{"id":48,"date":"2004-02-17T17:29:35","date_gmt":"2004-02-17T17:29:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=48"},"modified":"2008-04-13T22:44:16","modified_gmt":"2008-04-13T20:44:16","slug":"januar-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/januar-2004\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Januar 2004"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">In diesem Monat stand bei uns   \tder Kampf um das Leben des kleinen <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Ndomot <\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">an erster Stelle,, der Ende  \tNovember im Alter von nur sechs Wochen hier ankam. Er stammt aus der selben  \tentlegenen Ecke Kenias, aus der auch die kleine <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Sunyei<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> kommt &#8211; die beiden scheinen sich sogar zu kennen! <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Ndomot<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> litt unter Darmgeschw\u00fcren mit hartn\u00e4ckigen Durchf\u00e4llen, die uns fast  \tverzweifeln lie\u00dfen. Nach langen vergeblichen Bem\u00fchungen griffen wir  \tschlie\u00dflich auf ein altbew\u00e4hrtes hom\u00f6opathisches Mittel zur\u00fcck, das ihm  \tst\u00fcndlich verabreicht wurde. Jetzt scheint er \u00fcber den Berg zu sein und  \tzeigt wieder Lebenszeichen, obwohl er noch sehr ausgezehrt und schwach ist.  \tEr trinkt auch wieder Milch und hat guten Appetit, so dass er hoffentlich in  \tein bis zwei Monaten wieder ein properes Eli-Baby sein wird.<!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Auch der kleine <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Madiba<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">,  \tder im Dezember im Alter von drei Monaten abgemagert und schwach aus  \tS\u00fcdafrika zu uns kam, beanspruchte unsere volle Aufmerksamkeit in diesem  \tMonat. Als er gefunden wurde, war er nur wenige Stunden alt und hatte  \toffenbar noch nicht begriffen, dass er ein Elefant ist, denn er mied  \tanf\u00e4nglich den Kontakt zu den anderen und klammerte sich nur an seine Decke,  \tdie er aus S\u00fcdafrika von seinen dortigen Betreuern mitbekommen hatte.  \tMittlerweile gedeiht er aber pr\u00e4chtig und hat sich auch mit den anderen  \tangefreundet &#8211; besonders mit seinem Altersgenossen <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Ndomot<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> . Er genie\u00dft das Toben im Schlammbad, und die menschlichen Besucher dort  \tlieben ihn besonders, weil er f\u00fcr seine vier Monate noch so klein ist und  \tmit seinen Zottelhaaren aussieht wie ein kleines Mammut. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Dem kleinen <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Napasha<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">,  \tden ein Massai-Hirte vor sechs Monaten im Busch fand, sind zwei kleine  \tkr\u00e4ftige Sto\u00dfz\u00e4hne gewachsen, was ihn als Zweij\u00e4hrigen auszeichnet. Somit  \tist er alt genug, um sich bald  der Tsavo-Gruppe anzuschlie\u00dfen. Seine  \tSto\u00dfz\u00e4hne pr\u00e4sentiert er stolz allen Zuschauern, wobei er den R\u00fcssel  \thochh\u00e4lt, damit man sie auch deutlich sehen kann. <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Olmalo<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">, <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Taita<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> und <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Napasha<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> bewohnen ein ehemaliges Nashorn-Gehege der Nursery, und sie warten jeden  \tAbend sehns\u00fcchtig auf die R\u00fcckkehr der Nashorn-Waise Makosa. Immer nach  \tBeendigung seiner Abendmahlzeit geht Makosa zu den Dreien, die schon ihre  \tR\u00fcssel durch den Zaun strecken, und er steht dann ganz verz\u00fcckt mit  \tgeschlossenen Augen da und l\u00e4\u00dft sich von ihnen im Gesicht kitzeln. Er ist  \twie alle Nash\u00f6rner ein sehr sensibles Gesch\u00f6pf. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Wendi <\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">demonstriert st\u00e4ndig, dass die  \tacht Nursery-Babys ihr allein geh\u00f6ren, w\u00e4hrend der pausb\u00e4ckige <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Tomboi<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> sich gern als Besch\u00fctzer aufspielt, indem er alle Warzenschweine verjagt,  \tdie dann auch brav wegrenne, um ihm einen Gefallen zu tun.. <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Sunyei<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> ist der besondere Liebling ihrer Eli-Kameraden und auch der Besucher. Sie  \tist ein Winzling und sehr  verspielt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Nun, da es dem kleinen <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Ndomot<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> besser geht und <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> Madiba<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> gut gedeiht,  \thoffen wir, dass es im bevorstehenden Februar keine R\u00fcckschl\u00e4ge geben wird  \tund dass wir nicht noch mehr Zuwachs bekommen, denn unsere neun Nursery  \tBabys haben die Gehege bereits zum \u00dcberlaufen gebracht und auch die  \tNashorn-St\u00e4lle mit belegt. Wenn allerdings weitere Eli-Babys ankommen  \tsollten, w\u00fcrden wir nat\u00fcrlich niemals eines wegschicken. Dann muss man  \teinfach irgendwo und irgendwie noch mehr Platz schaffen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Die Tsavo-Waisen<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">In der ersten Januar-H\u00e4lfte  \twurde die Gegend um die Stockades von Voi zunehmend trockener und wirkte wie  \teine Mondlandschaft. Dies war eine Herausforderung f\u00fcr die Elefanten und die  \tKeeper gleicherma\u00dfen und bereitete uns einige Kopfschmerzen. Einige in der  \tGruppe magerten regelrecht ab &#8211; sogar <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Emily<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> und <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Aitong, <\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">aber vor allem<\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> <\/span><\/strong><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Mweiga<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">,  \tdie sichtlich schwach war. Es war sehr anr\u00fchrend zu sehen, mit welcher  \tF\u00fcrsorge sich die anderen Elefantenm\u00e4dchen, sogar die kleineren, um die  \tsechsj\u00e4hrige <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> Mweiga<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> k\u00fcmmerten.  \tWenn <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Mweiga<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> nicht mit der Gruppe schritthalten konnte, dann blieb immer abwechselnd eine  \tder anderen zur\u00fcck, um sie zu den Stockades oder zum Schlammbad zu  \tbegleiten. Wenn <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> Emily<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> und <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Aitong<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> diese Rolle \u00fcbernahmen &#8211; eine an jeder Seite -, dann war <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Mweiga<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> offensichtlich \u00fcbergl\u00fccklich, denn sie schwenkte  ihren  R\u00fcssel immer  hin  \tund her. Auch <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> Salama<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> bewies seine  \tF\u00fcrsorglichkeit, als der freche <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Nyiro Mweya<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> mit List von der Gruppe trennte und versuchte, sie zu besteigen. <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Salama<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> eilte sofort zu <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\"> Mweyas<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> Rettung  \therbei. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Mit den wilden Herden gab es in  \tdiesem Monat praktisch keinen Kontakt, was schlicht daran lag, dass sie alle  \tdiese w\u00fcstenartige Gegend verlassen hatten und zu gr\u00fcnerem Weideland gezogen  \twaren. Nur <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Ndara<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> und <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Loisaba<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> schlossen sich kurz einer wilden Gruppe an, ansonsten musste  die ganze  \tWaisengruppe miteinander spielen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Besonders gro\u00df war das  \tVergn\u00fcgen, als am 16. Januar in einer Nacht etwa 20 cm Regen fiel. Dadurch  \twurden der Voi River und das angrenzende Land \u00fcberflutet und alle  \tnat\u00fcrlichen Senken mit Wasser gef\u00fcllt. Die Stra\u00dfen verwandelten sich in  \tS\u00fcmpfe, so dass die Besucher in ihren Lodges und Zelt-Camps praktisch  \teingeschlossen waren. F\u00fcr uns war das jedoch buchst\u00e4blich ein Geschenk des  \tHimmels, denn wir hatten schon damit gerechnet, alle unsere Tsavo-Elis nach  \tNorden bringen zu m\u00fcssen, nach Ithumba, wo <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Imenti<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> sich aufh\u00e4lt, denn dort hat es in diesem Jahr ausgiebige Regenf\u00e4lle gegeben.  \tDiese Verlegung planen wir immer noch &#8211; allerdings f\u00fcr die k\u00fchlere  \tJahreszeit, die im Mai beginnt. Wir m\u00f6chten dann n\u00e4mlich einen Teil der  \tTsavo-Gruppe  nach Norden bringen. Dort bauen wir im Augenblick die  \tQuartiere der Mitarbeiter und errichten die n\u00f6tige Infrastruktur &#8211; gr\u00f6\u00dfere  \tStockades, Vorratslager, Wassersammeltanks, einen Brunnen usw. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Irima<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> entwickelt sich zu einem starken Charakter, der wei\u00df, was er will, und der  \tsich nicht scheut, es mit den \u00e4lteren Elis aufzunehmen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\">Regen ist immer ein Grund zur  \tFreude, und die Waisen genossen die Folgen des gro\u00dfen Unwetters. Sie jagten  \tfliegenden Termiten nach und schlugen mit dem R\u00fcssel nach ihnen. Sie  \tspielten in den Pf\u00fctzen und w\u00e4lzten sich im Matsch. Einmal trieben sie ein  \tBaby-Warzenschwein in die Enge, dessen Mutter sofort heranraste, um es zu  \tverteidigen, was wiederum <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Emily<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> auf den Plan rief, die die &#8222;T\u00e4ter&#8220; vor der w\u00fctenden &#8222;Warzensau&#8220; besch\u00fctzen  \tmusste. Wasserb\u00f6cke und Strau\u00dfe wurden ebenfalls mit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen  \tgejagt. Die Tage sind immer ausgef\u00fcllt mit Schubsen und Streitereien &#8211; meist  \tum einen bestimmten Ast &#8211; oder Versteckspielen. Besonders gern jagen sie  \tsich gegenseitig um B\u00fcsche herum. <\/span><strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPS-BoldMT\">Sosians<\/span><\/strong><span style=\"font-family: TimesNewRomanPSMT\"> Riesen-Appetit  f\u00e4llt richtig auf, und die Tatsache, dass er zu den Babies  \tgeh\u00f6rt, die demn\u00e4chst von der Milch entw\u00f6hnt werden m\u00fcssen, wird ihm gar  \tnicht gefallen!<\/span><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/januar-2004\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Monat stand bei uns der Kampf um das Leben des kleinen Ndomot an erster Stelle,, der Ende November im Alter von nur sechs Wochen hier ankam. 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