{"id":3028,"date":"2012-06-30T11:56:00","date_gmt":"2012-06-30T10:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3028"},"modified":"2017-05-01T09:30:06","modified_gmt":"2017-05-01T08:30:06","slug":"brutale-wilderer-weiter-auf-dem-vormarsch-rettet-die-elefanten-afrikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/brutale-wilderer-weiter-auf-dem-vormarsch-rettet-die-elefanten-afrikas\/","title":{"rendered":"Brutale Wilderer weiter auf dem Vormarsch: Rettet die Elefanten Afrikas!!!"},"content":{"rendered":"<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u>Artensch\u00fctzer schlagen Alarm:<\/u><\/b><\/p>\n<p><b>2011 war das schlimmste Jahr f\u00fcr die Elefanten seit zwei Jahrzehnten<\/b>; allein in zwei Wochen wurden \u00fcber 3000 Sto\u00dfz\u00e4hne konfisziert. Unschwer, sich auszumalen, welche traurige Jahresbilanz daraus folgt. In Zentralafrika gelten die Populationen bereits als extrem gef\u00e4hrdet, in Kamerun beispielsweise wurden innerhalb weniger Wochen hunderte von Elefanten niedergemetzelt. Auch in Ostafrika, vor allem in Kenia, hat die Wilderei neue Rekordh\u00f6hen erreicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/000200klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"[000200]klein\" border=\"0\" alt=\"[000200]klein\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2012\/06\/000200klein_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit ist das \u00dcberleben des gr\u00f6\u00dften Lands\u00e4ugetieres der Erde in Afrika weiterhin massiv bedroht: In den 80er Jahren verlor der Kontinent die H\u00e4lfte seiner Elefanten &#8211; mehr als 600 000 Tiere. Sie mussten ihr Leben lassen, weil die Gier nach dem \u201ewei\u00dfen Gold\u201c nicht zu stoppen war. Allein Kenia verlor damals 85 Prozent seiner Elefantenherden. <\/p>\n<p>Inzwischen hat sich die Zahl der Afrikanischen Elefanten auf weniger als 500 000 verringert. Deshalb nochmals unser Appell an alle ElefantenfreundInnen und an alle Menschen, denen das Fortbestehen der Natur, der Vielfalt der Arten ein Anliegen ist: So weit darf es nicht wieder kommen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u>Was k\u00f6nnen wir tun?<\/u><\/b><\/p>\n<p><b>Ein neues weltweites Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein kann die existenzielle Bedrohung der Elefanten verringern &#8211; ein Handelsverbot ohne jegliche Ausnahmen. Helfen Sie uns, unterschreiben Sie eine Petition und fordern Sie die deutschen Delegierten des n\u00e4chsten CITES-Treffens auf, im M\u00e4rz 2013 ohne Wenn und Aber gegen jegliche Ausnahmegenehmigungen zu stimmen. <\/b><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u>Warum das \u00dcberleben der Elefanten nur so gesichert werden kann?<\/u><\/b><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil des gewilderten Elfenbeins geht nach Asien, meistens nach China, wo der Elfenbeinpreis inzwischen wieder Rekordh\u00f6hen erreicht hat &#8211; bis zu 1800 US-Dollar pro Kilo. M\u00f6glich geworden sind die m\u00f6rderischen Raubz\u00fcge vor allem durch diverse Ausnahmegenehmigungen, die nach dem absoluten Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein im Jahr 1989 durch die Konferenz des Washingtoner Artenschutz\u00fcbereinkommens (CITES) erteilt wurden. Damit bekamen zuletzt 2008 die s\u00fcdafrikanischen Staaten Namibia, Botswana, Simbabwe und S\u00fcdafrika die Erlaubnis, Lagervorr\u00e4te von etwa 100 Tonnen legal gewonnenem Elfenbein (\u201ekontrolliert\u201c get\u00f6tete oder eines nat\u00fcrlichen Todes gestorbene Tieren) nach Japan und China zu verkaufen. Und dann geschah genau das, was Artenschutz-Vereine wie \u201eRettet die Elefanten Afrikas e.V.\u201c vorhergesagt hatten: Der eingeschr\u00e4nkte Handel, nur schwer oder gar nicht genau zu kontrollieren, uferte aus, steigende Schwarzmarktpreise f\u00f6rderten afrikaweit immer neue Wilderei und Sto\u00dfzahn-Schmuggel, zum Beispiel per Schiff von Mombasa aus Richtung Asien. <\/p>\n<p>Es darf also nicht angehen, dass eine erneute Lockerung des Handels f\u00fcr die s\u00fcdlichen L\u00e4nder Afrikas gefordert wird, weil dadurch angeblich dringend erforderliches Geld f\u00fcr bessere Schutzma\u00dfnahmen eingenommen werden kann. <\/p>\n<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u><\/u><\/b><\/p>\n<p><b><u>Was bewirkt ein absolutes Handelsverbot? <\/u><\/b><\/p>\n<p>Die CITES-Entscheidung von 1989 &#8211; Gr\u00fcndungsjahr des Vereins \u201eRettet die Elefanten Afrikas eV.\u201c &#8211; hat gezeigt: Nach der Verabschiedung des absoluten Handelsverbots fiel der Elfenbeinpreis in den Keller, der Anreiz f\u00fcr die Wilderer, ihr Leben bei der Elefantenjagd zu riskieren, war irgendwann nicht mehr vorhanden &#8211; die Elefantenherden begannen, sich von dem Gemetzel der Vergangenheit zu erholen. Erst die Ausnahmegenehmigungen der Jahre 1999 und 2008 machten es m\u00f6glich, \u00fcberhaupt wieder mit Elfenbein zu handeln. Mit der dramatischen Konsequenz, dass auch der Schwarzmarkt wieder bl\u00fchte, dass erneut Elefanten niedergemetzelt wurden. Ein Beispiel aus Kenia, aus der Tsavo Conservation Area &#8211; traditionell ein Gebiet, das als Gradmesser f\u00fcr das Ausma\u00df der Wilderei angesehen werden kann: Dort wurden zwischen 1990 und 1998 lediglich 32 F\u00e4lle von Elfenbein-Wilderei gemeldet, zwischen 1999 und 2009 dagegen mussten bereits 236 Elefanten sterben &#8211; ein Anstieg von mehr als 700 Prozent.<\/p>\n<p>Last not least: Neben der absurden Behauptung, es g\u00e4be l\u00e4ngst \u201eviel zu viele Elefanten in Afrika\u201c h\u00f6rt man immer wieder das Argument: \u201eZumindest in China oder Japan k\u00f6nnte ich ja wohl Elfenbein kaufen, dort ist der Handel ja offiziell erlaubt.\u201c Auch damit muss endlich Schluss sein. <b>Jede Form der Nachfrage provoziert neue Angebote. Und jedes St\u00fcck Elfenbein bedeutet den Tod eines Elefanten.<\/b><\/p>\n<p>Ein weltweites Handelsverbot f\u00fcr 20 Jahre jedoch, wie es viele afrikanische Staaten forderten, wurde 2010 von den Delegierten der letzten CITES-Konferenz abgelehnt. Beschlossen wurde eine neunj\u00e4hrige Pause f\u00fcr weitere Ausnahmeverk\u00e4ufe. F\u00fcr Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife ist das Augenwischerei: \u201eDas Moratorium gilt nur f\u00fcr die vier L\u00e4nder, die bereits ihre Lagerbest\u00e4nde leer r\u00e4umen durften &#8211; andere L\u00e4nder k\u00f6nnen dagegen den Elefantenschutz weiter torpedieren.\u201c <\/p>\n<p><b>Lassen Sie es nicht so weit kommen, stimmen Sie mit uns f\u00fcr die Elefanten!<\/b><\/p>\n<p>27. Mai 2012<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/brutale-wilderer-weiter-auf-dem-vormarsch-rettet-die-elefanten-afrikas\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artensch\u00fctzer schlagen Alarm: 2011 war das schlimmste Jahr f\u00fcr die Elefanten seit zwei Jahrzehnten; allein in zwei Wochen wurden \u00fcber 3000 Sto\u00dfz\u00e4hne konfisziert. Unschwer, sich auszumalen, welche traurige Jahresbilanz daraus folgt. In Zentralafrika gelten die Populationen bereits als extrem gef\u00e4hrdet, in Kamerun beispielsweise wurden innerhalb weniger Wochen hunderte von Elefanten niedergemetzelt. 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