{"id":348,"date":"2008-10-13T10:50:45","date_gmt":"2008-10-13T09:50:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=348"},"modified":"2008-12-07T08:54:28","modified_gmt":"2008-12-07T07:54:28","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im August"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: August 2008<\/strong><\/p>\n<p>Es war ein gesch\u00e4ftiger Monat f\u00fcr die Nursery-Gruppe, denn es gab zwei Neuank\u00f6mmlinge, die beide Opfer von Wilderei wurden. Am 10. erreichte uns ein 9-monatiger kleiner Bulle aus dem Schutzgebiet Taita Hills, dessen Mutter durch einen vergifteten Pfeil get\u00f6tet wurde. Er wurde \u201e<strong>Taveta<\/strong>\u201c genannt und war stark unterern\u00e4hrt als er bei uns eintraf, seine Wangen waren tief eingesunken, so dass angenommen werden konnte, dass er schon einige Zeit ohne seine Mutter verbracht hatte. Allerdings gew\u00f6hnte er sich sehr schnell ein, zeigte keinerlei Anzeichen von Aggression und war entspannt genug um schon den n\u00e4chsten Tag mit den anderen Elefanten zu verbringen. Alle Nursery-Elefanten sammelten sich um ihn und begr\u00fc\u00dften ihn auf das Herzlichste. Als kleiner Elefant, der bis eben noch auf sich allein gestellt war, neigt er jedoch dazu einfach allein ins Blaue zu wandern, so dass <strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Lempaute<\/strong> st\u00e4ndig ein Auge auf ihn hielten und ihn jedes Mal zur Gruppe zur\u00fcckholten. Sofort verstand er das Prinzip der F\u00fctterungszeiten, setzt sich dann von der Gruppe ab und wartet noch vor der Zeit auf seine Milchflasche. Die Keeper konnten es kaum glauben! Seit seiner Ankunft gedeiht er pr\u00e4chtig und legt schnell an Gewicht zu.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/taveta1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/taveta-thumb1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Taveta\" width=\"458\" height=\"307\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am 19. kam die kleine <strong>Suguta<\/strong> bei uns an, eine drei Monate alte Elefantenwaise aus dem fernen Norden in der N\u00e4he des Turkana-Sees. Eines Morgens lief sie einfach auf einem St\u00fcck Samburu-Land umher, offenbar verlor auch sie ihre Mutter durch Wilderer. Sie wurde zum KWS-Quartier in Maralal gebracht, und sp\u00e4ter mit offizieller Genehmigung, die aus Tsavo (von Daphne und Angela) via Telefon organisiert wurde, aus Mugie ausgeflogen. Sie war extrem unterern\u00e4hrt und so schwach, dass sie auf dem Flug ins Koma fiel. Unserem Keeper Edwin gelang es zum Gl\u00fcck ihr eine Dosis Traubenzucker in eine Ohrvene zu verabreichen und rettete ihr damit das Leben. Bei der Ankunft in der Nursery um 14:30 Uhr war sie noch immer komat\u00f6s und wurde von einem Tierarzt in Empfang genommen. Man brachte sie in Kimanas fr\u00fcheren Stall und nach einigen Infusionsflaschen (Traubenzucker, Hartmans Ringer-Lactat-L\u00f6sung) 10 ml Cortisol gegen den Schock, einen Vitamin-E-Selen-Komplex gegen Muskelschw\u00e4che und Vitamin B 12 als Energiequelle, erlangte sie das Bewusstsein wieder und nahm etwas Milch und Fl\u00fcssigkeit zu sich. Am n\u00e4chsten Morgen war sie allerdings wieder in einer sehr schlechten Verfassung. Es gab eine neue Infusion und einige Stunden sp\u00e4ter trank sie nochmals ein wenig Milch. Wenige Tage sp\u00e4ter k\u00e4mpfte sie mit Durchfall, der f\u00fcr ein so schwaches K\u00e4lbchen lebensbedrohlich sein kann. Mit Kaolin und Kefir-Wasser konnten wir das Ungl\u00fcck Gott sei Dank abwehren. Seitdem h\u00e4lt sich die kleine <strong>Suguta<\/strong> wacker und wir sind guter Hoffnung, dass sie durchkommt. Ohne Keeper Edwin Lusichi h\u00e4tte sie bis dahin jedoch keinesfalls \u00fcberlebt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/suguta1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/suguta-thumb1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Suguta\" width=\"408\" height=\"273\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Dynamik innerhalb der Nursery-Gruppe ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig, obwohl einige Dinge immer gleich bleiben, so wie <strong>Kenias<\/strong> Antipathie gegen\u00fcber dem armen <strong>Shimba<\/strong>, der eigentlich so ein seenruhiger kleiner Bursche ist. St\u00e4ndig sucht sie sich ihn zum Piesacken aus. Die Ankunft der beiden Babys erforderte ein weiteres Umarrangieren der Schlafpl\u00e4tze, was nie ohne Nachwirkungen abl\u00e4uft, denn jede Abweichung in der t\u00e4glichen Routine verunsichert die Elefantenbabys. <strong>Kimana<\/strong> musste ihren Platz zugunsten von <strong>Suguta<\/strong> r\u00e4umen und wurde mit <strong>Shimba<\/strong> und <strong>Dida<\/strong> zusammengelegt, die in einem Doppelstall neben dem zweiten Neuank\u00f6mmling, <strong>Taveta<\/strong>, schlafen. <strong>Kimana<\/strong> passte der Umzug \u00fcberhaupt nicht, sie kam einige N\u00e4chte gar nicht zur Ruhe, schlief lieber tags\u00fcber und drehte nachts ihre Runden im Stall! Nach einigen Tagen hatte sie sich jedoch damit abgefunden und beruhigte sich.<\/p>\n<p><strong>Sinya<\/strong>, die sich sonst immer f\u00fcr alle j\u00fcngeren Elefanten begeisterte, hat sich nun <strong>Dida<\/strong> als Liebling auserkoren und grollt mit den anderen, wenn sie zu nahe kommen. <strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Lempaute<\/strong> sind nach wie vor die Leitk\u00fche der Nursery-Gruppe. <strong>Wasessa<\/strong> hat sich gut eingelebt und ist nunmehr ein Bild von einem gesunden Elefanten. Sie weigert sich immer noch unerbittlich dagegen, dass man ihr eine Decke \u00fcberwirft um sie vor der K\u00e4lte zu sch\u00fctzen und vereinnahmt <strong>Siria<\/strong>, ihren besten Freund, vollst\u00e4ndig und will ihn mit niemandem teilen. Alle weiblichen Elefantenwaisen entkommen dem Trauma der Verwaisung nur langsam und entwickeln sich erst mit der Zeit zu liebevollen K\u00fchen &#8211; so wird es auch ihr ergehen, wie schon vielen anderen vor ihr. Anf\u00e4ngliche seelische St\u00f6rungen muss man einfach akzeptieren, nach allem, was diese Elefanten durchgemacht haben.<\/p>\n<p><strong>Lempaute<\/strong> treibt w\u00e4hrend des Schlammbades immer noch Schabernack mit den hiesigen Schulkindern &#8211; manchmal so \u00fcberzeugend, dass sich eine Gruppe weigerte an den Schauplatz zur\u00fcckzukehren! Sie jagte auch den Keepern einen ordentlichen Schrecken ein als sie einen Stein umkippte und darunter eine Schlange zum Vorschein kam, die sich auf die Keeper zu bewegte, w\u00e4hrend <strong>Lempaute<\/strong> in die andere Richtung davon stob! <strong>Siria<\/strong> ist ein sehr einf\u00fchlsamer und liebevoller kleiner Elefant, der von allen gemocht und besonders von <strong>Wasessa<\/strong> und <strong>Kenia<\/strong> verg\u00f6ttert wird. <strong>Kimana<\/strong> hat genug Temperament um die anderen wegzusto\u00dfen, nur um ihnen zu zeigen, wer der Boss ist &#8211; ganz besonders <strong>Dida<\/strong>, die im Moment das Nachtquartier mit ihm teilen muss. Allerdings versteckt sie sich dann hinter <strong>Shimba<\/strong>!<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: August 2008<\/strong><\/p>\n<p>Das Tagebuch der Keeper in Ithumba f\u00fcllte sich diesen Monat mit vielen aufregenden Ereignissen, die das Kommen und Gehen der wilden Elefantenbullen dokumentieren. Diese suchen jetzt regelm\u00e4\u00dfig die Gesellschaft der Elefantenwaisen. Einer der Bullen war so konsequent in seinen Besuchen, dass er mittlerweile zum festen Bestandteil der Herde wurde und sogar einen Namen bekam &#8211; Rafiki. Er ist eine stattliche Erscheinung, gro\u00df, stolz und stark, und dennoch wirkt er unheimlich liebevoll und geduldig. Er bespa\u00dft die J\u00fcngsten, die anfangs ihre Neugier kaum halten konnten und jede Stelle seines K\u00f6rpers ausgiebig begutachten mussten. Es scheint ihn zu am\u00fcsieren, dass die jungen Bullen ihn mit Erfurcht auf Schritt und Tritt folgen, und dass die kleinen Elefantenk\u00fche ihn necken um seine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Die ist ihnen auf jeden Fall sicher, besonders <strong>Yatta<\/strong>, die er bereits einige Male besteigen wollte. <strong>Yatta<\/strong> beginnt dann f\u00fcr gew\u00f6hnlich zu schreien und prescht in den Busch.<\/p>\n<p><strong>Yattas<\/strong> Gruppe z\u00e4hlt 11 unserer \u00e4lteren Elefantenwaisen: die Gruppe mit den gro\u00dfen K\u00fchen <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Kinna<\/strong>, <strong>Mulika<\/strong> und <strong>Nasalot<\/strong>; ihre Lieblingsk\u00e4lber <strong>Orok<\/strong> und <strong>Ol<\/strong> <strong>Malo<\/strong>, die als einzige noch auf Milch angewiesen sind; sowie <strong>Taita<\/strong>, <strong>Napasha<\/strong>, <strong>Tomboi<\/strong> und <strong>Selengai<\/strong>. <strong>Wendi<\/strong> schlie\u00dft sich nur noch dann und wann der Gruppe an. Routinem\u00e4\u00dfig ist es inzwischen so, dass die Stallt\u00fcr der gro\u00dfen Gruppe nachts offen bleibt. Sie k\u00f6nnen somit selbst bestimmen, wann sie kommen und gehen. Selbst wenn sie nachts mit dem wilden Bullen unterwegs sind, beweisen <strong>Kinna<\/strong>, <strong>Yatta<\/strong>, <strong>Mulika<\/strong> und <strong>Nasalot<\/strong> stets Verantwortungsbewusstsein und bringen die beiden J\u00fcngsten immer p\u00fcnktlich zur n\u00e4chsten Milchmahlzeit zur\u00fcck zu den Stallungen. Sie werden dabei oft von Rafiki begleitet, der geduldig wartet bis sie mit ihrer t\u00e4glichen Routine fertig sind und inzwischen vom geschnittenen Gr\u00fcnzeug und den Koprakuchen nascht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/yattas-gruppe1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/yattas-gruppe-thumb1.jpg\" border=\"0\" alt=\"yattas gruppe\" width=\"446\" height=\"299\" \/><\/a><\/p>\n<p>Er hat sie unter seine Fittiche genommen und war diesen Monat fast t\u00e4glich mit unseren Waisen zusammen. Die Elefantenpaten, die in diesem Monat Ithumba besuchten und das mitt\u00e4gliche Schlammbad verfolgten, bekamen mehr geboten als erwartet, denn Rafiki stimmte mit in das Spektakel ein. Er schien sich an den Zuschauern \u00fcberhaupt nicht zu st\u00f6ren. Wenn Rafiki am Schlammbad teilnimmt, ziehen sich die kleinen Bullen hastig zur\u00fcck und geben sich damit zufrieden ihren riesigen Freund vom Ufer aus bei seiner Abk\u00fchlung im grauen Tonerdeschlamm zu beobachten.<\/p>\n<p>Weil er sich vor den Keepern \u00fcberhaupt nicht f\u00fcrchtet und mit ihnen und den Elefantenwaisen gem\u00e4chlich durch den Busch schlendert, haben wir lange gegr\u00fcbelt, ob er nicht einer unserer ganz fr\u00fchen Waisen ist? Er wirkt so entspannt und lief einmal sogar mit den Elefanten in die Stallungen! Vielleicht irren wir uns ja in seinem Alter, denn nur der inzwischen 23-j\u00e4hrige <strong>Chuma<\/strong> k\u00e4me von unseren alten Elefantenwaisen in Frage. Rafiki wirkt jedoch um einiges \u00e4lter als das.<\/p>\n<p>Die Anwesenheit von Rafiki lockte auch seine wilden Bullenfreunde an, die sich in Gegenwart der Waisen auch wohl zu f\u00fchlen scheinen. Nat\u00fcrlich saufen sie auch gern das frische Wasser aus der Stalltr\u00e4nke, allerdings bewegen sie sich l\u00e4ngst nicht so selbstsicher im Stallgel\u00e4nde wie Rafiki. Die Besuche der wilden, stattlichen Elefantenbullen haben unsere kleinen Bullen schwer beeindruckt und zu noch mehr Kr\u00e4ftemessen als sonst inspiriert. <strong>Tomboi<\/strong>, <strong>Taita<\/strong>, <strong>Napasha<\/strong>, <strong>Rapsu<\/strong>, <strong>Kora<\/strong>, <strong>Madiba<\/strong>, <strong>Kamboyo<\/strong>, <strong>Zurura<\/strong>, <strong>Ndomot<\/strong>, <strong>Buchuma<\/strong>, <strong>Challa<\/strong> und <strong>Kenze<\/strong> sind fast nur noch mit Jungenspielen besch\u00e4ftigt: dr\u00e4ngeln, trampeln, schubsen und sich gegenseitig verpr\u00fcgeln. Dabei haben sie Rafiki immer heimlich im Augenwinkel um jede seiner Bewegungen nachzuahmen.<\/p>\n<p>Obwohl die Gruppen jetzt mehr getrennt als gemeinsam unterwegs sind, so kommunizieren sie offenbar st\u00e4ndig miteinander. <strong>Wendi<\/strong> bleibt h\u00e4ufig lieber bei den J\u00fcngeren, auch <strong>Taita<\/strong> geht es manchmal so, so dass es in der Besetzung der beiden Gruppen viel Bewegung gibt. Jeden Tag treffen sie sich irgendwann im Busch, allerdings werden besonders die \u00e4lteren K\u00fche immer unabh\u00e4ngiger von der gro\u00dfen Gruppe. Mit den wilden Elefanten in ihrer N\u00e4he, die ihnen bereitwillig zur Seite stehen, gelingt ihnen der n\u00e4chste Schritt in die Unabh\u00e4ngigkeit von den Keepern und sie bleiben schon jetzt h\u00e4ufiger \u00fcber Nacht im Busch als gew\u00f6hnlich. Es kommt jedoch trotzdem noch vor, dass die \u00e4lteren Elefanten in ihren St\u00e4llen \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>Das Trinkwasser im Stallgel\u00e4nde lockt in der Trockenzeit regelm\u00e4\u00dfig wilde Elefanten an, die mittlerweile auch die Keeper immer weniger scheuen und Tag und Nacht ihren Durst bei uns stillen. Auch andere Tiere wie L\u00f6wen, Wildhunde, Geparden, sowie Buschb\u00f6cke, Kudus, Dikdiks und Warzenschweine kommen zum Saufen regelm\u00e4\u00dfig ins Stallgel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Ithumbas Neuzug\u00e4nge <strong>Makena<\/strong>, <strong>Lenana<\/strong> und <strong>Chyulu<\/strong> haben sich inzwischen vollst\u00e4ndig eingelebt und baden in der uneingeschr\u00e4nkten Aufmerksamkeit von <strong>Lualeni<\/strong>, <strong>Naserian<\/strong>, <strong>Loijuk<\/strong> und <strong>Sian<\/strong>. Sie haben sich in den Alltag in Ithumba eingelebt und es f\u00e4llt immer schwerer sich an ihre Tage in der Nursery zu erinnern, weil sie in dieser neuen Umgebung zusammen mit ihren alten Freunden so gl\u00fccklich wirken. <strong>Wendi<\/strong> unterh\u00e4lt auch weiterhin die Besucher des Waisenprojektes in Ithumba &#8211; sobald sie Zuschauer hat, kann sie das Schauspielern einfach nicht lassen.<\/p>\n<p>Die Geschichten aus Ithumba erf\u00fcllen uns mit Ehrfurcht. Als Ithumba anstelle von Imenti als zweite Station in der Auswilderung der Elefantenwaisen ge\u00f6ffnet wurde, sah man nur ganz selten wilde Elefanten n\u00f6rdlich des Tiva-Flusses. Die wilden Elefanten, die sich in der Gegend aufhielten, waren sehr scheu, und die Anwesenheit der Keeper hinderte sie daran zu nahen Kontakt mit unseren Waisen aufzunehmen. All dies hat sich ge\u00e4ndert und langsam aber sicher haben unsere 30 Elefantenwaisen die wilden Herden angelockt. In Ithumba wimmelt es buchst\u00e4blich von wilden Elefanten, und somit haben unsere jungen Elefantenwaisen einen ebenso regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt zu ihren wilden Artgenossen wie die Gruppen in Voi.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: August 2008<\/strong><\/p>\n<p>Der August war im s\u00fcdlichen Gebiet des Tsavo East Nationalparks ein sehr trockener Monat. Es war au\u00dferdem der Monat der Waldbr\u00e4nde, und weite Teile des Parks fielen den Flammen zum Opfer. Diese Gebiete machen zwar momentan einen desolaten Eindruck, werden sich aber in einen Garten Eden verwandeln sobald die ersten Regentropfen fallen. Die Regenzeit steht unmittelbar bevor, und so wird es nicht lange dauern, bis sich die ersten neuen Sprosse ihren Weg bahnen und die Wildtiere aus den Steppengebieten anlocken. Momentan kann man die Strau\u00dfenv\u00f6gel dabei beobachten wie auf den abgebrannten Stellen Insekten aufpicken, die es nach einem Brand in H\u00fclle und F\u00fclle gibt. Unser Keeper-Team aus Voi patrouilliert die Gegend mit einem Fahrzeug der tier\u00e4rztlichen Einheit und sucht nicht nur nach Spuren unserer Waisen, sondern auch nach Anzeichen von Tieren in Not um bei Bedarf Wunden von Schlingfallen, Speeren oder vergifteten Pfeilen etc. zu verarzten. W\u00e4hrend <strong>Lissa<\/strong> und ihre Babys diesen Monat zusammen mit <strong>Mpenzi<\/strong> gesichtet wurden, fehlte von <strong>Emilys<\/strong> und <strong>Natumis<\/strong> Gruppe jede Spur.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/lissa-und-ihre-2-klber-an-den-stockades-in-voi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/lissa-und-ihre-2-klber-an-den-stockades-in-voi-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Lissa und Ihre 2 K\u00f6lber an den Stockades in Voi\" width=\"410\" height=\"308\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Tatsache kommt nicht \u00fcberraschend, da Tsavo ein riesiges Gebiet ist mit zahlreichen Bereichen, die nicht einmal mit dem Gel\u00e4ndefahrzeug zug\u00e4ngig sind. Sie scheinen mit den wilden Herden einfach weiter parkeinw\u00e4rts gewandert zu sein. Das ist \u00fcberhaupt kein schlechtes Zeichen, sondern wohl eher den Raubtieren verschuldet, die sich momentan um Mazinga Hill (dort wo sich auch die St\u00e4lle befinden) herumtreiben um den Beutetieren aufzulauern, die nach Feuern in der Irima- und Ndarasteppe in diese Region umgezogen sind. Da man den Tsavo-L\u00f6wen nicht \u00fcber den Weg trauen kann, k\u00f6nnen wir uns sehr gut vorstellen, dass die j\u00fcngeren Elefanten deshalb einen gro\u00dfen Bogen um ihre alte Heimat machen. Auch unsere Zebrawaisen, Serena und Rongai, sind durch die Anwesenheit der L\u00f6wen sichtlich angespannt und die Keeper bleiben so nah wie m\u00f6glich mit ihnen bei den Stallungen und meiden die \u00fcblichen langen Spazierg\u00e4nge. <strong>Lissa<\/strong> und <strong>Mpenzi<\/strong> scheinen selbstsicher genug und werden nach wie vor auf dem Mazinga Hill gesichtet, wo sie sich am \u00fcppigen Pflanzenwuchs satt fressen. Gelegentlich machen sie einen Abstecher zum Wasserloch der Stallungen, und ab und zu haben sie sogar einen ihrer wilden Freunde im Schlepptau, die dank <strong>Lissas<\/strong> sanfter \u00dcberzeugungsarbeit mittlerweile verstanden haben, dass sie in der N\u00e4he der Keeper sicher sind.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-august\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: August 2008 Es war ein gesch\u00e4ftiger Monat f\u00fcr die Nursery-Gruppe, denn es gab zwei Neuank\u00f6mmlinge, die beide Opfer von Wilderei wurden. 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