{"id":248,"date":"2007-12-21T21:34:30","date_gmt":"2007-12-21T20:34:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=248"},"modified":"2008-04-13T21:20:53","modified_gmt":"2008-04-13T19:20:53","slug":"newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-november-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-november-2007\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia\/die Eli-Waisen im November 2007"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Nursery-Waisen<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden gro\u00dfen Jungs der Nursery, <strong>Zurura <\/strong>und <strong>Kamboyo<\/strong>, kamen in die Auswilderungsgruppe nach Ithumba. Es war an der Zeit f\u00fcr sie, denn sie brauchen die Disziplin der \u00e4lteren Leitk\u00fche und st\u00e4rkere Bullen, gegen die sie sich beweisen m\u00fcssen. Leitkuh <strong>Lenana<\/strong> war noch nicht durchsetzungsf\u00e4hig genug, um sie unter Kontrolle zu bringen.<!--more--><\/p>\n<p>Als es daran ging zu \u00fcben, wie man auf die Laderampen der parkenden Lkws steigt, hatte <strong>Kamboyo<\/strong> offenbar finstere Assoziationen. Er wurde als neunmonatige Waise gerettet und zum Flugplatz des Kamboyo Hauptquartiers in Tsavo-West gebracht, von wo aus er auf dem Luftweg nach Nairobi bef\u00f6rdert wurde. Nichts konnte ihn dazu bringen, auch nur einen Fu\u00df in den Lkw zu setzen. Am Tag der Abfahrt bekam er also ein leichtes Beruhigungsmittel, und mithilfe vieler schiebender und ziehender H\u00e4nde wurde er in den Lkw verfrachtet. Einmal auf der Ladefl\u00e4che angekommen, ergab er sich seinem Schicksal und dem, was seine menschliche Familie f\u00fcr ihn vorbereitet hatte! Sein Vertrauen ber\u00fchrte uns sehr. <strong>Zurura <\/strong>war viel zu jung verwaist, als dass er sich noch an seinen Transport erinnern k\u00f6nnte, und weil er die angebotene Milch auf keinen Fall ausschlagen konnte, lie\u00df er sich ohne Schwierigkeiten auf den Anh\u00e4nger locken.<\/p>\n<p>In Ithumba wurden die beiden sofort von <strong>Sian, Loijuk <\/strong>und<strong> Kenze <\/strong>erkannt, und die Wiedersehensfreude war riesig! Die drei waren erst vor einigen Monaten aus der Nursery nach Ithumba gebracht worden, und selbst <strong>Sunyei, Wendi, Kora, Naserian <\/strong>und<strong> Lualeni<\/strong> erinnerten sich an die beiden, als sie noch winzige Baby-Elefanten waren. Solche Vorgeschichten f\u00fchren immer zu freudigen Begr\u00fc\u00dfungen und ausgiebigen Ber\u00fchrungsritualen durch die \u00e4lteren K\u00fche, die die Neuank\u00f6mmlinge in ihre Gruppe aufnehmen. <strong>Zurura <\/strong>und<strong> Kamboyo<\/strong> wurden in ihren neuen Stall gef\u00fchrt, den sie mit <strong>Loijuk<\/strong> und <strong>Sian<\/strong> teilen und f\u00fchlten sich gleich zu Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/12\/kenzeloijok-and-rapsu-drink-water.jpg\" alt=\"Kenze,Loijok und Rapsu\" \/><\/p>\n<p>In der Nursery dagegen wurden sie schmerzlich vermisst von <strong>Lenana, Mekena <\/strong>und<strong> Chyulu<\/strong>, die den ganzen Tag der Abfahrt nach ihnen suchten. <strong>Lenana<\/strong> war sichtlich gestresst durch das pl\u00f6tzliche Verschwinden der beiden. <strong>Makena <\/strong>und <strong>Chyulu<\/strong> widmeten sich kurze Zeit sp\u00e4ter wieder ihrer t\u00e4glichen Routine, offenbar froh, dass die beiden Bullen verschwunden waren, denn <strong>Zurura <\/strong>und<strong> Makena<\/strong> waren lange Zeit Rivalen um den Platz neben der Leitkuh. <strong>Chyulu<\/strong> f\u00fchlte sich immer gest\u00f6rt durch die Bullen, die sie und <strong>Makena<\/strong> bestiegen, wann immer sich die M\u00f6glichkeit dazu bot. Leitkuh <strong>Lenana <\/strong>war noch nicht dominant genug, um diese &#8211; bei Elefanten durchaus \u00fcblichen &#8211; Jungenspiele zu unterbinden.<\/p>\n<p>In diesem Monat gab es eine Art &#8222;Stall-Polonaise&#8220; mit dem Baby-Trupp (<strong>Lesanju, Lempaute, Sinya, Shimba <\/strong>und<strong> Dida<\/strong>). <strong>Lempaute<\/strong> bestand darauf, nachts bei <strong>Lesanju <\/strong>zu bleiben, als diese neben <strong>Sinya<\/strong> verlegt wurde, die etwas Aufmerksamkeit n\u00f6tiger hatte, und setzte sich schlie\u00dflich durch. Wir bemerkten, dass Klein <strong>Dida<\/strong> sehr niedergedr\u00fcckt war und schlossen darauf, dass dieses Verhalten damit zusammen h\u00e4ngen konnte, weil ihre Zuneigung zu <strong>Lesanju<\/strong> st\u00e4ndig durch <strong>Sinya <\/strong>und <strong>Lempaute<\/strong> ausgebremst wurde, die sie wegschubsten. Auf Zur\u00fcckweisung reagieren Elefanten immer mit seelischen St\u00f6rungen, also wurde <strong>Dida<\/strong> nachts aus <strong>Shimbas<\/strong> Stall umgesetzt zu <strong>Lesanju <\/strong>und<strong> Lempaute<\/strong>, so dass sie Ruhe vor <strong>Sinya<\/strong> hatte. Wir hofften au\u00dferdem, dass <strong>Lempaute <\/strong>vielleicht auch ein paar m\u00fctterliche Gef\u00fchle f\u00fcr das Baby entwickeln w\u00fcrde. Der Plan zahlte sich aus und innerhalb weniger Tage war das Baby viel gl\u00fccklicher und begann zu spielen, was immer ein gutes Zeichen ist. <strong>Lempaute<\/strong> entwickelte in der Tat Muttergef\u00fchle und reagiert mittlerweile sehr umutig, wenn <strong>Dida ihr Lesanju<\/strong> vorzieht!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/12\/dida-and-lempaute-playing.jpg\" alt=\"Dida und Lempaute\" \/><\/p>\n<p><strong>Sinyas <\/strong>f\u00fcrchterliche Wunden auf dem R\u00fccken und an den Vorderbeinen heilten in diesem Monat sehr gut. Dank Tonerde und \u00e4therischen \u00c3\u2013len hat sie keine Schmerzen mehr. Durch sie konnten wir viel \u00fcber verwundete Baby-Elefanten lernen, was uns auch sp\u00e4ter wieder helfen wird.<\/p>\n<p><strong>Die Ithumba-Waisen<\/strong><\/p>\n<p>Es ist immer wieder verbl\u00fcffend, wie die Elefanten die Ankunft von Neuank\u00f6mmlingen erahnen. <strong>Kamboyo <\/strong>und<strong> Zurura <\/strong>verlie\u00dfen Nairobi morgens um 5:30 Uhr, und zur selben Zeit verlie\u00dfen die Ithumba-Elefanten ihre Schlafpl\u00e4tze und die Big Girls, Leitkuh <strong>Yatta, Mulika, Nasalot <\/strong>und<strong> Kinna<\/strong>, begannen zu trompeten. Sie rannten hin und her, waren sichtlich aufgeregt und verhielten sich ungew\u00f6hnlich. Die Keeper selbst waren noch nicht einmal dar\u00fcber informiert, dass <strong>Kamboyo <\/strong>und<strong> Zurura<\/strong> erfolgreich verladen und auf dem Weg nach Ithumba waren! Sie erreichte die Nachricht erst gegen 8 Uhr &#8211; also ein weiteres Indiz f\u00fcr die erstaunliche Intuition der Elefanten! Es kann sich nur um Telepathie handeln, denn die gro\u00dfen Ithumba-K\u00fche haben <strong>Kamboyo <\/strong>und<strong> Zurura<\/strong> vorher nie getroffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/12\/orphans-at-mud-bath.jpg\" alt=\"Die Wasisen-Elis beim Matschbaden\" \/><\/p>\n<p>Die Neuank\u00f6mmlinge tauchten gegen ein Uhr mittags auf, nach einer langen und holprigen Reise. Sie waren kaum von der Ladefl\u00e4che gelaufen, als sie von <strong>Sian <\/strong>und <strong>Loijuk<\/strong> erkannt und begr\u00fc\u00dft wurden. Die vier kennen sich bereits aus der Nursery. <strong>Wendi<\/strong> und die \u00e4ltere Gruppe untersuchten in der Zwischenzeit das Innere der Lkws um sicher zu stellen, dass es keine weiteren \u00dcberraschungen mehr gab. Alle Neuank\u00f6mmlinge werden in Ithumba fr\u00f6hlich willkommen gehei\u00dfen, sowohl von den Herdenmitgliedern als auch den Keepern, die ja in allen drei Stationen t\u00e4tig und bekannt sind.<\/p>\n<p>Der Umzug von Kamboyo und Zurura verlief besonders reibungslos. Sie f\u00fchlten sich sofort zu Hause und teilten sich das Schlaflager mit <strong>Sian <\/strong>und<strong> Loijuk<\/strong>. Offenbar wurde ihnen auch gleich beigebracht, dass sie niemals den Elektrozaun um das Nachtlager ber\u00fchren sollen. Am n\u00e4chsten Tag setzten die Regenf\u00e4lle ein, so dass die beiden just im letzten Moment in Ithumba angekommen waren. Die Vegetation explodierte, die Pf\u00fctzen f\u00fcllten sich, in den ausgetrockneten Flussbetten floss wieder Wasser und f\u00fcr die Elefanten begann die frohe Jahreszeit. Gegen Ende des Monats f\u00fchrten <strong>Kamboyo <\/strong>und<strong> Zurura<\/strong> die Gruppe sogar an, als sie sich abends vom Kalovota-Fluss auf den Heimweg machten. Sie haben sich in der neuen Umgebung schnell zurechtgefunden und passen in die Herde, als w\u00e4ren sie schon immer da gewesen.<br \/>\nEine sehr interessante Entwicklung in diesem Monat nehmen die vier Big Girls (<strong>Yatta, Mulika, Nasalot <\/strong>und<strong> Kinna). <\/strong>Sie werden immer unabh\u00e4ngiger, bleiben abends oft im Busch, wenn die J\u00fcngeren ins Nachtlager zur\u00fcckkehren. Sie sind hungrig nach Kontakt mit wilden Artgenossen und haben offenbar verstanden, dass die Anwesenheit der Keeper genau dies verhindert, ebenso wie die Gegenwart der J\u00fcngsten, die bei jedem Schreck den Schutz ihrer menschlichen Familie suchen. Eines Tages distanzierten sich die vier Big Girls absichtlich von der Gruppe und durchquerten den Kalovoto-Fluss, um auf der anderen Seite zu grasen. Sie kehrten erst sp\u00e4t in der Nacht zur\u00fcck. Dies wiederholte sich mehrfach in diesem Monat, und als sie im Ithumba-Wald den Kot eines wilden Elefanten fanden, gerieten sie vor Aufregung au\u00dfer Rand und Band.<\/p>\n<p>Es ist herzerweichend zu beobachten, wie gl\u00fccklich <strong>Kenze <\/strong>in Ithumba ist. Er hat hier dicke Freunde gefunden. Sogar mit den gr\u00f6\u00dferen Bullen wie <strong>Kora <\/strong>versteht er sich gut. <strong>Kora<\/strong> setzt sich bei Ringk\u00e4mpfen sogar hin, um ihm eine Chance zu gew\u00e4hren!<\/p>\n<p>Alles in allem war es ein wunderbarer und gl\u00fccklicher Monat f\u00fcr die Ithumba-Gruppe mit \u00fcppiger Vegetation, gef\u00fcllten Fl\u00fcssen, Schlamml\u00f6chern und Pf\u00fctzen, wohin man nur blickte. All unseren geht es Waisen gut, und unsere vier Big Girls werden langsam erwachsen. Ohne Zweifel werden sie sich bald mit ihren wilden Artgenossen mischen.<\/p>\n<p><strong>Die Voi-Waisen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Burra <\/strong>war in diesem Monat f\u00fcr den &#8222;Mweiga-Dienst&#8220; eingeteilt und hat seine Aufgabe ohne Unterbrechung hervorragend ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es war ein fortw\u00e4hrendes Kommen und Gehen zwischen <strong>Emilys, Natumis <\/strong>und<strong> Edies <\/strong>neu gegr\u00fcndeter Gruppe. <strong>Edie <\/strong>ist nur unwesentlich j\u00fcnger als <strong>Natumi <\/strong>und hatte selbst immer eine Leitkuh sein wollen, doch mittlerweile sind ihre Gruppe und die von <strong>Natumi<\/strong> oft als gro\u00dfe Familie unterwegs. Zu <strong>Edies <\/strong>Gruppe geh\u00f6ren <strong>Lolokwe, Mukwaju <\/strong>und <strong>Mweya<\/strong>, doch <strong>Mukwaju<\/strong> lief dann wieder in <strong>Natumis<\/strong> Gruppe \u00fcber. Einmal war Edie mit <strong>Loisaba, Morani, Lolokwe <\/strong>und<strong> Mweya <\/strong>unterwegs. <strong>Loisaba<\/strong> ist aber eigentlich in <strong>Emilys<\/strong> Gruppe, genauso wie <strong>Ndara<\/strong>, die allerdings zwischendurch in <strong>Natumis <\/strong>Gruppe gesichtet wurde. Beide haben am Ende wohl aber wieder zu <strong>Emily<\/strong> zur\u00fcck gefunden, denn man hat sie nicht mehr bei <strong>Natumi<\/strong> gesehen.<\/p>\n<p><strong>Lissa<\/strong> und ihre beiden jungen K\u00e4lber kamen an die Stallungen und spielten f\u00fcr eine lange Zeit auf dem Gel\u00e4nde. Ihr erstes Kalb, die achtj\u00e4hrige Lara, war an diesem Tag nicht dabei und wahrscheinlich mit <strong>Emilys <\/strong>oder<strong> Eleanors<\/strong> Gruppe unterwegs (<strong>Eleanor <\/strong>war<strong> Lissas<\/strong> fr\u00fchere Leitkuh) oder eben einer anderen wilden Herde. Es wird also deutlich, dass die Waisen trotz der Verbundenheit zu einer bestimmten Leitkuh immer eine gro\u00dfe Familie bleiben und somit auch unter wechselnder Obhut leben. Die Leitk\u00fche der Waisenherde warren <strong>Emily<\/strong>, deren Position nach ihrer Auswilderung von <strong>Natumi <\/strong>\u00fcbernommen wurde, <strong>Natumi <\/strong>selbst und jetzt auch <strong>Edie<\/strong>. Sie neigen zu einem besitzergreifenden Charakter und reagieren gekr\u00e4nkt, wenn sich <strong>Emily <\/strong>der Gruppe wieder einmal anschlie\u00dft und sie sich dann-\u00a0 unterwerfen m\u00fcssen. Inzwischen scheinen sie sich aber arrangiert zu haben. Die j\u00fcngeren Waisen halten sich zeitweise bei <strong>Emilys <\/strong>Gruppe auf, dann wiederum bei <strong>Natumis <\/strong>Gruppe, und <strong>Edie<\/strong> darf sich hin und wieder ein paar der Waisen &#8222;ausleihen&#8220;, um <strong>Burra <\/strong>und<strong> Mweiga <\/strong>Gesellschaft zu leisten. Es ist keine \u00dcberraschung, dass <strong>Mweya und Morani<\/strong> h\u00e4ufig \u201eausgeborgt&#8220; werden, denn beide mochten <strong>Mweiga <\/strong>schon immer und verbringen gern Zeit mit ihr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2007\/12\/icholta-comes-with-his-wild-boy-friend.jpg\" alt=\"Icholta mit einem wilden Bullen\" \/><br \/>\n<strong>Edies <\/strong>Gruppe blieb in diesem Monat in engem Kontakt mit <strong>Burra und Mweiga<\/strong>, und auch <strong>Natumi<\/strong> und ihre Gruppe haben ihren Teil beigetragen. Was wieder auffiel, war die Hingabe, mit der sich die Elefanten um die schw\u00e4chliche <strong>Mweiga <\/strong>k\u00fcmmern, die mittlerweile der einzige Elefant ist, der noch in den Stallungen \u00fcbernachtet. Allerdings wird sie von ihren Artgenossen nie allein gelassen.<\/p>\n<p>Es ist au\u00dferdem sehr interessant, dass sich die m\u00e4nnlichen Elefanten genauso um <strong>Mweiga<\/strong> k\u00fcmmern wie die weiblichen. In diesem Monat war es <strong>Burra<\/strong>, der sich rund um die Uhr um sie bem\u00fchte. Er l\u00e4uft hinter ihr, wenn die anderen bereits vorausgehen; er l\u00f6st sich von der Gruppe, um sie zu den Stallungen zu begleiten, und l\u00e4sst die anderen, die sich im Busch vergn\u00fcgen, zur\u00fcck; und er schaut ihr ruhig zu, wenn sie ihre Milch trinkt, ohne auch nur zu versuchen, ihr die Flasche wegzunehmen. Dass gerade die beiden \u00e4lteren Bullen, <strong>Laikipia <\/strong>und <strong>Nyiro<\/strong>, ihre Gruppe verlie\u00dfen um bei <strong>Mweiga <\/strong>und<strong> Burra<\/strong> zu bleiben, ist ebenfalls r\u00fchrend.<\/p>\n<p><strong>Natumis <\/strong>Gruppe hat inzwischen auch <strong>Thomas <\/strong>Gruppe integriert, das hei\u00dft, diejenigen Waisen, die ganz zuletzt auch nachts im Freien bleiben d\u00fcrfen. <strong>Natumis <\/strong>und <strong>Thomas<\/strong> Gruppe schauen regelm\u00e4\u00dfig an den Stallungen vorbei, meist nur, um zu trinken (obwohl es seit den ersten Regenf\u00e4llen \u00fcberall nat\u00fcrliche Tr\u00e4nken gibt), oder wahrscheinlich nur, um einmal \u201ezu Hause&#8220; nach dem Rechten zu schauen. Denn h\u00e4ufig tauchen sie auf, wenn <strong>Burra <\/strong>und<strong> Mweiga<\/strong> nicht da sind. Wahrscheinlich m\u00f6chten sie auch einfach nur mit ihrer menschlichen Familie in Kontakt bleiben, zu denen sie Vertrauen und Liebe entwickelt haben. Wann immer sich die verschiedenen Waisen auf <strong>Burra, Mweiga<\/strong> oder einen anderen Elefanten treffen, gibt es eine gro\u00dfe Wiedersehensfreude.<\/p>\n<p>Regenschauer brachten ein wenig Gr\u00fcn und f\u00fcllten einige der nat\u00fcrlichen Senken, so dass die Voi-Waisen einen vergn\u00fcgten Monat zubrachten. <strong>Mweiga und Burra<\/strong> waren viele Tage f\u00fcr sich allein gl\u00fccklich. Morgens spielen sie auf dem Stallungsgel\u00e4nde, und <strong>Mweiga<\/strong> schwingt ihren R\u00fcssel hin und her, sobald es auf in den Busch geht. Dies ist ein Zeichen der Fr\u00f6hlichkeit, und man sieht wie wohl sich die beiden auch ohne die anderen Waisen miteinander f\u00fchlen. Sie werden t\u00e4glich vom Zebra-Waise Serena begleitet, an die sie sich mittlerweile auch gew\u00f6hnt haben. Zu Beginn versuchte <strong>Burra<\/strong> sie anzugreifen, weil er sie nicht dabei haben wollte. Mittlerweile scheut Serena allerdings nicht in Kreisen um ihn herumzurennen, so dass er nun begriffen hat, dass auch sie zu seinen t\u00e4glichen \u201eAufgaben&#8220; dazu geh\u00f6rt.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-keniadie-eli-waisen-im-november-2007\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Die beiden gro\u00dfen Jungs der Nursery, Zurura und Kamboyo, kamen in die Auswilderungsgruppe nach Ithumba. Es war an der Zeit f\u00fcr sie, denn sie brauchen die Disziplin der \u00e4lteren Leitk\u00fche und st\u00e4rkere Bullen, gegen die sie sich beweisen m\u00fcssen. 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