{"id":21086,"date":"2019-05-04T13:52:52","date_gmt":"2019-05-04T12:52:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=21086"},"modified":"2019-05-15T18:02:29","modified_gmt":"2019-05-15T17:02:29","slug":"ate-news-dezember-2018-und-januar-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-dezember-2018-und-januar-2019\/","title":{"rendered":"ATE News: Dezember 2018 und Januar 2019"},"content":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Dezember 2018 und Januar 2019:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dezember 2018 und Januar 2019 bot Amboseli einen unglaublich sch\u00f6nen Anblick und es herrschten au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Bedingungen! 2018 hatte es Regenf\u00e4lle in Rekordh\u00f6he gegeben &#8211; allein im April und Mai fiel die doppelte Gesamtmenge eines durchschnittlichen Jahres! Und zum Abschluss folgte am 11. Dezember ein gewaltiger Regenschauer, der nicht nur volle sieben Stunden andauerte sondern auch die unglaubliche Menge von 100 Millimetern Niederschlag in nur sechs Stunden brachte. Das ATE-Team musste den Regenmesser leeren um die weiteren Niederschl\u00e4ge erfassen zu k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Amboseli-\u00d6kosystem verwandelte sich in ein gr\u00fcnes Paradies mit Savannen voller langer, saftiger Gr\u00e4ser, dichter W\u00e4lder, mit frischem Laub treibenden B\u00e4umen und Str\u00e4uchern sowie S\u00fcmpfen, die weit \u00fcber ihre normalen Ufer traten. \u00dcberall entstanden neue Wasserstellen &#8211; einige davon in der Gr\u00f6\u00dfe kleiner Seen. Letztere lockten Scharen von Flamingos an und der f\u00fcr Amboseli typische Anblick weidender Elefanten vor der Kulisse des Kilimanjaro wurde um eine weitere Facette erweitert: Pinkfarbene V\u00f6gel in einem tempor\u00e4ren See vor dem ber\u00fchmtesten Berg Afrikas!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21096\" aria-describedby=\"caption-attachment-21096\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21096\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3904-Kopie-2-300x159.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"159\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3904-Kopie-2-300x159.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3904-Kopie-2-200x106.jpg 200w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3904-Kopie-2.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21096\" class=\"wp-caption-text\">Elefantenbullen lassen geduldig V\u00f6gel auf ihrem R\u00fccken und Kopf sitzen<\/figcaption><\/figure>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Elefanten und anderen Wildtiere war dies eine Zeit der Erholung und Regeneration und sie befanden sich in bester k\u00f6rperlicher und mentaler Verfassung. Viele Elefantenfamilien schlossen sich zu gro\u00dfen Herden zusammen. Sie genossen es ihre Zeit mit alten Freunden zu verbringen und neue kennen zu lernen. Au\u00dferdem gab es eine gro\u00dfe Zahl neuer K\u00e4lber. Diejenigen, welche w\u00e4hrend der letzten D\u00fcrrejahre geboren worden waren, hatten ihr bisheriges Leben immer nur in kleinen Gruppen verbracht, da die kargen Zeiten die Tiere gezwungen hatten sich in kleine Einheiten aufzuteilen um verstreut nach Futter zu suchen. Die jetzt entstandenen gro\u00dfen Herden waren f\u00fcr diese K\u00e4lber eine v\u00f6llig neue Erfahrung. Noch nie hatten sie so viele Elefanten an einem Ort zusammen gesehen! Es muss \u00fcberw\u00e4ltigend f\u00fcr sie gewesen sein!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21093\" aria-describedby=\"caption-attachment-21093\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21093\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3951-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3951-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3951-200x133.jpg 200w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3951.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21093\" class=\"wp-caption-text\">Eine Elefantenfamilie vor dem Kilimanjaro<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ergiebigen Niederschl\u00e4ge sorgten auch daf\u00fcr, dass Tiere, die man in Amboseli sonst eher selten sieht, pl\u00f6tzlich \u00fcberall in gro\u00dfer Zahl anzutreffen waren: Fr\u00f6sche! Hunderte von ihnen h\u00fcpften allein durch den Ol-Tukai-Wald, in dem sich das Camp des Amboseli Trusts befindet. Nicht allen Elefanten waren diese kleinen, offenbar v\u00f6llig furchtlosen H\u00fcpfer ganz geheuer!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr das ATE-Team begann eine arbeitsreiche Zeit, denn man musste die g\u00fcnstigen Bedingungen nutzen und versuchen die einzelnen Mitglieder der gro\u00dfen Elefantenherden zu identifizieren, um die j\u00e4hrliche Z\u00e4hlung zu vervollst\u00e4ndigen. Diese Arbeit bereitete aber gro\u00dfe Freude, da es nur wenige Todesf\u00e4lle, daf\u00fcr aber viele Geburten festzustellen gab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht alle Elefantenfamilien pflegen gleich enge Beziehungen. Die Zeit die sie miteinander verbringen und die freundschaftlichen Bindungen, die sie entwickeln, sind unterschiedlich. Dies h\u00e4ngt zum Gro\u00dfteil davon ab in welchen Gebieten sie sich bevorzugt aufhalten und welche pers\u00f6nlichen Beziehungen zwischen einzelnen Mitgliedern verschiedener Familien existieren.<\/p>\n<p>ATE verwendet den Begriff &#8222;Bond-Group&#8220; f\u00fcr Familien, die sich regelm\u00e4\u00dfig zusammenfinden und ihre Verbundenheit durch Begr\u00fc\u00dfungen und gegenseitiges Ber\u00fchren zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21094\" aria-describedby=\"caption-attachment-21094\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21094\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_4000-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_4000-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_4000-200x133.jpg 200w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_4000.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21094\" class=\"wp-caption-text\">Eine kleine Elefantengruppe in der N\u00e4he des Waldes<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Langzeitstudien des ATE haben ergeben, dass die derzeit 54 Familien des Amboseli-\u00d6kosystems f\u00fcnf verschiedenen Gruppen zugeordnet werden k\u00f6nnen, die sowohl durch ihre geographische Verbreitung wie auch soziale Beziehungen definiert werden. Die AA-Familie beispielsweise bildet eine Gruppe zusammen mit den DA&#8217;s, DB&#8217;s, EA&#8217;s, EB&#8217;s, QB&#8217;s, RA&#8217;s, SA&#8217;s, XA&#8217;s, FA&#8217;s, FB&#8217;s und HA&#8217;s. Ihre engsten Beziehungen unterhalten sie dabei mit den FA&#8217;s und FB&#8217;s.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich schlie\u00dfen sich meistens Angeh\u00f6rige derselben Bond-Group zu gro\u00dfen Herden zusammen. Doch gibt es auch abweichende Beispiele. So wurden die GBs in den letzten Monaten \u00f6fter in Gesellschaft von Familien aus anderen Bond-Groups beobachtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interessant ist die Rolle, welche die Matriarchinnen in diesen gro\u00dfen Herden spielen. Normalerweise hat jede Familiengruppe ihre eigene Leitkuh. Doch wenn sich mehrere Familien zusammenschlie\u00dfen, k\u00f6nnen die \u00e4ltesten der anwesenden Matriarchinnen ihren Einfluss auch auf die anderen Familien aus\u00fcben. In diesen F\u00e4llen fungiert die \u00e4lteste und einflussreichste Leitkuh gewisserma\u00dfen als \u201eMatriarchin der Matriarchinnen\u201c. Golda, die Leitkuh der GB&#8217;s, ist jetzt 45 Jahre alt; ein normales Alter f\u00fcr eine Leitkuh. Doch war sie damit keineswegs die \u00e4lteste Matriarchin, in den gro\u00dfen Verb\u00e4nden, denen sich die GB&#8217;s angeschlossen hatten. Es gab hier mehrere sehr beeindruckende \u00e4ltere Leitk\u00fche wie Eloise von den EA&#8217;s, Lisa von den LD&#8217;s und Sadie von denSB&#8217;s. Die GB&#8217;s achten grunds\u00e4tzlich immer zuerst auf die Signale, die Golda ihnen gibt. Doch reagieren sie auch auf das Verhalten anderer, \u00e4ltere Matriarchinnen. Wenn eine dieser \u00e4lteren Leitk\u00fche zum Aufbruch ruft werden normalerweise die Angeh\u00f6rigen aller versammelten Familien folgen.<\/p>\n<p>Matriarchinnen sind tats\u00e4chlich in erster Linie f\u00fcr die Einleitung von Wanderungen innerhalb der gro\u00dfen Herden verantwortlich. Andere ausgewachsene K\u00fche k\u00f6nnen allerdings ebenfalls dazu beitragen, wenn auch ihr Einfluss nur auf wenige Angeh\u00f6rige ihrer Familie beschr\u00e4nkt ist. Da es in den gro\u00dfen Herden somit eine relativ gro\u00dfe Zahl von K\u00fchen gibt, die Wanderungsbewegungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, kommt es dadurch oft zu einem gewissen Stabilit\u00e4tsproblem. Wahrscheinlich sind auch deshalb die gro\u00dfen Elefanten-Versammlungen meistens nur relativ kurzlebig.<\/p>\n<p>In Amboseli sind gro\u00dfe Elefantenherden nur in Zeiten zu sehen, in denen einerseits reichlich Nahrung vorhanden ist und andererseits die Tiere sich gerade auf dem Weg in oder aus dem Park befinden.<\/p>\n<p>Diese Zusammenschl\u00fcsse haben viele soziale und reproduktive Vorteile. Sie erm\u00f6glichen K\u00e4lbern aus verschiedenen Familien, mit Gleichaltrigen zu spielen und mit ihnen zu interagieren, bieten \u00d6strus-Weibchen bessere Chancen \u00e4ltere Musth-Bullen zu treffen und geben befreundete Gruppen die M\u00f6glichkeit zu sozialen Interaktionen. Doch andererseits gibt es eben auch die beschriebenen Stabilit\u00e4tsprobleme. Au\u00dferdem scheinen manche Familien den Trubel in allzu gro\u00dfen Ansammlungen lieber zu meiden und kleinere Gruppen zu bevorzugen. All dies f\u00fchrt zu st\u00e4ndigen Ver\u00e4nderungen in der Zusammensetzung der sozialen Einheiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21092\" aria-describedby=\"caption-attachment-21092\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21092\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3954-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3954-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3954-200x133.jpg 200w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3954.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21092\" class=\"wp-caption-text\">Zwei junge Bullen starten ein freundschaftliches Kr\u00e4ftemessen<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die AA&#8217;s waren im Dezember und Januar meistens in ihren \u00fcblichen Weidegr\u00fcnden anzutreffen &#8211; ebenfalls oft in Gesellschaft anderer Familien. Artemis befand sich im Dezember im \u00d6strus, was h\u00e4ufig vorkommt, wenn die \u00e4u\u00dferen Bedingungen so g\u00fcnstig sind. Es ist gar nicht so schwer zu erkennen ob sich eine Elefantenkuh im \u00d6strus befindet &#8211; wenn man wei\u00df worauf man zu achten hat. K\u00fche zeigen dann eine Reihe spezieller Verhaltensweisen: In Gegenwart von Bullen zeigen sie sich sehr vorsichtig, halten den Kopf hoch, \u00f6ffnen ihre Augen sehr weit und richten ihren Blick auf andere Tiere. \u00d6strus-K\u00fche werden intolerant gegen\u00fcber der Anwesenheit von Bullen und meiden sie durch einen sogenannten \u201e\u00d6strus Walk\u201c. Diese Wanderung weist ein charakteristisches, schnelleres Tempo auf und f\u00fchrt in einem Bogen weg von der Familie, wobei die Kuh ihren Kopf hoch und gleichzeitig etwas geneigt h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Bullen reagieren auf dieses Verhalten, indem sie der Kuh folgen und versuchen, sie zu verfolgen. Eine Paarung geschieht jedoch nur dann, wenn die Kuh es dem Bullen erlaubt, indem sie stehen bleibt. Da K\u00fche leichter sind als Bullen k\u00f6nnen sie normalerweise auch schneller laufen und ein Bulle hat daher kaum eine Chance sich zu paaren, wenn die Kuh damit nicht einverstanden ist. Er kann seine Absicht zeigen, indem er seinen R\u00fcssel \u00fcber ihren R\u00fccken legt, aber es die Entscheidung der Kuh, ob sie stehen bleibt &#8211; oder nicht. K\u00fche w\u00e4hlen ihre Partner sorgf\u00e4ltig aus. Aus gutem Grund! Sie investieren sehr viel Zeit in ihren Nachwuchs: Zun\u00e4chst in eine 22-monatige Schwangerschaft, danach in durchschnittlich vier Jahre, in denen ein Kalb ges\u00e4ugt wird und schlie\u00dflich noch in weitere Jahre, in denen der Nachwuchs besch\u00fctzt und erzogen wird. Da ist es besonders wichtig f\u00fcr ein Kalb den Vater mit den bestm\u00f6glichen Genen auszuw\u00e4hlen, um sein \u00dcberleben bis ins Erwachsenenalter sicherzustellen.<\/p>\n<p>Artemis wurde gleich von drei Bullen umworben: Funzi aus der FB-Familie, geboren 1987 und gerade in Musth, Esau aus der EB-Familie, geboren 1990, sowie Grewia aus der GB-Familie, geboren 1991. Funzi war somit der \u00e4lteste der Drei und au\u00dferdem durch seinen Musth-Status eindeutig im Vorteil! Er bewachte Artemis vor seinen Konkurrenten, indem er ihr st\u00e4ndig in einem Abstand von f\u00fcnf bis f\u00fcnfzehn Metern folgte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Musth ist eine Phase, die erwachsene Bullen normalerweise einmal im Jahr erreichen und die bis zu drei Monate andauern kann. Die Dauer h\u00e4ngt ab von der jeweiligen physischen Verfassung des Tieres und auch davon ob und welche anderen Bullen gerade in Musth sind. W\u00e4hrend dieser Zeit entwickeln sie ein starkes Interesse an sexuellen Aktivit\u00e4ten und gleichzeitig gesteigerte Aggressivit\u00e4t gegen\u00fcber Konkurrenten. Jeder Nicht-Musth-Bulle wird ihnen dann sofort aus dem Weg gehen. Musth-Bullen erkennen allerdings untereinander ihren jeweiligen Rang und solche mit niederem werden H\u00f6herrangigen immer den Vortritt lassen. Nur zwischen Musth-Bullen von \u00e4hnlichem Rang kann es zu echten, teils sehr heftigen, K\u00e4mpfen kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21089\" aria-describedby=\"caption-attachment-21089\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21089\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3909-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3909-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3909-200x133.jpg 200w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/05\/IMG_3909.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21089\" class=\"wp-caption-text\">Ein Elefantenbulle in der N\u00e4he der S\u00fcmpfe<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn eine Kuh also von einem Musth-Bullen bewacht wird haben andere kaum eine Chance sich mit ihr zu paaren. Die K\u00fche sind damit im Allgemeinen auch sehr zufrieden, denn sie werden dadurch vor der Verfolgung durch weniger interessante Bewerber gesch\u00fctzt. Allerdings kann es nat\u00fcrlich vorkommen, dass ein Musth-Bulle, der bereits mehrere Paarungen hinter sich hat, allm\u00e4hlich auch einmal unaufmerksam wird oder sich durch andere, erfolgversprechende K\u00fche ablenken l\u00e4sst. Dann haben auch andere Bullen eine Chance auf Paarung &#8211; wenn die jeweilige Kuh damit einverstanden ist und der Bulle nicht allzu viel Zeit ben\u00f6tigt. Braucht er zu lange, wird ihn der Musth-Bulle sicher entdecken und dann &#8211; nat\u00fcrlich ziemlich w\u00fctend &#8211; verjagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn die \u00d6strus-Phase einer Kuh allm\u00e4hlich endet verlieren die Bullen das Interesse an ihr und ziehen weiter um nach anderen \u00d6strus-K\u00fchen Ausschau zu halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den EB&#8217;s bot sich ein \u00e4hnliches Bild wie bei den AA&#8217;s. Die Gruppen von Eliot, Enid und Edwina befanden sich alle innerhalb des Parks. Nur Ella blieb mit ihrem Teil der Familie au\u00dferhalb, in einem Gebiet weiter im Norden. Am 14. Januar entdeckte das ATE-Team, dass sich auch Elspeth im \u00d6strus befand. Sie wurde von zwei Bullen begleitet: Iten aus der IB-Familie, geboren 1987, sowie Iaggan aus der IAIC-Familie, geboren 1999. Da sich Iten &#8211; im Gegensatz zu Iaggan &#8211; in Musth befand war ziemlich klar, dass er wohl die Chance einer Paarung erhalten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ATE-Team hofft nun in 22 Monaten sowohl Artemis wie Elsbeth mit einen Neugeborenen zu entdecken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-dezember-2018-und-januar-2019\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate Dezember 2018 und Januar 2019: &nbsp; Im Dezember 2018 und Januar 2019 bot Amboseli einen unglaublich sch\u00f6nen Anblick und es herrschten au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Bedingungen! 2018 hatte es Regenf\u00e4lle in Rekordh\u00f6he gegeben &#8211; allein im April und Mai fiel die doppelte Gesamtmenge eines durchschnittlichen Jahres! 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