{"id":293,"date":"2008-04-22T18:17:32","date_gmt":"2008-04-22T16:17:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=293"},"modified":"2008-12-07T08:59:07","modified_gmt":"2008-12-07T07:59:07","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2008\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im M&auml;rz 2008"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><span style=\"font-family: \">Die Nursery-Waisen <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Am 1. M\u00e4rz kam die kleine \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kenia<\/strong>\u201c bei uns an, ein ca. 8 Monate altes Elefantenk\u00e4lbchen, das eines Morgens einsam und verlassen in einer Siedlung gefunden wurde, die auf einem ehemaligen Wanderpfad der Mt. Kenya Elefanten liegt. Dieser Pfad bleibt im genetischen Ged\u00e4chtnis der Elefanten gespeichert, und wenn sich die Elefanten heutzutage gezwungen sehen, ihre bewaldete Bergfestung f\u00fcr die Nahrungssuche zu verlassen, ziehen sie nachts auch durch von Menschen besiedelte Gebiete. Dieses Mal verlor ein K\u00e4lbchen offenbar den Anschluss. Es wurde um 5 Uhr morgens von einem Bauern gefunden, der gl\u00fccklicherweise tierfreundlich genug war und sowohl das Personal des Bill Woodley Mt. Kenya Trusts als auch den Kenya Wildlife Service verst\u00e4ndigte. Das Kalb wurde in die Nairobi Nursery geflogen, und als es am Abend ankam, schien es in ausgezeichneter Verfassung. Der Name \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kenia<\/strong>\u201c wurde gemeinsam von den Keepern und dem Bill Woodley Mt. Kenya Trust ausgew\u00e4hlt und symbolisiert den politischen Frieden, der am Tag zuvor durch Mr Koffi Annan ausgehandelt wurde und die zweimonatigen Stammesunruhen in Kenya beendete.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/04\/dida-and-kenia.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dida and Kenia\" width=\"387\" height=\"580\" \/><br \/>\nDida &amp; Kenia<\/p>\n<p><!--more-->\n<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Shimba<\/strong> wurde \u00fcber Nacht aus <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sinyas<\/strong> Nachtlager in seine alte Unterkunft neben den Neuank\u00f6mmling <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kenia<\/strong> umgesetzt. In ihrer ersten Nacht trank sie Milch und Wasser gegen die Austrocknung, und bereits am Morgen hatte sie den Keeper akzeptiert, der die Nacht bei ihr verbracht hatte. Die anderen Babys in der Nursery begr\u00fc\u00dften sie sofort nach dem Aufstehen, was sie offensichtlich verunsicherte, weil es sich um fremde Elefanten handelte. Daher war sie zuerst nicht besonders freundlich. Nach einem weiteren Tag in ihrem Stall hatte sie sich jedoch an die neue Situation gew\u00f6hnt und freundete sich mit den anderen an, die sie liebevoll in <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lesanjus<\/strong> Babygruppe aufnahmen. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lempaute<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sinya<\/strong> und sogar Klein <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Shimba<\/strong> wuselten alle aufgeregt um sie herum.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">An ihrem ersten Tag im Busch versuchte sie st\u00e4ndig, davon zu rennen und sich zu verstecken, doch sie wurde jedes Mal von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lesanju<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sinya<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lempaute<\/strong> zu den Keepern zur\u00fcckgetrieben. Und so verstand sie schon bald, dass sie alle zu ihrer neuen \u201eFamilie\u201c geh\u00f6rten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/04\/lempaute-w.jpg\" border=\"0\" alt=\"Lempaute \" width=\"580\" height=\"387\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Lempaute<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lenana<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Makena<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Chyulu<\/strong> waren sehr aufgeregt, als sie <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kenia<\/strong> kennenlernten, und freuen sich unheimlich, wenn die beiden Gruppen miteinander Zeit verbringen. Wenn die Keeper die beiden Gruppen trennen, suchen sie nach ihren Babys und warten morgens manchmal sogar vor ihren St\u00e4llen, wo sie ihre Sch\u00fctzlinge mit einem Kollern begr\u00fc\u00dfen. Die J\u00fcngsten haben ein Ritual, das sie jeden Morgen sehr gewissenhaft ausf\u00fchren. Alle gehen zum Stall von Nashorn Maxwell, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen, und er steht immer in seiner Stallt\u00fcr und wartet, bis die Waisen vorbeigelaufen sind. Es scheint, als ob sie verstehen, dass er durch sein blindes Auge behindert ist, und sie haben daher offenbar eine besondere Zuneigung zu ihm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/04\/makena-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Makena\" width=\"436\" height=\"652\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Makena<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Sehr unfreundlich waren dagegen die wilden Nash\u00f6rner des Nairobi National Parks, an dessen Rand die Nursery der Baby-Elefanten liegt. Sie haben die Kleinen in diesem Monat so sehr erschrocken, als st\u00fcnden sie L\u00f6wen gegen\u00fcber. Einmal rannten die Keeper und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lesanjus<\/strong> Gruppe in Panik davon, und beim zweiten Mal wurden die Nash\u00f6rner von \u00e4lteren Elefanten vertrieben. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lenana<\/strong> floh v\u00f6llig verwirrt und verlor auf ihrer Flucht in die Stallungen die Kontrolle \u00fcber ihren Darminhalt. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lenana<\/strong> f\u00fcrchtet sich viel mehr vor anderen Tieren als <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Makena<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Chyulu<\/strong>; sogar vor Giraffen und Impalas, denen sie regelm\u00e4\u00dfig begegnet, hat sie Angst.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center\" align=\"center\">\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><span style=\"font-family: \">Die Ithumba-Waisen <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Die Temperaturen stiegen am Monatsanfang rapide, so dass sich sogar die j\u00fcngeren Waisen immer wieder mit Wasser einspr\u00fchten. Gl\u00fccklicherweise fielen am 8. und 20. M\u00e4rz heftige Niederschl\u00e4ge in Ithumba, und ein weiterer kr\u00e4ftiger Wolkenbruch sorgte daf\u00fcr, dass der Niederschlagsmesser \u00fcberlief. Das hei\u00dft, es regnete mehr als 10 cm innerhalb einer Nacht! Diese heftigen Regenst\u00fcrme verwandelten die Natur in ein gr\u00fcnes Meer, und Ithumba erinnert wieder an den urt\u00fcmlichen Garten Eden, mit Blumen und Schmetterlingen, wohin das Auge schaut. Daher haben die Ithumba-Waisen den Monat sehr genossen; jede Senke war mit frischem Regenwasser gef\u00fcllt und verwandelte jede nat\u00fcrliche Salzlecke in Schlammb\u00e4der, die bei jeder Gelegenheit ausgekostet wurden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Die Gruppe teilte sich wieder oft. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong> f\u00fchrte die Waisen am 9. ostw\u00e4rts, kehrte gegen 14 Uhr zum Saufen an die Stallungen zur\u00fcck und verbrachte danach den ganzen Nachmittag mit den Kleinen. Auch am 11. teilte sich die Gruppe auf und traf sich erneut am Nachmittag. Am 12. waren <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Nasalot<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Wendi<\/strong> noch vor den anderen bei den J\u00fcngsten, um sie zu den Stallungen zu eskortieren. Am 13. setzte sich <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yattas<\/strong> Gruppe noch morgens bei den St\u00e4llen von den J\u00fcngeren ab und \u00fcberlie\u00df sie der Obhut von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong>, die ihre Aufgabe ohne Z\u00f6gern aufnahm. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong> \u00fcbernimmt jetzt h\u00e4ufiger die Rolle der Leitkuh. Wann immer <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong> mit der \u00e4lteren Gruppe unterwegs ist, bleiben die J\u00fcngeren bei ihren Keepern, und eine der ehemaligen Nursery-Leitk\u00fche \u00fcbernimmt die F\u00fchrung. Genug davon sind ja da: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sunyei<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lualeni<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Loijuk<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sian<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sidai<\/strong> und manchmal auch <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Wendi<\/strong>, die allerdings immer Schwierigkeiten hat, sich f\u00fcr eine der beiden Gruppen zu entscheiden. Dieses Dilemma wurde im M\u00e4rz besonders deutlich, als <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Selengai<\/strong> lieber bei <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yattas<\/strong> Gruppe bleiben wollte und nicht unter der Obhut von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong>. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Selengai<\/strong> br\u00fcllte so laut, dass <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mulika<\/strong> sofort zur\u00fcckeilte und alle \u00e4lteren Elefanten ihr folgten. um nachzusehen, was sie beunruhigte. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mulika<\/strong> gab der armen <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong> die Schuld und stie\u00df sie derb beiseite, weil <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Selengai<\/strong> schon immer ihr Liebling war. Die \u00e4lteren Elefanten entschieden sich schlie\u00dflich daf\u00fcr, bei den Kleinen zu bleiben &#8211; zur besonderen Freude von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Selengai<\/strong> und auch <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Ol Malo<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yattas<\/strong> Liebling, sowie <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kenze<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Orok<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Zurura<\/strong>, die <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Nasalot<\/strong> als ihre \u201eErsatzmutter\u201c betrachten. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Ol Malo<\/strong> war der N\u00e4chste, den die Qual der Wahl traf, mit welcher Gruppe er gehen sollte. Als <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Buchuma<\/strong> nun pl\u00f6tzlich die Aufsicht \u00fcber die Babys hatte, hob er einfach den R\u00fcssel, \u00fcberpr\u00fcfte die Windrichtung, nahm die F\u00e4hrte auf und f\u00fchrte seine Sch\u00fctzlinge zur\u00fcck zur Gruppe der \u00e4lteren Elefanten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/04\/orphans-in-water-ithumba.jpg\" border=\"0\" alt=\"orphans in water. Ithumba\" width=\"644\" height=\"484\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Am 14. f\u00fchrte <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong> die gesamte Herde zum Kalovoto-Fluss, den die \u00c4lteren dann auch durchquerten, w\u00e4hrend die Kleinen am anderen Ufer in der Obhut der j\u00fcngeren Leitk\u00fche und der Keeper zur\u00fcck blieben. Am 15. teilten sich die Waisen in drei Gruppen: die erste wurde von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Nasalot<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mulika<\/strong> angef\u00fchrt, die zweite von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kinna<\/strong>, und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong> betreute die J\u00fcngsten, die bei den Keepern blieben. Am 16. trafen sich dann alle beim Schlammbad wieder, und das Wiedersehen war wie immer begleitet von gl\u00fccklichem Trompeten, liebevollem Kollern und all den anderen fr\u00f6hlichen Gesten, die man bei jedem Treffen beobachten kann &#8211; selbst, wenn sie nur f\u00fcr ein paar Stunden getrennt waren!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kinna<\/strong> hat sich in diesem Monat dreimal dazu entschlossen, lieber die Babys anzuf\u00fchren, als bei <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yattas<\/strong> Gruppe der \u00c4lteren zu bleiben. Einmal wurde sie von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Tomboi<\/strong> begleitet, der definitiv schon zu den \u00c4lteren und zu den besonders Unabh\u00e4ngigen geh\u00f6rt. Es ist jedoch nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen jungen Bullen, eine Nachwuchsleitkuh und ihre Sch\u00fctzlinge zu begleiten. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Rapsu<\/strong> leistet <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sunyei<\/strong> h\u00e4ufig Gesellschaft, und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kamboyo<\/strong> begleitet besonders gern <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sian<\/strong>, wenn sie die Kleinen anf\u00fchrt. Am 3. gesellte sich <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Zurura<\/strong> zu <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Loijuk<\/strong>, als sie die Gruppe vom Mittagsschlammbad zur Milchmahlzeit f\u00fchrte. Normalerweise ist das <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kamboyos<\/strong> Aufgabe (der Takthalter), doch alle Junior-Leitk\u00fche scheinen sich diese Aufgabe einvernehmlich zu teilen. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Galana<\/strong> spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Die Aufzeichnungen dieses Monats zeigen auch, dass <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sian <\/strong>es genau wie <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kora<\/strong> h\u00e4lt und sich vor dem Schlammbad scheut. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Kora<\/strong> war dem Baden nie besonders zugetan, und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sian<\/strong> kannte es vielleicht schon zur Gen\u00fcge von ihrem Zuhause in Amboseli, wo die Elefanten die meiste Zeit in den S\u00fcmpfen verbringen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Es ist interessant, \u00fcber die neuen Entwicklungen von Leitkuh <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong> zu lesen, die die J\u00fcngsten am 21. zur\u00fcck zu den Stallungen f\u00fchrte und gleich danach mit ihrer Gruppe wieder verschwand, noch bevor die Keeper die Gatter schlie\u00dfen konnten. Erst um 20 Uhr kamen sie zur\u00fcck. Am 23. entschied sich <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong> &#8211; ganz untypisch f\u00fcr sie &#8211; daf\u00fcr, allein loszuziehen. Die Proteste der Keeper ignorierte sie g\u00e4nzlich. An diesem Tag erschien sie auch allein beim mitt\u00e4glichen Schlammbad der Kleinsten. Sie vergewisserte sich deren Anwesenheit und Unversehrtheit und gesellte sich dann wieder zu ihrer Gruppe, die im Busch graste. Was aus den M\u00e4rz-Berichten deutlich wird, ist die subtile Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen, ganz unabh\u00e4ngig von ihren Keepern, die manchmal kaum wahrgenommen werden. Nur einmal, als ein heftiges Gewitter die Waisen aufschreckte, gehorchten sie den Aufforderungen der Keeper und kehrten fr\u00fcher als gew\u00f6hnlich zu den Stallungen zur\u00fcck. Bei anderen Gelegenheiten handeln sie v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von ihren Keepern. Diesen bleibt dann nichts weiter \u00fcbrig, als die ausgefeilte Nachrichten\u00fcbermittlung zwischen den Elefanten zu bewundern. Wenn die \u00c4lteren ihre eigenen Wege gehen, zeigen sich die J\u00fcngeren in keiner Weise besorgt, au\u00dfer nat\u00fcrlich, wenn eine\/r ihrer Gruppe sich f\u00fcr die falsche Herde entschlie\u00dft!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Zwischenf\u00e4lle mit anderen Tierarten gab es nur mit vier der gef\u00fcrchteten Wildhunde im Busch, die die j\u00fcngeren Waisen in Panik versetzten. Sie rannten schutzsuchend zu ihren Keepern, w\u00e4hrend die \u00c4lteren (<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Yatta<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mulika<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Nasalot<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Wendi<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Napasha<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Tomboi<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Taita<\/strong>) gemeinsam die Eindringlinge vertrieben. Sie jagten sie so weit weg, dass sie erst abends wieder zum Rest der Gruppe stie\u00dfen. Einige l\u00e4rmende Paviane haben den Frieden der Gruppe ein weiteres Mal gest\u00f6rt, doch auch diese Quengler wurden in alter Manier von den \u00e4lteren Elefanten verscheucht.<span style=\"mso-spacerun: yes\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><span style=\"font-family: \">Unsere Ithumba-Elefanten wecken nach wie vor Begeisterung, Verwunderung und Ehrfurcht. Sie lehren uns so viel \u00fcber die Art und Weise ihrer Kommunikation sowie die starken Bande der Freundschaft als auch die Pflichten innerhalb der \u201eFamilie\u201c. Es ist in der Tat ein Privileg, so viel menschliches Verhalten deuten zu k\u00f6nnen.<\/span><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><span style=\"font-family: \"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt\"><span style=\"font-family: \"><span style=\"mso-spacerun: yes\"> <\/span> <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt\">\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><span style=\"font-family: \">Die Voi-Waisen <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0pt\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Nach fast dreimonatiger Abwesenheit kehrte <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumis<\/strong> Gruppe mit den Voi-Waisen zur\u00fcck zu den Freiluftgattern. Alle waren dabei und schienen in sehr guter Verfassung. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Edie<\/strong> \u00fcberredet ab und zu einen Teil der Gruppe (<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Lolokwe<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Burra<\/strong>, <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Solango<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mukwaju<\/strong>, alles junge Bullen), mit ihr umherzuziehen, und mimt die Leitkuh. Einige Male kam sie ohne <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumis<\/strong> Gruppe zu den Gattern. Andere Tage wiederum verbringt die ganze Gruppe gemeinsam unter der F\u00fchrung von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumi<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Edie<\/strong>, mit Unterst\u00fctzung von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Icholta<\/strong>, die etwa im gleichen Alter wie <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumi<\/strong> ist. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Sosian<\/strong> hat <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumis<\/strong> Gruppe mittlerweile verlassen, um sich <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Emily<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Aitong<\/strong> anzuschlie\u00dfen, die ihren Fressplatz in der N\u00e4he von Irima Hill haben, wo die Vegetation viel \u00fcppiger ist. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Emilys<\/strong> Gruppe und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Natumis<\/strong> Gruppe gehen seit dem Tod von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\">Mweiga<\/strong> getrennte Wege.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/04\/natumi-her-group-in-voi.jpg\" border=\"0\" alt=\"Natumi &amp; her group in Voi\" width=\"644\" height=\"484\" \/><\/p>\n<p>Natumis Gruppe<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Im M\u00e4rz fielen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gute Niederschl\u00e4ge in Voi, so dass alle nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher wieder gef\u00fcllt sind. Jede Menge frische Pflanzen stehen all unseren Elefanten wieder im \u00dcberfluss zur Verf\u00fcgung. Es ist wirklich wunderbar mit anzusehen, wie sie erwachsen werden und sich mittlerweile frei und unabh\u00e4ngig von ihrer Menschenfamilie umherbewegen. Wenn sie einmal zur\u00fcckkehren, begr\u00fc\u00dfen sie ihre Keeper jedoch nach wie vor sehr liebevoll.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2008\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Am 1. M\u00e4rz kam die kleine \u201eKenia\u201c bei uns an, ein ca. 8 Monate altes Elefantenk\u00e4lbchen, das eines Morgens einsam und verlassen in einer Siedlung gefunden wurde, die auf einem ehemaligen Wanderpfad der Mt. Kenya Elefanten liegt. Dieser Pfad bleibt im genetischen Ged\u00e4chtnis der Elefanten gespeichert, und wenn sich die Elefanten heutzutage gezwungen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mrz-2008\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im M&auml;rz 2008\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=293"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":427,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions\/427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}