{"id":4082,"date":"2013-09-21T23:14:59","date_gmt":"2013-09-21T22:14:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4082"},"modified":"2013-09-21T23:14:59","modified_gmt":"2013-09-21T22:14:59","slug":"nairobi-nursery-august-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2013\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery August 2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. August 2013<\/strong><br \/>\nDer Monat begann mit der Rettung eines jungen anderthalbj\u00e4hrigen Waisenbullen aus der Masai Mara, der sp\u00e4ter Olkishi genannt wurde. Olkishi ist das Masai-Wort f\u00fcr &#8222;Waise&#8220;. Er war offensichtlich einige Zeit ohne seine Mutter und war sehr unterern\u00e4hrt. Obwohl er sehr schwach war, war er verst\u00e4ndlicherweise sehr aggressiv. Wir nehmen an, dass er ein weiteres Opfer der Wilderei ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91120138587-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olkishi bei der Ankunft<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. August 2013<\/strong><br \/>\nAlle anwesenden Waisenhauselefanten eilten heute morgen zu Olkishis Gehege, sobald sie selbst aus ihren gelassen wurden. Sie liefen auch den Tag \u00fcber immer an seiner T\u00fcr vorbei, wenn sie in der N\u00e4he waren.<br \/>\nUngl\u00fccklicherweise brach er sp\u00e4ter zusammen und musste eine lebenserhaltende Infusion bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91120139053-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naipoki und Ishaq-B besuchen Olkishi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. August 2013<\/strong><br \/>\nHeute morgen brach Olkishi zusammen und musste erneut an die Infusion gelegt werden. Er erwachte kurz, doch brach bald danach wieder zusammen und kam bekam erneut die Infusion.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91120139242-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naipoki bekommt ihre Milch vor Olkishis Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. August 2013<\/strong><br \/>\nOlkishis Zustand hat sich heute nicht verbessert. Trotz der unterst\u00fctzenden Infusionen scheint er sich noch weiter zu verschlechtern und er kann nichts zu sich nehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201323720-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi kratzt sich an einem Pfosten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. August 2013<\/strong><br \/>\nTraurigerweise gab Olkishi heute morgen den Kampf um sein Leben auf und starb um 5 Uhr. Er hinterlie\u00df sehr verst\u00f6rte Keeper, die alles getan hatten, um ihn wiederzubeleben. Auch die anderen Waisen werden ihn vermissen. Sie liefen wie \u00fcblich am Morgen zuerst zu seinem Gehege und gingen entmutigt von dort weg.<br \/>\nTrotz allem mussten wir uns auf Hier und Jetzt konzentrieren, denn ein anderer junger, ungef\u00e4hr 18 Monate alter Waisenbulle erreichte uns vom Aberdare-Nationalpark. Er wurde von Angelas Halbbruder, Neville Sheldrick, gerettet, der zuf\u00e4llig dort arbeitete. Da es in der N\u00e4he kein Flugfeld gibt, musste das arme Kalb, das schon l\u00e4ngere Zeit ohne Milch auskommen musste und sehr unterern\u00e4hrt und schwach war, auch noch eine sehr anstrengende Autofahrt durchmachen, bevor es in Sicherheit war. Das verringerte seine \u00dcberlebenschancen stark. Er wurde Kieni genannt, nach dem Platz an dem er gefunden wurde. Er war offensichtlich ein weiteres Opfer der Wilderei, da in dem Gebiet viele Elefanten get\u00f6tet wurden und das ganze Gel\u00e4nde von Elefantenleichen \u00fcbers\u00e4t ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201323842-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kieni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. August 2013<\/strong><br \/>\nKieni verbrachte seine erste Nacht im Waisenhaus an der Infusion und war am Morgen immer noch zu schwach um aufzustehen. Er starb gegen Mitternacht, nachdem er sich nie von einem Koma erholt hatte. Schon wieder ein Verlust!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220132415-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja mit Jasiri dahinter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. August 2013<\/strong><br \/>\nElefanten haben ein unglaubliches Wahrnehmungsverm\u00f6gen. Heute morgen verlie\u00dfen alle ihre Gehege in heiterer Stimmung, was laut Aussage der Keeper immer auf die Ankunft eines neuen Waisen hindeutet. Sie hatten recht, denn um 16 Uhr erhielten wir einen Rettungsruf, dieses Mal vom Mount Kenya. Wir stellten schnellstens ein Rettungsteam zusammen um den Waisen vom Nyeri-Flugfeld abzuholen und schnell zum Waisenhaus zu bringen. Es war ein junger, ungef\u00e4hr zweij\u00e4hriger Bulle und er kam um 20 Uhr im Waisenhaus an. Auch er war extrem unterern\u00e4hrt und schwach und war schon lange Zeit ohne Milch. Wir nannten in Nelion, nach dem zweith\u00f6chsten Gipfel des Mount Kenya. Wie Teleki, der auch vom Mount Kenya ist, ist Nelion sehr behaart, hat sehr lange Augenlider und hat wuschelige Haare auf dem Kopf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201324329-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion bei seiner Ankunft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. August 2013<\/strong><br \/>\nObwohl er extrem d\u00fcnn ist, war Nelion am Morgen noch immer auf den Beinen und wurde von allen anwesenden Waisen begr\u00fc\u00dft, angef\u00fchrt von Kihari, Naipoki und Ishaq-B, die seine Ankunft gestern Abend beobachtet hatten. Die 9-Uhr-F\u00fctterung fand vor seinem Gehege statt und er verstand und akzeptierte ebenfalls die Milch aus der Flasche, was die Keeper sehr erleichterte und gl\u00fccklich machte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220132474-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion trinkt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. August 2013<\/strong><br \/>\nHeute war Nelions zweiter Tag im Waisenhaus und er nimmt immer noch die Milch gut an und frisst das Gr\u00fcnfutter. Er erlaubt sogar den Keepern, sein Gehege zu betreten und ihn zu pflegen. Bei der 9-Uhr-F\u00fctterung wurde er von Lima Lima, Arruba, Laragai, Faraja und Balguda begr\u00fc\u00dft, die eine Weile in sein Gehege durften.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220132520-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Jasiri<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. August 2013<\/strong><br \/>\nDer arme Neuling Vuria, der Ende Juli zu uns kam, war heute morgen sehr matt, da er in der Nacht zusammengebrochen war und seitdem an der Infusion hing. Kaum war er mit den anderen im Busch, brach er erneut zusammen. Er musste erneut lebensrettende Medikamente bekommen, die ihn auf die Beine brachten, sodass er zu seinem Gehege zur\u00fccklaufen konnte. Dabei begleiteten ihn Lima Lima, Kwale und Tundani. Er verbrachte den Tag damit, das f\u00fcr ihn geschnittene Gr\u00fcnfutter zu fressen, trank seine Milch ordentlich und f\u00fchlte sich am Abend schon sichtlich besser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201325617-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. August 2013<\/strong><br \/>\nHeute morgen konnte Vuria ohne Hilfe aufstehen, was ein gutes Zeichen ist. Lima Lima, Kwale und Tundani eskortierten ihn hinaus in den Busch. Kwale und Tundani sind sehr ruhige und freundliche Jungs, mit denen er sich gerne umgibt.<br \/>\nInzwischen entwickelt sich Nelion gut und er d\u00fcrfte bald stark genug sein um mit den anderen in den Busch zu gehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220133638-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Nelion beim Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. August 2013<\/strong><br \/>\nNelion durfte heute mit den anderen in den Busch und wurde von Naipoki, Laragai, Lima Lima, Ishaq-B und Orwa aus seinem Gehege gef\u00fchrt. Alle waren darauf bedacht in seiner N\u00e4he zu sein. Er war sehr gl\u00fccklich, dass er mit ihnen hinaus durfte. Er wurde genauestens von Laragai bewacht und schloss sich Kwale und Vuria an. Gegen\u00fcber den Keepern war er \u00fcberhaupt nicht aggressiv, doch bei der Besuchsstunde war er etwas nerv\u00f6s, da er dort von einer gr\u00f6\u00dferen Menschenmenge umgeben war. Trotzdem benahm er sich beeindruckend gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/95201334745-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion mit den anderen im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. August 2013<\/strong><br \/>\nHeute war Nelions zweiter Tag mit den anderen im Busch und er versuchte sich fr\u00f6hlich an Schubsspielchen mit Balguda.<br \/>\nVuria geht es nun viel besser und er scheint den Klauen des Todes noch einmal entkommen zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201331616-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion m\u00f6chte sich Balgudas und Ngashas Spielereien anschlie\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. August 2013<\/strong><br \/>\nKwale ist f\u00fcr uns immer noch Grund zur Sorge, er sieht immer noch matt aus, obwohl sich sein Appetit wieder verbessert hat.<br \/>\nAjabu hat ihren zweiten Zahn bekommen, doch ihr Zustand hat sich stark verschlechtert in den letzten zwei Monaten des Zahnens und sie hat \u00f6fter Fieber. Wir beten f\u00fcr sie, die die kleinste ist und damit Jedermanns Liebling.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/95201354950-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kwale f\u00fchrt den Weg an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. August 2013<\/strong><br \/>\nUm 5 Uhr tauchte, zur Erleichterung aller, Solio nach l\u00e4ngerer Abwesenheit auf und ging in ihr Gehege. Wir sind froh, dass es ihr gut geht, da erst vor ein paar Tagen ein Breitmaulnashorn im Nairobi-Nationalpark gewildert wurde. Sie und Maxwell genossen es, mal wieder durch die Absperrung zwischen ihren Gehegen miteinander zu spielen. Max war sehr aufgeregt und rannte zwischen den Schubsspielchen mit aufgestelltem Schwanz in seinem Gehege umher. Sie spielten, bis die Elefanten um 6 Uhr aus den Gehegen gelassen wurden, woraufhin Solio wieder davonlief. Sie kam aber um 15 Uhr f\u00fcr die n\u00e4chste Luzernenheuf\u00fctterung und noch ein paar Spielchen mit Max zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201373129-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Solio genie\u00dft das Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. August 2013<\/strong><br \/>\nBomani und Orwa genossen heute morgen auf den Weg hinaus in den Busch ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nMurera verlie\u00df mal wieder die Hauptherde, um allein in einigem Abstand zu grasen.<br \/>\nLemoyian h\u00e4ngt inzwischen sehr an Kihari, die er als seine Adoptivmama ansieht und die sein Herz vollst\u00e4ndig gewonnen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9520133424-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa kommt hinter einem Baum hervor<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. August 2013<\/strong><br \/>\nUm 14 Uhr erhielten wir eine weitere Meldung aus der Masai Mara \u00fcber ein einsames Elefantenkalb, das am 14. August von unserem mobilen Tierarztteam gesehen wurde und seitdem von Masai-Kundschaftern in der Gegend beobachtet wurde. Sie versuchten vergeblich, es in eine vorbeikommende Elefantenherde zu integrieren, doch die Herde wies das Kalb zur\u00fcck, sodass die Entscheidung getroffen wurde, das Kalb zu fangen um es vor den Raubtieren zu retten. Doch als das Rettungsflugzeug am Flugfeld ankam, entschied der Pilot, dass der Elefant zu gro\u00df war um nach Nairobi zu fliegen, sodass wir entschieden, ihn mit dem Pickup zum Waisenhaus in Nairobi zu fahren. Das Kalb wurde ruhiggestellt, festgebunden und f\u00fcr die anstrengende Reise an eine Infusion gelegt. Der Bulle war ungef\u00e4hr drei Jahre alt und war von W\u00fcrmern befallen. Wir nannten ihn Saruni und nehmen an, dass auch er ein Wildereiopfer ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201332035-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Saruni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. August 2013<\/strong><br \/>\nUnser neuester Zugang, Saruni, war zu ruhig und zeigte gar keine Aggressionen, was f\u00fcr ein Kalb seines Alters ein sehr schlechtes Zeichen ist. Er wurde von den aufgeregten Waisen Kihari, Naipoki, Ishaq-B und Orwa begr\u00fc\u00dft und schien erleichtert, sie zu sehen. Er fra\u00df das Gr\u00fcnzeug, aber verweigerte die Milch, sodass er gegen Mitternacht zusammenbrach und an die Infusion gelegt werden musste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201374553-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B genie\u00dft Gr\u00fcnzeug<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. August 2013<\/strong><br \/>\nSaruni war um 3 Uhr wieder auf den Beinen und fra\u00df wieder Gr\u00fcnzeug, aber nahm immer noch keine Milch an. Er brach gegen 8 Uhr erneut zusammen und wurde wieder an die lebenserhaltende Infusion gelegt. Das brachte ihn gegen 15:30 Uhr wieder auf die Beine und er begann die Keeper zu verjagen, was ihn die letzten seiner Kr\u00e4fte kostete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201332226-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Saruni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. August 2013<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein trauriger Morgen f\u00fcr die Keeper, denn der neue Waise, Saruni, starb um 2 Uhr. Es war alles zu viel f\u00fcr ihn geworden: Erst der Verlust seiner Mutter und Familie, dann die Zur\u00fcckweisung einer anderen Herde, die lange Autofahrt und dann fand er sich auch noch inmitten von (aus seiner Sicht) Feinden wieder. Am Morgen gingen Kihari, Naipoki und Ishaq-B wie \u00fcblich an seinem Gehege vorbei, doch sie sp\u00fcrten schnell, dass er weg war und gingen traurig davon. Er wird von allen, die ihn am Ende sehr liebten, sehr vermisst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201375616-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kihari<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. August 2013<\/strong><br \/>\nUnser geliebtes Baby Ajabu erwachte heute in einem j\u00e4mmerlichen Zustand, sie war sehr matt und wollte keine Milch. Sie wurde sofort an eine lebenserhaltende Infusion gelegt, die sie den ganzen Tag \u00fcber erhielt, doch sie starb trotz allem um 20 Uhr. Sie war umgeben von ihrer kummervollen menschlichen Familie, die sie uneingeschr\u00e4nkt liebte, genau wie die Waisenhaus-Elefanten.<br \/>\nTrotzdem hatten wir erneut keine Zeit um ausdauernd zu trauern, da es wieder einen hilfebed\u00fcrftigen Elefanten gab, der von den Voi-Keepern im Sobo-Gebiet im Tsavo East Nationalpark gerettet worden und bereits auf dem Weg zum Waisenhaus war. Auch dieses einj\u00e4hrige M\u00e4dchen war wieder in sehr kritischem Zustand und hatte eine starke Schwellung unter ihrem Bauch. Der Tierarzt untersuchte sie und vermutet, dass dies eine Folge der Unterern\u00e4hrung ist. Das neue Baby ist vermutlich wieder ein Wildereiopfer und wurde Mashariki genannt, was das Suaheli-Wort f\u00fcr Osten ist, da sie im Tasvo East Nationalpark gerettet wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9520139511-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bei der Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. August 2013<\/strong><br \/>\nMashariki fra\u00df die Nacht \u00fcber das f\u00fcr sie geschnittene Gr\u00fcnzeug und war auch am Morgen noch immer auf den Beinen. Sie wurde von Kihari, Ishaq-B, Naipoki und Lima Lima willkommen gehei\u00dfen. Gegen 9 Uhr wurde sie etwas schw\u00e4cher und fra\u00df nicht weiter. Sie bekam eine Infusion, die sie durch die Nacht brachte.<br \/>\nInzwischen wird Vuria st\u00e4rker und kann langsam morgens ohne Hilfe aufstehen. Nelion entwickelt sich auch gut. Er und Kwale sind sehr eng mit Vuria befreundet &#8211; drei kleine schwache Elefanten im selben Boot!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91120138356-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima m\u00f6chte spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. August 2013<\/strong><br \/>\nMashariki war zum Sonnenaufgang auf den Beinen, aber brach ein paar Stunden sp\u00e4ter zusammen. Sie musste wieder an die Infusion gelegt werden, die Antibiotika, Vitamin B 12, Selen und Colvasone enthielt und sie von den Toten zur\u00fcckholte. Um 15 Uhr war sie wieder lebhafter, ging in ihrem Gehege umher und verschlang fast zwei Liter Milch aus einer Flasche, die Mishak ihr hinhielt. Anschlie\u00dfend kuschelte sie sich an ihn an, was uns alle erstaunte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201332530-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. August 2013<\/strong><br \/>\nMashariki hatte eine friedliche Nacht, brach nicht erneut zusammen, fra\u00df ihr Gr\u00fcnfutter und trank ihre Milch gut. Sie wurde liebevoll von Lima Lima begr\u00fc\u00dft, indem sie ihre R\u00fcssel miteinander verschlangen. Sie genoss auch die Anwesenheit der j\u00fcngeren Waisen, die ihre Milch direkt vor ihrem Gehege bekamen. Lemoyian versuchte sie einzusch\u00fcchtern indem er gegen ihre Geheget\u00fcr stie\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91120138314-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. August 2013<\/strong><br \/>\nKwale ist immer noch nicht ganz er selbst, hat immer noch weichen Stuhl und ist noch nicht so aktiv wie fr\u00fcher. Er trinkt seine Milch sehr langsam und hat nur wenig Appetit auf Gr\u00fcnfutter. Ein erneuter Bluttest zeigte uns nur die schon bekannte virale Infektion, doch er bekam trotzdem langwirkendes Penicillin, Vitamin B und immunf\u00f6rdernde Mittel, damit sein geschw\u00e4chtes Immunsystem mit eventuellen bakteriellen Infektionen gut zurecht kommt. Seine liebsten Begleiter sind Nelion, Vuria und Ngasha.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201383450-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kwale<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. August 2013<\/strong><br \/>\nSolio tauchte heute wieder einmal auf, was Max sehr erfreute. Sie balgte etwas mit ihm, bevor sie ihr Luzernenheu fra\u00df und Wasser aus der Tonne soff. Nach einer Weile ging sie zur\u00fcck in den Busch, um ihre Freiheit und ihr wildes Leben unter ihren wilden Nashornfreunden im Nairobi Nationalpark zu genie\u00dfen. Sie ist nun vollst\u00e4ndig in die Nashorn-Gemeinschaft integriert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201384036-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell muss niesen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. August 2013<\/strong><br \/>\nNachdem sie aus ihren St\u00e4llen gelassen wurden, hatten Lemoyian und Kithaka viel Spa\u00df an einem gr\u00fcndlichen Kr\u00e4ftemessen, was Balguda, Ngasha und Tundani animierte, mitzumachen. Nachdem die Waisen ihre 9-Uhr-F\u00fctterung vor Masharikis Gehege bekommen hatten, wurde die T\u00fcr ge\u00f6ffnet und sie kam hinaus und wurde fr\u00f6hlich von Lima Lima, Laragai, Tundani und Ngasha begr\u00fc\u00dft, die sie hinaus eskortierten und sie dabei zwischen sich nahmen. Sie trafen auf Kihari, Naipoki und Ishaq-B, die den Neuling sofort von den j\u00fcngeren Elefanten \u00fcbernahmen. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde benahm sie sich tadellos, blieb ruhig und ging sogar gemeinsam mit Vuria, Kwale und Nelion an der Absperrung entlang. Wie Tundani hat sie einen sehr netten und liebevollen Charakter.<br \/>\nUm 13 Uhr erhielten wir einen weiteren Rettungsruf von den Voi-Keepern, die einen Waisen gerettet hatten, der in der N\u00e4he des Mudanda-Felsens in dichtem Schlamm steckengeblieben war, wo die Pipeline nach Mombasa verl\u00e4uft.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter kam noch eine Rettungsmeldung, dieses Mal handelte sich um einen Waisen in der N\u00e4he der Galdessa Zelt-Lodge am Galana-Fluss, doch dieser arme Waise starb noch bevor die Voi-Keeper hin fangen konnten, sodass diese Rettung abgebrochen werden musste.<br \/>\nInzwischen kam das Schlamm-Opfer gegen 19 Uhr im Waisenhaus an. Wir haben ihn Matopeh genannt (das Suaheli-Wort f\u00fcr Schlamm). Er war sehr d\u00fcnn und litt offensichtlich unter Milchmangel. Matopeh war sehr aggressiv, doch nahm seine Milchflasche willig an. Er hatte Schlamm im Stuhl.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/95201332544-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. August 2013<\/strong><br \/>\nAls Matopeh heute morgen erwachte, war er noch immer sehr aggressiv gegen\u00fcber den Menschen, obwohl er in der Nacht die Milch durch die Absperrung zwischen seinem und Tundanis St\u00e4llen getrunken hatte. Tundani kollerte ihm die Nacht \u00fcber zu und versuchte ihn zum beruhigen, doch er hatte ihn am Morgen immer noch nicht \u00fcberzeugt, freundlich zu den Menschen zu sein. Zur 9-Uhr-F\u00fctterung wurde er von Kihari, Naipoki und Ishaq-B besucht, die in Tundanis Stall gingen, ihre R\u00fcssel ausstreckten um ihn zu beruhigen, doch die Anwesenheit der Keeper schreckte ihn ab. Er wollte die Beruhigungen einfach nicht mehr h\u00f6ren.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam eine Warzenschweindame (genannt Pembe, &#8222;Zahn&#8220;) der in der N\u00e4he wohnenden wilden (aber zahmen) Population auf ihren Knien angekrochen und hatte ein stark geschwollenes Vorderbein. Sie wurde in Solios Gehege gescheucht, sediert und ger\u00f6ntgt. Es war nichts gebrochen, nur verstaucht. Sie bekam ein entz\u00fcndungshemmendes Mittel und Schmerzmittel, verbrachte die Nacht in dem Gehege und konnte am n\u00e4chsten Morgen wieder normal laufen. Sie wurde zur KWS-Kantine eskortiert, wo der Rest ihrer Familie wohnt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201384321-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pembe wird ger\u00f6ntgt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. August 2013<\/strong><br \/>\nMatopehs schlammiger Stuhl wurde heute zu einem ernsten Durchfall, sodass er Sulphadimidine-Tabletten bekam. Leider hatte er keine Reserven mehr um diesen Durchfall zu \u00fcberstehen und starb trotz lebenserhaltender Infusion im Laufe der Nacht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201332830-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elis auf dem Weg in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. August 2013<\/strong><br \/>\nSeit Mashariki mit den anderen Waisen in den Busch geht, wird sie au\u00dfer von Lima Lima auch noch von Ishaq-B unter die Fittiche genommen. Sie wird oft von ihnen zur Milchf\u00fctterung eskortiert. Sie entwickelt sich gut und hat sich schnell an die t\u00e4gliche Routine gew\u00f6hnt. Sie wird von Tag zu Tag st\u00e4rker.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201385022-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda, Mashariki und Ngasha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. August 2013<\/strong><br \/>\nSolio tauchte um 6 Uhr auf und rannte direkt um Maxwells Gehege herum, um ihn f\u00fcr ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen aufzutreiben. Maxwell schlief fest auf seinem Heubett, doch sobald Solio hereinkam war er auf den Beinen und erfreut, sie zu sehen. Solio blieb den ganzen Tag in ihrem Gehege und schlief und fra\u00df ihr Luzernenheu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/911201385634-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell schl\u00e4ft<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2013\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. August 2013 Der Monat begann mit der Rettung eines jungen anderthalbj\u00e4hrigen Waisenbullen aus der Masai Mara, der sp\u00e4ter Olkishi genannt wurde. Olkishi ist das Masai-Wort f\u00fcr &#8222;Waise&#8220;. Er war offensichtlich einige Zeit ohne seine Mutter und war sehr unterern\u00e4hrt. Obwohl er sehr schwach war, war er verst\u00e4ndlicherweise sehr aggressiv. 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