{"id":31456,"date":"2021-11-28T14:39:24","date_gmt":"2021-11-28T12:39:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=31456"},"modified":"2021-11-28T14:39:24","modified_gmt":"2021-11-28T12:39:24","slug":"sidai-sorgt-fuer-aufregung-in-ithumba-und-noch-ein-baby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/sidai-sorgt-fuer-aufregung-in-ithumba-und-noch-ein-baby\/","title":{"rendered":"Sidai sorgt f\u00fcr Aufregung in Ithumba &#8211; und noch ein Baby!"},"content":{"rendered":"<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/news\/updates\/sidais-saga-and-birth-of-silas\">englischen Original<\/a>; alle Bilder &copy; Sheldrick Wildlife Trust)<\/em><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"\" width=\"70%\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/assets\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBNW9NQVE9PSIsImV4cCI6bnVsbCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--f6cc68e474758ceea485511f1f75f74a72d9a719\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCem9LYzJGMlpYSjdDam9LYzNSeWFYQlVPaEZ1YjE5emRXSnpZVzF3YkdWVU9nNXBiblJsY214aFkyVlVPaFJ2Y0hScGJXbDZaVjlqYjJScGJtZFVPZ3h4ZFdGc2FYUjVhVVk2RTNKbGMybDZaVjkwYjE5bWFXeHNXd2RwQW13SGFRSWdBdz09IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJ2YXJpYXRpb24ifX0=--154957a2f0d526d0b6123e1275208f69430628f2\/sidai_treatment-4.jpg\"\/><\/center><\/p>\n<p>Alles, was sich in den letzten Wochen rund um die Ex-Waisen in Ithumba so zugetragen hat, wird von der neuesten Geschichte von Sidai vielleicht noch einmal \u00fcbertroffen. Sie zeigt, wie schlau Elefanten sind und gibt noch einmal Anlass zur Freude \u00fcber eine neue Geburt!<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7QrILsD1MxU\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/center><\/p>\n<p>In den letzten paar Wochen hat es in Ithumba einen regelrechten Baby-Boom bei den Ex-Waisen gegeben: Seit dem 18. Oktober, an dem Kinna ihr neues Kalb Kaia zur Welt brachte, wurde jede Woche eine neues Baby geboren: Naserians erstes Kalb Njema, Nasalots zweiter Sohn Noah, Yattas drittes Kalb Yogi und schlie\u00dflich Sunyeis zweites Baby Saba.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Weil Elefanten eine lange Tragezeit von 22 Monaten haben, war es zu Beginn all dieser Schwangerschaften eine herrliche Zeit: in Tsavo gab es innerhalb weniger Monate so viel Regen wie sonst in einem ganzen Jahr nicht! Und jetzt, da all diese K\u00e4lber auf der Welt sind, sollte eigentlich wieder Regenzeit sein &#8211; was man allerdings leider nicht behaupten kann. Der Tsavo-Nationalpark ist noch immer im Griff einer gnadenlosen D\u00fcrre, und alle hoffen, dass der Regen doch noch kommt. Wegen dieser schwierigen Bedingungen haben die M\u00fctter unter den Ex-Waisen die gute Entscheidung getroffen, in der N\u00e4he der Auswilderungsstation zu bleiben, wo sie sich sicher sein k\u00f6nnen, regelm\u00e4\u00dfig Luzernenheu und Wasser zu bekommen.<\/p>\n<p>Auch wenn die Ex-Waisen h\u00e4ufig in kleineren Gruppen unterwegs sind, ist doch Yatta die Leitkuh von ihnen allen. Weil sie in der N\u00e4he blieb, lie\u00dfen sich sicherlich auch die anderen schnell \u00fcberzeugen, nicht weit in den Nationalpark hinaus zu wandern. So waren am 20. November ganze 17 der 19 in der Wildnis geborenen K\u00e4lber der Ex-Waisen an den Stallungen, nat\u00fcrlich gemeinsam mit ihren M\u00fcttern und begleitet von etlichen anderen, auch wilden Elefanten. Die einzigen, die fehlten, waren Sidai mit ihrer Tochter Sita sowie Chyulu mit ihrem Sohn Cheka. Diese beiden waren allerdings schon immer eher unabh\u00e4ngige Geister und kamen nur sehr unregelm\u00e4\u00dfig in Ithumba vorbei. Das letzte Mal waren sie vor fast einem Jahr da gewesen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"\" width=\"70%\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/assets\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBNWNNQVE9PSIsImV4cCI6bnVsbCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--5939ad88939cbeec804ce11fb2a4bfd5af035492\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCem9LYzJGMlpYSjdDam9LYzNSeWFYQlVPaEZ1YjE5emRXSnpZVzF3YkdWVU9nNXBiblJsY214aFkyVlVPaFJ2Y0hScGJXbDZaVjlqYjJScGJtZFVPZ3h4ZFdGc2FYUjVhVVk2RkhKbGMybDZaVjkwYjE5c2FXMXBkRnNIYVFMQUEya0NoQUk9IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJ2YXJpYXRpb24ifX0=--92004dc97675489b5a8cd3f5a5126f0cc4733d11\/sidai_treatment-1.jpg\"\/><\/center><\/p>\n<p>Am Nachmittag verschwanden pl\u00f6tzlich alle langsam wieder in der Wildnis. Yatta musste das Zeichen zum Aufbruch gegeben haben, auch wenn nicht ganz klar schien, warum. Daher war die \u00dcberraschung bei den Keepern gro\u00df, als zwei Tage sp\u00e4ter, am 22. November Yatta, Chyulu und Sidai morgens geduldig vor den Stallungen warteten. All ihre K\u00e4lber, Yetu, Yoyo, Yogi, Cheka und Sita waren ebenfalls mit von der Partie &#8211; und dazu noch ein Neuzugang: Sidai hatte einen kleinen Bullen geboren, der erst wenige Tage alt war! Er wurde Silas genannt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Freude wurde aber schnell getr\u00fcbt, als die Keeper sahen, dass Sidai eine deutliche Pfeilwunde an der rechten Seite hatte! Sie sahen alle ersch\u00f6pft und d\u00fcnn aus, als ob sie in kurzer Zeit ein langes St\u00fcck gelaufen waren. Niemand wei\u00df, was wirklich vorgefallen war, aber vermutlich hatten Sidai und Chyulu beschlossen, in Ithumba Hilfe zu suchen, nachdem sie von dem Pfeil getroffen worden war. Yatta und ihre Herde mussten sie unterwegs getroffen haben, und als Yatta als erfahrene Leitkuh den Ernst der Lage erkannte, hatte sie den Rest ihrer Herde in den guten H\u00e4nden ihrer Helferinnen gelassen, um Sidai und Chyulu zur Auswilderungsstation zu eskortieren.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"\" width=\"70%\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/assets\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBNVlNQVE9PSIsImV4cCI6bnVsbCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--0e0f82e5327d1071da2c3062d75fdde34b6281c1\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCem9LYzJGMlpYSjdDam9LYzNSeWFYQlVPaEZ1YjE5emRXSnpZVzF3YkdWVU9nNXBiblJsY214aFkyVlVPaFJ2Y0hScGJXbDZaVjlqYjJScGJtZFVPZ3h4ZFdGc2FYUjVhVVk2RkhKbGMybDZaVjkwYjE5c2FXMXBkRnNIYVFMQUEya0NoQUk9IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJ2YXJpYXRpb24ifX0=--92004dc97675489b5a8cd3f5a5126f0cc4733d11\/sidai_treatment-5.jpg\"\/><\/center><\/p>\n<p>Aller Wahrscheinlichkeit nach passierte dies alles am Tiva-Fluss, wo die einzige Stelle in der weiteren Umgebung von Ithumba (auch wenn es bis dorthin etliche Kilometer sind) ist, an der in dieser Zeit noch Wasser zu finden ist. Gerade f\u00fcr eine Kuh mit kleinen K\u00e4lbern ist es sehr wichtig, Wasser in der N\u00e4he zu haben. Als Sidai von dem Pfeil getroffen wurde, sah sie sich wohl vor eine schwierige Entscheidung gestellt: sollte sie am Fluss bleiben, wo es genug Wasser gab, aber ihr die Wunde von dem vergifteten Pfeil wom\u00f6glich lebensgef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte, oder den langen Weg durch ausgetrocknetes Land nach Ithumba wagen. Das Wohlergehen von Sita und ihres neuen kleinen Bullen Silas hing an ihrem \u00dcberleben, und so machte sie sich schlie\u00dflich mit den beiden kleinen auf den gef\u00e4hrlichen Weg dorthin, wo sie einmal zuhause war.<\/p>\n<p>Als Chef-Keeper Benjamin Sidais Wunde sah, alarmierte er unverz\u00fcglich seine Kollegen. Ein Pilot flog sofort nach Voi, um Dr. Poghon, der die dortige Tierarzteinheit leitet, zu holen. Um 9 Uhr war er bereits vor Ort in Ithumba, um Sidai zu behandeln.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"\" width=\"70%\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/assets\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBNWdNQVE9PSIsImV4cCI6bnVsbCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--89de4bcb2d1cebc444df8a643c2123572594cc59\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCem9LYzJGMlpYSjdDam9LYzNSeWFYQlVPaEZ1YjE5emRXSnpZVzF3YkdWVU9nNXBiblJsY214aFkyVlVPaFJ2Y0hScGJXbDZaVjlqYjJScGJtZFVPZ3h4ZFdGc2FYUjVhVVk2RkhKbGMybDZaVjkwYjE5c2FXMXBkRnNIYVFMQUEya0NoQUk9IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJ2YXJpYXRpb24ifX0=--92004dc97675489b5a8cd3f5a5126f0cc4733d11\/sidai_treatment-10.jpg\"\/><\/center><\/p>\n<p>Das erwies sich erstaunlicherweise als viel einfacher als gedacht. Die Ex-Waisen machten keinerlei Theater, als Dr. Poghon die Patientin bet\u00e4ubte und sich daran machte, die Pfeilspitze zu entfernen. Im Gegenteil, sie schauten ganz ruhig zu und verstanden voll und ganz, dass Sidai Hilfe brauchte, die sie jetzt bekam. Sie k\u00fcmmerten sich vorbildlich um Silas und Sita und schirmten die beiden vom Geschehen ab &#8211; fast als ob sie ihnen den Anblick der Behandlung ihrer Mutter ersparen wollten! Mwende, die Tochter von Ex-Waise Mulika, kam ebenfalls dazu und \u00fcbernahm das Babysitting; Mwende ist jetzt zehn Jahre alt &#8211; das allererste in der Wildnis geborene Kalb der Ex-Waisen in Ithumba &#8211; und war nie bei den Keepern der Auswilderungsstation in Pflege, doch sie verstand sehr gut, dass diese sich nach Kr\u00e4ften bem\u00fchten, Sidai zu helfen.<\/p>\n<p>Der Pfeil war tats\u00e4chlich vergiftet, aber zum Gl\u00fcck war die Wunde noch nicht alt und das Gift konnte sich noch nicht weit im K\u00f6rper ausbreiten. Dr. Poghon entfernte das Metall und behandelte die Wunde danach mit Antibiotika und entz\u00fcndungshemmenden Medikamenten. Zum Schluss wurde noch eine Portion gr\u00fcne Tonerde aufgetragen. Als Sidai wieder aufgeweckt worden war und sich aufgerappelt hatte, bekam sie von ihren Freunden ihre beiden Sch\u00e4tzchen zur\u00fcck. Sie schien sich sehr zu freuen, sie wieder umr\u00fcsseln zu k\u00f6nnen, und zeigte keinerlei Anzeichen von Problemen nach der Behandlung.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"\" width=\"70%\" src=\"https:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/assets\/representations\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaHBBNWtNQVE9PSIsImV4cCI6bnVsbCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--90011345b9412ef0848af8223f38e7463b03f347\/eyJfcmFpbHMiOnsibWVzc2FnZSI6IkJBaDdCem9LYzJGMlpYSjdDam9LYzNSeWFYQlVPaEZ1YjE5emRXSnpZVzF3YkdWVU9nNXBiblJsY214aFkyVlVPaFJ2Y0hScGJXbDZaVjlqYjJScGJtZFVPZ3h4ZFdGc2FYUjVhVVk2RkhKbGMybDZaVjkwYjE5c2FXMXBkRnNIYVFMQUEya0NoQUk9IiwiZXhwIjpudWxsLCJwdXIiOiJ2YXJpYXRpb24ifX0=--92004dc97675489b5a8cd3f5a5126f0cc4733d11\/sidai_treatment-20.jpg\"\/><\/center><\/p>\n<p>Sidai und Chyulu blieben den Rest des Tages in Ithumba und ruhten sich dort erst einmal aus. Sie futterten gutes Luzernenheu, und ihre Babys bekamen ordentlich Milch. So erholten sie sich von den letzten Tagen, die zweifellos ziemlich stressig f\u00fcr sie gewesen waren. Nach wenigen Tagen waren sie schon wieder bereit f\u00fcr neue Abenteuer, wobei sie aber doch h\u00e4ufiger an der Auswilderungsstation vorbei schauten und sich dort satt fressen konnten. Es ist beruhigend zu wissen, dass auch so unabh\u00e4ngige Ex-Waisen wie Sidai immer zu den Keepern zur\u00fcckkommen k\u00f6nnen, wenn sie Hilfe brauchen, und dies auch tun. Umso besser, wenn diese bei der Gelegenheit auch gleich noch ein neues Elefantenbaby begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnen &#8211; das 44. insgesamt bei den Ex-Waisen des Sheldrick Wildlife Trust und das 20. in Ithumba!<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/sidai-sorgt-fuer-aufregung-in-ithumba-und-noch-ein-baby\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(\u00fcbersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder &copy; Sheldrick Wildlife Trust) Alles, was sich in den letzten Wochen rund um die Ex-Waisen in Ithumba so zugetragen hat, wird von der neuesten Geschichte von Sidai vielleicht noch einmal \u00fcbertroffen. 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