{"id":21003,"date":"2019-04-22T12:40:59","date_gmt":"2019-04-22T11:40:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=21003"},"modified":"2019-04-24T06:23:22","modified_gmt":"2019-04-24T05:23:22","slug":"die-rettung-von-larro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-larro\/","title":{"rendered":"Die Rettung von Larro"},"content":{"rendered":"<p>Am 2. Januar 2019 wurde der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi um Hilfe bei der Rettung eines verwaisten Baby-Elefanten gebeten, das ganz allein in der Ripoi-Gegend in der Maasai Mara gesichtet worden war. Das kleine Kalb befand sich in der N\u00e4he einer Siedlung, und die Bewohner hatten die Angelegenheit dem Kenya Wildlife Service (KWS) gemeldet. Dessen Ranger hatten sich zum Ort des Geschehens begeben, sich davon \u00fcberzeugt, dass es sich tats\u00e4chlich um ein verwaistes Baby handelte, und daraufhin den SWT kontaktiert. Das Alter des kleinen Elefantenm\u00e4dchens wurde auf unter 1 Jahr gesch\u00e4tzt, sodass es mit Sicherheit noch milchabh\u00e4ngig war. Die lokalen Bewohner hatten sie schon zwei Tage lang beobachtet, aber keine anderen Elefantenherden in der N\u00e4he gesehen. Die Mitarbeiter in Nairobi bereiteten alles f\u00fcr die Rettung vor: Decken, Seil, Matratze und den Erste-Hilfe-Koffer mit der unverzichtbaren Rehydrierungsfl\u00fcssigkeit, die ganz wichtig ist f\u00fcr solch ein kleines Kalb, das schon mehrere Tage ohne Muttermilch hatte auskommen m\u00fcssen. Zwei Keeper machten sich damit auf den Weg zum Wilson-Flughafen, wo ein gechartertes Flugzeug bereits auf sie wartete. Kurz vor 15 Uhr starteten sie und kamen am Siana-Flugfeld in der Maasai Mara gegen 15:45 Uhr an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/-VC16F-hNGk\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Von dort war es eine 30-min\u00fctige Fahrt bis zu der Stelle, an der das Baby gesichtet worden war, und es blieb nicht viel Zeit bis zum Sonnenuntergang. Mit dem Fahrzeug des KWS wurden sie zu dem Kalb gebracht, das noch nicht eingefangen war, aber von den Wildh\u00fctern des KWS und aus Olarro weiter beobachtet wurde; es hielt sich dort in einem kleinen Dickicht auf. Die Keeper lie\u00dfen sich noch einmal von allen berichten, was sich zugetragen hatte. Die Maasai erz\u00e4hlten, dass sie das Baby bereits seit ein paar Tagen beobachteten und sie immer d\u00fcnner und ausgezehrter aussah, ohne dass andere Elefanten in der Gegend aufgetaucht w\u00e4ren. Schlie\u00dflich schlichen sie sich an das Kalb heran, verh\u00fcllten seinen Kopf mit einer Decke, und es dauerte nicht lange, bis sie es sicher eingefangen hatten. Sie sch\u00e4tzten sein Alter auf etwa 10 Monate.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro wird ins Flugzeug geladen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019656-pic3.jpg\" alt=\"Larro wird ins Flugzeug geladen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larro mit den Olarro- und KWS-Wildh\u00fctern und lokalen Bewohnern\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/215201934243-pic1.jpg\" alt=\"Larro mit den Olarro- und KWS-Wildh\u00fctern und lokalen Bewohnern\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb wird auf das Fahrzeug geladen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019342-pic3.jpg\" alt=\"Das Kalb wird auf das Fahrzeug geladen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larros Retter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019656-pic4.jpg\" alt=\"Larros Retter\" border=\"0\" \/><\/center>Danach wurde es auf den Landcruiser geladen und zum Flugfeld gebracht, wo viele helfende H\u00e4nde zur Stelle waren, um es in das Flugzeug zu hieven. Sie bekam eine Infusion f\u00fcr den kurzen Flug zur\u00fcck nach Nairobi, wo das Flugzeug gegen 19 Uhr wieder landete, gerade als die Sonne unterging. Vom Wilson-Flughafen wurde sie zum Waisenhaus gefahren, wo sie schlie\u00dflich in einen extra f\u00fcr sie vorbereiteten Stall gebracht wurde. Ihre Stallnachbarin Enkesha wunderte sich sehr, was da zu so sp\u00e4ter Stunde nebenan passierte, aber sie war sehr freundlich und liebevoll zu dem kleinen Neuank\u00f6mmling, was sehr dazu beitrug, dass sich das Baby wieder beruhigen konnte.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro ist im Flugzeug verstaut\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019656-pic2.jpg\" alt=\"Larro ist im Flugzeug verstaut\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larro auf dem Flug nach Nairobi\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/215201965654-pic1.jpg\" alt=\"Larro auf dem Flug nach Nairobi\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro im Gehege im Waisenhaus\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019342-pic4.jpg\" alt=\"Larro im Gehege im Waisenhaus\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larro ist in ihrem Gehege angekommen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019342-pic6.jpg\" alt=\"Larro ist in ihrem Gehege angekommen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro macht sich mit einem Keeper bekannt\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019342-pic5.jpg\" alt=\"Larro macht sich mit einem Keeper bekannt\" border=\"0\" \/><\/center>Nachdem es sich kurz an seine neue Umgebung gew\u00f6hnen konnte, brachten die Keeper ihr etwas frische warme Milch, aber sie schaffte nur eine halbe Flasche davon &#8211; an die neue Milch m\u00fcssen sich die gerade geretteten Waisen immer erst einmal gew\u00f6hnen. Ihre n\u00e4chste Flasche, die sie um 21 Uhr bekam, trank sie aber schon ohne Probleme. Au\u00dferdem wurde ihr noch eine Injektion mit Vitamin B und weiteren vorbeugenden Stoffen verabreicht, die Neulinge immer erst einmal bekommen. Nach wenigen Stunden war sie ruhig genug, dass sie schlie\u00dflich nach allem, was sie durchgemacht hatte, einschlief. In der Nacht mussten die Keeper ihr ab und zu auf die Beine helfen, damit sie weiter nahrhafte Milch trinken konnte, weil sie nicht kr\u00e4ftig genug war, alleine aufzustehen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro trinkt Milch\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019656-pic5.jpg\" alt=\"Larro trinkt Milch\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larro drau\u00dfen im Wald\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019760-pic1.jpg\" alt=\"Larro drau\u00dfen im Wald\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro im Busch\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/21520194748-pic1.jpg\" alt=\"Larro im Busch\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Larro bei den anderen Waisen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/21520194102-pic1.jpg\" alt=\"Larro bei den anderen Waisen\" border=\"0\" \/><\/center>Das kleine M\u00e4dchen wurde Larro genannt, nach der Gegend, in der sie gefunden wurde. Ihre ersten Tage im Waisenhaus hatte sie sehr zu k\u00e4mpfen, denn sie war sehr schw\u00e4chlich und blieb erst einmal f\u00fcnf Tage an den Stalllungen. In dieser Zeit gew\u00f6hnte sie sich an die Keeper, ihre neue Umgebung und die neuartige Milch und erholte sich langsam wieder. Als sie kr\u00e4ftig genug schien, sich den anderen anzuschlie\u00dfen, durfte sie dann mit ihnen hinaus gehen. Sie war sehr brav und die anderen Waisen behandelten sie sehr freundlich und f\u00fcrsorglich, sodass sie bald alles Neue kennengelernt hatte. In ihren ersten paar Wochen im Waisenhaus blieb sie noch etwas wackelig auf den Beinen, und immer wenn die anderen zum Grasen weiter in den Wald hinaus gingen, blieb sie bei Luggard zur\u00fcck, mit dem sie sich sehr schnell anfreundete. Am zweiten Tag drau\u00dfen bei den anderen ging sie gleich begeistert ins Schlammbad, was aber noch etwas zuviel f\u00fcr sie war &#8211; sie war schnell ersch\u00f6pft und blieb im Matsch stecken, sodass die Keeper Stiefel und Str\u00fcmpfe ausziehen und die Hosen hochkrempeln mussten, um sie aus dem Schlammloch zu befreien! An den Keepern h\u00e4ngt sie schon sehr, und sie verbringt ihre Zeit drau\u00dfen im Busch am liebsten nahe bei ihnen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Larro wird gef\u00fcttert\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/2152019410-pic2.jpg\" alt=\"Larro wird gef\u00fcttert\" border=\"0\" \/><\/center>Warum Larro verwaiste, konnte nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt werden, aber es deutet alles darauf hin, dass sie ein Opfer des Mensch-Wildtier-Konflikts geworden ist. In der Gegend, aus der sie kam, gab es in den vergangenen Monaten etliche solcher F\u00e4lle, und zwischen August und Dezember 2018 musste das mobile Tierarztteam von SWT und KWS in der Mara dort insgesamt 28 Mal Elefanten mit Speer- oder Pfeilwunden behandeln. Meistens ging es gut aus, aber bei einer Gelegenheit war eine von einem Pfeil getroffene Kuh einen steilen Abhang hinunter gefallen und hatte sich dabei an der Wirbels\u00e4ule verletzt, sodass sie sich nicht mehr bewegen konnte und vom Tierarzt eingeschl\u00e4fert werden musste. Es war eine milchgebende Kuh, aber es war damals kein Kalb zu finden gewesen. Dies ereignete sich am 22. November 2018, und es kann gut sein, dass Larro ihr Kalb gewesen war; dem Zustand der Kuh nach zu urteilen, hatte sie jedenfalls schon etliche Wochen lang ges\u00e4ugt. M\u00f6glicherweise war Larro noch eine Weile bei der Herde geblieben, bis sie schlie\u00dflich zu schwach wurde, um mithalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=371&amp;elliname=Larro\"><strong>\u00dcbernehmen Sie jetzt eine Patenschaft f\u00fcr LARRO<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=371&amp;elliname=Larro\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-21015 size-full\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/04\/Larro.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/orphan_profile.asp?N=388\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-larro\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Januar 2019 wurde der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi um Hilfe bei der Rettung eines verwaisten Baby-Elefanten gebeten, das ganz allein in der Ripoi-Gegend in der Maasai Mara gesichtet worden war. Das kleine Kalb befand sich in der N\u00e4he einer Siedlung, und die Bewohner hatten die Angelegenheit dem Kenya Wildlife Service (KWS) &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-larro\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Rettung von Larro\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":21015,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,60,1],"tags":[409,114],"class_list":["post-21003","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-elinews","category-website","category-news","tag-larro","tag-nursery"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21003"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21053,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003\/revisions\/21053"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}