{"id":2193,"date":"2011-03-03T19:35:00","date_gmt":"2011-03-03T18:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2193"},"modified":"2011-03-03T19:35:00","modified_gmt":"2011-03-03T18:35:00","slug":"shida-tano","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/shida-tano\/","title":{"rendered":"Shida &amp; Tano &hellip;."},"content":{"rendered":"<p>Es begann alles ganz harmlos\u00e2\u20ac\u00a6 Nashornwaise <b>Shida<\/b> machte sich am fr\u00fchen Morgen des 10. Februar 2011 auf den Weg in den Busch, gerade als auch die Waisenelefanten unterwegs waren. Die ausgebuffte <b>Tano<\/b> ging unterdessen ihrer Lieblingsbesch\u00e4ftigung nach und jagte Warzenschweine und sonstige m\u00f6gliche Eindringlinge davon und fiel hinter dem Rest der Gruppe zur\u00fcck. W\u00e4hrend die Keeper versuchten, die Elefanten auf die Seite von <b>Shidas<\/b> Pfad zu dirigieren, rannte <b>Tano<\/b> direkt auf ihn zu, weil sie mit ihm spielen wollte. Am Anfang war <b>Shida<\/b> sehr freundlich, aber als <b>Tano<\/b> stolperte, schaltete er in seinen angeborenen \u201eT\u00f6tungsmodus\u201c, wie es f\u00fcr diese alten Dickh\u00e4uter ganz normal ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida1\" border=\"0\" alt=\"shida1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a>    <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida2\" border=\"0\" alt=\"shida2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#160;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Er schleuderte <b>Tano<\/b> umher, hob sie in die Luft und versuchte, sie mit seinem Horn zu attackieren. Wie ein Wunder stie\u00df er damit unter ihrem K\u00f6rper hindurch, anstatt mitten in sie hinein und rollte sie auf dem Boden umher. In diesem Moment war einer der Keeper schon dabei, Baby <b>Naipoki<\/b> aus dem Kreuzfeuer zu holen und zur\u00fcck zum Stall zu bringen, w\u00e4hrend alle anderen mit ihren Sch\u00fctzlingen zusammen versuchten, <b>Tano<\/b> aus <b>Shidas<\/b> F\u00e4ngen zu befreien. Sie warfen mit Steinen nach <b>Shida<\/b> und schlugen mit allem, was sie finden konnten, auf ihn ein, um <b>Tano<\/b> zu retten. Es war das absolute Chaos &#8211; \u00fcberall schrien und br\u00fcllten sowohl Elefanten als auch Menschen, aber <b>Shida<\/b> lie\u00df sich \u00fcberhaupt nicht beirren! Bis ihn schlie\u00dflich ein Stein ins Gesicht traf, gerade als er <b>Tano<\/b> gegen einen Baum dr\u00fcckte. Es fehlte nicht viel, und er h\u00e4tte sie umgebracht. Der Schlag ins Gesicht legte seinen Schalter wieder um, und er lie\u00df endlich von seinem Opfer ab.<\/p>\n<p>Es wird uns f\u00fcr immer ein R\u00e4tsel bleiben, wie <b>Tano<\/b> unbeschadet aus dieser Sache herauskam! Wir bef\u00fcrchteten innere Verletzungen, denn ein 8-j\u00e4hriges Nashorn ist nicht gerade ein Leichtgewicht, und <b>Shida<\/b> hat ein starkes und spitzes Horn auf seiner Nase! Als er endlich verschwand, wurden die Elefanten von <b>Tano<\/b> weggenommen und alle menschlichen Begleiter st\u00fcrzten um ihn herum und bef\u00fcrchteten das Schlimmste. Selbst als keine \u00e4u\u00dferen Verletzungen zu finden waren, konnte es durchaus sein, dass er innere Blutungen hatte. Obwohl <b>Tano<\/b> unter Schock stand, gefiel es ihr offensichtlich, wie r\u00fchrend sich alle um sie k\u00fcmmerten, und wenig sp\u00e4ter fra\u00df und spielte sie schon wieder gl\u00fcckselig mit ihren Altersgenossen. Sie bekam \u00fcber den Tag verteilt massenweise Arnika und Bachbl\u00fcten und wurde aufmerksam beobachtet, aber zeigte keinerlei Anzeichen, die Grund zur Sorge gaben. Es war in der Tat ein Wunder, aber auch ein Warnsignal, denn das Ganze h\u00e4tte leicht mit einer Trag\u00f6die enden k\u00f6nnen, die im schlimmsten Fall sogar das Leben eines unserer Elefanten oder &#8211; noch schlimmer &#8211; eines unserer Keeper h\u00e4tte fordern k\u00f6nnen. Jetzt, da bei <b>Shida<\/b> offenbar mehr und mehr die wilden Instinkte zu Tage treten, k\u00f6nnen wir ihn nicht l\u00e4nger im Stallgel\u00e4nde oder in der N\u00e4he des Schlammbades (mit all seinen t\u00e4glichen Besuchern) verantworten. Als einzige Option blieb uns, ihn mithilfe einer spezialisierten Einheit der Kenianischen Wildschutzbeh\u00f6rde (KWS, Kenya Wildlife Service) an einen anderen Ort zu bringen. Alle Wildtiere des Landes sind immer noch Eigentum der Regierung, und somit liegt die Entscheidung \u00fcber den endg\u00fcltigen Wohnsitz unserer vier Nashornwaisen beim Staat. Die Antwort war unmissverst\u00e4ndlich, und <b>Shida<\/b> sollte in das Ngulia Rhino-Schutzgebiet im Nationalpark Tsavo-West verbracht werden. Das elektrisch umz\u00e4unte Schutzgebiet wurde erst k\u00fcrzlich erweitert und lag ganz in der N\u00e4he des \u201eGoss Camps\u201c, wo ein paar Wildh\u00fcter stationiert waren. Ansonsten gab es weit und breit kein privates Farmland, wo man einen Nashornbullen niemals dulden und wahrscheinlich t\u00f6ten w\u00fcrde.<\/p>\n<p><b>Shida<\/b> kam am 30. Oktober 2003 im Alter von zwei Monaten zu uns, nachdem seine 35-j\u00e4hrige Mutter im Nairobi Park gestorben war. Ihre Z\u00e4hne waren so abgewetzt, dass sie nichts mehr fressen konnte. Das Baby wurde von Wildh\u00fctern des KWS gefunden, wie es neben seiner leblosen Mutter stand. Er hatte offenbar eine traumatische Nacht hinter sich, da er mutig versucht hatte, die hungrigen Hy\u00e4nen vom K\u00f6rper seiner Mutter fernzuhalten (man konnte \u00fcberall noch Fu\u00dfabdr\u00fccke sehen).<\/p>\n<p>Wir nannten unser Nashornwaise <b>Shida<\/b>, was auf Suaheli \u201eProblem\u201c hei\u00dft. Sein Problem war, dass seine Mutter ihn erst an ihrem nat\u00fcrlichen Lebensende geboren hatte. Am 9. Februar 2011, als er Elefantenwaise <b>Tano<\/b> zu Boden trampelte, machte er seinem Namen wieder alle Ehre! Bis jetzt war er ein Teil der einheimischen Nashorngemeinschaft und ein sehr entspannter Zeitgenosse, der seinen Keepern immer gehorchte. Als er ohne sie \u00fcberlebensf\u00e4hig war, hat er sich seinen so Alltag eingerichtet, dass er sich auch um den blinden Maxwell k\u00fcmmern konnte. Er kam jeden Tag und lief schnurstracks in seinen alten Stall, der direkt neben dem des blinden <b>Maxwell<\/b> liegt, und die beiden balgten sich (zu \u00dcbungszwecken) durch die Absperrung hindurch. Immer, wenn er in seinen Stall zur\u00fcck kam, wurde dieser aus Sicherheitsgr\u00fcnden verschlossen, und <b>Shida<\/b> selbst genoss es, auf dem Pr\u00e4sentierteller zu sitzen und von den Besuchern \u201ebeobachtet\u201c zu werden. Auch die freuten sich, ihn so oft zu sehen und vor allem zu wissen, dass es ihm gut geht. Schlie\u00dflich hat die Nashornwilderei seit der Ankunft chinesischer Gastarbeiter im Land dramatisch zugenommen. Sobald die \u00f6ffentliche Besuchsstunde vorbei war, wurde die Stallt\u00fcre wieder aufgeschlossen und er widmete sich seinem zweiten Leben als wildes Nashorn im Nairobi Nationalpark. Es war nicht ungew\u00f6hnlich, dass er auf seinem R\u00fcckweg gelegentlich \u00fcber den Parkplatz lief oder gar beim Schlammbad auftauchte, wo ihm die G\u00e4ste und die Elefanten \u201eden Weg zeigen\u201c mussten. Der Zwischenfall mit <b>Tano<\/b> zeigte uns, dass die Zeit f\u00fcr ihn reif war, ganz und gar in die Wildnis zur\u00fcck zu kehren, irgendwo, wo er niemanden verletzen konnte.<\/p>\n<p>Der KWS h\u00e4tte nicht verst\u00e4ndnisvoller und hilfsbereiter sein k\u00f6nnen. In den Tagen nach dem Unfall mit <b>Tano<\/b>, hielten wir <b>Shida<\/b> tags\u00fcber in seinem Stall fest. Nur nachts durfte er in den Busch. Als er am Morgen des 14. Februar (wie immer!) in den Stall kam, durfte er nicht mehr hinaus, weil er am darauffolgenden Tag f\u00fcr seinen Abtransport verladen werden sollte.    <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida3\" border=\"0\" alt=\"shida3\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida3_thumb.jpg\" width=\"192\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die KWS-Spezialeinheit, die f\u00fcr Umsiedelungen von Wildtieren zust\u00e4ndig ist, verf\u00fcgt \u00fcber die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung daf\u00fcr: einen riesigen Truck, einen Kran, Stahlrollen und eine Metallschiene, auf der <b>Shida<\/b> nach der Sedation am Stall abgelegt und zum Truck gerollt wurde. Die Spitze seines Nashorns wurde entfernt und ein Loch ins Innere gebohrt, um einen kleinen Peilsender einzusetzen, so dass man ihn sp\u00e4ter wieder finden konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida4\" border=\"0\" alt=\"shida4\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida4_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da er nun einmal abgelegt war, konnten wir noch eine Fadenwurmwunde an seinem Kinn mit gr\u00fcner Tonerde einreiben und ihm ein wenig Arnika und Bachbl\u00fcten unter die Zunge legen. Der Kastenstand auf der Ladefl\u00e4che des Trucks wurde mit Unmengen an Stroh aufgef\u00fcllt, so dass der Transport einigerma\u00dfen komfortabel werden w\u00fcrde. Nach der Behandlung wurde er auf der Metallschiene zum Truck gezogen. Kurz vor der Ladefl\u00e4che bekam er ein Antidot, so dass er sein Bewusstsein langsam wieder erlangte. Die Zeit, in der er noch schlaftrunken war, wurde ausgenutzt, um ihn in seine \u201eBox\u201c zu dirigieren. Der Kran hievte ihn mitsamt seinem Kastenstand auf die Landefl\u00e4che des Trucks, und binnen 45 Minuten war der Lkw unterwegs. <b>Shida<\/b> wurde von seinem Lieblingskeeper Misha Nzimbi und Tal Manor, einem Mitarbeiter des Trusts, der den gro\u00dfen Umzug filmen sollte, begleitet. Mit an Bord waren jede Menge S\u00e4cke gef\u00fcllt mit <b>Shidas<\/b> Dung. Die Tier\u00e4rzte und die Spezialeinheit des KWS arbeiteten alle sehr professionell und routiniert, aber f\u00fcr uns war es dennoch ein schwerer Abschied. Schlie\u00dflich liebten wir unseren inzwischen pr\u00e4chtigen Nashorn-Bullen inst\u00e4ndig und hatten ihn schlie\u00dflich sieben Jahre lang gro\u00df gezogen. Als er abfuhr, blieben nur wenige Augen trocken\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida5\" border=\"0\" alt=\"shida5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida5_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kurz vor dem Ziel der Reise, gab es heftige Regenf\u00e4lle, die die Piste in eine Art Sumpf verwandelten. Der riesige Truck fuhr sich fest und rutschte in einen Graben. <b>Shidas<\/b> Kastenstand hing in schneidigem Winkel und die Aufh\u00e4ngung drohte jeden Moment herunter zu rutschen. Mit dem langen Arm des Kranes konnte das Fahrzeug wieder auf die Stra\u00dfe gezogen werden und <b>Shida<\/b> schien ganz entspannt. Bei der Zieleinfahrt ins Goss Camp d\u00e4mmerte es bereits. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde <b>Shida<\/b> hinaus gelassen.<\/p>\n<p>Er hatte die meiste Zeit der Reise geschlafen und war daher noch ein bisschen weggetreten. Keeper Mishak stand an seiner Seite, gab ihm noch ein paar Tropfen Bachbl\u00fcten und f\u00fchrte ihn zur Tr\u00e4nke. <b>Shidas<\/b> mitgebrachter Dung wurde in der Gegend erteilt, so dass es wenigstens irgendetwas gab, das ihm bekannt vorkam. Die verbl\u00fcfften Zuschauer konnten es kaum glauben, dass ein Nashorn so sanft und folgsam sein konnte! Anschlie\u00dfend gab es f\u00fcr jeden Mitgereisten ein Foto mit dem Sch\u00fctzling kurz vor seiner Freilassung. F\u00fcr sie alle war er etwas ganz Besonderes!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida6\" border=\"0\" alt=\"shida6\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida6_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als die Sonne am n\u00e4chsten Tag aufging, machte sich Mishak auf die Suche nach <b>Shida<\/b>. Er hoffte, ihn an der Tr\u00e4nke zu finden, musste sich aber schlie\u00dflich auf einen l\u00e4ngeren Marsch einstellen, denn <b>Shida<\/b> war inzwischen mehr als 10 Kilometer entfernt vom Ausgangspunkt. Das Team des KWS und Mishak machten sich auf den Weg, aber <b>Shida<\/b> war offensichtlich fest entschlossen, einen Anhaltspunkt aus seinem Revier im Nairobi Park zu finden. Das wird wohl noch einige Tage so weiter gehen und mit Sicherheit eine traumatische und harte Zeit f\u00fcr <b>Shida<\/b>, bis er sich eingew\u00f6hnt und andere Nash\u00f6rner kennen gelernt hat. Er wird t\u00e4glich beobachtet und hat sich im Ngulia Nashorn Schutzgebiet inzwischen schon einen Namen gemacht. Wir hoffen auf ein gl\u00fcckliches Ende dieser Geschichte, doch sollte er einmal ein Problem haben (oder machen), werden wir f\u00fcr ihn da sein, um die Scherben aufzukehren.<\/p>\n<p>Tsavo ist ein perfektes Nashorn-Habitat. Es gibt sch\u00e4tzungsweise 28 weitere Rhinos in <b>Shidas<\/b> umz\u00e4untem Areal. Wenn er sich erst einmal eingelebt hat, wird er aus diesem eingez\u00e4unten Gebiet in ein gr\u00f6\u00dferes gebracht, das einst die weltweit gr\u00f6\u00dfte Population an Spitzmaulnash\u00f6rnern beherbergte &#8211; 8.000 an der Zahl! In den 1950\/60ern gab es in Tsavo tats\u00e4chlich so viele Spitzmaulnash\u00f6rner, dass sie sogar das Emblem der K\u00f6niglichen Nationalparks in Kenya zierten. Heute gibt es weniger als 500 Spitzmaulnash\u00f6rner in Kenia und nur noch etwa 1500 in der ganzen Welt. Aufgrund der sonderbaren Mythen im Fernen Osten, die sich um die medizinische und aphrodisierende Wirkung des Nashorns ranken, sind die Dickh\u00e4uter heute vom Aussterben bedroht. N\u00fcchtern betrachtet ist Horn zusammengepresstes Haar, es besteht aus der gleichen Substanz, aus der auch unsere Fingern\u00e4gel gemacht sind [Keratin], und wenn diese Irrgl\u00e4ubigen einfach ihre eigenen Fingern\u00e4gel kauten, w\u00fcrden sie die gleiche Substanz zu sich nehmen und die Nash\u00f6rner blieben der Nachwelt erhalten!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"shida7\" border=\"0\" alt=\"shida7\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/03\/shida7_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Shida<\/b> ist einer der Gl\u00fccklichen, die noch am Leben sind. Seine zweite Chance bekam er, als er im Alter von zwei Monaten zu uns nach Nairobi kam. Nun erh\u00e4lt er seine dritte und letzte Chance, um sich in Tsavo endg\u00fcltig niederzulassen. Man kann ruhigen Gewissens sagen, dass er sein bisheriges Leben dem Trust verdankt &#8211; und all seinen Paten, die ihn dabei unterst\u00fctzt haben. Wir danken ebenfalls den Profis des KWS f\u00fcr die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung bei <b>Shidas<\/b> Umzug in die Wildnis.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/shida-tano\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es begann alles ganz harmlos\u00e2\u20ac\u00a6 Nashornwaise Shida machte sich am fr\u00fchen Morgen des 10. Februar 2011 auf den Weg in den Busch, gerade als auch die Waisenelefanten unterwegs waren. 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