{"id":3797,"date":"2013-06-15T08:55:46","date_gmt":"2013-06-15T07:55:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3797"},"modified":"2013-06-15T08:55:46","modified_gmt":"2013-06-15T07:55:46","slug":"die-sudliche-auswilderungsson-der-waisenelefanten-im-tsavo-east-nationalpark-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-sudliche-auswilderungsson-der-waisenelefanten-im-tsavo-east-nationalpark-2\/","title":{"rendered":"Die s\u00fcdliche Auswilderungsson der Waisenelefanten im Tsavo-East Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p>2 Millionen Hektar trostlose, d\u00fcrre und unbewohnte Taru-W\u00fcste bildeten eine hervorragende nat\u00fcrliche Grenze zwischen der gesch\u00e4ftigen, fruchtbaren \u00f6stlichen K\u00fcstenlinie Kenias und dem Landesinneren. Dieses Gebiet wurde 1949 der Tsavo-Nationalpark. Es war das einzige leere gro\u00dfe St\u00fcck Land, das die damalige koloniale Regierung entbehren konnte um gr\u00f6\u00dfere Elefanten- und Spitzmaulnashornpopulationen zu beherbergen. Das Land war \u00f6des, stacheliges Dickicht, da es nie von Menschen bewohnt worden war. Es war viel zu trocken f\u00fcr Landwirtschaft und durch die Schlafkrankheit \u00fcbertragende Tsetsefliege t\u00f6dlich f\u00fcr Vieh. Doch das Land war das Zuhause von tausenden Elefanten und gut 8000 Spitzmaulnash\u00f6rnern. Antilopen und \u00e4hnliche Savannentiere gab es aufgrund der Beschaffenheit des Gel\u00e4ndes nur wenig und diese waren durch das Commiphora-Dickicht gut verborgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><object width=\"560\" height=\"315\" classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/VLI4mhE46So?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed width=\"560\" height=\"315\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/VLI4mhE46So?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0\" allowFullScreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" \/><\/object><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der inzwischen verstorbene David Sheldrick bekam seinerzeit die Aufgabe, die Infrastruktur anzulegen, die das trostlose, als Taru-W\u00fcste bekannte \u00c3\u2013dland in das verwandeln sollte, was heute der Tsavo-Nationalpark ist. Er war 1952 der erste, der gl\u00fccklose Waisen rettete: Die ersten zwei Elefanten waren Samson und Fatuma, denen zu Davids Lebzeiten noch viele folgten, auch Spitzmaulnashornk\u00e4lber. Eines der Nash\u00f6rner wurde erst letztes Jahr Opfer von Wilderern auf der Solio Ranch und war zu dem Zeitpunkt mit gut 30 Jahren m\u00f6glicherweise das \u00e4lteste noch lebende Nashorn in Afrika. Tsavos Waisenb\u00fcffel bildeten die erste B\u00fcffelherde im heutigen Nairobi-Nationalpark, es gab viele gro\u00dfe wie kleine Waisenantilopen und viele andere Waisen, die alle im Laufe der Zeit in die Wildnis zur\u00fcckkehrten und dort ein wildes Leben f\u00fchrten. Davids Erbe lebt im David Sheldrick Wildlife Trust weiter, der nach seinem Tod 1977 in Gedenken an ihn gegr\u00fcndet wurde, um seine Artenschutzvisionen weiterzuf\u00fchren.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013932-pic5.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013924-pic5.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Infrastuktur, die David vor so langer Zeit in Tsavo aufbaute, enthielt auch die ersten Waisenstallungen hinter seinem Haus in Tsavo, das heute von einem neuen Parkleiter bewohnt wird. Diese sind noch immer der Kern der heutigen Voi-Elefanten-Auswilderungsstation und wurden vergr\u00f6\u00dfert und erweitert, um die immer noch wachsende Zahl an Elefantenwaisen beherbergen zu k\u00f6nnen, die vom David Sheldrick Wildlife Trust im Waisenhaus in Nairobi aufgezogen werden. Ein Teil der urspr\u00fcnglich drei robusten St\u00e4lle verwandelte sich im Laufe der Zeit in die K\u00fcche der Keeper sowie in einen \u00fcberdachten Bereich, in dem die t\u00e4glichen Milchrationen f\u00fcr die noch milchabh\u00e4ngigen Waisen gemischt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013924-pic3.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013932-pic4.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine neuere Erweiterung ist das gro\u00dfe, von Elektroz\u00e4unen umgebene Gehege, das einst <b>Emily<\/b> und ihre Waisenfamilie bewohnten und das heute als Heilungs- und Erholungsgehege f\u00fcr verletzte Ex-Waisen dient, die auf der Suche nach Hilfe zu ihrer fr\u00fcheren menschlichen Familie zur\u00fcckkehren. Das waren zum Beispiel Ex-Waise <b>Solango<\/b>, dem es gelang, mit einem gebrochenen Bein zur\u00fcckzuhumpeln, Ex-Waise <b>Ndara<\/b>, die mit einem Giftpfeil in ihrem K\u00f6rper zur\u00fcckkam und nat\u00fcrlich den noch abh\u00e4ngigen <b>Shimba<\/b>, nachdem er von einem L\u00f6wen angefallen war als er eine Nacht bei wilden Freunden drau\u00dfen war, die gemeinsam mit den Waisen w\u00e4hrend eines angsteinfl\u00f6\u00dfenden Gewitters flohen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013924-pic6.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013929-pic2.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der David Sheldrick Wildlife Trust hat seit Davids Tod \u00fcber 150 waise Elefanten mit der Flasche aufgezogen, von denen im Moment 17 in der Auswilderungsstation in Voi ihre N\u00e4chte verbringen. \u00dcber 45 Ex-Waisen, die von dort aus ausgewildert wurden, f\u00fchren inzwischen vollkommen normale Leben in der Wildnis. Einige haben selbst wild-geborene Babys, die sie stolz bei ihren fr\u00fcheren Keepern vorzeigen, die dort noch immer ihr Bestes geben um die n\u00e4chste Gruppe Waisenelefanten aus dem Waisenhaus in Nairobi dahin zur\u00fcckzuf\u00fchren wo sie hingeh\u00f6ren, in die Wildnis!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/66201393223-pic1.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013932-pic3.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Tag der Waisen in Voi beginnt zum Sonnenaufgang, zu dem sie aus ihren Nachtgehegen gelassen werden. Diejenigen, die noch immer Milch brauchen, eilen dann zu ihrer ersten Milchf\u00fctterung des Tages, w\u00e4hrend die anderen, die bereits von der Milch entw\u00f6hnt wurden, die bereitgestellten Leckereien genie\u00dfen. Hier gesellen sich manchmal die Ex-Waisen dazu, die jetzt wild leben, aber den Kontakt mit den Waisen aufrechterhalten. Alle Waisen bilden einen gro\u00dfen, locker-famili\u00e4ren Zusammenschluss und wann immer sie zuf\u00e4llig in der Gegend sind, besuchen die wilden Ex-Waisen die j\u00fcngeren Waisen. Entweder kommen sie als ganze Herde, die oft auch noch wilde befreundete Anh\u00e4ngsel enth\u00e4lt oder manchmal auch einzeln oder in kleinen Splittergruppen, die sich zeitweise von der Herde gel\u00f6st haben. Dabei kommunizieren sie mit der Herde \u00fcber tieffrequenten Infraschall, der \u00fcber weite Strecken \u00fcbertragen wird und f\u00fcr die menschlichen Ohren unh\u00f6rbar ist. Manchmal treffen die Ex-Waisen auch drau\u00dfen im Busch oder beim Mittagsschlammbad (wo auch immer das gerade stattfindet) auf die abh\u00e4ngigen Waisen. Falls einer von ihnen verletzt ist und sich im Krankengehege erholt, kommen die Ex-Waisen vorbei und besuchen den Kranken, genau wie Menschen ihre Liebsten im Krankenhaus besuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013929-pic4.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013929-pic5.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach der ersten F\u00fctterung des Tages d\u00fcrfen auch die Keeper fr\u00fchst\u00fccken, w\u00e4hrend die Waisen \u00fcblicherweise verschiedenen Spielchen nachgehen. Sie lieben es, sich gegenseitig in einer Art Versteckspiel zu jagen, die jungen Bullen verwickeln sich in Ringk\u00e4mpfe um ihre Kr\u00e4fte zu messen (was sowieso ihr liebster Zeitvertreib ist) und die gr\u00f6\u00dferen M\u00e4dchen \u00fcbernehmen die Aufsicht \u00fcber alle kleineren Elefanten und stehen bereit um die Disziplin wieder herzustellen, wenn das was als Spa\u00dfkampf begann in einen ernsteren Streit \u00fcbergeht und dann einer um Hilfe schreit.<\/p>\n<p>Sobald die Keeper ihr Fr\u00fchst\u00fcck beendet haben, machen sich die Waisen auf hinaus in den Busch um dort zu grasen. Die Elefanten entscheiden selbst, in welche Richtung es geht und die Keeper folgen ihnen lediglich, um den Elefanten das beruhigende Gef\u00fchl zu geben, dass jemand auf sie aufpasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/66201392922-pic1.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013924-pic4.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des vormitt\u00e4glichen Grasens treffen die Waisen h\u00e4ufig auf freundliche Herden und manchmal weniger freundliche wilde Leitk\u00fche, die sie mit einem tiefen Kollern und aufgestellten Ohren verscheuchen. Bei diesen Gelegenheiten bleiben die Keeper immer in sicherem Abstand und beobachten das Verhalten ihrer Sch\u00fctzlinge. All das wird f\u00fcr die t\u00e4glichen Eintr\u00e4ge in dem monatlich erscheinenden Tagebuch der Keeper genau beobachtet und notiert.<\/p>\n<p><b>Lesanju<\/b> ist im Moment die Leitkuh der keeperabh\u00e4ngigen Waisen und wird dabei von den anderen \u00e4lteren K\u00fchen <b>Wasessa<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Sinya<\/b>, <b>Kenia<\/b> und <b>Ndii<\/b> f\u00e4hig unterst\u00fctzt. <b>Lesanju<\/b> neigt dazu, misstrauisch zu sein, wenn sich die Ex-Waisen zu ihnen gesellen, da sie f\u00fcrchtet, dass sie ein Mitglied ihrer Herde entf\u00fchren k\u00f6nnten. Babyklau ist \u00fcblich unter Elefantenk\u00fchen, die ihre eigene Familie verloren haben. Heutzutage sind komplette Familienverb\u00e4nde durch die zunehmenden Wildereien, die das Sozialgef\u00fcge der wilden Elefanten Afrikas betr\u00e4chlich gest\u00f6rt haben, selten. <b>Lesanju<\/b> versucht also, ihre Gruppe in eine andere Richtung zu steuern, wenn sie sieht, dass die Ex-Waisen auf dem Weg zu ihnen sind oder wenn sie auf eine wilde Herde sto\u00dfen. Trotzdem ist es nicht un\u00fcblich, dass ein Elefant der Waisengruppe entscheidet, sich probeweise einer wilden Herde anzuschlie\u00dfen und in dem Fall kann <b>Lesanju<\/b> nichts dagegen tun, da sich Elefantenk\u00fche (genau wie die Bullen) den \u00e4lteren beugen. In letzter Zeit gew\u00f6hnt sich <b>Lesanju<\/b> aber daran, die Ex-Waisen um sich zu haben und erlebte auch das Verschwinden einer Elefantenkuh ihrer Herde, die entschieden hatte, dass es schon an der Zeit ist, wild zu leben. Trotzdem ist sie am gl\u00fccklichsten, wenn sie ihre ganze Waisenfamilie f\u00fcr sich hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013932-pic2.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013924-pic2.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn es Mittag wird, werden die milchabh\u00e4ngigen Waisen unruhig und sind erpicht darauf, ihre Mittagsmilchportion zu bekommen. Sie wissen genau, dass es an der Zeit ist und machen sich zusammen mit ihren Keepern auf den Weg zum Schlammloch, wo die Milch auf sie wartet. In der Zwischenzeit wurde die Milch an den Stallungen zusammengemischt und in Flaschen zum Schlammbad gebracht. Das Schlammbad findet in der Regenzeit an einem der vielen nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher statt, die einen Swimming-Pool f\u00fcr die Elefanten darstellen. In der Trockenzeit dagegen m\u00fcssen die Keeper Wasser heranholen, um den Waisen ihr Schlammbad zu liefern. Das ist sehr wichtig f\u00fcr ihre Hautpflege, da Elefanten keine Schwei\u00dfdr\u00fcsen haben und so ihre K\u00f6rpertemperatur auf andere Weise regulieren m\u00fcssen. W\u00e4hrend die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Milch trinken, saufen die anderen Elefanten aus bereitgestellten F\u00e4ssern das Wasser, das extra daf\u00fcr t\u00e4glich frisch dort eingef\u00fcllt wird. Oft tauchen wilde Herden auf und leeren die Tr\u00e4nken noch bevor die Waisen dort ankommen, sodass der Tankwagen noch einmal kommen muss! Seit Kurzem bleibt daher einer der Keeper zur\u00fcck um die Tr\u00e4nken zu bewachen und zu verhindern, dass sie von wilden Besuchern geleert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013929-pic3.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/66201393324-pic1.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An hei\u00dfen Tagen bietet das Schlammbad eine tolle Gelegenheit zum W\u00e4lzen, Spielen, Umherrollen, Aufeinandersteigen und ganz allgemein zum Spa\u00df haben. Die Waisen spielen, wie es sich gerade ergibt und auch diese Ereignisse werden f\u00fcr das Tagebuch der Keeper festgehalten. Manchmal gesellen sich entweder die Waisen oder wilde Elefantenfreunde zu ihnen und verbringen auch sp\u00e4ter Zeit mit den Waisen beim nachmitt\u00e4glichen Grasen, bevor es dann an der Zeit ist, f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren. Dort gibt es die letzte Milchf\u00fctterung des Tages, bevor sie sich in ihre Gehege zur\u00fcckziehen. Inzwischen liegen schon frisch geschnittene Grewia-Zweige f\u00fcr die Waisen als abendliche und n\u00e4chtliche Naschereien bereit und die weiche rote Erde ist zu B\u00f6schungen aufgeh\u00e4uft, gegen die sich die Waisen gern lehnen, w\u00e4hrend sie schlafen. Die Rinde des Grewia ist sehr nahrhaft und enth\u00e4lt viele wichtige Mineralien und Spurenelemente, die die Elefanten brauchen um kr\u00e4ftige Knochen auszubilden. Die Waisen entrinden die Zweige, indem sie sie im Mund mit dem R\u00fcssel herumdrehen und so ein St\u00fcck Rinde lockern, die Rinde dann st\u00fcckchenweise abziehen und fressen. Am n\u00e4chsten Morgen liegen dann nur noch die \u00fcbriggebliebenen nackten Zweige ohne die Rinde da, die die Keeper dann benutzen, um ihre Mahlzeiten zu kochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013933-pic2.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/>&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dswt.org\/Updates_files\/662013932-pic6.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" align=\"BOTTOM\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Auswilderungsstationen schlafen die Keeper nicht mehr mit bei den Elefanten, wie sie das noch in Nairobi tun, aber einige sind immer in der N\u00e4he im Dienst, f\u00fcr den Fall, dass in der Nacht eine menschliche Gegenwart zur Beruhigung ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Elefanten altern auf die gleiche Weise wie Menschen. Die Waisen sind also \u00fcblicherweise die ersten 10 Jahre ihres Lebens keeperabh\u00e4ngig. Im Gegensatz zu Menschen aber, die alles lernen m\u00fcssen, sind Elefanten mit dem Grundwissen zum \u00dcberleben geboren. Da sie regelm\u00e4\u00dfig typischen Wildnissituationen ausgesetzt werden, verfeinern sie dieses Wissen und sind gut ausgestattet, wenn sie sich selbst sicher genug f\u00fchlen, die menschliche Obhut zu verlassen und wieder in die Wildnis zur\u00fcckkehren.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-sudliche-auswilderungsson-der-waisenelefanten-im-tsavo-east-nationalpark-2\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 Millionen Hektar trostlose, d\u00fcrre und unbewohnte Taru-W\u00fcste bildeten eine hervorragende nat\u00fcrliche Grenze zwischen der gesch\u00e4ftigen, fruchtbaren \u00f6stlichen K\u00fcstenlinie Kenias und dem Landesinneren. Dieses Gebiet wurde 1949 der Tsavo-Nationalpark. Es war das einzige leere gro\u00dfe St\u00fcck Land, das die damalige koloniale Regierung entbehren konnte um gr\u00f6\u00dfere Elefanten- und Spitzmaulnashornpopulationen zu beherbergen. 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