{"id":2817,"date":"2012-01-13T15:17:00","date_gmt":"2012-01-13T14:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=2817"},"modified":"2012-01-13T16:24:28","modified_gmt":"2012-01-13T15:24:28","slug":"die-waisen-im-dezember","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-dezember\/","title":{"rendered":"Die Waisen im Dezember"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Weil es immer wieder regnete und der Himmel tagelang finster und bew\u00f6lkt war, mussten die j\u00fcngeren Waisen in diesem Monat \u00f6fter l\u00e4nger in ihren St\u00e4llen bleiben w\u00e4hrend die \u00c4lteren immer bei Tagesanbruch herausgelassen wurden. Das sorgte nat\u00fcrlich f\u00fcr Aufregung: die \u00e4lteren K\u00fche wie <strong>Mutara<\/strong>, <strong>Shukuru<\/strong> und <strong>Tano<\/strong> standen vor den Stallt\u00fcren ihrer Sch\u00fctzlinge und warteten, dass diese herausgelassen werden. <strong>Naipoki<\/strong>, die im letzten Monat noch sehr eifers\u00fcchtig auf Neuank\u00f6mmlinge wie <strong>Orwa<\/strong> war, ist inzwischen f\u00fcrsorglicher.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/IMG_2078.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"IMG_2078\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/IMG_2078_thumb.jpg\" alt=\"IMG_2078\" width=\"244\" height=\"164\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Orwa<\/strong> befand sich bei seiner Ankunft in der Nursery in einem j\u00e4mmerlichen Zustand: er war unterern\u00e4hrt als auch entkr\u00e4ftet und ausgezehrt von der Trauer um seine Elefantenfamilie. Er konnte anfangs nicht einmal ohne Hilfe aufstehen. Mittlerweile geht es ihm besser und er ist kontaktfreudiger, wenngleich er es immer noch vorzieht, allein zu sein. Wir kennen dieses Trauerverhalten, das manchmal bis zu Monaten anh\u00e4lt. Am Monatsende begr\u00fc\u00dfte er wider Erwarten aber sogar die Besucher beim Schlammbad! Er lief langsam am Absperrseil entlang, so dass ihn die G\u00e4ste (mit weit ausgestreckten Armen) vorsichtig streicheln konnten.<\/p>\n<p>Klein <strong>Sasab<\/strong>, die von den Fluten des Uaso-Nyiro-Flusses mitgerissen wurde, war schon immer ein potentieller Kandidat f\u00fcr eine Lungenentz\u00fcndung, weil er bei seinem Unfall Wasser in die Lungen bekommen hatte. Nur wenige unserer verwaisten Elefanten, die unter \u00e4hnlichen Umst\u00e4nden in die Nursery gekommen sind, haben eine Lungenentz\u00fcndung \u00fcberlebt. Selbst die prophylaktische Gabe von Antibiotika bei seiner Ankunft konnte nichts mehr ausrichten. Au\u00dferdem kam hinzu, dass <strong>Sasab<\/strong> kurz nach seiner Ankunft zu zahnen begann, was immer mit Appetitlosigkeit und infolgedessen mit Gewichtsabnahme, Fieber und Durchfall einhergeht. Wir verloren ihn in der Nacht zum 7. Dezember und die Fl\u00fcssigkeit, die aus seinem R\u00fcssel lief, deutete auf eine weit fortgeschrittene Lungenentz\u00fcndung hin.<\/p>\n<p><strong>Kithaka<\/strong> erging es zum Gl\u00fcck besser. Er wuchs stetig und obwohl auch er am Ende des Monats seine ersten Z\u00e4hne bekam und wieder ein bisschen abnahm, hatte er vorher ordentlich zugelegt. \u00dcber den Tag verteilt und oft auf eigenen Wunsch nahm er t\u00e4glich mehr als 15 Liter Milch zu sich! Inzwischen hat er sich an den 3-st\u00fcndigen Trink-Rhythmus gew\u00f6hnt und bekam am Monatsende seinen ersten Backenzahn &#8211; ganz ohne die \u00fcblichen Magen-Darm-Probleme! <strong>Kithaka<\/strong> wird von allen \u00e4lteren K\u00fchen umsorgt, besonders von <strong>Tano<\/strong>, die im Nachbarstall untergebracht ist.<\/p>\n<p>Drei unserer neuen Bullen, die bei ihrer Ankunft schon zwei Jahre alt waren und bereits kleine Sto\u00dfz\u00e4hne hatten, kamen nach der Wurmkur und regelm\u00e4\u00dfigen Mahlzeiten schnell wieder zu Kr\u00e4ften. Sie alle wurden gierig nach Milch und hatten damit begonnen, ihre K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe beim Fressen auszunutzen, indem sie die Keeper und kleinere Elefanten schubsten. Sobald sich solche Kandidaten erholt haben, ist es wichtig, sie so schnell wie m\u00f6glich in die Auswilderungsstationen zu verbringen, damit sie von den \u00e4lteren Elefanten dort unter die Fittiche genommen werden. <strong>Dabassa<\/strong> (der gr\u00f6\u00dfte St\u00e4nkerer), sein Freund <strong>Rombo<\/strong> und <strong>Layoni<\/strong> waren dieses Mal an der Reihe und wurden in den vergangenen Wochen an den Lkw-Anh\u00e4nger gew\u00f6hnt, in dem sie dort ihre Milch bekamen. Nach drei Wochen gingen alle ohne Z\u00f6gern \u00fcber die Rampe in und aus dem Anh\u00e4nger, so dass der Umzug nach Voi am 28. Dezember einer der bisher reibungslosesten \u00fcberhaupt war. Gegen 5 Uhr morgens war der Lkw schon unterwegs nach Voi. Begleitet wurden die Elefanten von einigen Keepern, und es musste unterwegs nur einmal angehalten werden &#8211; um Zweige vom Grewia-Busch zu pfl\u00fccken, die die Elefanten so gerne fressen und die in Kibwezi in Unmengen an der Stra\u00dfe wachsen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/baby-mwende.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"baby mwende\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/baby-mwende_thumb.jpg\" alt=\"baby mwende\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vom Tod des kleinen <strong>Sasab<\/strong> \u00fcberschattet, war der Dezember ein ansonsten fr\u00f6hlicher Monat f\u00fcr unsere Nursery-Elefanten. Der 1. Weihnachtsfeiertag ist f\u00fcr gew\u00f6hnlich der einzige Tag im Jahr, an dem das Trustgel\u00e4nde f\u00fcr die \u00c3\u2013ffentlichkeit geschlossen ist. Und so waren die Waisen recht verwundert, als an diesem Tag niemand zu Besuch ans Schlammbad kam!<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Ausgiebige Regenf\u00e4lle im November hatten den normalerweise trocken-grauen Ithumba-Wald <em>(haupts\u00e4chlich Commiphoren aus der Familie der Balsambaumgew\u00e4chsen, Anm. d. \u00dc.)<\/em> in einen \u00fcppigen saftig-gr\u00fcnen Dschungel verwandelt, \u00fcbers\u00e4t mit Blumen und Schmetterlingen und Fressen und Wasser \u00fcberall. Es war buchst\u00e4blich ein Festmonat f\u00fcr unsere Elefanten-Waisen. Der arme <strong>Kora<\/strong> hatte nicht so viel Gl\u00fcck: er kam am 11. Dezember mit zwei neuen Speerwunden vom Kalavoto-Fluss zu uns ins Stallgel\u00e4nde. Begleitet wurde er von seiner treuen und besten Freundin <strong>Lualeni<\/strong> und dem 8-j\u00e4hrigen <strong>Rapsu<\/strong>. <strong>Koras<\/strong> Ellenbogengelenk war verwundet, er lahmte stark und wurde zur Behandlung in den Stall gebracht. Auch <strong>Kitirua<\/strong> musste medizinisch versorgt werden, nachdem sie einen Zweig oder Dorn ins Auge bekommen hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/kora.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"kora\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/kora_thumb.jpg\" alt=\"kora\" width=\"244\" height=\"173\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 5. Dezember nahm <strong>Kora<\/strong> die kleine <strong>Ithumbah<\/strong> mit auf eine Nacht in den Busch mit den Ex-Waisen und brachte sie am n\u00e4chsten Morgen (nat\u00fcrlich) unversehrt zum Stall zur\u00fcck. <strong>Ithumbah<\/strong> hat offensichtlich gro\u00dfen Gefallen an der Wildnis, ganz besonders aber an <strong>Mulikas<\/strong> K\u00e4lbchen Mwende, gefunden und sich kurzerhand selbst in die Gruppe der Ex-Waisen \u201ebef\u00f6rdert\u201c. Von Mwende einmal abgesehen, ist sie damit das j\u00fcngste Herdenmitglied. Aber wann immer sie mit den Gro\u00dfen zum Stall oder Schlammbad kommt, erh\u00e4lt sie eine Flasche Milch.<\/p>\n<p>Die Waisen, die noch Milch zugef\u00fcttert bekommen, hatten im Dezember viel Kontakt mit den Ex-Waisen. Sie alle trafen sich am 7. Dezember am Schlammbad. Zwei Tage sp\u00e4ter hatten sie Besuch von <strong>Wendis<\/strong> Gruppe inklusive <strong>Galana<\/strong>, <strong>Lualeni<\/strong>, <strong>Sunyei<\/strong>, <strong>Chyulu<\/strong>, <strong>Lenana<\/strong>, <strong>Sidai<\/strong> und den Bullen <strong>Meibai<\/strong>, <strong>Challa<\/strong> und <strong>Rapsu<\/strong>. Am 13. Dezember begr\u00fc\u00dften <strong>Wendi<\/strong> &amp; Co. zusammen mit dem wilden Mgeni morgens die Waisen, als die aus ihren St\u00e4llen kamen. Die Gro\u00dfen hatten die ganze Nacht auf dem Stallgel\u00e4nde verbracht. Als alle in den Busch aufbrachen, blieb <strong>Lualeni<\/strong> zur\u00fcck bei <strong>Kora<\/strong>, der wegen seiner Verletzung noch zu schwach zum l\u00e4ngeren Laufen war.<\/p>\n<p>Am 14. Dezember bekam <strong>Kora<\/strong> um 7 Uhr morgens Besuch von <strong>Lualeni<\/strong>, <strong>Sunyei<\/strong> und den Bullen <strong>Challa<\/strong>, <strong>Napasha<\/strong>, <strong>Tomboi<\/strong>, <strong>Rapsu<\/strong> und <strong>Madiba<\/strong>. Sie blieben bei ihm, bis es Zeit war, zum Fressen in den Busch aufzubrechen. Der Tierarzt des Kenya Wildlife Service, der an diesem Tag ohnehin in der N\u00e4he war, sah noch einmal nach <strong>Koras<\/strong> Verletzung, die auf die Behandlung mit Tonerde inzwischen gut angesprochen hatte, und nach <strong>Kitiruas<\/strong> Auge, das mit antibakteriellen Augentropfen behandelt wurde. <strong>Lualeni<\/strong> kam am 15. Dezember erneut auf Besuch, und auch tags darauf war sie wieder da, f\u00fchrte die Waisen anschlie\u00dfend zum Fressen in den Busch und setzte sich gegen 10 Uhr mit <strong>Ololoo<\/strong> ab. Er verbrachte die Nacht mit den Gro\u00dfen und wurde am n\u00e4chsten Morgen gegen 7:30 Uhr zur\u00fcck gebracht von <strong>Wendi<\/strong>, <strong>Lualeni<\/strong>, <strong>Ithumbah<\/strong>, <strong>Mulika<\/strong> und ihrem Baby Mwende sowie einem wilden Bullen genannt Kijana und einem anderen wilden Gef\u00fchrten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/lualeni.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"lualeni\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/lualeni_thumb.jpg\" alt=\"lualeni\" width=\"244\" height=\"173\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 18.Dezember warteten alle 29 Ex-Waisen (jetzt mit <strong>Ithumbah<\/strong> und <strong>Ololoo<\/strong>) auf die Junioren als sie aus ihren St\u00e4llen gelassen wurden. <strong>Nasalot<\/strong>, <strong>Wendi<\/strong>, <strong>Naserian<\/strong> und <strong>Sidai<\/strong> f\u00fchrten sie gleich zur Stalltr\u00e4nke, wo <strong>Kilaguni<\/strong> und <strong>Sabachi<\/strong> eine kleine Auseinandersetzung zu haben schienen, die sp\u00e4ter in einen ernsthaften Streit ausuferte. Die beiden mussten schlie\u00dflich von <strong>Naserian<\/strong> voneinander getrennt werden. <strong>Wendi<\/strong> \u00fcbernahm das Ruder und f\u00fchrte die gesamte Herde zum Grasen in den Busch, von wo aus sie sich nach einiger Zeit absetzten.<\/p>\n<p><strong>Lualeni<\/strong> besuchte <strong>Kora<\/strong> auch am 19. Dezember, dieses Mal in Begleitung von <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Sunyei<\/strong>, <strong>Lenana<\/strong>, <strong>Chyulu<\/strong> sowie den Bullen <strong>Tomboi<\/strong> und <strong>Rapsu<\/strong>. Gegen Mittag kamen noch <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Mulika<\/strong> mit Baby und dessen Kinderm\u00e4dchen <strong>Kinna<\/strong>, <strong>Ithumbah<\/strong>, <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Wendi <\/strong>und <strong>Buchuma <\/strong>mit seinen wilden Kompagnons Mgeni und Kijana und einem dritten Unbekannten.<\/p>\n<p>Zum 21. Dezember war <strong>Kora<\/strong> wieder hergestellt, zumindest so, dass er die Waisen zum Fressen in den Busch begleiten konnte. Die treue <strong>Lualeni<\/strong> f\u00fchrte den Trupp an, verbrachte den ganzen Tag mit ihnen und brachte abends alle wieder wohlbeh\u00fctet zum Stallgel\u00e4nde. Als sie am n\u00e4chsten Tag zur\u00fcck kehrte, widmete sie sich ganz besonders <strong>Ololoo<\/strong> und versuchte sogar, ihm die Flasche wegzuschnappen, als er seine Milch trank, so dass die Keeper dazwischen gehen mussten! Der 23. Dezember war v\u00f6llig verregnet, aber die Waisen waren (wahrscheinlich genau deshalb) mopsfidel. Der Tag wurde noch gekr\u00f6nt von einem Besuch von <strong>Yatta<\/strong> und ihrer Herde. Die Waisen hatten viel Spa\u00df beim Spielen mit Mwende &#8211; was man von ihrem Kinderm\u00e4dchen <strong>Kinna<\/strong> ganz und gar nicht behaupten konnte!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/ololoo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"ololoo\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/ololoo_thumb.jpg\" alt=\"ololoo\" width=\"244\" height=\"173\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 1. Weihnachtsfeiertag begegneten die Waisen im Busch erst zwei Wildhunden und sp\u00e4ter noch <strong>Wendi<\/strong>, <strong>Sunyei<\/strong>, <strong>Sidai<\/strong>, <strong>Galana<\/strong> und <strong>Lenana<\/strong>, die dieses Mal in Begleitung der Bullen <strong>Kenze<\/strong> und <strong>Challa<\/strong> unterwegs zum Imenti Wasserloch waren. Das Wasserloch war inzwischen ein kleiner See geworden, in dem die Elefanten sogar schwimmen und komplett untertauchen konnten. <strong>Chaimu<\/strong> hat alle aufgeschreckt als er mit aufgestellten Ohren aus den B\u00fcschen gerannt kam als w\u00fcrde dahinter eine Gefahr lauern. Offenbar nichts weiter als ein Streich &#8211; aber die Waisen rannten nat\u00fcrlich sofort zu ihren Keepern!<\/p>\n<p>Am 27. Dezember tranken alle Ex-Waisen inklusive <strong>Mulika<\/strong> und Mwende an der Stalltr\u00e4nke, obwohl es derzeit \u00fcberall Wasser zum Saufen gab. Vielleicht wollten sie auch einfach nur einmal nach ihrer Menschen-Familie schauen. Und somit endete auch f\u00fcr die Ithumba-Waisen wieder ein abwechslungsreicher Monat. Die Jungbullen <strong>Kilaguni<\/strong>, <strong>Sabachi<\/strong> und <strong>Kimbo<\/strong> sind nach wie vor mit Ringk\u00e4mpfen besch\u00e4ftigt, <strong>Ololoo<\/strong> und <strong>Ithumbah<\/strong> haben sich selbst in die Gruppe der Gro\u00dfen \u201cbef\u00f6rdert\u2019 und <strong>Mulikas<\/strong> Baby w\u00e4chst und gedeiht. Es wird von allen angehimmelt, besonders aber nat\u00fcrlich von den \u00e4lteren K\u00fchen und seinem Kinderm\u00e4dchen <strong>Kinna<\/strong>. <strong>Yatta<\/strong> war am Ende des Monats kugelrund und somit erwarten wir zu Beginn des Jahres 2012 weiteren Nachwuchs in der Herde unserer Ex-Waisen.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Nach der sehr langen und hei\u00dfen Trockenzeit, in der es nur wenig Gr\u00fcnfutter gab, brachten sporadische Regenf\u00e4lle im Dezember gro\u00dfe Erleichterung im s\u00fcdlichen Teil des Nationalparks Tsavo-Ost. F\u00fcr die Voi-Waisen war es auf jeden Fall ein gl\u00fccklicher Monat. Nachwuchs-Leitkuh <strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Kenia<\/strong> k\u00fcmmerten sich besonders um die schw\u00e4chelnde <strong>Dida<\/strong>; sie passten rund um die Uhr auf sie auf, besonders dass sie nicht von den jungen Bullen angerempelt wird. <strong>Wasessas<\/strong> leidenschaftliches Besch\u00fctzer-Verhalten um <strong>Tassia<\/strong> h\u00e4lt an und sie ist immer zur Stelle, sobald er um Hilfe br\u00fcllt. <strong>Siria<\/strong>, <strong>Taveta<\/strong> und <strong>Mzima<\/strong> sind immer noch Trainingspartner und <strong>Siria<\/strong>, der gr\u00f6\u00dfte Bulle in der Runde, gewinnt f\u00fcr gew\u00f6hnlich. <strong>Dida<\/strong> ist in diesem Monat h\u00e4ufiger ins Wasser gegangen. Wir hoffen, dass sie sich besser f\u00fchlt, aber offenbar leidet sie an einer chronischen Erkrankung. Wir vermuten einen angeborenen Herzfehler, denn \u00e4hnliche Symptome haben wir schon bei anderen Waisen beobachten k\u00f6nnen, die sich dann erst durch eine Obduktion best\u00e4tigen lie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/Lempaute.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"Lempaute\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/Lempaute_thumb.jpg\" alt=\"Lempaute\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unsere Voi-Waisen hatten in diesem Monat viel Kontakt zu den Ex-Waisen. Beide Gruppen wurden meist von <strong>Emily<\/strong> und <strong>Edie<\/strong> (in Begleitung eines wilden Freundes) angef\u00fchrt. Am 5. Dezember beim Schlammbad verwickelte <strong>Ndara<\/strong> <strong>Siria<\/strong> in ein Kr\u00e4ftemessen und versuchte anschlie\u00dfend, die kleine Eve (<strong>Emilys<\/strong> Kalb) wegzulocken. Dieses Vorhaben wurde sofort von <strong>Sweet<\/strong> <strong>Sally<\/strong>, <strong>Eves<\/strong> Kinderm\u00e4dchen, abgeschmettert. <strong>Siria<\/strong> ging mit den Ex-Waisen, als sich die Gruppen trennten, und verbrachte die Nacht bei ihnen. Am n\u00e4chsten Morgen war sie wieder im Stallgel\u00e4nde bei den gleichaltrigen Waisen. Der Nachwuchs verbrachte den Vormittag des 9. Dezember mit den Ex-Waisen. <strong>Emsaya<\/strong> spielte mit <strong>Kivuko<\/strong>, was die Keeper sehr \u00fcberraschte, da <strong>Kivuko<\/strong> bis dahin immer noch schwach und traurig schien und sich kaum an Spielen beteiligte. Das war also ein gutes Zeichen! <strong>Kivuko<\/strong> wurde nach seiner Rettung (genau wie <strong>Emsaya<\/strong>) direkt nach Voi gebracht. Bei seiner Ankunft war er in einem j\u00e4mmerlichen Zustand; er war zwar schon zwei Jahre alt, aber stark unterern\u00e4hrt und traumatisiert. Es tut gut, zu sehen, dass er zum Leben zur\u00fcckzufinden scheint.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/Kivuko-following-others-uphill.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"Kivuko following others uphill\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/Kivuko-following-others-uphill_thumb.jpg\" alt=\"Kivuko following others uphill\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 16. Dezember kam die Herde Ex-Waisen unter <strong>Emily<\/strong> und <strong>Edie<\/strong> mit ihrem wilden Freund noch einmal ins Stallgel\u00e4nde, und noch einmal am n\u00e4chsten Tag, als <strong>Icholta<\/strong> versuchte, <strong>Emsaya<\/strong> und <strong>Kivuko<\/strong> zu kidnappen! Die beiden br\u00fcllten wie am Spie\u00df und die Keeper brachten sie beide zur\u00fcck in die Gruppe der Voi-Waisen. Der Gedanke an das harte Leben in der Wildnis (und ohne Milch!) schien sie im Moment noch ziemlich zu beunruhigen! Die Ex-Waisen kamen am 20. Dezember noch einmal zu den St\u00e4llen, allerdings waren die Waisen schon unterwegs. Sie alle befanden sich in guter Verfassung; Eve und Ella waren beide gro\u00df genug f\u00fcr ihr Alter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/emilyedie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"emilyedie\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/emilyedie_thumb.jpg\" alt=\"emilyedie\" width=\"244\" height=\"173\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit der Ankunft von <strong>Dabassa<\/strong>, <strong>Rombo<\/strong> und <strong>Layoni<\/strong> am 28. Dezember stieg die Zahl der Voi-Waisen auf 17 Elefanten! Die drei Neuank\u00f6mmlinge wurden wie immer herzlich begr\u00fc\u00dft, besonders von <strong>Lesanju<\/strong>, <strong>Sinya<\/strong>, <strong>Kenia<\/strong>, <strong>Lempaute<\/strong> und <strong>Wasessa<\/strong>. Die drei Jungs werden hervorragende Trainingspartner f\u00fcr die Jungbullen abgeben, besonders f\u00fcr <strong>Siria<\/strong>, der sich nach neuen Herausforderern sehnt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/New-arrivals-are-escorted-to-the-bush-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"New arrivals are escorted to the bush (6)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/01\/New-arrivals-are-escorted-to-the-bush-6_thumb.jpg\" alt=\"New arrivals are escorted to the bush (6)\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-dezember\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Weil es immer wieder regnete und der Himmel tagelang finster und bew\u00f6lkt war, mussten die j\u00fcngeren Waisen in diesem Monat \u00f6fter l\u00e4nger in ihren St\u00e4llen bleiben w\u00e4hrend die \u00c4lteren immer bei Tagesanbruch herausgelassen wurden. 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