{"id":2404,"date":"2011-07-12T13:31:00","date_gmt":"2011-07-12T12:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2404"},"modified":"2011-07-12T20:27:57","modified_gmt":"2011-07-12T19:27:57","slug":"der-tod-von-loisaba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/der-tod-von-loisaba\/","title":{"rendered":"Der Tod von Loisaba"},"content":{"rendered":"<p>Der pl\u00f6tzliche Tod der 13-j\u00e4hrigen <b>Loisaba<\/b> war f\u00fcr den Trust eine schmerzliche Trag\u00f6die. <b>Loisaba<\/b> wurde als 2-j\u00e4hrige Elefantenwaise auf der Loisaba Ranch in Laikipia gerettet und direkt in das Voi-Auswilderungszentrum geflogen. Dort wuchs sie unter der Obhut von Leitkuh <b>Malaika<\/b> auf, die wir sp\u00e4ter w\u00e4hrend einer Schwergeburt verloren haben. <b>Loisaba<\/b> vermisste <b>Mailaka<\/b> anfangs furchtbar, integrierte sich aber nach und nach in <b>Emilys<\/b> Gruppe und den Ex-Waisen, wo sie ein ganz normales Leben als wilde Elefantenkuh f\u00fchrte. Die Herde wurde Teil der Elefantengemeinschaft im Nationalpark Tsavo East und <b>Loisaba<\/b> sp\u00e4ter Kinderm\u00e4dchen von <b>Emilys<\/b> K\u00e4lbchen Eve.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/07\/riploisaba.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto; padding-top: 0px\" title=\"riploisaba\" border=\"0\" alt=\"riploisaba\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/07\/riploisaba_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"167\" \/><\/a><\/p>\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2011 bemerkten die Voi-Keeper, die auf regelm\u00e4\u00dfigen Streifg\u00e4ngen die Ex-Waisen suchen, dass sich <b>Loisabas<\/b> Gesundheitszustand zusehends verschlechterte. Am Futter konnte es nicht liegen, da es in dieser Zeit ausreichend geregnet hatte. Die Keeper inspizierten ihren Kot und fanden kleine W\u00fcrmer darin. Die Ex-Waisen wurden alle entwurmt, als sie das letzte Mal die Voi-Stallungen besuchten. Danach mischten sie sich wieder unter die wilden Elefantenherden und wurden regelm\u00e4\u00dfig von den Keepern gesichtet. <b>Loisaba<\/b> konnte zwar Schritt halten, aber ihr Zustand besserte sich nicht. Sie sah fahl und d\u00fcnn aus. Am 21. Juni bemerkten die Keeper, dass <b>Loisaba<\/b> hinter den Waisen herlief. <b>Loisaba<\/b> war zwar immer ein wenig zur\u00fcckhaltend gegen\u00fcber den Menschen, aber offensichtlich wusste sie, dass ihre Ersatzfamilie ihr vielleicht helfen konnte. Sie folgte den Waisen \u00fcber 30 km bis ins Stallgel\u00e4nde. Sie lief nur sehr langsam, und als die Dunkelheit herein brach, mussten die Keeper sie am Voi-Fluss zur\u00fcck lassen und kehrten vorerst allein ins Stallgel\u00e4nde zur\u00fcck, wo <b>Solango<\/b> immer noch sein Bein kurierte. <b>Loisaba<\/b> bekam Erg\u00e4nzungsfutter und frisches Gr\u00fcnfutter bis Dr. Poghorn, der Tierarzt des Kenya Wildlife Service, eintraf. Er stellte eine erh\u00f6hte Atemfrequenz fest und nahm zuerst an, es handele sich um eine Lungenentz\u00fcndung. Daher verabreichte er ihr Antibiotika.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag konnte man sie nicht mehr finden, bis zum 24. Juni, als sie in der N\u00e4he der Ngutuni Ranch am Voi-Fluss gesichtet wurde. Sie folgte den Keepern ohne zu Z\u00f6gern, musste zwischenzeitlich aber immer wieder pausieren. Geraume Zeit sp\u00e4ter erreichten sie das Camp in Voi, wo sie in einem gro\u00dfen Stall untergebracht wurde. Sie starb am 28. Juni um vier Uhr morgens im Alter von nur 13 Jahren.<\/p>\n<p>Die Obduktion ergab, dass 80% ihrer beiden Lungen von wei\u00dflichen Knoten \u00fcbers\u00e4t waren, und man vermutet nun entweder Tuberkulose oder Krebs als Todesursache. Gewebeproben wurden in Formalin fixiert und f\u00fcr weitere Untersuchungen ins Labor geschickt. Die Ergebnisse stehen jedoch noch aus.Viehh\u00fcter treiben leider immer h\u00e4ufiger ihre Rinderherden in das Tsavo Schutzgebiet, so dass das Risiko einer \u00dcbertragung von Tuberkulose durch Rinder auf Elefanten und andere Pflanzenfresser immer gr\u00f6\u00dfer wird. Der Verlust von <b>Loisaba<\/b> war ein herber R\u00fcckschlag f\u00fcr uns alle, einzig die Tatsache, dass sie zumindest 13 sch\u00f6ne Jahre verleben durfte, bleibt uns als Trost.<\/p>\n<p>Hier finden Sie ein kurzes Video \u00fcber <strong>Loisabas<\/strong> letzte Tage:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SXsgZQ4yBac\">www.youtube.com\/watch?v=SXsgZQ4yBac<\/a><\/p>\n<p>Dieses Video wurde von den Keepern der Auswilderungsstation in Voi gedreht.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/der-tod-von-loisaba\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der pl\u00f6tzliche Tod der 13-j\u00e4hrigen Loisaba war f\u00fcr den Trust eine schmerzliche Trag\u00f6die. 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