{"id":4668,"date":"2014-02-13T17:49:24","date_gmt":"2014-02-13T16:49:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4668"},"modified":"2014-02-13T17:49:24","modified_gmt":"2014-02-13T16:49:24","slug":"handelsverbot-fuer-elfenbein-ist-zur-rettung-der-elefanten-unerlaesslich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/handelsverbot-fuer-elfenbein-ist-zur-rettung-der-elefanten-unerlaesslich\/","title":{"rendered":"Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein ist zur  Rettung der Elefanten unerl\u00e4sslich"},"content":{"rendered":"<h3>&#8211;\u00a0Staatsleute aus aller Welt treffen sich am 13. Februar in London zu einem Gipfel, um sich der eskalierenden Wilderei anzunehmen. Der internationale und inl\u00e4ndische Elfenbeinhandel soll dauerhaft verboten werden, und alle regierungseigenen Elfenbein-Vorr\u00e4te sind zu zerst\u00f6ren. Dies fordern 23 Umwelt-, Artenschutz- und Tierschutz-Organisationen aus 14 L\u00e4ndern anl\u00e4sslich des Treffens mit dem Britischen Premierminister David Cameron als Gastgeber und unter Teilnahme von Prinz Charles und Prinz William .<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Rund 50\u2019000 Elefanten sind allein im vergangenen Jahr dem Elfenbein-Hunger &#8211; vornehmlich aus China &#8211; zum Opfer gefallen, so sch\u00e4tzen Experten. Wilderei in einem Ausmass wie seit den 80er Jahren nicht mehr. Ohne sofortige Massnahmen zur Beendigung des Elfenbeinhandels d\u00fcrften Elefanten in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets in Afrika und Asien bald aussterben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei zerst\u00f6rt die Wilderei auch l\u00e4ndliche Dorfgemeinschaften, unterst\u00fctzt terroristische Gruppen und bewaffnete Milizen und f\u00f6rdert regionale Konflikte. Mehr als 1000 Wildh\u00fcter haben \u00fcber die letzten zehn Jahre im weltweiten Kampf gegen die Wilderei ihr Leben verloren, mit namenlosen Folgen f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen. Doch das menschliche Leid geht weit dar\u00fcber hinaus. Schieber n\u00fctzen wehrlose Gemeinden aus und verstricken sie in kriminelle Machenschaften, w\u00e4hrend die wachsende Unsicherheit den Tourismus abw\u00fcrgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den letzten sechs Jahren haben Polizeikr\u00e4fte in Afrika, Asien und anderswo grosse Mengen illegalen Elfenbeins abgefangen. Allein 2013 wurden mindestens 45 Tonnen beschlagnahmt. Aber Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass 90 Prozent des illegal gehandelten Elfenbeins durch die Netze der Beh\u00f6rden gehen. Der Grossteil davon landet in China, wo es zu Essst\u00e4bchen, Schmuck und Schnitzereien verarbeitet wird. Auch Japan bleibt ein wichtiger Verbraucher illegaler Elefantenstossz\u00e4hne; dies, weil ein -\u00abRegistrierungsverfahren-\u00bb der Regierung allj\u00e4hrlich tonnenweise Elfenbein unbekannter Herkunft legalisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stimuliert wurde der Elfenbeinhandel durch zwei -\u00abeinmalige-\u00bb Verk\u00e4ufe von Stoss-\u00adz\u00e4hnen, die das Internationale Abkommen zur Regelung des Handels mit gef\u00e4hrde-\u00adten Tier- und Pflanzenarten (CITES) -\u00abversuchsweise-\u00bb genehmigt hatte. So kamen 49 Tonnen im Jahr 1999 und 108 Tonnen Elfenbein 2008 in den Verkauf, alles aus regierungseigenen Vorr\u00e4ten in L\u00e4ndern des s\u00fcdlichen Afrika. Trotz energischer Proteste zahlreicher Nichtregierungsorganisationen erm\u00f6glichte der Verkauf von 2008 China den Erwerb von 62 Tonnen. Dies sch\u00fcrte die Elfenbein-Nachfrage unter der wachsenden Zahl kaufkr\u00e4ftiger Chinesen und trieb die Preise in die H\u00f6he, was wiederum das -\u00abReinwaschen-\u00bb gewaltiger Mengen illegalen Elfenbeins f\u00f6rderte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>-\u00abEs herrscht breite Einigkeit, dass die Legalisierung des Elfenbeinhandels nach China und Japan ein Riesenfehler war-\u00bb, sagt Mary Rice, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der-\u00a0 Environmental Investigation Agency: -\u00abWir m\u00fcssen aus der Geschichte lernen und jeglichen Elfenbeinhandel unterbinden, egal ob international oder landesintern.-\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Handelsverbot und der damit verbundene Preiszusammenbruch f\u00fcr Elfenbein im Jahr 1989 stoppte die Wilderei und Abschlachtung von Elefanten weitgehend. Die Elefantenbest\u00e4nde konnten sich erholen. Doch der Erfolg dieser Politik wurde nicht nur durch die beiden -\u00abeinmaligen-\u00bb Verkaufsaktionen untergraben, sondern auch durch anhaltende Diskussionen innerhalb der CITES um eine langfristige Legalisierung des Elfenbeinhandels.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Nachfrage nach Wildtier-Produkten zu schw\u00e4chen ist eines der erkl\u00e4rten Ziele des Londoner Gipfels zum illegalen Wildtierhandel. Ein legaler Parallel-Handel mit Elfenbein aber wird alle Anstrengungen um die Nachfrage zu d\u00e4mpfen, zunichte machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>-\u00abWenn es den Staatsf\u00fchrern wirklich Ernst ist mit der Beendigung des illegalen Elfenbeinhandels, dann m\u00fcssen sie sofort ein Handelsverbot umsetzen. Dies beinhaltet die Schliessung aller landesinternen Elfenbein-M\u00e4rkte weltweit.-\u00bb Davon ist Sally Case, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der David Shepherd Wildlife Foundation &#8211;\u00a0\u00fcberzeugt. -\u00abAlles andere wird nur die Todesraten der Elefanten in die H\u00f6he treiben, die afrikanischen und asiatischen Elefanten an den Rand der Ausrottung bringen, mehr Konflikte sch\u00fcren, und mehr Leben von Wildh\u00fctern kosten.-\u00bb Der legale inl\u00e4ndische Elfenbeinhandel in China gilt als gr\u00f6sste Bedrohung f\u00fcr die Elefanten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Krise um die Elefantenwilderei ist nicht spurlos an den Regierungen vor\u00fcbergegangen. In den vergangenen drei Jahren haben Gabun, die Philippinen und die USA ihre Best\u00e4nde an beschlagnahmtem Elfenbein zerst\u00f6rt. Im Januar 2014 hat sogar China einen Teil seines Vorrats vernichtet. Frankreich hat soeben 3,4 Tonnen geschreddert. Und Hong Kong, ein Schl\u00fcssel-Umschlagplatz f\u00fcr illegales Elfenbein, soll demn\u00e4chst folgen, mit der Absicht, 28 Tonnen zu schreddern. Zudem hat bereits eine ganze Reihe von Diskussionen und hochrangigen Meetings stattgefunden, um die Krise anzugehen; neue Initiativen sind ver\u00f6ffentlicht, Verpflichtungen und Ank\u00fcndigungen bekannt gemacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch wird die Elefantenwilderei weitergehen, solange Elfenbein legales Handelsgut bleibt. -\u00abNoch so viel Rhetorik, Geld und beh\u00f6rdliche Aktionen werden die Elefanten nicht retten, solange es kein sofortiges, dauerhaftes und umfassendes Elfenbeinhandelsverbot gibt-\u00bb, macht Charlotte Nithart, Direktorin von Robin de Bois klar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>&#8211;\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Unterst\u00fctzende Organisationen:<\/b><\/p>\n<p><b>&#8211;\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Amboseli Trust for Elephants<\/p>\n<p>Animal Welfare Institute<\/p>\n<p>Ateneo School of Government<\/p>\n<p>Conservation Justice<\/p>\n<p>The David Sheldrick Wildlife Trust<\/p>\n<p>David Shepherd Wildlife Foundation<\/p>\n<p>Eco Activists for Governance &amp; Law Enforcement<\/p>\n<p>Elephant Action League<\/p>\n<p>Elephant Family<\/p>\n<p>ElephantVoices<\/p>\n<p>Environmental Investigation Agency<\/p>\n<p>Fondation Franz Weber<\/p>\n<p>Hong Kong for Elephants<\/p>\n<p>International Ranger Federation<\/p>\n<p>Last Great Ape Organization<\/p>\n<p>Natural Resources Defense Council<\/p>\n<p>Projet d\u2019Appui a l\u2019Application de la Loi sur la Faune Sauvage<\/p>\n<p>Pro Wildlife<\/p>\n<p>Rettet die Elefanten Afrikas e.V.<\/p>\n<p>Robin des Bois<\/p>\n<p>The Thin Green Line Foundation<\/p>\n<p>The Tsavo Trust<\/p>\n<p>WildlifeDirect<\/p>\n<p>Youth for Conservation<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/handelsverbot-fuer-elfenbein-ist-zur-rettung-der-elefanten-unerlaesslich\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211;\u00a0Staatsleute aus aller Welt treffen sich am 13. 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