{"id":360,"date":"2008-10-25T15:09:42","date_gmt":"2008-10-25T14:09:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=360"},"modified":"2008-12-07T08:53:10","modified_gmt":"2008-12-07T07:53:10","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im September"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Es war ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hektischer Monat in der Nairobi-Nursery. Drei weitere Elefantenbabies mussten gerettet und in die Nursery geflogen werden, so dass es mittlerweile 14 Elefantenwaisen in der Gruppe gibt &#8211; so viele hatten wir vorher noch nie auf einmal zu versorgen. Das zog nat\u00fcrlich auch eine Um- und Doppelbesetzung der St\u00e4lle nach sich, so dass alle verf\u00fcgbaren Schlafquartiere belegt werden mussten und \u00fcberst\u00fcrzt eine neue Behausung f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Elefanten gebaut wurde.<\/p>\n<p>Der erste Neuank\u00f6mmling erreichte uns am 7. September (wie immer ein Sonntag!): es war der 2 Wochen alte <strong>Kungu<\/strong>, ein winziger kleiner Bulle aus dem Namunyak Schutzgebiet in Nord-Kenia, der aus einer Sandgrube im steilen Ngongo Flu\u00dfbett, etwa 4 km vom Sarara Safaricamp entfernt, gefunden wurde. Er traf v\u00f6llig abgeschlagen und zerschrammt bei uns an, hat sich seitdem aber wacker geschlagen und gedeiht inzwischen pr\u00e4chtig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/kungu-barsaloi1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/kungu-barsaloi-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kungu_Barsaloi\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Neuank\u00f6mmling war der 4 Wochen alte <strong>Barseloi<\/strong>, der von Stammesangeh\u00f6rigen in einer Sandgrube im Ndonyo-Flussbett, ebenfalls in Nord-Kenia, gefunden und dann in einer sehr dramatischen Aktion mit dem Helikopter gerettet wurde. Durch Hy\u00e4nen aufmerksam gemacht, gelang es einem Wildh\u00fcter des Milgis Trust zusammen mit den Dorfbewohnern das Kalb zu befreien und den Kenya Wildlife Service zu alarmieren. Dieser brachte den kleinen Bullen nach au\u00dferhalb, was fast den ganzen 12. September andauerte. Wildh\u00fcter Lentekunye verbrachte die Nacht bei ihm, hielt ihn warm, tr\u00f6stete ihn und gab ihm Wasser zu saufen, damit er nicht austrocknete. Starke Regenf\u00e4lle \u00fcberfluteten jedoch das Barseloi-Flussbett \u00fcber Nacht, so dass er mit dem K\u00e4lbchen nicht zum n\u00e4chstgelegenen Flugplatz des Hauptquartieres des Milgis Trust laufen konnte. Es folgten wilde Telefonanrufe, und dank der Hilfe von Jamie und Phillipa Roberts wurde Chris Stewart (der Pilot von Mr. Halvor Astrups Helikopter) im Shaba Nationalreservat ausfindig gemacht, wo er gerade den Helikopter flog. (Mr. Astrup ist seit langer Zeit ein sehr gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzer des Trust, und ihm verdanken viele unserer Waisen, wie <strong>Lesanju<\/strong>, <strong>Seraa<\/strong>, <strong>Mweya<\/strong> aus Uganda, <strong>Solango<\/strong> und nun auch Klein <strong>Barseloi<\/strong>, ihr Leben.) F\u00fcr seine Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Hilfe stehen wir tief in seiner Schuld.<\/p>\n<p>Der Helikopter holte das Elefantenk\u00e4lbchen aus dem entlegenen Letakweny ab, und als er die bewaldete Mathew Bergkette \u00fcberflog, begann das K\u00e4lbchen sich zu wehren, weil es sich vor den Ger\u00e4uschen der schlagenden Rotoren f\u00fcrchtete. Also musste auf dem Kitich-Rollfeld zwischengelandet werden. Der Rettungstrupp mitsamt der Cessna und den Keepern wartete in der Zwischenzeit jedoch schon am Shaba-Rollfeld auf das verwaiste Elefantenbaby. Also folgte eine weitere Welle an Telefonanrufen (das ist nicht einfach in Kenia) um das Rettungsflugzeug nach Kitich inmitten der Mathew-Bergkette umzuleiten. Die Zeit sa\u00df uns im Nacken! Als das Rettungsteam schlie\u00dflich eintraf, fanden sie eine Ansammlung von bunt gekleideten Einheimischen vor, die das ungew\u00f6hnliche Spektakel aus der N\u00e4he beobachten wollten. Sie waren gleicherma\u00dfen erstaunt \u00fcber den Anblick des kleinen Elefanten, der im Scho\u00df von Phillipa Robert im Schatten eines Baumes lag!<\/p>\n<p>Wir stehen tief in Mr. Halvor Astrups Schuld, der uns wieder einmal seinen Helikopter zur Verf\u00fcgung stellte. Au\u00dferdem verdanken wir Chris Stewart, dem Milgis-Wildh\u00fcter Lentekunye sowie Jamie und Phillipa Roberts das Leben des Kleinen <strong>Barseloi<\/strong>. Seine Rettung war die wohl dramatischte Aktion, die wir je durchzuf\u00fchren hatten.<\/p>\n<p>Bereits am 16. September wurde ein weiteres m\u00e4nnliches Kalb gerettet, das auf ein Alter von etwa 14 Monate gesch\u00e4tzt wurde. Er wurde mehrere Male dabei beobachtet, wie er immer allein am Kilaguni Wasserloch im Tsavo-West Nationalpark trank. Dieses kleine Kalb namens \u201e<strong>Mzima<\/strong>\u201c war bei seiner Ankunft \u00e4u\u00dferst schwach, und es grenzt an ein Wunder, dass er in diesem Zustand nicht den Hy\u00e4nen oder L\u00f6wen zum Opfer fiel. Er hatte nicht einmal genug Energie um sich zu wehren und war ungew\u00f6hnlich f\u00fcgsam f\u00fcr eine Waise seines Alters. Sofort akzeptierte er die Keeper und die Milch, die ihm angeboten wurde. Solch eine Zahmheit ist oft kein gutes Zeichen, doch wir sind gl\u00fccklich berichten zu k\u00f6nnen, dass er sich wacker geschlagen hat und es ihm gut geht. Er f\u00fchlt sich offenbar wohl in seiner neuen Familie mit Elefanten und Menschen. Da er so lange keine Milch bekommen hatte, kann er nun nicht genug davon bekommen, doch weil er ein Fall von Unterern\u00e4hrung ist, muss die Behandlung bedacht durchgef\u00fchrt werden. Randvoll mit Darmparasiten, musste er au\u00dferdem entwurmt werden. Das ist normal f\u00fcr Elefanten, die sich Futterpl\u00e4tze mit Nutztieren teilen mussten. (Ungl\u00fccklicherweise treiben Viehhirten ihre Rinderherden immer h\u00e4ufiger in den Tsavo Nationalpark, und den Beh\u00f6rden scheinen politisch die H\u00e4nde gebunden, sie des Schutzgebietes zu verweisen.)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/suguta3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/suguta-thumb2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Suguta\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Kungus<\/strong> geschwollenes Kinn hinderte ihn f\u00fcr einige Tage am Fressen, doch als die Schwellung zur\u00fcckging, begann er auch zu fressen, sich zu erholen und zu wachsen. In der Zwischenzeit hat <strong>Suguta<\/strong> einen Abszess an einem ihrer Beine entwickelt und wird daraufhin behandelt. Die drei kleinsten Waisen verbringen ihre Tage noch in der N\u00e4he der Stallungen, w\u00e4hrend die \u00c4lteren tags\u00fcber zum Grasen weiter in den Busch wandern. <strong>Suguta<\/strong> h\u00e4ngt sehr an den Keepern und sucht st\u00e4ndig deren Trost, indem sie an ihren H\u00e4nden saugt. Klein <strong>Barseloi<\/strong> und <strong>Kungu<\/strong> verbringen die meiste Zeit zusammen, und <strong>Barseloi<\/strong> zeigt schon erste Anzeichen von \u00dcbermut und versucht <strong>Kungu<\/strong> zu zeigen, wer der St\u00e4rkere ist, indem er st\u00e4ndig auf ihn aufsteigt.<\/p>\n<p><strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Lempaute<\/strong> teilen sich die Pflichten der Leitk\u00fche und werden dabei tatkr\u00e4ftig von <strong>Sinya<\/strong> unterst\u00fctzt. Ihre Aufgabe stellt sich jedoch als \u00e4u\u00dferst anspruchsvoll dar, denn <strong>Taveta<\/strong> neigt dazu der Gruppe davonzuschleichen um der mit Milch beladenen Schubkarre den Weg in den Busch abzuschneiden. Eine Unsitte, die inzwischen auch <strong>Kimana<\/strong>, <strong>Wasessa <\/strong>und<strong> Mzima<\/strong> nachahmen! <strong>Lempaute<\/strong> ist sehr besitzergreifend gegen\u00fcber <strong>Lesanju<\/strong> und manchmal sehr abweisend gegen\u00fcber <strong>Sinya<\/strong>. Sie ist und bleibt das extrovertierte Mitglied der Gruppe, das immer und \u00fcberall aufschneidet sobald sie Zuschauer hat.<\/p>\n<p><strong>Wasessa<\/strong> zeigt nach wie vor Verhaltensst\u00f6rungen, die sich in Angst vor fremden Menschen und der Intoleranz gegen\u00fcber Neuank\u00f6mmlingen in der Nursery besonders deutlich zeigt. F\u00fcr eine Elefantenkuh, egal welchen Alters, ist das sehr ungew\u00f6hnlich. <strong>Dida<\/strong> wird von ihr eifers\u00fcchtig bewacht, <strong>Taveta<\/strong> und <strong>Mzima<\/strong> schubst sie weg sobald sie ihr zu nahe kommen. <strong>Taveta<\/strong> ist ein sehr freundlicher kleiner Elefant, immer dazu aufgelegt am Absperrungsseil entlang zu spazieren, das die Elefanten w\u00e4hrend des Schlammbades von den Besuchern trennt. <strong>Mzima<\/strong> hat angefangen dies nachzuahmen, was <strong>Taveta<\/strong> nicht sehr begeisterte, weil er dies als sein Privileg erachtet! <strong>Siria<\/strong> ist sehr gutm\u00fctig und liebevoll, freundlich zu allen, jedoch auf Konkurrenzkurs mit <strong>Shimba<\/strong>. <strong>Shimba<\/strong> wiederum ist der entspannteste Elefant in der Nursery, und hat inzwischen so viel zugenommen, dass er einem Fass auf kurzen Beinen gleicht!<\/p>\n<p>Der Welle an Neuank\u00f6mmlingen folgte ein \u00fcberst\u00fcrztes Umsortieren der Schlafquartiere. Das ist immer ein St\u00f6rfaktor, und es dauert seine Zeit bis sich alle an die neuen Schlafpl\u00e4tze gew\u00f6hnt haben. Jedoch sind die N\u00e4chte hier ohnehin nie besonders ruhig, da sich Trompeten und Kollern von Elefanten mit all den anderen Kl\u00e4ngen der Nacht vermischen. <strong>Sinya<\/strong>, <strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Lempaute<\/strong> teilen sich nun einen neuen Stall. <strong>Kungu<\/strong> und <strong>Barseloi<\/strong> sind in zwei der drei vorderen St\u00e4lle untergebracht. <strong>Kenya<\/strong> und <strong>Suguta<\/strong> n\u00e4chtigen in den beiden Seitenst\u00e4llen. <strong>Dida<\/strong> und <strong>Kimana<\/strong> teilen sich den gr\u00f6\u00dferen Schlafplatz, der vorher von <strong>Shimba<\/strong> besetzt war, mit <strong>Taveta<\/strong> nebenan. <strong>Siria<\/strong> wurde in den fr\u00fcheren Stall von <strong>Lesanju<\/strong> und <strong>Lempaute<\/strong> umgesetzt, und nebenan n\u00e4chtigen <strong>Shimba<\/strong> und <strong>Mzima<\/strong>. Nur <strong>Wasessa<\/strong> und <strong>Kenya<\/strong> sind geblieben, wo sie waren.<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Monat gab es viele Kontakte zu wilden Artgenossen zwischen den \u00e4lteren Ithumba-Waisen, angef\u00fchrt von <strong>Yatta<\/strong> (immer in Begleitung von 2 kleinen milchbed\u00fcrftigen Satelliten: <strong>Orok<\/strong> als <strong>Nasalots<\/strong> Schatten und <strong>Olmalo<\/strong>, der schon immer <strong>Yattas<\/strong> Liebling war). Es ist inzwischen ganz allt\u00e4glich, dass sich <strong>Yattas<\/strong> Gruppe von den J\u00fcngeren absetzt und ohne die Keeper in den Busch verschwindet. Die Elefantenwaisen, die immer noch der Hilfe der Keeper bed\u00fcrfen, haben sich l\u00e4ngst daran gew\u00f6hnt. <strong>Galana<\/strong> und <strong>Sunyei<\/strong> \u00fcbernehmen dabei die Rolle der Mini-Leitk\u00fche. <strong>Yattas<\/strong> Gruppe gesellt sich normalerweise entweder im Busch, beim Schlammbad oder abends in den Stallungen wieder zum Rest der Herde. Offenbar ist sie sich der Tatsache bewusst, dass <strong>Orok<\/strong> und <strong>Olmalo<\/strong> zu gegebener Zeit zur\u00fcck sein m\u00fcssen um ihre Milch mindestens einmal am Tag, manchmal auch 2 bis 3 Mal, zu trinken. Als h\u00e4tte man es beschrien, verschwand <strong>Yattas<\/strong> Gruppe daraufhin f\u00fcr ganze 3 Tage in Folge, also am 9. und kehrte erst am 12. mit den beiden J\u00fcngsten zur Milchmahlzeit zur\u00fcck. Am 14. waren <strong>Yatta<\/strong> und ihre Gruppe f\u00fcr insgesamt 40 Stunden verschwunden, so dass <strong>Orok<\/strong> und <strong>Olmalo<\/strong> wiederholt ihre Milch nicht bekamen. Offenbar haben sie ihr das schwer \u00fcbelgenommen. Danach sorgten sie selbst daf\u00fcr ihre Milch mindestens einmal t\u00e4glich zu erhalten. Am 23. wurden sie von <strong>Mulika<\/strong> und <strong>Kinna<\/strong> eskortiert. Einmal kamen die beiden sogar ohne Begleitung um sich ihre Milch abzuholen, doch <strong>Yattas<\/strong> Gruppe wartete in der N\u00e4he auf ihre R\u00fcckkehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/ithumba31.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/ithumba3-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ithumba3\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Manchmal, wie am 20., kommt es auch vor, dass die gesamte Waisenherde den Tag gemeinsam verbringt. Eine Nacht blieben sie auch in den Stallungen, wobei ihnen das Tor immer offenstand, falls sie sich doch umentschieden um ihre wilden Besucher-\u00a0 zu begleiten, die diesen Monat regelm\u00e4\u00dfig die Wassertr\u00e4nke im Stallgel\u00e4nde aufsuchten.<\/p>\n<p>Rafiki und viele andere wilde Bullen z\u00e4hlten in diesem Monat zu den regelm\u00e4\u00dfigen Besuchern an der Stalltr\u00e4nke. Die Wasserpumpe war im Grunde st\u00e4ndig am Arbeiten! Am 4. brachte <strong>Rafiki<\/strong> einen neuen Freund mit, und beide schlossen sich <strong>Yattas<\/strong> Gruppe an, als diese nachts zum Grasen die Stallungen verlie\u00dfen. Zwei andere Bullen wurden am 8. beim Saufen an der Tr\u00e4nke beobachtet, und zwei weitere kamen am 10. Einer von beiden kehrte sp\u00e4ter zur\u00fcck und zeigte gro\u00dfes Interesse an <strong>Kinna<\/strong>. Rafiki kam am 11. mit einem weiteren Freund, und obwohl <strong>Yatta<\/strong> an diesem Tag ohne sie in den Busch verschwand nachdem sie die J\u00fcngsten zur\u00fcck gebracht hatte, folgten ihr die beiden Bullen sp\u00e4ter nach. Am Abend des 15. kamen drei wilde Bullen zum Saufen, wenig sp\u00e4ter gesellten sich noch 4 weitere hinzu, und um 19 Uhr lag die Zahl der wilden Elefanten, die an der Tr\u00e4nke ihren Durst stillten, bei 11!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/ithumba21.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/ithumba2-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ithumba2\" width=\"244\" height=\"164\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rafiki und zwei seiner wilden Freunde folgten <strong>Yattas<\/strong> Gruppe am 16., am 21. kam er in Begleitung von 6 wilden Elefanten als <strong>Yatta<\/strong> und ihre Gruppe sich am Abend an der Tr\u00e4nke aufhielten. Sp\u00e4ter verschwanden sie alle gemeinsam in der Nacht. Am 22. tranken drei wilde Bullen im Stallgel\u00e4nde, und am 25. reihte sich noch ein Neuling in die Gruppe der Durstigen ein, der sich allerdings erst sp\u00e4t abends an die Tr\u00e4nke traute. Zeitig morgens am 27., um 6 Uhr, sah man einen einzelnen wilden Bullen saufen, dem ein weiterer um 7:30 Uhr folgte, und noch ein anderer kam wenig sp\u00e4ter. Am Morgen des 29. kehrte Rafiki erneut mit einem seiner wilden Freunde zur\u00fcck. Abends sah man sie zuerst mit <strong>Napasha<\/strong>, und sp\u00e4ter versammelte sich auch der Rest von <strong>Yattas<\/strong> Gruppe um sie, und gemeinsam verlie\u00df der Trupp das Stallgel\u00e4nde um die Nacht im Busch zu verbringen. Wann immer die Waisen auf ihre wilden Bekannten treffen, werden sie st\u00fcrmisch begr\u00fc\u00dft mit jeder Menge Gekoller, Trompeten, Urinieren, und vor allem wird versucht den \u00c4lteren zu imponieren! Rafiki hat offenbar die Nachricht \u00fcber eine Wasserquelle im Stallgel\u00e4nde herumposaunt, und da alle Besucher <strong>Yatta<\/strong> offenbar kennen, sind sie \u00fcberhaupt nicht aggressiv gegen\u00fcber den Keepern, falls diese einmal mit den j\u00fcngeren Elefanten in der N\u00e4he sind.<\/p>\n<p>Unsere Waisen haben nicht nur die wilden Elefanten ins n\u00f6rdliche Tsavo zur\u00fcckgebracht und sie an die Anwesenheit ihrer menschlichen Weggef\u00e4hrten gew\u00f6hnt, nein, sie haben vielmehr auch den Anwohnern der umliegenden Siedlungen gezeigt, was es mit dem wahren Charakter dieser sanften Riesen auf sich hat. Regelm\u00e4\u00dfig holt der Trust Schulkinder ins Stallgel\u00e4nde, so dass die Kinder einmal Elefanten aus der N\u00e4he beobachten, in Kontakt kommen und \u00fcber sie lernen k\u00f6nnen. Zum allerersten Mal in ihrem Leben, wurde diesen Einheimischen ein Blick auf die andere Seite erm\u00f6glicht, durch Menschen, die das Privileg genie\u00dfen von den Elefanten geliebt und als Teil ihrer Familie angesehen zu werden. Das Bild, das die Schulkinder bis dahin hatten, erschien auf einmal in einem v\u00f6llig anderen Licht. Sie sehen wie unheimlich sanftm\u00fctig und in ihrem Verhalten den Menschen so \u00e4hnlich die Elefantenwaisen sein k\u00f6nnen. Sie bekommen erz\u00e4hlt, wie die Elefanten ihre Keeper besch\u00fctzen, wenn sie gemeinsam im Busch unterwegs sind; dass Elefanten ihre Babies aus ganzem Herzen lieben und sich mit ganzer Kraft um sie k\u00fcmmern &#8211; genauso wie die Menschen. Sie h\u00f6ren die Geschichten \u00fcber <strong>Yattas<\/strong> Gruppe, die <strong>Olmalo<\/strong> und <strong>Orok<\/strong> p\u00fcnktlich zur Milchmahlzeit zur\u00fcckbringen und wie sie ihre wilden Freunde zum Kennenlernen mitgebracht haben, so dass diese lernen, dass nicht alle Menschen eine Bedrohung sind, sonders dass es ebenso friedfertige und liebevolle Menschen gibt, die den Elefanten nur das Beste wollen. Kein Stammesangeh\u00f6riger der Wakamba w\u00fcrde diese Dinge glauben, h\u00e4tte er sie nicht mit eigenen Augen gesehen, geschweige denn h\u00e4tte er einen Elefanten angefasst, der ihn um einiges \u00fcberragt. Der Aufseher berichtete sp\u00e4ter, dass die Ehefrau eines Wilderers so ger\u00fchrt war von allem, was sie gesehen hatte, dass sie sich von ihrem Mann scheiden lassen w\u00fcrde, sollte er einem Elefanten jemals wieder etwas zu Leide tun!<\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe:<\/strong><\/p>\n<p>Auch in diesem Monat sahen die Voi-Waisen keinen Grund zur R\u00fcckkehr in ihre alten Stallungen. Das ist schon \u00fcberraschend, da die Trockenzeit derzeit ja ihren H\u00f6hepunkt erreicht hat und sowohl Futter als auch Wasser knapp werden. Allerdings wurden <strong>Emilys<\/strong> und <strong>Natumis<\/strong> Gruppezweimal zusammen inmitten einer wilden Herde in der N\u00e4he der Ngutuni Ranch gesichtet, wo es mehr Futterm\u00f6glichkeiten gibt. <strong>Uaso<\/strong>, <strong>Mpenzi<\/strong> und <strong>Lissa<\/strong> mit ihren beiden Babies waren auch dabei, und alle befanden sich in einem guten Zustand. V\u00f6llig au\u00dfer sich vor Freude lie\u00dfen sie es sich jedoch nicht nehmen, ihre Keeper kurz zu begr\u00fc\u00dfen, bevor sie zu ihren wilden Freunden zur\u00fcckkehrten. Dieses Ereignis wurde zuf\u00e4llig sogar von einem deutschen Filmteam festgehalten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/lissa-her-two-calves-drinking-at-the-stkd-11.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2008\/10\/lissa-her-two-calves-drinking-at-the-stkd-1-thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"Lissa &amp; her two calves drinking at the stkd (1)\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Es war ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hektischer Monat in der Nairobi-Nursery. Drei weitere Elefantenbabies mussten gerettet und in die Nursery geflogen werden, so dass es mittlerweile 14 Elefantenwaisen in der Gruppe gibt &#8211; so viele hatten wir vorher noch nie auf einmal zu versorgen. Das zog nat\u00fcrlich auch eine Um- und Doppelbesetzung der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-september\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im September\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=360"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":419,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions\/419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}