{"id":19628,"date":"2019-02-12T23:17:12","date_gmt":"2019-02-12T22:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=19628"},"modified":"2019-04-24T04:29:13","modified_gmt":"2019-04-24T03:29:13","slug":"malkia-ndiwa-und-sana-sana-ziehen-nach-ithumba-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/malkia-ndiwa-und-sana-sana-ziehen-nach-ithumba-um\/","title":{"rendered":"Malkia, Ndiwa und Sana Sana ziehen nach Ithumba um"},"content":{"rendered":"<p>Am 4. Dezember 2018 kam der gro\u00dfe Tag f\u00fcr die Waisenk\u00fche Malkia, Ndiwa und Sana Sana: in den fr\u00fchen Morgenstunden wurden sie &#8211; nach ein paar Wochen Gew\u00f6hnungsphase &#8211; in den ma\u00dfgeschneiderten Umzugs-LKW gef\u00fchrt, um ihren n\u00e4chsten Schritt zur\u00fcck zu einem freien Leben in der Wildnis zu tun. Die Waisen, die aus Nairobi in die Auswilderungsstationen gebracht werden, bekommen immer einige Wochen Zeit, um sich an das Einsteigen ins Fahrzeug zu gew\u00f6hnen, damit die Situation auf der Reise nicht zu ungewohnt f\u00fcr sie ist. Zus\u00e4tzlich bekommen sie am Umzugstag auch noch ein leichtes Beruhigungsmittel, damit ihnen der Stress nicht zu sehr zusetzt. Beim Umzugstraining war Malkia immer die vorsichtigste; sie lie\u00df sich kaum davon \u00fcberzeugen, ganz in das Abteil zu gehen, und blieb immer mit einem Fu\u00df drau\u00dfen, damit sie zur Not schnell wieder zur\u00fcckweichen konnte. Daher dachten alle, dass sie am Umzugstag die gr\u00f6\u00dften Probleme bereiten w\u00fcrde, denn Sana Sana und Ndiwa machten sich nichts daraus und gingen brav in den LKW, um darin ihre Milch zu trinken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/j-xbHoJ1Mdo\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center>&nbsp;<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kleinen Waisen sind aber immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut, und so marschierte Malkia, als es am Dienstag Morgen soweit war, als erste hinein und z\u00f6gerte dabei kein bisschen! Stattdessen sorgte Ndiwa f\u00fcr ein wenig Durcheinander! Offenbar hatte sie Lunte gerochen, da alles viel ernster aussah als beim \u00dcben und der LKW f\u00fcr die Fahrt vorbereitet worden war. Nach einer Weile bequemte sie sich aber doch in ihr Abteil, gleichzeitig mit Sana Sana, und das Tor wurde eilig hinter ihr verriegelt. So waren die drei gut verstaut, und drei Keeper stiegen mit ein. Mit jeder Menge frisch geschnittenem Gr\u00fcn in jedem Abteil und zahlreichen gef\u00fcllten Milchflaschen, um die Babys unterwegs bei Laune zu halten, war alles bereit f\u00fcr die Abfahrt. Meist lassen sich die Elefanten von dem leichten Schaukeln schon auf den ersten paar Metern einlullen, und sie warten geduldig bei ihren vertrauten Keepern ab, was da auf sie zukommt &#8211; und so war es auch diesmal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana steigen in Nairobi ein\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201975145-pic1.jpg\" alt=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana steigen in Nairobi ein\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Der Umzugs-LKW ist unterwegs\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019751-pic2.jpg\" alt=\"Der Umzugs-LKW ist unterwegs\" border=\"0\"\/><\/center>Der Konvoi mit der wertvollen Ladung brach gegen 3:30 Uhr am Waisenhaus auf. 250 Kilometer lagen vor ihnen, und im Nu hatten sie auf der Schnellstra\u00dfe nach Mombasa die Vororte Nairobis hinter sich gelassen. Auf halber Strecke ging die Sonne am wolkenverhangenen Horizont auf, und der LKW hielt kurz an, damit die Keeper sich ein wenig die Beine vertreten und frisches leckeres Grewia f\u00fcr den Rest der Fahrt abschneiden konnten. Der Abschnitt von Kibwezi, wo die Route von der Schnellstra\u00dfe abzweigt, bis Ithumba war bisher ein staubiger und holpriger Fahrweg, doch in letzter Zeit wurde hier eine asphaltierte Stra\u00dfe gebaut, die nun fast fertig ist. Daher ging dieser etwa 60 Kilometer lange Teil der Fahrt wesentlich reibungsloser und schneller vonstatten als fr\u00fcher. Nur die letzten 25 Kilometer durch den Nationalpark bleiben ein Fahrweg \u00fcber die rote Erde Ithumbas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen bekommen unterwegs ihre Milch\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019751-pic4.jpg\" alt=\"Die Waisen bekommen unterwegs ihre Milch\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Kurze Pause, bei der frisches Gr\u00fcn eingeladen wird\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019751-pic3.jpg\" alt=\"Kurze Pause, bei der frisches Gr\u00fcn eingeladen wird\" border=\"0\"\/><\/center>So war die Fahrt recht schnell vorbei, und bei leichtem Regen fuhr der LKW an der Auswilderungsstation in Ithumba vor und die Tore wurden ge\u00f6ffnet. Als die Waisen herauskamen, stand schon frische Milch bereit. Sana Sana lie\u00df sich nichts anmerken und verhielt sich ganz wie sonst auch, Ndiwa schien auch relativ unbeeindruckt und konzentrierte sich ganz auf ihre Milchflasche, w\u00e4hrend Malkia ganz offensichtlich reichlich verwirrt von ihrer neuen Umgebung war. Sie lie\u00df sogar ihre Milch links liegen! Doch die mitgereisten Keeper in ihren vertrauten gr\u00fcnen Jacken konnten die Neuank\u00f6mmlinge bald beruhigen. Die Gruppe ging erst einmal zu den Tr\u00e4nken, wo die Keeper aus Ithumba in beigen Jacken sich mit ihnen bekannt machten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana kommen in Ithumba an\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019751-pic5.jpg\" alt=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana kommen in Ithumba an\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Malkia und Ndiwa bekommen ihre erste Flasche nach der Reise\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019751-pic6.jpg\" alt=\"Malkia und Ndiwa bekommen ihre erste Flasche nach der Reise\" border=\"0\"\/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Neuank\u00f6mmlinge folgen ihren Keepern\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201991119-pic1.jpg\" alt=\"Die Neuank\u00f6mmlinge folgen ihren Keepern\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Sana Sana, Ndiwa und Malkia gehen zur Tr\u00e4nke\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019911-pic2.jpg\" alt=\"Sana Sana, Ndiwa und Malkia gehen zur Tr\u00e4nke\" border=\"0\"\/><\/center>Inzwischen war es auch Zeit, dass die ersten der bereits in Ithumba lebenden Waisen ihre neuen Freunde kennenlernten. Mundusi, Esampu und Mteto kennen sie noch sehr gut, denn diese drei waren im Juni 2018 erst umgezogen; sie waren im Waisenhaus ein wenig sehr vorlaut geworden und hatten angefangen, die anderen herumzuschubsen, was h\u00e4ufig ein Anzeichen daf\u00fcr ist, dass sie bereit sind, mit \u00e4lteren Elefanten zusammen zu sein. Es gab eine \u00fcberschwengliche Begr\u00fc\u00dfung, denn alle erinnerten sich nat\u00fcrlich aneinander. Sana Sana und Mundusi umr\u00fcsselten sich besonders ausf\u00fchrlich, was sehr r\u00fchrend anzuschauen war. Dann kamen nach und nach &#8211; immer in Dreiergruppen &#8211; auch die restlichen der insgesamt 27 Ithumba-Waisen herunter, um die drei neuen M\u00e4dchen zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Esampu, Malkia und Ndiwa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019802-pic1.jpg\" alt=\"Esampu, Malkia und Ndiwa\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen aus Ithumba lernen Malkia kennen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201980-pic5.jpg\" alt=\"Die Waisen aus Ithumba lernen Malkia kennen\" border=\"0\"\/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mteto, Ndiwa, Mundusi, Esampu und Malkia\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019815-pic2.jpg\" alt=\"Mteto, Ndiwa, Mundusi, Esampu und Malkia\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Naseku und Ndiwa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019815-pic3.jpg\" alt=\"Naseku und Ndiwa\" border=\"0\"\/><\/center>Die Sonne lugte nur vorsichtig hinter den Wolken hervor, sodass es relativ k\u00fchl war und Malkia, Ndiwa und Sana Sana sich ganz auf die Begr\u00fc\u00dfungen konzentrieren konnten, statt gleich mit dem deutlich w\u00e4rmerem Wetter in Ithumba konfrontiert zu werden. Sp\u00e4ter beim Grasen drau\u00dfen im Busch stiegen die Temperaturen allerdings, und die drei versuchten, sich durch wildes Wedeln mit den Ohren abzuk\u00fchlen. Zum Gl\u00fcck gibt es nach den letzten Regenf\u00e4llen \u00fcberall kleine Pf\u00fctzen und Wasserl\u00f6cher, und die Waisen lie\u00dfen keine Gelegenheit zum Baden aus. Sie verteilten den k\u00fchlenden Schlamm gro\u00dfz\u00fcgig auf ihrer Haut und spritzten ihn sich hinter die Ohren. Um 11 Uhr &#8211; F\u00fctterungszeit in Tsavo wie auch in Nairobi &#8211; bekamen die Neulinge dann ihre n\u00e4chste Milch. Bei der Mittagsf\u00fctterung konnte man kaum glauben, dass sie erst am selben Morgen angekommen waren, denn sie machten einen vollkommen entspannten Eindruck. Das zeigt wieder einmal, wie gut Elefanten mit ihren Artgenossen kommunizieren und ihnen alles beibringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen spielen ausgelassen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019815-pic4.jpg\" alt=\"Die Waisen spielen ausgelassen\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Neulinge unter den Waisen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201980-pic6.jpg\" alt=\"Neulinge unter den Waisen\" border=\"0\"\/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201980-pic3.jpg\" alt=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana lernen das Schlammloch kennen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201980-pic4.jpg\" alt=\"Malkia, Ndiwa und Sana Sana lernen das Schlammloch kennen\" border=\"0\"\/><\/center>Der Rest des Tages verlief ohne besondere Vorkommnisse, und die Waisen grasten flei\u00dfig. Gegen 17:30 Uhr kamen sie dann wieder an der Auswilderungsstation an, bei dicken Wolken und einem herrlichen Regenbogen. Die drei Waisenhaus-Babys eilten in ihre Gehege, obwohl sie aus Nairobi einen ganz anderen Ablauf gew\u00f6hnt sind. Durch die Absperrung hindurch bekamen sie ihre Milchflaschen, und es war, als ob sie dies schon hundert Mal erlebt h\u00e4tten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Auswilderungsstation in Ithumba von oben\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/124201981531-pic1.jpg\" alt=\"Die Auswilderungsstation in Ithumba von oben\" border=\"0\"\/><img decoding=\"async\" title=\"Sana Sana, Ndiwa und Malkia\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1242019815-pic6.jpg\" alt=\"Sana Sana, Ndiwa und Malkia\" border=\"0\"\/><\/center>Da es viel geregnet hat und alles gr\u00fcn ist, lie\u00dfen sich die Ex-Waisen nicht blicken; zweifellos lassen sie es sich inmitten der \u00fcppigen Vegetation gutgehen und versammeln sich mit vielen ihrer Artgenossen drau\u00dfen im Busch, wie Elefanten es um diese Jahreszeit tun. Malkia, Ndiwa und Sana Sana haben nun auch dieses Leben vor sich, und obwohl sie viel neues erleben werden, werden sie noch einige Jahre auf die Keeper und ihre Milchflaschen angewiesen sein. Es ist ein wichtiger neuer Lebensabschnitt f\u00fcr sie, aber sie haben noch einiges zu lernen. Irgendwann werden sie aber soweit sein, sich den wild lebenden Ex-Waisen in diesem herrlichen Schutzgebiet im Norden Tsavos, diesem Paradies f\u00fcr Elefanten, anschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/updates\/updates.asp?ID=1127\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/malkia-ndiwa-und-sana-sana-ziehen-nach-ithumba-um\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. 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