{"id":19453,"date":"2019-01-26T00:23:49","date_gmt":"2019-01-25T23:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=19453"},"modified":"2019-04-24T04:29:07","modified_gmt":"2019-04-24T03:29:07","slug":"ate-news-oktober-bis-november-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-oktober-bis-november-2018\/","title":{"rendered":"ATE News: Oktober bis November 2018"},"content":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Oktober und November 2018:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Monate Oktober und November markieren in Amboseli normalerweise den Beginn der &#8222;kurzen Regenzeit&#8220;. Die ersten Niederschl\u00e4ge finden allerdings noch au\u00dferhalb des Parks statt, an den H\u00e4ngen des Kilimanjaro und des benachbarten H\u00fcgellandes. Von dort ziehen sie dann allm\u00e4hlich immer weiter bis ins Zentrum des Schutzgebiets.<\/p>\n<p>Dieses Jahr dauerte es jedoch etwas l\u00e4nger, bis der erste Regen fiel. Erst Ende November kam es zu einem starken Anstieg der Temperaturen, dem gew\u00f6hnlichen Zeichen f\u00fcr den nahen Beginn der Regenzeit, dem dann auch tats\u00e4chlich bald die ersten Niederschl\u00e4ge folgten. Allerdings zeigten sich diese zun\u00e4chst noch von eher bescheidenem Ausma\u00df. Da die vorherige &#8222;gro\u00dfe Regenzeit&#8220; jedoch au\u00dfergew\u00f6hnlich ergiebig gewesen war gab es trotzdem noch immer Futter und Wasser in ausreichenden Mengen. Die meisten Tiere befanden sich daher nach wie vor in bester Verfassung und da man au\u00dferdem annehmen konnte, dass sich die Regenzeit auch im Dezember noch fortsetzen w\u00fcrde, war die Situation nach wie vor entspannt und alle sahen der n\u00e4chsten Zukunft recht optimistisch entgegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19455 aligncenter\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefant-1-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefant-1-300x169.png 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefant-1-768x432.png 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefant-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefant-1-200x113.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Den Elefanten in Amboseli geht es sehr gut!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Elefanten versammelten sich fast t\u00e4glich in gro\u00dfer Zahl in der N\u00e4he der S\u00fcmpfe. Oft schlossen sie sich in gro\u00dfe Herden zusammen, doch waren dazwischen auch immer wieder kleinere Gruppen zu finden. In allen Herden konnte eine gro\u00dfe Vielfalt an sozialen Aktivit\u00e4ten beobachtet werden. Dazu geh\u00f6rte vor allem das Treffen von Freunden, die zu verschiedenen Familien geh\u00f6rten, das gegenseitige Kennenlernen kleiner K\u00e4lber, die neue Spielkameraden fanden, Rangk\u00e4mpfe zwischen Bullen, Paarungen und ausgelassene B\u00e4der: Mit Wasser, Schlamm oder Staub!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die GB-Familie beispielsweise machte das Beste aus diesen Zusammenk\u00fcnften. Das ATE-Team hatte sie oftmals in Gesellschaft vieler anderer Familien beobachtet und es war offensichtlich, dass sie das Zusammensein mit so vielen ihrer Freunde genossen und alle eine wundervolle Zeit hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-19456\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-2-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-2-300x169.png 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-2-768x432.png 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-2-200x113.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Die Elefanten genie\u00dfen das Zusammensein &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">und das \u00fcppige Nahrungsangebot!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allerdings gab es auch einige traurige Ereignisse. Eines davon betraf die junge Kuh Paru aus der PA-Familie. Sie hatte Anfang des Jahres Zwillinge zur Welt gebracht. Eine echte Sensation, denn Zwillingsgeburten kommen bei Elefanten nur sehr selten vor! Daf\u00fcr gibt es allerdings auch einen guten Grund: Den meisten K\u00fchen f\u00e4llt es schwer genug Milch f\u00fcr ein Kalb zu erzeugen. Sie h\u00e4tten nie genug um zwei Babys ausreichend mit Nahrung zu versorgen. Paru und ihre beiden K\u00e4lber schienen jedoch eine positive Ausnahme zu sein. Was man auch der au\u00dfergew\u00f6hnlich ergiebigen gro\u00dfen Regenzeit zuschreiben konnte, welche ein \u00fcppiges Nahrungsangebot zur Folge hatte. So war Paru stets wohlgen\u00e4hrt und dadurch in der Lage genug Milch f\u00fcr beide K\u00e4lber zu produzieren. Die Zwillinge hatten offenbar riesiges Gl\u00fcck, dass sie genau zum optimalen Zeitpunkt geboren worden waren. Doch leider hielt diese positive Phase nicht an. Das weibliche Kalb zog sich eine Verletzung auf seinem R\u00fccken zu, welche schlecht zu heilen schien. Daher gab es die \u00dcberlegung sie von einem Tierarzt behandeln zu lassen. Hierf\u00fcr w\u00e4re es allerdings notwendig gewesen das Kalb einzufangen und die Mutter zu bet\u00e4uben. Das Narkotisieren von Elefanten ist jedoch immer mit einem Restrisiko verbunden. Und da es dem kleinen Elefanten-M\u00e4dchen offenbar allm\u00e4hlich wieder besser ging verzichtete man schlie\u00dflich doch auf einer tier\u00e4rztlichen Behandlung . Leider t\u00e4uschte der positive Eindruck! Das Baby starb in der zweiten Oktoberh\u00e4lfte &#8211; letztlich doch sehr \u00fcberraschend und unerwartet! Ein trauriges Schicksal f\u00fcr das kleine Elefantenm\u00e4dchen und ein traumatischer Verlust f\u00fcr ihre Mutter! Der einzige Trost war, dass es Parus Sohn weiterhin gut ging.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19457 aligncenter\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-3-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-3-300x169.png 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-3-768x432.png 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-3-1024x576.png 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefanten-vor-Palmenwald-3-200x113.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Elefanten am Rande eines Palmenwaldes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den AAs befanden sich, wie schon w\u00e4hrend der letzten Monate, weiterhin die meisten Mitglieder ihrer Familie in einer Gruppe zusammen. Erst Ende November konnte man beobachten, dass sie begannen sich auch in kleinere Gruppen aufzuteilen, welche sich unter verschiedene andere Familien mischten. Sie bevorzugten dabei diejenigen, welche sich in der westlichen Parkh\u00e4lfte aufhielten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die EBs hatten viel Zeit in der N\u00e4he des ATE-Forschungslagers verbracht. Es war f\u00fcr das Team wunderbar, sie so oft zu sehen. Gerne hielten sie sich auch beim Flamingo-See auf und \u00fcberquerten ihn mehrfach, um zu ihren bevorzugten Futterpl\u00e4tzen zu gelangen.<\/p>\n<p>Edwina und ihre Gruppe sahen gut aus und Elanas zweites Kalb, das im Mai diesen Jahres geboren worden war, machte einen sehr gesunden Eindruck. Es ist ein sehr unternehmungslustiges Kalb, voller Energie und stets zum Spielen aufgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-19458 aligncenter\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefantenbulle-vor-Auto-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefantenbulle-vor-Auto-300x169.png 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefantenbulle-vor-Auto-768x432.png 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefantenbulle-vor-Auto-1024x576.png 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/01\/Elefantenbulle-vor-Auto-200x113.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Viele Elefanten kennen die Fahrzeuge des<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">ATE-Teams gut und kommen oft nahe heran.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Elana hatte ihr Erstgeborenes im Jahr 2015 verloren, daher war es nun sehr sch\u00f6n zu sehen, dass sie erneut ein Kalb hatte und ihre m\u00fctterlichen F\u00e4higkeiten zeigen konnte. Elefantenk\u00fche, die zum ersten Mal ein Baby bekommen, schaffen es leider oft nicht, dass dieses \u00fcberlebt. Vor allem wenn ihre eigene Mutter ihnen nicht hilfreich zur Seite steht und\/oder wenn die Umweltbedingungen nicht gut sind. Das erste Kalb zu verlieren ist f\u00fcr die K\u00fche eine sehr traurige Erfahrung, gleichzeitig aber auch Teil eines Lernprozesses, den viele weibliche Elefanten in ihrem Leben durchmachen. Elefanten m\u00fcssen viele F\u00e4higkeiten erst im Laufe der Zeit erlernen. Dies kann manchmal eine sehr schwere und harte Lektion sein, aber sp\u00e4ter macht sich dieses Wissen bezahlt und kann sich entscheidend auf ihre F\u00fchrungsqualit\u00e4ten, ihr Verhalten als Mutter und den \u00dcberlebenserfolg ihrer Familie auswirken.<br \/>\nIm Oktober wurde beobachtet, dass auch Eleanor ein neues Kalb hatte, aber dieses sah so aus, als ob es schon ein paar Monate alt gewesen w\u00e4re. Vermutlich wurde es bereits Anfang Februar geboren.<\/p>\n<p>Die EB-K\u00e4lber gedeihen wunderbar &#8211; und umgeben von vielen gleichaltrigen Freunden veranstalten sie immer jede Menge lustiger und ausgelassener Spiele!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man durchaus sagen, dass die Elefanten in Amboseli auch im Oktober und November eine gute Zeit hatten, die sich gravierend von der vor einem Jahr noch herrschenden gro\u00dfen D\u00fcrre unterschied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-oktober-bis-november-2018\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Oktober und November 2018: &nbsp; &nbsp; Die Monate Oktober und November markieren in Amboseli normalerweise den Beginn der &#8222;kurzen Regenzeit&#8220;. Die ersten Niederschl\u00e4ge finden allerdings noch au\u00dferhalb des Parks statt, an den H\u00e4ngen des Kilimanjaro und des benachbarten H\u00fcgellandes. 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