{"id":21006,"date":"2019-04-22T12:53:45","date_gmt":"2019-04-22T11:53:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=21006"},"modified":"2019-04-28T12:13:33","modified_gmt":"2019-04-28T11:13:33","slug":"neues-von-den-ex-waisen-in-voi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/neues-von-den-ex-waisen-in-voi\/","title":{"rendered":"Neues von den Ex-Waisen in Voi"},"content":{"rendered":"<p>Die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust in Voi wurde seinerzeit noch von David Sheldrick pers\u00f6nlich errichtet, dem Gr\u00fcnder des Tsavo Nationalpark. Mit seiner Frau Daphne zog er dort in den F\u00fcnfziger Jahren des 20. Jahrunderts die ersten verwaisten Elefanten auf, und dazu noch Spitzmaulnash\u00f6rner, B\u00fcffel, Zebras, Warzenschweine, Mangusten, Strau\u00dfe, Impalas, Kudus und jede Menge anderer Wildtiere in Not. Die Station liegt malerisch an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs, oberhalb des Park-Hauptquartiers, und man hat von dort einen herrlichen Ausblick \u00fcber den s\u00fcdlichen Teil des Nationalparks und die Stadt Voi &#8211; damals noch ein kleines Dorf mit nur einer Stra\u00dfe, ein paar H\u00e4ndlern und einer kleinen Bahnstation.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mweya und Emily\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019836-pic6.jpg\" alt=\"Mweya und Emily\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Lesanju, Baby Neptune und Ndara\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019836-pic5.jpg\" alt=\"Lesanju, Baby Neptune und Ndara\" border=\"0\" \/><\/center><!--more--><\/p>\n<p>Im Laufe der Jahrzehnte sind hier zahlreiche Elefantenwaisen aufgezogen worden, ein Prozess, der gew\u00f6hnlich zehn bis 14 Jahre dauert. Viele gro\u00dfe wilde Herden bev\u00f6lkern die Ebenen des s\u00fcdlichen Tsavo, und manche der ehemaligen Waisen sind \u00fcber die Jahre ber\u00fchmt f\u00fcr die Gegend geworden, so wie Eleanor und in letzter Zeit auch Emily. F\u00fcr die Keeper ist es immer ein ganz besonderer Moment, wenn die majest\u00e4tischen Ex-Waisen nach langer Zeit wieder einmal ihre menschliche Familie besuchen und dabei die noch milchabh\u00e4ngigen Waisen kennenlernen; ihnen sollen sie in Zukunft ihr jahrelang erworbenes Wissen weitergeben, damit auch sie erfolgreich die Gegend und die klimatischen Bedingungen verstehen lernen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Emily mit einem Sto\u00dfzahn\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019836-pic4.jpg\" alt=\"Emily mit einem Sto\u00dfzahn\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Lesanju, Baby Neptune, Sweet Sally und Ndara\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019836-pic3.jpg\" alt=\"Lesanju, Baby Neptune, Sweet Sally und Ndara\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Die hochschwangere Mweya und Thoma\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/215201984250-pic1.jpg\" alt=\"Die hochschwangere Mweya und Thoma\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Baby Neptune bei Icholta\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019842-pic2.jpg\" alt=\"Baby Neptune bei Icholta\" border=\"0\" \/><\/center>Ende 2018 war es wieder einmal soweit, und etliche Ex-Waisen unter der F\u00fchrung von Emily kamen w\u00e4hrend der Regenzeit im Dezember zu den Stallungen in Voi. Dabei waren auch die etwas j\u00fcngeren Ex-Waisen Lesanju, Lempaute, Wassesa und Rombo, die vollauf damit besch\u00e4ftigt sind, sich um die vielen Babys der Herde zu k\u00fcmmern. Dazu geh\u00f6ren nicht nur Emilys K\u00e4lber Eve und Emma, sondern auch die Babys von Edie, Ella und Eden. Auch Icholta mit Inca waren mit von der Partie, genauso wie Sweet Sally mit Safi, Thoma mit Thor, Ndara mit Neptune und Seraa mit Solar. Ihre Kollegin Mweya ist zurzeit hochschwanger, und alle waren bei bester Gesundheit. An einigen Tagen tauchten auch die schon ganz stattlichen Bullen Laikipia und Lolokwe auf. Die Ex-Waisen blieben ein paar Wochen in der Gegend, schlossen sich h\u00e4ufig den j\u00fcngeren Waisen beim Schlammbad an und kamen auch immer wieder an den Stallungen vorbei. Die einzige, die sich weniger freute, war Kenia, aktuelle Leitkuh der Waisenherde, die sich alle M\u00fche gab, ihre Sch\u00fctzlinge von ihren \u00e4lteren Kollegen fernzuhalten, damit sie nicht von ihnen entf\u00fchrt werden konnten!<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Wassesa, Baby Thor, Thoma und Emily \" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019836-pic2.jpg\" alt=\"Wassesa, Baby Thor, Thoma und Emily \" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Emma und Mweya mit einem wilden Bullen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/21520198362-pic1.jpg\" alt=\"Emma und Mweya mit einem wilden Bullen\" border=\"0\" \/><\/center>Im Januar wartete dann noch eine \u00dcberraschung auf die Keeper, als am 8. des Monats aus heiterem Himmel die jetzt neun Jahre alte Mbirikani an der Auswilderungsstation auftauchte! Im Mai 2018 hatte Mbirikani sich zusammen mit Ajali am Wasserloch einer wilden Herde angeschlossen und war vor den Augen der Keeper mit ihr in den Weiten der Savanne verschwunden. Die Keeper versuchten einige Tage lang, die beiden wiederzufinden und suchten sogar per Flugzeug. Aber ohne Erfolg &#8211; offenbar hatte die wilde Herde sie aufgenommen und war mit ihnen weitergezogen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mbirikani an der Auswilderungsstation\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/215201991733-pic1.jpg\" alt=\"Mbirikani an der Auswilderungsstation\" border=\"0\" \/><\/center>Das ist jetzt fast ein Jahr her, und staunten alle sehr, als sich Mbirikani nun wieder zeigte. M\u00f6glicherweise war ihre neue Herde zur Regenzeit wieder zu den Weidegr\u00fcnden im Park zur\u00fcckgekehrt, und als Mbirikani die Umgebung wiedererkannte, beschloss sie, ihre ehemaligen Keeper zu besuchen. Und tats\u00e4chlich bekamen die Keeper am 10. Januar auch Ajali zu sehen, als er am Nachmittag zum Schlammbad der Waisen kam! Ajali, der schon relativ alt war, als er verwaiste, und nicht allzu lange von den Keepern versorgt wurde, war allerdings deutlich zur\u00fcckhaltender als Mbirikani und kam den Waisen und ihren Keepern nicht allzu nahe. Er blieb ein paar Stunden bei Mbirikani und schlenderte dann wieder hinaus in den Park.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mbegu begr\u00fc\u00dft Mbirikani\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/215201991142-pic1.jpg\" alt=\"Mbegu begr\u00fc\u00dft Mbirikani\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mbirikani bei den Waisen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019917-pic3.jpg\" alt=\"Mbirikani bei den Waisen\" border=\"0\" \/><\/center>An dem Abend, an dem sie an der Station auftauchte, blieb Mbirikani \u00fcber Nacht, und am folgenden Morgen begleitete sie die Waisen zum Grasen hinaus in den Busch, und so hat sie es auch in den folgenden Tagen getan. Sie geht am Morgen mit den Waisen hinaus und kommt am Abend mit ihnen zu den Stallungen zur\u00fcck. Sie schl\u00e4ft allerdings au\u00dferhalb der Gehege auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen und erwartet dann die Waisen, wenn sie am Morgen wieder herauskommen. Und auch dar\u00fcber ist Kenia nat\u00fcrlich nicht allzu erfreut, denn wie bei Emily bef\u00fcrchtet sie, dass auch Mbirikani ihr die Rolle als Leitkuh streitig machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ndotto sagt Mbirikani Hallo\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019911-pic3.jpg\" alt=\"Ndotto sagt Mbirikani Hallo\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mbirikani\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/2152019917-pic2.jpg\" alt=\"Mbirikani\" border=\"0\" \/><\/center>Niemand wei\u00df, wie lange Mbirikani bei den milchabh\u00e4ngigen Waisen bleiben wird, aber alle sind gl\u00fccklich, dass es ihr so gut geht, und das, obwohl sie, als sie verwaiste, eine so schreckliche Verletzung ertragen musste. Sie wurde im Juli 2013 in den Chyulu-Bergen mit einer Schlingenfalle aufgefunden, die sich schon tief in das Fleisch ihres Beines gefressen hatte. Es dauerte etliche Monate und erforderte dauernde Pflege, um sie wieder gesund zu pflegen. Heute sieht man davon nur noch, dass ihr Fu\u00dfgelenk etwas dicker ist als die anderen, aber ansonsten ist sie gesund und munter.<\/p>\n<p>Offenbar hat sie diejenigen nicht vergessen, die sie damals gerettet und wieder gesund gepflegt haben, und das geh\u00f6rt zum Sch\u00f6nsten, das die Keeper bei ihrer Arbeit erleben. Ebenso gl\u00fccklich macht es alle beteiligten zu sehen, wie erfolgreich die Ex-Waisen nun frei in der Wildnis leben und all das meistern, was sich ihnen t\u00e4glich als Herausforderung stellt. Sie bedanken sich auf ihre Weise bei ihrer menschlichen Familie, indem sie von Zeit zu Zeit vorbeikommen, um Hallo zu sagen und die Freude \u00fcber ihre immer gr\u00f6\u00dfer werdende Herde mit den Keepern zu teilen.<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem englischen Original: <a href=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/news\/updates\/emilys-growing-herd\">News on Emily&#8217;s growing herd<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/news\/updates\/mbirikanis-return\">Mbirikani&#8217;s return!<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/neues-von-den-ex-waisen-in-voi\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust in Voi wurde seinerzeit noch von David Sheldrick pers\u00f6nlich errichtet, dem Gr\u00fcnder des Tsavo Nationalpark. 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