{"id":2762,"date":"2011-12-19T18:29:00","date_gmt":"2011-12-19T17:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2762"},"modified":"2011-12-19T18:37:33","modified_gmt":"2011-12-19T17:37:33","slug":"die-waisen-im-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-november\/","title":{"rendered":"Die Waisen im November"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: November 2011 <\/b><\/p>\n<p>Im vergangenen Monat gab es ganze f\u00fcnf Rettungsaktionen! Die etwa zweieinhalbj\u00e4hrige <b>Layoni<\/b> wurde am 4. November aus der Masai Mara zu uns gebracht und hatte Bisswunden einer Hy\u00e4ne an Hinterteil und Unterbauch, gl\u00fccklicherweise nur oberfl\u00e4chlich. Die drei Wochen alte <b>Sasab<\/b> wurde am 8. November gerettet, nachdem sie von den Fluten des Uaso-Nyiro-Flusses fortgerissen und in der N\u00e4he des Sasaab Camps im Samburu-Gebiet Kipsing angesp\u00fclt wurde. Noch am gleichen Tag wurde ein 6-monate altes verwaistes Elefantenweibchen von der Taita Ranch aus dem Nationalpark Tsavo-Ost gebracht. Das Gebiet um Buchuma ist ein Brennpunkt f\u00fcr wildernde Somali. Dem K\u00e4lbchen ging es leider schon beim Eintreffen sehr schlecht und sie brach kurze Zeit sp\u00e4ter zusammen und verstarb am n\u00e4chsten Morgen. Am 20.11. kam die winzige <b>Kithaka<\/b> aus dem Imenti-Wald bei uns an. Das erst wenige Tage alte K\u00e4lbchen war aus Lewa Downs eingeflogen worden. Der f\u00fcnfte und letzte Rettungsruf des Monats erreichte uns schlie\u00dflich am 30. November aus dem Wildreservat Turkana-S\u00fcd. In dieser feindseligen Gegend leben noch einige wenige Elefanten, und diejenigen, die von dort gerettet und herausgeschafft wurden, sind wahre Gl\u00fcckspilze. Zu ihnen z\u00e4hlen <b>Nasalot<\/b>, die in Ithumba wieder in der Wildnis lebt, <b>Turkwel<\/b> und <b>Kainok<\/b>. Unser neuester Ank\u00f6mmling wurde \u201e<b>Orwa<\/b>\u201c genannt und ist ein junger Bulle von etwa sechs Monaten. Er war furchtbar ausgetrocknet und unterern\u00e4hrt, ganz furchtbar mit anzusehen! Zwar nahm er schon in der ersten Nacht Milch an, musste beim Aufstehen aber immer noch unterst\u00fctzt werden. Sollte er \u00fcberleben, k\u00e4me dies einem Wunder gleich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Kithaka-with-Stephen-IMG_0816-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kithaka with Stephen IMG_0816 (1)\" border=\"0\" alt=\"Kithaka with Stephen IMG_0816 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Kithaka-with-Stephen-IMG_0816-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"139\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Keeper in der Nairobi Nursery war es ein sehr hektischer Monat, der auch durch das Einsetzen des Regens nicht ruhiger wurde. Wegen des kalten, regnerischen Wetters mussten die Waisen im Stall bleiben, damit sie nicht an einer Lungenentz\u00fcndung erkrankten. Auch Nashorn <b>Solio<\/b> trug mit seinen Streichen nicht gerade dazu bei, dass Entspannung einkehrte. Sie scheuchte die Keeper abends kr\u00e4ftig herum, wenn sie mal wieder nicht in ihre Stallung gehen wollte. Die \u00e4lteren Nursery-K\u00fche (<b>Mutara<\/b>, <b>Shukuru<\/b>, <b>Makireti<\/b>, <b>Tano<\/b> und <b>Turkwel<\/b>) bemuttern die kleinen Babies und warten jeden Morgen vor der Stallt\u00fcr. Jede will die Erste bei den Kleinsten sein. <b>Turkwel\u2019s<\/b> neue Lieblinge sind jetzt Klein <b>Sasab<\/b> und <b>Kithaka<\/b>, was zur Folge hatte, dass ihr fr\u00fcherer Sch\u00fctzling <b>Kainuk<\/b> sehr eifers\u00fcchtig wurde. <b>Sities<\/b> und <b>Naipoki<\/b> haben ebenfalls Anzeichen von Eifersucht gezeigt, zuerst gegen\u00fcber der kleinen <b>Ishaqbee<\/b>, die bis zur Ankunft der neuesten Zug\u00e4nge der Liebling aller war. <b>Mutara<\/b>, <b>Makireti<\/b> und <b>Shukuru<\/b> st\u00fcrzten sich alle auf die winzige <b>Kithaka<\/b>, w\u00e4hrend sich <b>Tano<\/b> auf <b>Sasab<\/b> konzentrierte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Dabassa-IMG_0266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Dabassa IMG_0266\" border=\"0\" alt=\"Dabassa IMG_0266\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Dabassa-IMG_0266_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Schwellung von <b>Ishaqbees<\/b> Hinterbein ist deutlich zur\u00fcck gegangen. Sie kann es mittlerweile belasten und beim Laufen mit der Herde mithalten. <b>Ishanga<\/b> ist und bleibt ein \u201eProblemkind\u201c und triezt nach wie vor <b>Ishaqbee<\/b> und die kleineren K\u00e4lbchen. Trotz allem k\u00fcmmert sie sich immer noch besonders um diejenigen, die sich in ihrer Trauer vom Rest der Herde abseilen. <b>Mutara<\/b> hat in diesem Monat die Keeper \u00fcberrascht, als sie sich mit <b>Rombo<\/b>, <b>Dabassa<\/b> und <b>Kasigau<\/b> davon schlich und auf Rufe der Keeper abends zuerst nicht reagierte. Die schieben es jedoch auf einfach das frische gr\u00fcne Gras!<\/p>\n<p><b>Layoni<\/b> mit den kurzen Sto\u00dfz\u00e4hnen, der bei seiner Ankunft recht kr\u00e4ftig war, tolerierte erst nach acht Tagen einen Keeper im Stall und durfte auch dann erst hinaus zu den anderen. Nachdem er eine ganze Weile keine Milch getrunken hatte, ist er jetzt umso gieriger, schubst und dr\u00e4ngelte sich den Weg zur Flasche und br\u00fcllt, sobald er seine Ration ausgetrunken hat! Er und <b>Rombo<\/b> haben sich angefreundet und teilen sich jetzt nachts einen Stall. <b>Kasigau<\/b> wurde in <b>Rombos<\/b> alten Stall verlegt, denn obwohl der auch ein kleiner Dr\u00e4ngler ist, scheint er den gr\u00f6\u00dferen <b>Layoni<\/b> zu respektieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Ishaq-B-with-Mutara-IMG_0242-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Ishaq B with Mutara IMG_0242 (2)\" border=\"0\" alt=\"Ishaq B with Mutara IMG_0242 (2)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Ishaq-B-with-Mutara-IMG_0242-2_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die monatlichen Aufzeichnungen illustrieren immer wieder den Mutterinstinkt der jungen Weibchen, egal wie klein sie noch sind. Selbst noch Babys k\u00fcmmern sie sich aufopferungsvoll um noch kleinere Elefanten, geben ihnen das sichere Gef\u00fchl von Alltag und weisen eifers\u00fcchtige Raufbolde zurecht. So kam es, dass <b>Kainuk<\/b> &#8211; vormals <b>Turkwels<\/b> absoluter Liebling &#8211; seine Position jetzt pl\u00f6tzlich an die kleine <b>Ishaqbee<\/b> und die noch kleineren <b>Sasab<\/b> und <b>Kithaka<\/b> abgeben musste! Sowohl <b>Sities<\/b> als auch <b>Naipoki<\/b> zeigten Ressentiments, als sie mit dem Eintreffen der neuen Babies bei <b>Mutara<\/b>, <b>Shukuru<\/b> und <b>Tano<\/b> nicht mehr die erste Geige spielten.<\/p>\n<p>Die Jungbullen <b>Dabassa<\/b>, <b>Rombo<\/b> und <b>Kasigau<\/b> wurden mittlerweile an den Elefanten-Lkw gewohnt, mit dem sie nach Ithumba gebracht werden sollen, sobald es das Wetter zul\u00e4sst. Wir hatten gehofft, sie schon bis Mitte November hinbringen zu k\u00f6nnen, aber heftige Regenf\u00e4lle in Ithumba haben die Stra\u00dfe f\u00fcr den gro\u00dfen Lkw bisher unpassierbar gemacht. <b>Rombo<\/b> und <b>Kasigau<\/b> scheinen kein Problem mehr mit dem Truck zu haben und holen sich ohne Umschweife ihre Milch auf der Ladefl\u00e4che. <b>Dabassa<\/b> will noch nicht so recht und l\u00e4sst lieber eine Mahlzeit aus! Er wird am gro\u00dfen Tag also sicher sediert werden m\u00fcssen. Es ist an der Zeit, dass die Bullen in eines der Auswilderungszentren in den Nationalpark Tsavo-Ost gebracht werden. Sie brauchen Erziehung von \u00e4lteren Bullen, v.a. den Ex-Waisen und ihren wilden Freunden. Hinzu kommt, dass sobald die Babies in der Nursery Sto\u00dfz\u00e4hne bekommen, sie sie auch gegen ihre Fresskonkurrenz einsetzen!<\/p>\n<p>Die Nash\u00f6rner: <b>Solio<\/b> w\u00e4chst immer noch so schnell, dass man buchst\u00e4blich dabei zusehen kann und wird immer unabh\u00e4ngiger. Die Keeper m\u00fcssen viel rennen, wenn sie sie abends in den Stall zur\u00fcckbringen wollen. Sie wurde mittlerweile in <b>Shidas<\/b> alten Stall umgesetzt, der viel gr\u00f6\u00dfer als ihr vorheriger ist und obendrein noch direkt an das Gatter von <b>Max<\/b> angrenzt. <b>Max<\/b> ist und bleibt von ihr besessen und lebt im wahrsten Sinne nur f\u00fcr den Kontakt mit ihr am Morgen, wenn sie geht, und abends, wenn sie kommt. Der Regen hat das Stallgel\u00e4nde in ein gro\u00dfes Schlammbad verwandelt, aber <b>Max<\/b> schl\u00e4ft selig unter einem gro\u00dfen Schauer auf seinem Heubett mit dem beruhigenden Geruch von <b>Solio<\/b> nebenan in seiner Nase. Beide Nash\u00f6rner sind gesund, munter und zufrieden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Max-sleeping-IMG_1140-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Max sleeping IMG_1140 (1)\" border=\"0\" alt=\"Max sleeping IMG_1140 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Max-sleeping-IMG_1140-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: November 2011<\/b><\/p>\n<p>Die Ithumba-Waisen wurden im November endlich f\u00fcr alle Opfer der Trockenzeit entsch\u00e4digt. Nicht zuletzt durch die heftigen Regenf\u00e4lle, die am 10. November einsetzten und den ganzen Monat andauerten. Die nat\u00fcrlichen Senken f\u00fcllten sich wieder mit Wasser und die Pflanzenwelt schien innerhalb nur weniger Tage zu explodieren. Die Waisen (und alle anderen Elefanten) konnten sich nach Herzenslust satt futtern, endlos im Schlamm w\u00e4lzen, und das k\u00fcnstlich angelegte Schlammbad, dass in der Trockenzeit mit Wasser gef\u00fcllt werden musste, hat sich in einen Mini-See verwandelt, in dem die Waisen sogar untertauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein ganz besonderes Ereignis war in diesem Monat Ex-Waise <b>Mulikas<\/b> Besuch mit ihrem erstgeborenen K\u00e4lbchen! Es war das erste in der Wildnis geborene Elefantenbaby aus der von <b>Yatta<\/b> gef\u00fchrten Ithumba-Herde. Auch <b>Yatta<\/b> ist hochtragend. <b>Mulika<\/b> war am 6. Oktober nicht beim Rest der Gruppe (bestehend aus <b>Nasalot<\/b>, <b>Kinna<\/b>, <b>Lualeni<\/b>, <b>Loijuk<\/b>, <b>Naserian<\/b> und <b>Selengai<\/b>, begleitet von den Bullen <b>Buchuma<\/b> und <b>Orok<\/b>), aber schon am n\u00e4chsten Tag brachte sie ihr Neugeborenes mit zum Schlammbad, wo sich auch die Waisen tummelten. Sie zeigte es voller Stolz den Keepern und den Waisen. Dame Daphne Sheldrick und ihre G\u00e4ste Phillip und Esther Wolf aus der Schweiz (Unterst\u00fctzer der ersten Stunde) waren zu dieser Zeit in Ithumba, und dieser Tag sollte damit f\u00fcr sie zu einem unvergesslichen Erlebnis werden!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/orphans-playing-with-rain-water-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"orphans playing with rain water (10)\" border=\"0\" alt=\"orphans playing with rain water (10)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/orphans-playing-with-rain-water-10_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Head Keeper Benjamin raste zur\u00fcck zum Stall, um schnell in Nairobi anzurufen und die frohe Kunde zu \u00fcberbringen und die Videokamera des Trust zu holen. So konnte er das freudige Ereignis f\u00fcr die Internetseite des Trust einfangen und festhalten. In Nairobi wurde die Nachricht nat\u00fcrlich ebenso erfreut aufgenommen. Robert Carr-Hartley und Pilot Nick Trent schwangen sich im Nu im Kleinflugzeug des Trusts in die L\u00fcfte, um alles von oben aus zu filmen &#8211; mit einer deutlich h\u00f6heren Aufl\u00f6sung als es die kleine Videokamera in Ithumba vermag. So k\u00f6nnen <b>Mulikas<\/b> Pateneltern auf der ganzen Welt ganz nah dabei sein.<\/p>\n<p>Ex-Waise <b>Mulika<\/b> hatte ihre Mutter im Meru Nationalpark verloren als sie erst sieben Monate alt war. Sie wurde in der Nairobi-Nursery von Hand aufgezogen und ist inzwischen elf Jahre alt, also noch ziemlich jung, um Mutter zu werden. Sie und <b>Yatta<\/b> wurden im Februar 2009 vom selben Bullen gedeckt, und so waren wir ein bisschen \u00fcberrascht, dass <b>Mulikas<\/b> Baby schon geboren wurde, wir hatten nicht vor Dezember 2011 damit gerechnet. Zumal <b>Yatta<\/b> vom gleichen Bullen tragend war und wir eigentlich annahmen, dass sie ihr K\u00e4lbchen eher auf die Welt bringt, da ihr Ges\u00e4uge schon viel praller war. <b>Mulikas<\/b> Baby ist ein winzigkleines Weibchen und wurde von Head Keeper Benjamin \u201eMwende\u201c genannt, was in der Stammessprache der Mkamba so viel hei\u00dft wie \u201eFamilienmitglied\u201c. Und das ist sie auf jeden Fall; sie wird von allen Mitgliedern in <b>Yattas<\/b> Herde geliebt und verw\u00f6hnt. Auch die wilden Elefanten und ihre ganze menschliche Familie k\u00f6nnen sich kaum an ihr satt sehen.<\/p>\n<p>Als Robert mit dem Flugzeug in Ithumba landete, war <b>Mulika<\/b> mit ihrem Nachwuchs im Stallgel\u00e4nde und naschte ein paar Milchw\u00fcrfel und Luzerne in ihrem alten Stall. Robert und die Keeper liefen danach mit ihr und dem K\u00e4lbchen in den Busch zur\u00fcck bis die Dunkelheit hereinbrach, immer begleitet von Horden k\u00fcnftiger \u201eKinderm\u00e4dchen\u201c. Am n\u00e4chsten Morgen machten sie sich noch einmal auf die Suche, aber konnten Mulika, ihr Baby, die anderen Ex-Waisen und die wilden Elefanten nirgends finden. Am 10. und am 18. November kam sie kurz ins Stallgel\u00e4nde und die kleine Mwende sah kr\u00e4ftig, gesund und zufrieden aus &#8211; und an f\u00fcrsorglichen Betreuerinnen schien es nicht zu mangeln! Die Waisen hatten beim Eintreffen der Herde leider schon das Gel\u00e4nde verlassen. <\/p>\n<p>Jetzt, da es wieder \u00fcberall frisches Futter und Wasser gibt und <b>Mulikas<\/b> Baby im Fokus des Interesses steht, waren die Ex-Waisen in diesem Monat nicht so oft im Stallgel\u00e4nde. <b>Wendi<\/b> und ihre Gruppe warteten bei Tagesanbruch des 15. auf die J\u00fcngsten und begr\u00fc\u00dften sie kurz, bevor sie sich auf den Weg ins Kalavoto-Gebiet machen. Die Waisen blieben zur\u00fcck und grasten in Kone. Am 18. November kamen die Ex-Waisen <b>Lualeni<\/b> und <b>Naserian<\/b> zusammen mit den Bullen <b>Rapsu<\/b> und <b>Kamboyo<\/b> zum Gehege. <b>Naserian<\/b> f\u00fchrte die Ithumba-Waisen in den Busch und blieb noch eine ganze Weile bei ihnen.<\/p>\n<p>Am 27. trafen die Waisen im Kalavoto-Gebiet auf <b>Wendis<\/b> Gruppe und <b>Ithumbah<\/b> war sehr versucht, abends mit den Ex-Waisen mit zu gehen. Die Keeper ermunterten <b>Wendi<\/b> dazu, mit zum Stallgel\u00e4nde zu kommen, so dass <b>Ithumbah<\/b> ihnen folgen w\u00fcrde. So kam es dann auch, und sobald <b>Ithumbah<\/b> sah, wie alle zu ihren Milchflaschen rannten, verwarf sie ihre \u201eFluchtpl\u00e4ne\u201c und mischte sich wieder unter den Rest der Gruppe.<\/p>\n<p>Ein anderer Waisenelefant in Ithumba, der schon jetzt mit der Wildnis lieb\u00e4ugelt, ist <b>Ololoo<\/b>. Am 4. November war er mit einer wilden Herde verschwunden, und die Keeper fanden ihn erst am n\u00e4chsten Morgen in Kalavato wieder &#8211; in Begleitung zweier wilder Bullen. Diese fl\u00fcchteten als sie die M\u00e4nner sahen, so dass sie <b>Ololoo<\/b> wieder zu seiner Gruppe zur\u00fcckbringen konnten. Er war schon relativ alt (2 Jahre), als er verwaiste, und so kann er sich noch besser als andere an seine Zeit in der Wildnis erinnern. Obwohl er immer noch Milch zugef\u00fcttert bekommen muss, sehnt er sich nach der Wildnis. <a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/olare-kalama-feeding.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto; padding-top: 0px\" title=\"olare &amp; kalama feeding\" border=\"0\" alt=\"olare &amp; kalama feeding\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/olare-kalama-feeding_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a>    <br \/>Die jungen Bullen <b>Kilaguni<\/b>, <b>Sabachi<\/b> und <b>Kibo<\/b> wetteifern die meiste Zeit und verwickeln sich st\u00e4ndig in Ringk\u00e4mpfe. <b>Kilaguni<\/b> zieht f\u00fcr gew\u00f6hnlich den K\u00fcrzeren, aber er gibt sich nie geschlagen und hofft, dass er es <b>Sabachi<\/b> und <b>Kibo<\/b> eines Tages \u201ezeigen\u201c kann. Eines Tages hatte <b>Sabachi<\/b> den kleineren <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> hingeschubst und sp\u00e4ter offenbar ein schlechtes Gewissen. <a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/chemi-chemi-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto; padding-top: 0px\" title=\"chemi chemi (1)\" border=\"0\" alt=\"chemi chemi (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/chemi-chemi-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><b>Kilaguni<\/b> witterte seine Chance und st\u00fcrzte sich auf den reum\u00fctigen <b>Sabachi<\/b>. <b>Chemi<\/b> <b>Chemi<\/b> gen\u00fcgt sich beim Spielen meistens selbst und so hatte er einen fantastischen Monat, den er mit ausgiebigen Rutschpartien und Suhlen im Schlamm und Regenpf\u00fctzen verbrachte. So ging es aber auch dem Rest der Gruppe. W\u00e4hrend <b>Olare<\/b> und <b>Melia<\/b> in diesem Monat eher miteinander besch\u00e4ftigt waren, f\u00fchrten <b>Kalama<\/b> und <b>Kitirua<\/b> die Gruppe morgens oft in den Busch und abends zur\u00fcck in die St\u00e4lle. Der November war also ein ganz gro\u00dfartiger Monat, sowohl f\u00fcr die 16 Ithumba-Waisen, die noch von ihren Keepern betreut werden, als auch f\u00fcr unsere Ex-Waisen, die nun ihr eigenes Leben in der Wildnis haben. Wir erwarten nun sehns\u00fcchtig auch die Geburt von <b>Yattas<\/b> erstem Baby!<\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: November 2011<\/b><\/p>\n<p>Heftige Regenf\u00e4lle am 10. November f\u00fcllten die Wasserl\u00f6cher und \u00fcberzogen die Landschaft mit einem frischen Gr\u00fcn. Die Elefantenwaisen in Voi haben eine weitere harte Trockenzeit \u00fcberstanden. Aufgrund des mangelnden Nahrungsangebotes wurde ihnen zus\u00e4tzlich Kraftfutter zugef\u00fcttert. Die Freundschaft von <b>Shimba<\/b> und <b>Taveta<\/b> ist im November noch einmal enger geworden. Die beiden sind einfach unzertrennlich, und es vergeht kaum ein Tag, an dem die beiden nicht miteinander spielen und ringen. <b>Shimba<\/b> war immer sehr entspannt und ruhig, mittlerweile ist er unglaublich aufgebl\u00fcht &#8211; kein Wunder bei so einem verspielten Freund wie <b>Taveta<\/b>. Gelegentlich verb\u00fcnden sich beide und fordern den gr\u00f6\u00dferen und st\u00e4rkeren <b>Siria<\/b> heraus. Auch die Antipathie zwischen <b>Taveta<\/b> und <b>Tassia<\/b> h\u00e4lt an. Nach der Ankunft von <b>Emsaya<\/b>, die <b>Wasessa<\/b> nun zu ihrem neuen Liebling erkl\u00e4rt hat, spielt <b>Tassia<\/b> nun die zweite Geige, was ihn f\u00f6rmlich aus der Bahn geworfen hat. Er hegt gro\u00dfen Groll gegen\u00fcber <b>Emsaya<\/b> und lie\u00df sogar seine zweite Flasche Milch stehen, als er sie ohne <b>Wasessa<\/b> sah und angreifen wollte. <b>Lempaute<\/b> wetteifert dagegen mit <b>Wasessa<\/b> um <b>Emsaya<\/b>, die nun einmal die Kleinste und damit von allen Umsorgte ist. Auch die kleine schwache <b>Dida<\/b> wird nach wie vor beh\u00fctet, vor allem von <b>Kenia<\/b> und <b>Sinya<\/b>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Dida-frnt-matching-4-a-milk-bottle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Dida frnt matching 4 a milk bottle\" border=\"0\" alt=\"Dida frnt matching 4 a milk bottle\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Dida-frnt-matching-4-a-milk-bottle_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der andere Voi-Zugang, <b>Kivuto,<\/b> hat gut zugenommen und ist inzwischen fit genug, um mit den anderen im Schlamm zu suhlen. Das K\u00e4lbchen kam sehr ausgehungert bei uns an, die Mangelern\u00e4hrung bewirkte sogar eine Knorpelschw\u00e4che, so dass seine Ohren merkw\u00fcrdig abgeknickt herabhingen. Die Keeper waren schwer beeindruckt, als sich eines der Ohren w\u00e4hrend des Milchtrinkens pl\u00f6tzlich wieder aufrichtete! Ein deutliches Zeichen der Besserung!<\/p>\n<p>Am 13. November trafen die Waisen auf dem Weg zum Schlammbad auf <b>Emily<\/b>, <b>Edie<\/b> und die Ex-Waisen. Es gab eine aufgeregte Begr\u00fc\u00dfung, aber <b>Mweya<\/b> und <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b> lie\u00dfen Eve und Ella, die Babys von <b>Emily<\/b> und <b>Edie<\/b>, keinen Moment aus den Augen. Sie alle w\u00e4lzten sich im Schlamm und <b>Thoma<\/b> blieb sp\u00e4ter bei den Waisen, w\u00e4hrend die anderen weiter zogen. Er balgte sich mit <b>Siria<\/b> und graste noch zwei Stunden mit den Kleinen, bevor er sich wieder zu den Ex-Waisen gesellte. Schon am n\u00e4chsten Tag trafen sich die beiden auf der Ostseite von Mazinga Hill wieder. Da sie aber in verschiedene Richtungen unterwegs waren, begr\u00fc\u00dften sie sich dieses Mal nur kurz. <b>Thoma<\/b> und <b>Seraa<\/b> blieben noch kurz zur\u00fcck, um dann sp\u00e4ter ihrer Gruppe hinterher zu rennen. Die waren n\u00e4mlich auf dem Weg ins Stallgel\u00e4nde, um sich eine Handvoll Kraftfutter abzuholen, und das konnten sie sich schlie\u00dflich nicht entgehen lassen! <b>Emilys<\/b> Gruppe kam auch am 22.11. noch einmal zum Stallgel\u00e4nde, allerdings zu sp\u00e4t, die Waisen waren schon unterwegs im Busch. <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b>, die ja ohnehin immer auf die kleine Eve aufpasst, schien dem kleinen Baby n\u00e4her zu stehen, als ihrer Mutter &#8211; aber das ist in der Elefantengemeinschaft gar keine Seltenheit. <\/p>\n<p>Am 18. November schlossen sich die Kleinen einer sehr gro\u00dfen, aber freundlichen und wilden Elefantenherde auf der Nordseite von Mazinga Hill an. Es wurde lose Kontakt aufgenommen, <b>Wasessa<\/b> und <b>Lesanju<\/b> durften sogar n\u00e4her an das kleine wilde K\u00e4lbchen und seine Mutter herankommen, was ihnen sichtlich gefiel. Die Waisen verbrachten den ganzen Nachmittag mit der Herde und trennten sich erst am Abend, als es Zeit wurde, nach Hause zu gehen.<\/p>\n<p>Als die Ex-Waisen am Morgen des 28. November ins Stallgel\u00e4nde kamen, erlaubten Eves und Ellas Babysitter <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b>, <b>Ndara<\/b> und <b>Mweya<\/b> den Waisen nicht, ihren Sch\u00fctzlingen zu nahe zu kommen. <b>Edie<\/b> vergn\u00fcgte sich inzwischen bei einem Ringkampf mit <b>Siria<\/b>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Lesanju-running-4-milk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Lesanju running 4 milk\" border=\"0\" alt=\"Lesanju running 4 milk\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2011\/12\/Lesanju-running-4-milk_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schwanzbei\u00dfen ist eine Ma\u00dfnahme, mit der sich junge Elefanten gegenseitig bestrafen. <b>Wasessa<\/b> bi\u00df in <b>Mzimas<\/b> Schwanz, nachdem der sich im Schlammbad auf <b>Tassias<\/b> Kopf gesetzt und ihn fast ertr\u00e4nkt hatte. Sp\u00e4ter im November, wurde <b>Mzima<\/b> noch einmal in den Schwanz gebissen &#8211; dieses Mal von <b>Siria<\/b> &#8211; und br\u00fcllte so laut, dass ihm die Keeper zu Hilfe kommen mussten und <b>Siria<\/b> ausschimpften.<\/p>\n<p><b>Siria<\/b> ist der \u00e4lteste und st\u00e4rkste Bulle der Gruppe. Er ist au\u00dferdem der offenste und kontaktfreudigste der Waisen-Gruppe, wenn die auf wilde Herden sto\u00dfen. Gegen Ende des Monats schloss er sich einer wilden Gruppe an und reagierte auch nicht auf Rufe der Keeper. Die verfolgten die Herde und \u00fcberzeugten ihn schlie\u00dflich zur Umkehr, aber nur schwer, er schien sich sehr wohl zu f\u00fchlen und, besonders in der Gegenwart des kleinen wilden K\u00e4lbchens.<\/p>\n<p><b>Taveta<\/b> war im November nur knapp einer gro\u00dfen Trag\u00f6die entgangen. Auf dem Weg zum Schlammbad (und den Milchflaschen) trat er fast auf eine Puffotter, die auf dem Trampelpfad lag. Die Keeper sahen sie gerade noch rechtzeitig und konnten das Ungl\u00fcck abwenden, denn Puffottern geh\u00f6ren zu den giftigsten Schlangen Afrikas \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-november\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: November 2011 Im vergangenen Monat gab es ganze f\u00fcnf Rettungsaktionen! Die etwa zweieinhalbj\u00e4hrige Layoni wurde am 4. November aus der Masai Mara zu uns gebracht und hatte Bisswunden einer Hy\u00e4ne an Hinterteil und Unterbauch, gl\u00fccklicherweise nur oberfl\u00e4chlich. Die drei Wochen alte Sasab wurde am 8. 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