{"id":24564,"date":"2019-12-21T16:05:02","date_gmt":"2019-12-21T15:05:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=24564"},"modified":"2020-01-28T17:08:59","modified_gmt":"2020-01-28T16:08:59","slug":"ate-news-august-und-september-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-august-und-september-2019\/","title":{"rendered":"ATE News: August und September 2019"},"content":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate August und September 2019:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die letzten Wochen einer Trockenperiode sind sowohl f\u00fcr die Wildtiere wie die Menschen im Amboseli-\u00d6kosystem eine schwere Zeit. Wasser und Nahrung werden knapp und alle konzentrieren sich auf die Suche nach den letzten verf\u00fcgbaren Ressourcen.<\/p>\n<p>Trinkwasser ist in Amboseli zwar immer ausreichend vorhanden, da die S\u00fcmpfe im Zentrum des Parks das gesamte Jahr durch unterirdische Zufl\u00fcsse mit Schmelzwasser vom Kilimanjaro gespeist werden. Doch die Savannen verdorren und f\u00fcr die Pflanzenfresser beginnt eine schwere Zeit.<\/p>\n<p>So war es auch im August und September diesen Jahres.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24760\" aria-describedby=\"caption-attachment-24760\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24760\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01792-K-300x225.jpg\" alt=\"Elefanten in der austrocknenden Savanne\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01792-K-300x225.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01792-K-768x576.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01792-K.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01792-K-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24760\" class=\"wp-caption-text\">Elefanten in der austrocknenden Savanne<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more-->Die harten Zeiten wirkten sich sogar auf das Verhalten zwischen den verschiedenen Elefantenfamilien aus. Grunds\u00e4tzlich teilen sich diese ihren Lebensraum friedlich. Denn Elefanten sind nicht territorial. Jede Familiengruppe nutzt zwar bestimmte Lebensr\u00e4ume, ist aber bereit diese mit anderen zu teilen. So \u00fcberschneiden sich ihre Streifgebiete oft und gelegentlich unternehmen sie auch weite Wanderungen durch &#8222;fremde&#8220; Gebiete. Dies wird normalerweise toleriert. Viele Familien sind sogar gut befreundet und freuen sich \u00fcber Begegnungen und gegenseitige Besuche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies kann sich allerdings in Zeiten des Nahrungsmangels etwas \u00e4ndern. Dann werden sich zumindest weniger eng befreundete Familien als Konkurrenten betrachten und versuchen die letzten ergiebigen Nahrungsquellen f\u00fcr sich zu behaupten. Dabei kann es sogar zu Streitigkeiten, verbunden mit kleineren Rangeleien, kommen. Diese sind zwar gew\u00f6hnlich eher harmloser Natur und kein Vergleich mit K\u00e4mpfen, wie sie bei anderen Arten stattfinden, doch stellen sie trotzdem deutliche Abweichungen vom normalen Verhalten dar. Letztlich zeigt sich dadurch wie schwer es f\u00fcr die Grauen Riesen wird genug Nahrung zu finden und welchen Belastungen sie, vor allem die Matriarchinnen, ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24763\" aria-describedby=\"caption-attachment-24763\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24763\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1967-K-300x200.jpg\" alt=\"Eine Elefantenkuh aus Amboseli\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1967-K-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1967-K-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1967-K.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1967-K-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24763\" class=\"wp-caption-text\">Eine Elefantenkuh aus Amboseli<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Palmenwald, in dem sich das Camp des Amboseli Trust for Elephants befindet, bildet normalerweise das Kerngebiet der EB-Familie. Fr\u00fcher, als ihre legend\u00e4re Matriarchin Echo noch lebte, waren sie den Gro\u00dfteil des Jahres hier anzutreffen. Cynthia Moss hatte auch aus diesem Grund entschieden sich f\u00fcr einige Dokus, die in den 80er und 90er Jahren gedreht wurden, auf die EB&#8217;s und ihre Leitkuh zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Seit Echos Tod hat sich die Situation jedoch etwas ge\u00e4ndert. Ein Teil der Familie h\u00e4lt sich unter der F\u00fchrung Ellas meistens au\u00dferhalb des Parks, weiter im Norden, auf. Und der Hauptteil der EB&#8217;s folgt zwar Echos Tochter Enid, welche dazu tendiert sich weitgehend im selben Gebiet aufzuhalten wie ihre Mutter. Doch w\u00e4hrend der letzten Monate war auch sie von ihrer Routine abgewichen und wurde zusammen mit ihrer Gruppe wochenlang kaum gesehen. Vermutlich waren sie \u00fcber die Grenze bis ins benachbarte Tansania gewandert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24764\" aria-describedby=\"caption-attachment-24764\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24764\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2213-K-300x200.jpg\" alt=\"Wandernde Elefantenfamilie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2213-K-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2213-K-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2213-K.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2213-K-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24764\" class=\"wp-caption-text\">Wandernde Elefantenfamilie<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies blieb nicht unbemerkt und andere Familien, vor allem die AA&#8217;s und die PC&#8217;s, nutzten die Gelegenheit um ihre Streifgebiete in den Palmenwald auszudehnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Enid mit Eliot, Edwina und den anderen Mitgliedern ihre Gruppe nach Amboseli zur\u00fcckkehrte war es f\u00fcr sie eine unangenehme \u00dcberraschung ihre wichtigsten Weidegr\u00fcnde von anderen Familien besetzt vorzufinden. Das ATE-Team beobachtete, dass die EB&#8217;s daraufhin versuchten die anderen Familien, vor allem die AA&#8217;s, durch Dominanzverhalten einzusch\u00fcchtern.<\/p>\n<p>Offenbar kam es sogar zu kleineren Rangeleien. Jedenfalls entdeckte man ziemlich eindeutige Spuren in Form von kleineren Verletzungen, welche von Sto\u00dfz\u00e4hnen verursacht worden waren. Arden hatte solche Kratzer an ihrer Seite und Eugenie an ihrem Hinterteil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die AA&#8217;s mit ihrer noch relativ jungen Matriarchin Astrid waren diese Konflikte eine echte Herausforderung, doch zur \u00dcberraschung des ATE-Teams haben sie sich recht gut behauptet! Astrid nimmt ihre neue Aufgabe offenbar sehr ernst und strengt sich sehr an, um ihre Familie zusammenzuhalten. So konnten sie den EB&#8217;s besser die Stirn bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24761\" aria-describedby=\"caption-attachment-24761\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24761\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01952-K-300x225.jpg\" alt=\"Elefantenk\u00fche mit K\u00e4lbern - und Kuhreihern\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01952-K-300x225.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01952-K-768x576.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01952-K.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/DSC01952-K-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24761\" class=\"wp-caption-text\">Elefantenk\u00fche mit K\u00e4lbern<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die wichtigste Taktik besteht in solchen Situationen allerdings ohnehin darin sich m\u00f6glichst aus dem Weg zu gehen. Sobald fremde Familien die eigentlichen Bewohner eines Gebiets entdecken ziehen sie sich meistens au\u00dfer Sicht zur\u00fcck. Erst nachdem die ans\u00e4ssige Familie weitergezogen ist tauchen sie wieder auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann auch beobachten, dass einige Familien grunds\u00e4tzlich verschiedene Strategien verfolgen um in den kargen Zeiten zurecht zu kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manche verhalten sich eher dominant. Dies ist vor allem bei gro\u00dfen Gruppen der Fall. Allerdings spielen neben der zahlenm\u00e4\u00dfigen St\u00e4rke auch das Alter und die Erfahrung der Matriarchin eine wichtige Rolle. Denn bei sehr gro\u00dfen Familien kommt es auch intern h\u00e4ufiger zu Spannungen und dann h\u00e4ngt es davon ab, wie die Leitkuh damit umgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kleinere Familien und solche mit j\u00fcngeren Matriarchinnen verhalten sich vorsichtiger und suchen gezielt nach Nischen, in denen sie relativ ungest\u00f6rt Nahrung finden k\u00f6nnen. Dabei haben sie den Vorteil, dass sie untereinander nur relativ wenig Konflikte bew\u00e4ltigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24762\" aria-describedby=\"caption-attachment-24762\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24762\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1815-Elefant-mit-Kuhreiher-300x196.jpg\" alt=\"Elefantenkuh mit Kuhreiher\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1815-Elefant-mit-Kuhreiher-300x196.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1815-Elefant-mit-Kuhreiher-768x501.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1815-Elefant-mit-Kuhreiher.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_1815-Elefant-mit-Kuhreiher-600x391.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24762\" class=\"wp-caption-text\">Eine Elefantenkuh in Begleitung eines Kuhreihers<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise ist das ein Grund, weshalb sich auch einige der gr\u00f6\u00dferen Familiengruppen w\u00e4hrend der Trockenzeiten in kleinere Einheiten aufteilen und nur gelegentlich zusammen kommen. Dies war bei den GB&#8217;s der Fall, welche die meiste Zeit in kleineren Gruppen unterwegs waren, die sich allerdings oft in Gesellschaft befreundeter Familien befanden.<\/p>\n<p>Nur einmal konnte ein ATE-Team die gesamte GB-Familie, angef\u00fchrt von ihrer Matriarchin Golda, zusammen beobachten. Dies war ein beeindruckender Anblick, da diese Familie inzwischen aus 51 Mitgliedern besteht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter\/innen vom ATE mussten allerdings auch traurige Erfahrungen machen. Am 4. September wurde klar, dass drei Mitglieder der EB-Familie, Enya, Erica und Ericas 2017 geborenes Kalb, wohl verstorben sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal kommt es zwar vor, dass Elefanten f\u00fcr einige Zeit verschwinden und nach einiger Zeit wieder auftauchen. Doch dies ist bei Enya, Erica und ihrem Kalb wohl leider nicht der Fall. Enya wurde seit Februar und Erica mit ihrem Kalb seit Mai nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p>Gerade bei Enya ist es unwahrscheinlich, dass sie mehrere Monate lang nicht bei ihrer Mutter Eleanor gewesen w\u00e4re. Sie war zwar bereits 15 Jahre alt und es h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, dass sie in den \u00d6strus kam und w\u00e4hrend dieser Zeit kurzzeitig vom Hauptteil ihrer Familie getrennt wurde. Aber auch in diesem Fall w\u00e4re sie schon l\u00e4ngst wieder zur\u00fcckgekehrt. Bei Bullen ist es normal, dass sie f\u00fcr Monate oder sogar Jahre verschwinden, bei K\u00fchen nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_24765\" aria-describedby=\"caption-attachment-24765\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24765\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2230-K-300x200.jpg\" alt=\"Elefantenkuh mit Kalb\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2230-K-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2230-K-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2230-K.jpg 1024w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2019\/12\/IMG_2230-K-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24765\" class=\"wp-caption-text\">Elefantenkuh mit Kalb am Rand eines Sumpfes<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber die m\u00f6glichen Todesursachen kann nur spekuliert werden. Allerdings waren die drei verschwundenen Elefanten noch jung und gesund. Daher sind nat\u00fcrliche Ursachen eher auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mensch-Wildtier-Konflikte m\u00fcssen hingegen leider sehr in Betracht gezogen werden, da diese in den letzten Monaten, vor allem w\u00e4hrend der Trockenzeiten, zugenommen haben. Immer wieder wurden Elefanten vergiftet oder gespeert. Und da die EB&#8217;s zu jenen Familien geh\u00f6ren, die sich oft in au\u00dferhalb der Parkgrenzen liegende Gebiete wagen und sogar bis nach Tansania ziehen, m\u00fcssen Auseinandersetzungen mit Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache f\u00fcr das Verschwinden von Enya, Erica und ihrem Kalb angenommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Amboseli ist ein Gebiet, in dem Mensch-Wildtier-Konflikte eine sehr gro\u00dfe Herausforderung bilden. Der Nationalpark ist zu klein als dass alle Elefanten das gesamte Jahr \u00fcber darin leben k\u00f6nnten. Sie sind immer wieder darauf angewiesen auch au\u00dferhalb liegende Gebiete aufzusuchen &#8211; vor allem wenn die Weidefl\u00e4chen w\u00e4hrend der Trockenzeiten schrumpfen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig w\u00e4chst die menschliche Bev\u00f6lkerung Kenias rasant und deshalb wird jedes Jahr mehr Wildnis in Farmland umgewandelt. Es ist absolut verst\u00e4ndlich, dass die Wildtiere die Felder in ihren ehemaligen Streifgebieten weiterhin als Weidefl\u00e4chen betrachten. Andererseits stellt dies f\u00fcr die Farmer eine Katastrophe dar, da sie in einer Nacht ihre gesamte Ernte verlieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein L\u00f6sung f\u00fcr diese Probleme kann es nur geben, wenn es gelingt die Bed\u00fcrfnisse von Menschen und Wildtieren gleicherma\u00dfen zu ber\u00fccksichtigen. Und vor allem, wenn das weitere Anwachsen der menschlichen Bev\u00f6lkerung beenden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Organisationen wie der ATE, die kenianische Regierung sowie die F\u00fchrer der lokalen Gemeinden arbeiten hart daran diese Ziele zu erreichen. Doch trotz ihres Engagements und vieler Erfolge kommt es leider noch immer wieder zu Todesf\u00e4llen sowohl bei Menschen als auch bei Elefanten. Dies ist sehr deprimierend! Doch die Mitarbeiter\/innen von ATE lassen sich dadurch nicht entmutigen, denn sie wissen, nur wenn es gelingt einen Weg f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben zu finden, werden die Elefanten \u00fcberleben. Und daf\u00fcr werden sie sich weiter mit aller Kraft einsetzen.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ate-news-august-und-september-2019\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News vom Amboseli-Trust-for-Elephants &#8211; die Monate August und September 2019: &nbsp; Die letzten Wochen einer Trockenperiode sind sowohl f\u00fcr die Wildtiere wie die Menschen im Amboseli-\u00d6kosystem eine schwere Zeit. Wasser und Nahrung werden knapp und alle konzentrieren sich auf die Suche nach den letzten verf\u00fcgbaren Ressourcen. 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