{"id":478,"date":"2009-02-17T18:49:09","date_gmt":"2009-02-17T17:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=478"},"modified":"2009-02-26T20:45:14","modified_gmt":"2009-02-26T19:45:14","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Januar"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Januar 2009<\/b>  <\/p>\n<p>Im Januar kamen zwei neue Elefantenwaisen in der Nursery an. Zuerst ein etwa einj\u00e4hriges K\u00e4lbchen aus dem s\u00fcdlichen Tsavo West Nationalpark in der N\u00e4he des Anwesens von Ziwani Sisal. Ranger, die in der N\u00e4he stationiert waren, h\u00f6rten seine Hilferufe in der Nacht des 19. Januars. Am n\u00e4chsten Morgen nahmen sie die Suche auf und fanden das K\u00e4lbchen in der N\u00e4he eines Bew\u00e4sserungskanals auf dem Anwesen, auf das es in der Dunkelheit viele Tiere zum Saufen zieht. Offenbar hatte sie schon l\u00e4nger keine Muttermilch mehr zu sich genommen, denn sie war sehr ausgezehrt. Schlimmer noch, sie war \u00fcbers\u00e4t mit Stichwunden von Speeren und Dolchen, einige davon sehr tief. Eines ihrer Ohren war fast zweigeteilt. (Es ist unm\u00f6glich, nachzuvollziehen, was in Menschen vorgeht, die ein hilfloses einj\u00e4hriges Elefantenbaby so brutal misshandeln, obwohl sie eigentlich friedlich auf ein und dem selben Land gemeinsam mit ihrem Vieh zusammenleben k\u00f6nnten. Davon abgesehen haben die Massai-Hirten eigentlich kein Recht, ihr Vieh im Tsavo Nationalpark grasen zu lassen. Die Regierung zieht es jedoch vor, ihre Augen demgegen\u00fcber lieber zu verschlie\u00dfen und scheint jeglicher Ahndung unf\u00e4hig.) <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Ihre Rettung muss f\u00fcr sie \u00fcber alle Ma\u00dfen anstrengend gewesen sein, wenn man bedenkt, unter welchen Schmerzen sie litt, hinzu kam noch die Reise auf den holprigen Stra\u00dfen nach Voi am 20. Januar. Nachdem die Ranger sie in ihr Camp nahe Ziwani gebracht hatten, wurde sie in einem kleinen Raum untergebracht, wo man auf die Ankunft unserer Keeper wartete. Diese mussten aus dem ca. 250 km entfernten Voi anreisen und brachten sie anschlie\u00dfend auf der Laderampe zur\u00fcck dorthin. Nach einer Nacht in den Voi-Stallungen wurde sie am n\u00e4chsten Tag auf dem Luftweg in die Nairobi-Nursery gebracht. Sie kam am 21. Januar um 15 Uhr in einem erb\u00e4rmlichen Zustand bei uns an.  <\/p>\n<p>Wir nannten sie \u201c<b>Ziwani<\/b>\u201c, und von Anfang an machten wir uns nicht allzu gro\u00dfe Hoffnungen darauf, dass sie \u00fcberleben w\u00fcrde. Sie war zu schwer verwundet und seelisch traumatisiert; sie hatte einfach keine Kraft um gro\u00dfartig ums \u00dcberleben zu k\u00e4mpfen. Und in Anbetracht dessen, was sie in den letzten Stunden und Tagen durchgemacht hatte, war sie viel zu geistesabwesend. Am n\u00e4chsten Morgen wurde sie dann noch von Durchfall geplagt, wurde bewusstlos und atmete kaum. Ohne die sofortige Infusion mit Glukose und Elektrolyten in ihre Ohrvene h\u00e4tte sie die n\u00e4chsten 48 Stunden definitiv nicht \u00fcberlebt. In diesem Zustand war es uns wenigstens m\u00f6glich, ihre vielen Stichwunden zu untersuchen und sie mit Kaolin und Kleine zu f\u00fcttern, um den Durchfall zu stoppen. Zu unserer freudigen \u00dcberraschung war sie am n\u00e4chsten Morgen noch am Leben, nachdem die Keeper sich eine lange Nacht mit dem Halten des Infusionsbeutels um die Ohren geschlagen hatten.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/ziwani-despite-what-she-suffered-at-the-hands-of-humans-her-love-for-her-keepers-was-so-touching1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"244\" alt=\"Ziwani\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/ziwani-despite-what-she-suffered-at-the-hands-of-humans-her-love-for-her-keepers-was-so-touching-thumb1.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Es war unglaublich, doch nach 48 Stunden am Tropf kam die kleine <b>Ziwani<\/b> langsam wieder zur\u00fcck ins Leben, und mit der Unterst\u00fctzung einiger kr\u00e4ftiger M\u00e4nner konnte sie sogar aufstehen. Die Kleie, die ihr gegen den Durchfall gegeben wurde, war inzwischen so aufgequollen, dass sie keinen Platz mehr im Magen hatte und die getrunkene Milch sofort wieder erbrach. Wir mussten dann auf Rizinus\u00f6l, braunen Zucker und Paraffin\u00f6l umsteigen, um ihre Darmmotorik wieder in Gang zu bekommen. Gott sei Dank zeigte die Behandlung nach zwei weiteren Tagen endlich ihre Wirkung!  <\/p>\n<p>Die zahlreichen Wunden an ihrem Rumpf und ihrem Hinterbein waren sehr tief und erwiesen sich als gro\u00dfes Problem, den sie konnte kaum laufen, weil es ihr solche Schmerzen bereitete. Dadurch knirschte sie st\u00e4ndig mit den Z\u00e4hnen. Ihr wurde ein Penicillin-Antibiotikum gespritzt, und die Wunden wurden in einer sehr schmerzhaften Prozedur gereinigt. Sollte sie durchhalten, verdankt das ungl\u00fccksselige kleine Elefantenbaby ihr Leben Robert Carr-Hartley und den Keepern. Sie alle haben unerm\u00fcdlich und weit \u00fcber die normalen Arbeitszeiten hinaus geschuftet, um sie am Leben zu halten. Es wird sehr lange dauern bis sie wieder vollst\u00e4ndig hergestellt ist, doch zumindest ist sie jetzt umgeben von F\u00fcrsorge, Mitgef\u00fchl und G\u00fcte, so dass sie nicht allein mit ihren seelischen und k\u00f6rperlichen Traumata bleiben muss, nachdem sie ihre Familie verloren hat und ihr solch furchtbare Verletzungen durch Menschen zugef\u00fcgt wurden. Es ist fast schon dem\u00fctigend, dass sie trotz allem, was ihr durch Menschenhand geschehen ist, die Keeper so in ihr Herz geschlossen hat.  <\/p>\n<p>Der zweite Neuank\u00f6mmling war ein 6 Monate altes weibliches K\u00e4lbchen aus der Amboseli-Population. Sie wurde von zwei (humaneren) Massai-\u00c4ltesten zusammengedr\u00fcckt in einem Brunnen im Schatten des Mawenzi, dem zweith\u00f6chsten Gipfel nach dem Mt. Kilimandscharo gefunden, der das Amboseli-Gebiet \u00fcberragt. Dank diesen beiden Massai-\u00c4ltesten und den Mitarbeitern des Amboseli Elefantenforschungsprojektes konnte sie aus dem Brunnen befreit und zum n\u00e4chstm\u00f6glichen Flugplatz transportiert werden, von wo aus sie direkt in die Nursery geflogen wurde. Von den schweren Sch\u00fcrf- und Quetschwunden auf ihrem R\u00fccken (die stark an die von <b>Sinya<\/b> erinnern, die eine \u00e4hnliche Odyssee in einer Fallgrube durchgemacht hat) einmal abgesehen, ist \u201e<b>Mawenzi<\/b>\u201c in guter k\u00f6rperlicher Verfassung. Der Verlust ihrer Mutter und dem Rest der Familie scheint sie viel mehr zu schmerzen, denn sie ist unglaublich ruhelos und will am liebsten immer allein sein. Nach nur einer Nacht war sie jedoch schon mit den Kleinen der Junior-Gruppe unterwegs. <b>Kenia<\/b> lie\u00df sie nicht aus den Augen und f\u00fchrte sie jedes Mal umsichtig zur\u00fcck zu den Keepern, wenn sie vom Wege abkam.  <\/p>\n<p>Nach der Ankunft der beiden neuen Babies stieg die Zahl der Waisen in der Nairobi-Nursery auf 15 an, und das zog das allseits bekannte Umsortieren der Schlaflager nach sich: <b>Dida<\/b> zog bei <b>Suguta<\/b> ein, damit f\u00fcr <b>Mawenzi<\/b> ein Stall frei wurde, und <b>Siria<\/b> wurde zur\u00fcck in <b>Wasessas<\/b> Stall gebracht, damit auch <b>Ziwani<\/b> einen eigenen Schlafplatz hatte. In vielerlei Hinsicht platzen wir derzeit aus allen N\u00e4hten!  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/the-nairobi-nursery-orphans.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"164\" alt=\"The Nairobi Nursery orphans\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/the-nairobi-nursery-orphans-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Kenia<\/b> \u00fcbernahm die Rolle der Junior-Leitkuh f\u00fcr die j\u00fcngeren der Nursery-Elefanten und ist in dieser Rolle sehr pflichtbewusst. <b>Suguta<\/b>, die bis vor Kurzem noch an den Keepern klebte, wird immer mehr zu einem Mitglied der Herde, da sie nun wieder zu Kr\u00e4ften gekommen ist. Sie streitet sich oft mit <b>Kimana<\/b>, vor allem um die Milch! <b>Taveta<\/b>, der gr\u00f6\u00dfte der Nursery-Bullen, prahlt mit seinem Gewicht, in dem er die anderen st\u00e4ndig anrempelt und hat sich mittlerweile den Titel \u201eTyrann\u201c eingehandelt, weil er sehr dominant ist. <b>Siria<\/b> versucht sein Gl\u00fcck lieber bei den kleinen K\u00fchen, die sich jedoch gegen ihn verb\u00fcndet haben und zur Raison bringen. <b>Kimana<\/b> himmelt <b>Siria<\/b> an, w\u00e4hrend <b>Shimba<\/b> und <b>Mzima<\/b>, die sich einen Stall teilen, sehr eng miteinander befreundet sind. <b>Lempaute<\/b>, wie <b>Sunyei<\/b> in Ithumba, spielt ihre Streiche inzwischen nicht nur mit den Besuchern, sondern auch den anderen Herdenmitgliedern. Sie erschreckt sie absichtlich, wenn sie einmal ein St\u00fcckchen entfernt von ihren Keepern grasen. Dann rennt sie an ihnen vorbei, als w\u00fcrde sie irgendetwas oder irgendjemand gef\u00e4hrliches verfolgen. Das wiederum f\u00fchrt zu einer panikartigen Fluchtwelle bei den anderen, und sie freut sich wahnsinnig dar\u00fcber. Auch zur Besucherstunde sorgt sie nach wie vor f\u00fcr die Unterhaltung der G\u00e4ste. Einer ihrer neuesten Tricks ist, dass sie einen Fu\u00dfball hochhebt und ihn dann zwischen Mund und R\u00fcssel balancierend auf und ab entlang des Absperrseils tr\u00e4gt. <b>Shimba<\/b> ist sehr gef\u00e4llig gegen\u00fcber den kleinen afrikanischen Schulkindern, wenn sie mittags zum Schlammbad zu Besuch kommen. Er stellt sich ganz nah an der Absperrung vor sie auf und erlaubt ihnen, in seinen R\u00fcssel zu pusten. Und w\u00e4hrend die Kinder staunen, klappt er seine riesigen Ohren auf und zu!  <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Januar 2009<\/b>  <\/p>\n<p>Die nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher blieben nach einem Monat mit nur gelegentlichen kleinen Schauern weitgehend leer, so dass das neue Jahr sehr trocken begann. Viele der Wasserstellen sind in den letzten Monaten versiegt, und nur die Bohrl\u00f6cher und Wasserstellen an den Windm\u00fchlen f\u00fchren noch Wasser f\u00fcr die Wildtiere. Drei der Windm\u00fchlen des Trusts sind die verl\u00e4sslichsten Wasserquellen f\u00fcr die Wildtiere, und wir konnten beobachten, dass sie sich in der Trockenperiode immer in der N\u00e4he aufhalten. Tiere, die eigentlich weiter entfernt im Park leben, wandern weite Strecken um hier zu saufen. Viele der wilden Elefantenherden durchstreifen in dieser Jahreszeit weite Gegenden auf der Suche nach Futter und halten sich eher in Gebieten auf, wo mehr Niederschl\u00e4ge gefallen sind. Da viele der Herden mittlerweile Nachwuchs haben, k\u00f6nnen sie nicht mehr so weite Strecken zur\u00fccklegen, so dass sie sich gerne in der N\u00e4he dieser permanenten Wasserstellen oder entlang der Wasserleitungen aufhalten. Leider steigt dadurch das Risiko, dass das ein oder andere K\u00e4lbchen in eines der L\u00f6cher f\u00e4llt, die in der Regenzeit entlang dieser Leitungen ausgeschwemmt wurden. Au\u00dferdem versch\u00e4rft der Niederschlagsmangel auch weiter den Konflikt zwischen Mensch und Natur.  <\/p>\n<p>Die Voi-Waisen blieben in der ersten Monatsh\u00e4lfte in entlegeneren Gebieten. Erst am Monatsende sichteten die Keeper <b>Emilys<\/b> Gruppe. Sie berichteten freudig, dass <b>Emilys<\/b> K\u00e4lbchen <b>Eve<\/b> wohlauf ist und sich zum kleinen Charmeur entwickelt. Bereits jetzt hat sie ihre Aufpasser alle um den Finger gewickelt. Die anderen (Waisen-) K\u00fche der Herde interessieren sich sehr einf\u00fchlsam f\u00fcr <b>Emilys<\/b> kleines K\u00e4lbchen, und <b>Emily<\/b> freut sich \u00fcber jegliche Unterst\u00fctzung aus ihrer Elefantenfamilie, wie es auch naturgem\u00e4\u00df der Fall ist. Elefanten sind sehr besch\u00fctzerisch, was ihre Familie angeht, und die Herdenmitglieder spielen alle eine wichtige Rolle in der Erziehung des Nachwuchses.  <\/p>\n<p>Einmal wurden die Gruppen von <b>Emily<\/b> und <b>Lissa<\/b> gemeinsam gesichtet, wie sie friedlich zusammen grasten. Was zuerst aussah wie das \u00fcbliche entspannte Zusammensein zweier Herden, nahm sp\u00e4ter eine interessante und \u00fcberraschende Wende. Alles begann, als sich eine der wilden K\u00fche aus <b>Lissas<\/b> Gruppe im Teenageralter <b>Emilys<\/b> Baby n\u00e4herte und der kleinen <b>Eve<\/b> einen sanften Schubs mit dem R\u00fcssel gab. Zur \u00dcberraschung der Keeper reagierte <b>Emily<\/b> v\u00f6llig aufgebracht, drohte der wilden Kuh und jagte sie schlie\u00dflich in <b>Lissas<\/b> Gruppe zur\u00fcck. Es folgte eine Pattsituation zwischen den beiden Herden. Die beiden Gruppen, allen voran <b>Icholta<\/b>, <b>Illingwezi<\/b> und <b>Vita<\/b>, lieferten sich ein Kr\u00e4ftemessen. Sie bedr\u00e4ngten die wilde Kuh, die sich jedoch hartn\u00e4ckig wehrte und weigerte, sich zur\u00fcckzuziehen. F\u00fcr eine Weile schien es, dass die Waisen den Kampf verlieren, doch <b>Laikipia<\/b> eilte ihnen bald zu Hilfe und \u00fcberw\u00e4ltigte die wilde Kuh. Er war sehr stolz auf sich und wagte sp\u00e4ter sogar einen \u201eSiegesritt\u201c auf dem R\u00fccken der Unterlegenen!  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/safe-and-protected-from-the-elements-eve-plays-underfoot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"164\" alt=\"Eve\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/safe-and-protected-from-the-elements-eve-plays-underfoot-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Nach diesem Drama f\u00fchrte <b>Lissa<\/b> ihre Gruppe an die S\u00fcdseite von Msinga Hill, w\u00e4hrend <b>Emilys<\/b> Gruppe an Ort und Stelle blieb. Wenn man <b>Emily<\/b> beobachtet, macht sie den Eindruck einer sehr besorgten und bedachten Mutter, und sie entschied sich vorerst, in der N\u00e4he der Stallungen und des Wasserlochs an der Voi-Safari-Lodge zu bleiben, so dass sie mit dem K\u00e4lbchen nicht zu weite Strecken zur\u00fccklegen musste.  <\/p>\n<p><b>Lissas<\/b> Gruppe wurde am 23. Januar noch einmal auf der Westseite von Msinga Hill gesehen. Sie wurde von <b>Uaso<\/b> und seinem wilden Freund im Teenageralter begleitet. Auch <b>Sosian<\/b> aus <b>Emilys<\/b> Gruppe, verbrachte einige Zeit mit <b>Uaso<\/b>, und es scheint, dass <b>Sosian<\/b> die Gesellschaft von <b>Uasos<\/b> wildem Freund sehr genie\u00dft.  <\/p>\n<p><b>Aitong<\/b> und ihre Gruppe wurden in diesem Monat nicht gesehen.  <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Januar 2009<\/b>  <\/p>\n<p>Mit dem Anbruch einer neuen und sehr hei\u00dfen Trockenperiode, haben wieder mehr wilde Elefanten die Vorz\u00fcge der Stalltr\u00e4nke genutzt, denn die nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher in der Wildnis trocknen mehr und mehr aus. Das Wasservorkommen in den Stallungen wird offenbar immer bekannter in der wilden Elefantengemeinschaft.  <\/p>\n<p><b>Yattas<\/b> Gruppe (unabh\u00e4ngig von den Keepern) hat die meisten Tage dieses Monats mit der j\u00fcngeren Gruppe (noch in der Obhut der Keeper) verbracht. Entweder sie holten sie bereits fr\u00fch morgens aus den Stallungen ab und gingen erst im Busch eigene Wege, oder sie gesellten sich zum mitt\u00e4glichen Schlammbad zur j\u00fcngeren Gruppe. Manchmal verbrachten sie den ganzen Nachmittag beim Grasen zusammen und geleiteten sie sp\u00e4ter zur\u00fcck zu ihrem Nachtlager, bevor sie sich anschlie\u00dfend wieder auf den Weg in den Busch machten.  <\/p>\n<p><b>Challa<\/b> war in diesem Monat mit seinem Freund <b>Rapsu<\/b> unterwegs, und hat sich damit vom Junior-Trupp in <b>Yattas<\/b> Gruppe bef\u00f6rdert. Doch offensichtlich f\u00fchlt er sich noch nicht wohl genug dabei, die N\u00e4chte bei den \u00c4lteren zu verbringen. Am 10. kam er allein zur\u00fcck in die Stallungen, und erst am 16. verlie\u00df er die Gruppe wieder auf eigene Faust. Die Keeper waren erstaunt, doch er schien genau zu wissen, wo er <b>Yattas<\/b> Gruppe wiederfinden w\u00fcrde, denn am Abend kehrte er mit ihnen und den J\u00fcngsten zur\u00fcck ins Stallgel\u00e4nde. Es ist wieder einmal sehr interessant, die Kommunikation der Elefanten mittels Infraschall zu beobachten. Wie sonst sollten sie wissen, wie sie sich in der Wildnis in Tsavo wiederfinden w\u00fcrden! Dass <b>Yatta<\/b> am 12. allein zu den Stallungen kam, um die J\u00fcngsten in Richtung Kanziku zu f\u00fchren, \u00fcberraschte die Keeper. Danach \u00fcberlie\u00df sie die Kleinen den Junior-Leitk\u00fchen und grasten mit einer anderen Gruppe weiter abw\u00e4rts. <b>Yatta<\/b> und ihre Gruppe kehrten zum Schlammbad zu den J\u00fcngeren zur\u00fcck, und dort waren die Waisen bereits mit einem freundlichen wilden Bullen zu Gange, den sie offenbar alle kannten. Denn als er auftauchte, wurde er von allen begr\u00fc\u00dft. Nach dem Schlammbad verbrachte er noch einige Stunden mit Grasen inmitten der Waisen, bevor er wieder seine eigenen Wege ging. Am 14. wurden um 9 Uhr morgens 3 wilde Bullen beim Saufen am Schlammbad gesehen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/orphans-at-imenti-water-hole.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"Waisen am Imenti Wasserloch\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/02\/orphans-at-imenti-water-hole-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Ein weiteres interessantes Erlebnis ereignete sich am 20. Januar, als <b>Galana<\/b>, <b>Ndomot<\/b>, <b>Challa<\/b> und <b>Naserian<\/b> die Gruppe der J\u00fcngeren zur\u00fccklie\u00dfen und stattdessen mit <b>Yattas<\/b> Gruppe loszogen. <b>Sunyei<\/b> blieb als Verantwortliche zur\u00fcck bei den Kleinsten. Am Abend zogen es die vier vor, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren anstatt eine Nacht im Busch zu verbringen. Am 21. kamen schlie\u00dflich auch <b>Rapsu<\/b> und <b>Challa<\/b> (bis dahin bei <b>Yatta<\/b>) zur\u00fcck in die Stallungen. <b>Challa<\/b> kehrte 2 Tage sp\u00e4ter zur Gruppe der \u00c4lteren zur\u00fcck, als sich die beiden Herden im Busch wiedertrafen. An diesem Tag badeten sie gemeinsam in der Suhle, und wieder kam <b>Challa<\/b> abends eigenst\u00e4ndig zur\u00fcck in die Nachtstallungen. Gegen Ende des Monats waren dann <b>Wendi<\/b> und <b>Tomboi<\/b> an der Reihe und zogen ein paar ruhige Tage mit den J\u00fcngeren der Wanderung mit <b>Yattas<\/b> Gruppe vor. Am 31. verlie\u00dfen sie den j\u00fcngeren Trupp jedoch wieder und trafen sich offenbar mit <b>Yattas<\/b> Gruppe, die f\u00fcr einige Tage gar nicht mehr gesichtet wurde.  <\/p>\n<p><b>Sunyei<\/b> und <b>Galana<\/b> sind die Junior-Leitk\u00fche in der j\u00fcngeren Gruppe und k\u00fcmmern sich um die Kleinsten, wenn <b>Yatta<\/b> und die \u00c4lteren nicht in der N\u00e4he sind. Manchmal d\u00fcrfen sich auch <b>Chyulu<\/b> und <b>Lenana<\/b> in der Rolle der Anf\u00fchrer versuchen. Dass einige in der Gruppe der J\u00fcngeren immer abenteuerlustiger werden, wurde in den Aufzeichnungen dieses Monats deutlich: sowohl <b>Challas<\/b> Ausfl\u00fcge, als auch die von <b>Galana<\/b>, <b>Ndomot<\/b> und <b>Naserian<\/b> sorgen daf\u00fcr, dass auch sie lernen, wie das Leben unabh\u00e4ngig von den Keepern funktioniert. Doch bisher kehrten sie immer (selbst\u00e4ndig) nachts in die Stallungen zum Rest ihrer Gruppe zur\u00fcck. Es wird klar, dass alle Ithumba-Waisen Teil einer gro\u00dfen Familie sind, die regelm\u00e4\u00dfig miteinander in Verbindung stehen. Diejenigen, die ein paar ruhige Tage verbringen wollen, bleiben bei der j\u00fcngeren (von den Keepern abh\u00e4ngigen) Gruppe, und die, die sich in der Wildnis behaupten wollen, verbringen ein wenig mehr Zeit mit den \u00c4lteren. Abends kehren sie jedoch lieber in die Sicherheit der Stallungen zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Die jungen Bullen (<b>Ndomot<\/b>, <b>Kora<\/b>, <b>Zurura<\/b> und <b>Kamboyo<\/b>) sind des \u00c3\u2013fteren in Ring- und Rangk\u00e4mpfe verwickelt. <b>Ndomot<\/b>, der schon immer sehr aufdringlich werden konnte, jagte seinen Freund <b>Zurura<\/b> umher und bestieg ihn, um ihm zu zeigen, wer hier das Sagen hatte. Aber nur eine Ermahnung und ein Fingerzeichen ihrer Menschenfamilie gen\u00fcgt um ihn wieder zur Ordnung zu rufen!  <\/p>\n<p>Am 3. Januar kamen 3 wilde Bullen an die Stallungen, w\u00e4hrend die Waisen unterwegs waren. Am 5. wurden 2 gro\u00dfe wilde Bullen mit <b>Yattas<\/b> Gruppe beobachtet. Am 10. kam der freundliche wilde Bulle zum Schlammbad, und am 12. war es ein anderer Bulle, der allen bekannt zu sein schien, der zum Saufen an die Stalltr\u00e4nke kam.  <\/p>\n<p>Alles in Allem verlief der Monat reibungslos. Die Waisen waren sehr vergn\u00fcgt, vor allem als es einen unerwarteten Regenschauer gab. Auch am Ende des Monats fiel ein heftiger Regenguss, was im Januar eher die Ausnahme ist.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-januar\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Januar 2009 Im Januar kamen zwei neue Elefantenwaisen in der Nursery an. 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