{"id":21010,"date":"2019-04-26T20:25:13","date_gmt":"2019-04-26T19:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=21010"},"modified":"2019-04-28T07:21:44","modified_gmt":"2019-04-28T06:21:44","slug":"die-rettung-von-nabulu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-nabulu\/","title":{"rendered":"Die Rettung von Nabulu"},"content":{"rendered":"<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/rails\/active_storage\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBdCs4IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJibG9iX2lkIn19--91a9a477d4024de312f892261c160af5d1ba394e\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCam9VWTI5dFltbHVaVjl2Y0hScGIyNXpld282REdkeVlYWnBkSGs2QzJObGJuUmxjam9MY21WemFYcGxTU0lPTVRrd01IZzRNREJlQmpvR1JWUTZESEYxWVd4cGRIbHBWVG9LYzNSeWFYQlVPZ2xqY205d1NTSVJNVGt3TUhnNE1EQXJNQ3N3QmpzSlZBPT0iLCJleHAiOm51bGwsInB1ciI6InZhcmlhdGlvbiJ9fQ==--156b1f8466b0fb5efd6c07848bc0f5433ec6bf03\/Nabulu_feb_19_16.jpg\" width=\"70%\" \/><\/center>Am 30. Januar erreichte den Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi ein Anruf vom Kenya Wildlife Service (KWS), und kurz darauf gleich ein weiterer von der mobilen Tierarzteinheit in der Maasai Marai, die vom KWS betrieben und vom SWT finanziert wird. Es ging um ein verwaistes Elefantenkalb, das seit \u00fcber zwei Wochen im Oloisukut-Schutzgebiet in der Maasai Mara beobachtet worden war. Die Ranger hatten gehofft, es w\u00fcrde sich wieder einer wilden Herde anschlie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p>Leider blieb das Baby die ganze Zeit allein, obwohl sich viele Herden in der Gegend aufhielten. Sie verschwand immer einmal wieder f\u00fcr ein paar Tage im Geb\u00fcsch, sodass die Ranger und auch die Safaribesucher keine Spur mehr von ihr sahen. Aber sie tauchte immer wieder auf, jedoch niemals in Begleitung anderer Elefanten. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends, und schlie\u00dflich stimmten alle Beteiligten \u00fcberein, dass sie gerettet werden sollte, um ihr die Chance auf ein langes und gl\u00fcckliches Leben zu erhalten &#8211; bei den vielen Raubtieren, die es in der Maasai Mara gibt, h\u00e4tte sie sonst nicht lange \u00fcberlebt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9YA3c9WXIvg\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center><center><\/center>So machte sich Dr. Limo, der Chef der mobilen Tierarzteinheit der Mara, Ende Januar auf die Suche nach ihr, denn sie war wieder einmal im dichten Geb\u00fcsch in felsigem Gebiet verschwunden. Erst am 1. Februar konnte sie eingefangen werden, und eilig wurde das Rettungsflugzeug aus Nairobi angefordert, denn es war schon sp\u00e4ter Nachmittag.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu wird ins Rettungsflugzeug geladen\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DASSRK876\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>Die vielen Helfer, die sich die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche gaben, es dem kleinen Pechvogel so angenehm wie m\u00f6glich zu machen, waren erleichtert, als das Flugzeug gegen 18 Uhr wieder vom Flugfeld in der Maasai Mara startete, mit den Keepern und dem Kalb sicher an Bord verstaut. Auch eine Infusion wurde verabreicht, da das kleine M\u00e4dchen schon sehr abgemagert war. Es war schon weit nach 20 Uhr, als das Team schlie\u00dflich mit der wertvollen Fracht auf dem Fahrzeug am Waisenhaus in Nairobi ankam.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulus Retter\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DDXTQ2TXR\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb sicher verstaut im Flugzeug\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DSE4P4T9A\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu wird in Nairobi aus dem Flugzeug geladen\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/D2AHJGP9X\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>Das Baby wurde mit Gekoller von allen Seiten begr\u00fc\u00dft, denn die Waisen vor Ort hatten nat\u00fcrlich gleich gemerkt, dass ein Neuling angekommen war. Sie bekam ein freies Gehege neben dem von Tagwa. Sie war verst\u00e4ndlicherweise sehr aufgeregt und rannte gegen das Tor, lief in ihrem Gehege umher und zerrte kr\u00e4ftig an dem geschnittenen Gr\u00fcn, sodass auch Tagwa nach einer Weile unruhig wurde &#8211; die gro\u00dfe Nervosit\u00e4t nebenan ist sie nicht gew\u00f6hnt! Schlie\u00dflich steckte Tagwa den R\u00fcssel durch die Holzpfosten zwischen den beiden Gehegen, um das neue Baby zu beruhigen, und das funktionierte auch ganz gut. Das Kalb ist gesch\u00e4tzt 22 Monate alt, ein kleines M\u00e4dchen, das den Namen &#8222;Nabulu&#8220; bekommen hat, was in der Sprache der Maasai so viel bedeutet wie &#8222;wachsen&#8220;.<\/p>\n<p>Es dauerte eine ganze Weile, bis Nabulu sich im Waisenhaus eingew\u00f6hnt hatte, denn sie war lange in einer angsteinfl\u00f6\u00dfenden Umgebung allein unterwegs gewesen. Was genau passiert war und warum sie verwaiste, ist nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt; es gibt aber zurzeit wieder h\u00e4ufiger F\u00e4lle von Mensch-Wildtier-Konflikt in der Gegend, aus der sie kommt, da mit der einsetzenden Trockenzeit die nat\u00fcrlichen Ressourcen Wasser und Futter wieder hart umk\u00e4mpft sind. Vermutlich war das der Grund, warum sie ihre Familie verlor.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu in ihrem Gehege\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DXEWNPEIN\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>Nach einigen Tagen begann Nabulu sich aber einzuleben &#8211; sie fing an, an den Fingern der Keeper zu nuckeln, wie alle Babys es gerne tun, und lernte ihre Milchflaschen zu sch\u00e4tzen. Ihr Verdauungssystem hatte lange mit Parasiten zu k\u00e4mpfen, und auch eines ihrer Ohren fiel in sich zusammen. In ihrem abgemagerten Zustand gab sie ein trauriges Bild ab. Sie sollte sich m\u00f6glichst bald den anderen Waisen anschlie\u00dfen, um nicht zu lange in ihrem Gehege bleiben zu m\u00fcssen &#8211; obwohl sie noch ein wenig wild war. So hatten die Keeper es bei den F\u00fctterungen auch nicht leicht mit ihr, denn wann immer sie gierig zu ihrer Milch gelaufen kam, war das Geschubse und Gedr\u00e4ngel gro\u00df! Aber zum Gl\u00fcck gibt es im Wald einen knorkeligen Baum, hinter dem sich die Keeper gut verstecken k\u00f6nnen, wenn es etwas hitziger wird. Dieser &#8222;Milch-Baum&#8220;, wie er von den Keepern genannt wird, erwies sich wieder einmal als sehr hilfreich, bis Nabulu schlie\u00dflich soweit war, dass die Keeper nicht mehr vor ihr weglaufen mussten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu bekommt Milch\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DHXQ7GYHZ\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu im Wald\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DP1FRME0B\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu lernt die anderen Waisen kennen\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/DPDBRMV0Q\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Nabulu inmitten ihrer neuen Freunde\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/uploaded_assets\/image\/D4F27K55J\/gallery\" width=\"70%\" \/><\/center>Und bald war die Freude gro\u00df, als auch ihr Ohr wieder kr\u00e4ftig genug war und ihr allgemeiner Zustand sich besserte. Obwohl sie sehr kleine Ohren hat, ist sie doch ein sehr h\u00fcbsches kleines Elefantenm\u00e4dchen. Die Folgen ihrer traumatischen Erfahrungen, ihr neurotisches und unberechenbares Verhalten, lassen nun langsam nach, und es zeigt sich, dass sie ein freundlicher und netter Elefant ist. Die Waisen und menschlichen Helfer um sie herum helfen ihr dabei, und sie vertraut ihnen langsam. Ihr bester Freund Luggard war es, der ihr in den ersten Tagen zur Seite stand, als sie noch zu aufgew\u00fchlt war, um am Mittagsschlammbad teilzunehmen; inzwischen hat sie einige Fortschritte gemacht und sich an das Leben im Waisenhaus gew\u00f6hnt, und sie ist jetzt bei allem dabei, was die Elefanten erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=372&amp;elliname=Nabulu\"><strong>\u00dcbernehmen Sie jetzt eine Patenschaft f\u00fcr Nabulu<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=372&amp;elliname=Nabulu\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21019\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/04\/Nabulu.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/04\/Nabulu.jpg 600w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/04\/Nabulu-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/news\/updates\/the-rescue-of-nabulu\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-nabulu\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. 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