{"id":4359,"date":"2013-11-19T19:09:17","date_gmt":"2013-11-19T18:09:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4359"},"modified":"2013-11-19T19:09:17","modified_gmt":"2013-11-19T18:09:17","slug":"nairobi-nursery-oktober-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2013\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Oktober 2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDer Oktober begann mit einem Besuch von Solio, die um 6 Uhr auftauchte und zuerst Murera begr\u00fc\u00dfte. Sie ging dann zu Maxwell um mit ihm zu spielen, der schon auf sie wartete und genoss anschlie\u00dfend das Luzernenheu in ihrem ehemaligen Gehege. Um 10 Uhr machte sie sich wieder auf den Weg. Wir, die Mitglieder ihrer menschlichen Familie, sind sehr gl\u00fccklich, Solio so gesund, gl\u00fccklich und vollst\u00e4ndig in die Nashorn-Gemeinschaft des Nairobi-Nationalparks integriert zu sehen &#8211; insbesondere jetzt, wo die Nashorn-Wilderei in ganz Afrika wieder zugenommen hat. Sie ist eine gro\u00dfartige Erfolgsgeschichte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201364737-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDer gro\u00dfe Junge Bongo und die auch nicht mehr ganz so kleine Zongoloni sind noch immer in ihren Gehegen, da sie noch nicht ruhig genug sind, um mit den anderen hinaus zu gehen. Beide trinken nun ihre Milch und fressen das Gr\u00fcnfutter gut, sodass sich ihr Gesundheitszustand immer weiter verbessert, doch sie sind immer noch nicht freundlich genug zu ihren menschlichen Keepern. Beide haben in ihrer Zeit als wilde Elefanten offensichtlich furchtbare Grausamkeiten gesehen, die Menschen angerichtet haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201365629-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDer arme kleine Empaash f\u00fchlte sich heute nicht gut und blieb mit einem Keeper im Stall als Kamok, Mshindi und Shujaa hinaus in den Busch gingen. Er bekam nach der 9-Uhr-Milchf\u00fctterung eine lebensunterst\u00fctzende Infusion und danach f\u00fchlte er sich gut genug, sich den anderen Waisen in der N\u00e4he anzuschlie\u00dfen. Wir haben erneut eine Blutprobe genommen und w\u00e4hrend der Nacht wurde er wieder an eine Infusion gelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720137227-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Empaash<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute fand in 15 St\u00e4dten weltweit der Internationale Marsch f\u00fcr Elefanten statt, doch der Marsch in Nariobi wurde abgesagt, als Zeichen des Respekts f\u00fcr jene, die Angeh\u00f6rige und Freunde w\u00e4hrend des Anschlags auf das West-Gate-Center verloren hatten. Stattdessen hielten wir eine Mahnwache am Mittagsschlammloch der Waisen w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, die sehr gut besucht war. Dame Daphne Sheldrick, die gerade erst aus Amerika zur\u00fcckgekommen war, kam selbst heraus, um zu den Leuten zu sprechen und erkl\u00e4rte, dass ungef\u00e4hr alle 15 Minuten ein Elefant durch Wilderer stirbt. Die Welt muss sich zusammenschlie\u00dfen um die Nachfrage nach Elfenbein in den fern\u00f6stlichen L\u00e4ndern, allen voran im bev\u00f6lkerungsreichen China, zu drosseln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/118201372420-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der IWorry-Marsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nEmpaash, dem es in letzter Zeit nicht gut ging, hat es geschafft, zwei seiner ersten 4 Z\u00e4hne hervorzubringen: einen unten rechts und den anderen links. Das war Grund zur Freunde, denn der Zahnungsprozess ist bei Babyelefanten immer mit lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen verbunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201371936-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Babys bekommen ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDie kleine Kamok war heute in Spiellaune. Sie verjagte Warzenschweine mit aufgestellten Ohren, obwohl sie selbst gar nicht so viel gr\u00f6\u00dfer ist als sie. Die Keeper passten gut auf, dass die Warzenschweine nicht pl\u00f6tzlich den Spie\u00df umdrehten und Kamok verletzten. Kamok ist die Mini-Anf\u00fchrerin der Babygruppe, da sie schon l\u00e4nger bei uns ist als Mshindi und Shujaa.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201372327-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok spielt im Staub<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute war der Gl\u00fcckstag eines weiteren verwaisten Elefantenkalbs, das in der N\u00e4he des Lentille-Naturschutzgebiets in Laikipia gefunden wurde. Es wurde gerettet und an eine Infusion gelegt, bevor es zum Waisenhaus geflogen wurde, denn es war sehr abgemagert und hatte schon l\u00e4ngere Zeit keine Milch mehr bekommen. Das neue Kalb war ein M\u00e4dchen und kam gegen 20 Uhr in Nairobi an. Sie ist gut ein Jahr alt und wurde Lentili genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720137335-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nNeuank\u00f6mmling Lentili frisst ihr Gr\u00fcnfutter gut und sah heute morgen schon kr\u00e4ftig aus. Um 6 Uhr wurde sie von Narok, Quanza, Lima Lima und Laragai begr\u00fc\u00dft und bereits um 7 Uhr trank sie Milch aus einer Flasche, die ihr durch die Gehegeabsperrung gereicht wurde.<br \/>\nUm 13 Uhr h\u00f6rten wir, dass ein Waises aus der Masai Mara gerettet werden musste und vier Keeper machten sich auf den Weg. Es handelte sich um ein kleines anderthalbj\u00e4hriges M\u00e4dchen. W\u00e4hrend des R\u00fcckflugs wurde sie an eine Infusion gelegt und kam ungef\u00e4hr um 19 Uhr in Nairobi an. Sie wurde Asanje genannt &#8211; das Masai-Wort f\u00fcr &#8222;Liebling&#8220;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201373530-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute war ein trauriger Tag im Waisenhaus, denn wir haben den kleinen Empaash gestern abend kurz nach Mitternacht verloren. Er hatte in der Nacht immer seine Milch getrunken, doch nach der Mitternachtsf\u00fctterung konnte er pl\u00f6tzlich nicht mehr atmen und starb. Er starb an einer Lungenentz\u00fcndung und der einzige Trost f\u00fcr uns war, dass er wenigstens umgeben von Liebe von uns ging, statt einsam in dem Brunnen zu ertrinken, aus dem er im Amboseli-Nationalpark gerettet worden war.<br \/>\nDoch die kleine Asanje wurde von Kihari, Ishaq-B, Naipoki, Sonje, Quanza und Murera freundlich am fr\u00fchen Morgen begr\u00fc\u00dft und trank bereits um 11 Uhr die Milch aus der Flasche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201373918-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Empaash<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nUm 11 Uhr wurden wir zu einer weiteren Rettung gerufen, dieses Mal ein einsames Kalb bei Kinango in der N\u00e4he von Kwale an der K\u00fcste. Dieses Kalb wurde auf etwas mehr als ein Jahr gesch\u00e4tzt und wurde von den Voi-Elefantenkeepern in der N\u00e4he des Dorfs Rorogoi gerettet und zuerst zu den Voi-Stallungen gefahren, bevor es sp\u00e4ter zum Waisenhaus geflogen werden konnte. Das junge M\u00e4dchen kam um 20 Uhr dort an und wurde Rorogoi genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201374656-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nNachdem sie eine friedliche Nacht in ihrem Gehege verbracht hatte, wurde die neue Waise Rorogoi, wie das \u00fcblich ist, am fr\u00fchen Morgen von Arruba, Quanza, Lima Lima, Laragai, Sonje und Murera begr\u00fc\u00dft. Sie trank im Laufe des Vormittags ihre Milch, was ein gutes Zeichen ist. Auch die andere neue Waisen Asanje trinkt ihre Milch gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201374914-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nNach der 9-Uhr-Milchf\u00fctterung durfte Lentili aus ihrem Gehege und sich den anderen anschlie\u00dfen, die jenseits ihres Gehegetors auf sie warteten. Sie eskortierten sie herum und Kihari und die anderen gro\u00dfen M\u00e4dchen umarmten sie herzlich. Die Jungs Faraja, Jasiri, Ngasha und Teleki versuchten sie herumzuschubsen, doch Naipoki und Kihari wussten das zu verhindern. Lentili begleitete die anderen auch zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde und benahm sich hervorragend. Sie zeigte keinerlei Aggressionen gegen\u00fcber den Menschenmassen hinter der Absperrung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201375314-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili in Begleitung der anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nSuswa neigt dazu, viel Zeit entfernt von den anderen zu verbringen und wird dabei manchmal von Kwale begleitet. Das ist aber ganz normal f\u00fcr die Neulinge, die noch immer um ihre verlorene Elefantenfamilie trauern.<br \/>\nWir haben Solio nun wieder f\u00fcr mehrere Tage nicht gesehen, aber wir sind zuversichtlich, dass es ihr gut geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201375755-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa hat Spa\u00df im Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nRorogoi hat sich noch nicht ausreichend beruhigt um aus ihrem Gehege gelassen zu werden, doch sie frisst das Gr\u00fcnfutter und trinkt ihre Milch gut. Ebenso ergeht es dem gro\u00dfen Jungen Bongo, der einen langen Sto\u00dfzahn hat (der andere ist ihm abgebrochen). Er l\u00e4sst sich nur sehr schwer beruhigen und sein Sto\u00dfzahn ist angsteinfl\u00f6\u00dfend. Obwohl er zum Tor kommt und seine Milchf\u00fctterung genie\u00dft, f\u00fchlen sich die Keeper bei ihm nicht wohl genug, um in sein Gehege zu gehen, da ein Elefant seines Alters einen Menschen ernsthaft verletzen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720138248-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nAsanje durfte heute mit den anderen hinaus und die gro\u00dfen M\u00e4dchen dr\u00e4ngelten sich in ihr Gehege, sobald das Tor ge\u00f6ffnet wurde. Umrahmt von Naipoki, Kihari, Ishaq-B, Sonje und Narok kam Asanje heraus und die M\u00e4dchen k\u00fcmmerten sich sehr um sie. Die kleinen Jungs Lemoyian, Barsilinga, Kithaka und Ngasha versuchten auszunutzen, dass sie noch neu war und warfen ihr ganzes Gewicht gegen sie, doch Naipoki, Kihari und Sonje besch\u00fctzten den kleinen Neuling. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war Asanje trotzdem sichtlich nerv\u00f6s beim Anblick der vielen Besucher. Aus Angst, sie k\u00f6nnte sich bedroht f\u00fchlen und jemanden angreifen, lockten die Keeper sie sicherheitshalber mit einer Milchflasche vom Schlammloch weg. Auch bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr zeigte sie die gleiche Nervosit\u00e4t, doch sie wurde dann in einem zweiten Versuch mit der \u00e4lteren Gruppe erneut zum Schlammloch gebracht und f\u00fchlte sich bei diesen wohler.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720138752-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Asanje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nAlle waren erleichtert als Solio heute mal wieder auftauchte. Wie \u00fcblich hatte sie erst ein paar Ringk\u00e4mpfe mit Maxwell, der sich sehr \u00fcber ihre Anwesenheit freute und genoss danach das Luzernenheu in ihrem ehemaligen Gehege, bevor sie sich wieder auf den Weg machte.<br \/>\nDer Zustand des armen Kwale wird leider immer schlechter. Er hat nun eine Schwellung unter seinem Kinn. Die Symptome, die seine Gesundheitsprobleme aufzeigen, sind vergleichbar mit denen anderer Waisen, von denen sich einige erholt haben, aber wir auch einige andere, wie Tano, verloren haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201381213-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute durfte Rorogoi mit den anderen hinaus und auch sie wurde von den gro\u00dfen M\u00e4dchen nach der 9-Uhr-Milchf\u00fctterung vor ihrem Gehege hinauseskortiert. Ishaq-B, Naipoki, Narok und Quanza passten gut auf sie auf und rahmten sie ein, wann immer sie versuchte, wegzulaufen. Drau\u00dfen im Busch f\u00fchlte sie sich nicht besonders wohl in der N\u00e4he der Keeper und weigerte sich, an der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde teilzunehmen. Sie blieb allein im Geb\u00fcsch zur\u00fcck, umgeben und bewacht von ihrer menschlichen Familie. Die Keeper brauchten zwei Stunden, um sie, zusammen mit Lentili, Zongoloni und Asanje, zur\u00fcck in ihr Gehege zu bringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201381627-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nRorogoi verbringt ihre Zeit immer gemeinsam mit den anderen Neulingen, Lentili, Zongoloni und Asanje, doch sie f\u00fchlt sich immer noch nicht besonders wohl bei den Keepern &#8211; au\u00dfer wenn sie eine Milchflasche halten! Sie verweigerte heute erneut die \u00f6ffentliche Besuchsstunde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201382031-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili und Kwale<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute wurde ein weiterer winziger Waisenelefant gerettet. Er wurde vom KWS-Personal am Buchuma-Eingang zum Tsavo-East Nationalpark gesehen, als er in Richtung der vielbefahrenen Zugstrecke und Mombasa-Autobahn unterwegs war. Er wurde gefangen und im Eingangsh\u00e4uschen untergebracht, bis er vom Flugzeug aus Nairobi abgeholt wurde. Das Bullkalb ist erst einen Monat alt und wurde noch am Nachmittag ins Waisenhaus geflogen. Er schien in ganz gutem Zustand zu sein und wurde Bahati genannt (Suaheli f\u00fcr &#8222;gl\u00fccklich&#8220;).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201382420-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bahati schaut unter der Decke hervor<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDas Baby Bahati trinkt seine Milch gut und ist gern bei den Keepern und den anderen Babys. Dem kleinen Mshindi ging es heute nicht besonders gut. Er hatte Durchfall, keinen Appetit und schien insgesamt eher matt zu sein, ein Zeichen daf\u00fcr, dass der gef\u00fcrchtete Prozess des Zahnens begonnen hat. Er wurde an eine Dextrose-und-Saline-Infusion gelegt, um ihm die Fl\u00fcssigkeiten wieder zuzuf\u00fchren, die er durch den Durchfall verloren hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201382542-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bahati<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nMshindi geht es noch immer schlecht und er hat heute erneut Infusionen bekommen und ist mit Medikamenten gegen Durchfall behandelt worden. Als es Zeit f\u00fcr die private Besuchsstunde war, floh Rorogoi und die Keeper mussten sie drei Stunden suchen, ehe sie sie tief im Park wiederfanden. Sie hatten dann alle H\u00e4nde voll zu tun, sie zu den Stallungen zur\u00fcck zu begleiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201383052-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mshindi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nRorogoi wird die n\u00e4chsten zwei Tage in ihrem Gehege bleiben m\u00fcssen, bis sie sich ausreichend beruhigt hat, dass wir sicher sind, dass sie nicht wieder weg l\u00e4uft. Der arme Junge Bongo muss auch noch immer im Gehege bleiben und auf die Regenf\u00e4lle in Ithumba warten, damit er dorthin gebracht werden kann. Dort sind andere Elefanten seiner Gr\u00f6\u00dfe und seines Alters und er ist einfach zu gro\u00df und wild, um im Waisenhaus gehalten zu werden. Er braucht den Einfluss der \u00e4lteren Bullen um sich einzugew\u00f6hnen. Er hat inzwischen wieder ordentlich zugenommen und sieht auch viel ges\u00fcnder aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201383244-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi in ihrem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute wurde wieder ein ungef\u00e4hr einj\u00e4hriger Elefantenwaise gerettet, dieses Mal aus dem Ziwani-Sumpf im Tsavo-West Nationalpark. Das Rettungsteam machte sich nach dem Mittag auf den Weg und kamen mit dem neuen Waisen bereits um 15 Uhr in Waisenhaus an. Es war ein M\u00e4dchen und wurde Oltaiyoni genannt, was der Name eines kleinen Zuflusses in den Sumpf ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201385014-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nOltaiyoni trank ihre Milch in der Nacht sehr gut und war, anders als Rorogoi, bereits am Morgen freundlich genug zu den menschlichen Keepern, dass sie zu den anderen Waisen hinaus gelassen werden konnte, obwohl sie erst gestern angekommen war. Wie immer versuchten die frechen Jungs Lemoyian, Barsilinga und Kithaka ihre \u00dcberlegenheit zu demonstrieren, doch sie wurden von den gro\u00dfen M\u00e4dchen zurechtgewiesen. Oltaiyoni benahm sich w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde und auch bei der darauf folgenden privaten Besuchsstunde um 15 Uhr hervorragend. Sie versteckte sich einfach zwischen den \u00e4lteren Elefanten und ihre aufgestellten Ohren waren das einzige Zeichen einer kleinen Unruhe in ihr. Sie ist ein wunderbares kleines M\u00e4dchen.<br \/>\nDer Zustand des armen leidenden Kwale hat sich leider heute deutlich verschlechtert und er weigerte sich, seine Milch zu trinken. Er wurde zu seinem Stall zur\u00fcckgebracht und an eine Infusion gelegt. Er erh\u00e4lt Elefanten-Blutplasma, da seine Thrombozytenzahl sehr niedrig war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201385213-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Auf Oltaiyoni wird aufgepasst<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nKwale ging es heute immer noch schlecht. Er frisst nicht mehr und wird immer schw\u00e4cher. Wir wissen leider auch nicht mehr, was wir noch f\u00fcr ihn tun k\u00f6nnten.<br \/>\nHeute musste erneut eine Rettung stattfinden. Diesmal handelte es sich um einen Amboseli-Waisen, der bereits von L\u00f6wen in sein Hinterteil gebissen worden war. Es wurde versucht, ihn in eine wilde Herde in der N\u00e4he zu integrieren, aber die Herde wies ihn zur\u00fcck. Der verletzte Elefant war ein ungef\u00e4hr zweij\u00e4hriger Bulle und hatte tiefe Verletzungen an seinem Schwanzansatz, die auch das Austreten des Dungs verhinderten. Die Keeper versuchten ihm zu helfen, indem sie den Dung mit der Hand herausholten. Das Kalb brach in der Nacht zusammen und wurde an eine Infusion gelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/118201371325-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Amboseli-Kalb kommt im Waisenhaus an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDer gestern gerettete Elefant, der noch nicht mal einen Namen hatte, starb um 6 Uhr. Erst wurde er von L\u00f6wen gebissen und dann von dem anderen gro\u00dfen &#8222;Feind&#8220; gefangen, er hatte gro\u00dfe Schmerzen und gro\u00dfen Stress w\u00e4hrend des Flugs nach Nairobi &#8211; all das war zu viel f\u00fcr diesen kleinen Elefanten.<br \/>\nInzwischen geht es Kwale immer noch schlecht und er ist erneut an eine Infusion gekommen, weigert sich immer noch, seine Milch zu trinken und frisst nur sehr wenig Gr\u00fcnfutter, das ihm inzwischen mit der Hand angeboten wird.<br \/>\nUm 17 Uhr ging es dann auch dem neuesten der kleinen Babys, Bahati, pl\u00f6tzlich schlechter. Er hatte Durchfall, sodass auch er vermutlich das Zahnen beginnt. Wir haben auch ihn an eine Infusion gelegt und eine Blutprobe genommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720138581-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bahati und Shujaa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nBahatis Bluttest zeigte eine bakterielle Infektion und er ist \u00fcber Nacht sehr schwach geworden. Er bekam das Antibiotikum Penstrep und hom\u00f6opathische Medizin gegen seinen Durchfall, in der Hoffnung den Durchfall zu kontrollieren, der bei so kleinen Elefanten lebensbedrohlich ist. W\u00e4hrend des Tages blieb er sehr zerbrechlich, trank keine Milch und konnte nicht ohne Hilfe stehen.<br \/>\nKwale konnte keine Fl\u00fcssigkeit mehr \u00fcber die Infusion aufnehmen und war w\u00e4hrend der Nacht in komat\u00f6sem Zustand. Wir haben die Hoffnung verloren, dass er sein langes Leiden doch noch \u00fcbersteht.<br \/>\nEs war ein sehr trauriger Tag in einem sehr traurigen und hektischen Monat f\u00fcr alle hier im Waisenhaus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720139018-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys unter der Decke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nEs gab viel Grund zum Trauern heute: \u00fcber den Tod von Bahati und den von Kwale. Der Tierarzt hat eine Autopsie durchgef\u00fchrt und Blutproben genommen um herauszufinden, welches Leiden Kwale das Leben so schwer gemacht hatte. Es stellte sich heraus, dass er eine Darmsch\u00e4digung hatte, unter der er vermutlich seit seinem Fall in den Brunnen leidet. Es gab dabei nie die Chance auf Heilung, da auf diese Weise die N\u00e4hrstoffaufnahme nur sehr eingeschr\u00e4nkt funktionierte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1172013931-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bahati<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nDie kleine Oltaiyoni macht sich gut und hat ihre menschliche Familie akzeptiert. Mshindi, Suhjaa und Kamok, die nun alle das Zahnen begonnen haben, halten durch, wobei es Mshindi und Shujaa nicht so gut geht wie Kamok. Sie alle haben bereits zwei Z\u00e4hne, aber Mshindis und Shujaas Zustand hat sich dabei merklich verschlechtert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720139510-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nEs ist ein gro\u00dfes R\u00e4tsel f\u00fcr uns, was heute mit Asanje passiert ist, der es am fr\u00fchen Morgen gut ging und sie wie \u00fcblich mit den anderen hinaus ging. Doch pl\u00f6tzlich schwoll ihr Hals gewaltig an, sie begann im Kreis zu laufen und schien nichts mehr sehen zu k\u00f6nnen. Sie war schnell einem Zusammenbruch nahe. Es gelang uns gerade so, sie zu ihrem Gehege zur\u00fcckzuf\u00fchren und Angela besorgte ihr sehr schnell Cortison. Wir vermuten, dass sie von einer Schlange gebissen wurde, obwohl niemand eine Schlange gesehen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1172013999-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Asanje trinkt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. Oktober 2013<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein trauriger Tag, denn wir haben einen Waisen verloren, der erst letzte Nacht bei uns ankam und noch nicht mal einen Namen hatte.<br \/>\nAsanje schien es wieder gut zu gehen, doch sie konnte in Folge des seltsamen Vorfalls gestern immer noch nicht wieder sehen. Ein Tier-Augenspezialist wurde gerufen und wird ihre Augen genauer untersuchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/118201371644-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein Waise kommt bei uns an<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2013\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. Oktober 2013 Der Oktober begann mit einem Besuch von Solio, die um 6 Uhr auftauchte und zuerst Murera begr\u00fc\u00dfte. Sie ging dann zu Maxwell um mit ihm zu spielen, der schon auf sie wartete und genoss anschlie\u00dfend das Luzernenheu in ihrem ehemaligen Gehege. 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