{"id":4634,"date":"2014-02-10T19:18:07","date_gmt":"2014-02-10T18:18:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4634"},"modified":"2014-02-10T19:18:07","modified_gmt":"2014-02-10T18:18:07","slug":"verwaiste-elefantenbabys-und-tausende-ermordete-wildhueter-sie-alle-sind-opfer-des-brutalen-elfenbeinhandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/verwaiste-elefantenbabys-und-tausende-ermordete-wildhueter-sie-alle-sind-opfer-des-brutalen-elfenbeinhandels\/","title":{"rendered":"Verwaiste Elefantenbabys und tausende ermordete Wildh\u00fcter &#8211; sie alle sind Opfer des brutalen Elfenbeinhandels"},"content":{"rendered":"<p><b>Verwaiste Elefantenbabys und tausende ermordete Wildh\u00fcter &#8211; sie alle sind Opfer des brutalen Elfenbeinhandels<\/b><\/p>\n<p><i>Ein Artikel von Tom Parry, im Daily Mirror vom 6. Februar 2014, \u00fcbersetzt aus dem Englischen<\/i><\/p>\n<p>Foto: Rowan Griffiths\/Daily Mirror<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4636\" alt=\"Verwaiste Elefantenbabys-1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-1.jpg\" width=\"615\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-1.jpg 615w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-1-500x332.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" \/><\/p>\n<p>Eins der Opfer: Quanza, ein zwei Jahre alter Amboseli-Elefant<\/p>\n<p>Quanza ist eine Elefantenwaise, die ein Jahr alt war, als sie mit ansehen musste, wie ihre Mutter mit einem Sturmgewehr erschossen wurde, bevor ihre Sto\u00dfz\u00e4hne von den Wilderern abgehackt wurden. Die beiden Schwestern von Quanza erlitten das gleiche Schicksal und das junge Kalb blieb nur verschont, weil sie noch keine Elfenbein besa\u00df, das es wert gewesen w\u00e4re, eine Kugel zu verschwenden. Sie ist eine von tausenden Afrikanischen Elefanten, die zu Waisen wurden, weil Verbrechersyndikate, die im Zusammenhang mit Terrorismus stehen, das wertvolle \u201eWei\u00dfe Gold\u201c nach Fernost verkaufen.<!--more--><\/p>\n<p>Aber das brutale Massaker an wehrlosen Gesch\u00f6pfen hat auch Menschenleben gekostet. Mehr als 1.000 Wildh\u00fcter wurden in den letzten 10 Jahren von Wilderern in 35 verschiedenen L\u00e4ndern ermordet. Unter ihnen auch Jonathan Mancha, erschossen von bewaffneten Somali in Kenias Amboseli Nationalpark, wo Quanza geboren wurde. Er hinterl\u00e4sst 7 Kinder im Alter zwischen 3 und 15 Jahren, die nun ohne Vater aufwachsen. Jonathan, 37 Jahre, war seit 15 Jahren Leitender Wildh\u00fcter, als er erfuhr, dass eine Wilderei-Bande ihr Unwesen trieb. Er hatte dienstfrei, was ihn aber nicht davon abhielt, sich von seiner Familie zu verabschieden, in seinen Kenya Wildlife Service Jeep zu steigen und zum Ort des Massakers zu fahren. Das war das letzte Mal, dass seine Familie ihn sah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich treffe die Familie in einer kleinen, stickigen H\u00fctte an einem zerfurchten, schlammigen Weg. Alte Zeitungen bedecken die Bretterw\u00e4nde. Der \u00e4ltere Bruder Tim, der einsprang, um die Kinder zu unterst\u00fctzen, erz\u00e4hlt mir, dass Jonathan ein Held war. Die Witwe Alfonzina, 50 Jahre alt, muss rausgehen, als wir anfangen, zu sprechen. Sie kann es nicht ertragen, daran erinnert zu werden, was passiert ist. Tim erinnert sich: \u201eIhm wurde von einem anderen Wildh\u00fcter berichtet, dass die M\u00e4nner, er nannte sie Schl\u00e4chter, eine Giraffe und einen Elefanten get\u00f6tet haben. Er sagte -\u00ad-\u00ad-\u00ad,Ich gehe nicht nach Hause, solange die Wilderer Tiere abschlachten.\u2019 Man nahm an, dass es Wilderer aus Somalia waren und ich warnte ihn, dass Somali schie\u00dfen, um zu t\u00f6ten, nicht um zu erschrecken. John und die anderen Wildh\u00fcter mussten zu Fu\u00df in den Busch gehen und sie entdeckten die Wilderer, vier von ihnen liegend. Die Wildh\u00fcter er\u00f6ffneten das Feuer, aber die Wilderer schossen zur\u00fcck und John wurde im Oberschenkel getroffen. Die Blutung war so stark, dass er schnell starb. Niemand konnte die Blutung stoppen. Die Wilderer hatten bessere Waffen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das T\u00f6ten von Wildh\u00fctern an der Wilderei-Front ist ein Thema, das David Cameron und die afrikanischen Staatsoberh\u00e4upter n\u00e4chste Woche auf einer Londoner Konferenz \u00fcber den 12 Mrd. -\u00a3 schweren illegalen Handel mit wildlebenden Arten diskutieren werden.<\/p>\n<p>Banden, die im Zusammenhang mit der al-Shabaab stehen, feuern mit ihren Sturmgew\u00e4hren wahllos auf die Wildh\u00fcter, die oft nur mit Holzst\u00f6cken bewaffnet sind, und fliehen dann \u00fcber die Grenze ins gesetzlose Somalia.<\/p>\n<p>Foto: Rowan Griffiths\/Daily Mirror<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4637\" alt=\"Verwaiste Elefantenbabys-2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-2.jpg\" width=\"615\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-2.jpg 615w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-2-500x332.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" \/><\/p>\n<p>Opfer: Die Gro\u00dffamilie von Jonathan Mancha aus Loitokitok<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In nur einem Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo wurden innerhalb von 10 Jahren 183 Park Ranger get\u00f6tet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Amboseli-Park, wo 1.500 Elefanten auf den staubigen Ebenen frei umherwandern, kann man beobachten, wie fast 4 m gro\u00dfe Elefantenbullen Grass mit ihren R\u00fcsseln abrei\u00dfen, w\u00e4hrend ihre K\u00e4lber gehorsam dahinter folgen, das ist ein beeindruckendes Schauspiel. Es erscheint unvorstellbar, dass irgendjemand sie einfach so wegen des Elfenbeins t\u00f6ten w\u00fcrde. Jedoch ist die un\u00fcberschaubare, freie Fl\u00e4che unterhalb des Kilimanjaro zu gro\u00df, um hinreichend patroulliert zu werden, und das macht die Tiere angreifbar. Im Oktober 2012 stand Quanza neben ihrer Mutter Qumquat, dem Familienoberhaupt, als die Wilderer ihre Herde mit Kugeln aus AK47 Kalaschnikows beschossen. Sie war eine der drei \u00e4lteren M\u00fctter, die wegen ihrer langen Sto\u00dfz\u00e4hne abgeschlachtet wurden, die im Fernen Osten bis zu 80.000 -\u00a3 einbringen w\u00fcrden. Die Wilderer lauerten auf der Wanderroute der Amboseli Herde zu den W\u00e4ldern Tansanias. Die Wildh\u00fcter fanden Quanza, neben dem verwesenden Kadaver ihrer Mutter stehend, die einzige \u00dcberlebende ihrer Familie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geschichten wie diese brachten Jonathan dazu, sein Leben zu riskieren. Als ich im Halbdunkeln des Raums, der Lehmboden hatte, mit seinem Bruder sprach, spielten Jonathans Kinder drau\u00dfen im bewachsenen Hof. Sie sind zu arm, um sich die Schule leisten zu k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr mich wird er immer als tapferer Soldat gefallen sein\u201c, sagt Tim. \u201eEr besch\u00fctzte die Elefanten, als ob sie Menschen waren. Er war ein sehr engagierter Mann, mit einer Leidenschaft f\u00fcr wildlebende Tiere.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Gl\u00fcck f\u00fcr Quanza, ihre Geschichte nahm ein gl\u00fccklicheres Ende.<\/p>\n<p>Foto: Rowan Griffiths\/Daily Mirror<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4638\" alt=\"Verwaiste Elefantenbabys-3\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-3.jpg\" width=\"615\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-3.jpg 615w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-3-300x199.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/02\/Verwaiste-Elefantenbabys-3-500x332.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" \/><\/p>\n<p>Ranger vom Amboseli-Nationalpark<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht in der Lage, alleine zu \u00fcberleben, wurde Quanza ruhiggestellt und in das Elefantenwaisenhaus in Kenias Hauptstadt Nairobi geflogen, das vom David Sheldrick Wildlife Trust betrieben wird. Jetzt wird sie vom Pfleger Amos Lakalau aufgezogen, sie verbringt ihre Tage mit anderen Elefantenwaisen im Wald und schl\u00e4ft in einem bewachten Stall. Sobald sie wiedereingegliedert wurde, wird sie in die Wildnis zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dame Daphne Sheldrick, 80 Jahre, die mir erz\u00e4hlt, dass Quanza wahrscheinlich mit ansehen musste, wie das Gesicht ihrer Mutter mit einer Axt zerhackt wurde, um an die Sto\u00dfz\u00e4hne zu kommen, sagt: \u201eEs dauert 2 Jahre, bis ein Elefantenbaby im Mutterleib heranw\u00e4chst, im Vergleich zu 9 Monaten bei Menschen. Das bedeutet, dass es sehr lange dauert, bis sich eine Herde regeneriert, wenn die \u00e4lteren Erwachsenen die Zielgruppe der Wilderer sind. Unsere Anti-Fallen-Teams stellen immer Wilderer und alarmieren die Beh\u00f6rden, aber am n\u00e4chsten Tag sind sie wieder drau\u00dfen. Sie lachen \u00fcber sie.\u201c Dame Daphne, die 2006 f\u00fcr ihr Lebenswerk geehrt wurde, f\u00fcgt hinzu: \u201eEs besteht kein Zweifel, dass Elfenbeinschmuggel- Syndikate auch am Waffen- und Drogenhandel beteiligt sind. Es besteht zweifellos ein Zusammenhang mit Terrorismus und der al-Shabaab. Die Syndikate sind durch das Abschlachten der Elefanten extrem reich geworden. Die Korruption war schon immer ein Problem. Die Wilderer haben ihre Verbindungen, um sich mit Schmiergeldern aus dem Gef\u00e4ngnis freizukaufen.\u201c &#8211;\u00a0Preise von \u00fcber 100 -\u00a3 pro Kilo Elfenbein bedeuten in Kenia viel Geld f\u00fcr die \u00e4rmsten Menschen. \u201eDie Versuchung ist enorm,\u201c sagt sie. \u201eIn Kenia gibt es keine Sozialleistungen, so dass ein Mensch, von was auch immer er leben kann, leben muss. Der Schl\u00fcssel hierf\u00fcr liegt in China. Solange es dort eine Nachfrage nach Elfenbein gibt, werden Elefanten get\u00f6tet werden. Bis der Verkauf von Elfenbein-\u00a0 v\u00f6llig verboten ist, wird es ein Problem geben und China wird als der Verbrecher angesehen. In China gilt Elfenbein als Statussymbol. Es wird als Wei\u00dfes Gold angesehen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich realisiere die gewaltige Dimension dieser Herausforderung, als ich Moses Sinkooi, 30 Jahre, und sein dreik\u00f6pfiges Team in einer einfachen H\u00fctte auf einem felsigen H\u00fcgel treffe. Es ist ein entlegener Au\u00dfenposten, ein kleiner Punkt am weiten Horizont. Das Team \u00fcberwacht 5.000 Acres (1 Acre sind \u00e2\u2030\u02c6 4046,9 m-\u00b2) zu Fu\u00df und ihre Chancen stehen enorm schlecht. \u201eDrei Elefanten wurden hier in der N\u00e4he erschossen,\u201c erz\u00e4hlt mir Moses. \u201eEs ist hart. Wir sind nur vier, aber es sind viele Wilderer.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber die engagierten Wildh\u00fcter werden niemals aufgeben&#8230;. denn, bis die Politiker sich zu einem entschlossenen Vorgehen bekennen, sind sie die letzte Verteidigungslinie der Tiere, um die sie sich k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/verwaiste-elefantenbabys-und-tausende-ermordete-wildhueter-sie-alle-sind-opfer-des-brutalen-elfenbeinhandels\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verwaiste Elefantenbabys und tausende ermordete Wildh\u00fcter &#8211; sie alle sind Opfer des brutalen Elfenbeinhandels Ein Artikel von Tom Parry, im Daily Mirror vom 6. 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