{"id":3930,"date":"2013-07-21T20:51:07","date_gmt":"2013-07-21T19:51:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=3930"},"modified":"2013-07-21T20:51:07","modified_gmt":"2013-07-21T19:51:07","slug":"voi-juni-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-juni-2013\/","title":{"rendered":"Voi Juni 2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\"><strong>Samstag, 1. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen brachen zum Sonnenaufgang auf, um an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs zu grasen. In der Gegend gab es jede Menge wilde Elefantenherden, mit denen sie sich h\u00e4tten anfreunden k\u00f6nnen, wenn sie gewollt h\u00e4tten, doch Lesanju teilt ihre Herde nicht gern mit Anderen, weil sie f\u00fcrchtet, Mitglieder zu verlieren. Mzima schloss sich Emilys Ex-Waisenherde an, doch die Keeper riefen ihn zur\u00fcck. Der gro\u00dfe Junge Laikipia gab sein Bestes, um Mzima davon abzubringen, zu den Keepern zur\u00fcckzugehen. Eine wilde Elefantenkuh, die bei den Ex-Waisen war, drohte den Keepern kurz, aber h\u00f6rte dann auf das Stichwort der Ex-Waisen und ging langsam zur\u00fcck. In der Zwischenzeit war Lesanjus Gruppe bereits beim Schlammloch. Lesanju blieb etwas zur\u00fcck, kratzte sich an einem Baum und wartete ab, bis die Ex-Waisen mit Mzima auftauchten. Sie rannte ihnen sofort entgegen, begr\u00fc\u00dfe Mzima und pr\u00fcfte, ob er OK ist. Danach schlammbadeten alle Waisen gemeinsam, bis sich die Ex-Waisen wieder auf den Weg machten und Mzima mit sich nahmen.<br \/>\nDie kleinen Jungs Dabassa, Tassia, Taveta, Layoni und Rombo versuchen auch oft, sich wegzuschleichen, damit sie miteinander ringen k\u00f6nnen, ohne von den \u00e4lteren K\u00fchen unterbrochen zu werden. Das erh\u00f6ht nat\u00fcrlich Lesanjus \u00c4ngste, Herdenmitglieder zu verlieren, noch weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71320136430-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima mit Laikipia<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Sonntag, 2. Juni 2013<\/strong><br \/>\nShimba, der sich immer noch von seinen L\u00f6wenbissen erholt, blieb in der N\u00e4he der Stallungen und graste mit Klein-Panda, als Sinya die Waisen hinaus zum Grasen f\u00fchrte. Obwohl Sinya die Gruppe sehr gern anf\u00fchrt, neigt sie dazu, auf dem Weg von kleinen Leckerbissen abgelenkt zu werden, sodass sie die Gruppe orientierungslos zur\u00fcck l\u00e4sst. Dann eilt immer Lesanju nach vorn und \u00fcbernimmt die F\u00fchrung, denn jetzt in der Trockenzeit brauchen sie jede Minute des Tages, um ihre B\u00e4uche ausreichend zu f\u00fcllen.<br \/>\nLesanju f\u00fchrte die Gruppe heute um 11 Uhr zum gro\u00dfen Wasserloch, in dem Kivuko, Taveta, Kenia und Dabassa l\u00e4nger verweilten, w\u00e4hrend der Rest sich schon mit einem Staubbad abtrocknete. Danach grasten die Waisen f\u00fcr den Rest des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201364916-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shimba und Panda bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Montag, 3. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre Leckereien gefressen und Rombo und Ndii Fangen gespielt hatten, f\u00fchrte Lesanju die Waisen hinaus zum Grasen. Erneut waren viele wilde Elefantengruppen in der Gegend und heute schlossen sich die Waisen kurz einer kleinen achtk\u00f6pfigen Elefantenfamilie an, bis sich die Leitkuh der Gruppe von einem gro\u00dfen wilden Bullen vertreiben lie\u00df. Ein zweiter, noch gr\u00f6\u00dferer Bulle n\u00e4herte sich dann dem ersten Bullen, der gerade auf dem Weg zu einer anderen gro\u00dfen wilden Elefantenherde war und zwischendrin im Schatten eines Baums halt machte, um ein paar Vogelnester zu pfl\u00fccken und seinen Rivalen im Auge zu behalten. Nachdem er Sinya sah, die in einigem Abstand zu den anderen Waisen graste, n\u00e4herte er sich ihr, doch Sinya floh und versteckte sich hinter Wassessa, die in der N\u00e4he war und fra\u00df. Als Wasessa bemerkte, dass der gro\u00dfe wilde Bulle n\u00e4her kam, rannte auch sie schreiend zum Rest der Herde. Lesanju f\u00fchrte ihre Herde von der Aufregung weg und zum Schlammloch.<br \/>\nKenia w\u00e4lzte sich mit viel Freude im Schlamm, auch nachdem die anderen bereits beim Staubbad waren. Dort rieb sich Taveta beim Gehen mit dem R\u00fcssel den Schlamm aus den Augen und Dabassa und Kivuko liefen nebeneinander, obwohl sie sonst nicht die besten Freunde sind.<br \/>\nAlle grasten f\u00fcr den Rest des Tages, bevor es am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201365859-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rombo und Ndii<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Dienstag, 4. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen machten es sich heute zum Grasen auf der Ostseite des Mazinga-Bergs bequem. Dort waren sie zwischen vielen wilden Elefantenherden. Die Waisenbullen n\u00e4herten sich einer wilde Herde, deren K\u00fche gerade von zwei wilden Bullen n\u00e4her untersucht wurden. Obwohl Lesanju und die Waisenk\u00fche versuchten, einen Sicherheitsabstand zu halten, fanden sie sich pl\u00f6tzlich von wilden Elefanten umzingelt. Unter diesen waren ein paar junge K\u00e4lber, die die Aufmerksamkeit von Lesanju, Wasessa, Sinya und Lempaute auf sich zogen, bis Lesanju pl\u00f6tzlich bemerkte, dass einer der wilden Bullen ein Auge auf sie geworfen hatte. Sie sah eiligst zu, dass sie weg kam, woraufhin die zwei Bullen in einen Kampf gerieten. Das veranlasste die M\u00fctter der jungen K\u00e4lber, den Ort des Geschehens zu verlassen und die Waisen machten es ihnen nach und eilten zu ihren Keepern. Danach grasten sie in Ruhe weiter, bis es an der Zeit f\u00fcr das Schlammbad war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7132013765-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Herde mit Kalb<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Mittwoch, 5. Juni 2013<\/strong><br \/>\nKenia f\u00fchrte die Waisen heute auf den Weg zu den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs an, als Emilys Ex-Waisen-Herde mit zwei Bullen auftauchte, die sehr interessiert an Edie und Sweet Sally waren. Icholta gesellte sich zu den in der N\u00e4he fressenden Waisen, w\u00e4hrend Emily und die anderen Ex-Waisen aus einem Wasserloch soffen. Emilys Baby Eve nutzte die Gelegenheit bei ihrer Mutter zu saugen, w\u00e4hrend einer der wilden Bullen immer in Sweet Sallys N\u00e4he blieb um sicherzugehen, dass sein Rivale ihm nicht zuvorkam. Emily und die Ex-Waisen gingen dann mit den wilden Bullen im Schlepptau zur Wassertr\u00e4nke der Stallungen, die sie recht schnell leergesoffen hatten. Dann stellten sich Vita, Lolokwe und Emilys Kalb Eve in die Tr\u00e4nke um zu demonstrieren, dass mehr Wasser ben\u00f6tigt wird und bliesen gleichzeitig Luft durch ihre R\u00fcssel um die Aufmerksamkeit der Keeper zu wecken.<br \/>\nIn der Zwischenzeit kamen die Waisen und Icholta beim Schlammloch an. Genau in dem Moment f\u00fcllte der LKW die Wassertonnen, sodass die Waisen auch ihren Anteil abbekamen. (Es war vorher oft passiert, dass wilde Elefanten alles ausgesoffen hatten und der LKW eine zweite Runde fahren musste, weil die Waisen alles nur leer vorfanden.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201371634-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Icholta gesellt sich zu den Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Donnerstag, 6. Juni 2013<\/strong><br \/>\nLesanju und Wasessa f\u00fchrten ihre Gruppe den Mazinga-Berg hinauf, da sie erpicht darauf waren, heute die wilden Herden zu umgehen, die erneut von einigen gro\u00dfen Elefantenbullen untersucht wurden, die immer zwischen den Herden hin und her liefen.<br \/>\nDa es ein k\u00fchler Tag war, entschieden sich die Waisen, heute auf das Schlammbad zu verzichten, und d\u00f6sten herum und \u00fcberlegten, was sie nun stattdessen tun k\u00f6nnten. In dem Moment kamen Emily und die Ex-Waisen mit den Verehrern von Edie und Sweet Sally an. Die zwei Gruppen kollerten sich Begr\u00fc\u00dfungen zu. Die Ex-Waisen soffen aus, was noch \u00fcbrig war und Sweet Sally wurde streng von dem gr\u00f6\u00dferen der beiden Bullen bewacht, w\u00e4hrend sich der j\u00fcngere auf Edie konzentrierte, die immer versuchte, sich von ihm zu l\u00f6sen.<br \/>\nTaveta und Tassia wollten gern bei Mzima und den Ex-Waisen bleiben, doch Lesanju versuchte verzweifelt, ihre Gruppe wegzutreiben. Die Ex-Waise Seraa versuchte ihr M\u00f6glichstes, um ein paar von Lesanjus Herdenmitglieder wegzulocken.<br \/>\nAuf dem Weg wieder den Mazinga-Berg hinauf traf Lesanjus Gruppe auf die Ex-Waisenbullen Irima, Tsavo, Lolokwe und einen jungen wilden Bullen ihres Alters, die allesamt von Sallys und Edies wilden Verehrern aus der Hauptherde der Ex-Waisen verscheucht worden waren.<br \/>\nSp\u00e4ter traf Lesanjus Gruppe noch auf eine bekannte wilde Elefantenkuh, die normalerweise drei K\u00e4lber dabei hat, von denen das j\u00fcngste erst drei Wochen und das \u00e4lteste circa acht Jahre alt ist. Sie hatte offenbar ihre Familie an eine andere Herde verloren und rannte auf der Suche nach ihnen schreiend und trompetend umher.<br \/>\nDie Waisen hatten gerade begonnen in Ruhe zu grasen, als Edie schreiend angerannt kam, dicht gefolgt von ihrem Verehrer, der sie einholte, und versuchte, sich mit ihr zu paaren. Das versetzte die Waisen in Angst und Schrecken, sodass sie schutzsuchend zu den Keepern rannten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201372225-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju auf dem Weg bergauf<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Freitag, 7. Juni 2013<\/strong><br \/>\nSweet Sally f\u00fchrte einige der Ex-Waisen zur Wassertr\u00e4nke bei den Stallungen und sie kamen alle sehr durstig dort an. Die zwei wilden Verehrer hatten die Gruppe verlassen und der gr\u00f6\u00dfte Ex-Waisenbulle Laikipia versuchte sein Gl\u00fcck bei Sweet Sally. W\u00e4hrend er sie jagte, fing Emily ihn ab, unterst\u00fctzt von ihrem Kalb Eve, die sich aber sp\u00e4ter zur\u00fcckzog, sodass Emily sich allein um Laikipia k\u00fcmmern musste. Die anderen Ex-Waisen wollten nicht in die Streitigkeiten hineingezogen werden und blieben noch f\u00fcr eine Stunde auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen.<br \/>\nSchlie\u00dflich traf Sweet Sally auf die Waisen, die gerade an den H\u00e4ngen des Bergs grasten, doch eilte sie wieder davon, statt ihnen Gesellschaft zu leisten, da Laikipia ihr immer noch auf den Fersen war. Sie versteckte sich hinter einem Felsen und als Laikipia sie eingeholt hatte, rannte sie so schnell sie konnte zu Emily und dem Rest der Ex-Waisen-Herde. Doch Laikipia gab immer noch nicht auf.<br \/>\nDie Waisen und die Ex-Waisen ruhten sich noch eine Weile im Schatten aus und gingen dann zum Schlammloch bei den Stallungen, wo Shimba und Panda gerade ihre Mittagsmilch bekamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201372629-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sweet Sally und die Ex-Waisen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Samstag, 8. Juni 2013<\/strong><br \/>\nHeute Mittag f\u00fchrte Kenia die Waisen zum Schlammloch, wo sie ihren Durst l\u00f6schten und nur etwas Wasser herumspritzten, da heute wieder kein Schlammbadwetter war. Stattdessen gruben sie f\u00fcr ein Staubbad etwas Erde aus, bis Lesanju das Zeichen zum Aufbruch gab und sie wieder zum Fressen auf den Berg hinauf gingen.<br \/>\nUm 14:45 kam Emilys Herde zur Wassertr\u00e4nke bei den Stallungen und hatte einen wilden Bullen dabei, der eine Wunde hatte, die wie eine Pfeilwunde aussah, aber ansonsten in gutem Zustand war. Er war sehr freundlich gegen\u00fcber Mweya, aber durch die Anwesenheit der Keeper etwas ver\u00e4ngstigt. Er \u00fcbernahm das Verhalten der Ex-Waisen und trank aus der Tr\u00e4nke, behielt die Keeper aber immer im Auge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201373020-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Auf in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Sonntag, 9. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNun, da die nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher austrocknen, m\u00fcssen die wilden Elefanten weite Strecken zur\u00fccklegen um genug Wasser und Nahrung zu finden. Einige graben im Flussbett des ausgetrockneten Voi-Flusses nach Wasser. Lesanju f\u00fchrte die Waisen zuerst in das offene Gel\u00e4nde des Parks, doch entschied dann, dass sie auf dem Berg doch besseres Futter finden, sodass sie sich f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil des Tages dort oben aufhielten.<br \/>\nDie milchabh\u00e4ngigen Waisen kamen zuerst zum Schlammloch um ihre Mittagsmilch abzuholen, doch der Rest der Waisenherde folgte ihnen und alle schlammbadeten fr\u00f6hlich gemeinsam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71320137346-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen am Fu\u00df des Bergs<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Montag, 10. Juni 2013<\/strong><br \/>\nShimba heilt gut und erlangt langsam seine Kr\u00e4fte zur\u00fcck, nachdem er nach einem L\u00f6wenangriff schon dem Tod in die Augen geschaut hatte. Er f\u00fchrte heute die kleine Panda zu der Stelle, an der es viel leckeres Gr\u00fcnzeug gibt. Panda geht es auch gut, insbesondere jetzt, da sie Shimba als Gesellschaft da hat.<br \/>\nIn der Zwischenzeit grasten Lesanjus Waisen bis mittags, dann gingen sie zum Schlammloch und zur Milchausgabe, aber w\u00e4lzten sich heute nicht, da es erneut zu kalt war. Kenia, Layoni, Ndii, Dabassa und Kivuko waren die ersten, die ihre Milch bekamen, danach folgten Taveta, Tassia und Rombo. Danach f\u00fchrte Lesanju ihre Herde zum Westen des Parks, wo sie f\u00fcr den Rest des Tages grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201373858-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shimba grast in der N\u00e4he der Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Dienstag, 11. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch freuten sich die Waisen \u00fcber den Besuch einer kleinen wilden Elefantenherde. Die j\u00fcngeren Herdenmitglieder nutzten die Gelegenheit, ihre Kr\u00e4fte mit Taveta, Tassia, Dabassa und Ndii zu messen und die wilde Leitkuh hatte keine Einw\u00e4nde gegen die Spielereien. Die zwei Gruppen trennten sich gegen Mittag, als die Waisen sich auf den Weg zum Schlammloch machten. Alle hatten viel Spa\u00df im Matsch und kehrten danach zum Grasen zu den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/713201374310-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Mittwoch, 12. Juni 2013<\/strong><br \/>\nShimba und Panda blieben wie \u00fcblich in der N\u00e4he der Gehege, als die anderen sich auf den Weg zum Grasen an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs machten, bis sie zur Mittagszeit f\u00fcr ihre Milch und ein Schlammbad zu den Stallungen zur\u00fcck kehrten.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen die Waisen zum Grasen in Richtung Osten.<br \/>\nIn der Zwischenzeit kam der Ex-Waise Tsavo allein zu den Stallungen und traf dort auf Shimba, Panda und Layoni, der zur\u00fcckgeblieben war und nun rennen musste, um Lesanjus Herde wieder einzuholen. Tsavo wollte Shimba gern zu einem Ringkampf herausfordern, doch Shimba f\u00fchlte sich noch nicht stark genug daf\u00fcr und ging weg und \u00fcberlie\u00df es Panda, Tsavo bei der Wassertr\u00e4nke zu besch\u00e4ftigen.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen gemeinsam mit zwei wilden K\u00fchen und ihrem Nachwuchs. Die gr\u00f6\u00dferen Waisenk\u00fche \u00fcbten, Kinderm\u00e4dchen f\u00fcr die kleinen K\u00e4lber zu sein.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Abend f\u00fchrte Kenia die Gruppe zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201315310-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tsavo mit Panda<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Donnerstag, 13. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNach dem Schlammbad hatten die Waisen ein Staubbad in einer Senke, wo die Jungs ihre \u00fcblichen Ringk\u00e4mpfe durchf\u00fchrten. Tassia und Mzima versuchten, eine kleine Akazie umzusto\u00dfen, was darin endete, dass Mzima Tassia in einen Ringkampf verwickelte, der in einen harten Kampf ausartete. Die Keeper griffen ein, um den Frieden wiederherzustellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201315754-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia grast unter einem Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Freitag, 14. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNoch vor den morgendlichen Leckereien gab es Spielereien mit vielem fr\u00f6hlichen Trompeten und Kollern und nach den Leckereien gingen die Spiele erst richtig los.<br \/>\nAuf dem Weg zum Grasen f\u00fchrte Lesanju die Waisen an und Lempaute bildete die Nachhut um sicherzugehen, dass sich keiner der frechen Jungs wegschleichen konnte. Die Waisen grasten bis mittags. Kenia, Ndii, Dabassa und Layoni waren die ersten, die ihre Milch bekamen, die anderen folgten sp\u00e4ter. Obwohl sie zuerst etwas zur\u00fcckhaltend waren, gingen sie sp\u00e4ter doch alle in das Schlammloch, und Rombo, Mzima, Dabassa und Kenia blieben am l\u00e4ngsten drin, w\u00e4hrend die anderen schon beim Staubbad waren. Rombo und Taveta hatten einen tollen Schlammbad-Ringkampf, in dem Rombo pl\u00f6tzlich im Schlamm stecken blieb, sodass Taveta den Kampf ohne M\u00fche f\u00fcr sich entscheiden konnte. Als Rombo endlich aus dem Schlamm herausgekommen war, blieb Taveta sicherheitshalber noch drin, da er wusste, dass Rombo drau\u00dfen auf eine Revanche wartete. Als Rombo bemerkte, dass Taveta zu feige war, um sich ihm zu stellen, rannte er mit lautem Trompeten zum Rest der Herde, die von seinen Erz\u00e4hlungen sehr begeistert waren und mit aufgestellten Ohren und Schw\u00e4nzen auf ihn zu rannten. Dann sprangen alle in das Wasserloch und umzingelten Taveta, der dabei um Hilfe schrie. Daraufhin eilten alle wieder hinaus und jagten sich gegenseitig um die B\u00fcsche herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420132057-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lempaute steht unter einem Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Samstag, 15. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten heute an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs bevor sie zum Schlammloch gingen, wo sie feststellen mussten, dass die Wassertonnen bereits von wilden Elefanten geleert worden waren. Daher mussten die Waisen aus dem schlammigen Wasserloch trinken.<br \/>\nAuf dem Weg zur\u00fcck zum Grasen h\u00f6rte Lesanju pl\u00f6tzlich Bewegung im Busch und blieb stehen. Zwei wilde K\u00fche kamen aus dem Geb\u00fcsch und gingen Richtung Wasserloch. Die Waisen waren versucht ihnen zu folgen, doch die K\u00fche verscheuchten sie, sodass sie ihren Weg auf den Berg fortsetzten.<br \/>\nAm Abend kam eine Splittergruppe von Emilys Ex-Waisen-Herde zum Saufen zu den Stallungen, angef\u00fchrt von Thoma. Sie lungerten eine Weile auf dem Gel\u00e4nde herum, bis auch die anderen Ex-Waisen ankamen. Sweet Sally tauchte bald auf, dicht gefolgt von Laikipia und einem anderen wilden Bullen, der etwas Sicherheitsabstand hielt, nachdem er die Keeper entdeckt hatte. Als Sally und Laikipia vorbeijagten, begannen Edie und die anderen sofort, ihnen zu folgen, doch Laikipia hatte Sally schnell eingeholt und versuchte, sich mit ihr zu paaren. Doch dann schritt der wilde Bulle schnell ein. Wir sahen nur eine gro\u00dfe Staubwolke und h\u00f6rten Elefantengeschrei als Laikipia und der wilde Bulle aneinandergerieten und Laikipia weggeschoben wurde. Der wilde Sieger f\u00fchrte dann Sally in den Busch und die anderen Ex-Waisenbullen hielten einen Sicherheitsabstand, da sie nicht das n\u00e4chste Ziel des gro\u00dfen Bullen werden wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7142013255-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Sonntag, 16. Juni 2013<\/strong><br \/>\nAls die Waisen grasten, gesellte sich eine freundliche wilde Herde zu ihnen, deren Gesellschaft sogar Lesanju heute genoss. Die beiden Gruppen gingen gemeinsam tiefer in die Wildnis hinein und lie\u00dfen die Keeper auf dem Berg zur\u00fcck, die die Ereignisse von einem Aussichtspunkt aus beobachteten. Lesanju und Lempaute hatten sehr viel Spa\u00df die kleinen Babys zu beaufsichtigen und wollten beide immer ganz nah bei den Kleinen sein. Die Jungs Tassia, Taveta, Rombo und Mzima dagegen suchten gleichaltrige Elefanten auf, mit denen sie ihre Kr\u00e4fte messen konnte. Die beiden Gruppen waren den ganzen Vormittag zusammen und gingen mittags sogar noch gemeinsam zum Wasserloch, wo sie zusammen viel Spa\u00df beim Schlammbad hatten. Um 16 Uhr riefen die Keeper nach den Waisen und als die wilden Elefanten die Menschen h\u00f6rten, versammelten sie sich und gingen weg. Lesanju und Lempaute wollten den wilden Babys folgen, die sie inzwischen lieben gelernt hatten, doch die Mutter scheuchte sie fort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7142013288-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju geht den Berg hinab<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Montag, 17. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten heute in der N\u00e4he der Stallungen, da wir zum Schlammbad eine Schulklasse erwarteten. Die Schulkinder hatten viel Spa\u00df dabei, die Elefanten zu f\u00fcttern und die milchabh\u00e4ngigen Waisen zu streicheln, was nur selten passiert. Nachdem die Schulkinder wieder weg waren, gingen die Waisen wieder zum Grasen auf den Berg und trafen heute auf keine wilden Elefanten.<br \/>\nAm Abend brachten die KWS-Wildh\u00fcter ein waises B\u00fcffelbaby zu den Stallungen, das in sehr schlechtem Zustand war und scheinbar Probleme am Hals hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201321040-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Schulkinder bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Dienstag, 18. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen genossen ihr Luzernenheu gemeinsam mit Shimba und Panda in dem gro\u00dfen Gehege. Die Jungs begannen ihre Spielchen, bei denen Mzima Tassia in einem harten Kampf besiegte und Rombo auf seine Revanche mit Taveta aus war, da er noch nicht vergessen hatte, was vor ein paar Tagen passiert war. Shimba und Panda hielten etwas Abstand zu den Ringk\u00e4mpfern und Wasessa gesellte sich in der N\u00e4he des Zauns zu ihnen. Sie versuchte ohne Erfolg die beiden davon zu \u00fcberzeugen, gemeinsam mit der Gruppe in den Busch zu gehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201321432-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa mit Panda<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Mittwoch, 19. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNach den morgendlichen Leckereien ging es f\u00fcr die Waisen heute wieder den Berg hinauf. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf, eine von Lesanju und eine von Lempaute angef\u00fchrt, die getrennt blieben, bis sie sich mittags wieder bei den Stallungen f\u00fcr die Milch und das Mittagsschlammbad trafen. Heute war erneut eine Schulklasse da, die viel \u00fcber Elefanten lernte und den Besuch sehr genoss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201321553-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen mit ihrem Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Donnerstag, 20. Juni 2013<\/strong><br \/>\nShimba und Panda schlossen sich erneut den anderen Waisen zur Luzernenheuausgabe an. Danach fanden die \u00fcblichen Ringk\u00e4mpfe statt, bei denen Rombo heute Taveta besiegte.<br \/>\nUm 11 Uhr erhielten wir die Nachricht aus Nairobi, dass ein waises Elefantenkalb in der N\u00e4he der Voyager Lodge bei Ziwani gesehen wurde. Keeper Julius und ein Rettungsteam machten sich auf den dreist\u00fcndigen Weg. Als sie ankamen, mussten sie das Kalb erstmal suchen, denn es wurde drei Stunden vorher zuletzt gesehen. Es war schon sp\u00e4t am Abend, als sie das Kalb im Schatten eines Baumes in der N\u00e4he des Flusses fanden. Nach einigem schieben und schubsen gelang es ihnen, das Kalb zu \u00fcberw\u00e4ltigen, ihm die Beine zu verbinden, es auf den Pickup zu laden und zu den Stallungen zu fahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420132246-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Waisenkalb bei Ziwani<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Freitag, 21. Juni 2013<\/strong><br \/>\nUngl\u00fccklicherweise ist das gestern gerettete, circa zwei Jahre alte Kalb heute am fr\u00fchen Morgen zusammengebrochen und gestorben. Der Verlust seiner Familie, die Aufregung bei der Rettung und der lange Weg zur\u00fcck waren wohl mehr, als es ertragen konnte.<br \/>\nBei der Luzernenheuausgabe konnte die kleine Panda heute den Konkurrenzdruck nicht ertragen und ging weg, gefolgt von Wasessa, die ohne Erfolg versuchte, Panda zur\u00fcckzuholen. Dann kam Tassia und lud Panda zu einem liebevollen Ringkampf ein, bei dem sie viel Spa\u00df hatte. Der Kampf wurde von Wasessa genau \u00fcberwacht, die ein Auge darauf hatte, dass Tassia nicht zu grob war. Tassia lie\u00df sich von Panda herumschubsen, ohne selbst zur\u00fcckzuschubsen, was den kleinen Elefanten sehr gl\u00fccklich machte. Shimba, der inzwischen seine kleine Freundin vermisste, machte sich auf die Suche nach ihr und fand sie mit Tassia. Wasessa hielt Shimba auf, damit er das Spiel nicht unterbrach, woraufhin er leise wieder weg ging, etwas soff und dann zum Grasen ging. Wasessa brachte Panda zum Schluss wieder zur Kopra-Ausgabe und Lesanju eilte ihnen entgegen um das Baby zu begr\u00fc\u00dfen. Nun konnte auch Wasessa endlich ihren Kopra-Anteil fressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201323849-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa und Panda<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Samstag, 22. Juni 2013<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen als die Waisen ihre Leckereien genossen. W\u00e4hrend sie sich an einem Felsen kratzte, erschrak sich Sinya heftig, als Lualeni, die Zebrawaise, vorbeigallopierte. Dabassa versuchte, einen Ringkampfgegner von den Leckereien wegzulocken um noch ein wenig zu spielen, bevor Lesanju die Gruppe hinaus zum Grasen f\u00fchrte. Dabassa schloss sich ihr an der Spitze der Gruppe an.<br \/>\nDie Waisen schlammbadeten heute nicht, da kein Schlammbadwetter war.<br \/>\nAuf dem Weg nach Hause verwickelten sich Rombo und Dabassa noch in einen weiteren Ringkampf, und Ndii schaute ihnen von der Seitenlinie zu, bis Taveta das Spiel st\u00f6rte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201324154-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sinya droht<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Sonntag, 23. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre morgendlichen Leckereien genossen hatten, machte sich Dabassa sofort auf die Suche nach Rombo, um den Ringkampf von gestern fortzusetzen, den Taveta gest\u00f6rt hatte. Er fand Rombo, wie er gerade sein Hinterteil an einem Felsen kratzte und nach einem kleinen Stups begann das Kr\u00e4ftemessen. Sie waren so auf ihren Kampf konzentriert, dass sie nicht bemerkten, wie sich Taveta von hinten n\u00e4herte. Taveta stupste Dabassa von hinten und die beiden K\u00e4mpfer rannten schreiend davon. Taveta versuchte sich kurz an Dabassa, bis Lesanju die Gruppe zum Fressen in den Busch f\u00fchrte. Taveta, Tassia und Mzima hingen hinter dem Rest der Herde hinterher. Als Lesanju am Ziel angekommen war, bemerkte sie das Fehlen der drei Jungs und ging zur\u00fcck, um nach ihnen zu suchen. Sie traf sie und aufgeregte Begr\u00fc\u00dfungen wurden ausgetauscht. Sie tastete alle mit ihrem R\u00fcssel ab um sicherzugehen, dass sie in Ordnung waren und f\u00fchrte sie dann zu den anderen, damit sie mit dem Rest der Herde zusammen fressen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201324349-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Montag, 24. Juni 2013<\/strong><br \/>\nAuf dem Weg hinaus in den Busch bemerkte Mzima eine Impalaherde und begann, diese zu verjagen, wobei ihn Taveta und Tassia eifrig unterst\u00fctzten. Die Impalas verschwanden sofort hinter B\u00fcschen, worauf die drei Jungs anfingen, die B\u00fcsche umzusto\u00dfen um die Impalas zu suchen. Als sie nichts fanden, kehrten sie aber zum Rest der Herde zur\u00fcck.<br \/>\nMittags gingen die Waisen zum gro\u00dfen Wasserloch, damit die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Milch trinken konnten. Nach einen Staubbad (es war wieder zu k\u00fchl f\u00fcr ein Schlammbad) graste die Herde f\u00fcr den Rest des Nachmittags weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201324634-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima unterwegs in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Dienstag, 25. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen konnten sich heute wieder unter eine freundliche wilde Herde mischen. Die Jungs konnten mit gleichaltrigen wilden Elefanten spielen und die M\u00e4dchen durften die Kinderm\u00e4dchen f\u00fcr die wilden K\u00e4lber sein. Dann kamen zwei wilde Bullen in die Gruppe, was die Waisen veranlasste, ihre wilden Freunde zur\u00fcckzulassen und zu den Keepern zur\u00fcckzukehren, die von einem Aussichtspunkt in der N\u00e4he alles beobachtet hatten.<br \/>\nDa es heute ein hei\u00dfer Tag war, hatten die Waisen viel Freude bei ihrem Schlammbad. Rombo und Layoni zeigten eine tolle Show. Nach dem Staubbad fra\u00dfen alle Waisen weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201324947-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen und ihre wilden Freunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Mittwoch, 26. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs, wo es mehr Futter gibt als in den Ebenen des Parks.<br \/>\nIn der Zwischenzeit kam eine wilde Herde aus zwei K\u00fchen und drei K\u00e4lbern bei der Wassertr\u00e4nke an den Stallungen vorbei um ihren Durst zu l\u00f6schen.<br \/>\nMittags hatten die Waisen alle ein tolles Schlammbad. Lesanju, Sinya, Lempaute und Wasessa gingen zuerst in Richtung Staubbad hinaus, um den j\u00fcngeren Waisen mehr Platz zum W\u00e4lzen zu lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201325215-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Donnerstag, 27. Juni 2013<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten erneut an den H\u00e4ngen des Bergs. Tassia, Taveta, Rombo, Dabassa und Mzima fra\u00dfen etwas entfernt von den M\u00e4dchen.<br \/>\nMittags schlamm- und staubbadeten alle und hatten viel Spa\u00df. Mzima machte ein paar Sit-Ups um Sinya zu beeindrucken, die bei ihm war.<br \/>\nKurz nach 17 Uhr f\u00fchrte Dabassa Kenia, Ndii, Layoni und Kivuko den Berg hinunter zu den Stallungen und wurde auf dem Weg von zwei Klippspringer-Antilopen beobachtet, die selbstsicher von den Felsen des Bergs herunterschauten. Der Rest der Herde folgte ihnen zehn Minuten sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201325438-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia im Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Freitag, 28. Juni 2013<\/strong><br \/>\nNach den Leckereien entschieden sich die Waisen erneut, auf den Berg zu steigen und zwischen den Felsen zu grasen. Wasessa konnte Rombo beeindrucken, der erstaunt \u00fcber ihre Kletterk\u00fcnste war und versuchte, mit ihr Schritt zu halten.<br \/>\nDie milchabh\u00e4ngigen Waisen kamen mittags zuerst hinunter, um ihre Milch zu trinken, gefolgt vom Rest der Herde. Sie genossen heute ein abk\u00fchlendes Schlammbad.<br \/>\nGegen 13 Uhr kam eine wilde Elefantenherde zum Saufen zu den Stallungen und wurde herzlich von Wasessa und Ndii willkommen gehei\u00dfen, die den wilden Elefanten entgegenliefen, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Wasessa widmete ihre Aufmerksamkeit schnell einem kleinen Kalb, wogegen die Leitkuh nichts einzuwenden hatte, doch die \u00e4ltere Schwester des Kalbs protestierte und verwickelte Wasessa in einen Ringkampf um sie von dem Kalb abzulenken. Ndii stieg auf der Seite von Wasessa in den Kampf ein, doch das wilde M\u00e4dchen und eine andere \u00e4ltere Schwester konnten die Waisen wegschubsen. Sie grasten daraufhin in der N\u00e4he des kleinen Kalbs, das vor ihnen hin und her flitzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201325840-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen ihr Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Samstag, 29. Juni 2013<\/strong><br \/>\nKenia, Rombo, Ndii, Panda und Shimba waren die ersten, die heute morgen zu ihren Milchflaschen eilten, sie in k\u00fcrzester Zeit hintersch\u00fctteten und dann zu den Kopra-Haufen rannten. Die zweite Gruppe bestand aus Layoni, Dabassa und Kivuko, nachdem diese aus ihren Gehegen gelassen wurden. Layoni und Dabassa schrien immer sofort auf, wenn Kivuko auf dem Weg mal vor ihnen war, da sie daf\u00fcr bekannt ist, die j\u00fcngeren Waisen w\u00e4hrend der Milchf\u00fctterungen herumzuschubsen.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen alle gemeinsam in das gro\u00dfe Gehege und genossen ihr Luzernenheu. Panda konnte an einem spielerischen Ringkampf mit Ndii teilnehmen, w\u00e4hrend Rombo und Dabassa auch ein Kr\u00e4ftemessen veranstalteten. Erneut st\u00f6rte Taveta sie dabei, doch diesmal verb\u00fcndeten sich die beiden j\u00fcngeren Waisen und es gelang ihnen, Taveta zu vertreiben und ihr eigenes Spiel fortzusetzen. Die Spiele endeten, als Lesanju signalisierte, dass es an der Zeit war, grasen zu gehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420133159-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die kleine Panda grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Sonntag, 30. Juni 2013<\/strong><br \/>\nHeute nacht wurde ein drei Jahre altes Kalb mit einer schrecklichen Wunde von einer Drahtschlinge aus dem Chyulu-Gebiet in der N\u00e4he des Amboseli Nationalparks zu den Voi-Stallungen gebracht. Das mobile Tierarzt-Team war gestern gerufen worden, um die Schlinge zu entfernen und sie waren gezwungen, die Mutter des Kalbs zu bet\u00e4uben, da diese ihr Baby verteidigte. Der Tierarzt konnte die Schlinge entfernen, musste dazu aber das Fleisch bis zum Knochen aufschneiden, da die Haut sich schon \u00fcber der Schlinge geschlossen hatte. Das war eine ernste Verletzung. Leider rannte die Mutter zum Rest der Herde davon sobald sie wieder erwacht war und lie\u00df ihr humpelndes Baby zur\u00fcck, das ihrem Tempo nicht folgen konnte. Das Kalb konnte den Fu\u00df fast gar nicht aufsetzen. Da es beinahe dunkel war, entschieden wir uns, das Kalb als Waise zu retten, da es durch die ernste Verletzung niemals in der Lage w\u00e4re, mit der Herde schrittzuhalten und m\u00f6glicherweise in der Nacht von Hy\u00e4nen oder L\u00f6wen angefallen werden w\u00fcrde. Au\u00dferdem brauchte die Wunde zweifellos noch Folgebehandlungen, um diesem Baby eine zweite Chance auf ein gl\u00fcckliches Leben zu geben.<br \/>\nDie Waisen waren heute sehr aufgeregt, als sie die Waise sahen und alle kamen sofort, um sie zu begr\u00fc\u00dfen, was sie gen\u00fcgend beruhigte, dass sie bereit war, Wasser aus einem Eimer zu saufen und das frische Gr\u00fcnfutter zu fressen, das extra f\u00fcr sie geschnitten worden war. Ihre Retter wurden durch das Gel\u00e4nde gef\u00fchrt und durften die anderen Waisen kennenlernen, bevor diese sich auf den Weg in den Busch machten. Wasessa versuchte, das Tor zum Gehege des Neulings zu durchbrechen um n\u00e4her bei ihr zu sein. Nachdem sie am Abend zur\u00fcck kam, war sie auch die erste, die die neue Waise begr\u00fc\u00dfte und nahm dabei Kenias angrenzendes Gehege in Anspruch. Wasessa musste das Gehege aber verlassen, denn es h\u00e4tte Kenia und die anderen Waisen, die mit ihr dort \u00fcbernachten, m\u00f6glicherweise ver\u00e4rgert, wenn Wasessa die F\u00fchrung des Geheges \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420133344-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Wunde von der Schlinge am Fu\u00df des geretteten Kalbs<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-juni-2013\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 1. Juni 2013 Die Waisen brachen zum Sonnenaufgang auf, um an den H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs zu grasen. 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