{"id":3016,"date":"2012-06-25T15:28:00","date_gmt":"2012-06-25T14:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3016"},"modified":"2012-06-25T15:39:57","modified_gmt":"2012-06-25T14:39:57","slug":"die-waisen-im-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-mai\/","title":{"rendered":"Die Waisen im Mai"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Mai 2012<\/b><\/p>\n<p><b>Barsilinga<\/b> litt in diesem Monat an den \u00fcblichen Begleiterscheinung der ersten Zahnung (Durchfall) und musste mit einem Antibiotikum behandelt werden. Eine anschlie\u00dfende Blutuntersuchung ergab eine erniedrigte Zahl wei\u00dfer Blutk\u00f6rperchen, was auf eine Virusinfektion hindeutete. Diese wurde hom\u00f6opathisch behandelt. W\u00e4hrend der ganzen Zeit mussten ihm einige Infusionen verabreicht werden, um seinen Energiespeicher aufzuf\u00fcllen, weil er keinen Appetit mehr hatte; und obwohl er stark an Gewicht verloren hatte, ging es am Monatsende wieder bergauf mit ihm.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Barsilinga-IMG_6669.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Barsilinga IMG_6669\" border=\"0\" alt=\"Barsilinga IMG_6669\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Barsilinga-IMG_6669_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der zuf\u00e4llige Besuch eines auf Elefanten spezialisierten Tierarztes aus S\u00fcdafrika kam wie gerufen, denn so konnte er gleich Blutproben von Klein <b>Kithaka<\/b> nehmen, der nicht so recht wuchs wie er sollte. Zum Vergleich nahm er noch Proben zweier gesunder Waisen, von <b>Orwa<\/b> und <b>Ishaq-B<\/b>. Die Analyse von <b>Kithakas<\/b> Blut deutete auf eine so genannte Malabsorption hin, d.h. er konnte die N\u00e4hrstoffe aus dem Darm nicht vollst\u00e4ndig aufnehmen. Die Werte deuteten auf eine St\u00f6rung der Bauchspeicheldr\u00fcsenfunktion hin und k\u00f6nnte eine weitere Begleiterscheinung der Zahnung sein. Gl\u00fccklicherweise ist es m\u00f6glich, dem Futter die fehlenden Bauchspeichelenzyme zuzuf\u00fcgen, denn die werden kommerziell hergestellt. Und sobald wir das Medikament in seine Milch mischten, verbesserte sich sein Appetit und sein Gesamtzustand. Wir danken Dr. Clay Wilson sehr f\u00fcr seine Hilfe, die ohne Zweifel sowohl Klein <b>Kithakas<\/b> als auch <b>Barsilingas<\/b> Leben rettete. Letzterer erh\u00e4lt jetzt die gleiche Di\u00e4t, bis seine Z\u00e4hne vollz\u00e4hlig sind. Und wir freuen uns, dass wir auch nach 50 Jahren Elefantenaufzucht immer noch etwas Neues dazu lernen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kithaka-IMG_6654-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kithaka IMG_6654 (2)\" border=\"0\" alt=\"Kithaka IMG_6654 (2)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kithaka-IMG_6654-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es gab in diesem Monat immer wieder vereinzelte Regenschauer und viele kalte und feuchte Morgenstunden, so dass die drei kleinsten Elefanten (<b>Barsilinga<\/b>, <b>Balguda<\/b> und <b>Kithaka<\/b>) im Stall bleiben mussten. Die drei \u00e4lteren K\u00fche, vor allem <b>Tano<\/b> und <b>Mutara<\/b>, bestanden darauf, zwischen dem Grasen immer wieder zum Stall zur\u00fcck zu kehren und nach den Kleinen zu schauen. <b>Ishanga<\/b>, die nicht f\u00fcr ein ausgepr\u00e4gtes Mutterverhalten bekannt ist, \u00fcberraschte die Keeper eines Tages, als auch sie sich davon schlich, um nach den Babies zu schauen und <b>Kithaka<\/b> mit zum Fressen zu bringen.<\/p>\n<p><b>Kilabasi<\/b> hat eine tiefe Zuneigung f\u00fcr <b>Balguda<\/b> entwickelt: er darf an ihren Mini-Zitzen und ihren Ohren saugen und weicht den ganzen Tag kaum von ihrer Seite. <b>Shukuru<\/b> w\u00fcrde die Aufsicht gerne teilen, aber <b>Kilabasi<\/b> wei\u00df das erfolgreich abzuwehren. Einmal kam es zu einem handfesten Streit, der dann von <b>Mutara<\/b> beendet werden musste. <b>Mutara<\/b> entschied daraufhin offensichtlich, dass <b>Balguda<\/b> zu <b>Kilabasi<\/b> geh\u00f6rt, tr\u00f6stete <b>Shukuru<\/b> aber mit einer R\u00fcssel-Umarmung, als ob sie sagen <b>wollte<\/b> \u201eTut mir leid, aber&#8230;\u201c. Die enge Bande zwischen <b>Kilabasi<\/b> und <b>Balguda<\/b> beeindruckt die Keeper, denn Kilabasi war immer sehr zur\u00fcckhaltend sowohl gegen\u00fcber Menschen als auch den anderen Elefantenwaisen. <b>Mutara<\/b> teilt sich die Pflichten einer Leitkuh mit <b>Makireti<\/b>, eine liebevolle junge Elefantenkuh mit ausgepr\u00e4gtem Mutterinstinkt. Aber auch <b>Tano<\/b>, <b>Turkwel<\/b> und <b>Shukuru<\/b> helfen dabei, die Herde zusammen zu halten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Mutara-IMG_6888.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Mutara IMG_6888\" border=\"0\" alt=\"Mutara IMG_6888\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Mutara-IMG_6888_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>In einer Elefantengruppe, wie auch unter den Menschen, gibt es immer ein bis zwei \u201eProblemf\u00e4lle\u201c. Im Falle der Nursery-Elefanten sind es zwei relative Neuzug\u00e4nge: <b>Kanjoro<\/b>, der wie viele andere, deutlich zu wenig Muttermilch bekommen hat und daher w\u00e4hrend der F\u00fctterungszeiten immer gierig dr\u00e4ngelt. Das macht ihn bei den anderen, besonders <b>Ishanga<\/b> (dem anderen Problemfall) nicht sonderlich beliebt. <b>Ishanga<\/b> st\u00e4nkert, wann immer sie kann und bei\u00dft <b>Kanjoro<\/b> in seinen Schwanzstummel und schubst <b>Turkwel<\/b> und <b>Kainuk<\/b>, w\u00e4hrend die ihre Milch saufen. Die beiden Letzeren sind unzertrennlich, und da sie aus der gleichen Elefantenpopulation aus Turkana-S\u00fcd stammen, kann es durchaus sein, dass sie sich noch von \u201efr\u00fcher\u201c kennen. Die beiden teilen sich auch ihr Nachtquartier und k\u00f6nnen nicht ohne einander, im Gegenteil zu <b>Orwa<\/b> und <b>Sonje<\/b>, die zusammengelegt wurden, als uns die Schlafquartiere auszugehen drohten. <b>Sonje<\/b> schubste den friedfertigen <b>Orwa<\/b> st\u00e4ndig herum, so dass er in seinen urspr\u00fcnglichen Stall zur\u00fcck verlegt werden musste, der sich neben dem Schlaflager von <b>Sities<\/b> befand. Die zog am n\u00e4chsten Abend in den Stall neben <b>Murera<\/b> um. Die gro\u00dfe Beule an <b>Sonjes<\/b> Hinterbein, die sie schon bei ihrer Ankunft hatte, ist inzwischen nicht weich geworden wie der Abszess von <b>Murera<\/b>. Ihre Beweglichkeit scheint allerdings nicht sonderlich beeintr\u00e4chtigt, und die Beule scheint auch nicht zu schmerzen. Wir hoffen, dass wir bald ein digitales R\u00f6ntgenger\u00e4t organisieren k\u00f6nnen, das stark genug ist, um auch die gro\u00dfen Gliedma\u00dfen von Elefanten zu durchleuchten (die marktg\u00e4ngigen sind f\u00fcr gro\u00dfe S\u00e4ugetiere nicht geeignet). Dann wissen wir hoffentlich bald mehr. Es ist durchaus m\u00f6glich, dass eine Kugel in ihrem Bein steckt, die sich abgekapselt hat. Vielleicht sogar die des Somali-Wilderers, der ihre Elefantenmutter auf dem Gewissen hat. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Ishanga-drinking-and-Ishaq-B-checking-for-milk-IMG_6768-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Ishanga drinking and Ishaq B checking for milk IMG_6768 (1)\" border=\"0\" alt=\"Ishanga drinking and Ishaq B checking for milk IMG_6768 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Ishanga-drinking-and-Ishaq-B-checking-for-milk-IMG_6768-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mitglieder der Waisengruppe, die sich nicht benehmen k\u00f6nnen, laufen Gefahr von <b>Mutara<\/b> und den anderen K\u00fchen abgestraft zu werden. Die schicken den oder die \u00dcbelt\u00e4ter\/in dann gerne mal in eine \u201eAuszeit\u201c, weg von der Herde &#8211; ein beliebtes Erziehungsmittel unter Elefanten. <\/p>\n<p><b>Mureras<\/b> teilweise gel\u00e4hmtes Bein hat unseren Tier\u00e4rzten lange R\u00e4tsel aufgegeben. Niemand konnte herausfinden, was die Ursache f\u00fcr die Schwellung war. Aber inzwischen geht es dem Bein besser, die Schwellung klingt ab und sie kann wieder auftreten. Am Monatsanfang entwickelte sich eine kleine Beule an ihrem Anus in einen handfesten Abszess, der vom Tierarzt gespalten werden musste. Geronnenes Blut und stinkender Eiter entleerte sich und die Wunde ordentlich gereinigt, so dass sie inzwischen vollst\u00e4ndig abheilt ist. Sie kann jetzt mit zum Grasen gehen und unbeeintr\u00e4chtigt mit den anderen Waisen spielen. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wird sie von <b>Orwa<\/b> begleitet, ihrem Babysitter der ersten Stunde. Auch die anderen Elefanten in der Gruppe haben immer ein Auge auf sie und kamen t\u00e4glich an ihren Stall, bevor sie ihre t\u00e4gliche Wanderung in den Busch starteten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kanjoro-and-Orwa-IMG_6799-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kanjoro and Orwa IMG_6799 (1)\" border=\"0\" alt=\"Kanjoro and Orwa IMG_6799 (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kanjoro-and-Orwa-IMG_6799-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Elefanten &#8211; nicht anders als wir Menschen &#8211; haben einen ganz individuellen Sinn f\u00fcr Humor. Die ausgebuffte <b>Sities<\/b> hat sichtliches Vergn\u00fcgen daran, die Besucherschaft mit Schlamm zu besudeln. Sie rennt auf und ab am Absperrseil und \u201estempelt\u201c jeden, den sie erwischt mit ihrem R\u00fcssel. Ab und zu rennt sie zur\u00fcck zur Suhle, um ihren R\u00fcssel wieder in den Schlamm zu tauchen. <b>Kainuk<\/b> hat ebenfalls ein paar Tricks f\u00fcr die Besucher parat: sie schmei\u00dft sich einfach da, wo die meisten Zuschauer stehen, in die Suhle, saugt den R\u00fcssel mit Wasser voll und verpasst den G\u00e4sten eine ordentliche Dusche. Damit sorgt sie nat\u00fcrlich f\u00fcr jede Menge Aufregung und Gel\u00e4chter! <b>Shukuru<\/b> ist der Fu\u00dfballstar und genie\u00dft es, wenn sie von allen beim Kicken bewundert, beklatscht und bejubelt wird!<\/p>\n<p>Am 28. Mai, als die Waisen zum Schlammbad gebracht wurden, bemerkte einer der Keeper eine riesige Python am Trampelpfad und war offensichtlich so geschockt, dass es ihm die Sprache verschlug und er sich nicht vom Fleck r\u00fchren konnte! Alles was er tun k\u00f6nnte, war mit zitterndem Finger auf die W\u00fcrgeschlange zu zeigen &#8211; und die Gruppe machte auf der Stelle kehrt!<\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Mai 2012<\/b><\/p>\n<p>Die lang ersehnten \u201erichtigen\u201c Regenf\u00e4lle sind in ganz Tsavo bisher ausgeblieben, so dass die Waisen und auch alle Wildtiere, eine lange und harte Trockenzeit vor sich haben, wenn es nicht doch noch zu au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Niederschl\u00e4gen kommt. Trotzdem haben die Waisen das Beste aus dem sporadischen Niesel gemacht, der zumindest ab und an f\u00fcr ein bisschen Gr\u00fcn sorgte.<\/p>\n<p>Wir freuen uns \u00fcberschw\u00e4nglich, dass <b>Ndaras<\/b> Pfeilwunden gut verheilen. Sie kann inzwischen aus ihrem Krankenlager aufstehen und im Stallgel\u00e4nde grasen. Abends kommt sie dann immer selbst\u00e4ndig wieder in den Stall zur\u00fcck. Sie genie\u00dft die Gesellschaft der J\u00fcngeren, die sie jeden Morgen und Abend besuchen.<\/p>\n<p><b>Emily<\/b>, <b>Edie<\/b>, ihre beiden Babies und die anderen Ex-Waisen aus ihrer Herde, statteten den Voi-Waisen am 3. Mai einen Besuch ab, und alle waren versessen darauf, mit den Babies <b>Eve<\/b> und <b>Ella<\/b> zu spielen. Ihre Kinderm\u00e4chen aber (dieses Mal <b>Icholta<\/b> und <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b>) hielten \u00fcberhaupt nichts davon! Kurze Zeit sp\u00e4ter tauchte Big Boy <b>Lolokwe<\/b> auf, aber sein pl\u00f6tzliches Erscheinen versetzte die Waisen in Angst und Schrecken, so dass sie augenblicklich fl\u00fcchteten. <b>Lolokwe<\/b> versuchte, ihnen die Angst zu nehmen und lief ihnen nach, aber sorgte lediglich daf\u00fcr, dass die Waisen noch schneller vor ihm wegrannten. Irgendwann gab er auf und begr\u00fc\u00dfte stattdessen lieber die Ex-Waisen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Dabasa-lft-Shima-once-again-smell-Icholta-genitals.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Dabasa lft &amp; Shima once again smell Icholta genitals\" border=\"0\" alt=\"Dabasa lft &amp; Shima once again smell Icholta genitals\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Dabasa-lft-Shima-once-again-smell-Icholta-genitals_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Icholta<\/b>, von der die Keeper glauben, dass sie hochtragend ist, kam am 7. Mai zu den Waisen, die gerade am Fu\u00dfe von Mazinga Hill grasten. <b>Dabassa<\/b> und <b>Shimba<\/b> waren au\u00dferordentlich interessiert an ihren Genitalien &#8211; ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Geburt ihres K\u00e4lbchens kurz bevor steht. Kurz darauf begab sie sich zur Stalltr\u00e4nke, stillte ihren Durst und holte sich eine Portion Kopra (Kokoskuchen) ab, bevor sie zu den Ex-Waisen zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p>Am 14. Mai &#8211; die Waisen waren kurz vor der Suhle angekommen &#8211; st\u00fcrmte eine vier- bis f\u00fcnfj\u00e4hrige Elefantenkuh aus einer wilden Herde ungehemmt auf die Waisen zu, die sie alle aufgeregt begr\u00fc\u00dften. Die Keeper glauben, dass es sich hier um Elefantenwaise <b>Shira<\/b> handelte, die sie schon einige Jahre nicht gesehen hatten, aber sie sind sich nicht 100%-ig sicher. Die Elefantendame verstand sich ausgezeichnet mit den Waisen, aber von den Keepern hielt sie sicheren Abstand. <b>Shira<\/b> war nur kurze Zeit in Nairobi gewesen, bevor man sie nach Voi gebracht hatte. Sie hatte sich sehr schnell einer wilden Herde angeschlossen und war nie sehr vertraut mit ihrer menschlichen Ersatzfamilie. <b>Lesanju<\/b> und <b>Sinya<\/b>, die Leitk\u00fche der Voi-Herde, waren allerdings skeptisch. Vermutlich bef\u00fcrchteten sie, dass sie nun ihre Position an die \u00e4ltere Elefantenkuh abgeben mussten. <b>Shira<\/b> begleitete die Waisen wie fr\u00fcher zur\u00fcck zum und sogar <i>in<\/i> den Stall &#8211; allerdings immer darauf bedacht, den Keepern nicht zu nahe zu kommen. Einige Tage sp\u00e4ter, rannte sie sogar einen der Keeper um! Und wiederum einige Tage sp\u00e4ter entschloss sie sich, doch wieder zu ihrer wilden Herde zur\u00fcck zu kehren. Die war gerade in der N\u00e4he und nahm sie freudig wieder auf. Sie kamen noch einmal am Schlammbad vorbei, suhlten sich kurz und liefen anschlie\u00dfend in Richtung Voi-Fluss davon. Die Keeper waren erleichtert, denn der pl\u00f6tzliche Besuch der inzwischen ziemlich wilden <b>Shira<\/b> hat sie doch sichtlich verunsichert! <b>Mpenzi<\/b> und ihre beiden in der Wildnis geborenen K\u00e4lbchen Asante und Mzuri wurden im Mai beim Grasen an der Wasserleitung nahe der Voi Safari-Lodge gesichtet und schienen alle in Topform.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Shira-running-to-join-voi-orphans-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Shira running to join voi orphans (1)\" border=\"0\" alt=\"Shira running to join voi orphans (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Shira-running-to-join-voi-orphans-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Dynamik in der Waisengruppe ist immer wieder auf\u2019s Neue interessant. Die jungen Bullen sind st\u00e4nding in Kr\u00e4ftemessen verwickelt, und besonders <b>Tassia<\/b> erfindet immer wieder neue Angriffstaktiken gegen seinen Erzrivalen <b>Taveta<\/b>. Eines Tages schlich er sich aus dem Hinterhalt an <b>Taveta<\/b> heran, der gerade mit dem Aufstieg von Mazinga Hill besch\u00e4ftigt war. <b>Tassia<\/b> brachte ihn zu Fall und <b>Taveta<\/b> stolperte den Hang hinunter, so dass die Keeper ihm nachliefen, um zu sehen, ob er sich verletzt atte und Hilfe brauchte. <b>Tassia<\/b> &#8211; in weiser Voraussicht &#8211; trat w\u00e4hrenddessen schon einmal den R\u00fcckzug an, um einem m\u00f6glichen Racheakt zu entgehen! Der kam aber nicht sofort, und die beiden schienen recht friedlich miteinander w\u00e4hrend des Schlammbades. Aber <b>Taveta<\/b> wollte nur Zeit schinden, und wie wir wissen, vergisst ein Elefant nie! <b>Sinya<\/b> versuchte vergebens, <b>Lesanju<\/b> ihre F\u00fchrungsrolle abspenstig zu machen, w\u00e4hrend <b>Layoni<\/b> gelernt hat, seine Flasche selber zu halten. Er stibitzt sie den Keepern aus der Hand und rennt auf und davon, um sie weit weg von den anderen auszutrinken, damit sie ihm ja keiner wieder wegnehmen konnte! <b>Dabassa<\/b>, <b>Rombo<\/b> und <b>Layoni<\/b> haben sich gut in die Voi-Gruppe integriert. <b>Dabassa<\/b> und <b>Rombo<\/b> sind immer noch die besten Freunde, w\u00e4hrend sich <b>Mzima<\/b> mit <b>Shima<\/b> angefreundet hat. Diese Freundschaft h\u00e4lt aber immer nur bis zum T\u00e4glichen Ringkampf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Layoni-riding-onto-Taveta-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Layoni riding onto Taveta (1)\" border=\"0\" alt=\"Layoni riding onto Taveta (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Layoni-riding-onto-Taveta-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Suhle ist immer wieder Schauplatz von Rangeleien; man sitzt aufeinander, taucht sich (oder den anderen) unter, und dann und wann sieht man einen R\u00fcssel wie eine Art Periskop an der Wasseroberfl\u00e4che auftauchen. Oftmals heftige Kabbeleien verunsichern die j\u00fcngeren Herdenmitglieder, wie zum Beispiel <b>Emsaya<\/b>, die lieber ein bisschen entfernt vom Trubel badet. <b>Wassessa<\/b> war der Meinung, dass <b>Kenia<\/b> <b>Emsaya<\/b> (ihrem Lieblingsbaby) zu viel Aufmerksamkeit schenkt und schritt eines Tages ein. <b>Emsaya<\/b> hat in der Zwischenzeit <b>Tassias<\/b> Platz als <b>Wasessas<\/b> Sch\u00fctzling eingenommen. <b>Kivuko<\/b> hat ordentlich an Gewicht zugelegt und ist ein \u00e4u\u00dferst friedlicher und freundlicher Zeitgenosse.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kivuko-on-milk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kivuko on milk\" border=\"0\" alt=\"Kivuko on milk\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/Kivuko-on-milk_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Layoni<\/b> und <b>Dabassa<\/b> zeigten gro\u00dfes Interesse an den Eiern einiger bodenbr\u00fctenden V\u00f6gel, wurden aber von den Keepern verscheucht, damit sie mit den Eiern nicht Fu\u00dfball spielten und sie schlie\u00dflich zerbrachen. Am meisten Zeit verbrachten die Waisen in diesem Monat allerdings mit der Futtersuche. Viele Male stiegen sie auf den Gipfel von Mazinga Hill hinauf, wo auch in trockenen Zeiten noch saftiges Gr\u00fcnfutter zu wachsen scheint. Die Elefanten, ganz besonders die Bullen, lassen sich an diesen Tagen immer besonders viel Zeit mit dem Abstieg und verzichten manchmal sogar auf ihre mitt\u00e4gliche Milchmahlzeit. Eines Abends kamen sie erst weit nach Einbruch der Dunkelheit in den Stall zur\u00fcck und das auch nur, weil die Keeper ausdauernd nach ihnen riefen. Offensichtlich werden unsere Jungs selbst\u00e4ndiger.<\/p>\n<p>Die Waisen grasen des \u00c3\u2013fteren inmitten einer Gruppe Impalas, die sie inzwischen gut kennen. Manchmal spielen sie auch Fangen mit den Antilopen, zumindest bis der Bock der Herde einen lautstarken Ruf ausst\u00f6\u00dft! Alles in Allem war es ein fr\u00f6hlicher Monat f\u00fcr die Voi-Gruppe und unsere Waisen sind alle munter und wohlauf. Jetzt, da die Trockenzeit den G\u00fcrtel wieder enger schnallt, f\u00fcttern wir den Elefanten wieder Luzerne und Milchw\u00fcrfel zu, damit sie nicht an Gewicht verlieren.<\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Mai 2012<\/b><\/p>\n<p>Wie in Voi, so hat es auch in Ithumba kaum geregnet &#8211; bis auf einen heftigen Sturm mit ca. 50 mm Niederschlag, der einen Hauch Gr\u00fcn brachte, gab es kaum Wasser. Die n\u00e4chste Regenzeit (zumindest in der Theorie) ist nicht vor November zu erwarten, so dass den Wildtieren wieder eine lange Trockenperiode bevorsteht.<\/p>\n<p><b>Mulika<\/b> und ihr Baby <b>Mwende<\/b> waren in diesem Monat unsere Sorgenkinder. <b>Mulika<\/b> kam am 20. Mai in Stalln\u00e4he und wartete unter einem Baum, als ob sie die Aufmerksamkeit der Keeper auf sich lenken wollte. Bei n\u00e4herem Hinschauen fiel den Keepern auf, dass ihr rechtes Ohr von einem scharfen Gegenstand verletzt worden war. Ein weiterer Hinweis darauf war das Blut, das auf ihrer rechten Schulter klebte. Die Keeper streuten ein wenig antibiotisches Pulver auf das Loch im Ohr und lockten sie in ihren fr\u00fcheren Stall zur\u00fcck, wo sie beobachtet werden konnte. Schlie\u00dflich musste man von einem Giftpfeil ausgehen! Als sie am n\u00e4chsten Morgen keinerlei Anzeichen einer Vergiftung zeigte, konnte man davon ausgehen, dass selbst wenn die Wunde von einem Giftpfeil stammte, nichts davon in ihre Blutbahn gelangt war. <b>Mulika<\/b> machte sich dann mit den Waisen zusammen auf den Weg, die wenig sp\u00e4ter noch auf <b>Lualeni<\/b> stie\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/mulika-her-baby-in-stockade-7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"mulika &amp; her baby in stockade (7)\" border=\"0\" alt=\"mulika &amp; her baby in stockade (7)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/mulika-her-baby-in-stockade-7_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sechs Tage sp\u00e4ter war <b>Mulika<\/b> mit ihrem Baby, den Ex-Waisen und ein paar wilden Artgenossen am Schlammbad. Die Keeper bemerkten, dass die kleine <b>Mwende<\/b> irgendwie \u201em\u00fcde\u201c wirkte und stark an Gewicht verloren hatte. Sie vermuteten, dass <b>Mulika<\/b> nicht genug Milch mehr hatte und riefen beim Trust in Nairobi an, von wo aus eine Extra-Charge Zusatzfutter in den Flieger gelanden wurde, der eine US-Delegation nach Ithumba bringen sollte. (In der Zwischenzeit heckte Ex-Waise <b>Chyulu<\/b> einen Plan aus, der wieder einmal die Schlauheit der Elefanten demonstrierte: Sie blieb bei den Waisen, als ihre Gruppe abends aufbrach, st\u00fcrmte in den Vorratsstall, klaute ein paar der leckeren Grewia-Zweige und rannte auf und davon, noch bevor die Keeper sie erwischen konnten!)<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, dem 27. Mai, brachte <b>Mulika<\/b> ihr Baby zur\u00fcck zum Stallgel\u00e4nde &#8211; dieses Mal begleitet von den Kinderm\u00e4dchen <b>Galana<\/b> und <b>Lualeni<\/b>. <b>Mulika<\/b> bekam eine Extra-Portion Luzerne und Milchw\u00fcrfel, in der Hoffnung, ihre Milchproduktion damit wieder anzukurbeln. Es war durchaus m\u00f6glich, dass der Zwischenfall mit dem Ohr zu viel Aufregung f\u00fcr sie gewesen war. Es war r\u00fchrselig zu beobachten, dass der Rest der Ex-Waisen sp\u00e4ter am Nachmittag auftauchte und sehr besorgt um <b>Mulika<\/b> und ihr Baby zu sein schien. Sie nahmen beide sp\u00e4ter wieder mit, doch am Abend waren <b>Mulika<\/b> und <b>Mwende<\/b> zur\u00fcck im Stall und gingen erst wieder, als sie eine handvoll Supplemente bekommenhatten.<\/p>\n<p>Schon am n\u00e4chsten Morgen waren die Ex-Waisen zur\u00fcck an der Stalltr\u00e4nke &#8211; nur dieses Mal ohne <b>Mulika<\/b> und ihr K\u00e4lbchen. <b>Wendi<\/b> lehrte <b>Kilaguni<\/b> eine Lektion Ringkampftechnik und sp\u00e4ter, als die Ex-Waisen sich auf dem Weg in den Busch machten, trafen sie <b>Mulika<\/b> und ihr Baby, die auf dem Weg zum Stallgel\u00e4nde waren. <b>Wendi<\/b> und <b>Galana<\/b> setzten sich von <b>Yattas<\/b> Herde ab und kamen mit den beiden zur\u00fcck zum Stall, wo <b>Mulika<\/b> sich an dem Gr\u00fcnfutter satt fra\u00df. Die Keeper berichteten, dass <b>Mwende<\/b> schon viel besser aussah und die Zuf\u00fctterung schien ihren gew\u00fcnschten Effekt zu zeigen. (2009 haben wir das Gleiche f\u00fcr <b>Emily<\/b> und <b>Edie<\/b> getan, damit ihre Babies die schlimme Trockenzeit \u00fcberstehen konnten.)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/kilaguni.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"kilaguni\" border=\"0\" alt=\"kilaguni\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/kilaguni_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Mulika<\/b> war auch am n\u00e4chsten Morgen wieder da, und zwar so fr\u00fch, dass sie selber das Tor zum Stallgel\u00e4nde \u00f6ffnen musste. Als sie satt war, gesellte sie sich zu den Waisen, die noch an ihrer Luzerne fra\u00dfen. (Die Waisen haben sich schon angew\u00f6hnt, sich morgens in einer Reihe vor dem Luzerne-Lager anzustellen, wo die Schubkarre mit dem leckeren Gr\u00fcnzeug stand. Wenn die Karre mit ihrer Tagesration hinausgefahren wurde, liefen alle nebenher, damit ja keiner zu kurz kam, wenn das Futter abgeladen wurde.) <b>Mulika<\/b> ging anschlie\u00dfend mit den Waisen in den Busch, war aber gegen 13 Uhr zur\u00fcck f\u00fcr eine weitere Zwischenmahlzeit &#8211; und am Abend f\u00fcr eine Dritte. Das dritte Mal wurde sie von Ex-Waise <b>Makena<\/b> begleitet, die offenbar alles nicht aus altruistischen Gr\u00fcnden mitgekommen war und auf eine Nascherei spekulierte. Dem nicht genug, sie versuchte sogar, eine Nacht (bei den Luzerne-Resten) in <b>Mulikas<\/b> Stall zu bleiben, indem sie am n\u00e4chsten Tag auf <b>Mulika<\/b> und <b>Mwende<\/b> wartete, bis die auf demWeg zum Stall waren. Pech f\u00fcr <b>Makena<\/b>, denn just an diesem Tag war <b>Mulika<\/b> fr\u00fcher dran als sonst, dieses Mal in Begleitung vom wilden Rekruten Mgeni, der an der Tr\u00e4nke wartete, bis <b>Mulika<\/b> und ihr Baby mit Fressen fertig waren. Als <b>Makena<\/b> sp\u00e4ter auftauchte, war das Gatter schon geschlossen, so dass sie drau\u00dfen mit Mgeni warten musste. Aber sie hatte Gl\u00fcck im \u201eUngl\u00fcck\u201c, denn zum Schluss bekam sie noch ein paar Luzerne-Reste zum Naschen. <b>Mulika<\/b> und <b>Mwende<\/b> hatten es an diesem Tag nicht eilig, fortzukommen, warteten unter einem Baum und begr\u00fc\u00dften die Waisen, als diese zur\u00fcck von der Suhle kamen. Erst viel sp\u00e4ter begaben sie sich wieder zu <b>Yattas<\/b> Gruppe der Ex-Waisen.<\/p>\n<p>Es vergeht kaum ein Tag, an dem <b>Kilaguni<\/b> und <b>Kandecha<\/b> &#8211; ihrerseits allerbeste Freunde &#8211; nicht zusammen \u201etrainieren\u201c. Eines Tages wurde ihr Training j\u00e4h von zwei fl\u00fcchtenden Dikdiks unterbrochen! <b>Sabachi<\/b> mischt ebenfalls manchmal bei den Ringk\u00e4mpfen mit. Die Waisen hatten diesen Monat viel Kontakt zu ihren ausgewilderten Artgenossen, den Ex-Waisen, die entweder einzeln, in Splittergruppen oder mit <b>Yattas<\/b> ganzer Herde in der N\u00e4he waren. Manchmal trafen sie sich an der Suhle, wie auch am 1. Mai, als <b>Chyulu<\/b> sich in die Reihe der hungrigen M\u00e4uler einreihte, die auf ihre Milchflasche warteten. Sie stand mit ge\u00f6ffnetem Mund da und versuchte die Keeper davon zu \u00fcberzeugen, ihr auch eine Flasche zu geben! Aber das hatte <b>Ithumbah<\/b> schon vor ihr versucht &#8211; ebenfalls ohne Erfolg! Die Ex-Waisen waren am 5. Mai eine halbe Stunde mit den J\u00fcngsten im Busch und schon am 6. Mai wieder im Stallgel\u00e4nde. An diesem Tag schubste Yetu, <b>Yattas<\/b> Baby, <b>Melia<\/b>, die emp\u00f6rt zur\u00fcckschubste &#8211; gl\u00fccklicherweise unbemekrt von <b>Yatta<\/b> und den Kinderm\u00e4dchen, die sich gerade im Dreck w\u00e4lzten. <b>Lualeni<\/b> kam am 16. alleine und war besonders interessiert an <b>Ololoo<\/b>, der ihre Zuneigung nur zu gern erwidert. Mgeni und Kijana, zwei wilde Bullen, sind inzwischen fester Bestandteil von <b>Yattas<\/b> Herde, ebenso wie andere wilde Elefanten von Zeit zu Zeit mit der Gruppe unterwegs sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/chyulu-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"chyulu (1)\" border=\"0\" alt=\"chyulu (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/chyulu-1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Murka<\/b> war au\u00dfer sich, als am 10. Mai ein paar Wildhunde zum Saufen an die Stalltr\u00e4nke kamen. Gemeinsam mit Kandecha ging sie auf Angriff, bis <b>Kandecha<\/b> die Nerven verlor! <b>Murka<\/b> hegt eine tiefe Abeneigung gegen\u00fcber alles und jedem, was aussieht wie eine Hy\u00e4ne. Wahrscheinlich erinnert sie sich an die Hy\u00e4nen, die sie belagerten als sie gerade ihre Mutter verloren und einen Speer in ihrer Stirn stecken hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ithumba-Waisen und ihre Keeper war es ein kurzlebiger Monat und zum Gl\u00fcck waren am Ende alle gesund und gl\u00fccklich; selbst <b>Mulikas<\/b> Baby sah wieder viel gesunder aus und ihre Milchproduktion scheint wieder zu funktionieren. Alle unsere Ex-Waisen werden in den n\u00e4chsten Monaten Luzerne bekommen, sollte die Trockenzeit zu stark an ihren Reserven zehren.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-waisen-im-mai\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Mai 2012 Barsilinga litt in diesem Monat an den \u00fcblichen Begleiterscheinung der ersten Zahnung (Durchfall) und musste mit einem Antibiotikum behandelt werden. Eine anschlie\u00dfende Blutuntersuchung ergab eine erniedrigte Zahl wei\u00dfer Blutk\u00f6rperchen, was auf eine Virusinfektion hindeutete. Diese wurde hom\u00f6opathisch behandelt. 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