{"id":3553,"date":"2013-03-26T17:04:00","date_gmt":"2013-03-26T16:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3553"},"modified":"2017-04-29T18:14:10","modified_gmt":"2017-04-29T17:14:10","slug":"trauer-und-enttaeuschung-nach-der-cites-konferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/trauer-und-enttaeuschung-nach-der-cites-konferenz\/","title":{"rendered":"Trauer und Enttaeuschung nach der CITES &ndash; Konferenz"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><b>Graue Riesen weiterhin im Fadenkreuz der Wilderer &#8211;<br \/>\n<\/b><b>kein neues globales Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein!<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2013\/03\/000200klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border: 0px;\" title=\"[000200]klein\" alt=\"[000200]klein\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2013\/03\/000200klein_thumb.jpg\" width=\"386\" height=\"259\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Im Vorwege der 16. CITES-Konferenz, die vom 3. bis 14. M\u00e4rz 2013 in Thailands Hauptstadt Bangkok stattfand, hatten mehrere Artenschutz-Organisationen zum <b>Protest gegen jeglichen Elfenbeinhandel<\/b> aufgerufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der David Sheldrick Wildlife Fund zum Beispiel mit seiner <b>Aktion<br \/>\n<\/b><b>\u201eSay NO to ivory\u201c,<\/b> die wir als Partner-Verein \u201eRettet die Elefanten Afrikas e.V\u201c unterst\u00fctzten: \u201e<b><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3466&amp;utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=helfen-sie-mit-zeigen-sie-flagge-fuer-die-elis\">Zeigen Sie Flagge f\u00fcr die Elis<\/a><\/b>\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder auch IFAW (International Fund for Animal Welfare) mit dem \u201e<b>Elephant March<\/b>\u201c und dem erkl\u00e4rten \u201eZiel: Ende des Elfenbeinhandels\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3028\">Unser Verein \u201eRettet die Elefanten Afrikas e.V.\u201c (REAeV) fordert seit seiner Gr\u00fcndung vor 24 Jahren <b>ein weltweites Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein. Ohne jegliche Ausnahmegenehmigungen<\/b><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andere Artensch\u00fctzer unterst\u00fctzen diesen Appell mit Nachdruck &#8211; und zwar aus sehr gutem Grund:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die CITES-Konferenz 1989 &#8211; nach einem Jahrzehnt brutalster Wilderei &#8211; ein globales Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein beschloss, fiel der Preis f\u00fcr das so genannte \u201ewei\u00dfe Gold\u201c in den Keller, die Wilderer stellten ihr blutiges Gesch\u00e4ft mangels Nachfrage ein, und die Elefantenherden konnten sich von dem Gemetzel erholen. Erst die <b>Ausnahmegenehmigungen<\/b> f\u00fcr mehrere s\u00fcdafrikanische Staaten machten es 1999 und 2008 \u00fcberhaupt m\u00f6glich, wieder mit Elfenbein zu handeln. Doch die Erlaubnis, eine einige Tonnen aus den nationalen Elfenbeinvorr\u00e4ten zu exportieren, hatte eine dramatische Konsequenz: Der Schwarzmarkt bl\u00fchte, wieder wurden Elefanten abgeschlachtet, Sto\u00dfz\u00e4hne auf brutalste Weise aus dem Sch\u00e4del ges\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eErfreulicherweise wird es aber in diesem Jahr zum ersten Mal seit 15 Jahren nicht um Antr\u00e4ge f\u00fcr den Verkauf von Elfenbein-Lagerbest\u00e4nden gehen\u201c, so <b>Jason Bell, Leiter der IFAW-Elefantenkampagne<\/b>, vor Beginn der 16. CITES-Konferenz in Bangkok. \u201eDie Debatten k\u00f6nnen stattdessen voll und ganz dem Schutz der Elefanten gewidmet werden und ganz besonders der Frage, was gegen die derzeitige Wildereikrise zu tun ist. Die Elefanten stehen n\u00e4mlich wieder einmal in der Schusslinie. 2011 war das Jahr mit den meisten Beschlagnahmungen illegal gehandelten Elfenbeins in gro\u00dfen Mengen seit Beginn detaillierter Aufzeichnungen &#8211; insgesamt wurden 23 Tonnen aufgegriffen. Ersten Sch\u00e4tzungen zufolge war das Jahr 2012 f\u00fcr Elefanten sogar noch verheerender.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wohl wahr&#8230; Und erfreulicherweise wurde das \u201eElefanten-Thema\u201c von den meisten Konferenzteilnehmern als sehr brisant eingesch\u00e4tzt &#8211; die vorausgegangenen Kampagnen schienen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber <b>was dann in Bangkok herauskam<\/b> &#8211; nach Diskussion und Abstimmung im Plenum -, liest sich wie eine Ohrfeige f\u00fcr alle, die einen der Aufrufe zur Rettung der Grauen Riesen unterschrieben hatten, war, wie uns <b>Heidrun Sasse<\/b> mailte, \u201e<b>ein Schlag ins Gesicht<\/b> f\u00fcr jeden, der sich mit der Wilderei an Elefanten &#8230;-\u00a0 auseinandersetzt, denn wohl jeder hat damit gerechnet, dass ein weltweites Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein &#8230; erlassen wird&#8230;\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Statt dessen wurden lediglich <b>strengere Ma\u00dfnahmen zur Drosselung der Nachfrage<\/b> beschlossen &#8211; vor allem in <b>China und Thailand<\/b>, wo der Elfenbeinhandel im Gegensatz zu den meisten anderen L\u00e4ndern nach wie vor legal ist (wodurch sehr viel leichter auch illegales Elfenbein ins Land geschmuggelt werden kann). Noch in diesem Jahr Pl\u00e4ne m\u00fcssen China und Thailand Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine Reduzierung des illegalen Elfenbeinhandels ausarbeiten und \u00fcber ihre Umsetzung berichten. Zu \u00e4hnlichen Aktionspl\u00e4nen verpflichtet wurden auch Kenia, Tansania und Uganda als Herkunftsl\u00e4nder von Elfenbein und Transit-Staaten wie Malaysia, Vietnam und Philippinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solche Anstrengungen bewertet <b>Iain Douglas-Hamilton &#8211; renommierter Elefantenforscher und Gr\u00fcnder von \u201eSave The Elephants\u201c<\/b> &#8211; immerhin als Erfolg der CITES-Konferenz: \u201eDie Nachfrage nach Elfenbein ist die wichtigste Triebfeder f\u00fcr das illegale T\u00f6ten der Elefanten&#8230; \u201c So hofft Douglas-Hamilton denn auch auf eine konzertierte internationale Aktion von \u201eEinzelpersonen, Wissenschaftlern, Nicht-Regierungs-Organisationen, Institutionen und Regierungen, <b>um die Nachfrage nach Elfenbein endlich entscheidend zu verringern\u201c.-\u00a0 <\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kaum sonderlich euphorisch klingt die Stellungnahme von <b>Dr. Ralf Sonntag &#8211; Direktor von IFAW Deutschland &#8211;<\/b> nach Ende der CITES-Konferenz: \u201eWeniger spektakul\u00e4re, aber wichtige Entscheidungen sollen in Zukunft den Elefantenschutz verbessern. Sie werden zwar nicht die ausufernde Wilderei beenden, der j\u00e4hrlich etwa 25.000 Elefanten zum Opfer fallen, aber sie sollten helfen, wenigstens einige Elefanten zu retten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch ein <b>CITES-Beschluss, um der organisierten Elfenbein-Kriminalit\u00e4t besser auf die Spur zu kommen<\/b>. Mitgliedsstaaten m\u00fcssen k\u00fcnftig DNA-Proben von geschmuggeltem Elfenbein abzuliefern m\u00fcssen. Dadurch soll es angeblich gelingen, Herkunftsregionen genau zu identifizieren und dort mit gezielten Anti-Wilderer-Ma\u00dfnahmen das Abschlachten der Grauen Riesen zu stoppen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Artensch\u00fctzer sehen kaum realistische Erfolgschancen. <b>REA-Unterst\u00fctzerin und Elefantenfreundin Birgit Hampl<\/b> beispielsweise gibt zu bedenken: Es werden laut Interpol sch\u00e4tzungsweise lediglich 10 Prozent des geschmuggelten Elfenbeins sichergestellt, und zwischen der DNA-Probe und Ma\u00dfnahmen vor Ort w\u00fcrde einfach zu viel Zeit vergehen, um Wilderern tats\u00e4chlich auf die Spur zu kommen &#8211; wobei immer noch die Frage bleibt, wie effizient solche Vorhaben \u00fcberhaupt sein k\u00f6nnen angesichts der mangelhaften Infrastruktur und der weiterhin vorherrschenden Korruption.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich kritisch bewertet Birgit Hampl den CITES-Beschluss, dass L\u00e4nder mit nennenswerten <b>Elfenbeinvorr\u00e4ten diese j\u00e4hrlich genau benennen<\/b> m\u00fcssen, um heimliche Abverk\u00e4ufe zu verhindern. Denn wie, bittesch\u00f6n, soll das irgendjemand kontrollieren?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihr <b>best\u00fcrzendes Fazit<\/b>: \u201eIch bin schwer entt\u00e4uscht von den Ergebnissen der Konferenz und sehe tiefstes Schwarz f\u00fcr die Zukunft der Elefanten.\u201c Nur durch einen wirklich nachhaltigen Schutz k\u00f6nne es gelingen, die Wilderei zu beenden. Aber, so Birgit Hampl weiter: \u201e<b>CITES hat komplett versagt<\/b>, hat sich f\u00fcr Elfenbeinschmuck entschieden statt f\u00fcr lebende Elefanten. Beobachter glauben, dass dies aus Angst vor der Wirtschaftsmacht China geschehen ist &#8211; und eventuell auch aus der Angst heraus, zugeben zu m\u00fcssen, dass es gerade die 1999 und 2008 von CITES genehmigten Elfenbeinverk\u00e4ufe sind, die die Wilderei so extrem angekurbelt haben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heidemarie Sasse bringt die Emp\u00f6rung vieler auf den Punkt: \u201eGrenzenloser Egoismus und ma\u00dflose Gier haben sich breit gemacht. Die Verlierer m\u00f6gen jetzt die Elefanten sein, aber am Ende sind es wir!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"color: #ff0000; font-size: medium;\">Helfen Sie jetzt\u00e2\u20ac\u00a6\u00e2\u20ac\u00a6<\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzen Sie die von REAeV finanzierten <span style=\"color: #ff0000;\">Anti-Wilderer-Aktionen<\/span><br \/>\nim aktiven Kampf gegen die Wilderei. Jede Spende z\u00e4hlt!<br \/>\nREAeV unterst\u00fctzt <span style=\"color: #ff0000;\">Anti-Wilderer-Einheiten<\/span> in Malawi und Kenia, die t\u00e4glich ihr Leben riskieren um die Grauen Riesen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Spendenkonto:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Betreff &#8211; ANTI &#8211; WILDERER &#8211; AKTIONEN<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hypo Vereinsbank<\/strong><\/p>\n<p><strong>BLZ: 200 300 00<\/strong><br \/>\n<strong>Konto: 621918 283<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>IBAN: DE30 2003 0000 0621 9182 83<\/p>\n<p><em id=\"__mceDel\">SWIFT: HYVEDEMM300<\/em><\/p>\n<hr \/>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/trauer-und-enttaeuschung-nach-der-cites-konferenz\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Graue Riesen weiterhin im Fadenkreuz der Wilderer &#8211; kein neues globales Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein! &nbsp; &nbsp; &nbsp; Es hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. 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