suhle. <\/p>\n<p>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/wild-bulls-ithumbah-8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/wild-bulls-ithumbah-8_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Ex-Waisen und ihre wilden Freunde begleiteten die Waisen am 5., 12., 13., 15., 20., 24., 26. und 31. Oktober zum Schlammbad, und <b>Yatta<\/b> widmete \u201c<b>Ithumbah<\/b>\u201c bei jeder Gelegenheit ihre ganze Aufmerksamkeit. Einmal hatte sie neben <b>Ithumbah<\/b> gestanden, w\u00e4hrend die ihre Mittagsmilch trank. <b>Chyulu<\/b> und <b>Sunyei<\/b> holten sie danach ab, um sich im Schlamm zu w\u00e4lzen. <b>Ithumbah<\/b> hat bei den Gr\u00f6\u00dferen offensichtlich eine Sonderstellung, und schenkt man den Mutma\u00dfungen der Keeper Glauben, hat sie alles, was man als k\u00fcnftige Leitkuh mitbringen muss. So neu wie sie erst in der Gruppe ist, so f\u00fchrt sie sie jetzt schon sehr oft an. Offenkundig ist auch, dass die Ex-Waisen und die j\u00fcngeren Waisen sich sehr nahe stehen.  <\/p>\n<p>Am 15. kam <b>Wendi<\/b> mit ihrer Splittergruppe, und w\u00e4hlte bei dieser Gelegenheit <b>Lenana<\/b> und <b>Chyulu<\/b> f\u00fcr einen Ausflug mit den \u00c4lteren aus. Sie nahm sie mit, und somit war nur noch <b>Makena<\/b> als einzige der \u201e\u00e4lteren\u201c Waisen \u00fcbrig und hatte damit die Verantwortung f\u00fcr die Kleinsten. <b>Lenana<\/b> und <b>Chyulu<\/b> waren von der neuen Situation offenbar sehr angetan, denn obwohl sie zwei Tage nach ihrer \u201eBef\u00f6rderung\u201c mit der ganzen Herde an die Stalltr\u00e4nke kamen, wollten sie nicht bleiben. <b>Makena<\/b> hat sich inzwischen sehr gut in ihrer Rolle entwickelt. <\/p>\n<p>Am 22. Oktober war <b>Lualeni<\/b> an der Reihe, die Babies in den Busch zu eskortieren. Als die Gruppe abends zur\u00fcck kam, warteten die \u00c4lteren schon auf sie und nahmen sie \u00fcber Nacht wieder mit in den Busch. Schon am 26. war sie wieder dran und wurde mittags beim Schlammbad von <b>Nasalot<\/b> abgel\u00f6st.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/kilanguni-nasalot-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/kilanguni-nasalot-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a><\/p>\n<p> <b>Kilaguni<\/b> freute sich wahnsinnig, <b>Nasalot<\/b> wieder bei sich zu haben und wich den ganzen Nachmittag nicht von ihrer Seite. <b>Nasalot<\/b> kam in den fr\u00fchen Morgenstunden des 28. zur\u00fcck und verbrachte wieder den ganzen Tag mit den J\u00fcngsten &#8211; erneut zur gro\u00dfen Freude von <b>Kilaguni<\/b>! Am 30. Oktober schlie\u00dflich suhlten sich alle gro\u00dfen und kleinen Elefanten wohlig im Schlamm und ein aufregender Monat mit jeder Menge Kontakt zu wilden Artgenossen ging zu Ende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: <\/b> <\/p>\n<p><b>Kimana<\/b> war am 12. Mai 2010 aus der Nairobi Nursery nach Voi umgezogen, und seit einigen Wochen ging es ihm zunehmend schlechter. Offenbar litt er an einer chronischen Erkrankung, die weiterer Untersuchungen bedurfte. Pl\u00f6tzlich und unerwartet starb er dann am 17. Oktober. Er schien einfach keinen Lebenswillen mehr zu haben und litt unter der Sehnsucht nach <b>Kenia<\/b> und <b>Ndii<\/b>. Alle anderen Waisen, die zur\u00fcckbleiben vermissen ihn ebenso schmerzlich. Und die L\u00f6wen, die in der Nacht nach seinem Tod ganz nah am Stallgel\u00e4nde zu h\u00f6ren waren, sorgten nicht gerade daf\u00fcr, dass sich die Waisen ein beruhigen konnten. <\/p>\n<p>Die Obduktion von <b>Kimanas<\/b> K\u00f6rper ergab eine stark vergr\u00f6\u00dferte Herzkammer und hochgradig vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten. Diese wurden f\u00fcr weitere Untersuchungen entnommen, und die Ergebnisse sollten uns in ein paar Wochen vorliegen. <b>Kimanas<\/b> Tod war ein Schock f\u00fcr uns, denn wir hatten ihn sehr lieb gewonnen. Er war nie richtig gewachsen und am Ende seines kurzen Lebens erst halb so gro\u00df wie gleichaltrige Elefanten. Trotz allem hatte er ein frohes Gem\u00fct und hing besonders an seinen Keepern, <b>Kenia<\/b> und <b>Ndii<\/b>. In letzter Zeit wurde er besonders von <b>Lesanju<\/b> und <b>Lempaute<\/b> umsorgt und verw\u00f6hnt. Sie legten ihre R\u00fcssel liebevoll auf seinen R\u00fccken um ihn zu tr\u00f6sten, wenn es ihm schlecht ging, und <b>Lesanju<\/b> blieb immer bei ihm, wenn er hinter der Gruppe zur\u00fcck fiel, weil er nicht Schritt halten konnte. Auch das war ein Grund, warum wir ihn zur\u00fcck nach Nairobi brachten, denn schlie\u00dflich hielt er auch die Gruppe zur\u00fcck, die zu dieser Jahreszeit weiter laufen muss um ausreichend Nahrung zu finden. Wenn die Gr\u00e4ser und Kr\u00e4uter wieder vertrocknen und die \u00fcppige Buschsavanne erneut einer kargen Steppenlandschaft weichen muss, geht die Futtersuche h\u00e4ufig bis an die Grenzen oder gar aus dem Park hinaus. Nicht nur unsere Sch\u00fctzlinge und die Wildtiere, sondern auch unsere Ex-Waisen bleiben davon nicht verschont. <b>Emilys<\/b> Gruppe wurde nur am Monatsanfang einmal gesehen und blieb danach verschollen.  <\/p>\n<p><b>Lesanjus<\/b> Gruppe, die j\u00fcngsten Waisen, die noch Milch zugef\u00fcttert bekommen, sind im Vergleich zu anderen Monaten in diesem Oktober nicht so h\u00e4ufig mit wilden Elefantenherden zusammen gekommen, denn die meisten Herden sind jetzt schon au\u00dferhalb ihrer Reichweite unterwegs. Au\u00dferdem werden die Waisen jetzt innerhalb eines bestimmten, eingez\u00e4unten Gebietes gehalten, wo es noch ausreichend Futter f\u00fcr sie gibt. Eine Kuh mitsamt ihrer Familie, die regelm\u00e4\u00dfig an die Tr\u00e4nke kommt, war in diesem Monat nur einmal da &#8211; und die Waisen waren zu dieser Zeit schon in ihren Nachtlagern. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Lempaute-drinking-water.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Lempaute drinking water\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Lempaute-drinking-water_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Tassia<\/b>, <b>Wasessas<\/b> auserw\u00e4hlter Liebling, kann sich vor Aufmerksamkeit und F\u00fcrsorglichkeit kaum retten. Wann immer er einen Laut von sich gibt oder \u00c4rger mit den anderen hat, ist <b>Wasessa<\/b> sofort zur Stelle, um alles wieder gerade zu biegen &#8211; nat\u00fcrlich immer zu <b>Tassias<\/b> Gunsten! <b>Siria<\/b> und <b>Mzima<\/b> stehen sich sehr nahe, aber wetteifern auch oft miteinander. <b>Siria<\/b> ist allerdings immer sofort neidisch, wenn sich <b>Mzima<\/b> mit <b>Taveta<\/b> oder <b>Shimba<\/b> besch\u00e4ftigt. <b>Lempaute<\/b> ist immer noch der Schelm der Gruppe und tief verbunden mit <b>Lesanju<\/b>, mit der sie zusammen aufgewachsen ist. Wenn sie mit von der Partie ist, ist die Unterhaltung der Besucher mit Tricks und Streichen am Schlammbad sicher gestellt! In diesem Monat veralberte sie eine reizende Schulklasse aus der Nachbarschaft, und <b>Siria<\/b> versuchte, sie zu imitieren. Seit Ende des Monats bekommen die Waisen energiereiches Zusatzfutter, damit sie f\u00fcr die Trockenzeit gen\u00fcgend Reserven aufbauen. Jeden Morgen gibt es eine Portion Milchw\u00fcrfel und Koprakuchen, bevor es auf die Futtersuche geht. Obwohl sie sich meistens innerhalb des abgez\u00e4unten Gebietes aufhalten, hatte <b>Mzima<\/b> einmal die Idee, alle auf Mazinga Hill zu f\u00fchren, wo sie jede Menge k\u00f6stliche Kr\u00e4uter zwischen den Felsen fanden. Die F\u00fctterungszeiten und das Suhlen im Schlamm sind immer die H\u00f6hepunkte des Tages f\u00fcr die Waisen. Eigens daf\u00fcr wurde den Waisen ein Wasserloch ausgehoben, wo sie auch zu dieser Jahreszeit baden, suhlen und saufen k\u00f6nnen. Die Milch bekommen sie mittags auch dort, und <b>Mzima<\/b> ist immer der Erste, der das Auto h\u00f6rt und losrennt um als Erster seine Flasche zu bekommen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Shimba-ride-onto-Tasia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Shimba ride onto Tasia\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Shimba-ride-onto-Tasia_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Dida<\/b> und <b>Sinya<\/b> sind keine gro\u00dfen Wasserratten, es sei denn es ist au\u00dfergew\u00f6hnlich hei\u00df. Sie bevorzugen es, sich mit Dreck zu bewerfen. <b>Mzima<\/b>, <b>Siria<\/b>, <b>Tassia<\/b> und <b>Taveta<\/b> dagegen sind aus der Suhle kaum heraus zu bewegen. <b>Lesanja<\/b> kristallisiert sich als wirkliche Leitkuh der Gruppe heraus. <b>Wassessa<\/b> und <b>Sinya<\/b> helfen ihr eifrig, aber es ist <b>Lesanju<\/b>, die Streit schlichtet und Trost spendet. Die Voi-Waisen sind eine gl\u00fcckliche kleine Herde heranwachsender Elefanten, und schon sehr selbstst\u00e4ndig. Nur <b>Siria<\/b> ist noch neugieriger als die anderen und versucht bei jeder Gelegenheit wilden Elefantenherden hinter zu laufen. Er und <b>Wasessa<\/b> sind besonders aufgeschlossen, wahrscheinlich weil sie schon \u00e4lter waren als sie verwaisten und sich vielleicht noch ein bisschen besser an ihr Leben in der wilden Herde erinnern k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Wesesa-on-a-little-rest-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Wesesa on a little rest (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2010\/11\/Wesesa-on-a-little-rest-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-oktober\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Der 13. Oktober, der Tag, an dem die chilenischen Bergleute gerettet wurden, brachte uns die wundersch\u00f6ne kleine \u201eNaisula\u201c. Sie wurde aus Archer\u2019s Post eingeflogen, das an das Samburu-Reservat angrenzt. Dort sind chinesische Arbeiter zum Bau der Stra\u00dfen stationiert und zeitgleich stieg auch die Zahl der Elfenbeinwilderei in dieser Region dort deutlich &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-waisen-im-oktober\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia\/Die Waisen im Oktober\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1],"tags":[],"class_list":["post-1934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1934\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}