{"id":328,"date":"2008-08-15T21:06:10","date_gmt":"2008-08-15T20:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=328"},"modified":"2008-12-07T08:55:11","modified_gmt":"2008-12-07T07:55:11","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juli\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Juli 2008<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p>Der 3. Juli wurde zu einem denkw\u00fcrdigen Tag in der Nursery. \u201e<strong>Wasessa<\/strong>\u201c, der 2-j\u00e4hrige Neuling, die so schwer zu beruhigen war und sich vor Menschen ungeheuer f\u00fcrchtete, war das erste Mal mit den anderen Waisen unterwegs, nachdem sie fast 2 Wochen im \u201eZ\u00e4hmungsstall\u201c verbracht hatte. Wir waren alle sehr gespannt, da wir nicht wussten ob sie die Flucht ergreifen, die Flaschenmilch aus der Hand eines Keepers im Busch annehmen und sich beim nachmitt\u00e4glichen Suhlen in Gegenwart der Besucher benehmen w\u00fcrde. W\u00e4hrend sich die anderen im Schlamm w\u00e4lzten, kam sie zur\u00fcck in ihren Stall, kehrte aber noch w\u00e4hrend der Besucherzeit zur\u00fcck und blieb inmitten der Gruppe. Sie trug ihre Ohren zwar den ganzen Tag aufgerichtet wie Platzteller, allerdings benahm sie sich tadellos, auch wenn sie die Anwesenheit von so vielen Menschen anfangs verst\u00f6rte und verunsicherte. Da die anderen so gut gelaunt blieben, verstand sie wohl, dass ihr niemand etwas B\u00f6ses wollte, und mit jedem Tag wurde sie ein bisschen ruhiger und gef\u00fcgiger.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong><\/strong><strong><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/08\/kenia2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/08\/kenia-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kenia\" width=\"164\" height=\"244\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Lempaute<\/strong> bem\u00fchte sich am Anfang sehr um <strong>Wasessas <\/strong>Freundschaft, doch nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass <strong>Siria<\/strong> offenbar <strong>Wassessas<\/strong> engster Vertrauter geworden war. <strong>Siria<\/strong> ist ein sehr liebevoller kleiner Bulle, der offenbar versteht, dass die j\u00fcngeren Babys einen Mutterersatz suchen, denn er nimmt es anstandslos hin, dass sowohl <strong>Kenia<\/strong> als auch Baby <strong>Kimana<\/strong> so lange an seinen Ohren saugen bis sie sich beruhigt haben. <strong>Wasessa<\/strong> h\u00e4tte wohl lieber seine uneingeschr\u00e4nkte Aufmerksamkeit und ist manchmal sichtlich genervt, wenn die zwei Babys die Ohren ihres besten Freundes so vereinnahmen. <strong>Siria<\/strong> st\u00f6rt es jedoch nicht, dass er offenbar ein m\u00e4nnlicher \u201eMutterersatz\u201c f\u00fcr die beiden Babys ist, denn er kann ihnen nur zu gut nachempfinden wie sie sich f\u00fchlen m\u00fcssen, nachdem sie erst k\u00fcrzlich ihre Mutter mitsamt der Familie verloren haben. Er wei\u00df auch um die Bed\u00fcrfnisse des winzigen <strong>Kimana<\/strong>, der zwar viel zu jung ist um zu verstehen, warum er keine Mutter hat, aber er vermisst sie trotzdem bitterlich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/08\/lemapute-with-dida3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Lemapute und Dida\" width=\"272\" height=\"406\" \/><\/p>\n<p><strong>Sinya<\/strong>, die nur unwesentlich j\u00fcnger als <strong>Lesanju<\/strong> ist, gelang es Klein <strong>Dida<\/strong> zu erobern, die bisher immer an <strong>Lesanju<\/strong> heftete. <strong>Lesanju<\/strong> scheint das nicht zu viel auszumachen. Sie ist gerne mit <strong>Dida<\/strong> zusammen, wird aber zunehmend von <strong>Lempaute<\/strong> eingenommen, die ihr jetzt noch n\u00e4her steht, da <strong>Siria<\/strong> sich um <strong>Wasessa<\/strong> k\u00fcmmert.<\/p>\n<p><strong>Kimana<\/strong> hat seine ersten Backenz\u00e4hne verloren. Jungtiere sind dann immer etwas gereizt und matt zugleich, zumindest ein wenig angeschlagen. <strong>Kimana<\/strong> war zumindest nicht so \u00fcberschw\u00e4nglich wie sonst und lediglich ein wenig aggressiv gegen\u00fcber Klein <strong>Dida<\/strong>, die etwa gleich gro\u00df ist und von ihm offenbar als Rivalin um die Gunst der \u00e4lteren Elefanten angesehen wird.<\/p>\n<p>Die derzeitigen Elefantenwaisen in der Nursery sind <strong>Lesanju<\/strong>, <strong>Lempaute<\/strong>, <strong>Sinya<\/strong>, <strong>Shimba<\/strong>, <strong>Dida<\/strong>, <strong>Siria<\/strong>, <strong>Kenia<\/strong>, <strong>Kimana<\/strong> und jetzt auch <strong>Wasessa<\/strong>, und alle zusammen bilden sie eine ungew\u00f6hnlich friedliebende und wohlerzogene Gruppe. Sie streiten sich nur sehr selten und auch die \u00fcblichen Kr\u00e4ftemessen, die oftmals in heftigen Auseinandersetzungen enden, kommen kaum vor! <strong>Lempaute<\/strong> ist weiterhin der Schelm der Gruppe und zu jeder Schandtat bereit, sobald es daran geht kleine Menschenkinder beim Schlammbad zu erschrecken. <strong>Dida<\/strong> scheint auch Spa\u00df daran zu finden und beginnt <strong>Lempaute<\/strong> nachzuahmen. Als die Waisen am Monatsende auf eine Schildkr\u00f6te trafen, war nur <strong>Lempaute<\/strong> mutig genug auf sie zuzugehen und mit ihrem Fu\u00df zu ber\u00fchren. Alle anderen suchten lieber den Schutz ihrer Keeper und beobachteten das ganze aus der Ferne! Die Schildkr\u00f6te lie\u00df sich jedoch nicht von ihrem Weg abbringen, was <strong>Lempaute<\/strong> ungemein faszinierte, so dass sie sie noch lange Zeit beobachtete.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Juli 2008<\/strong><\/p>\n<p>Die Ithumba-Waisen beginnen ihren Tag meistens an der Stalltr\u00e4nke, wo sie ihren Durst stillen und sich danach an den B\u00e4umen und Felsen in der Umgebung ausgiebig kratzen und scheuern. Sp\u00e4ter rennen sie umher und verwickeln sich gegenseitig in Ringk\u00e4mpfe bevor man sich schlie\u00dflich gemeinsam auf dem Weg zum Fressplatz in den Busch macht. Dort angelangt, grasen sie f\u00fcr eine Weile zusammen und teilen sich nach einer Weile in zwei Gruppen auf. Die \u00e4lteren Waisen, angef\u00fchrt von <strong>Yatta<\/strong>, seilen sich von den J\u00fcngeren ab und machen sich auf die Suche nach den unz\u00e4hligen wilden Elefanten, die jetzt zu Hunderten in den Norden zur\u00fcckkehren. Die Waisen verlassen die Stallungen als eine gro\u00dfe Herde, trennen sich im Busch und treffen sich schlie\u00dflich beim nachmitt\u00e4glichen Schlammbad oder beim Grasen wieder. Meist kehrt die Herde am Abend geschlossen in die Stallungen zur\u00fcck. An manchen Tagen trennen sie sich \u00fcberhaupt nicht und werden von <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Mulika<\/strong> oder <strong>Kinna<\/strong> angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Normalerweise grasen die Waisen am Fu\u00dfe des Ithumba-Berges oder im Einzugsgebiet der Fl\u00fcsse Kalovoto und Kanziku, wo sie noch viel saftiges Futter finden. Es gibt Tage, an denen es zu kalt f\u00fcr ein Schlammbad ist und solche, an denen es wiederum so hei\u00df ist, dass einige der Elefanten wie <strong>Makena<\/strong>, <strong>Chyulu<\/strong> und <strong>Lenana<\/strong>, die sich noch an die Gegend gew\u00f6hnen, Wasser aus ihrem Magen wieder hervorpressen um sich damit hinter den Ohren und \u00fcber ihre K\u00f6rper \u201eeinzuspr\u00fchen\u201c. Die Waisen suchen an solchen Tagen ihr Futter lieber unter schattenspendenden B\u00e4umen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/08\/lualeni-in-water3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Lualeni im Wasser\" width=\"404\" height=\"304\" \/><\/p>\n<p>Wilde Elefanten besuchten die Stallungen in mindesten 12 N\u00e4chten um an der Tr\u00e4nke der Waisen zu saufen. Meist kamen sie im Schutz der Dunkelheit, dann jedoch mit 10 Herdenmitgliedern, und sie blieben f\u00fcr mindestens 30 Minuten bis hin zu 2 Stunden. Am 9. Juli erreichte ein wilder Bulle gegen 10 Uhr morgens das Camp, trank, und als er die Waisen nirgends finden konnte, machte er sich auf die Suche nach ihnen. Er wurde beobachtet wie er sich dem Schlammbad n\u00e4herte, doch die Anwesenheit von Angela, Robert, ihren Freunden und den Keepern verunsicherte ihn und er bevorzugte es im sch\u00fctzenden Dickicht zu bleiben und in der N\u00e4he der Waisen zu grasen. <strong>Yatta<\/strong> und ihre Gruppe folgten ihm sp\u00e4ter als er sich in Richtung Imenti-Wasserloch aufmachte. Bis sp\u00e4t abends waren sie unterwegs. Ein anderes Mal kamen <strong>Yatta<\/strong>, ihre Gruppe und vier wilde Elefantenfreunde gerade am Schlammbad an, als einer der Keeper einen Wassertank auff\u00fcllte. Er versteckte sich damit die Elefanten in Ruhe saufen konnten, und schlie\u00dflich wanderten sie weiter in Richtung Osten.<\/p>\n<p>Am 3. wurden die J\u00fcngeren der Gruppe von einem Kleinen Kudu erschrocken als sie sich nach dem Schlammbad auf den Weg zur\u00fcck zum Grasen machten. <strong>Yatta<\/strong> und <strong>Mulika<\/strong>, die am Ende des Trupps liefen, rauschten sofort nach vorn um nachzusehen, was der Grund f\u00fcr die Aufregung war. Nachdem sie sich \u00fcberzeugt hatten, dass alles in Ordnung war, mussten sie die J\u00fcngsten erst einmal beruhigen bevor es schlie\u00dflich weiter ging.<\/p>\n<p>Am 5. Juli fanden auch zwei Leoparden den Weg an die Tr\u00e4nke der Waisen. Allerdings kamen sie erst in die Stallungen, als auch die wilden Elefanten getrunken und sich auf dem Weg in den Busch aufgemacht hatten.<\/p>\n<p>Unsere jungen Bullen haben wieder ausgiebig Kr\u00e4fte gemessen und verbringen viel Zeit mit ihren Ringk\u00e4mpfen. Manchmal f\u00fchrt Eines zum Anderen, und der resultierende Streit muss dann entweder durch einen Keeper oder durch eine der Nachwuchsleitk\u00fche geschlichtet werden.<\/p>\n<p>Zweimal waren sogar einige der weiblichen Waisen in ein Gerangel verwickelt: <strong>Taita<\/strong> und <strong>Buchuma<\/strong> wollten es mit <strong>Galana<\/strong> und <strong>Sunyei<\/strong> aufnehmen. Die beiden K\u00fche haben sich allerdings erfolgreich gegen ihre m\u00e4nnlichen Widersacher durchsetzen k\u00f6nnen. <strong>Kora<\/strong> und <strong>Tomboi<\/strong> sind oft in K\u00e4mpfen sowohl miteinander als auch mit einigen der anderen Waisen aufgefallen. <strong>Tomboi<\/strong> fordert am liebsten <strong>Challa<\/strong>, <strong>Ndomot<\/strong>, <strong>Kora<\/strong> oder <strong>Rapsu<\/strong> heraus, w\u00e4hrend <strong>Koras<\/strong> Lieblingsgegner <strong>Taita<\/strong>, <strong>Kenze<\/strong> und <strong>Buchuma<\/strong> sind. Letzterer schreckt auch nicht vor <strong>Ndomot<\/strong> zur\u00fcck. Einige der anderen Rangk\u00e4mpfe involvierten <strong>Ndomot<\/strong> und <strong>Madiba<\/strong>, <strong>Orok<\/strong> und <strong>Kenze<\/strong>, <strong>Rapsu<\/strong> und <strong>Challa<\/strong> und auch <strong>Napasha<\/strong> und <strong>Nasalot<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/08\/naserian-leading-12.jpg\" border=\"0\" alt=\"Naserian f\u00fchrt die Gru\" width=\"392\" height=\"295\" \/><\/p>\n<p>Zwei Mal mussten <strong>Loijuk<\/strong> und <strong>Buchuma<\/strong> von den Keepern gema\u00dfregelt werden, und auch <strong>Galana<\/strong> wurde getadelt, weil sie sich auf die anderen Waisen legte, als diese im Schlamm lagen und entspannten.<\/p>\n<p>Am Wochenende des 28. Juli erhielten die Waisen Besuch von Dr. Dame Daphne Scheldrick, die in Begleitung einiger Pateneltern war. Alle waren begeistert von ihrem Besuch bei und mit den Waisen.<br \/>\nAm 29. blieb die Stallt\u00fcr f\u00fcr die \u00e4lteren Waisen ge\u00f6ffnet, so dass <strong>Yatta<\/strong> und ihre Gruppe nachts kommen und gehen konnten wann immer sie wollten. Auf diese Weise war es ihnen auch m\u00f6glich sich mit den wilden Elefanten anzufreunden, die nachts oft zum Saufen an die Stallungen kommen.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Juli 2008<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn es im Juli morgens und abends kalt in Tsavo ist, so hat die Trockenzeit im Moment trotzdem ihren H\u00f6hepunkt erreicht. Unser beiden Waisen-Gruppen (<strong>Emilys<\/strong> und <strong>Natumis<\/strong>), die sich zu einer gro\u00dfen Herde zusammengeschlossen haben, wurden in diesem Monat nicht ein einziges Mal gesehen. Seit Anfang Mai, als <strong>Natumi<\/strong> und ihre Gruppe die Keeper zum letzten Mal besuchten, sind die Waisen nicht mehr an die Stallungen zur\u00fcckgekehrt. Wir versuchten den ganzen Monat die Waisen aufzusp\u00fcren und durchquerten weite Gebiete. Wir besuchten Irima, Misinga, Ndii, Manyani, Mudanda rock, Aruba, Ndololo und Ngutunyi &#8211; alles ohne Erfolg. Wir geben die Suche nach <strong>Emily<\/strong>, <strong>Natumi<\/strong> und ihren Herden allerdings nicht auf und hoffen, dass wir sie bald wiedersehen.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juli\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Juli 2008 Der 3. 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