{"id":2627,"date":"2011-10-29T16:29:00","date_gmt":"2011-10-29T15:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2627"},"modified":"2011-10-29T16:29:00","modified_gmt":"2011-10-29T15:29:00","slug":"die-waisen-im-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-september\/","title":{"rendered":"Die Waisen im September"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe:<\/b><\/p>\n<p>Die L\u00f6wen des Nairobi-Nationalparks haben auch in diesem Monat f\u00fcr einige Aufregung gesorgt. Am 8. September jagte eine L\u00f6win einen Buschbock, dessen Fluchtweg sich mitten durch die friedlich grasende Elefantengruppe schlug. Aufgeschreckt stoben sie in alle Himmelsrichtungen davon, und die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun damit, sie wieder zusammen zu treiben. Die L\u00f6win t\u00f6tete noch am selben Tag eines der ans\u00e4ssigen Warzenschweine &#8211; ganz in der N\u00e4he der Stallungen &#8211; und bewachte ihre Beute bis sp\u00e4t nachmittags, als sie schlie\u00dflich ihre drei Jungtiere zum Fressen holte.<\/p>\n<p><b>Ishanga<\/b>, die selber unter sehr dramatischen Umst\u00e4nden gerettet wurde (die Helfer mussten sie buchst\u00e4blich aus den F\u00e4ngen eines L\u00f6wen befreien), nimmt sich Neuank\u00f6mmlingen immer h\u00f6chstpers\u00f6nlich an. Sie wich <b>Kilabasi<\/b> und <b>Dabassa<\/b> nicht von der Seite, versuchte immer wieder, sie durch Ber\u00fchrungen mit ihrem R\u00fcssel zu tr\u00f6sten und bleibt auch bei ihnen, wenn sie sich beim Grasen von der Gruppe entfernen. Das ist ein uns bekanntes Verhalten bei Elefantenbabys, die noch sehr traumatisiert sind und im Stillen um ihre Familien trauern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Dabassa-IMG_8868-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Dabassa IMG_8868 (2)\" border=\"0\" alt=\"Dabassa IMG_8868 (2)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Dabassa-IMG_8868-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Neuzugang <b>Rombo<\/b> war sie da, als dieser am 5. September erstmals aus dem Stall zu den Waisen durfte. <b>Dabassa<\/b> war daraufhin nicht so erfreut, wahrscheinlich weil sie nun <b>Ishanga<\/b> mit <b>Rombo<\/b> teilen sollte. Sie schubste ihn herum, wann immer sich ihr eine Gelegenheit dazu bot. <b>Rombo<\/b> ist trotz allem nach wie vor einer von <b>Ishangas<\/b> Sch\u00fctzlingen, und da er schon kleine Sto\u00dfz\u00e4hne hat, wird er sich auch gegen <b>Dabassa<\/b> zu behaupten lernen. Anfangs war er noch sehr sch\u00fcchtern, besonders beim Suhlen, wenn viele fremde Menschen um ihn herum waren. Aber nachmittags, wenn die Pateneltern auf Besuch in die Nursery kommen d\u00fcrfen, l\u00e4sst er sich inzwischen h\u00e4ufiger blicken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Ishanga-opn-the-left-with-Mutara-IMG_8970-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Ishanga opn the left with Mutara IMG_8970 (1)\" border=\"0\" alt=\"Ishanga opn the left with Mutara IMG_8970 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Ishanga-opn-the-left-with-Mutara-IMG_8970-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 5. September erreichte uns erneut ein Anruf: ein Elefantenbaby aus dem brenzligen Korridor zwischen Tsavo West und Ost, aus dem auch <b>Kilabasi<\/b>, <b>Dabassa<\/b> und <b>Rombo<\/b> gerettet wurden, sollte nach Nairobi gebracht werden. In der Region sind die Menschen Elefanten nicht wohl gesonnen. So wurde <b>Murka<\/b> mit einer tiefen Speerwunde im Kopf und <b>Rombo<\/b> im Ohr und in der Schulter zugerichtet. Die neue Elefantenwaise war ein etwa einj\u00e4hriges Weibchen, und wir nannten sie \u201eMbuyuni\u201c. Ihr Zustand war erb\u00e4rmlich, sie war stark abgemagert und hatte Hunger\u00f6deme am Unterbauch und Hals. Kurz nachdem Sie geborgen wurde, fiel sie ins Koma, und auch die Infusion konnte sie nicht mehr zur\u00fcckholen. Sie starb am Abend des n\u00e4chsten Tages, und es machte uns sehr traurig, dass wir zu sp\u00e4t gekommen waren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Rombo-IMG_9010-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Rombo IMG_9010 (1)\" border=\"0\" alt=\"Rombo IMG_9010 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Rombo-IMG_9010-1_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 10. September schon der n\u00e4chste Einsatz: Dieses Mal handelte es sich um ein weibliches K\u00e4lbchen aus der Gegend von <b>Kihari<\/b> um den Mt. Kenya Nationalpark. (Auch <b>Mumbushi<\/b> stammte aus dieser Region, wo in letzter Zeit mehr und mehr Elefanten gewildert werden.) Auch sie war etwa ein Jahr alt und wehrte sich standhaft gegen alle Rettungsversuche. Wie schon so viele vor ihr, gab sie schlie\u00dflich v\u00f6llig entkr\u00e4ftet auf und musste an den Tropf gehangen werden. Als sie zu neuen Kr\u00e4ften kam, war sie so widerspenstig, dass kein Keeper in dieser ersten Nacht bei ihr im Stall bleiben konnte. <b>Tano<\/b> wurde schlie\u00dflich in die Nachbarbox gebracht und konnte ihr beweisen, dass sie den Keepern vertrauen konnte. Wir nannten die Kleine \u201e<b>Kihari<\/b>\u201c, und sobald sie am n\u00e4chsten Tag ihre erste Flasche Milch bekommen hatte, wurde sie zusehend ruhiger. Schon vier Tage sp\u00e4ter, am 14. September, durfte sie zu den anderen Waisen, und wurde (besonders von den \u00e4lteren K\u00fchen und <b>Ishanga<\/b>) freudig empfangen. W\u00e4hrend <b>Kainuk<\/b> das Lieblingsbaby von <b>Turkwel<\/b> ist, versuchten <b>Mutara<\/b> und <b>Shukuru<\/b>, <b>Kihari<\/b> immer bei sich, <b>Naipoki<\/b> und <b>Sities<\/b> zu haben. Im Vergleich zu <b>Rombo<\/b>, der auch erst kurz zuvor in die Nursery gekommen war, war <b>Kihari<\/b> schon selbstbewusst genug, um sich mittags vor den Besuchern zu zeigen. Ansonsten zieht sie die Gesellschaft von <b>Rombo<\/b>, <b>Kilabasi<\/b> und <b>Dabassa<\/b> vor, mit ersterem hat sie sich inzwischen gut angefreundet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Naipoki-at-the-front-playing-with-everyone-IMG_8838-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Naipoki at the front playing with everyone IMG_8838 (2)\" border=\"0\" alt=\"Naipoki at the front playing with everyone IMG_8838 (2)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Naipoki-at-the-front-playing-with-everyone-IMG_8838-2_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ankunft von <b>Kihari<\/b> zog wieder einmal eine \u00c4nderung der Schlafordnung nach sich, die aber dieses Mal vergleichsweise entspannt ablief. <b>Tano<\/b> wurde neben <b>Kihari<\/b> untergebracht, <b>Mutara<\/b> und <b>Shukuru<\/b> (die inzwischen zu gro\u00df f\u00fcr ihren Stall geworden waren) kamen in ein gr\u00f6\u00dferes Gehege, und <b>Naipoki<\/b> zog neben <b>Sities<\/b> ein. Die war au\u00dfer sich vor Freude, dass die Kleinsten jetzt alle zusammen waren. Sie und <b>Naipoki<\/b> sind inzwischen unzertrennlich. <b>Ishanga<\/b> und <b>Kilabasi<\/b> sind zusammen im Nachbarstall untergebracht, w\u00e4hrend sich <b>Dabassa<\/b> und <b>Rombo<\/b> jetzt <b>Kalamas<\/b> und <b>Chemi<\/b> <b>Chemis<\/b> alten Stall teilen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kihari-IMG_8732-39.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kihari IMG_8732 (39)\" border=\"0\" alt=\"Kihari IMG_8732 (39)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kihari-IMG_8732-39_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 22. September dann noch ein Anruf, dieses Mal war es Joseph Sauni, Head Keeper in Voi, der von einem zweieinhalbj\u00e4hrigen Elefantenbulle aus dem ber\u00fcchtigten Korridor zwischen Tsavo West und Ost aus der Gegend von Kasigau berichtete. Das Rettungsteam wurde zusammengetrommelt, und am 23. September um 15 Uhr nachmittags kam der kleine Bulle in der Nursery an. Er wurde \u201e<b>Kasigau<\/b>\u201c genannt, hatte 5-7 cm lange Sto\u00dfz\u00e4hne und eine klaffende Wunde an der R\u00fcsselbasis, die offensichtlich von einem Speer oder einem Pfeil stammte. Obwohl er sehr abgemagert und geschw\u00e4cht war, hatte er noch genug Energie und Kraft, um sich die Keeper nachts vom Leibe zu halten. Am n\u00e4chsten Morgen mussten sie ihm dagegen schon beim Aufstehen helfen. Er trank seine Milch zuerst aus einem Eimer, sp\u00e4ter aus der Flasche, die ihm durch das Gatter hindurch gereicht wurde. Als er wieder zu Kr\u00e4ften gekommen war, konnte er sogar alleine wieder aufstehen, war aber immer in Alarmbereitschaft, sobald sich ihm ein Mensch auch nur n\u00e4herte. Am dritten Tag saugte er dann bereits an Fingern, wenn auch nur durch das Gitter vor seinem Stall. Am Tag sechs waren seine Beine angeschwollen, so dass er zu den anderen hinaus gelassen wurde. <b>Ishangas<\/b> Freundschaftsangebot stie\u00df er ruppig zur\u00fcck, wurde dann aber von <b>Dabassa<\/b> geschubst (warum sollte es ihm besser gehen, als <b>Rombo<\/b>!). <b>Dabassa<\/b> wird schon noch merken, was er davon hat, sobald <b>Rombo<\/b> und <b>Kasigau<\/b> gro\u00df und selbstbewusst geworden und auf Revanche aus sind!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kasgau-IMG_8901-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kasgau IMG_8901 (1)\" border=\"0\" alt=\"Kasgau IMG_8901 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kasgau-IMG_8901-1_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 29. September nach der Besucherstunde ereignete sich eine kleine Trag\u00f6die: <b>Tano <\/b>und <b>Naipoki <\/b>stritten darum, wer n\u00e4her am vorderen Keeper laufen durfte. <b>Kasigau <\/b>glaubte wohl, dass sie vor irgendetwas Angst hatten und weg liefen und rannte in den Busch. Einer der Keeper nahm die Verfolgung auf &#8211; und stolperte \u00fcber einen Baumstumpf. Die anderen Waisen glaubten, von einem anderen Wildtier angegriffen zu werden und stoben in alle Richtungen auseinander, trampelten B\u00fcsche nieder, trompeteten und br\u00fcllten in heller Aufregung. <b>Kasigau <\/b>rannte daraufhin immer weiter und weiter in den Busch. Alle Keeper mussten auf den Plan gerufen werden und suchten nach dem kleinen Ausrei\u00dfer. Sie fanden ihn schlie\u00dflich im Dickicht. W\u00e4hrend ein Teil ihn umzingelte, holten die anderen ein paar der Waisen, um ihn zu guter Letzt zu den Stallungen zur\u00fcck zu bringen. Das v\u00f6llig entnervte Nashorn Solio war zwischenzeitlich auch gefl\u00fcchtet und lie\u00df sich erst wieder zum Stall zur\u00fcck locken, als ihr jemand eine Handvoll Luzerne anbot!<\/p>\n<p>Grund zur Sorge gab diesen Monat <b>Kainuks<\/b> Auge, in das sie sich offenbar beim Grasen oder Spielen im Busch einen Zweig gerammt hatte. Der wei\u00dfe Fleck deutete auf eine Verletzung der Hornhaut hin. Eine Behandlung mit Antibiotika schlug nicht an, und der Augenarzt vermutete eine sekund\u00e4re Besiedelung mit Pilzen. So genannte Antimykotika, also Medikamente gegen Pilzbefall, sind hierzulande aber nur schwer aufzutreiben. Die <i>Kikuyu Augenklinik<\/i> konnte uns gl\u00fccklicherweise aushelfen, und die Wunde scheint zu verheilen. Ob ihr Augenlicht lebenslang beeintr\u00e4chtigt bleibt, ist allerdings noch nicht klar. <b>Sities<\/b> hat dieses Handicap sogleich ausgenutzt und schubste <b>Kainuk<\/b> auf der blinden Seite vor den Kopf &#8211; und beglich damit eine alte, noch offene Rechnung.<\/p>\n<p>Die Nash\u00f6rner: Maxwell scheint f\u00f6rmlich f\u00fcr Solios t\u00e4glichen Besuch zu leben. Morgens, wenn sie ihren Stall verl\u00e4sst, fordert sie ihn durch die Absperrung seines Geheges zu einer kleinen Balgerei heraus. Max ist immer da und wartet auf sie, den Schwanz nach oben gerichtet (das bedeutet aufgeregte Freude). Abends, wenn sie von ihrem Tag im Busch zur\u00fcck kehrt, wartet er auf sie und scheint auf eine weitere Runde Ringkampf zu hoffen. Falls ihr nicht danach ist und sie ihn ignoriert, versucht er ihre Aufmerksamkeit durch das Verspr\u00fchen seines Urins zu erhaschen. Solios Keeper k\u00f6nnte darauf auch gerne verzichten, denn Max\u201c Urin ist so bei\u00dfend, dass die Pf\u00e4hle mittlerweile wei\u00df geworden sind!<\/p>\n<p>Solio wird immer unabh\u00e4ngiger. Die Keeper sagen, dass sie ihren eigenen Kopf hat und nicht mehr viel darauf gibt, was die Keeper meinen. Sie ist inzwischen 17 Monate alt, gut proportioniert und w\u00e4chst rasend schnell!<\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: September&#160; \/&#160; 2011<\/b><\/p>\n<p>Ein einzelnes Elefantenk\u00e4lbchen wurde am 22. September in der N\u00e4he der Kiwanjani Lodge am Kasigau Massiv gesichtet und am n\u00e4chsten Tag von den Keepern und dem De-Snaring Team in Voi gerettet. Der kleine Bulle ist etwa zweieinhalb Jahre alt und wurde vorerst in den Voi-Stallungen untergebracht, von wo er anschlie\u00dfend in die Nursery nach Nairobi geflogen wurde. Er hatte offensichtlich schon eine ganze Zeit keine Milch bekommen und zus\u00e4tzlich eine eiternde Speerwunde an der R\u00fcsselbasis. Es scheint, als sei auch er ein Opfer des besonders brutalen und elefantenfeindlichen Menschenschlages, der sich auf der alten Elefanten-Wanderroute zwischen Tsavo West und Ost niedergelassen hatte. Das K\u00e4lbchen wurde inzwischen <b>Kasigau<\/b> genannt. <\/p>\n<p>Es ist und bleibt extrem trocken in Tsavo, das in guten Zeiten als Halbw\u00fcste eingestuft wird. Seit einigen Jahren schon gab es nicht mehr ausreichend Niederschl\u00e4ge. Der Trust hat daher einige Lkw-Ladungen an Luzerne geschickt, die die Waisen nun t\u00e4glich zus\u00e4tzlich bekommen, da das Futterangebot in ihrem Umkreis immer weniger und trockener wird. Die Luzerne kommt auch bei den Ex-Waisen gut an und ist ein ausgezeichnetes Lockmittel, damit sie immer mal wieder an den Stallungen vorbeischauen. Selbst die wilden Elefanten naschen von dem Gr\u00fcnzeug, wenn auch nur das, was die Waisen \u00fcbrig gelassen haben. Aber somit k\u00f6nnen wir auch der wilden Population in diesen harten Zeiten etwas Gutes tun. Eine der wilden Gruppen besteht aus zwei K\u00fchen und einem Kalb, und die drei waren in diesem Monat am 2., 18. und 27. September zum Saufen und Luzerne-Naschen im Stallgel\u00e4nde. <\/p>\n<p>Auch <b>Emilys<\/b> Gruppe kam in diesem Monat des \u00c3\u2013fteren an die Stallungen. Die Waisen hatten somit viele Begegnungen mit ausgewilderten und wilden Artgenossen. <b>Laikipia<\/b>, der gro\u00dfe Bulle, kam am 5. September noch bevor <b>Emily<\/b> und ihre Konsorten eintrafen, und am n\u00e4chsten Tag brachte er Ex-Waise <b>Mpala<\/b> mit. <b>Laikipia<\/b> dachte jedoch nicht im Traum daran, die Luzerne mit <b>Mpala<\/b> zu teilen, so dass die Keeper ihm eine eigene kleine Portion gaben. Am 7. September kam <b>Laikipia<\/b> noch einmal alleine und am 8. September waren die Herden von <b>Emily<\/b> und <b>Edie<\/b> im Stallgel\u00e4nde &#8211; <b>Icholta<\/b> war bereits hochtragend. Die Waisen waren jedes Mal so besch\u00e4ftigt mit ihrer Milch oder dem Knabbern von Gr\u00fcnfutter, dass sie die Ex-Waisen gar nicht beachteten. Nur <b>Siria<\/b> verlie\u00df den Stall, um die alten Freunde zu begr\u00fc\u00dfen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Siria-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Siria-2\" border=\"0\" alt=\"Siria-2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Siria-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Keeper glauben, dass <b>Emily<\/b> versucht, <b>Mpala<\/b> aus ihrer Gruppe wegzuschicken. Nat\u00fcrlich aus gutem Grund: mit seinen 13 Jahren ist er inzwischen in dem Alter, in dem er als Bulle langsam seine eigenen Wege gehen muss. Die Keeper sahen, wie er der Herde in sicherer Entfernung hinterher trottete, sich aber dann nicht traute, von der Luzerne zu naschen, als <b>Emilys<\/b> Herde fra\u00df. Die Keeper hatten wieder Mitleid mit ihm und gaben ihm heimlich eine Handvoll. <b>Mpala<\/b> graste den ganzen 16. September mit einem wilden Freund an den H\u00e4ngen des Mazinga Hill und brachte ihn abends auf eine Portion Luzerne und zum Saufen ins Stallgel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Zweimal haben wilde Herden in diesem Monat am k\u00fcnstlichen Wasserloch im Park gewartet &#8211; in R\u00fcsselreichweite vom Traktor, der die Senke und Traufen f\u00fcllte. Offenbar verstehen sie, dass der Traktor ihnen nicht gef\u00e4hrlich wird, sondern einen Gefallen gew\u00e4hrt. Die Waisen waren bei diesen Gelegenheiten auch nicht weit und freuten sich \u00fcber den wilden Besuch, der mit gemeinsamem Bad und Saufen endete. Am 28. September, als die wilde Herde sich auf den Weg machte, gingen <b>Siria<\/b> und <b>Wasessa<\/b> mit ihnen &#8211; Letztere v\u00f6llig gefesselt von einem kleinen wilden K\u00e4lbchen. Die anderen Waisen, inklusive <b>Dida<\/b>, folgten den Gro\u00dfen noch ein kleines St\u00fcck, entschieden sich aber letztlich daf\u00fcr, zu ihren Keepern zur\u00fcck zu kehren. Die Keeper glauben, dass <b>Dida<\/b> die Herde vielleicht sogar kennt, weil sie in ihrer Gegenwart so entspannt blieb. <a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Dida-frnt-playing-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Dida-frnt-playing-3_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a>     <br \/>Die kleine, zarte <b>Dida<\/b> geht f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht gern ins Wasser, besonders wenn sich \u00fcberschw\u00e4ngliche Bullen in der Suhle w\u00e4lzen. Dank <b>Kenia<\/b> und <b>Lesanju<\/b>, die sie abschirmten, hatte sie in diesem Monat einige Male viel Spa\u00df beim Baden. Alle K\u00fche in <b>Lesanjus<\/b> Gruppe k\u00fcmmern sich um <b>Dida<\/b>, aber <b>Kenia<\/b> ganz besonders. Die Freundschaft von <b>Shimba<\/b> und <b>Taveta<\/b> hat in diesem Monat ein ganz neues Niveau erreicht: <b>Shimba<\/b>, dessen ganze Aufmerksamkeit normalerweise seinem Futter gilt, gibt einem kleinen Ringkampf mit seinem Freund <b>Taveta<\/b> mittlerweile Vorrang!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Shimba-playing-on-banks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Shimba-playing-on-banks_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese kleinen Kr\u00e4ftemessen werden oft von <b>Wasessa<\/b> unterbrochen, vor allem wenn <b>Tassia<\/b> darin verwickelt wird. Sie bewacht ihn emsig und erlaubt den gr\u00f6\u00dferen Bullen auf keinen Fall, ihn herum zu schubsen. <b>Siria<\/b> ist ganz besonderer Charakterkopf in <b>Lesanjus<\/b> Gruppe und au\u00dferdem der aufgeschlossenste. Er freundet sich immer als erster mit wilden Besuchern an und fordert am liebsten <b>Mzima<\/b> heraus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Wesesa-lft-heading-4-milk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Wesesa-lft-heading-4-milk_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 11. September, auf ihrem Weg zum Schlammbad, trafen die Waisen eine Herde wilder Elefanten, die gerade unterwegs zur Stalltr\u00e4nke war. <b>Lesanju<\/b> kehrte um und schloss sich den wilden Elefanten an, weil sie ein kleines K\u00e4lbchen in der Gruppe entdeckt hatte. Die Waisen folgten ihr, was sehr ungew\u00f6hnlich ist, denn <b>Lesanju<\/b> mag es normalerweise gar nicht, wenn ihre Sch\u00fctzlinge zu nah an wilde Elefanten oder die Ex-Waisen herankommen. Sie hat immer Angst, dass ihre eines \u201eihrer Babys\u201c von \u00e4lteren Leitk\u00fchen weggenommen werden k\u00f6nnte. Ihre Ambitionen auf das kleine wilde K\u00e4lbchen wurden jedoch von dessen gro\u00dfer Schwester zunichte gemacht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Lesanju-running-4-a-milk-bottle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Lesanju-running-4-a-milk-bottle_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alles in Allem war es ein friedlicher Monat f\u00fcr die Waisen in Voi. Sie hatten immer ausreichend Luzerne aus Nairobi und zweimal Besuch von Sch\u00fclern aus ortsans\u00e4ssigen Schulen (auf Initiative des Trusts). <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: September 2011<\/b><\/p>\n<p>Am 2. September ereignete sich ein mittelschweres Drama, als Neuzugang <b>Ololoo<\/b> sich zu vier grasenden wilden Bullen am Kalovoto Wasserlauf gesellte und schlie\u00dflich mit ihnen weiter zog. Die Keeper versuchten verzweifelt ihn zum Umkehren zu \u00fcberzeugen, wurden aber durch die wilden Besch\u00fctzer von ihm ferngehalten. Am n\u00e4chsten Morgen machten sie sich auf die Suche und fanden ihn in der Obhut von Ex-Waise <b>Wendi<\/b> und ihrer Splittergruppe. Sie hatten die Gruppe Bullen offenbar \u00fcberzeugt, <b>Ololoo<\/b> wieder frei zu geben. Die Keeper wussten, dass <b>Wendi<\/b> ihn sicher nach Hause bringen w\u00fcrde und lie\u00dfen ihn vorerst bei ihr. Sie sollten recht behalten, denn sie brachte ihn schon mittags zum Schlammbad, wo sich bereits <b>Yatta<\/b>, deren Gruppe Ex-Waisen und ein paar wilde Freunde suhlten. Nach dem gemeinsamen W\u00e4lzen im Schlamm, wurde <b>Ololoo<\/b> wieder der Gruppe Waisen und ihren Keeper \u00fcbergeben. <b>Ololoo<\/b> geriet noch einmal in Versuchung, als eine Gruppe mit acht Bullen am 6. September zum Schlammbad kam, aber dieses Mal h\u00f6rte er auf die Rufe der Keeper. Seitdem haben die Ex-Waisen inklusive <b>Yatta<\/b> ein Auge auf ihn geworfen, wahrscheinlich weil sie davon ausgehen, dass er bald zur\u00fcck in die Wildnis kehrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/chemi-chemi-says-hi-to-yatta-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/chemi-chemi-says-hi-to-yatta-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Kora<\/b>, hat sich bei den Waisen wieder v\u00f6llig von der Verwundung mit einem Giftpfeil erholt, und sich wieder ihrer alten Gruppe angeschlossen. Er und seine beste Freundin <b>Lualeni<\/b> halten sich aber nach wie vor in der N\u00e4he der Waisen und ihrer Keeper auf. <b>Lualeni<\/b> kam am 10. September ganz allein und hatte nur Augen f\u00fcr <b>Ololoo<\/b>, begleitete ihn zur Milchflasche und zum Schlammbad und f\u00fchrte die ganze Gruppe anschlie\u00dfend auf die H\u00e4nge des Ithumba Hill. Sie und <b>Kora<\/b> kamen am 7. September gemeinsam mit Ex-Waise <b>Challa<\/b> und verbrachten den ganzen Tag mit den Waisen. Sp\u00e4ter beim Schlammbad gesellten sich auch noch die Ex-Waisen und ein paar wilde Elefanten dazu. Auch den 12., 21. und 23. September verbrachten <b>Lualeni<\/b> und <b>Kora<\/b> mit den J\u00fcngsten. <\/p>\n<p><b>Yatta<\/b>, die Ex-Waisen, Mgeni und weitere wilde Freunde haben im September so manchen Nachmittag mit den Waisen verbracht. Am 29. kamen sogar zehn gro\u00dfe Bullen zur Suhle, am 30. September waren es sechs wilde Elefanten mitsamt <b>Mulika<\/b>, <b>Selengai<\/b>, <b>Galana<\/b>, <b>Meibai<\/b> und <b>Taita<\/b>. <b>Wendi<\/b> kam am 30. September noch einmal kurz vorbei, um bei <b>Ololoo<\/b> nach dem Rechten zu schauen, und blieb gerade mal 30 Minuten.<\/p>\n<p>Sorgen haben wir uns um <b>Kilaguni<\/b> gemacht, der schon seit der Nursery gelegentlich an Verstopfung leidet. Hauptgrund daf\u00fcr ist das Narbengewebe an seinem Darmausgang, das diesen stark verengt. Die Narbe hat ihm einst eine Hy\u00e4ne beschert, die ihm den Schwanz abbiss, kurz nachdem seine Mutter von Wilderern get\u00f6tet wurde. Die Keeper mussten ihm mit der Hand ein wenig Kot aus dem Rektum holen, damit er nicht weiter verkrampfte, und von Nairobi wurde unterdessen Molasse und Tonerde geschickt, die seinen Kot weicher machen und die Darmbewegung anregen sollten. Sollte das nicht helfen, war auch noch ein Abf\u00fchrmittel auf pflanzlicher Basis im Gep\u00e4ck. Aber dazu kam es gl\u00fccklicherweise nicht und es ging ihm schon bald besser. <b>Kalama<\/b> hatte an einem Tag Koliken und rollte sich auf dem Boden, um die Kr\u00e4mpfe zu l\u00f6sen. Man hatte W\u00fcrmer in ihrem Kot gefunden und nach der Wurmkur ging es ihr schnell wieder besser.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kilaguni-51.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kilaguni-5\" border=\"0\" alt=\"Kilaguni-5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/Kilaguni-5_thumb1.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ex-Waisen <b>Makena <\/b>und <b>Zurura <\/b>tauchten am 22. September bei den Stallungen auf und hatten beide sehr an Gewicht verloren, <b>Makena <\/b>noch mehr als <b>Zurura<\/b>. Sie wurden beide entwurmt und bekamen eine Handvoll Luzerne, Milchw\u00fcrfel, Kopra und Gr\u00fcnfutter. Sie schlemmten die ganze Nacht und schlichen sich im Morgengrauen wieder davon zu ihrer Herde. Seitdem kommen sie hin und wieder, um sich ein paar Leckereien abzuholen und sehen wieder viel besser aus.<\/p>\n<p>Rafiki, der beste (wilde) Freund der Waisen, stattete den Waisen am 29. September mit ein paar wilden Kumpanen einen Besuch ab. Die Kleinen waren hingerissen.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des kleinen Rudels Wildhunde soffen am 6. September an unserer Stalltr\u00e4nke und versuchten es noch einmal am Ende des Monats, wurden aber lange Zeit von einem wilden Elefanten ferngehalten. Die Waisen wurden diesen Monat im Busch von einem B\u00fcffel erschreckt; aber dem nicht genug, am 14. September fl\u00fcchteten sie vor einer Rotte Warzenschweine. Nur <b>Suguta<\/b>, <b>Sabachi<\/b> und <b>Kandecha<\/b> nahmen all ihren Mut zusammen und gingen in den Angriff \u00fcber &#8211; schlie\u00dflich hatten sie in der Nursery genug Erfahrung im Jagen von Warzenschweinen gesammelt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/suguta.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"suguta\" border=\"0\" alt=\"suguta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/10\/suguta_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist trockener als sonst in Ithumba, so dass sich vor allem die Neuzug\u00e4nge wie <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> und <b>Kalama<\/b> mit Wasser, das sie aus ihren M\u00e4gen saugen, abk\u00fchlen m\u00fcssen. Sie bespritzen sich dann vor allem hinter den Ohren. Am 13. September regnete es leicht, und die Waisen genossen es sichtlich. Ansonsten ist die Futtersuche lang und m\u00fchsam, so dass sie ebenfalls Luzerne und anderes Kraftfutter aus Nairobi zugef\u00fcttert bekommen.<\/p>\n<p>Am 17. September \u00fcberraschten die Keeper zwei J\u00e4ger im Geb\u00fcsch, die sofort die Flucht ergriffen und einiges an frisch erbeutetem Fleisch fallen lie\u00dfen. Die Keeper meldeten den Zwischenfall und \u00fcbergaben das konfiszierte Fleisch dem Kenya Wildlife Service (KWS) in Ithumba. Die Wilderei nimmt im ganzen Land ein riesiges Ausma\u00df an, forciert durch die steigende Nachfrage nach Elfenbein in China. Der Elfenbeinpreis hat einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Natursch\u00fctzer versuchen alles Menschenm\u00f6gliche, um die Regierung zu strengeren Sanktionen zu \u00fcberzeugen. Selbst das Erschie\u00dfen von bewaffneten Wilderen in, die in Schutzgebieten ertappt werden (wie zu Zeiten von Daniel arap Moi), ist als Option wieder auf dem Tisch. Seit <b>Kora<\/b> damals verletzt wurde, darf der Trust ein Team von Wildh\u00fctern auf saisonaler Basis einstellen, die dann gemeinsam mit den Rangern des KWS das n\u00f6rdliche Gebiet des Nationalparks Tsavo-Ost patrouillieren. Geleitet wird das Einsatzkommando von Richard Moller, und das Team hat seit Beginn gro\u00dfartige Arbeit geleistet. Aber es reicht l\u00e4ngst nicht aus um die Metzelei auf nationaler und internationaler Ebene einzud\u00e4mmen. Auch CITES muss sich weiter anstrengen, um den Fernen Osten daran zu hindern, Afrikas begrenzte und bedrohte Ressourcen zu pl\u00fcndern. <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-september\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Die L\u00f6wen des Nairobi-Nationalparks haben auch in diesem Monat f\u00fcr einige Aufregung gesorgt. Am 8. September jagte eine L\u00f6win einen Buschbock, dessen Fluchtweg sich mitten durch die friedlich grasende Elefantengruppe schlug. Aufgeschreckt stoben sie in alle Himmelsrichtungen davon, und die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun damit, sie wieder zusammen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-september\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Waisen im September\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1],"tags":[],"class_list":["post-2627","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2627"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2627\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}