{"id":220,"date":"2007-11-17T16:40:30","date_gmt":"2007-11-17T15:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=220"},"modified":"2008-04-13T21:24:10","modified_gmt":"2008-04-13T19:24:10","slug":"newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-september-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-september-2007\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia\/die Eli-Waisen im September 2007"},"content":{"rendered":"<h2>Die Nursery-Waisen<\/h2>\n<p>Es gab zwei weitere Neuank\u00f6mmlinge in der Nairobi Nursery: ein zehn Monate altes Baby aus dem Amboseli Nationalpark, das am aus einer Grube in der N\u00e4he der tansanischen Grenze befreit wurde, und ein winziges vierw\u00f6chiges K\u00e4lbchen aus Tsavo, das in einen Schacht der Mzima\/Mombasa Pipeline gefallen war &#8211; so wie bereits drei anderer unserer Waisen. <!--more-->Die Rettung des Amboseli-Kalbs <strong>Sinya<\/strong> war dramatisch, denn zum Zeitpunkt,. als der kleine Elefant befreit werden konnte, war das Flugzeug bereits zur Umkehr nach Nairobi gezwungen. Darum mussten die Keeper und das K\u00e4lbchen eine sehr ungem\u00fctliche und kalte Nacht in einer H\u00fctte auf dem Flugplatz in Amboseli verbringen, umringt von gierigen Hy\u00e4nen und einer Herde grasender B\u00fcffel.<\/p>\n<p>Das kleine Pipeline-Opfer wurde <strong>Dida<\/strong> genannt (nach &#8222;Dida Harea&#8220;, einem Wasserloch in der N\u00e4he des Fundortes, was in der Liangulu-Sprache so viel hei\u00dft wie &#8222;Ort des Zebras&#8220;) und kam trotz einer dramatischen Rettungsaktion in einer guten Verfassung bei uns an. Bis zur R\u00fcsselspitze stand sie f\u00fcr mehrere Stunden im Wasser. Nur mit gro\u00dfen Schwierigkeiten konnte sie aus dem Schacht befreit werden und ist somit sehr anf\u00e4llig f\u00fcr eine Lungenentz\u00fcndung. Sie wird also \u00fcber l\u00e4ngere Zeit prophylaktisch mit Antibiotika behandelt werden m\u00fcssen, genauso wie das <strong>Sinya<\/strong>, die f\u00fcrchterliche Wunden davon trug. Ihre R\u00fcsselspitze wurde von Hy\u00e4nen angefressen, als sie in der Grube gefangen war. Au\u00dferdem ist sie \u00fcberall mit Quetschungen \u00fcbers\u00e4t, auf dem R\u00fccken hat sie eine gro\u00dfe Schwellung und au\u00dferdem eine infizierte Wunde am Bein, die t\u00e4glich gereinigt werden muss. Beide K\u00e4lbchen haben sich gut eingelebt und geh\u00f6ren mittlerweile zu <strong>Lesanjus<\/strong> &#8222;Baby-Trupp&#8220; innerhalb der Nursery-Gruppe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/the-babies-coming-to-the-mudbath-from-the-forest.jpg\" alt=\"the-babies-coming-to-the-mudbath-from-the-forest.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Umsiedelung von <strong>Zurura <\/strong>und<strong> Kamboyo<\/strong> nach Ithumba ist mittlerweile mehr als \u00fcberf\u00e4llig, allerdings muss noch abgewartet werden, bis die Regenf\u00e4lle im Norden einsetzen, die frisches Futter und Abk\u00fchlung bringen. (Elefanten sind Hitzestress gegen\u00fcber sehr empfindlich. Sie haben keine Schwei\u00dfdr\u00fcsen und brauchen daher Zeit sich anzupassen, wenn sie aus k\u00fchlerem Klima kommen.) Beide sind gr\u00f6\u00dfer als Leitkuh <strong>Lenana<\/strong>, f\u00fcr die es schwierig ist, sie unter Kontrolle zu halten. Dies gilt auch f\u00fcr die Keeper und vor allem f\u00fcr die K\u00fche (<strong>Lenana, Chyulu <\/strong>und<strong> Makena<\/strong>), die st\u00e4ndig bestiegen werden. Es ist an der Zeit, dass sie von \u00e4lteren Elefanten erzogen werden, die sie zur Raison rufen und ihnen Manieren beibringen, denn Schikane von J\u00fcngeren wird unter Elefanten nicht toleriert. Wenn sie dann einmal in Ithumba sind, werden sich <strong>Yatta, Mulika, Napasha, Kinna <\/strong>und<strong> Nasalot<\/strong> ihrer annehmen, genauso wie all die \u00e4lteren Bullen, die sie bereits aus der Nursery kennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/shimba-at-play.jpg\" alt=\"Shimba\" \/><\/p>\n<p>Klein <strong>Lesanju<\/strong>, die sich immer dagegen gewehrt hat von den \u00e4lteren K\u00fchen &#8222;in Besitz genommen zu werden&#8220;, entwickelte sich inzwischen zu einer sehr f\u00fcrsorglichen Mini-Leitkuh f\u00fcr die Kleinsten. Sie begr\u00fc\u00dfte die Neuank\u00f6mmlinge mit der W\u00e4rme einer Mutter und ruft <strong>Shimba<\/strong> (den einzigen kleinen Bullen) zur Ordnung. Jeden Morgen besucht sie die anderen in ihren St\u00e4llen, um sie \u00fcber die obere T\u00fcr hinweg zu begr\u00fc\u00dfen, sie um sich zu scharen und einen weiteren Tag mit <strong>Lempaute, Shimba<\/strong> und den Keepern im Busch zu verbringen. Ihre Zuneigung f\u00fcr die beiden neuen Babys machte <strong>Lempaute<\/strong> eifers\u00fcchtig, hatte sie vorher doch unangefochten die Position des &#8222;Lieblings&#8220; inne. Doch diese wollten nun auch die beiden Neuank\u00f6mmlinge (<strong>Sinya <\/strong>und<strong> Dida<\/strong>) f\u00fcr sich beanspruchen, die sich die ganze Zeit \u00fcber an <strong>Lesanju<\/strong> pressten und sie ganz f\u00fcr sich allein haben wollten. Weil die vier Wochen alte <strong>Dida<\/strong> bei Weitem die J\u00fcngste ist, wurde auch <strong>Sinya<\/strong> ein bisschen missmutig. <strong>Shimba<\/strong> dagegen, mit seinem sehr entspannten Charakter, trottete nebenher und machte weitgehend sein eigenes Ding. Offenbar genoss er das Gef\u00fchl der Unabh\u00e4ngigkeit, denn manchmal fra\u00df er ein wenig abseits von den vier Baby-K\u00fchen. Eines Morgens wurde er jedoch j\u00e4h gest\u00f6rt von einer Herde Impalas, die ihn furchtbar erschraken, als sie an ihm vorbei rannten &#8211; wie ein Wahnsinniger hastete er zur\u00fcck zu den anderen und den Keepern!<\/p>\n<p>Baby <strong>Dida<\/strong> war nachts sehr verzweifelt, wenn sie von den anderen getrennt war, und das obwohl ihr Schlafplatz direkt an <strong>Shimbas<\/strong> grenzt und sie ihn sogar sehen konnte. Dennoch machte sie aus ihren Gef\u00fchlen keinen Hehl und jammerte so lange bis sie mit ihm zusammengelegt wurde. Offenbar vermisste sie ihre Mutter ganz bitterlich und wollte am liebsten an <strong>Shimbas<\/strong> Ohren nuckeln. Das ging ihm allerdings zu weit und er schubste sie von sich, so dass ihr die Keeper ihren Finger als Trost zum Saugen gaben.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Ithumba-Waisen<\/span><\/h3>\n<p>Der September ist f\u00fcr gew\u00f6hnlich die hei\u00dfeste Zeit des Jahres in Tsavo. Die Waisen trinken normalerweise, bevor sie anschlie\u00dfend auf Futtersuche gehen. Am 3. jedoch, als <strong>Napasha<\/strong> zu den Tr\u00e4nken kam, waren diese fast vollst\u00e4ndig geleert. Eine wilde Herde hatte in der Nacht ihren Durst gestillt. Mit einem emp\u00f6rten Kollern gab er den anderen der Gruppe Bescheid, die zusammen die Keeper aufsuchten, bis die mehr Wasser in die Tr\u00e4nke lie\u00dfen. Als <strong>Napasha<\/strong> versuchte, die anderen vom Trinken abzuhalten, wurdeer-\u00a0 kurzerhand von den vier \u00e4lteren K\u00fchen <strong>Yatta, Mulika, Nasalot <\/strong>und<strong> Kinna <\/strong>zur Raison gebracht. Sie schickten ihn weg, damit die J\u00fcngeren trinken konnten, und um ihm zu zeigen, dass Egoismus gegen gute Elefantenmanieren verst\u00f6\u00dft Als <strong>Napasha und Tomboi<\/strong> dann auch noch ihre Vorderbeine in die Tr\u00e4nke hielten und somit das Trinkwasser der Waisen verschmutzen, wurde <strong>Mulika<\/strong> sehr \u00e4rgerlich. Zusammen mit Kinna scheuchte sie die beiden vom Gel\u00e4nde, und sie wurden nicht mehr herangelassen, bis alle anderen Waisen mit Trinken fertig waren und zur Futtersuche aufgebrochen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/orphans-at-air-strip-dam.jpg\" alt=\"orphans-at-air-strip-dam.jpg\" \/><\/p>\n<p>Das Rudel Wildhunde, das auch in der Gegend wohnt, trinkt regelm\u00e4\u00dfig in den Stallungen der Waisen. Offenbar wurden die Hunde ein wenig leichtsinnig, denn als sie sich eines Morgens ans Trinken machten, bemerkten sie \u00fcberhaupt nicht, dass sie von den gr\u00f6\u00dferen Elefanten angegriffen wurden, die sie davonjagen wollten. Die Waisen dr\u00e4ngten sich dicht zusammen vor den Eingang zu den St\u00e4llen, bis sie die Hunde nicht mehr sehen konnten.<\/p>\n<p><strong>Sian<\/strong> ist Langstreckenl\u00e4uferin, was sie wahrscheinlich von ihrer Elefantenfamilie in Amboseli mitbekommen hat, die oftmals weite Strecken zwischen Kenia und Tansania zur\u00fccklegen. So lotste sie die Keeper und die \u00e4lteren Waisen bei einer Verfolgungsjagd auf Wildg\u00e4nse in Richtung des weit entfernten Kone. Am 14. September war sie wieder Anf\u00fchrerin der Gruppe, und als sie einmal warm gelaufen war, lie\u00df sie sich auch von <strong>Yatta<\/strong> und den \u00e4lteren Elefanten nicht abbringen. Am Ende waren alle Keeper und die j\u00fcngeren Mitglieder der Gruppe v\u00f6llig ersch\u00f6pft, und diejenigen, die ihre Mittagsmilch noch erhalten, kamen zwei Stunden zu sp\u00e4t f\u00fcr ihre Flasche und zum Schlammbad. Am Abend des 17. wurden <strong>Sian <\/strong>und<strong> Kora<\/strong> so sehr von ein paar Warzenschweinen erschreckt, dass sie in Ihrer Verwirrung davonrannten und lange verschwunden waren, so dass die Keeper, Leitkuh <strong>Yatta<\/strong> und ein paar andere der Waisen die Suche aufnahmen. Als es dunkel wurde, hatten sie sie immer noch nicht eingeholt. Die Keeper konnten der Spur nicht l\u00e4nger folgen, so dass sie aufgeben mussten und das Weitersuchen <strong>Yatta<\/strong> und den anderen Elefanten \u00fcberlie\u00dfen. Zur gro\u00dfen Erleichterung der Keeper kehrten diese schlie\u00dflich mit dem vermissten Duo zur\u00fcck in die St\u00e4lle, doch es dauerte bis weit nach 21 Uhr. <strong>Yatta, Mulika, Nasalot <\/strong>und<strong> Kinna<\/strong>, zusammen mit Big Boy <strong>Napasha<\/strong>, sind sehr f\u00fcrsorgliche Gruppenf\u00fchrer, so dass sie trotz ihres noch eigenen jungen Alters f\u00fcr die Keeper enorm wichtig sind, um die anderen zwanzig jungen Elefanten in Ithumba unter Kontrolle zu halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/orphans-heading-for-mud-bath.jpg\" alt=\"orphans-heading-for-mud-bath.jpg\" \/><\/p>\n<p>An einem anderen Tag rannten sie versehentlich mitten hinein in zwei sehr gro\u00dfe wilde Bullen, die auf dem Weg zur Flugzeug-Landebahn waren. <strong>Mulika<\/strong> br\u00fcllte laut, als sie von einem der Bullen mit seinem R\u00fcssel zur\u00fcckgehalten wurde, und das l\u00f6ste ein Drama aus! Alle Waisen rannten so schnell, wie sie konnten, in den Schutz ihrer Keeper, und diese versuchten sich selbst zu retten &#8211; vor den panischen Waisen als auch vor den beiden Bullen! Nur <strong>Napasha<\/strong> war mutig genug, nicht nur an Ort und Stelle stehen zu bleiben, sondern den Bullen auch noch zu folgen, als diese sich weiter Richtung Norden bewegten. Als er jedoch bemerkte, dass er ganz allein war, entschied er sich dagegen so weit von der Gruppe weg zu laufen! <strong>Yatta<\/strong> und die \u00e4lteren K\u00fche begegneten sp\u00e4ter nochmals zwei anderen wilden Bullen, die <strong>Sian<\/strong> erschreckten. Die Keeper riefen nach ihr, und der Klang menschlicher Stimmen reichte aus, um die zwei Bullen schnell zu verjagen. Die Elefanten aus dem Norden haben die drei Jahrzehnte der Wilderei in den 70ern, 80ern und 90ern noch nicht vergessen und sind nach wie vor sehr wachsam gegen\u00fcber Menschen.<\/p>\n<p><strong>Die Voi-Waisen<\/strong><\/p>\n<p>Alle Waisen, au\u00dfer die seit jeher ertwas schw\u00e4chliche Mweiga, wandern jetzt frei durch den Busch, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von ihren Keepern. Sie entdecken neue Futterstellen entlang des Voi-Flusses und dar\u00fcber hinaus, sie vermengen sich mit ihren wilden Freunden und bleiben dennoch in Verbindung mit ihrer Waisen-&#8222;Familie&#8220;. Die Tatsache, dass die Voi-Gruppe jetzt auch die Nacht im Freien verbringt, hat die Arbeit der Keeper immens entlastet, besonders durch den Wegfall der Suche nach Futterstellen au\u00dferhalb der Parkgrenzen, was besonders in der Trockenzeit eine sehr m\u00fchselige Aufgabe war. Die Voi-Waisen, au\u00dfer <strong>Mweiga<\/strong>, suchen sich jetzt ihr eigenes Futter und gehen, wohin sie wollen. Die J\u00fcngeren, die wir seit <strong>Natumis<\/strong> Weggang &#8222;<strong>Thomas Gruppe<\/strong>&#8220; nannten, haben sich mittlerweile mit <strong>Natumis<\/strong> Gruppe zusammengeschlossen und sind als Gruppe unterwegs, wenn auch nicht immer alle gemeinsam. <strong>Natumi<\/strong> war die Leitkuh, als <strong>Emily<\/strong> damals mit ihrer Gruppe fortging, und danach \u00fcbernahm <strong>Thoma<\/strong> die F\u00fchrung der J\u00fcngsten, die noch immer in den Stallungen blieben. Jetzt, da auch <strong>Thomas<\/strong> Gruppe in Freiheit lebt, verbringen sie die meiste Zeit mit <strong>Natumis<\/strong> Trupp, manchmal auch mit <strong>Emilys<\/strong> Gruppe. Das zeigt, dass die Waisen auch als &#8222;wilde&#8220; Elefanten in einem losen Familienverbund weiter zusammenleben werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/aitongs-left-tusk-is-broken.jpg\" alt=\"Aitong\" \/><\/p>\n<p>Manchmal tauchen sie vereinzelt ohne die ganze Gruppe an den Stallungen auf, um ihren Durst zu stillen; manchmal kommen sie alle geschlossen, um <strong>Mweiga<\/strong> zu besuchen &#8211; in den Stallungen, beim Schlammbad oder an der Futterstelle. Manchmal lassen sie sich jedoch auch \u00fcberhaupt nicht blicken. Dennoch ist es r\u00fchrend, dass immer einer der &#8222;Freigeister&#8220; zur\u00fcckkehrt und der &#8222;Betreuung&#8220; von <strong>Mweiga<\/strong> nachkommt. So ist sie niema<strong>l<\/strong>s allein, und je nachdem, welcher Elefant sich tags\u00fcber um sie k\u00fcmmert, verbringt auch die Nacht bei ihr im Stall. <strong>Mweiga<\/strong> ist zu gebrechlich, um nachts drau\u00dfen zu bleiben. Raubtiere w\u00fcrden ihre Schw\u00e4che sofort bemerken, und gerade die Tsavo-L\u00f6wen leben in gro\u00dfen Rudeln. In diesem Monat begann <strong>Mweya<\/strong> mit der Betreuung von <strong>Mweiga<\/strong> und wurde dann von <strong>Morani<\/strong> aubgel\u00f6st, der f\u00fcr mehrere Tage bei ihr blieb, bis <strong>Burra<\/strong> eintraf, just an dem Tag, als auch <strong>Uaso<\/strong> den Stallungen wieder einen Besuch abstattete, diesmal zusammen mit <strong>Natumis<\/strong> Gruppe. <strong>Burra<\/strong> blieb l\u00e4ngere Zeit bei <strong>Mweiga<\/strong>, bis <strong>Mweya<\/strong> am 22. zur\u00fcckkehrte und wieder \u00fcbernahm. <strong>Mweya<\/strong> war <strong>Mweiga<\/strong> gegen\u00fcber schon immer sehr f\u00fcrsorglich und liebevoll, genauso wie <strong>Sosian<\/strong>. Daher ist es verwunderlich, dass <strong>Sosian<\/strong> bisher keinen &#8222;Pflicht-Dienst&#8220; hatte! Er wird wahrscheinlich im n\u00e4chsten Monat an der Reihe sein. Die aus <strong>Natumis <\/strong>und<strong> Thomas<\/strong> Gruppen gemischte Familie bleibt <strong>Mweiga<\/strong> und dem Basislager sehr eng verbunden. <strong>Emily<\/strong> dagegen kommt immer seltener, obwohl auch sie in diesem Monat einige Male vorbei schaute. Einmal mit <strong>Uaso<\/strong> im Schlepptau, mit dem sie das neue Waisenbaby &#8222;<strong>Msinga<\/strong>&#8220; aus der Obhut der Keeper \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Als <strong>Emily<\/strong> sp\u00e4ter wieder gesichtet wurde, war <strong>Msinga<\/strong> nicht mehr in ihrer Gruppe. Wahrscheinlich hat das dreij\u00e4hrige K\u00e4lbchen angenehmere Gesellschaft gefunden. In Anbetracht der anstehenden Regenf\u00e4lle, hat sie mit ihren drei Jahren gute Chancen ohne Milch auszukommen.<\/p>\n<p><strong>Lissa<\/strong> und ihre drei in der Wildnis geborenen K\u00e4lber haben diesen Monat auch die Stallungen besucht und verbrachten ihre Zeit mit Spielen um den Wassertrog. Sie wurden von einer jungen wilden Kuh im Teenageralter begleitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/11\/lissa-her-calves-drinking-at-the-stkd-2.jpg\" alt=\"Lissa mit ihrem Nachwuchs\" \/><\/p>\n<p>Am 16. kamen nur <strong>Loisaba <\/strong>und<strong> Mvita <\/strong>aus<strong> Emilys<\/strong> Gruppe zur Tr\u00e4nke bei den Stockades, die anderen waren wahrscheinlich auf Mazinga Hill, wo es auch in der trockensten Periode noch gr\u00fcne Bl\u00e4tter zwischen den Felsen zu finden gibt. Und am 18. brachte <strong>Aitong<\/strong> alle Waisen vom Berg herab f\u00fcr einen Trunk in den Stallungen. Nur <strong>Emily, Salama, Edie, Solango, Loisaba <\/strong>und<strong> Ndara<\/strong> blieben an der Futterstelle. An diesem Tag besuchten sie alle <strong>Mweiga <\/strong>und<strong> Mweya<\/strong> und gingen erst, als die beiden f\u00fcr die Nacht in ihren Stall gesperrt wurden. Am Morgen des 20. kamen <strong>Edie, Mukwaju, Mpala, Mweya <\/strong>und<strong> Lolokwe<\/strong> in die Stockades, um <strong>Mweiga <\/strong>und <strong>Burra<\/strong> dann schlie\u00dflich erst im Busch zu finden. <strong>Natumi<\/strong> und alle anderen au\u00dfer <strong>Laikipia, Salama und Emilys <\/strong>Trupp trafen sich sp\u00e4ter mit ihnen, und alle begleiteten Mweiga am Abend zur\u00fcck in den Stall.<\/p>\n<p>Es ist faszinierend, wenn man diese Elefanten seit dem fr\u00fchesten Alter kennt und ihr Heranwachsen t\u00e4glich mitverfolgt. Sie lehren uns so viel \u00fcber ihre hoch entwickelten Pers\u00f6nlichkeiten, \u00fcber ihre menschliche Art der F\u00fcrsorge, \u00fcber ihr ph\u00e4nomenales Ged\u00e4chtnis, und oft halten sie uns den Spiegel vor &#8211; mit den guten und manchmal auch schlechten Eigenschaften der menschlichen Spezies.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-september-2007\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Es gab zwei weitere Neuank\u00f6mmlinge in der Nairobi Nursery: ein zehn Monate altes Baby aus dem Amboseli Nationalpark, das am aus einer Grube in der N\u00e4he der tansanischen Grenze befreit wurde, und ein winziges vierw\u00f6chiges K\u00e4lbchen aus Tsavo, das in einen Schacht der Mzima\/Mombasa Pipeline gefallen war &#8211; so wie bereits drei anderer &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-september-2007\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia\/die Eli-Waisen im September 2007\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1],"tags":[],"class_list":["post-220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}