{"id":459,"date":"2009-01-13T18:04:08","date_gmt":"2009-01-13T17:04:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=459"},"modified":"2009-01-13T18:04:08","modified_gmt":"2009-01-13T17:04:08","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-dezember","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-dezember\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Dezember"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe<\/strong> <\/p>\n<p>Der Trust nahm in diesem Monat zwei neue Waisen in der Nairobi Nursery auf: das erste kam am 2. Dezember von der Loisaba Ranch im Distrikt Laikipia, wo die Mutter des Elefantenbabys von Wilderern get\u00f6tet wurde. Das K\u00e4lbchen irrte 2 Wochen allein und ohne Milch umher und wurde in dieser Zeit von Hy\u00e4nen in der Anus-Schwanzregion angefressen. Sein Schwanz hing in beinahe zwei Teilen herab. Er war sehr abgemagert, jedoch er schien trotzdem noch gen\u00fcgend Reserven zu haben, um durchzukommen. Der Stress des Einfangens jedoch, zusammen mit den Traumata und Schmerzen seiner Verletzungen und dem Verlust seiner Elefantenmutter waren letztlich doch zu viel f\u00fcr ihn. Trotz der ersten Hilfe mittels einer Glukose-Infusion in die Ohrvene, starb er in den fr\u00fchen Stunden des n\u00e4chsten Morgens. <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Elefant kam aus dem Gebiet Kimana im Amboseli-\u00c3\u2013kosystem und war bereits bewusstlos als das Rettungsflugzeug eintraf, um ihn aufzuladen. Keeper Edwin hatte sofort eine Infusion veranlasst, doch der kleine Bulle kam nicht mehr zu Bewusstsein und starb noch in seiner ersten Nacht in der Nursery. Auch er war h\u00f6chstwahrscheinlich ein Opfer der Wilderei, der einfach zu lange ohne die lebenswichtige Milch auskommen musste. Es machte uns sehr traurig, innerhalb von nur wenigen Tagen gleich zwei Elefanten zu begraben. Der einzige Trost war uns die Gewissheit, dass sie ein friedliches Ende fanden, umgeben von Mitgef\u00fchl und F\u00fcrsorge, statt einsam und allein durch ein Raubtier in der Wildnis umzukommen. <\/p>\n<p>Abgesehen von dem Verlust unserer beiden neuen Waisen war es ein gl\u00fccklicher Monat f\u00fcr unsere Nursery-Elefanten. Klein <b>Suguta<\/b> wird von Tag zu Tag kr\u00e4ftiger und entwickelt sich zu einem Charakterkopf. Die Freundschaft von <b>Ndii<\/b> und <b>Kenia<\/b> w\u00e4chst weiter, genauso wie die von <b>Siria<\/b>, <b>Shimba<\/b> und <b>Mzima<\/b>. <b>Taveta<\/b> hat sich ziemlich daneben benommen, er war aggressiv und lie\u00df seine schlechte Stimmung an den anderen aus. Als er <b>Dida<\/b> jedoch zu schubsen versuchte, wies sie ihn energisch zurecht. Dieses Verhalten ist nicht ungew\u00f6hnlich unter \u00e4lteren Elefanten, sobald sie wieder zu Kr\u00e4ften gekommen sind. Sie neigen h\u00e4ufig dazu ihren Frust \u00fcber den Verlust ihres fr\u00fcheren Elefantenlebens an den anderen auszulassen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/john-with-ndii.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"John mit Ndii\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/john-with-ndii-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Auf <b>Lempaute<\/b> konnte man sich wie immer verlassen, sobald es daran ging die Besucher w\u00e4hrend des Schlammbades zu unterhalten. Sie spielte mit dem Fu\u00dfball, stie\u00df den gro\u00dfen Traktorschlauch herum und rannte anschlie\u00dfend am Absperrseil auf und ab. Dabei besudelte sie die Besucher von oben bis unten mit Schlamm! Manchmal tritt sie sogar \u00fcber die Absperrung, um sich dann den Besuchern zu den F\u00fc\u00dfen zu legen. Klein <b>Suguta<\/b> macht es ihr inzwischen nach und entwickelt sich langsam auch zum Schlammbad-Star. Als kleinstes Mitglied der Gruppe wird ihr nat\u00fcrlich die ganze Aufmerksamkeit zuteil, und sie scheint es sichtlich zu genie\u00dfen. Sie h\u00e4ngt inzwischen sehr an <b>Kenia<\/b> und wetteifert mit <b>Ndii<\/b> um die Position des besten Freundes. <b>Kenia<\/b> hat alle Eigenschaften, eine gute Leitkuh zu werden. Sie ist sehr f\u00fcrsorglich und besch\u00fctzerisch sowohl gegen\u00fcber <b>Ndii<\/b> als auch <b>Suguta<\/b>, und sie ist sofort zur Stelle, wenn sich die beiden ihretwegen in die Haare kriegen. <b>Wasessa<\/b> scheint sich immer noch selbst zu gen\u00fcgen. Sie geht immer sicher, dass sie von den anderen umringt ist und vermeidet engeren Kontakt zu diesen ihr merkw\u00fcrdig erscheinenden Menschen. Und obwohl sie ihre Milchflasche annimmt, so h\u00e4lt sie selbst beim F\u00fcttern Distanz zum jeweiligen Keeper. <b>Dida<\/b> liebt <b>Kimana<\/b>, muss <b>Siria<\/b> jedoch den Vortritt lassen. Diese ist sehr besitzergreifend gegen\u00fcber <b>Kimana<\/b>, und <b>Kimana<\/b> scheint sie einfach mehr zu m\u00f6gen. Wenn sich <b>Siria<\/b> zwischen <b>Kimana<\/b> und <b>Dida<\/b> dr\u00e4ngt, dann gesellt sich <b>Dida<\/b> zu <b>Lesanju<\/b> und <b>Lempaute<\/b>. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/amos-with-shimba.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"Amos with Shimba\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/amos-with-shimba-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Dida<\/b> ist diejenige unter den Elefanten, die sich am meisten um das blinde Nashorn Maxwell k\u00fcmmert. Jeden Morgen liebkost sie z\u00e4rtlich sein Gesicht mit ihrem R\u00fcssel, und Max scheint es einfach zu genie\u00dfen. <\/p>\n<p>Die Warzenschweine der Gegend haben Nachwuchs &#8211; f\u00fcr unsere Nursery-Elefanten ist es ein nicht enden wollendes Vergn\u00fcgen, die Frischlinge umher zu jagen. In diesen Momenten steigern sie sich so sehr in ihre Aufregung hinein, dass ihnen hin und wieder unfreiwillig ein Trompeten entwischt, wenn sie kleine B\u00fcsche niederrennen. (Das Trompeten von Baby-Elefanten geschieht anfangs eher unwillk\u00fcrlich, wenn sie sehr aufgeregt sind. Bei den ersten Malen erschrecken sie \u00fcber sich selbst, doch es dauert nicht lange, bis sie Gefallen an diesem Ger\u00e4usch gefunden haben!) <b>Suguta<\/b> \u00fcberraschte alle mit einem Sprint, als ein ausgewachsenes Warzenschwein pl\u00f6tzlich neben ihr auftauchte, w\u00e4hrend sie hinter der Herde her trottete. Ihr erschrockenes Br\u00fcllen rief sofort <b>Sinya<\/b> und <b>Lesanju<\/b> herbei, die das Warzenschwein verjagten und sie zur\u00fcck zu den Keepern begleiteten. Die anderen Nursery-Babys erhielten unterdessen einen ordentlichen Adrenalin-Schub durch umher springende Impala-B\u00f6cke und rennende Giraffen und suchten ebenfalls Schutz bei ihren Keepern! Abends, auf dem Heimweg, sprang ein fl\u00fcchtender Impala in einem Satz \u00fcber die Reihe Elefantenwaisen und jagte ihnen einen Mordsschrecken ein! <\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Dezember 2008 <\/strong> <\/p>\n<p>Der Monat Dezember begann mit einer Reihe \u00fcppiger Regenf\u00e4lle, die Pflanzenwelt erschien in neuem Gr\u00fcn, und die nat\u00fcrlichen Senken verwandelten sich in Wasserl\u00f6cher. Somit war eine lange und schwere Trockenzeit \u00fcberstanden. Viele der Elefantenherden hatten Nachwuchs bei sich, wie die Keeper auf ihrer Suche nach <b>Emily<\/b> und <b>Aitong<\/b> herausfanden. Die beiden m\u00fcssten mittlerweile auch ihren ersten eigenen Nachwuchs bekommen haben.  <\/p>\n<p>Am Abend des 10. wurden sie endlich belohnt, als sie in der D\u00e4mmerung <b>Sosian<\/b> und <b>Laikipia<\/b> auf der S\u00fcdseite von Mazinga Hill entdeckten. <b>Emily<\/b> stand unter einem Baum und war umringt von einigen K\u00fchen aus ihrer Gruppe und zwei sehr gro\u00dfen wilden Elefantenk\u00fchen. Am n\u00e4chsten Morgen kehrten die Keeper an diesen Ort zur\u00fcck und fanden <b>Emily<\/b> mit einem neugeborenen K\u00e4lbchen vor, das in der Nacht zuvor zur Welt gekommen sein musste! Das war ein wirklicher H\u00f6hepunkt f\u00fcr die Keeper, denn <b>Emily<\/b> ist die erste Ex-Nursery-Waise, die ein K\u00e4lbchen in der Wildnis bekommen hat. Das Baby war das Zentrum der Aufmerksamkeit von allen in der Gruppe. Sie liebkosten es mit ihren R\u00fcsseln und folgten jedem seiner Schritte mit gro\u00dfer Neugier, besonders <b>Edie<\/b> nahm ihre Rolle als \u201eoberstes Kinderm\u00e4dchen\u201c sehr ernst. <b>Emily<\/b> selbst schien auff\u00e4llig entspannt und wusste ihr Baby in der Obhut aller Kinderm\u00e4dchen gut aufgehoben. Als sie schlie\u00dflich mit ihrem Baby den Weg \u00fcberquerte, waren die anderen K\u00fche tunlichst darauf bedacht, dass ihr die Keeper nicht zu nahe kommen, und diese zogen sich erst einmal zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Einige Tage sp\u00e4ter verschwanden die wilden Elefantenk\u00fche und lie\u00dfen <b>Emily<\/b> und ihr Baby mit ihrer Waisen-Herde zur\u00fcck. Die jungen Bullen wurden ins Abseits gedr\u00e4ngt, w\u00e4hrend die Weibchen das Geschehen dominierten. <b>Edie<\/b>, <b>Mvita<\/b>, <b>Loisaba<\/b> und <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b> belagerten st\u00e4ndig das Baby und verh\u00e4tschelten es liebevoll. Am 16. brachte <b>Emily<\/b> ihr K\u00e4lbchen zu den Stallungen, und die Keeper konnten feststellen, dass es ein kleines Weibchen war. Daphne nannte sie daraufhin \u201e<b>Eve<\/b>\u201c. <b>Emily<\/b> war vollkommen entspannt in Anwesenheit der Keeper, die ganz nah an das Neugeborene herankommen durften, das unterdessen in einem Meer von Beinen und R\u00fcsseln um die Stalltr\u00e4nke spielte. Diese hatten die Waisen aus Versehen (aber gl\u00fccklicherweise, wie sich sp\u00e4ter herausstellte) abgelassen. In seinem \u00dcbermut fiel das K\u00e4lbchen n\u00e4mlich pl\u00f6tzlich hinein. Alle Elefanten reagierten sofort, <b>Edie<\/b> machte einen Riesen-Aufstand, w\u00e4hrend sich <b>Emily<\/b> einfach nieder kniete um es mit ihrem R\u00fcssel wieder herauszuheben. Allerdings brauchte sie Hilfe dabei, und zwei der Keeper sprangen beherzt in die runde Betonfassung und hoben das Baby heraus. Der kleinen <b>Eve<\/b> war bei ihrem ersten Unfall nichts passiert, und <b>Emily<\/b> war gl\u00fccklich, dass ihr geholfen wurde. Das Baby wurde sofort von ihr und allen anderen liebkost.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/eve-enjoying-herself.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"Eve enjoying herself\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/eve-enjoying-herself-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Als sie sich schlie\u00dflich entschieden hatten, zu gehen, verschwanden sie gemeinsam mit den Keepern hinter dem Voi-Hauptquartier am Fu\u00dfe des Mazinga Hill &#8211; wie eh und je, als eine Elefanten-Menschen-Familie gefolgt von einer Staffel Bullen, die von all diesem Frauen-Brimborium sichtlich verwirrt waren! Robert Carr-Hartley war auch dabei, und es gelang ihm das Baby beim S\u00e4ugen zu filmen und wie es sp\u00e4ter ein Nickerchen machen wollte, aber dann st\u00e4ndig von einem seiner Kinderm\u00e4dchen hochgeschubst wurde. Sie konnten es einfach nicht so liegen sehen und wollten sicher gehen, dass es wohlauf ist! Es waren in der Tat zwei magische Stunden, die die Keeper mit ihren einstigen Z\u00f6glingen verbringen durften &#8211; und ein wundervolles Weihnachtsgeschenk f\u00fcr uns alle. Seit diesem Tag graste die Gruppe st\u00e4ndig um Mazinga Hill (ihrem alten Revier). Sie wurden regelm\u00e4\u00dfig von den Keepern gesichtet, die w\u00e4hrenddessen weiter nach <b>Aitong<\/b> und dem Rest von <b>Natumis<\/b> Gruppe suchten, also <b>Burra<\/b>, <b>Seraa<\/b>, <b>Mukwaju<\/b>, <b>Thoma<\/b> und <b>Lolokwe<\/b>. Es ist interessant, dass <b>Sweet<\/b> <b>Sally<\/b> jetzt in <b>Emilys<\/b> Gruppe untergekommen ist, denn bisher war sie immer so etwas wie <b>Aitongs<\/b> Schatten! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/the-orphans-with-eve-in-their-midst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"The orphans with Eve in their midst\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/the-orphans-with-eve-in-their-midst-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Keeper geben die Suche nach <b>Aitong<\/b> nicht auf, denn auch sie k\u00f6nnte inzwischen Mutter geworden sein. Sollte <b>Aitongs<\/b> Baby ein kleiner Bulle sein, so wird er \u201eAdam\u201c genannt &#8211; wie passend f\u00fcr die Babys unserer ehemaligen \u201eNursery-Erstlinge\u201c. <\/p>\n<p><strong>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Dezember 2008<\/strong> <\/p>\n<p>Ithumba war in der ersten Monatsh\u00e4lfte wunderbar gr\u00fcn, und die Wasserl\u00f6cher waren frisch gef\u00fcllt, so dass sich die Waisen beim Baden in den vielen Suhlen und dem inzwischen Wasser f\u00fchrenden Kalovoto-Fluss vergn\u00fcgten. Gegen Mitte des Monats war der Regen jedoch schon wieder Vergangenheit, die Bl\u00e4tter f\u00e4rbten sich gelb und die Senken trockneten wieder aus &#8211; Vorboten auf die n\u00e4chste hei\u00dfe Trockenperiode. Januar, Februar und M\u00e4rz sind die hei\u00dfesten Monate des Jahres und immer eine Herausforderung f\u00fcr Elefanten, die ja keine Schwei\u00dfdr\u00fcsen haben und sich somit nicht durch Schwitzen abk\u00fchlen k\u00f6nnen. Ohne Zugang zu Wasser und Schatten wird es f\u00fcr sie noch schwerer, ihre K\u00f6rpertemperatur konstant zu halten. <\/p>\n<p>Dieser Monat war gepr\u00e4gt von einem st\u00e4ndigen Hin und Her zwischen den beiden Gruppen der Herde &#8211; den J\u00fcngeren, die noch von ihren Keepern betreut werden, und den \u00c4lteren, die bereits ohne ihre Keeper auskommen. Die letztere Gruppe wird angef\u00fchrt von <b>Yatta<\/b> (der Haupt-Leitkuh), die von <b>Mulika<\/b>, <b>Nasalot<\/b> und <b>Kinna<\/b> unterst\u00fctzt wird. Alle 4 wurden aus Voi nach Ithumba gebracht um sich um die J\u00fcngeren zu k\u00fcmmern. <b>Rapsu<\/b> entschloss sich am 4. Dezember zum ersten Mal <b>Yattas<\/b>, Gruppe der \u201eGro\u00dfen\u201c zu begleiten, w\u00e4hrend sich <b>Wendi<\/b> ein paar Tage um die J\u00fcngeren k\u00fcmmerte &#8211; und sp\u00e4ter wieder umgekehrt. <b>Yatta<\/b> sah dann beim mitt\u00e4glichen Schlammbad nach dem Rechten, verbrachte den Nachmittag mit den Kleinen und brachte sie abends zur\u00fcck zu den Stallungen. Bei dieser Gelegenheit nahm sie <b>Rapsu<\/b> mit auf seinen ersten n\u00e4chtlichen Ausflug bei den Gro\u00dfen, w\u00e4hrend <b>Wendi<\/b> in den Stallungen blieb. Als die Gruppe am 6. erneut zu Besuch kam, schloss sich <b>Wendi<\/b> wieder den Gro\u00dfen an, und <b>Rapsu<\/b> blieb ebenfalls bei ihnen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/challa-leading-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"184\" alt=\"Challa f&uuml;hrt die Gruppe an\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/challa-leading-1-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 7. kam <b>Yatta<\/b> erneut zu den Stallungen und lieferte <b>Rapsu<\/b> ab, der offenbar Hintergedanken gehegt hatte. Sie blieb lange genug, um sicherzugehen, dass er in seinem Stall bleiben w\u00fcrde. Die Kleinen begr\u00fc\u00dften ihn alle st\u00fcrmisch. Offenbar hatten sie ihn vermisst, und auch <b>Rapsu<\/b> schien gl\u00fccklich dar\u00fcber, wieder da zu sein.  <\/p>\n<p><b>Yattas<\/b> Gruppe gesellte sich am 9. in der Suhle zu den J\u00fcngsten, und am 10. tauchte <b>Napasha<\/b> (normalerweise in <b>Yattas<\/b> Gruppe) allein aus dem Geb\u00fcsch auf, als die J\u00fcngsten gerade auf dem Weg zum Schlammbad waren. Die Keeper gingen davon aus, dass <b>Yatta<\/b> und die anderen wohl auch jeden Moment auftauchen w\u00fcrden und warteten eine Weile. Schlie\u00dflich stellte sich jedoch heraus, dass <b>Napasha<\/b> offenbar alleine unterwegs gewesen ist. Er verbrachte den Tag bei den Kleinen, genoss das Spiel im Schlammbad, graste nachmittags mit ihnen und brachte sie danach zu den Stallungen. Dann ging er wieder seine eigenen Wege Richtung Osten, wo er sicherlich <b>Yattas<\/b> Gruppe oder seine wilden Freunde wieder traf. <b>Napasha<\/b> wurde im November 2002 geboren. F\u00fcr sein Alter ist er bereits ungew\u00f6hnlich selbstbewusst und unabh\u00e4ngig.  <\/p>\n<p><b>Yattas<\/b> Gruppe wurde vom 10.-14. Dezember nicht mehr gesehen. Dann aber tauchten sie beim Schlammbad mit den J\u00fcngsten wieder auf. Die Kleinen, angef\u00fchrt von <b>Galana<\/b>, machten sich dann ohne die \u00c4lteren auf zum Grasen an den H\u00e4ngen von Ithumba Hill. Gleiches wiederholte sich am n\u00e4chsten Tag. <b>Yattas<\/b> Gruppe blieb dann f\u00fcr die folgenden 3 Tage weg (vom 16.-18. Dezember), kam jedoch am 19. wieder zur Suhle &#8211; und das Spiel begann von vorn. Wir sind uns sicher, dass diese Verhaltensabfolgen bereits vorher via Telepathie oder Infraschall \u201eabgesprochen\u201c werden, denn normalerweise w\u00fcrden sich die J\u00fcngsten dar\u00fcber freuen mit ihren \u00e4lteren Herdenmitgliedern im Schlamm zu Suhlen, vor allem wenn man dank der Jahreszeit so viel Zeit daf\u00fcr hat, weil man nicht den ganzen Tag auf der Suche nach Futter verbringt. Stille \u201eAbsprachen\u201c dieser Art findet man h\u00e4ufig in den Aufzeichnungen der Keeper. <\/p>\n<p>Am Morgen des 20. Dezembers warteten <b>Yatta<\/b> und ihre Gruppe bereits sehr fr\u00fch an den Stallungen um <b>Wendi<\/b> und <b>Tomboi<\/b> abzusetzen, die dann ein paar Tage mit den Kleinsten verbrachten. Am n\u00e4chsten Tag schaute <b>Yattas<\/b> Trupp gleich fr\u00fch Morgens wieder vorbei, und <b>Rapsu<\/b> entschied sich, wieder einmal mit den Gro\u00dfen zu gehen. <b>Tomboi<\/b> und <b>Wendi<\/b> blieben zur\u00fcck und gesellten sich am 23. wieder zu <b>Yattas<\/b> Gruppe, als diese morgens an die Stallungen kam. <b>Rapsu<\/b> blieb dann aber f\u00fcr den Rest des Monats bei den \u00c4lteren. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/kora-crossing-road.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"184\" alt=\"Kora\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/01\/kora-crossing-road-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Wilde Bullen kamen in diesem Monat nur zwei Mal zum Saufen ins Stallgel\u00e4nde: am 1. Weihnachtstag kamen 2 um 19:30 Uhr, und am 29. Dezember waren es 8 in den sp\u00e4ten Abendstunden. In der Monatsmitte fand man dann \u00fcberall die Anzeichen auf zur\u00fcckgekehrte Elefantenherden, und sobald die Wasserl\u00f6cher wieder austrocknen, wird es an der Stalltr\u00e4nke wieder mehr Ansturm geben.  <\/p>\n<p>Den 2. Weihnachtsfeiertag werden wir wohl nicht mehr vergessen: <b>Napasha<\/b> kam mit <b>Yattas<\/b> Gruppe zur\u00fcck und hatte einen Pfeil im Gesicht! Zuerst dachten die Keeper, es handelt sich um einen Zweig oder einen Dorn, aber die n\u00e4here Untersuchung ergab, dass es sich tats\u00e4chlich um einen Giftpfeil handelte. Gl\u00fccklicherweise gelangte nur ganz wenig von dem Gift durch die Haut. Die Keeper setzten sich nat\u00fcrlich sofort mit uns in Verbindung, und wir verst\u00e4ndigten den Stellvertretenden Leiter der Sicherheitsbeh\u00f6rde in Nairobi, da offenbar alles KWS-Personal \u00fcber die Feiertage Urlaub hatte. Nur ein Angestellter hatte Telefondienst im Hauptquartier. Der Kenia Wildlife Service schickte umgehend mehr Wildh\u00fcter aus Voi um die Gegend zu kontrollieren. Wir verwarnten hingegen die Dorfgemeinden, dass der Trust seine Unterst\u00fctzung einstellen w\u00fcrde, wenn die Dorfbewohner weiterhin wilderten. (Derzeit unterst\u00fctzt der Trust 4 Dorfschulen an der n\u00f6rdlichen Grenze mit Tischen, Ausr\u00fcstung f\u00fcr den Sportunterricht, Ausfl\u00fcge in den Park mit unserem Bus, Papier und B\u00fcchern).  <\/p>\n<p><b>Napasha<\/b> wurde in den Stallungen untergebracht, und die Keeper entfernten den Pfeil, der sich etwa 7,5 cm in seine Wange gebohrt hatte. Sie s\u00e4uberten und bedeckten die Wunde und erhielten die Anweisung, ihn f\u00fcr einige Tage im Stallgel\u00e4nde zu behalten, falls sich die Wirkung des Giftes bemerkbar machte. So blieb er zwei Tage bei den J\u00fcngsten in den Stallungen, doch gl\u00fccklicherweise wurde er nicht ernsthaft krank. Seine Wunde im Gesicht wurde von den Keepern zwei Mal t\u00e4glich ges\u00e4ubert, und am 28. konnte er schon wieder mit <b>Yattas<\/b> Gruppe aufbrechen, von der er abgeholt wurde.  <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-dezember\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe Der Trust nahm in diesem Monat zwei neue Waisen in der Nairobi Nursery auf: das erste kam am 2. Dezember von der Loisaba Ranch im Distrikt Laikipia, wo die Mutter des Elefantenbabys von Wilderern get\u00f6tet wurde. 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