{"id":2107,"date":"2011-02-08T18:56:00","date_gmt":"2011-02-08T17:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2107"},"modified":"2011-02-09T09:02:46","modified_gmt":"2011-02-09T08:02:46","slug":"solango-holt-sich-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/solango-holt-sich-hilfe\/","title":{"rendered":"Solango holt sich Hilfe &hellip;."},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend eines Routine-Streifganges am 28. Januar trafen die Keeper auf <strong>Solango<\/strong>. Er war in Begleitung von <strong>Burra<\/strong> und versuchte verzweifelt, auf drei Beinen zum Voi-Camp zu gelangen, weil er auf dem rechten Hinterbein hochgradig lahmte. Er wusste offenbar, dass er Hilfe brauchte und wo er sie bekommen w\u00fcrde: von seiner menschlichen Ersatzfamilie in Voi, die immer noch Elefantenwaisen aus Nairobi auf ihrem Weg zur\u00fcck in die Wildnis Tsavos begleitete.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"solango1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango1_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"solango1\" width=\"192\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein junger, so schwer verwundeter Elefant ist leichte Beute f\u00fcr die L\u00f6wen in Tsavo. Die Keeper begleiteten <strong>Solango<\/strong> und <strong>Burra<\/strong> auf dem letzten Teil ihrer offensichtlich langen und beschwerlichen Reise zur\u00fcck nach hause. Als sie sich den Stallungen n\u00e4herten, trafen sie <strong>Emilys<\/strong> Gruppe, und sobald sie auf dem Stallgel\u00e4nde angekommen waren, ging <strong>Solango<\/strong> geradewegs in seine fr\u00fchere Unterkunft. <strong>Solango<\/strong> wurde im September 2001 geboren und im Alter von nur einem Monat kam er in die Nairobi Nursery. Er verlor seine Mutter als er im weit entfernten Shaba Schutzgebiet an einem Ort namens \u201eKasimi Hamisi\u201c in eine Felsspalte fiel. Da diese Spalte auch w\u00e4hrend der Trockenzeit Wasser f\u00fchrt, bringen die Einheimischen ihre Herden zum Saufen dorthin. Aufgrund des Andrangs sind die Felsen von all den Klauen und F\u00fc\u00dfen abgewetzt und somit durch die N\u00e4sse obendrein glatt und gef\u00e4hrlich. Auch <strong>Seraa<\/strong> verungl\u00fcckte an dieser Spalte, und hatte Gl\u00fcck, damals von Ian Craig aus Lewa Downs entdeckt und gerettet zu werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"solango2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango2_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"solango2\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass unsere von Hand aufgezogenen Ex-Waisen wissen, wohin sie im Notfall gehen m\u00fcssen. <strong>Solango<\/strong> ist auch nicht der erste, der zu seinem alten zuhause zur\u00fcck kommt, um sich Hilfe zu holen. Viele Menschen, die sich mit diesen hochintelligenten, sehr \u201emenschlichen\u201c Tieren nicht so gut auskennen, sind oftmals erstaunt vom logischen Denken der Elefanten. F\u00fcr uns hingegen, die inzwischen mehr als 50 Jahre mit der Pflege verwaister Elefanten zugebracht haben, ist es keine \u00dcberraschung mehr und wir finden, dass die Dickh\u00e4uter uns Menschen sehr \u00e4hnlich und in vielen Eigenschaften sogar \u00fcberlegen sind! Sie vereinen alle guten Eigenschaften der Menschen und einige wenige der schlechten; in einigen Sachen sind sie uns jedoch weit voraus: so verst\u00e4ndigen sie sich telepathisch, kommunizieren \u00fcber riesige Distanzen via Infraschall, nehmen seismische Aktivit\u00e4t \u00fcber ihre F\u00fc\u00dfe wahr und vieles mehr!<\/p>\n<p><strong>Solango<\/strong> hatte keine sichtbare \u00e4u\u00dfere Verletzung, die uns einen Hinweis auf seine Lahmheit geben konnte. Das Knie war jedoch deutlich geschwollen, was auf eine Fraktur oder bestenfalls eine Verstauchung hindeutete. Offenbar kam er von weit her, denn er war derma\u00dfen ersch\u00f6pft, dass er sich nach etwas Futter und Wasser hinlegte und f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Stunden schlief! Als er aufwachte, mussten ihm die Keeper beim Aufstehen helfen, weil er sein verletztes Bein nicht belasten konnte. Der lange Weg nach hause schien ihm all seine Kr\u00e4fte geraubt zu haben.<\/p>\n<p>Wir fragten die Tier\u00e4rzte um Rat und verblieben dabei, dass es vorerst das Beste sei, erst einmal nichts zu tun!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"solango3\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/02\/solango3_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"solango3\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Art Verletzung konnte nur die Natur, also die Zeit, heilen. Behandelte man die Schmerzen mit Medikamenten, w\u00fcrde er sein Bein zu fr\u00fch belasten, und Entz\u00fcndungshemmer haben m\u00f6glicherweise unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen, so dass die optimalste L\u00f6sung in einer hom\u00f6opathischen Behandlung lag, die die Knochen-, Muskel- und Sehnenheilung unterst\u00fctzte. Unsere liebenswerte hom\u00f6opathische Spezialistin Lesley Suter aus England sagte uns, welche Mittel anzuwenden seien: <em>Symphytum<\/em> (Beinwurz), <em>Rus toxicodenron<\/em> (Giftefeu) und <em>Ruta graveolens<\/em> (Weinrute) zusammen mit jeder Menge Arnika und Bachbl\u00fcten.<\/p>\n<p>Bis zum Ende der ersten Februarwoche besserte sich <strong>Solangos<\/strong> Zustand sichtbar. Er konnte das Bein wieder aufsetzen und innerhalb des Stallgel\u00e4ndes umherlaufen, sich an dem gro\u00dfen Felsen im Gel\u00e4nde kratzen und st\u00e4rkte sich mit Kopra, Milchw\u00fcrfeln, Luzerne und Frischfutter, das t\u00e4glich f\u00fcr ihn gesammelt wurde. Er genie\u00dft die Gesellschaft der jungen Elefanten, die von den Voi-Keepern betreut werden und immer morgens vor und abends nach ihrem Tag im Busch Zeit mit ihm verbringen. Auch <strong>Emily<\/strong> und ihre Herde besuchten ihn regelm\u00e4\u00dfig, da sie sich im Moment offenbar in der Gegend aufhalten. Wir sind also guter Hoffnung, dass die Ruhe und viel F\u00fcrsorge daf\u00fcr sorgen werden, dass er bald wieder fit ist. Ein Beispiel daf\u00fcr, dass die Natur den besten Behandlungsplan hat, ist <strong>Murkas<\/strong> 25 cm lange Speerwunde im Kopf. <strong>Solango<\/strong> ist trotz allem in der gl\u00fccklichen Lage, eine menschliche Ersatzfamilie zu haben, die ihm den Schutz und die Hilfe gew\u00e4hrt, die er zum gesund werden braucht. Die meisten wildlebenden Elefanten haben das nicht!<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/solango-holt-sich-hilfe\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend eines Routine-Streifganges am 28. Januar trafen die Keeper auf Solango. Er war in Begleitung von Burra und versuchte verzweifelt, auf drei Beinen zum Voi-Camp zu gelangen, weil er auf dem rechten Hinterbein hochgradig lahmte. 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